falls das heutige Abrutschen des Aktienkurse um 9 Euro von 131 auf 122 lediglich Gewinnmitnahmen waren und die Leerverkäufer sich somit relativ gimpflich teilweise eindecken konnten, wäre alles noch recht normal.
falls es aber ein künstlich herbeigeführte Attacke war, also zusätzlich leerverkauft wurde, so daß sich die gesamte Leerverkaufsquote der letzten Wochen sich nicht signifikant verringert hätte, dann wird die Wahrscheinlichkeit eines späteren Gemetzels umso größer. Denn wenn der Aktienkurs nächste Woche nach dem heutigem Verfallstag weiter steigen sollte, dann werden die Leerverkäufer irgendwann keine Munition mehr haben, bzw. kapitulieren müssen, alles andere wäre Selbstmord. Siehe VW damals, der Aktienkurs schnellte auf 1000 Euro hoch. So extrem würde es bei Wirecard niemals laufen, denkbar ist aber durchaus, daß es nicht nur bis zur fairen Bewertung im Peergroup Vergleich bei ca. 200 Euro läuft, sondern in eine Übertreibung. Morgan Stanley und co. müssten nur sagen, wir verleihen nicht mehr, bzw. alle Anleger müssten für ihre Aktienbestände Limitverkäufe einstellen, so daß auf diese Aktien des Freefloats nicht zurückgegriffen werden kann, und das wars.
Ein positiver KPMG Bericht dürfte nicht stattfinden, usw.
Das HEUTE wirklich Einzige was relevant ist, ob die Leerverkäufer sich heute teilweise eindecken konnten oder aber nicht. Am Verfallstag verhindern wollen, daß der Aktienkurs direkt bis 135 steigt, schön und gut. Aber was wird es eventuell gekostet haben? Oder waren es nur Gewinnmitnahmen zum Wochenschluss?
Wer wirklich ständig auf kurzfristige Verläufe schaut, sollte sich den nachbörslichen Handel ab 17:36 anschauen. Bis 13 Uhr ging es um den Verfallstag bei Optionsscheinen, bis 17:35 um die Aktie und den Wochenschluss, danach geht es um die Zukunft der nächsten Wochen. Ich könnte mir gut vorstellen, daß es heute Abend wieder anzieht.
Time will tell
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