Der Käufer ist meist ein Kleinanleger, der Verkäufer ein Großinvestor. Das Spiel gibt es nur, weil der Großinvestor sicher ist, dass über kurz oder lang der Kleinanleger verliert. Schlimmstenfalls hilft er nach.
Denn: der Käufer einer Option riskiert nur den Kaufpreis der Option, bis hin zum Totalverlust.
Ser Verkäufer der Option muss, wenn er den Basiswert (z.B. die Apple Aktie) nicht besitzt, diesen bei Ausübung der Option liefern - und worst case für welche Preis auch immer kaufen. Der Verkäufer haftet also mit seinem gesamten Besitz - bis hin zur Insolvenz.
VW hat uns gezeigt, sie schnell das nach hinten losgehen kann.
Frage: würde ein Großinvestor ein solches Risiko eingehen, wenn er nicht sicher wäre, dass sein Risiko 'beherrschbar' ist, und er worst case eingreifen kann? Eben.
(PS: mir ist klar, dass schlaue Großinvestoren das Risiko hedgen, Calls un Puts anbieten, um ihr Risiko zu begrenzen.
Aber an der grundsätzlichen Frage ändert das wenig: würden sie Optionen verkaufen, wenn sie nicht sicher wären, dass sie das Spiel beherrschen? Beherrschen im Sinne von Risiken beeinflussen können?)
Derivate waren mal ein Mittel, um sich gegen unerwartete Kursentwicklungen abzusichern. Seit Mitte der 90er sind sie ein Mittel zum zocken, der Aspekt der Absicherung ist in den Hintergrund gtreten.
Dass das so ist, sieht man daran, wir in den Foren über OS diskutiert wird - nahrzu Null Absicherung, hauptsächlich als eigenes Invest, weil der Cash Bestand niedrig ist.
Zocken, statt investieren, Glücksspiel statt Geldanlage.
Für die meisten OS Anleger dürfte das zutreffen. Zur reinrn Absicherung sind dadurch Optionen/OS aber zu teuer geworden. So haben durch das bunte Treiben dann alle das Nachsehen. |