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Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 18.11.19 22:36
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 138565
neuester Beitrag: 18.11.19 22:36 von: walter.eucke. Leser gesamt: 15819645
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bewertet mit 450 Sternen

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20.02.07 18:45
450

57818 Postings, 5675 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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138539 Postings ausgeblendet.

14.11.19 21:40
1

12234 Postings, 4499 Tage wawiduWalmart mit sehenswertem Reversal

 
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14.11.19 22:16
2

360 Postings, 517 Tage birkensaftInflation aufs Neue

Hallo Alfons1982, das alte Inflationsthema. Warum es keine Inflation gibt, darüber kann man sich streiten und es gibt verschiedene Begründungen die herangezogen werden.

Die Sache ist: Inflation bemisst die Preissteigerungen von Konsumgütern, deshalb fließen heftig angestiegene Hauspreise, Aktienpreise, etc. nicht in die Inflation mit ein. Stattdessen stellt Eurostat einen beispielhaften Einkaufskorb zusammen, der sich am statistisch erhobenen Einkaufsverhalten (und übrigens auch Mietverhalten) der Konsumer orientiert. Das Problem dabei: Dieser Korb wird jedes Jahr angepasst, je nach Konsumverhalten. Kritiker bemerken: Da man davon ausgehen kann, dass der Konsument (wo möglich) die Konsumgüter meidet in denen ein stärkerer Preisanstieg stattfindet, ist es möglich, dass diese Statistik manche Preisanstiege deshalb nicht richtig wiedergibt und diese Anstiege untergewichtet. Verschwörungstheoretiker würden soweit gehen und sagen, dass auf diese Weise die Inflation bewusst heruntergerechnet wird.

Doch auch bei kritischer Betrachtung kann man bemerken, dass beispielsweise Elektronikgüter stetig billiger werden. Dies hängt damit zusammen, dass eine immer effizientere (Über-)Produktion in Billiglohnländern stattfindet, zusammen mit einer starken Konkurrenz. Fillorkill aus dem Nachbarthread (Ökonomen...) würde sagen: Klar gibt es keine Inflation, wenn es eine Überproduktion gibt. Erst wenn Konsumgüter zu knapp werden und mit der Produktion nicht nachgekommen werden kann, steigen die Preise und es gibt Inflation (das wäre sozusagen ein Heißlaufen der Wirtschaft).

Ich persönlich bin der Meinung, dass die zunehmende deflationäre Grundtendenz mit der wachsenden Schere zwischen Arm und Reich zusammenhängt (die wiederum mit den Zinsen zusammenhängt). Der kleine vermögende Teil der Bevölkerung kann konsumtechnisch nicht kompensieren, dass immer größer werdende Teile der Bevölkerung weniger Anteil am Gesamtvermögen haben. Dadurch können die Verbraucher nicht immer weiter steigende Preise bezahlen und die Unternehmen haben einen starken Preisdruck. Die wenigen Leute mit Vermögen wollen ihr Geld allerdings investieren und den Wert erhalten oder gar vermehren. Da die Zinsen niedrig sind, kommt bunkern bei der Bank eher nicht in Frage. Die Konsequenz sieht man aktuell an den Aktien- und Immobilienmärkten. Also Inflation gibt es (nach klassischer Definition) nicht, aber aufgeblasene Preise bei Investitionsgütern. Allerdings halte ich es möglich, dass die ultraexpansive Geldpolitik unter Umständen zu Stagflation führen könnte: Inflation setzt ein und zwar bei stagnierender (oder schrumpfender) Wirtschaft. Sollten Produktionsstätten anfangen reihenweise pleite zu gehen (z.B. in einer Rezession), könnte es zu einem Angebotsschock kommen, welcher die Preise bei sinkender Wirtschaftsleistung steigen lässt. Aber nur meine Meinung. Dazu gibt es natürlich noch Szenarien, in denen das Vertrauen in den Euro erschüttert werden könnte, doch darauf möchte ich jetzt nicht eingehen.

Nun dazu, ob Inflation jetzt etwas Gutes ist oder nicht. Auch darüber kann man streiten: Grundsätzlich ist eine leichte Inflation gut, um das Geld zirkulieren zu lassen, denn es lohnt sich nicht Investitionen in die Zukunft zu schieben und das Geld zu bunkern. Deshalb peilt die EZB offiziell grundsätzlich eine Inflation von 2-2,5% an. Sie legt dabei aber die oben genannten Berechnungsverfahren zu Grunde, die man zu Recht kritisch sehen kann.

Warum könnte man außerdem Inflation wollen? Nicht nur Guthaben schrumpft bei Inflation, sondern auch Schulden schrumpfen zusammen. Und europäische Unternehmen und (vor allem süd-)europäische Staaten haben viele, viele Schulden. Das Problem ist nur, dass die EZB Inflation eigentlich durch steigende Zinsen bekämpfen sollte, wenn die Preise zu stark steigen. EZB-Kritiker behaupten, dass die EZB deshalb die Inflation kleinrechnet, damit die Schulden inflationiert werden und die Zinsen aber trotzdem nicht erhöht werden müssen, da es 1. die Wirtschaft ausbremsen würde, 2. einigen Unternehmen und 3. vielleicht gar einigen Staaten finanziell das Genick brechen könnte. Also Inflation in dieser Situation eher toll, steigende Zinsen eher nicht so toll. Deshalb hat Draghi vermutlich kurz vor seinem Abgang noch verkündet, dass nach einer so langen Zeit unter dem Inflationsziel von der EZB auch eine Phase toleriert werden könnte, in der das Inflationsziel übertroffen wird (will sagen, dass also die Zinsschraube bei einer Überschreitung nicht sofort wieder angezogen wird). Hmm, warum nur?  

15.11.19 12:46
2

57818 Postings, 5675 Tage Anti LemmingAntwort auf Frage in # 534

"Haben Sie eventuell eine Erklärung, warum die Profis immer davon sprechen, dass es keine Inflation aktuell gibt, obwohl es gelogen ist."

Bei Börsenprofis zählt Lügen zur Kernkompetenz, ähnlich wie das "Bluffen" bei Pokerspielern.

Je weniger Inflation behauptet wird, desto besser sehen z. B. die oft niedrigen Dividenden aus. Würde die Inflation korrekt mit über 2 % angegeben, wären alle Dividendenrenditen unter 2 % inflationsbereinigt ein Verlustgeschäft, sofern die entsprechenden Aktien seitwärts laufen. Da aber mMn demnächst eine saftige Rezession fällig (und sogar überfällig) ist, dürften Aktien auf Sicht von zwei Jahren eher fallen, womöglich sogar deutlich.

Daher ist Cash King. Um Cash zu erhalten, verkaufen Profis ihre Aktien an unbedarfte Gierhälse. Als Verkaufsargument ist keine Lüge zu dumm. So  einfach ist das ;-)
 

15.11.19 12:50
3

57818 Postings, 5675 Tage Anti LemmingAntwort 2 auf # 534

Auch Politiker setzen die Inflation gern niedriger an als sie tatsächlich ist, weil das BIP-Wachstum immer inflationsbereinigt angegeben wird. Je weniger (behauptete) Inflation vom Brutto-BIP-Wachstum abgezogen werden muss, desto mehr "Netto-BIP-Wachstum" (aka BIP-Wachstum) kommt dabei heraus.

Und je mehr BIP-Wachstum die Politiker "vorweisen" können, desto größer ist die Chance auf ihrer Wiederwahl, was ihnen weitere vier bequeme und hochbesoldete Sesseljahre beschert.  

15.11.19 14:57
1

241 Postings, 4066 Tage Alfons1982Inflation

Danke für die ausführlichen Antworten von Ihnen. Das ist das erste Forum, das mir mal auf diese Frage vernünftige Antworten gibt. Hier ist definitiv Sachkompetenz vorhanden. Ich hätte es nicht so gut und ausführlich erklären können, jedoch sehe ich es ähnlich. Vielleicht finde ich nochmal den Artikel aus den USA, wo dargestellt wird, an einem Warenkorb, mit ich Glaube 25 oder 50 Artikeln des täglichen Bedarfs,  wie stark steigend, die Preise in den größten amerikanischen Städten monatlich sind. Da sieht die Sache wenn es so stimmt, ganz anders aus.  

15.11.19 16:02
4

1654 Postings, 563 Tage walter.euckengefühlte inflation

der warenkorb ist sehr sorgfältig ausgewählt. so mancheiner behauptet, ganz bewusst mit artikeln, die im preis überdurchschnittlich konstant sind.
zum beispiel sind die mieten, welche seit ewigkeiten nur steigen, in unserem warenkorb nicht enthalten!

nicht ohne grund wird deshalb unteschieden in OFFIZIELLE INFLATION und GEFUEHLTE INFLATION.
https://de.wikipedia.org/wiki/Inflation
Vor sechzig Jahren finanzierte ein Gehalt ein Häuschen mit Garten und ein Auto für die vierköpfige Familie. Heute leben zwei Doppelverdiener mit einem Kind in einer Mietwohnung aus Rigips-Platten.
 

16.11.19 17:38
2

1322 Postings, 1134 Tage KatzenpiratDieses Jahr musste ich

früher in den Winterschlaf. Der Irrsinn an der Wallstreet hat mich ausgezehrt, die Lachssaison war mies...  

17.11.19 01:57
1

1654 Postings, 563 Tage walter.euckenpump it up!

ja, jetzt pumpt auch china kräftig geld in den markt. begründung: wegen....ach, ist doch sowieso irgendeine ausrede wie bei den anderen notenbanken. weil wer einen grund sucht, der findet immer einen.

yeah, pump it up!

Die chinesische Notenbank pumpt weitere Milliarden Yuan in den Geldmarkt. Damit soll nicht nur eine Verteuerung der Kredite verhindert...
 

17.11.19 10:26

162 Postings, 646 Tage chrischekja gut, eh.

Dann pumpen die Chinesen eben auch. Sind aber eher Erdnüsse. Wir wissen ja, dass die FED seit Sept mit 60 Mrd jeden Monat pumpt...

So what?!  

17.11.19 10:37

57818 Postings, 5675 Tage Anti LemmingDau schließt über 28.000!

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18.11.19 07:55

1654 Postings, 563 Tage walter.euckenyou got it, chrischek

you got it, chrischek. genau das ist der punkt. alle grossen notenbanken pumpen, doch das macht es nicht besser. und die bären hier verhungern langsam aber sicher..

pump up the jam, pump it up!  

18.11.19 08:33
1

57818 Postings, 5675 Tage Anti LemmingEs ist in der Tat so still hier,

dass man meinen könnte, "das Top" sei nun nicht mehr fern.

Man beachte den Konjunktiv ;-)

Dreiklang liegt mit seiner Vermutung, dass es ab Januar runter geht, auch meiner Bauchmeinung nach richtig. Fühlen ist allerdings nicht Wissen. Man "weiß" es erst, nachdem es bereits geschehen ist.

Chartis, die glauben, Kursentwicklungen voraussagen zu können, gibt es viele (siehe Godmode). Doch gerade im bärischen Bereich ist ihre Trefferquote erschreckend niedrig.  

18.11.19 08:43

1822 Postings, 3574 Tage ZeitungsleserGeduld ist gefragt

Die Theorie (Quantitätsgleichung) spricht jedenfalls für uns. Die Zentralbanken werden um den Bilanzabbau nicht herumkommen. Lediglich der Zeitpunkt ist nicht vorhersehbar. Wahrscheinlich tritt irgendein negatives Spontanereignis ein, mit dem niemand gerechnet hat (wie zuletzt bei den Repos)

 

18.11.19 08:52
1

1654 Postings, 563 Tage walter.euckenbilanzabbau? am st.nimmerleinstag.

nein, sie können das so lange durchziehen wie sie wollen (notenbanken sind keine geschäftsbanken.), und davon gehe ich unterdessen auch aus.

sie werden ihre bilanzen nicht mehr kürzen aus angst vor einer daraus resultierenden rezession. besser wir gewöhnen uns dran.  

18.11.19 11:19

1822 Postings, 3574 Tage ZeitungsleserBsp. Euroraum BIP/Geldmenge

Das sehe ich anders. Das BIP im Euroraum beträgt rund 11 Billionen Euro. Die Bilanzsumme der EZB hat sich in den vergangenen 20 Jahren von 1 Billionen Euro auf 5 Billionen  Euro verfünffacht und beträgt nun rd. 50 Prozent des Euroraum-BIPs. Zwar steigen nicht die Verbraucherpreise, allerdings die Vermögenspreise. Davon haben wir ja jahrelang profitiert. Allerdings führt es auch zur Umverteilungseffekten, die nicht gewünscht sind.  

18.11.19 12:51

241 Postings, 4066 Tage Alfons1982Zeitungsleser

Schauen Sie aber mal nach Japan. Da ist der Notenbankanteil viel höher als im Euro und Dollarraum. Mittlerweile liest man, das die japanische Notenbank ein Vorbild für die EZB und FED werden könnte. Der einzige große Unterschied meiner Meinung nach ist, dass die Schulden hauptsächlich, von der japanischen Bevölkerung gehalten werden. Während der Anteil an ausländischen Gläubigern bei der EZB und der FED viel höher ist.  

18.11.19 13:39
1

241 Postings, 4066 Tage Alfons1982Jetzt habe ich nochmals den Artikel gefunden.

http://www.chapwoodindex.com/

The Chapwood Index reflects the true cost-of-living increase in America. Updated and released twice a year, it reports the unadjusted actual cost and price fluctuation of the top 500 items on which Americans spend their after-tax dollars in the 50 largest cities in the nation.

It exposes why middle-class Americans ? salaried workers who are given routine pay hikes and retirees who depend on annual increases in their corporate pension and Social Security payments ? can?t maintain their standard of living. Plainly and simply, the Index shows that their income can?t keep up with their expenses, and it explains why they increasingly have to turn to the government for entitlements to bail them out.

It?s because salary and benefit increases are pegged to the Consumer Price Index (CPI), which for more than a century has purported to reflect the fluctuation in prices for a typical ?basket of goods? in American cities ? but which actually hasn?t done that for more than 30 years.

The middle class has seen its purchasing power decline dramatically in the last three decades, forcing more and more people to seek entitlements when their savings are gone. And as long as pay raises and benefit increases are tied to a false CPI, this trend will continue.

The myth that the CPI represents the increase in our cost of living is why the Chapwood Index was created. What differentiates it from the CPI is simple, but critically important. The Chapwood Index:

   Reports the actual price increase of the 500 items on which most Americans spend their after-tax money. No gimmicks, no alterations, no seasonal adjustments; just real prices.
   Shines a spotlight on the inaccuracy of the CPI, which is destroying the economic and emotional fiber of our country.
   Shows how our dependence on the CPI is killing our middle class and why citizens increasingly are depending upon government entitlement programs to bail them out.
   Claims to persuade Americans to become better-educated consumers and to take control of their spending habits and personal finances.

The inaccuracy of the CPI began in 1983, during a time of rampant inflation, when the U.S. Bureau of Labor Statistics began to cook the books on its calculation in order to curb the increase in Social Security and federal pension payments.

But the change affected more than entitlements. Because increases in corporate salaries and retirement benefits have traditionally been tied to the CPI, the change affected everything. And now, 30 years later, everyone knows the long-term results. Ask anyone who relies on a salary or Social Security or a pension and he?ll tell you his annual increase in income doesn?t come close to his increase in expenses. What comes in is less than what goes out ? a situation that spells disaster for average Americans.
?The data solidly supports what many Americans have suspected for years,? says the Chapwood Index?s founder, Ed Butowsky.

   The CPI no longer measures the true increase required to maintain a constant standard of living. This is the main reason that more people are falling behind financially, and why more Americans rely on government entitlement programs.

Butowsky began calculating the Chapwood Index in 2008. Using social media, he surveyed his friends across the country to determine what they bought with their after-tax income. He narrowed the list down to the most frequent 500 items and asked his friends in America?s 50 largest cities to check the prices on those items periodically. The Index shows the fluctuation in each city in the cost of items such as:

Starbucks coffee, Advil, insurance, gasoline, sales and income taxes, tolls, fast food restaurants, toothpaste, oil changes, car washes, pizza, cable TV and Internet service, cellphone service, dry cleaning, movie tickets, cosmetics, gym memberships, home repairs, piano lessons, laundry detergent, light bulbs, school supplies, parking meters, pet food, underwear and People magazine.

The Index forces middle-class Americans to recognize that their dependence on income increases pegged to the much-lower CPI virtually guarantees that they will run out of money before they die, because people are living longer and there is a huge difference between the CPI and the real world.

As an example, the CPI rose 0.8 percent in 2014. But in Boston, the Chapwood Index shows that the real cost of living increase was 10.7 percent. This means that if you work in the Boston area and got an 0.8 percent raise in your salary, it wasn?t nearly enough to cover the increase in your day-to-day expenses.

It was especially bad in San Jose, CA , where the Chapwood Index shows a 13.7 percent rise in the cost of living. Even the city with the lowest increase, Colorado Springs, CO , showed a 6.6 percent rise, a 5.8 percent higher than the CPI.

So, wherever you live, you showed a higher income. But at the end of the year, you spent all of it ? and more.

   The unintended consequence of the CPI is that people who depend on Social Security and pensions don?t get what they need,? Butowsky says. ?Our hope is that people will review the Index, see what the real cost of living is where they live and understand that it leaves them exposed, and consult with a financial adviser to plan for the future.\

          §CY 2015 CY 2016 CY 2017 CY 2018 1st Half 2019 5yr Avg
1.
New York
               10.3%     10.8%     11.2%     12.6%     12.1%11.4%
2.§
Los Angeles
               10.9%     11.1%     11.6%     12.1%     12.6%11.7%
3.
Chicago§
                9.8%     10.9%     11.0%     11.9%     10.7%10.9%
4.
Houston§
                8.4%      8.9%      8.7%      8.8%      9.7%8.9%
5.
Philadelphia§
               10.8%     11.2%     10.8%     10.6%     11.2%10.9%
6.
Phoenix§
                7.6%      8.1%      9.2%      7.4%      7.6%8.0%
7.§
San Antonio
                8.4%      8.8%      8.8%      9.3%      9.8%9.0%
8.§
San Diego
               13.0%     12.2%     11.8%     11.7%     11.2%12.0%
9.
Dallas§
                9.4%      8.9%      9.2%      8.7%      8.4%8.9%
10.§
San Jose
               13.3%     12.9%     13.3%     12.7%     12.6%§13.0%  

18.11.19 14:15
2

1654 Postings, 563 Tage walter.euckenbip/geldmenge schweiz

in der schweiz ist die bilanz der nationalbank deutlich höher als das bip. und wächst langsam weiter.
und mit einer verringerung der geldmenge ist nicht zu rechnen.

und es stört sich auch niemand  daran. im gegenteil, hinter den kulissen wird bereits gestritten, ob und wie die gigantischen kursgewinne auf ihren anlagen, welche die nationalbank macht, verteilt werden sollen.

so läuft der hase...



 

18.11.19 14:31

513 Postings, 2685 Tage Rondo90Wir drucken uns die welt

Wie Sie uns gefällt.
Bip/ geldmenge ist doch erstmal egal.
Aber irgendeinen Auslöser wird es wohl geben. So wie es immer war... Algos und digitalisierung kann auch nur bedingt helfen. Ich sag sogar das der crash bewusst ausgelöst wird.
Der dann auf einmal das ungesunde System schädigt und wir alle uns dann fröhlich wie in Paris, Hongkong, Chile, Bolivien  oder in andere zur Zeit demonstrierenden Städten die Schädel einschlagen.
Danach werden wir enteignet weil wir uns wie die wilden aufgeführt haben und dann heißt es buckeln für die Hälfte der Kaufkraft bis die der plant im Müll versinkt.  

18.11.19 17:13

57818 Postings, 5675 Tage Anti Lemming# 558

"hinter den kulissen wird bereits gestritten, ob und wie die gigantischen kursgewinne auf ihren anlagen, welche die nationalbank macht, verteilt werden sollen."

Lustig wird es erst, wenn möglicherweise kommende Verzockerschulden der Schweizer Notenbank (SNB) unter den Eidgenossen verteilt werden müssen. ;-)

Das könnte leicht passieren, z. B. wenn der Schweizer Franken (wegen eines neuerlichen Aufkochens der Eurokrise unter Lagarde) zum Euro unter die Parität fällt. Oder glaubst du ernsthaft, das Euro-Problem sei dauerhaft gelöst? In einer Neuauflage der Eurokrise könnten zugleich die Aktien, die die SNB massenhaft gekauft hat, deutlich fallen, so dass es dann gleich an zwei Fronten (Devisen- und Aktienhandel) brennt.

Merke: Hedgefonds (zu denen dieser Tage leider auch die einst renommierte SNB zählt) machen in guten Zeiten traumhafte Gewinne - aber eben in schlechten Zeiten auch horrende Verluste.

Jeder Schweizer, der für die Verluste der SNB nicht haften will, sollte sich hüten, jetzt in der guten Zeit die Gewinne anzunehmen. Denn das wäre "verteufelt" ;-) Denn dies zwingt ihn implizit auch, in der - wann auch immer kommenden - schlechten Zeit für die Verluste der SNB gerade zu stehen.
 

18.11.19 17:43
1

1654 Postings, 563 Tage walter.euckennotenbanken

wie gesagt, notenbanken sind keine geschäftsbanken. sie können sogar ein negatives eigenkapital haben. also werden die bürger dafür nicht geradestehen müssen, man kann es einfach aussitzen.

(alles was die notebanken brauchen ist das vertrauen der  bürger - geldscheine sind nichts anderes als schuldscheine. unser geldsystem funktioniert nur, weil alle glauben, das die bunten papierchen etwas wert sind.  es gibt auch keine golddeckung der währung oder so. und eintauschen bei der nationalbank kann man sie nur gegen bunte scheinchen anderer notenbanken zu einem gerade aktuellen tageskurs. aber diese ausländischen banknoten sind genauso nur farbige papierchen. aber lassen wir besser diese diskussion über geld, ich will hier nicht den startpunkt einer weltweiten revolution markieren..)  

18.11.19 17:55

1654 Postings, 563 Tage walter.euckendirekt von der notenbank

die snb hat auf ihrer webseite diverse interessante themen bereist als faq beantwortet, so auch was bei massiven verlusten auf ihren anlagen passieren würde, und auch die frage, ob das eigenkaital negativ werden kann:
"Die konsequente Erfüllung des geldpolitischen Auftrags kann in bestimmten Situationen dazu führen, dass die Nationalbank das Risiko massiver Verluste in Kauf nehmen muss, die ihr Eigenkapital vorübergehend negativ werden lassen. In der Bilanz würde sich dies in einer negativen Ausschüttungsreserve spiegeln, deren Höhe die Rückstellungen für Währungsreserven und das Aktienkapital in absoluten Zahlen übersteigen würde. Ein solcher Zustand wäre allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit nur vorübergehend, da bei einer Notenbank aufgrund ihres strukturellen Gewinnpotenzials in der Regel über die Zeit wieder Überschüsse anfallen."

 

18.11.19 19:55

57818 Postings, 5675 Tage Anti LemmingRechen- und Moral-Exempel

zu: "also werden die bürger [für die Verluste] nicht geradestehen müssen, man kann es einfach aussitzen"

Wenn in guten Zeiten wie jetzt die hohen Gewinne der Schweizer Notenbank an die Bürger verteilt werden sollen, ist es nur logisch und folgerichtig, dass in schlechten Zeiten auch die Verluste sozialisiert werden.

Es ist ein Geben und Nehmen ;-)

Wehe dem Schweizer, der der Versuchung erliegt, das vergiftete Geschenk einer Notenbank-Ausschüttung jetzt anzunehmen! Er handelt sich damit den Fluch ein, später auch den allfälligen Bailout (noch viel teurer!) zu bezahlen...  

18.11.19 22:28

1654 Postings, 563 Tage walter.euckenzur wiederholung

eine notenbank ist keine geschäftsbank, sie kann verluste aussitzen. und geld drucken soviel sie will. weil:

das wahre kapital einer notenbank ist ihre glaubwürdigkeit. mit ihr kann sie soviel geld drucken wie sie will, verliert sie aber ihre glaubwürdigkeit, verliert sie alles.

eine notenbank kann mit negativem eigenkapital gut leben. eine notenbank kann soviel geld drucken wie sie will. aber eines kann die notenbank nicht, nur eines, und das  ist ihr wichtigstes gut: sie kann ihre glaubwürdigkeit nicht erkaufen.

ein beispiel zu erläuterung: hyperinflation ensteht schlussendlich nicht durch geldrucken der notenbanken, sondern der verlust ihrer glaubwürdigkeit.
weil verliert man das vertrauen in die notenbank, werden banknoten wieder zu dem was sie eigentlich immer waren, farbiges papier. und man kann damit die wände tapezieren oder sonstwas machen, weil niemand es mehr als zahlungsmittel akzeptiert. genauso so ist hyperinflation.

und dann, btw, sind sachwerte und insbesondere gold die zahlungs- bzw tauschmittel.
oder wie der damals einflussreichste banker j.p. morgan 1912 vor dem us konress erklärte: "nur gold ist geld, alles andere ist kredit".
https://www.larsschall.com/2019/05/02/was-meinte-j-p-morgan/  

18.11.19 22:36
2

1654 Postings, 563 Tage walter.euckenps banknoten

ps, was zeichnet einen schuldschein aus? wer,datum oder serienummer, wieviel, wovon, unterschrift.
unsere banknoten: seriennummmer, notenbank, betrag, währung, unterschrift des notenbankchefs.

banknoten sind schuldscheine. nichts anderes. eine notenbank kann davon soviel herausgeben wie sie will, solange die leute sie akkzeptieren ist alles in ordnung.

ergo, es geht nur, nur, nur , einzig allein nur um die glaubwürdigkeit des schuldners.
alles andere ist blaba-theorie.  

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