Neuer Markt: "Käufe mit hohem Risiko behaftet"

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 17.12.01 14:19
eröffnet am: 17.12.01 14:07 von: das Zentrum. Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 17.12.01 14:19 von: das Zentrum. Leser gesamt: 6249
davon Heute: 1
bewertet mit 1 Stern

17.12.01 14:07
1

3357 Postings, 7953 Tage das Zentrum der M.Neuer Markt: "Käufe mit hohem Risiko behaftet"

17. Dez. 2001 Zu einer vorsichtigeren Haltung bei Engagements am Neuen Markt rät HSBC Trinkaus & Burkhardt. "In Anbetracht der technischen Situation scheinen Käufe zu kritisch. Anleger, die an der letzten Rally partizipiert haben, sollten in Erwägung ziehen, ihre Gewinne zu realisieren", meint Rainer Sartoris, technischer Analyst.

Nach Ansicht von Sartoris hat der seit dem 21. September anhaltende Höhenflug des Nemax 50 vorerst ein Ende gefunden. Das Börsenbarometer sei an der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 1.310 Punkten verläuft, gescheitert. Die technische Verfassung habe sich daher eingetrübt. "Mit dem Fall unter die 1.180 Punkte wurde ein Doppeltop ausgeprägt, das immerhin ein rechnerisches Kurszeil von knapp 1.000 Punkten nahelegt", so Sartoris.

Auch Klaus Tafferner macht ein Verkaufssignal beim Nemax 50 aus. "Unter der Annahme, die Aufwärtsbewegung seit September stellt die erste Welle einer Hausse dar, wäre eine Korrektur bis 864 Punkte eine normale Reaktion", so der Charttechniker von Concord Effekten. Bei den großen Volatilitäten wäre sogar ein Rückprall bis auf 777 Punkte nichts Außergewöhnliches. Beide Charttechniker weisen darauf hin, dass der MACD die zunehmende Dynamik der Abwärtsbewegung unterstreicht.

Tafferner rät seinen Kunden, dass kurzfristig orientierte Anleger auf niedrigere Kurse warten, während Investoren ihre Positionen absichern sollten.

 
 
Der Chart zeigt die Kursentwicklung des Nemax 50 in den vergangenen drei Monaten.

Text: @ank

 

17.12.01 14:13

3357 Postings, 7953 Tage das Zentrum der M.Börse gefällt US-Strategie von Vivendi

17. Dez. 2001 Nichts ist schlimmer als die Unsicherheit auf dem Börsenparkett. Das bekamen auch die Aktien von Vivendi Universal in der vergangenen Wochen zu spüren. Gerüchte über eine Beteiligung an USA Networks ließen die Titel mehr als fünf Prozent nachgeben.



Am Montag nun bestätigen die Franzosen das Engagement in den USA und geben die Details bekannt. Demnach wird Vivendi für 10,3 Milliarden Dollar das Fernseh- und Filmgeschäft von USA Networks übernehmen. Durch das Geschäft werde der Nettogewinn von Vivendi Universal 2002 um 200 Millionen Euro und der Free Cash-Flow um mehr als 350 Millionen Euro zunehmen. Unter der Vivendi Universal Entertainment werden die zu Vivendi gehörende Universal Studios Group und das Entertainment-Geschäft der USA Networks zusammengeführt.

Den Wettbewerbern auf den Fersen

Die Aktie bedankt sich für die Fakten mit einem Kursgewinn von 4,1 Prozent auf 5,90 Euro.  Analysten bewerten den Zusammenschluss in einer ersten Einschätzung positiv. ?Die Verbindung stärkt die Wettbewerbsposition von Vivendi zu Disney, Viacom und Aol in den USA?, sagt Oliver Caspari, Analyst beim Bankhaus Lampe. Er stuft die Aktie als Outperformer ein mit einem fairen Wert von 62 Euro.

Da die Akquisition bereits im kommenden Jahr zu höheren Gewinne führe, dürfte sich der faire Wert sogar noch erhöhen, meint Caspari. Negativ sei jedoch, dass Vivendi nun stärker von Werbeeinnahmen abhängig sei. Allerdings bringe EchoStar auch einen hohen Abonnentenanteil mit, so dass die Risiken überschaubar blieben. In dem derzeitigen schwachen Konjuntkurumfeld war es für Vivendi Universal bislang vorteilhaft, dass das Unternehmen nicht so stark von den Werbeeinnahmen abhängig war.

Kurzfristig noch Schwäche erwartet

Am Freitag hatte Vivendi bereits bekanntgegeben, sich mit zehn Prozent an EchoStar für 1,5 Milliarden Dollar zu beteiligen. Vivendi Universal verpflichtet sich zudem für acht Jahre Programme für Echo Star (sechs Millionen Kunden) zu liefern. "Sollte das parallel laufende Genehmigungsverfahren für den Zusammenschluss von EchoStar und Direct TV (sieben Millionen Kunden) zum Spätsommer 2002 positiv verlaufen, würde sich die Anzahl der Kunden für Bezahlfernsehen ohne wesentlichen Kapitaleinsatz nahezu verdoppeln", meint Erik Heinrich, Analyst bei der WGZ-Bank. Er bestätigt seine Einstufung der Aktie als Marketperformer.

Für Vivendi ist es positiv, sich nun mit EchoStar und USA Networks besser in dem angestrebten Absatzmarkt USA zu etablieren. Die Analysten von Merrill Lynch rechnen jedoch angesichts der großen Kursverluste der Wettbewerber wie Viacom damit, dass die Aktie kurzfristig zu Schwäche neigen könnte. Zumal der seit dem Tief im September etablierte Aufwärtstrend mit den Kursverlusten ins Wanken geraten ist. Allerdings seien deutliche Kursverluste eine klare Kaufgelegenheit. Denn die Analysten sehen die Aktie erst mit 64 Euro als fair bewertet an.

 
 
Der Chart zeigt die Kursentwicklung der Vivendi-Aktie in den vergangenen fünf Jahren.

Text: @ank
Bildmaterial: dpa

 

17.12.01 14:15

3357 Postings, 7953 Tage das Zentrum der M.Ifo-Index: Zaghaft steigt die Zuversicht

17. Dez. 2001 Erstmals seit vier Monaten hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft wieder verbessert. Von einem generellen Umschwung kann allerdings keine Rede sein: Der an den Finanzmärkten viel beachtete ifo-Geschäftsklimaindex für Westdeutschland verbesserte sich im November minimal von 84,7 auf 84,9 Punkte. Damit entsprach der Indexstand dem Durchschnitt der im Vorfeld von Volkswirten gemachten Prognosen.

Im September war der unter den Ereignissen vom 11. September stehende ifo-Index stark eingebrochen, im Oktober hatte sich die Talfahrt noch leicht fortgesetzt. Der vom Münchner ifo-Institut errechnete Index besteht aus den zwei Komponenten ?Geschäftsbeurteilung? und ?Geschäftserwartungen? zusammen. Während die aktuelle Lage von den befragten 7.000 Unternehmen ein wenig skeptischer als im Oktober beurteilt wurde, stieg das Vertrauen in die künftige Entwicklung. Die deutsche Wirtschaftsleistung war im dritten Quartal geschrumpft. Viele der befragten Unternehmen hoffen allerdings auf einen bevorstehenden Aufschwung in den Vereinigten Staaten.

Skeptische Volkswirte

Ifo-Volkswirt Gernot Nerb bezeichnete die Daten als die ?erste Stabilisierung seit dem 11. September", warnte allerdings zugleich davor, den Anstieg des ifo-Index als Zeichen einer generellen Wende zu interpretieren. Erst ein Anstieg in drei aufeinander folgenden Monaten sei ein sicheres Zeichen für eine Erholung. Der November-Stand könne aber mit der Situation im Juli verglichen werden, als die Wirtschaft erste Anzeichen einer Erholung gezeigt habe. Nerb betonte erneut, dass die Europäische Zentralbank unter den derzeitigen Umständen Spielraum für eine weitere Leitzinssenkung habe.

Auch andere Experten zeigten sich eher mäßig optimistisch. So wies Christoph Hausen von der Commerzbank darauf hin, dass sich allein aus dem Monatswert kein Ende der Talfahrt bei der Stimmung in den Unternehmen ablesen lasse. Positiv sei allerdings die Verbesserung der Geschäftserwartungen zu bewerten. Für Jörg Krämer von der Investmentgesellschaft Invesco fiel der Anstieg niedriger als erwartet aus. Der Anstieg sei ein ?technischer Reflex" nach dem Einbruch vom September, nachhaltig erholt habe sich der Index aber noch nicht von den Folgen der Terroranschlägen.

   
 

Text: @mey
Bildmaterial: dpa

 

17.12.01 14:19

3357 Postings, 7953 Tage das Zentrum der M.Vivendi auf Kauftour in den USA

17. Dez. 2001 Der größte europäische Medienkonzern Vivendi Universal übernimmt die Film- und Fernsehsparte der US-Gruppe USA Networks. Der Preis beträgt 10,3 Milliarden Dollar. Wie das französische Unternehmen am Montag bestätigte werde der Kauf in bar und Aktien getätigt.  USA Networks wird sich im Anschluss an den Verkauf ihrer Entertainment-Bereiche an die Vivendi Universal in "USA Interactive" umbenennen.



USA Networks produziert Fernsehshows, darunter auch die Anwaltsserie ?Law and Order? und betreibt eigene Kabelsender. Genau diese Sparten haben das Interesse von Vivendi Universal geweckt. Gemeinsam mit der Vivendi-Filmstudio-Tochter Universal Studios Group bildet der Konzern mit dem Zukauf die neue Gruppe Vivendi Universal Entertainement (VUE). An dieser wird Vivendi 93 Prozent halten. Vorstandsvorsitzender wird der bisherige Chef von USA Networks, Barry Diller.

Pro-forma-Umsatz von 4,3 Milliarden Dollar

USA Networks ließ am Montag verlauten, USA Interactive werde auf  Pro-forma-Basis im nächsten Jahr einen Umsatz von 4,3 Milliarden Dollar und ein Ebitda von 620 Millionen Dollar erzielen. Die neue Gesellschaft rechne damit, nach Abschluss der Transaktion über einen Barmittelbestand von fast drei Milliarden Dollar zu verfügen. USA Interactive wird mit Vivendi Universal gemeinsam das Joint Venture Vivendi Universal Entertainment kontrollieren.

Vivendi Universal fordert US-Riesen heraus

Am Freitag erst hatte Vivendi für 1,5 Milliarden Dollar einen Anteil an der Satelliten-TV-Firma Echostar Communications eingekauft. Damit steht dem französischen Medienkonzern nun erstmals ein bedeutendes Vertriebsnetz für TV-Programme in den USA zur Verfügung. Sechs Millionen Zuschauer kann Vivendi Universal nun mit seinen Programmen in den USA erreichen, bald sollen es durch weitere Echostar-Akquisitionen bis zu 16 Millionen sein. CEO Jean-Marie Messier will Vivendi Universal nun auch in den USA etablieren und nimmt damit den Kampf mit AOL Time Warner und Viacom auf.

Analysten hatten die Echostar-Beteiligung begrüßt. Sie entspreche der Strategie des Unternehmens, sich auf Content zu konzentrieren und diesen zu verbreiten, so die Experten von BNP Paribas.

   
 

Text: @zyd
Bildmaterial: dpa

 

   Antwort einfügen - nach oben
Werbung
finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln