Freenet weiterhin relativ passiv im Sog des Gesamtmarktgeschehens bzw. des TecDax. Solange der Sog nordwärts geht aber nicht das Schlechteste. Eine 28 vor dem Komma ist zumindest schonmal ein gewisser Fortschritt. Da wäre es nun nützlich sich endlich wieder über der Region von 28,40/50 zu etablieren. Aber das ist alles noch dünnes Eis. Neue Woche, aber altbekannte Dinge voraus. Denn nach der Notenbank (EZB) ist vor der Notenbank (FED) und vor dem großen Verfallstag, der diese Woche (in meinen Augen) das Wichtigste sein wird. Was solche raschen Anstiege zum großen Verfall hin wirklich wert sind, dürfte man dann erst in der Woche danach wieder sehen, wenn sich zeigen wird, ob diese Anstiege gehalten werden. Oft genug hat man ja erlebt, daß man Anstiege nur kurzfristig zum Verfall hin hochzog, dann aber wieder sofort einen Gang zurückgeschaltet hat im Anschluß. Draghi hat geliefert was 99% der Leute so erwartet haben und was massig EZB Mitglieder in den Vorwochen schon recht konkret angedeutet hatten. Und Yellen dürfte auch das äußern was 99% der Leute jetzt erwarten und was massig FED Mitglieder in den Vorwochen schon recht konkret angedeutet haben. Von daher bleiben die Notenbanken weiter expansiv (EZB stärker als die FED) und die Zinsen erstmal noch länger niedrig. Entsprechend sind Anleihen weiterhin nicht wirklich interessant und die (zu hoch bewerteten) Aktienmärkte weiterhin (trotz der Volatilität) alternativlos bis zum platzen der nächsten großen notenbankgetriebenen Blase. Da die meisten Leute schon länger die momentanen Handlungen der Notenbanken so abgesehen haben, ist für mich jetzt schon einiges bereits eingepreist worden in den Anstiegen der Vorwochen. Entsprechend haben z.B. die Kurzfristtrader ihre eventgetriebenen Long-Positionen am Donnerstag auch beim erreichen von ca. 10000 im DAX nach Ende der Draghi-PK zügig erstmal wieder geschlossen. Ich sehe momentan die Ölpreisentwicklung als eine der interessantesten Triebfeder / Bremsbacke an, da die US-Aktienmärkte seit einiger Zeit hochsensibel darauf reagieren (sehr viele börsennotierte US-Ölproduzenten ,- ausrüster und - finanzierer hängen daran) und was damit indirekt auch auf unsere europäischen Aktienmärkte ausstrahlt. Ölpreis brach zu Jahresanfang tief ein, entsprechend brachen die US-Aktienmärkte ein. Ölpreis stieg in den letzten Wochen wieder um über 40% an und damit stiegen auch die Aktienmärkte wieder. Ölpreis (Brent) kommt jetzt in eine spannende Region im Bereich 42,00/42,50$. Da liegen Widerstände und da kommt ein längerfristiger Abw.trend ins Spiel. Bin wirklich gespannt, ob da genug Power aufkommen kann das in Kürze nach oben nachhaltig rauszunehmen. DAX ist am Donnerstag gegen den seit 2011 steigenden Aufw.trend gelaufen, durch den man vor einigen Wochen aber durchgefallen ist. Nach dem Pullback daran sackte man am Donnerstag wieder nach unten. Heute ist man dann zum Börsenstart wieder an diese 2011 Trendlinie gelaufen und seitdem wieder nach unten abgeprallt. Von daher steckt man momentan im "Sandwich" zwischen 2009er und 2011 Aufw.trend. Und im Bereich 10100/150 wäre auch eine nächste größere horizontale Widerstandzone voraus. Also mal beobachten, ob man sich bis zum großen Verfalltstag nur weiter in der Nähe unterhalb des 2011 Aufw.trends hochmogelt Richtung ca. 10100 und am Freitag dann mittags vielleicht möglichst nahe an der runden 10000 liegen wird oder ob man größere Marken nach oben wirklich rausnehmen kann (wenn z.B. der Ölpreis das weiter unterstützen würde oder die FED noch lockerer klingen sollte als erwartet).
Chart hier unten ist noch vom Wochenende, d.h. heutige Bewegung noch nicht eingearbeitet. Ist aber im Kern weiter gültig.
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Angehängte Grafik:
chart_free_-.png (verkleinert auf 13%)

