sind klasse. Als Gegenbeispiel seien mal die 3 Staffeln der Kommissarin Lund genannt.
Nach langem Zögern habe ich nun doch Lund S3 angeschaut und bereue es sehr, damit Zeit vergeudet zu haben. Wurden in S1 und S2 dem Zuschauer schon alle möglichen dramaturgische Wendungen und kleinpolitischen Ränkespielchen zugemutet, um 10 Stunden voll zu bekommen, wurde das in S3 noch getoppt. Mal abgesehen von den vielen unwahrscheinlichen Hin&Hers im Ablauf, den völlig unlogischen Handlungssträngen des Drehbuchs und dem dauernden innenpolitischen Sturm im Wasserglas, war das Ende eine schlichte Zumutung für den Zuschauer und eine Bankrotterklärung an nachvollziehbaren Handlungen. Zuerst wird über fast 10 Stunden gezeigt wie der Regierungschef und der Industrieboss (samt dauerhysterischer Mutter) sich als integere Persönlichkeiten verhalten, die alles für eine restlose Aufklärung der Fälle tun und dann - schwuppdiwupp - ist plötzlich alles ganz anders und die große Decke des Stillschweigens wird über alles gelegt. Für wie dämlich halten die Drehbuchartisten dieser Serie uns Zuschauer eigentlich? Als Gegenbeispiel seien mal "Millennium-Trilogie" und "Die Brücke - Transit in den Tod 1 bis 3" genannt. Meine Erkenntnis - nicht alle Krimis aus dem hohen Norden haben Niveau und sind per se anschaubar, wie in vielen Kritiken leider zu lesen ist. Ich finde, die Lund-Folgen haben sich einen Ehrenplatz in dieser Sammlung schlechtester Tatorte redlich verdient. |