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Eine Quartalssaison voller Überraschungen

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neuester Beitrag: 04.09.04 14:29
eröffnet am: 04.09.04 14:29 von: moya Anzahl Beiträge: 1
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Eine Quartalssaison voller Überraschungen

Mit Bayer ist am Dienstag die deutsche Quartalsberichtssaison zu Ende gegangen. Die Bilanz ist beeindruckend: Fast jede zweite Dax-Firma übertraf die Prognosen. Nur drei Unternehmen enttäuschten. Auch der Ausblick kann sich sehen lassen.

Analyst Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sprach vom "besten Verlauf einer Berichtssaison seit mindestens drei Jahren". Ähnlich positiv wertete die Commerzbank die abgelaufene Berichtssaison. Die Dax-Firmen hätten die Erwartungen der Analysten um rund zwölf Prozent geschlagen, ergab eine Untersuchung der Aktienstrategen von der Commerzbank Securities.

Paukenschlag von ThyssenKrupp
Vor allem die Industrie- sowie die Chemie- und Pharma-Konzerne konnten im zweiten Quartal positiv überraschen ? und das trotz des hohen Ölpreises. Die BASF erhöhte im zweiten Quartal ihren Betriebsgewinn um 44 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Schering verbesserte sein Betriebsergebnis ebenfalls zweistellig um 23 Prozent auf über 200 Millionen Euro. ThyssenKrupp schoss den Vogel ab und konnte den Vorsteuergewinn (Ebt) auf 488 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Siemens verzeichnete den stärksten Quartalsgewinn-Anstieg seit zwei Jahren und übertraf mit seinem operativen Ergebnis von 1,24 Milliarden Euro die Erwartungen.

Auch die Deutsche Telekom verblüffte die Anleger und meldete erstmals wieder einen Milliardengewinn. Allerdings verdankte sie diesen hauptsächlich einer Höherbewertung der Mobilfunklizenzen in den USA.

SAP ohne Makel
In der High-Tech-Branche war wieder einmal auf SAP Verlass. Im Gegensatz zu den US-Konkurrenten PeopleSoft und Siebel gab das Software-Unternehmen keine Gewinnwarnung heraus, sondern schaffte es, das Betriebsergebnis um erneut 15 Prozent zu steigern ? mehr als Analysten erwartet hatten. Die Walldorfer profitierten von der Konsolidierung der US-Software-Landschaft und konnten ihren Marktanteil weltweit weiter ausbauen.

Nur drei Firmen enttäuschen
Während die meisten Unternehmen die Prognosen übertrafen oder im Rahmen der Erwartungen blieben, konnte man die Zahl der Firmen, die enttäuschten, an einer Hand ablesen. Die Deutsche Bank blieb wegen ihres schwachen Handelsergebnisses knapp hinter den Prognosen zurück. Die Lufthansa schaffte zwar den Sprung zurück in die Gewinnzone, blieb aber hinter den Prognosen zurück. Beim Chip-Hersteller Infineon fiel der Nettogewinn wegen höherer Rückstellungen niedriger aus als erwartet.

Nicht nur beim Gewinn, sondern auch bei den Umsätzen konnten die Unternehmen kräftig zulegen. Hier erwies sich besonders die US-Konjunktur als Wachstumstreiber.

14 Dax-Firmen heben Prognose an
Dank der guten Quartalsentwicklung zeigten sich viele Unternehmen zuversichtlicher denn je für das Gesamtjahr. Alleine 14 Dax-Unternehmen haben ihre Ziele für das Gesamtjahr angehoben. Dazu zählen Schering, Adidas, BASF, Adidas, die Deutsche Telekom, die Deutsche Post, Siemens und ThyssenKrupp. Die Deutsche Telekom rechnet für 2004 wieder mit einem Gewinn von 2,5 Milliarden Euro. Für den größten Coup sorgte ThyssenKrupp: der Stahlkonzern hob seine Ergebnisprognose um sage und schreibe 50 Prozent von 1,0 auf 1,56 Milliarden Euro an. "Wir haben Grund zur Optimismus, ohne dass wir in Euphorie geraten", sagte BASF-Chef Jürgen Hambrecht.

Öl verdirbt gute Stimmung
Trotz der erfolgreichen Quartalssaison hinkten die Aktienkurse hinterher. "Der Ölpreis hat die Stimmung an der Börse kaputt gemacht und die guten Berichte überlagert", weiß Analyst Schallenberger. Innerhalb der Quartalsberichtssaison büßte der Dax bis Mitte August an Boden ein, kämpfte sich dann aber wieder auf das Niveau von über 3.800 Punkten. Das entspricht dem Stand vom Anfang der Berichtssaison. Als Outperformer erwiesen sich die Unternehmen, die mit ihren Zahlen am meisten überzeugen konnten: ThyssenKrupp, Conti und Siemens.

Für den Rest des Jahres sind die Erwartungen nun besonders hoch: Nach Berechnungen des Finanzdienstleisters Ibes erwarten Analysten für 2004 ein Gewinnplus der deutschen Firmen von deutlich über 50 Prozent.
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