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neuester Beitrag: 16.08.01 17:12
eröffnet am: 16.08.01 16:23 von: jannus Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 16.08.01 17:12 von: jannus Leser gesamt: 1870
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16.08.01 16:23

34 Postings, 6644 Tage jannusBayer...

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Der Kölner Rechtsanwalt Gerhart Baum hat den Chemie- und Pharmakonzern Bayer zu einer gütlichen Einigung mit Geschädigten des Präparats Lipobay aufgefordert und andernfalls Klagen in den USA angedroht. "Sollte Bayer den Vergleichsweg nicht beschreiten, bietet sich nur noch der Klageweg in den USA an, der im Falle Concorde erfolgreich vermieden werden konnte", erklärte Baum am Donnerstag. Geprüft werde auch, ob das Bundesgesundheitsamt und in Einzelfällen auch Ärzte zu Schadenersatz herangezogen werden könnten. Der frühere Bundesinnenminister Baum vertritt nach eigenen Angaben zusammen mit Kollegen einige durch den Cholesterin-Senker Lipobay geschädigte Patienten.

Rund 600 Angehörige der Opfer des Concorde-Absturzes im Juli vergangenen Jahres hatten vor einigen Wochen Entschädigungen erhalten, die sich Medienberichten zufolge auf insgesamt rund 300 Millionen Mark belaufen und damit als die höchsten Schmerzensgeldzahlungen nach einem Flugzeugabsturz in Europa gelten.

Die Aktie des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer verlor am Donnerstag weiter an Wert. Die Nachricht vom Mittwoch über eine Schadensersatzforderung in den USA in Zusammenhang mit dem in der vergangenen Woche vom Markt genommenen Cholesterinsenker Baycol/Lipobay wirke sich weiter negativ auf den Kurs aus, sagten Händler.

Bayer hatte in der vergangenen Woche das cholesterinsenkende Mittel Lipobay, das auch unter dem Namen Baycol verkauft wurde, wegen möglicher tödlicher Nebenwirkungen vom Markt genommen und eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Dem Konzern sind nach eigenen Angaben derzeit weltweit 52 Todesfälle bekannt, die in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme des Lipobay-Wirkstoffes Cerivastatin aufgetreten seien. In Deutschland wird der Tod von fünf Patienten, in den USA der Tod von 31 Patienten nach der Einnahme des Medikaments untersucht. Das Bundesgesundheitsministerium warf dem Konzern am Donnerstag schwere Fehler bei der Information über das Medikament Lipobay vor.

 

16.08.01 16:28

1015 Postings, 6947 Tage schneeBayer: Ministerium erhebt schwere Vorwürfe nach Li

Bayer: Ministerium erhebt schwere Vorwürfe nach Lipobay-Debakel
Von Martin Murphy, Hamburg

Das Bundesgesundheitsministerium hat schwere Vorwürfe gegen Bayer erhoben. Viel zu spät habe der Pharmakonzern die zuständige Behörde über die Gefahren von Lipobay/Baycol informiert.

Das sagte Klaus Theo Schröder, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, am Donnerstag. Bayer habe bereits am 15. Juni eine Studie über die Risiken vorgelegen. Das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hätte "die Sachlage ändernden Informationen" aber erst am 10. August erhalten, sagte Schröder. Die Informationspolitik von Bayer sei "unakzeptabel". Ein Sprecher des Konzern wollte die Anschuldigungen nicht kommentieren. Das Gesundheitsministerium will nun die Regeln der Arzneimittelsicherheit umfassend überprüfen, kündigte Schröder an.

Schröder begrüßte ausdrücklich die geplante Verbesserung der Arzneimittelhaftung. "Die Beweiserleichterung und die Sicherung des Schmerzensgeldanspruches, der sich in allen Fällen der Gefährdungshaftung, also unabhängig der Verschuldungsfrage, ergibt, sind ausdrücklich zu begrüßen".



Verschärfung


Die Europäische Agentur für die Beurteilung von Arzneimitteln (EMEA) in London hatte bereits am 26. Juni Bayer auf dem Weg über die nationalen Behörden aufgefordert, innerhalb von nur 24 Stunden den Beipackzettel des Medikaments zu ändern und vor Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten zu warnen. "Dieser Aufforderung hat Bayer auch sofort Folge geleistet", sagte Noel Wathion, der zuständige Referatsleiter der EMEA, der dpa in London. Damals habe man noch keinen Anlass dazu gesehen, die Rücknahme vom Markt zu fordern. Nach eigener Darstellung hatte Bayer den Beipackzettel aus "eigenem Antrieb verschärft". Es sei explizit auf die Wechselwirkungen mit dem Wirkstoff Cerivastatin hingewiesen worden, sagte der Sprecher der FTD.



US-Listing droht Verzögerung

Das 1997 eingeführte Lipobay/Baycol wird mit 52 Todesfällen infolge einer Form von Muskelschwäche in Verbindung gebracht. Noch ist allerdings unklar, ob das Medikament die Todesursache war. Vergangene Woche hatte Bayer Lipobay/Baycol vom Markt genommen. Ungeachtet dessen haben Anwälte in den USA bereits Schadensersatzklagen gegen Bayer eingereicht. In Deutschland werden ebenfalls juristische Schritte vorbereitet.


Das Pharmadebakel bereitet Bayer auch in anderer Hinsicht Probleme. Das Listing an der Wall Street droht sich zu verschieben. Ursprünglich sollte dies am 26. September erfolgen. "Die Rahmenbedingungen für den US-Börsengang haben sich verändert", sagte der Bayer-Sprecher und bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblattes". Über eine Verschiebung gebe es allerdings noch keine Entscheidung.


Dem Aktienkurs hat das Pharmadebakel auf jeden Fall nicht gut getan. Die Papiere verloren bis Donnerstagmittag knapp 6,5 Prozent auf 32,68 Euro. Beim Vermarktungsstopp von Lipobay/Baycol vergangene Woche notierten Bayer noch bei 45 Euro.



© 2001 Financial Times Deutschland  

16.08.01 16:40

1 Posting, 6639 Tage stockdiverbayer

die amis spinnen da kriegt doch ein raucher der 20 jahre raucht und nicht
weis das rauchen schädlich ist schadensersatz

was ist mit kunstfehlern bei ärzten die patienten gehen leer aus

6 milionen nehmen das mittel ohne mittel würden bestimmt mehr leute sterben

 

16.08.01 17:12

34 Postings, 6644 Tage jannusBörsengang USA

Leverkusen, 16. Aug (Reuters) - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat den für Ende September geplanten Börsengang an die Wall Street in New York auf Anfang Februar 2002 verschoben. Dies sei eine Konsequenz aus dem Vermarktungsstopp des Cholesterinsenkers Lipobay/Baycol, teilte Bayer am Donnerstag in Leverkusen mit. "Die Rahmenbedingungen für unseren Börsengang haben sich in den vergangenen Tagen erheblich verändert", erläuterte Bayer-Vorstandschef Manfred Schneider.

sag/mer
 

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