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Betrug mit OTC Aktien in Deutschland

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neuester Beitrag: 01.05.07 17:15
eröffnet am: 07.01.07 17:10 von: sacrifice Anzahl Beiträge: 9
neuester Beitrag: 01.05.07 17:15 von: Trout Leser gesamt: 6880
davon Heute: 2
bewertet mit 38 Sternen

07.01.07 17:10
38

29429 Postings, 5209 Tage sacrificeBetrug mit OTC Aktien in Deutschland

Seit der 1997er-Marktregulierung ist der Handel mit Finanzdienstleistungen nur noch mit der entsprechenden BaFin-Erlaubnis gestattet. Wer trotzdem Futures und Optionen ohne diese Erlaubnis anbietet, macht sich nach §54 KWG strafbar und muß mit 3 Jahren Knast rechnen.

Glücklicherweise sind seitdem die meisten Betrüger aus diesem Segment verschwunden. Auch die Versuche, diese Erlaubnis durch Genußscheinkonstruktionen zu umgehen, sind gescheitert.

Wer allerdings jetzt glaubt, daß die Betrüger sich ein neues Spielfeld außerhalb der Börse suchen, wird enttäuscht. Denn ein Schlupfloch ist den Betrügern geblieben:

Wer die BaFin- Erlaubnis nicht hat darf zwar weder Daimler-Aktien noch Zuckerfutures anbieten, sehr wohl aber die Aktien des eigenen Unternehmens, und zwar ohne daß BaFin Ihnen dabei auf die Finger schaut.

Und so geht es:

1. Sie besorgen sich eine leere OTCBB/pinksheet-Hülle in Nevada (gibts für ein Taschengeld)

2. Sie genehmigen sich 10 Mio./100 Mio./1 Mia. Aktien, ganz wie Sie wollen.

3. Diese verkaufen Sie zu völlig überzogenen Fantasiepreisen mit dem Spruch, Sie würden aufgrund der tollen Entwicklung Ihres einzigartigen Produktes bald am geregelten Markt gelistet. Irgendwelche Vorraussetzungen für den Verkauf Ihrer Aktien müssen Sie im Gegensatz zu den Finanzdienstleistern nicht erfüllen.
Im Extremfall können Sie also direkt aus dem Gefängnis kommen, die eidesstattliche Erklärung abgegeben haben, nie Wissen über die Börse erworben haben und Ihre Aktien mit den wildesten Versprechungen an irgendwelche Privatpersonen verkaufen, die Sie sich aus dem Telefonbuch suchen. Gerne auch per cold-call. Und ein paar Kumpels, oder Sie selber mit mehreren Alias-Namen pushen das ganze dann in den einschlägigen Foren. Glücklicherweise geht das bei TMW, dank Sheriff Ebert, nicht.

4. Wenn Sie dann genug Geld eingesammelt haben, verteilen Sie es mittels Beraterverträgen an freundlich verbundene Consulting-Unternehmen, die Ihnen natürlich alle selber gehören (in Gibraltar z.B.).

5. Da Ihre Firma eh nichts wert ist und irgendwann der Strom der reinfließenden Gelder versiegt, geht der Laden in die Insolvenz. Macht aber nichts, da Sie das Geld ja schon vorher über Ihre Consulting-Firmen abgesaugt haben.

Wenn es Ihnen dann zuhause mit den vielen Millionen langweilig wird, dannfangen Sie wieder bei 1. an.

Diese lukrativen Anleger-Beutezüge gibt es mit allen möglichen, meist schwachsinnigen Unternehmenskonzepten. Das geht von Shrimp- und Störzuchtanlagen bis zur Trinkwassergewinnung aus Wüstenluft. Und die erbeuteten Summen sind gewaltig. Das sind Milliarden !
 

07.01.07 17:37
5

229 Postings, 4763 Tage Supercool CoffieFrüher gabs da bei WO

noch die Berufspusher, die die Meute mit tollen Infos versorgte und einen auf absoluter Fundamentalist machten! Nach der Anfütterung  durch einige Megahypes gab es immer mehrWerte, die sahen nach nem perfekten Runs aus, Charts und Umsätze stimmten und waren dann immer die absolute Rohrkrepierer.

Hahaha! War lustig!

Na ja, wird wohl heute noch genauso sein! Seit die OTC so nen Hype erlebte, bin ich da nicht mehr involviert! Früher war das im Vergleich zu heute ja ein ziemlich totes Forum bei WO, obwohl so Dinge wie Upgrade von 0,15 auf 90 Dollar an der OTC damals passierten! Es gab Hightechperlen ohne Ende! Na ja, es gibt ja immer zum vorherrschenden Trend die entsprechenden Perlen dazu *zwinker ! Zu UPGD gab es sogar Investorentreffen in Deutschland und manche waren in USA bei Präsentationen vorort und haben von der Superfirma berichtet!

Hahaha, was für ne irre Zeit! Hier mal der Chart zur absoluten Perle!






LG Tony

 

19.03.07 23:06
9

29429 Postings, 5209 Tage sacrificeBaFin warnt vor Kurstipps per E-Mail

Empfehlungen zielen auf leichtgläubige Anleger - Notierungen marktenger Werte werden gezielt in die Höhe getrieben

OLIVER VOSS | FRANKFURT Dubiose Kaufempfehlungen per massenhaft versandter E-Mail (Spam) haben bei kleinen deutschen Aktien heftige Kursbewegungen ausgelöst und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf den Plan gerufen. Die BaFin gehe dem Verdacht auf Kursmanipulation und Insiderhandel nach, sagte eine Sprecherin. Derzeit untersuche sie auffällige Kursbewegungen bei acht Gesellschaften.

In den USA sind solch dubiose Kaufempfehlungen per Massenmail schon länger ein Problem. Erst kürzlich setzte die US-Börsenaufsicht SEC 35 kleine Werte bis zum 21. März vom Handel aus. Mittlerweile ist die Spamwelle auch nach Deutschland geschwappt. "Das Problem hat sich im letzten halben Jahr drastisch verstärkt", sagt Frank Felzmann, Experte für Internetkriminalität beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Kam früher gelegentlich mal eine E-Mail am Tag, so seien es inzwischen zehn bis zwanzig. Längst sind es nicht mehr nur amerikanische Titel, die Anlegern hohe Gewinne vorgaukeln, wie die BaFin feststellt. "Seit Anfang des Jahres erhalten wir verstärkt Beschwerden, täglich werden es mehr", sagte eine Sprecherin.

Das Schema ist immer gleich: Per Mail werden so genannte Pennystocks empfohlen, also Werte die weniger als einen Dollar oder einen Euro kosten. "Kursrakete des Monats" oder "unbedingt kaufen, bevor der Kurs explodiert", heißt es in den Schreiben etwa. Absender sind Phantasiefirmen wie "Deutscher Anlage Report" oder renommierte Titel wie "Börse Online", die missbraucht werden.

Nicht immer wissen die so angepriesenen Firmen von ihrem Glück. So empfahl am Freitag eine "Gesellschaft für Aktien-Analyse" die Papiere der Realquadrat Immobilien AG zum Kauf und lockte mit "200% Gewinnerwartung in der kommenden Woche". Die flaue Begründung: "Bei schwacher DAX-Performance werden kleine Werte wieder attraktiv." Tatsächlich stieg der Kurs um bis zu 30 Prozent, brach aber sofort wieder ein, (s. Grafik). Realquadrat-Vorstandschef Thomas Löhr fürchtet um das Ansehen seines Unternehmen. "Wir haben die BaFin informiert und um eine Untersuchung gebeten", sagt er.

Ähnliche Kursbewegungen zeigten auch die Aktien von Artstor, der Multimediaagentur Popnet Internet, Adori oder Knorr Capital Partner. Sie sind teilweise Überbleibsel des neuen Marktes; bei einigen laufen Insolvenzverfahren. Die Titel werden kaum gehandelt, der Kurs dümpelt fast bewegungslos. Doch nach dem Versand der E-Mails stieg das Handelsvolumen jedesmal massiv an.

"Die Initiatoren decken sich vorher ein und verkaufen, sobald der Kurs anzieht", sagt Volker Pietsch vom Deutschen Institut für Anlegerschutz (Dias). Die Anleger dagegen bleiben auf den Verlusten sitzen, wenn sie kaufen, weil der Kurs schnell wieder sinkt.

Die Deutsche Börse erklärte, Versuche, Kurse mit Fehlinformationen zu manipulieren, seien nicht neu. Hier handele es sich um einen neuen Verbreitungsweg, sagte ein Sprecher. Vom Handel aussetzen kann die Börse die Titel nicht. Sie meldet Unregelmäßigkeiten der BaFin.

Nach Schätzung von Symantec, einem Anbieter von Sicherheitssoftware, ist bereits jede dritte Spam-Mail ein unerwünschter Aktientipp, Tendenz steigend. "Damit lässt sich einfach mehr Geld verdienen als mit den klassischen Erotikangeboten", sagt Symantec-Spamexperte Candid Wüst.

Voss, Oliver
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sac .....))  

19.03.07 23:29
1

13197 Postings, 4966 Tage J.B.Kompliment, sac, das ist sehr informativ, weiterso

Servus, J.B.
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"If any man seeks for greatness, let him forget greatness and ask for truth, and he will find both." (Horace Mann)


 

01.05.07 16:57
2

29429 Postings, 5209 Tage sacrificeIrving Kott - Der größte aller Betrüger

sehr krasser Typ ^^

For years, the securities industry in the U.S. and elsewhere has been host to fast-buck brokerage firms that have ridden the back of the bull market like so many parasites. Typically, they hype penny stocks in tiny companies that are all promise and no delivery and then close up shop when the market hiccups or the regulators catch on, leaving gullible investors to count their losses.

No one has been a better practitioner of the craft than Irving Kott, a sharp operator who has played a powerful, behind-the-scenes role at brokerage firms in his native Canada, Continental Europe, Britain and the U.S. In his biggest caper, Kott's brokerage customers lost as much as $400 million. His operations have been run out of a number of countries, but now he is back in the U.S., operating right under the noses of government regulators, including the Securities and Exchange Commission and the National Association of Securities Dealers (NASD).

weiter geht's hier:
http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,985660,00.html
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sac .....))  

01.05.07 17:01

3785 Postings, 5449 Tage astrid isenbergirving, sac hat der nich auch paar

bücher geschrieben.....  

01.05.07 17:06

29429 Postings, 5209 Tage sacrificekönnte sein, würde mich aber wundern


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sac .....))  

01.05.07 17:15
4

7215 Postings, 5086 Tage TroutErkennen von gepushten Aktien

Sind die Umsätze in Deutschland höher als an den Heimatbörsen,sollte man lieber die Finger davon lassen.(garantierter Pushversuch)
Ebenfalls Werbung nur auf deutsch(z.B.bei N24*g*).
Warum werben solche Firmen in Deutschland,wenn z.B.in Canada kein Mensch diese Aktien haben will?
Ein anderer Punkt der nachdenklich stimmen sollte ist,wenn die PR-Abteilung alle furzlang
irgendeine nichtige Meldung rausschickt(erinnert mich stark an den Neuen Markt)
usw,usw
Trout




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Wahre Bildung besteht darin,zu wissen,was man kann,
und ein für alle Male zu lassen,was man nicht kann.
(Voltaire)  

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