Gestern habe ich, obwohl nicht beteiligt, wieder viel gelernt. Gegen die Profis hat der Kleinanleger keine Chance!!
Ich glaube, nur wenige von Euch haben mit Highlight einen Gewinn eingefahren, die meisten dürften ziemlich eingefahren sein. Entweder haben die Kleinanleger die Nerven verloren oder die StopLoss wurden gnadenlos abgefischt. Am besten waren noch die dran, die gestern nichts mitgekommen haben und keine StopLoss gesetzt hatten, denn die konnten sich am Abend über schöne Gewinne freuen.
Die ganze dubiose Geschichte wurde am 23.1.2002 durch einen Artikel in "Der Welt" ausgelöst. Ein gewisser Herr Bossmann hat eine falsche Fährte gelegt und somit den Profis die Türen für fette Gewinne geöffnet. Jetzt windet sich dieser Verbrecher hin und her und weiß nicht mehr recht, was er so schreiben soll (siehe unten)!!
Grüße Franz
Uefa-Chef verhindert Rechtevergabe an IMG
Kurz vor der Abstimmung setzt sich Johansson durch: Team bleibt Champions-League-Vermarkter Von Berries Bossmann
Porto - Die Entscheidung war für viele überraschend, doch Lennart Johansson, Präsident der Europäischen Fußball-Union (Uefa), hatte im letzten Moment die Meinung des Uefa-Exekutivkomitees, das die Vermarktungsrechte an der Champions League ab 2003 für drei Jahre an die US-Agentur IMG vergeben wollte, entscheidend beeinflusst: Gestern gab die Uefa in Porto bekannt, dass die Rechte erneut an den Konkurrenten Team, der sie schon seit 1992 hält, gehen.
Auf ihrer Sitzung am Mittwoch im Hotel Palacio in Porto hatte sich die Mehrheit der 14 von 16 anwesenden Komitee-Mitglieder noch für die IMG-Bewerbung ausgesprochen. Deshalb sah sich der Schwede Johansson, der Team favorisierte, genötigt, zu ungewöhnlichen Mitteln zu greifen. Am Abend bat er seinen Generaldirektor Gerhard Aigner, Marketingchef Lars Christer Olsson und Per Omdal, Leiter der Marketing- und Fernsehkommission, zum Gespräch. Es sei sein ausdrücklicher Wunsch, dass die Rechte erneut an Team vergeben würden, ließ der Uefa-Chef wissen.
Zwar räumte Johansson ein, dass die Luzerner Agentur in der Vergangenheit Fehler gemacht habe, doch unterstrich er nachdrücklich, dass Team zehn Jahre lang ein zuverlässiger Partner gewesen sei und gute Arbeit gemacht habe. Eine Zusammenarbeit mit IMG würde viele Unwägbarkeiten und Stress mit sich bringen - vielleicht wollte sich der gesundheitlich angeschlagene Johansson dem nicht aussetzen. So erklärte auch Exekutivkomiteemitglied und DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder: "Für mich hat eine große Rolle gespielt, dass bei Team keine Verquickung unterschiedlicher Interessen stattfindet. IMG vertritt auch Ligen, Klubs und Spieler, Team fokussiert sich dagegen ganz auf die Champions League." Auch verfüge Team über die größere Erfahrung auf dem europäischen Fernsehmarkt, der sich durch das Eingreifen der EU-Kommission, die sich an der zentralen Vermarktung der Champions League durch die Uefa stößt, verändern wird.
Den Argumenten und dem Wunsch Johanssons wollte sich auch Aigner nicht verschließen, der lange Team favorisiert hatte, am Dienstagabend im kleinen Kreis jedoch erklärt hatte, IMG sei der stärkere Kandidat. So wurde die scheinbar feststehende Meinung der Exko-Mitglieder (die WELT berichtete) am Donnerstag doch noch umgedreht.
Die Zahlen sprachen zuvor für IMG: Die Amerikaner garantierten der Uefa eine Einnahme von 1,1 Milliarden Schweizer Franken, während Team einen prozentualen Anteil am Umsatz anbot. "Die Angebote haben sich im finanziellen schon unterschieden", erklärte Aigner. Zudem wollte IMG den Klubs im Gegensatz zu Team mehr Rechte, vor allem im Sponsorenbereich, einräumen, weshalb die Vereinigung der europäischen Top-Klubs (G 14), zu der auch Bayern und Dortmund gehören, die Entscheidung sehr skeptisch werten werden. Für die global tätige IMG sprach, dass diese in der Lage gewesen wäre, die Champions League weltweit besser zu vermarkten als Team und höhere Einnahmen zu erzielen. |