"DAS MACHT DIE AKTIE:
Im Corona-Crash brach die Aktie von Telefonica Deutschland wie die vieler anderer Unternehmen ordentlich ein. Innerhalb weniger Wochen fiel sie um 35 Prozent bis auf 1,72 Euro und damit den tiefsten Stand seit dem Börsengang 2012. Damals wurde das Papier für 5,60 Euro das Stück ausgegeben - bereinigt um eine Kapitalerhöhung zur Teilfinanzierung der E-Plus-Übernahme lag der Emissionspreis bei rund 4,50 Euro. Von dem Corona-Crash hat sich das Papier zwar wieder deutlich erholt, tritt aber seit Sommer 2020 auf der Stelle und hinkt der positiven Marktentwicklung deutlich hinterher. Seit Ende Juli pendelt das Papier - bis auf wenige Ausreißer nach oben - in der Spanne zwischen 2,20 Euro und 2,40 Euro. Derzeit liegt der Kurs mal wieder am unteren Ende dieses Bereichs. Seit Ende 2019 büßte der Kurs rund 13 Prozent ein - damit gehört die Aktie in diesem Zeitraum zu den wenigen Verlierern im MDAX, der seither um rund ein Fünftel zulegen konnte. Und auch im Vergleich zu den meisten anderen Titeln der Branche schneidet die Telefonica-Deutschland-Aktie schlecht aus.
Noch düsterer sieht das beim mittelfristigen Blick aus. Seit dem Rekordhoch von knapp sechs Euro Ende Oktober 2015 büßte der Telefonica-Deutschland-Kurs mehr als 60 Prozent ein, während der europäische Branchenindex Stoxx 600 Telecommunications lediglich rund ein Drittel verlor und der MDax um mehr als 60 Prozent anzog.
Insgesamt kommt Telefonica Deutschland auf einen Börsenwert von rund 6,6 Milliarden Euro. Die spanische Mutter Telefonica, die knapp 70 Prozent der Anteile hält, wird mit knapp 22 Milliarden Euro bewertet. Im Vergleich: Die britische Vodafone (Vodafone Group) ist umgerechnet zirka 42 Milliarden Euro und die Deutsche Telekom rund 82 Milliarden Euro wert."
Quelle: Telefonica Deutschland-Aktie im Fokus: Mehr Umsatz durch National Roaming - 09.06.21 - BÖRSE ONLINE
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