Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 03.12.21 19:25
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 154506
neuester Beitrag: 03.12.21 19:25 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 19492621
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12.10.21 14:49
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18 Postings, 52 Tage NoergeliUnd die Energiepreise

werden uns den ganzen Winter über beschäftigen. Da kommt was Großes auf uns zu:

Erstes Stahlunternehmen ruft nach staatlicher Hilfe
Die Strompreise für die Industrie sind zehnmal so hoch wie vor drei Jahren. Jetzt fordert der Chef der Swiss Steel Group Entlastung. Die Bundesregierung müsse die Preise deckeln ? sonst drohten Produktionsstopps.
 

12.10.21 14:51
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18 Postings, 52 Tage NoergeliAn der Front

ist auch noch keine Ruhe:

Das Auf und Ab der Pandemie hat die Schlagader des Welthandels getroffen: Die Containerschifffahrt ist blockiert. Nur noch jedes dritte Schiff erreicht pünktlich seinen Hafen. Doch auch dort herrscht Chaos. Hamburg und Rotterdam werden von den großen Reedereien zeitweise gar nicht mehr angesteuert.
Denn derzeit steht etwa jedes zehnte Containerschiff still. Und zwar nicht, weil es nichts zu tun gäbe. Sondern weil die anderen neun Schiffe vorher in der Schlange vor den Häfen standen und jetzt die Plätze zum Be- und Entladen blockieren.  

12.10.21 20:07
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70660 Postings, 8072 Tage KickyDie Inflation steigt immer schneller

https://wolfstreet.com/2021/10/12/...ins-plus-their-lunch-dinner-too/
"Die Menschen verstehen die Anzeichen Die Inflation steigt immer schneller und wird auch in Zukunft noch schneller steigen, und zwar fast doppelt so schnell wie ihre Lohnerhöhungen. Sie verstehen, dass die Inflation ihre Gehaltserhöhungen sowie ihr Mittag- und Abendessen auffressen wird.
Die immer wackliger werdenden Behauptungen der Fed, dass diese Inflation "zeitweiligd" oder "vorübergehend" sei und trotz der massiven geld- und fiskalpolitischen Anreize, die immer noch gegeben werden, irgendwie von selbst verschwinden werde, werden von den Menschen nicht mehr ernst genommen.

Die medianen Inflationserwartungen der Verbraucher für das kommende Jahr stiegen im September auf 5,3 % (rote Linie). Dies ist der höchste Stand seit 2013 und der elfte unaufhaltsame monatliche Anstieg in Folge, wie die New Yorker Fed heute in ihrem Survey of Consumer Expectations mitteilte. ..."  

12.10.21 20:11
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70660 Postings, 8072 Tage KickyFed Losing Control As Consumers' Inflation

Expectations Hit New All Time High
https://www.zerohedge.com/markets/...pectations-hit-new-all-time-high
"While central banks, tenured economists and the financial media are doing everything in their propaganda power to convince ordinary  Americans (who don't have the privilege of charging their Federal Reserve debit card when shopping at the grocery store) that the current phase of galloping inflation - to avoid the far more dreaded "h" word - is merely transitory, the shocking reality on the ground is that the Fed has effectively lost control over near-term inflation expectations, as the NY Fed's latest survey of consumer expectations reveals...."  

13.10.21 10:46
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70660 Postings, 8072 Tage KickyMünchau zum Urteil in Polen und Polexit

https://www.eurointelligence.com/column/ultra-vires

"Einige der Argumente, die bei den polnischen Anhörungen vorgebracht wurden, waren direkte Kopien von Argumenten des deutschen Verfassungsgerichts. Karlsruhe hat zum Beispiel juristische Begriffe wie "ultra vires" und das Demokratieprinzip populär gemacht. Sie klingen unschuldiger als sie sind. Karlsruhe argumentiert, dass Souveränität übertragen, aber nicht geteilt werden kann. Dies bedeutet, dass der EuGH nicht über seinen eigenen Zuständigkeitsbereich entscheiden kann. Es bedeutet auch, dass das EU-Recht in Bereichen außerhalb des vereinbarten Geltungsbereichs nicht über dem nationalen Recht steht und dass es die nationalen Gerichte sind, die über die genaue Lage dieses Geltungsbereichs entscheiden. Karlsruhe akzeptiert jedoch den Vorrang des EU-Rechts innerhalb des Perimeters, wie z. B. den Binnenmarkt oder die Handelspolitik. Die Steuerpolitik und die Verteidigung gehören nicht zu diesem Bereich. Wenn Sie also eine Fiskalunion oder eine europäische Armee wollen, können Sie dies nicht im Rahmen des bestehenden Vertrages tun. Die nächste Stufe der europäischen Integration wird erst dann erfolgen, wenn die Mitgliedstaaten einer Änderung der EU-Verträge und - im Falle Polens und Deutschlands - auch der nationalen Verfassungen zustimmen.

Das polnische Urteil wird mit ziemlicher Sicherheit dazu führen, dass Polen einen Rückzieher macht. Ich halte den Polexit für ein mögliches, aber unwahrscheinliches Ergebnis. Aber bedenken Sie, dass auch der Brexit so begonnen hat....Karlsruhe ist nicht verantwortlich für das, was in Polen passiert. Aber es ist dafür verantwortlich, einen Diskurs anzustoßen, den andere aufgreifen und bis an die Grenzen treiben...."  

13.10.21 14:39
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101 Postings, 754 Tage aintInflation

Mir fehlt irgendwie die Fantasie einer mittel- bis langfristig höheren Inflation. Woher soll die denn kommen? Die Einkommen steigen weniger stark als die Inflationsrate -> irgendwann wird also ein Punkt erreicht sein, bei dem man sich eher auf den unteren Bereich der Maslow'schen Bedürfnispyramide konzentrieren wird. Die Unternehmen werden bei steigenden Rohstoffpreisen / Erzeugerpreisen wohl kaum freudig die Löhne erhöhen. Der Margendruck dürfte eher zunehmen (Hallo Zombieunternehmen).
Dazu kommt, dass bei derartigen Rohstoffpreisen wohl Alles und Jeder in die Mine hüpft, um möglichst viel mitzunehmen. Es schwingt sich in meinen Augen alles ein. Die Frage ist für mich eher, ob es vorher zu einem Kollaps schwacher Unternehmen kommt, oder nicht.
Zusätzlich helfen "unproduktive" Schulden (wie sie auch gerade wegen der Pandemie gemacht wurden) kaum, die langfristigen Wachstumsaussichten anzuheben.
Wie sähe also ein Szenario aus, bei dem es über Jahre hinweg 4 oder 5% Inflation in Mitteleuropa geben könnte? Wer sollte sich denn soviele Kredite ans Bein binden und für Geldmengenwachstum und Lohnkostensteigerungen sorgen? In der Branche der Erneuerbaren ggf.? Europäischer Wiederaufbaufonds?
 

14.10.21 14:56
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70334 Postings, 6420 Tage Anti LemmingInflation in Europa

Draghis Saat geht auf.

 
Angehängte Grafik:
2021-10-14_14__53_eurozone_-....jpg (verkleinert auf 65%) vergrößern
2021-10-14_14__53_eurozone_-....jpg

14.10.21 17:18
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70334 Postings, 6420 Tage Anti LemmingDAX 40 kann noch nicht recht überzeugen

 
Angehängte Grafik:
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15.10.21 00:50
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601 Postings, 80 Tage isostar100bank of england warnt:

bank of england warnt, ein cryptocrash könnte ein beben auslösen wie die us-hypothekenkrise von 2008.
"Crypto could cause 2008-level meltdown, Bank of England official warns"
https://www.cnbc.com/2021/10/14/...ank-of-england-official-warns.html


...mich nimmt nur wunder, wie die notenbanken dann reagieren würden. noch tieferer minuszins? noch grössenwahnsinnigere gelddruckorgien?  

15.10.21 10:05

70334 Postings, 6420 Tage Anti Lemming# 334

Glaub ich nicht. Crypto ist ein in sich geschlossener Affenzirkus.  

15.10.21 12:13

70334 Postings, 6420 Tage Anti LemmingAuch in USA kriecht die Inflation hoch

17.10.21 15:11
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70334 Postings, 6420 Tage Anti LemmingInflationsgefahren - "gefährliche Gelassenheit"

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...e0-8a50-8b4183bcb8fe

....

...Die Börsen sind nicht sonderlich gut darin, kommende Krisen vorherzusagen. Auch Konjunkturforscher tun sich schwer damit, radikale Wendepunkte zu prognostizieren. Womöglich stehen wir aber derzeit an einer solchen Schwelle. Der beruhigenden Geschichte von [einer] Frühjahrserholung widersprechen einige strukturelle Verschiebungen, mit denen wir auf absehbare Zeit zu tun haben werden...

...Energie war vergleichsweise billig, obwohl wir wussten, dass die Erwärmung der Atmosphäre entschlossenes Handeln erfordern würde. All das hielt die Inflation niedrig. Aber das ist [angesichts der starken Energiepreisanstiege] Geschichte. Wie gut die Notenbanken auch unter veränderten Bedingungen die Preisdynamik im Griff behalten können, ist eine offene Frage.

Aus diesem Blickwinkel betrachtet sind die bislang entspannten Inflationserwartungen ein Grund zur Beunruhigung. Ein ganzes Universum von Wertpapieren ist auf die Erwartung dauerhaft niedriger Inflationsraten und Zinsen gebaut *. Entsprechend hoch sind die Schulden der Staaten, aber auch der Unternehmen und Privatpersonen in vielen Ländern.

* [A.L.: Auch die Immobilienblasen könnten platzen, wenn Hypothekenkredite inflationsbedingt teurer werden.]

Larry Summers, der frühere US-Finanzminister, sprach bereits im Mai von »gefährlicher Gelassenheit«. Alle miteinander würden die inflationäre Dynamik unterschätzen. Doch irgendwann könnten die Notenbanken gar nicht mehr anders, als die Zügel zu straffen: Anleihekäufe herunterfahren, Zinsen anheben. Und dieses verspätete Umsteuern werde die Finanzmärkte auf dem falschen Fuß erwischen, so Summers. Mutmaßliche Folge: die nächste Finanzkrise.

Dieses Szenario scheint näher zu rücken. Je mehr sich die Hinweise verdichten, dass sich die Preisdynamik verfestigt, desto weniger überzeugend ist die Story von der baldigen Normalisierung ? desto unrealistischer erscheinen die derzeit noch niedrigen Inflationserwartungen. Die Wirtschaftspolitik müsse nun einen »heiklen Balanceakt« hinbekommen, schrieb kürzlich der IWF in seinem Bericht zur weltweiten Finanzstabilität. Notenbanken und Regierungen müssten auf die Bremse treten, aber sie sollten es so sachte tun, dass ein Crash verhindert werde. Gelegentlich enden Balanceakte jedoch tragisch: mit einem Absturz.
 

18.10.21 12:56

3451 Postings, 7981 Tage fwsDubiose Betrügereien mit Kryptowährungen

19.10.21 09:47
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70334 Postings, 6420 Tage Anti LemmingImmobilien-Blase 2.0 in USA

Angehängte Grafik:
2021-10-19_09__38_s_p_case-shiller_u.jpg (verkleinert auf 43%) vergrößern
2021-10-19_09__38_s_p_case-shiller_u.jpg

20.10.21 11:01
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70334 Postings, 6420 Tage Anti LemmingJens Weidmann gibt vorzeitig auf

20.10.21 11:21
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70334 Postings, 6420 Tage Anti Lemming(Verspätete) bärische Trend-Forsetzung

20.10.21 12:44

15882 Postings, 3206 Tage NikeJoeNestle

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/...-tiernahrung-laufen-gut

"Die Erhöhung der Verkaufspreise habe offenbar kaum die Nachfrage der Verbraucher gedrückt, erklärte Bruno Monteyne vom Analysehaus Bernstein Research. Der Experte spricht von einem "fantastischen Wachstum" schon bevor die Preiserhöhungen im kommenden Jahr noch deutlicher wirken würden."

 

20.10.21 16:51

11655 Postings, 3621 Tage Zanoni1Ein Pragmatiker geht

"Dies war kein politischer Rücktritt. Jens Weidmann will sein Amt als Bundesbankpräsident nicht abgegeben, weil die Inflationsrate gerade steigt oder die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen noch nicht angehoben hat. Das unterscheidet diesen Rücktritt von früheren Rücktritten prominenter Notenbanker. Als Jürgen Stark vor zehn Jahren seinen Posten im Direktorium der EZB aufgab, wollte er das als Protest gegen die Staatsanleihekäufe der Notenbank verstanden wissen. Stark tingelte danach ein paar Jahre lang als lautstarker EZB-Kritiker durch die Medienwelt ? aber zuletzt hat man auch nicht mehr so viel von ihm gehört.  

Diese Rolle passt nicht zu Jens Weidmann. Weidmann ist in seinen zehn Jahren an der Spitze der Bundesbank das eine oder andere Mal mit den Präsidenten der EZB aneinandergeraten, vor allem mit Mario Draghi. Das ist auch nicht ungewöhnlich, vertritt die Bundesbank doch seit jeher in geldpolitischen Fragen eine konservativere Position als die Notenbanken anderer europäischer Länder. Aber Fundamentalopposition entspricht nicht Weidmanns Wesen. Er wollte seine Argumente starkmachen, war aber immer offen für einen Kompromiss. Das war schon während seiner Zeit im Kanzleramt als Wirtschaftsberater von Angela Merkel so. Die in diesem Jahr beschlossene Reform der geldpolitischen Strategie der EZB, die unter anderem eine Neudefinition des Inflationsziels beinhaltet, hat Weidmann beispielsweise mitgetragen. Er hat sich auch für eine stärkere Berücksichtigung des Klimaschutzes durch die Zentralbanken eingesetzt ? auch wenn er nicht so weit gehen wollte, wie es viele Umweltverbände sich erwünscht haben. Das wiederum ist aber auch keine Überraschung. "

https://www.zeit.de/wirtschaft/2021-10/...uecktritt-chef-joerg-kukies    

20.10.21 16:53

11655 Postings, 3621 Tage Zanoni1mhm... merkwürdig

20.10.21 19:07
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70334 Postings, 6420 Tage Anti LemmingIch glaube, dass "Die Zeit" die Lage falsch

interpretiert. Jens Weidmann scheint sehr wohl aus politischen Gründen gegangen zu sein. Er ist schon fast seit Amtsantritt bei der Bundesbank  in 2011 - dabei wurde er zugleich EZB-Ratsmitglied - ein Gegner der nimmer endenden EZB-"Krisenpolitik".

Aber das passt nicht in das zweckopportune "Zeit"-Weltbild eines Honigkuchen-Europas mit der QE-gestählten "Hartwährung" Euro.

Bereits Weidmanns Vorgänger Axel Weber war 2011 eindeutig aus politischen Gründen gegangen und hat das auch lautstark zu verstehen gegeben. Ebenfalls aus Kritik an der EZB-"Krisenpolitik" hatte kurz darauf (ebenfalls 2011) der EZB-Chefsvolkswirt Jürgen Stark das Handtuch geworfen.

Bisschen viel Exitus auf einmal, oder? Immerhin hat Weidmann volle 5 Jahre vor Ende seine Amtszeit gekündigt. Das will auch was heißen.  

20.10.21 23:20
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796 Postings, 1262 Tage birkensaftSeit Jahr und Tag

predigt Mark Schieritz in der Zeit, dass Inflation kein Thema und QE kein Problem sei. Natürlich wird das dort nicht als politisch motivierter Rücktritt gewertet: Das würde ja heißen, dass ein weiterer angesehener Notenbanker die Politik kritisch sieht, was ja nun gar nicht zum eigenen Narrativ passt, nach dem das eine kleinbürgerliche, vulgärökonomische Sicht ist, die auf irrationalen Ängsten beruht.  

21.10.21 10:28
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601 Postings, 80 Tage isostar100weidmann - schuldenuniongegner

weidmann ist einer der vehementesten gegner der geplanten eu-schuldenunion. sein rücktritt angesichts des sich abzeichnenden neuen kanzlers scholz, eines bekennenden befürworters der schuldenunion, ist nur konsequent. er will und kann das offensichtlich nicht mittragen.  

21.10.21 10:32
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70334 Postings, 6420 Tage Anti Lemming# 347 richtig

"kleinbürgerliche, vulgärökonomische Sicht ist, die auf irrationalen Ängsten beruht"

Mit dem geistigen Vorschlaghammer "unmoderne Vulgärökonomie" werde ich von GRÜNschnäbeln im "Ökonomenthread" seit Jahr und Tag traktiert - oft zusätzlich garniert mit dem Spruch, dass "Ordoliberale", die "irrige Knappheitslehren" verbreiten, als sozialverträgliche Kompensation für damit notwendig verbundenen Entbehrungen die "warme Volxküche" empfehlen, allerdings "nur für Biodeutsche".

Wertkonservativ zu sein heißt aber keinesfalls, eine nationalistische Gesinnung zu haben. Im Grunde nehmen obige GRÜNschnäbel das "Rote Socken"-Argument, mit dem die CDU/CSU gern im Wahlkampf nach links austeilt, und stricken es in ein "braune-Socken"-Argument um, um ihren Gelddruck-Wahnsinn zu rechtfertigen und damit (vermeintlich) Rechte - bzw. "vulgär" Ahnungslose - abzuwatschen.

Als alternative Gegenposition zum angeblichen "Brüning-Sparen" plädieren die GRÜNschnäbel für die MMT (Modern Monetary Theory), in der das Wörtchen "modern" ja schon im Titel steckt.. Kernelement der MMT ist, dass Zentralbank-Bilanzausweitung eine nachhaltige Quelle für Staatsfinanzierung sei (und ganz dumm: dass sich die gesamte Menschheit damit reich drucken könnte). Das Argument hat in etwa die Qualität von "Wieso? Der Strom kommt doch aus der Steckdose...".

Als Kritiker der MMT habe ich große Zweifel, ob es wirklich Ausdruck (linker) internationaler Solidarität sein kann, die eigene Währung für obige Hirngespinste kaputtzudrucken. Natürlich würde Pleite-Europa damit auf das wirtschaftliche Niveau des mittellosen Afrika absinken, was man als Akt der Solidarität interpetieren kann - aber wollen wir wirklich, dass unsere Konkursmasse anschließend mit harten Dollars oder Yuans "aufgekauft" wird? Bezüglich stabiler Währungen gibt es keine internationale Solidarität, sondern beinharten Wettbewerb. Alles andere sind Tagträumereien wirtschaftlich ungebildeter Phantasten.

Dieser Wettbewerb würde erst aufhören, wenn es eine gemeinsame Weltregierung und eine einheitliche Weltwährung gibt. Keiner der heute Lebenden dürfte das noch erleben. Wir leben weiterhin in einer Ära das Kalten Krieges, der allerdings nicht mehr mit Atomraketen-Drohungen geführt wird, sondern mit Marktmacht, Währungsdominanz, Wirtschaftssanktionen, politisch motivierten Lieferverboten, Ausgrenzung vom Swift-Zahlungssystem usw.

Hier einige prominente Kritiker der MMT (wiki):

Der US-amerikanische Ökonom Paul Krugman kritisiert die Modern Monetary Theory als ?Rezept für sehr hohe Inflation, vielleicht sogar Hyperinflation? (Aha..., A.L.), sobald die Situation der ?Liquiditätsfalle? nicht mehr vorliegt: Eine ständig steigende Geldmenge führt, so Krugman, zu einer massiven, d. h. jedenfalls überproportionalen Verringerung der Nachfrage nach dieser Währung, letztlich zur Zerstörung dieser Währung.[18][19]

(A.L.: Zwischenbemerkung für GRÜNschnäbel: Krugman ist Wirtschaftsnobelpreisträger....)

In einem Working Paper der gewerkschaftsnahen (!) Hans-Böckler-Stiftung wird die Modern Monetary Theory als ?polemische Politik für Depressionszeiten? bezeichnet, der die ökonomische Fundierung fehle. (A.L.: wohl gerade deshalb bezeichnen die ahnungslosen MMT-Prediger den Rest der Welt als "Vulgärökonomen"....) Insbesondere fehle eine Begründung für die Annahme, dass Vollbeschäftigung und stabile Verbraucherpreise durch die MMT gleichzeitig garantiert werden können.[20]

Der frühere demokratische US-Finanzminister Larry Summers kritisiert die MMT als ?Voodoo-Ökonomie?, die einige teilweise gültige Annahmen bis zu einem ?grotesken Punkt? jenseits der Gesetze der Arithmetik ausdehne. MMT-ähnliche Politikvorstellungen seien wesentlich für die Hyperinflation in lateinamerikanischen Staaten (u. a. Venezuela) verantwortlich. Das Anliegen, die Fiskalpolitik wirksamer und effizienter zu gestalten, sei grundsätzlich berechtigt, die MMT aber das falsche Instrument dafür.[21]

John Mauldin bezeichnet die MMT als ?ökonomisch unkundigen Wahnsinn?. Andreas Uhlig bezieht das auf den ?Kernsatz, dass staatliche Haushaltsdefizite und Staatsverschuldung kein Grund für Beunruhigung seien, denn wenn die Staatsausgaben nicht durch die Einnahmen gedeckt würden, könnten sie stets von der Notenbank finanziert werden. Kein Staat könne pleitegehen, sofern er über eine eigene Währung verfüge und die Schulden auch in dieser gemacht seien. Mit dieser steilen These umgehen Anhänger der MMT die unbequeme Tatsache, dass auch Regierungen und Staaten an wirtschaftliche Grenzen stoßen können wie Privathaushalte und Unternehmen.?[2]  

21.10.21 10:33

601 Postings, 80 Tage isostar100magerer leistungsweis von biden

als sleepy joe hat ihn trump im wahlkampf verunglimpft, aber vielleicht war die einschätzung gar nicht so falsch: der leistungsausweis von biden ist bisher äusserst bescheiden. er hat viel angekundigt und eigentlich noch nichts geliefert. das sehen offenbar sogar zeitungen so, die den us-demokraten grundsätzlich zugeneigt sind.

Der US-Präsident hat viel versprochen, bisher aber nur wenig eingelöst. Nun läuft ihm die Zeit davon. Und die Demokraten drohen plötzlich wichtige Wahlen zu verlieren.
 

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Oskar

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Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
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