Ein sehr prominentes Beispiel ist der Short-Squeeze der VW-Aktie im Oktober 2008. In den Tagen vor dem 27. Oktober hatten Leerverkäufer ihre Short-Positionen auf Aktien des Unternehmens ausgeweitet. Sie gingen von weiter fallenden Kursen aus. Allerdings wurde diese Rechnung ohne Porsche gemacht. Denn das Unternehmen plante, seine bereits von 35 auf über 42 Prozent aufgestockte Beteiligung an VW über Optionen um weitere gut 31,5 Prozent auszubauen.
Diese ungeplante Nachricht brachte die Leerverkäufer in eine denkbar schlechte Situation. Denn zum einen sorgte das Vorhaben einer geplanten Aufstockung der Beteiligungen in dieser Größenordnung für eine hohe Nachfrage auf der Käuferseite, was für sich genommen schon zu einem starken Kursanstieg führen kann. Hinzu kam der Umstandeiner physischen Angebotsverknappung. Das einzudeckende Volumen der Leerverkäufer belief sich auf 12 Prozent der VW-Aktien. Dieses musste aus einem frei handelbaren Volumen von 6 Prozent der VW-Aktien gedeckt werden. Im Resultat dieser beiden Faktoren stieg der Aktienkurs zwischen dem 26. und 28. Oktober 2008 von 210 Euro auf gut 1.000 Euro in der Spitze. |