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Deutsche Post: Glänzend aufgestellt

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neuester Beitrag: 06.11.00 09:55
eröffnet am: 30.10.00 00:01 von: Kopi Anzahl Beiträge: 22
neuester Beitrag: 06.11.00 09:55 von: SchwarzerLo. Leser gesamt: 6781
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30.10.00 00:01
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1712 Postings, 7153 Tage KopiDeutsche Post: Glänzend aufgestellt


Neuemission im Blickpunkt

Wie man aus einem verstaubten Staatskonzern ein börsennotiertes Unternehmen macht, hat die Deutsche Telekom (Frankfurt: 555750.F - Nachrichten) vorgemacht. Nun versucht sich mit der Deutschen Post der nächste Teilmonopolist an der Umwandlung. Dabei hoffen die verantwortlichen auf eine bessere Börsenentwicklung als bei der Telekom. Den Grundstein will man dabei mit einem angemessenen Emissionspreis legen. Der sollte, so die Analysten unisono, nicht höher als 20 Euro sein. Die Aktien der Post können vom 30. Oktober bis 16. November in einer Spanne von 18 bis 23 Euro gezeichnet werden. Die Erstnotiz im Amtlichen Handel ist für den 20. November geplant.

Unternehmen

Die Deutsche Post ist gemessen am Umsatz einer der größten Brief-Dienstleister in Europa. In der vergangenen zehn Jahren hat Klaus Zumwinkel, Vorstandsvorsitzender der Post, aus dem verstaubten und hochgradig verschuldeten Staatskonzern ein breit aufgestelltes und höchst profitables Unternehmen gemacht. Durch strategische Akquisitionen weltweit agiert der deutsche Teilmonopolist mittlerweile als internationaler Logistik-Konzern. Das wird auch durch den neuen Namen Deutsche Post World Net deutlich. Im Beteiligungs-Portfolio der Post finden sich Global Player wie der Logistik-Konzern Danzas, der Express-Dienstleister DHL sowie nationale Konzerne wie der deutsche Paketdienst Trans-o-flex. Die Perle der Beteiligungen ist für viele Danzas. Der Logistik-Konzern überzeugt die Experten mit guten Meldungen. Eigenem Bekunden nach trägt Danzas rund ein Viertel zum Gesamtumsatz der Deutschen Post bei. Im ersten Halbjahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz durch Übernahmen und organisches Wachstum um 137 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr geht man von einem Umsatz von 7,2 Milliarden Euro aus.

Geschäftsbereiche

Die Deutsche Post ist in den vier Geschäftsfeldern Brief, Express, Logistik und Finanzdienstleistungen tätig. Im Briefmarkt genießt die Post dabei noch bis mindestens 2002 ein eingeschränktes Monopol. Briefsendungen unter 200 Gramm gehen bis zum 31. Dezember 2002 ausschließlich durch die Hände des gelben Riesen. Nach diesem Termin ist es sehr wahrscheinlich, dass die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post(RegTP) den Briefmarkt komplett öffnet. Die Post sieht sich mit einem eng gestrickten Transportnetz von 83 Briefzentren deutschlandweit bestens vorbereitet für die Liberalisierung des Marktes. Der Unternehmensbereich Express umfasst die Zustellung und Beförderung von Paketen und grenzüberschreitende Briefdienstleistungen. Hier hat sich der Konzern unter anderem durch die Übernahme des Dienstleisters DHL International glänzend positioniert. Der Geschäftsbereich Logistik stellt für die Post den Zukunftsmarkt schlechthin dar. Der bereich umfasst hauptsächlich die Planung, Durchführung und Steuerung von Transport und Lagerung von Materialien und Gütern vom Verladeort bis zur Auslieferung beim Empfänger im B2B-Bereich. Unter anderem hat die Post in diesem Jahr die komplette Logistik für die Deutsche Telekom übernommen. Durch die 100-prozentige Tochter Danzas ist man auch in diesem Geschäftsfeld gut positioniert. Im Bereich Finanzdienstleistungen bietet die Post über die Tochter Postbank jegliche Bank-Dienstleistungen an. Seit September dieses Jahres ist sogar Wertpapier-Verwaltung und Handel möglich. Derzeit zählt die Postbank mehr als 10 Millionen Kunden und verfügt über 13.800 Filialen. Eventuell wird dieser Bereich ausgegliedert und an die Börse geführt.

Geschäftszahlen

Vor gut zehn Jahren schrieb die Post noch atemberaubende Verluste. Mittlerweile ist der gelbe Riese aus Bonn ein hochprofitables Unternehmen. Das belegen die jüngst vorgelegten Halbjahreszahlen. Ein Umsatzplus von 58 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro und eine Gewinnverdoppelung auf 1,14 Milliarden Euro sprechen eine deutliche Sprache. Das Ebitda wurde im ersten Halbjahr um 141 Prozent auf 1,4 Milliarden gesteigert. Die Umsatzrendite legte von 5,8 Prozent im ersten Halbjahr 1999 auf 8,9 Prozent zu. Zahlen, die für das Gesamtjahr äußerst positiv stimmen. Den größten Anteil an den Gesamtkonzernumsätzen hat noch immer der Bereich Brief mit 35 Prozent. Der Anteil wurde jedoch im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verringert. Im Geschäftsjahr 1998 generierte die Post beispielsweise 70 Prozent der Umsätze in ihrem Monopolmarkt. Im ersten Halbjahr 2000 setzte die Post im Briefbereich 5,8 Milliarden Euro um, wovon 1,2 Milliarden als Ergebnis übrig blieben. Dass das Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 80 Prozent gesteigert werden konnte, hat die Post vor allem der Personalpolitik zu verdanken. Denn Sanierer Zumwinkel hat die Zahl der Post-Mitarbeiter drastisch gesenkt. Deutlich zulegen konnten im ersten Halbjahr die Bereiche Logistik und Finanzdienstleistungen, die beide jeweils etwa 4 Milliarden zum Konzernumsatz zusteuerten. In beiden Bereichen steuerten die Akquisitionen der DSL-Bank beziehungsweise die US-Tochter Air Express International erheblich zum Umsatzwachstum bei.

Verwendung des Emissionserlöses

Der Emissionserlös aus dem Platzierungsangebot fließt ausschließlich dem abgebenden Aktionär Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu. Gemäß einer zwischen KfW und Bund getroffenen Vereinbarung wird der Erlös unter den beiden Parteien aufgeteilt. Das Emissionsvolumen beläuft sich am oberen Ende der Preisspanne auf rund 8,6 Milliarden Euro. Jede Partei dürfte sich damit über rund 4,3 Milliarden Euro freuen.

Bewertung

Die Post ist hochprofitabel. Eine Halbjahres-Umsatzrendite von 8,9 Prozent zeigt die glänzende Arbeit des Sanierers Klaus Zumwinkel. Der Umsatzanteil des Brief-Bereiches, in dem die Post noch ein Teilmonopol hat, wurde kontinuierlich verkleinert. Damit kann man schon etwas gelassener auf die mögliche Öffnung des Briefmarktes schauen. Durch die gnadenlose Akquisitions-Strategie ist der ehemalige Staatskonzern international glänzend positioniert. Wehmutstropfen stellen die immer wieder aufflammenden Probleme mit europäischen und deutschen Kartell-Wächtern dar. Zwar hat die Post in jüngster Vergangenheit zwei der drei EU-Verfahren freundschaftlich aus dem Weg geräumt. Das deutsche Bundeskartellamt überprüft jedoch derzeit, ob der Konzern seinen Anteil an der Trans-o-flex abgeben muss, weil man sich mit der Akquisition eine Monopol-Stellung im Paket-Bereich verschafft hat. Für Kursfantasie sorgen dagegen eine mögliche Aufnahme in den DAX sowie der eventuelle Börsengang der Finanzsparte.


Steckbrief

WKN: 555 200

Branche: Logistik

Börsensegment: Amtlicher Handel

Zeichnungsfrist / Erstnotiz: 30.Oktober bis 16. November / 20. November

Preisspanne: 18 bis 23 Euro

Emissionsvolumen: bis zu 367,224 Millionen Stückaktien aus dem Besitz der KfW

Aktienzahl insgesamt / Marktkapitalisierung: 1,1 Milliarden Stück / bis zu 25,3 Milliarden Euro

Konsortialführer: Deutsche Bank, UBS Warburg

Konsortium: Banca di Roma, Bayerische Landesbank, BBVA, BG Berlin, BSCH, CA IB, Commerzbank (Frankfurt: 803200.F - Nachrichten), DG Bank, Dresdner Bank, HSBC Trinkaus & Burkhardt, HypoVereinsbank (Frankfurt: 802200.F - Nachrichten), ING (Frankfurt: 881111.F - Nachrichten) Barings, LBBW, Postbank Easy Trade, WestLB

Internet: www.deutschepost.de
 

30.10.00 08:14
1

231 Postings, 6849 Tage Herr MaeuserichDas Kapital: Die Aktie Gelb ist solide, aber ....

die Post wird nicht abgehen


Der gelbe Riese kommt. Die Post wird sich günstigere Börsenzeiten gewünscht haben. Aber dank der attraktiven Preisspanne von 18 bis 23 Euro wird sie ihre Käufer finden.

Zum Beispiel unter den Konservativen, die zu spät bei den Internetschaumschlägern eingestiegen sind und sich nun nach dem Beständigen zurücksehnen. Andererseits zieht der eingeleitete Konzernumbau auch Anleger an, die ihr Geld nicht nur ins Sparschwein stecken.

Das traditionelle Briefgeschäft trägt nur noch 37 Prozent zum Umsatz bei. In den vergangenen Jahren hat Post-Chef Klaus Zumwinkel dem Bereich eine kräftige Diät verpasst. Die Post will nach beeindruckenden Zukäufen ein weltweit agierender Logistiker sein. Zu dieser Strategie gibt es keine sinnvolle Alternative. Der Briefmarkt wird ab 2003 weiter liberalisiert. Die vertrauten Monopolgewinne werden schwinden; der Bereich steuert aber heute noch rund 90 Prozent zum operativen Gewinn des Konzerns bei. Logistik wächst in den nächsten Jahren zweistellig. Da die Branche stark zersplittert ist und es zu Firmenübernahmen kommen wird, profitieren vor allem die Großen.


Natürlich bleiben Probleme: Als Altlast schleppt der Konzern nach wie vor 80.000 Beamte mit. Logistik und Express müssen nach Inkaufnahme der Integrationskosten erst noch profitabel werden. Bei den EU-Verfahren sind jedoch keine bösen Überraschungen zu erwarten.


Die Preisspanne ist vorsichtig kalkuliert. Bei einem Ausgabekurs von 20 Euro würden die für das nächste Jahr erwarteten Gewinne mit dem rund 13fachen bewertet. Die teilprivatisierte holländische TPG kommt auf das 20fache. Sie ist freilich effizienter. Obwohl der holländische Briefmarkt stärker geöffnet ist, haben sowohl die Post als auch TPG eine operative Marge von gut acht Prozent. Das heißt aber auch: Holt die Post auf, hat sie Luft nach oben. Besonders, wenn die Aktie in den Dax gewuchtet wird.


Man kann also getrost zeichnen und gegebenenfalls Gewinne mitnehmen. Wer die Aktie behalten möchte, wird nicht viel falsch machen. Große Sprünge sind aber nicht zu erwarten. TPG hat seit Börsengang im Sommer 1998 nur zehn Prozent zugelegt.




JDS Uniphase


Den Wall-Street-Analysten geht es nicht anders als der trojanischen Königstochter Kassandra. Wenn sie warnen, glaubt man ihnen nicht. Also loben sie sogar hochgepeitschte Titel, stets bereit, die Notbremse zu ziehen, wenn die Zwischenzahlen nicht passen.


JDS Uniphase hat dieses Quartal den Test noch mal bestanden. Aber die Ruhe ist trügerisch. JDS steht in der Wertschöpfungskette der Internet-Infrastruktur an erster Stelle. Das Unternehmen produziert die Laser und Verstärker, die das Licht durch die optischen Netze jagen. Das heißt, eine Verlangsamung des Wachstums kommt bei JDS als letztes an. Aber sie wird irgendwann kommen, so wie sie bei den JDS-Kunden Nortel und Lucent schon dieses Quartal sichtbar wurde.


Die JDS-Aktie notiert immer noch mit dem 95fachen des laufenden Gewinns und dem 19fachen des laufenden Umsatzes. Obwohl der Markt für optische Komponenten gewaltig ist und stark wächst, wird diese Bewertung nicht auf Dauer zu halten sein.




VW


Wenn Ferdinand Piëch recht hat, notiert VW auf der Basis des für 2002 erwarteten Ergebnisses mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von deutlich unter sieben. VW will dann die Vorsteuerrendite auf 6,5 Prozent des Umsatzes hieven. Selbst wenn die Umstellung der Rechnungslegung auf IAS dabei helfen mag, und auch wenn es sich dabei um das Spitzenergebnis im laufenden Auto-Zyklus handelt: In der Vergangenheit wurden die Spitzenergebnisse eines Zyklus leicht mit dem zehnfachen bewertet. Die Aktie, die seit dem Tief im Juni fast 40 Prozent zulegen konnte, hat so gesehen noch viel Spielraum.


Das Ergebnis für die ersten neun Monate lässt hoffen. Es war nicht nur besser als erwartet. Es ist vor allem ermutigend, da bei einem schwierigen Umfeld im Heimmarkt der Umsatz um rund 14 Prozent gestiegen ist, und das bei einem Absatzwachstum von nur 3,1 Prozent. Sicher hat der Dollar geholfen. Es scheint aber auch so, als ob VW den Produktmix verbessern konnte und die Kunden weniger als andere Hersteller mit Rabatten locken musste. Für das kommende Jahr stehen eine Reihe von viel versprechenden Neueinführungen wie der Audi A4, der modifizierte Passat oder der Polo auf dem Plan, die die Konkurrenz auf Distanz halten könnten.


Das Risiko besteht in der abflauenden Auto-Konjunktur in den USA und dem Dollar. Aber solange der Dollar nicht ins Bodenlose fällt, wird VW den Marktanteil dort mit seinen hochwertigen Autos vermutlich weiter steigern können. Piëch klingt siegessicher: Angesichts der Kosten, die er immer noch einsparen kann, kann man das verstehen.



© 2000 Financial Times Deutschland  

30.10.00 09:57

2719 Postings, 6937 Tage luizaAktionärsschützer weisen auf Gefahren der Post-Akt

Aktionärsschützer weisen auf Gefahren der Post-Aktie hin
BERLIN (dpa-AFX) - Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz hat auf Risiken der Post-Aktie hingewiesen. Diese kann von heute (Montag) an drei Wochen lang für 18 bis 23 Euro gezeichnet werden. Im ZDF-Morgenmagazin sagte der Geschäftsführer der Schutzvereinigung, Klaus Nieding, ein Problem, das auftreten könne, sei der Wegfall des derzeit im Inland noch bestehenden Briefmonopols.

Außerdem sei das Unternehmen im Ausland noch nicht gut genug aufgestellt. Er befürchtete, dass sich Pensionsansprüche früherer Beschäftigter negativ auswirken werden. Insofern warnte Nieding davor, die Post-Aktie als Volksaktie hinzustellen. Nieding empfahl die Aktie vor allem für diejenigen Anleger, die ihr Depot aktiv verwalten und bei rückläufigen Kursen die Gewinne mitnehmen und die Aktie wieder verkaufen.

Kleinanleger müssen mindestens 50 Post-Aktien zeichnen. Mit einer Marktkapitalisierung von 20 bis 26 Mrd. Euro ist die Post Anwärter für die Aufnahme in den Deutschen Aktienindex DAX./DP/fl
 

30.10.00 11:22
1

12466 Postings, 7075 Tage TimchenDas Problem der Post liegt darin,

daß die ihren ganzen Gewinn im Briefdienst machen,
wo bis 2002 noch das Monopol besteht.
Somit hängt deren Zukunft (unabhängig davon, ob das Papier jetzt
günstig ist oder nicht) sehr stark von politischen Entscheidungen
ab.
Das ist bestimmt kein Witwen- und Waisenpapier, genausowenig
wie die Telekom, deren Monopol im Ortsbereich, der letzten Meile,
ebenfalls (Leider !!!!) noch existiert.

Was mir sehr stark zu Denken gibt, ist daß nur 75% der Postmitarbeiter
gezeichnet haben, trotz 50% Rabatt und Kreditversprechen der Postbank.
Das spricht nicht gerade für die Aktie bzw. für die Mitarbeiter.

Timchen  

02.11.00 14:17
3

2505 Postings, 6929 Tage copparaDeutsche Post - aus anderer Quelle - s. viel Text

DEUTSCHE POST World Net / auf dem Weg zum Weltmarktfuehrer
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VORAB-RATING

 Auf der einen Seite strahlt das ehemalige Staatsunternehmen eine
 bemerkenswerte Geruhsamkeit aus. Doch wurde selten ein Boersen-
 gang groesseren Kalibers in Deutschland derart kontrovers be-
 trachtet. Fest steht jedoch, dass die Aktie Gelb spaetestens im
 Maerz 2001 Aufnahme in den DAX finden wird. Werden die Risiken
 oberflaechlich betrachtet, kommt ein Investment lediglich fuer
 den spekulativen Investor in Frage. Schluesselt man die Risiken
 indes auf, relativieren sich diese auf ein durchaus angemessenes
 Mass. Uebrig bleibt eine vielversprechende Marktposition, wobei
 in vielen Segmenten die deutsche und europaeische sowie in ei-
 nigen Bereichen sogar die Weltmarktfuehrerschaft erreicht wird.

 Ein Emissionspreis von bis zu maximal 21 Euro - den wir als fair
 erachten - zugrundegelegt, sind im Hinblick auf die DAX-Aufnahme
 und des prominenten Konsortiums weder jaehe Kursstuerze, noch -
 in Anbetracht der latenten Risiken - deutliche Kursavancen zu
 erwarten. Insofern kommt das Papier fuer mittel- und langfristig
 ausgerichtete Anleger in Frage, die ein solides Investment mit
 vergleichsweise geringer Schwankungsbreite bevorzugen.

HISTORIE

 Nach dem Startschuss zur Eigenstaendigkeit im Jahre 1990 voll-
 zog der Staatskonzern eine rasante Entwicklung und avancierte
 von einer schwerfaelligen Frankieranstalt zu einem modernen,
 global praesenten integrierten Logistik-Konzern, der sich europa-
 und z. T. auch weltweit vielversprechend positionieren konnte.
 Tiefrote Zahlen wurden in Gewinne verwandelt, mehrere Dutzend Ak-
 quisitionen bedingten einen starken Umsatzschub, neue Geschaefts-
 bereiche wurden schnell etabliert, der aufgeblaehte Beamtenapparat
 wurde abgebaut und die Produktivitaet substantiell gesteigert.

 Die marode DDR-Post wurde erfolgreich integriert, das Filialnetz
 ausgeduennt, moderne Distributionszentren aufgebaut - der schwer-
 faellige Konzern wurde erfolgreich auf Effizienz getrimmt. Auf
 den Punkt gebracht, ist die Sanierung des Konzerns zum Boersen-
 gang komplett abgeschlossen. Seit 1995 firmiert die Deutsche Post
 als Aktiengesellschaft, die Gewinnzone wurde erstmals 1994 er-
 reicht.

 Ab 1998 ging es dann mit grossen Schritten weiter voran. So er-
 warb man 98 eine Minderheitsbeteiligung an DHL, 99 erwarb man
 Danzas und die Postbank. Im laufenden Jahr 2000 kaufte man die
 AEI und erhoehte die DHL-Beteiligung auf 50,6 %. Diese drei Ueber-
 nahmen schlossen den externen Wachstumskurs zur Etablierung neuer
 Geschaeftsfelder vorerst ab. Eine neue Herausforderung wartet nun
 auf den verdienten Post-Chef Zumwinkel, so erfordert die effi-
 ziente und finanzvertraegliche Integration der juengsten Zukaeufe
 starkes Engagement.



MANAGEMENT

 Massgeblichen Anteil an der erfolgreich durchgefuehrten Aufgabe,
 den ehemals mehr oder weniger maroden Staatskonzern fuer die Pri-
 vatwirtschaft zu ruesten und vollstaendig zu restrukturieren,
 traegt hierbei der ehemalige McKinsey-Berater Klaus Zumwinkel,
 heute Chef der Deutschen Post. Von den kartell- bzw. wettbewerbs-
 rechtlichen Risiken abgesehen, duerfte die Deutsche Post heute
 eines der weltweit am besten gefuehrten Unternehmen sein. Da die
 Qualitaet des Managements allgemein eines der bedeutendsten Be-
 wertungskriterien ist, schneidet die Deutsche Post zumindest hier-
 bei hervorragend ab.

UNTERNEHMENSPORTRAIT

 Die Deutsche Post konnte sich in den letzten zehn Jahren durch
 strategische Neuausrichtung und externes Wachstum von einer staat-
 lichen Behoerde zum multinationalen Konzern Deutsche Post World Net
 entwickeln. Das Unternehmen bietet ein breites Angebot an Brief-,
 Express-, Logistik- und Finanzdienstleistungen an und ist mittler-
 weile mit 160.000 Mitarbeitern, davon rund 98.000 Beamte, in ueber
 200 Laendern vertreten. Der Konzernumsatz belief sich 1999 auf
 30,3 Mrd Euro und im ersten Halbjahr 2000 auf 16,1 Mrd Euro. Die
 geschaeftlichen Aktivitaeten sind in die vier Geschaeftsbereiche
 Brief, Express (Kurier-, Express- und Paketsendungen, interna-
 tionale Geschaeftspost), Logistik und Finanzdienstleistungen (Post-
 bank, DSL Bank) untergliedert.

KUNDENSTRUKTUR

 Im Geschaeftsbereich Brief bedient die Deutsche Post 3 Mio Ge-
 schaefts- und 37 Mio Privatkunden. Auf Geschaeftskunden entfallen
 mehr als 90 % des Umsatzes. Im Segment Logistik bedient die
 deutsche Post eine Vielzahl von mittelstaendischen Kunden und
 Grosskunden. In den Bereichen Intercontinental und Eurocargo
 werden rund 100.000 Kunden bedient.

GESCHAEFTSBEREICHE & MARKTPOSITION

BRIEF: Im Geschaeftsbereich Brief ist die Deutsche Post World Net
 der groesste Briefdienstleister Europas und offeriert hierbei ein
 umfassendes Produkt- und Dienstleistungs-Spektrum fuer papierge-
 bundene Kommunikation. Dabei reichen die Leistungen von der Brief-
 befoerderung bis hin zur Distribution von Tageszeitungen und Zeit-
 schriften. Das Distributionsnetzwerk umfasst 83 Briefzentren mit
 hohem Rationalisierungsgrad. Das ausschliessliche Recht, Briefsen-
 dungen unter 200 g, adressierte Kataloge und Werbebriefe bis 50 g
 zu befoerdern, endet allerdings zum 31. 12. 2002. Im letzten Jahr
 wurden 21 Mrd Sendungen befoerdert, hiermit avancierte man zum
 europaeischen Marktfuehrer.

EXPRESS: Im Geschaeftsfeld Express wird die grenzueberschreitende Be-
 foerderung von Paketen und Briefdienstleistungen angeboten. Hierzu
 erwarb die Deutsche Post World Net in den letzten Jahren eine Reihe
 fuehrender Paket- und Expressunternehmen in Europa. Unter anderem
 beteiligte sich das Unternehmen mit einem Anteil von 50,6 % an DHL
 International. Dadurch ist die Deutsche Post World Net in der Lage,
 ueber ihr europaeisches Distributionsnetz Paketdienstleistungen in
 mehr als 20 Laendern anzubieten. In Europa ist der Geschaeftsbereich
 Express mit einem Marktanteil von 13 % die Nummer Eins. Dieselbe
 Position nimmt bei der Logistik der Landtransport ein, waehrend die
 Luftfracht sogar weltweit an erster Stelle steht.

LOGISTIK: Im zunehmend dynamischen Segment Logistik ist man welt-
 weit mit Logistik- und Speditionsdienstleistungen vertreten.
 Dabei werden Planung, Durchfuehrung und Steuerung von Transport
 und Lagerung von Guetern vom Verladeort bis zur Auslieferung beim
 Kunden uebernommen. Anfang 1999 uebernahm das Unternehmen die
 Danzas-Gruppe und baute hierauf basierend eine weltweite Logistik-
 plattform auf. Durch die Uebernahme der Air Express International
 (AEI), avancierte die Deutsche Post World Net zum weltweit fueh-
 renden Luftfrachtdienstleister.

FINANZDIENSTLEISTUNGEN: Im prosperierenden Geschaeftsbereich Finanz-
 dienstleistungen bietet man ueber die Postbank und DSL Bank stan-
 dardisierte Produkte des Zahlungsverkehrs, Konsumentenkredite so-
 wie Fondsprodukte an. Die 1999 erworbene Postbank verfuegt be-
 reits ueber 10 Mio Kunden und betreibt 13.800 Filialen. Neuer-
 dings betaetigt sich die Post zudem als Risikokapitalgeber fuer
 Start-Ups im eBusiness, wobei man vornehmlich den Ausbau techno-
 logischer Kompetenzen anstrebt.

RISIKEN

In 99 wurde das Betriebsergebnis von 1,01 Mrd Euro faktisch nur vom
 Segment Brief getragen, auf den 1,009 Mrd Euro entfielen. Da zudem
 der Loewenanteil der Gewinne auf die Sendungen bis 200 g entfaellt
 - fuer welche die Deutsche Post bis 2002 die Exklusiv-Lizenz haelt
 - werden hierbei, zumindest aus heutiger Sicht, signifikante Risiken
 ersichtlich. Sollte das Monopol im Zuge der Liberalisierung wie bis-
 her geplant ab 2003 nur noch fuer Standardbriefe bis 50 g gelten,
 minimiert sich der Gewinn entsprechend.

 Als weiteres Risiko muessen die der EU vorliegenden Verfahren be-
 ruecksichtigt werden, wonach die Deutsche Post ihre Noch-Monopol-
 stellung missbraucht, indem sie ueberhoehte Portogebuehren erhebt,
 was zudem noch als Quersubventionierung zum Aufbau anderer Ge-
 schaeftsbereiche betrachtet werden kann. Einer Expertise zufolge
 liegen die Portogebuehren der Deutschen Post um rund 14 % ueber dem
 vergleichbaren Durchschnitt. Ein Rechenexempel verdeutlicht das
 ganze Dilemma: Sollte die EU die Deutsche Post ab 2003 zwingen, das
 Porto um lediglich 10 Pfennig zu senken, wuerde der im laufenden
 Jahr erwartete Gewinn der Deutschen Post vollstaendig aufgezehrt.

 Durch die schrittweise Liberalisierung im Briefbereich wird die
 Deutsche Post zunehmend dem Wettbewerb ausgesetzt, eine voellig neue
 Situation fuer den Konzern. Das Wettbewerbsrisiko im Briefbereich
 darf jedoch nicht ueberbewertet werden, da der europaeische Wettbe-
 werber TNT Post Group (NL) im Zuge der Liberalisierung kaum Markt-
 anteile verlor. Dies ist im wesentlichen auf die immensen Marktein-
 trittsbarrieren zurueckzufuehren.

 So erwarten wir, dass der Briefbereich bei der Deutschen Post auch
 nach 2002 besonders rentabel bleibt, denn die letzte Einschraenkung
 im Rahmen der Marktliberalisierung soll erst 2007 fallen. Aufgrund
 der hohen Markteintrittsbarrieren wird der Brief unserer Ein-
 schaetzung nach auch darueber hinaus der bedeutendste Gewinntraeger
 bleiben, wobei die heutigen Margen dann natuerlich nicht mehr er-
 zielbar sind. Bis dahin sollen jedoch die noch im Aufbau befind-
 lichen restlichen Geschaeftsbereiche massgeblich zum Gewinn bei-
 tragen.

 Sollten die derzeit anhaengigen EU-Verfahren gegen die Deutsche Post
 alle zu Ungunsten des Unternehmens entschieden werden, ist aller-
 hoechstens mit einem Bussgeld von rund 100-150 Mio Euro zu rechnen.
 Dies entspraeche dem maximalen Bussgeldrahmen, der bei aehnlich ge-
 lagerten Faellen bisher erhoben wurde. Bei einem im laufenden Jahr
 erwarteten Gewinn von rund 1,5 Mrd Euro koennte man im Worst-Case-
 Szenario dieses Bussgeld gewissermassen aus der Portokasse be-
 gleichen. Insofern relativieren sich die Risiken auf ein durchaus
 vertraegliches Mass.

UMSATZ/ERGEBNIS-ALLOKATION

 Im Geschaeftsjahr 99 wurde mit dem Geschaeftsbereich Brief 46 % des
 Gesamtumsatzes erzielt. Dementgegen entfielen 85 % des Konzern-EBITA
 auf diesen Geschaeftsbereich. Hierbei wird die hohe Abhaengigkeit
 zum Geschaeftsbereich Brief erneut deutlich, auf den derzeit rund
 77 % der im Konzern erzielten Gewinne entfallen. Bis 2005 soll auf
 die restlichen drei Segmente Express, Logistik und Finanzdienstlei-
 stungen rund die Haelfte des EBITA entfallen, bis 2002 sollen sie
 ein Drittel ausmachen, entsprechend 1,1 Mrd Euro.

 So sollen die drei anderen Konzernbereiche, die zusammengenommen
 derzeit noch weniger als 200 Mio Euro Gewinn erwirtschaften, in 5
 Jahren die Haelfte zum Gesamtgewinn beisteuern. In Anbetracht der
 gegenwaertigen Marktposition und bei effizienter Integration der
 vielen Zukaeufe erscheint dies durchaus machbar. Zumindest bis 2002
 wird die Abhaengigkeit des Konzerngewinns vom Briefbereich, die das
 Unternehmen deutlich zurueckfahren will, jedoch bestehenbleiben.
 Der Brief-Umsatz wird 2002 mit rund 12 Mrd Euro nur mehr knapp ein
 Drittel aller Erloese ausmachen.

MARKTUMFELD & POTENTIAL

 Die langfristige Kursphantasie der Aktie Gelb beruht im wesent-
 lichen auf der prosperierenden Entwicklung des Logistik-Sektors.
 Dieser profitiert - als Intermediaer zwischen New und Old Economy
 fungierend - sowohl vom zusaetzlichen Transportaufkommen durch den
 eCommerce-Boom, als auch von den eBusiness-Errungenschaften im
 Hinblick auf die Realisierung von Einsparungspotentialen, der
 Generierung von Produktivitaetsfortschritten durch elektronische
 Vernetzung, Steuerung und Lokalisation der Ressourcen.

 Groesstes Potential bietet der B2B-Bereich. So entfallen mittler-
 weile bereits rund 80 % der Online-Transaktionen auf den B2B-
 Bereich (Handel zwischen Unternehmen). Forrester Research rechnet
 in diesem Jahr mit einem Marktvolumen von ueber 600 Mrd USD,
 das bereits 2001 knapp 1.200 Mrd USD erreichen wird und 2004 auf
 ueber 6.600 Mrd USD steigen soll. Fuer Deutschland erwarten die Markt-
 forscher dieses Jahr ein B2B-Aufkommen von 18 Mrd USD, 2004 sollen
 es 350 Mrd USD sein. Fuer den B2C-Sektor wird eine Steigerung von
 2,3 Mrd USD auf 33,5 Mrd USD prognostiziert. Die Gesamtausgaben fuer
 Logistik in Europa ohne Post und Express wurden 1998 auf 146 Mrd Euro
 geschaetzt. Bis 2003 soll der Markt Expertisen zufolge auf gut 190
 Mrd Euro anwachsen.  

 Den virtuellen Handel auf Unternehmensebene deckt das zweite und
 zunehmend an Bedeutung gewinnende Geschaeftsfeld der Post, das
 Fracht- und Logistikgeschaeft, ab. Auf dem Expressmarkt, auf dem die
 Post auch mit grossen privaten Anbietern wie UPS oder German Parcel
 konkurriert und der in Europa 1998 ein Volumen von 25 Mrd USD auf-
 wies, ist ebenfalls mit hohen Wachstumsraten zu rechnen, da Just-
 in-Time-Lieferungen stark an Bedeutung gewinnen.

 Durch Just-in-Time-Liefer- und Bestell-Logistik koennen Unternehmen
 ihre Lagerhaltungskosten massgeblich verringern. Da zudem auf den
 Posten Logistik & Lagerhaltung je nach Branche zwischen 10 % und
 15 % der betrieblichen Gesamtposten entfallen, sind diese dazu ange-
 halten, die Lagerhaltung soweit wie moeglich einzuschraenken. Hier-
 bei erweitert sich ferner die Lieferkette (Supply Chain) erheblich,
 da Unternehmen im Zuge der globalen Konzentration auf die Kern-
 kompetenzen bspw. die Produktion etc. zunehmend auslagern.

 Vor diesem Hintergrund wird ersichtlich, dass die Logistik zu
 einem der letzten massgeblichen Gebiete avanciert, auf dem die
 Industrie noch erheblich Kosteneinsparungspotentiale realisieren
 kann. So ist der weltweit zunehmende Wettbewerb mit anhaengigem
 Sparzwang einer der massgeblichen Wachstumstreiber der Logistik-
 branche. Im Zuge der vorherrschenden Globalisierung ist einer der
 am schnellsten wachsenden Sektoren der Weltwirtschaft der Luft-
 express, wobei sich die Post unter anderem  mit der Mehrheit an
 DHL bestens positionieren konnte.

 Das Anlagethema Logistik beinhaltet heutzutage wesentlich mehr als
 lediglich den Warentransport von Punkt A nach Punkt B. Aktivitaeten
 und Leistungen wie Materialbeschaffung, Lagerhaltung, Verpackung,
 Konfektionierung, Preisauszeichnung, Bestellwesen, Zollabfertigung,
 Kostenplanung, Finanzabwicklung, Bearbeitung von Ruecksendungen,
 Projekt-Management, effiziente Steuerung und Lokalisierung der
 Ressourcen und Lieferungen, Endkundenservice etc. sollen im Ideal-
 fall aus einer Hand angeboten werden. Hierbei befindet sich die
 Deutsche Post World Net auf dem besten Wege, zum weltweit agierenden
 One-Stop-Shop-Anbieter mit dem Fokus Verkehr und Transport zu
 avancieren.

 Die Logistikbranche gibt sich derzeit noch stark fragmentiert. So
 besitzen die wenigsten Anbieter einen Anteil von mehr als 2 % am
 Weltmarkt. Dies verschafft der Deutschen Post die Moeglichkeit,
 durch weitere Akquisitionen signifikante Marktanteile hinzuzuge-
 winnen. Mit einem enormen Cash-Flow gelang es dem Unternehmen auch
 bisher, bedeutende Zukaeufe aus diesem zu finanzieren. Vor diesem
 Hintergrund erscheint die Deutsche Post auf dem stark fragmentierten
 Markt fuer die Rolle des globalen Konsolidierers praedestiniert.

WEITERE ENTWICKLUNG

 In mittelfristiger Hinsicht beabsichtigt die Deutsche Post World
 Net, zum weltweit fuehrenden Anbieter integrierter Distributions-
 und Logistikdienstleistungen zu avancieren. So sollen im Bereich
 Express nationale und internationale Distributionsnetzwerke ver-
 knuepft und das Cross-Selling-/One-Stop-Shop-Potential zunehmend
 ausgeschoepft werden. Ferner ist man bemueht, die Chancen durch
 eCommerce entsprechend zu nutzen.

 Im Logistik-Segment sollen die erworbenen Unternehmen/Beteiligungen
 effizient integriert, die Produktivitaet und Effizienz gesteigert
 und die eBusiness-Aktivitaeten stark ausgebaut werden. Im Bereich
 Finanzdienstleistungen ist fuer die Postbank die Festigung der
 Marktposition als eine der fuehrenden Retail-Banken angestrebt.
 Hierbei beabsichtigt das Unternehmen u. a., das Brokerage-Geschaeft
 auszubauen, die Produktpalette fuer Firmenkunden zu erweitern und
 die Kosten z. B. im Filialnetz zu verringern.

GESCHAEFTSZAHLEN & PROGNOSEN

 Durch Zukaeufe und Konsolidierungseffekte wird die Deutsche Post im
 laufenden Jahr 2000 nochmals einen Umsatzsprung von 22,4 Mrd Euro
 (99) auf ca. 31,8 Mrd Euro realisieren. Anschliessend wird sich das
 Wachstum voraussichtlich abflachen, sieht man von eventuellen wei-
 teren Akquisitionen ab. In den beiden Folgejahren 2001/2002 erwarten
 wir einen Umsatz in Hoehe von rund 33/34,2 Mrd Euro.

 Die Gewinnentwicklung verlaeuft weitgehend proportional. So erwarten
 wir eine EBITA(Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung auf
 Firmenwerte)-Steigerung im laufenden Jahr auf 2,4 Mrd Euro, von
 1,01 Mrd Euro in 99. In den beiden Folgejahren 2001/2002 wird sich
 das EBITA voraussichtlich auf 2,58/2,8 Mrd Euro belaufen.

 Beim Jahresueberschuss erwarten wir fuer das laufende Geschaeftsjahr
 1,55 Mrd Euro, fuer das Folgejahr 2001 1,62 Mrd Euro, waehrend der
 Jahresueberschuss aufgrund der hoeheren Steuerbelastung in 2002 auf
 1,47 zurueckgehen duerfte. Anschliessend rechnen wir konservativ
 mit Steigerungsraten des Vorsteuerergebnisses bei ruecklaeufigen
 Pensions- und Integrationskosten bis 2007 von rund 22 %.

 Grundlegend positiv ist der Auf- und Ausbau der Express- und
 Logistiksparte zu beurteilen, wo rentabilitaetssteigernde Kosten-
 synergien und Cross-Selling-Effekte nach der Integration zu er-
 zielen sind. Fuer 2000/2001/2002e erwarten wir einen Gewinn je
 Aktie in Hoehe von 1,4/1,46/1,32 Euro.  

WETTBEWERBSSITUATION

 Mitbewerber mit aehnlich diversifiziertem Leistungsspektrum sind
 kaum auszumachen. In den einzelnen Geschaeftsbereichen konkurriert
 die Deutsche Post im Bereich Brief in aeusserst geringem Umfang mit
 Paketdiensten wie United Parcel Service (UPS) oder Deutscher Paket-
 dienst (DPD). Wettbewerber im Geschaeftsfeld Express sind bspw. TPG,
 UPS, La Poste und Federal Express, DPD und German Parcel. Im Segment
 Logistik konkurriert das Unternehmen mit Exel, TNT Logistics, Kuehne
 & Nagel, Panalpina, Schenker und Nippon Express. Im Finanzdienstlei-
 stungssektor konkurriert man neben den Grossbanken, Sparkassen,
 Volks- und Raiffeisenbanken auch mit Direktbanken, Bausparkassen,
 Investmentgesellschaften und Kreditkartengesellschaften.

AKTIENSERVICE-RATING

 Durch ein konsequentes Management wandelte sich die ehemalige
 Frankieranstalt zu einem multinationalen Logistikunternehmen. Die
 Deutsche Post World Net punktet mit einer hochkompetenten Fuehrungs-
 ebene, einem der bedeutendsten Bewertungskriterien. Beeindruckend
 schnell gewinnen die neuen Geschaeftsbereiche Express, Logistik und
 Finanzdienstleistungen an Bedeutung und sollen im laufenden Jahr
 bereits 65 % zum Umsatz und 25 % zum Ergebnis beitragen. Um die Ab-
 haengigkeits-Risiken zum Briefbereich zu verringern, soll der Ge-
 winnbeitrag der neuen Geschaeftsfelder bis 2005 auf 50 % ausgebaut
 werden.

 Das Unternehmen agiert mit zunehmender globaler Praesenz - wobei
 man in vielen Segmenten die deutsche, die europaeische und in
 einigen auch die Weltmarktfuehrerschaft haelt - im wachstumsstarken
 und prosperierenden Logistikmarkt, der sich derzeit im Aufbruch be-
 findet. Insbesondere im Bereich Transport & Verkehr wird es in ab-
 sehbarer Zeit lediglich 4-5 Unternehmen gelingen, sich weltweit
 erfolgreich am Markt zu positionieren.

 Mit einem hohen Cash-Flow, aus dem das Unternehmen in den letzten
 Jahren bedeutende Zukaeufe finanzierte, sollte es der Deutschen Post
 World Net auch weiterhin gelingen, durch externes Wachstum eine
 starke Wachstumsdynamik vorzuweisen. In dem stark fragmentierten
 Logistikmarkt, in dem kein Anbieter derzeit mehr als 2 % der Welt-
 marktanteile haelt, erscheint die Post praedestiniert, um in der
 Rolle des Konsolidierers durch externes Wachstum mittelfristig zum
 weltweit fuehrenden Anbieter integrierter Distributions- und Logistik-
 dienstleistungen zu avancieren.

 Zu den Risiken zaehlen die anhaengigen kartell- bzw. wettbewerbs-
 rechtlichen Verfahren, die der EU zum Entscheid vorliegen. In Anbe-
 tracht eines Worst-Case-Szenarios ist voraussichtlich mit einer
 maximalen Geldbusse von rund 150 Mio Euro zu rechnen. Bei einem
 im laufenden Jahr erwarteten Jahresueberschuss von mehr als 1,5 Mrd
 Euro reduziert sich dieses Risiko auf ein wenig relevantes Niveau.

 Ein etwas groesseres Risiko resultiert dagegen in dem Umstand,
 dass die EU der Deutschen Post anlastet, durch im Vergleich erhoehte
 Portokosten ihre Monopolstellung auszunutzen und hiermit entsprechend
 unter Inanspruchnahme von Quersubventionierung die neuen Geschaefts-
 bereiche aufzubauen. So koennte die EU in 2003 die Post zwingen, das
 Briefporto zu senken, was vor dem Hintergrund der zunaechst noch
 vorhaltenden Konzern-Abhaengigkeit von den Gewinnen im Briefbereich
 Rentabilitaetseinbussen nach sich ziehen koennte.

 Dennoch halten wir die Risiken fuer ueberschaubar, da die immensen
 Markteintrittsbarrieren auf dem Briefmarkt, die aus der ab 2003 weg-
 fallende Monopolstellung fuer Briefe bis 200 g resultierenden Wett-
 bewerbsrisiken stark eingrenzen. Es ist daher nicht mit drastischen
 Verlusten der Marktanteile zu rechnen, was auch am Beispiel der TNT
 Post Group (NL) ersichtlich wird. Somit relativiert sich auch das
 Risiko, dass die Post bei zeitlich verschobenen Liberalisierungspro-
 zessen in Europa nicht in der Lage sein wird, im Heimatmarkt rueck-
 laeufige Marktanteile im Briefmarkt durch Auslandsexpansion zu kom-
 pensieren.

 Ungeachtet der latenten Risiken wird sich die Kursentwicklung der
 Aktie Gelb zunaechst vornehmlich analog zur Reduktion der Abhaengig-
 keit zum Briefmarkt entwickeln. Da es dem Unternehmen jedoch in be-
 merkenswert kurzer Zeit gelang, neue Geschaeftsbereiche zum Teil in
 marktfuehrender Stellung aufzubauen, sollte sich das verdiente
 Management ebenso in der Lage zeigen, die Zukaeufe effizient zu
 integrieren. Hierdurch werden umfangreiche Kostensynergien und
 Cross-Selling-Potentiale realisiert, was in Anbetracht abnehmender
 Integrationskosten und ruecklaeufiger Pensionsbelastungen eine lang-
 fristig deutlich hoehere Rentabilitaet ermoeglichen wird.

 Mit einem 2001e-KGV von 14 auf Basis eines von uns als fair er-
 achteten Ausgabepreises von 20,5 Euro ist das Papier im Wettbe-
 werbsvergleich attraktiv bewertet. Ferner erscheint der Aktienkurs
 durch das umfangreiche und prominente Bankenkonsortium gut nach unten
 abgesichert. Auch im Hinblick auf die spaetestens im Maerz zu er-
 wartende DAX-Aufnahme - wobei vorwiegend indexorientierte Invest-
 mentfonds zum Kauf gezwungen sind - sehen wir nur sehr begrenztes
 Rueckschlagspotential.

 Ebenfalls begrenzt ist jedoch zunaechst auch das Kurspotential, da
 nun abgewartet werden muss, inwiefern es der Konzernfuehrung gelingt,
 die Integrationsprozesse finanziell vertraeglich zu gestalten. Auch
 die Risiken in bezug auf die Marktliberalisierung sprechen vorerst
 fuer eine moderate Kursentwicklung. Vor diesem Hintergrund empfehlen
 wir das Papier vor allem denjenigen Investoren zur Zeichnung, die ein
 solides Investment mit voraussichtlich zunaechst geringer Schwankungs-
 breite bevorzugen. Fruehzeichnern gewaehrt man 50 Cents Rabatt.

KENNZAHLEN - Deutsche Post AG, Bonn

 WKN: 555 200
 Branche: Logistik
 Erstnotiz: 20. 10. 2000
 Segment: Amtlicher Handel
 Bookbuildingspanne: 18-23 Euro
 Zeichnungsfrist: 30. 10.-17. 11. 2000
 Preis und Zuteilung: 18. & 19. 11. 2000
 Konsortium: Deutsche Bank, UBS Warburg
 

02.11.00 14:48
2

33381 Postings, 6894 Tage DarkKnightDie Zukunft der Post läßt sich an der Historie

der Telekom oder der Bahn ablesen: sobald Erfolgsdruck kommt, muß Personal in erheblichem Maße abgebaut werden. Diese Zahlen (bei 10 000 MA ca. 1 Milliarde) sind noch in keiner Vorschau enthalten, weil die Post ja sooo "glänzend aufgestellt" ist. Der Bund wird diese "Altlasten" nicht mehr übernehmen. Spätestens in 12 Monaten werden wir auch hier von "zwingenden Restrukturierungen" hören. M. E. wissen das die Fondsmanager ganz genau. Dem Aktienkurs bescheinige ich das, was für die Post insgesamt gilt: ein schwerfälliger gelber Riese.  

02.11.00 15:36

977 Postings, 6962 Tage pottidt. telekom, dt. post ... Dt. Steinkohle

es ist seltsam, daß immer die Zukunftsmärkte an die Börse gebracht werden !

Meine These: In 2 Jahren wird die Deutsche Steinkohle an die Börse gebracht;
schließlich ist das ein Immobilienwert; ein Engeneeringwert; oder ein Umweltwert ! Mal sehn' was dann modern ist.

Aber vorher will keiner was mit den Werten zu tun haben !

Jeder Börsengang aus Staatsbesitz ist Propaganda, um die Haushaltslöcher zu schließen !  

02.11.00 15:49

2385 Postings, 7063 Tage BroncoIch muß sagen, das ist seit langem einer der

besten Threads, die ich hier gelesen habe. Gute Argumente von beiden Seiten.
@ Potti und Darky: Stimme Euch beiden voll zu. Es wird allgemein viel zu sehr übersehen, daß es sich um ein großes Staatsmonopolunternehmen handelt, mit seinen spezifischen Problemen und Chancen sowie mit dem gesamten Propagandaapparat, den der Staat aufbringen kann, um das von ihm gewünschte Umfeld zu schaffen - und nicht nur mit Propaganda, sondern auch, wenn nötig, mit ganz konkreten Maßnahmen für ein besseres Börsenklima.

Bezüglich der Postaktie schließe ich daraus, daß es selbstverständlich (wie es sich gehört) Zeichnungsgewinne geben wird. Danach vermute ich aber eine eher langweilige Weiterentwicklung. Interessant ist für mich auch die Frage: Hält der allgemeine Optimismus am Deutschen Aktienmarkt auch dann noch an, wenn der Staat seinen Reibach gemacht hat ?  

02.11.00 16:06
1

66 Postings, 6997 Tage LotteWie sieht die Zukunft aus?

Hier wurde vielmals erwähnt, dass das Hauptgeschäft der Post in der Briefbeförderung liegt und ein Wegfall des Briefmonopols mit enormen Gewinneinbussen verbunden wäre.
Das würde aber bedeuten, dass es zahlreiche Konkurrenten geben wird, die ein notwendig grosse Infrastruktur aufweisen müssen.
Haben wir in 3-5 Jahren ca. 200 Postbeförderer, von denen jeder die Briefe mit unzähligen Autos durch die Gegend tranportiert?
Kann das die Zukunft sein? Werden zahlreiche Billigjobs geschaffen?
Ziehe ich den Vergleich zur Telekommunikationsbranche, dann sieht die Zukunft im Logistkbereich so aus, ein ständiges Wechseln des Arbeitplatzes .
(man sehe sich nur mal die Fluktuationraten von Arcor oder Otelo an)
 

02.11.00 16:10

2316 Postings, 7182 Tage furbyTimchen und Bronco

Hi Timchen: also eine Zeichnungsquote von 75 % aller Mitarbeiter (vermutlich mit Mindesthaltefrist) halte ich bei einem durchschnittlichen Aktienvolksanetil in Deutschland von etwa 15 bis 20% für eher groß den klein. Da müssen schon sehr viele über Ihren Schatten gesprungen sein und erstmals an ein Aktienengagement glauben können. Also diese Quote würde ich daher eher positiv sehen.

Hi Bronco: Zeichnungsgewinne? Vorbörslich wird die Post AG derzeit zu 21,5 E bis 22,5 E bei einer Bookbildingspanne von 18 bis 23 E gehandelt, wobei ja bekanntlich am vorbörslichen Handel eher optimistischer Überschwang herrscht. Ich wüßte nicht warum man also bei dieser Faktenlage überhaupt zeichnen sollte, auch wenn man die Aktie haben möchte.

Ich werde die Post AG weder zeichnen noch später irgendwann kaufen. Wenn schon etwas langweiligeres, Blue Chip mäßiges gibt's wesentlich aussichtreichere Investments. Ich tippe mal, daß jeder europäische Blue Chip Fond vermutlich ein besseres Chance/Risiko Verhältnis hat. Für besonders vielversprechend an der Post AG halte ich das Managment, denen traue ich wesentlich mehr zu als dem Telekom Management.

Gruß furby  

02.11.00 16:26

2385 Postings, 7063 Tage BroncoObwohl ich selbst nicht zeichnen werde, weil ich

mir an anderer Stelle mehr verspreche, gehe ich trotz Deines sehr guten Arguments davon aus, daß es Zeichnungsgewinne geben wird. Wie gesagt, es handelt sich um ein großes Staatsunternehmen, von dem der Bund in der nächsten Zeit noch mehr verscheuern will. Deshalb muß er dafür sorgen, daß er nicht jetzt den Einstieg verpatzt und zumindest in den ersten Handelstagen einen guten Eindruck macht, bis die Aktie aus dem Blickfeld des öffentlichen Interesses gerückt ist. Dafür hat er zahlreiche Möglichkeiten, bis hin zum indirekten Einkaufen über halbstaatliche Institute. Ebenso gehe ich davon aus, daß die Post in den DAX aufrücken wird, weil sie da eben hin muß wie alle ehemaligen Staatsmonopolisten.  

02.11.00 17:07

12466 Postings, 7075 Tage Timchen@furby

Die 15-20% der Bevölkerung kriegen ja auch keine 50 % Rabatt beim Aktienkauf oder zinslose Kredite, wenn sie zum Tagespreis kaufen.

Auf alle Fälle sind 25 % der Mitarbeiter sehr skeptisch ihrem Unternehmen
gegenüber. Ob sie recht haben, wage ich zu bezweifeln.

Ich hätte zu ihren Konditionen zugegriffen, aber nicht zum jetzigen
Ausgabekurs und zum jetzigen Zeitpunkt. Jetzt gibt es reinrassige Wachstums-
werte (was die Post nie sein wird) zu Ausverkaufspreisen.
Timchen
 

03.11.00 13:39

2316 Postings, 7182 Tage furbyHi Timchen

aus der Zeitung entnahm ich, daß es inzwischen 80% sein sollen, der Postmitarbeiter die gezeichnet haben, die sich jedoch zu einer 6 Jährigen Haltefrist verpflichten müssen. Das nimmt doch etwas von der Attraktivität des 50% igen Bonus oder?

Ansonsten sind wir wohl einer Meinung.

Gruß furby  

03.11.00 14:10

21160 Postings, 7423 Tage cap blaubärFurby Du hast leider paar Zahlen durcheinandergebr

acht es muss heißen 80jährige Postangestellte bekommen 6%Rabatt bei einer 15jahre lock up,50%der 80Jährigen Postangestellten haben sich schon spontan zur Zeichnung bereiterklärt,war was umständlich formuliert
blaubärgrüsse  

03.11.00 14:15

2316 Postings, 7182 Tage furbyAch ich alter Dussel

Cap hast natürlich recht, aber ab einem bestimmten Alter vergißt man einfach mir nichts Dir nichts alles was nicht mal aufgeschrieben wurde.

Nur eins: Gab's da nicht noch etwas mit dem Darlehen für die 50% der 8 Jährigen die sich die Sache sonst nicht leisten könnten.

Gruß furby  

03.11.00 14:21

2001 Postings, 7063 Tage jgfreemangibt besseres als die post...

schließlich ist sie alles andere als ein "internationaler logistikkonzern"! 90% des gewinns kommen aus dem briefgeschäft und wenn man das porto nur um 10Pf (!) senken würde, hätte die post nur noch ne schwarze null. und dem schlichten briefgeschäft geb ich sowieso kaum chance, ist wirklich ein schXXXX-markt!

wenn man an logistik glaubt, sollte man lieber in "reinrassige" logistikunternehmen investieren.

die aktie hat nur ein sehr begrenztes potential, das risiko ist aber umso höher!

 

05.11.00 00:48
1

1712 Postings, 7153 Tage KopiYahoo-Spezial zum Börsengang

05.11.00 14:15

2 Postings, 6828 Tage Insektdeutsche post : glänzend aufgestellt

Hallo leute ich muss mal einiges los werden :
ich arbeite als briefzusteller bei der post und kann sagen dass die versuchen mit der möglichst kleinen anzahl von zustellern auszukommen.
die stimmung ist natürlich bei den sich dabei ergebenden belastungen sehr schlecht.warscheinlich würden sich nicht so viele kollegen am börsengang beteiligen wenn sie keine kaufanreitze geboten bekommen hätten.

1. ich habe das mittarbeiterbeteiligungsprogramm gezeichnet weil ich zum ersten mal in über 20 Jahren einen vorteil bzw. ein geschenk ( 300 DM )+sichere zuteilung + call in zwei jahren erhalten werde.
2. werde ich noch mal einige stücke als frühzeichner ordern weil ich glaube dass der kurs nicht unter ausgabe fällt.

Fazit: die aktie wird überzeichnet sein - sie wird so oder so in den dax kommen - sie wird kein turbo - sie wird langsam aber sicher steigen - und das dafür mindestens bis zum vielleicht-wegfall?? des briefmonopols.    

P.S. wenn ihr sehen könntet wie sie die mittarbeiter ausbeuten und gelichzeitig umsatz ohne ende machen wäre euch allen klar dass die post zumindest die nächsten 2 jahre glänzende gewinne machen wird.
 

05.11.00 17:05

541 Postings, 6930 Tage MarabutEs wird Zeichnungsgewinne geben.

Wenn nicht zur gleichen Zeit der größte Crash aller Zeiten stattfindet, wird es bei der Post Zeichnungsgewinne geben. Dafür sorgt der Staat und die Emissionsbanken. Die können sich einen Flop nicht leisten.

Es sei an die T-Online erinnert, die in ähnlichem Börsenumfeld nach oben gepuscht wurden bei Emisssion, obwohl schon überteuert.

Oder an die Telekom, die auch wieder hochgepuscht wurde in den letzten paar Wochen. Im Vertrag zur Voicestream-Übernahme stand nämlich, dass die haetten zurücktreten können, wenn der Telekom-Kurs ein paar Tage lang unter 33 gerutscht wäre!

Fazit, die großen Banken und der Vater Staaat lassen die alten Staatsunternehmen nicht im Regen stehen, wenn es darauf ankommt. M
 

06.11.00 00:39

1712 Postings, 7153 Tage KopiDeutsche Post: Aktie Gelb ist überzeichnet


Die so genannte Aktie Gelb der Deutschen Post stößt auf großes Interesse. Die rund 278 Millionen zum Kauf angebotenen Aktien des Bonner Konzerns seien bereits überzeichnet, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters und bezog sich dabei auf Personen, die eng mit dem Börsengang befasst sind.

Das Echo bei institutionellen Investoren sei sehr positiv und die Nachfrage bei Kleinanlegern entspreche voll den Erwartungen, hieß es. Ein Post-Sprecher wollte in der Angelegenheit keine Stellungnahme abgeben und verwies darauf, dass sich sein Konzern zum Verlauf der Emission noch nicht äußern dürfe. Die Post will am 20. November an die Börse gehen. Noch bis zum 17. November werden die Papiere in einer Preisspanne von 18 bis 23 Euro zum Zeichnen angeboten.
 

06.11.00 01:28

9123 Postings, 6863 Tage ReilaBesser Förtsch lesen.

Fast alles, was in diesem Thead steht, kann man gutsortiert und bewertet schon auf drei Seiten im Aktionär v. 26. Oktober nachlesen (Titelthema). Förtsch bringt auch einen hübschen tabellarischen Vergleich der Post zu 11 anderen Unternehmen aus den Bereichen Express, Logistics und Mail.

Das Fazit aus dem "Aktionär":
"Wer unbedingt zeichnen möchte, sollte klar unter 20 Euro zeichnen. Je niedriger der Ausgabepreis, desto eher werden vor allem die großen institutionellen bereit sein, von Beginn an Positionen aufzubauen. Aufgrund der Käufe vieler indexorientierter Fonds, die der sicheren DAX-Aufnahme vorgreifen werden, kann der Aktie von einem Kurs unter 20 Euro auf Sicht von zwei bis drei Monaten durchaus eine ansprechende Performance zugetraut werden. Sollte sich dieses Szenario einstellen, sollten allerdings Gewinne mitgenommen und lieber in andere wachstumsstärkere Aktien mit besseren Chance/Risiko-Verhältnis investiert werden."

Da vorstehende Beiträge allein 10 grüne Sterne erhalten haben, müßte man Förtsch eigentlich 20 davon geben. Aber der ist wohl in der falschen Gewerkschaft.

R.  

06.11.00 09:55

13475 Postings, 7315 Tage SchwarzerLordgespalten

@Reila: Förtsch ist in der Tat in der falschen Gewerkschaft, nämlich in der Extrempushergewerkschaft, bei der man mit Vorliebe auf Unternehmen wie Gigabell oder Teamwork setzt. Seine Worte sind belanglos für denkende Anleger.
Chancen der Post: Nette Dividende, weitere Tranche sorgt im Vorfeld für Kurspflege, DAX-Aufnahme, Logistik-Bereich wird ausgebaut, Mitarbeiterzahl zurückgeschraubt, Anteil der Briefzustellung wird sinken im Verhältnis der anderen Geschäftsfelder, Gratisaktien nach längerer Zeit, Überzeichnung überwiegt Skepsis
Risiken: eben die Mitarbeiter und die finanziellen Verpflichtungen, Briefmonopol macht 3/4 des Gewinns aus und wird Gewinndynamik bremsen, Anleger mit Zeichnungsgewinnerwartung werden nach kurzer Zeit Papiere auf den Markt werfen und Kurs unten halten.
Ein doch noch zur Zeichnung tendierender S.Lord  

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