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SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewertung

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neuester Beitrag: 22.07.20 11:18
eröffnet am: 19.03.16 06:14 von: cicero33 Anzahl Beiträge: 616
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19.03.16 06:14
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874 Postings, 1672 Tage cicero33SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewertung

Ich beobachte das Unternehmen SW Umwelttechnik bereits seit mehreren Jahren und denke, dass die Zeit nun reif für einen Kursanstieg sein müsste.

Die Österreichische SW Umwelttechnik stellt Betonfertigteile für die Bereiche Wasserschutz und Infrastruktur her. Man bearbeitet insbesondere die Märkte Österreich, Ungarn und Rumänien, wobei in Ungarn etwa 50% der Umsätze erwirtschaftet werden. In diesen Ländern stehen eigene Werke zur Fertigung der Betonteile bzw. gibt es auch einen Vertrieb. Man bezeichnet sich als Marktführer in bestimmten Bereichen. SW ist ein Familienunternehmen, welches seit dem Jahr 1910 am Markt aktiv ist.
Mit der Öffnung der Grenzen wagte man die Expansion in die Osteuropäischen Länder und baute dort insbesondere in den Jahren 2005 bis 2008 mehrere Produktionsbetriebe auf.
Mit der Finanzkrise und der teilweise massiven Rückgänge der Wirtschaften insbesondere in Ungarn und Rumänien (die Bauwirtschaft war mit Umsatzrückgängen von bis zu 50% massiv betroffen) kam das Unternehmen ins Schlingern zumal man für die Expansion hohe - zum Großteil fremdfinanzierte - Geldmittel aufgewendet hatte und die betriebliche Struktur auf wesentlich höhere Umsätze ausgerichtet war. Des weiteren kam ein starker Rückgang der ungarischen und rumänischen Währung hinzu. Die Folge waren hohe Verluste über mehrere Jahre hindurch. Mitarbeiter wurden stark abgebaut und zuletzt auch ein riskanter Geschäftsbereich abgestoßen.
Nun ist man wieder auf Kurs zumal vor allem die Wirtschaften in Ungarn und Rumänien wieder kräftig wachsen. Man bezeichnet sich mittlerweile als einen der profitabelsten Hersteller von Betonfertigteilen.

Zu den Zahlen:

Das Unternehmen weist zur Zeit einen Marktwert von etwa 5 Mio Euro (659.999 Aktien) auf.
Das Eigenkapital liegt nach dem 3. Quartal 2015 bei 3,5 Mio Euro.
Der Umsatz wird im Jahr 2015 etwa um 15% und damit auf ca. 60 Mio gesteigert werden können. Damit ergibt sich ein KUV 2015 von 0,08.
Zum Ende von Q3 ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,1 Mio Euro. Das nicht ausgewiesene Betriebsergebnis sollte geringfügig niedriger ausgefallen sein. Im Gesamtjahr 2015 sollte sich damit ein satter Gewinn ausgehen.

Besonders bemerkenswert sind jedoch die hohen CashFlows die das Unternehmen generiert. Aus dem laufenden Geschäft konnten im Jahr 2013 5,9 und im Jahr 2014 5,2 Mio generiert werden.
In beiden Jahren wurden Schulden im Ausmaß von jeweils mehr als 4 Mio rückgeführt.
Das Unternehmen hat also die Fähigkeit hohe Einnahmen zu erzielen, wenngleich dies bei der Betrachtung des Betriebsergebnisses nicht hervorgeht.

Warum liefert das Unternehmen also fortwährend hohe CashFlows bei einem gleichzeitigen niedrigen oder negativen Betriebsergebnis?:

Das Jahresergebnis wird jeweils durch die recht hohen Abschreibungen - welche primär mit den hohen Investitionen in den Jahren 2005 bis 2008 zusammen hängen ? belastet. Diesen Abschreibungen stehen vergleichsweise nur niedrige Bestandsinvestitionen gegenüber.

Des weiteren wirken negative Währungseffekte auf das Ergebnis. Seit 2006 hat der ungarische Forint um etwa 23% und der rumänische Leu um etwa 20% gegenüber dem Euro abgewertet. Diese Abwertungen wirkten sich in diesem Zeitraum mit etwa 14 Mio Euro auf die Bilanz und damit das Eigenkapital aus. In den Jahren 2006 und 2007 wurden die rumänischen Werke errichtet.
Man sieht damit, dass der starke Rückgang des Eigenkapitals in den letzten 10 Jahren in erster Linie mit Währungsverlusten und hohen Abschreibungen zusammen hängt. Das Unternehmen ist großteils in Euro verschuldet.

Unternehmen besser als es das niedrige Eigenkapital bzw, der niedrige Gewinn aussagt:

Natürlich ist die Fähigkeit eines Unternehmens Gewinne zu erzielen grundsätzlich von entscheidender Bedeutung. Die Gewinne sind schließlich jener Teil der GuV der für die Aktionäre verbleibt.
Wenn aber über Jahre hohe CashFlows generiert werden und damit klar wird, dass das Unternehmen Einkünfte aus dem Geschäftsbetrieb erzielen kann und die Gewinne nur ? sozusagen nicht sichtbar wurden ? dann sollte man schon einen zweiten Blick auf das Unternehmen werfen. In jedem der beiden letzten Jahre überstieg der CashFlow aus dem laufenden Geschäft den Marktwert des Unternehmens. Die hohen CashFlows ermöglichen einen raschen Schuldenabbau. Die Gesamtverbindlichkeiten erreichten mit Ende 2014 einen Stand von 76 Mio Euro ? fast 20 Mio unter dem Niveau von 2013.

Da die Werke einen sehr langen Lebenszyklus (30 ? 50 Jahre) aufweisen, sollten in den nächsten Jahren auch weiterhin nur niedrige (Bestands) Investitionen notwendig sein ? auch bei voller Aufrechterhaltung der ? Konkurrenzfähigkeit. Die Abschreibungen lagen in den Jahren 2009 und 2010 noch bei 5 bzw. 6 Mio jährlich und sind in den Jahren 2013 und 2014 bereits auf etwa jeweils 3,5 Mio angelangt. In den nächsten Jahren ist zu erwarten, dass die Abschreibungen etwa auf dem Niveau der Neu- also der Bestandsinvestitionen ankommen.
Durch diesen Umstand sollten sich die hohen CashFlows auch im Gewinnausweis niederschlagen.

Pro und Contra:

Wie geschrieben liegt das ausgewiesene Eigenkapital des Unternehmens aktuell bei 3,5 Mio Euro. Würde man die Währungsverluste von 14 Mio unberücksichtigt lassen (was bilanztechnisch nicht möglich ist) läge das EK also bei 17,5 Mio. Dieser Umstand zeigt, dass die massiven Rückgänge des Eigenkapitals nicht durch unternehmerische Misserfolge - sondern zu großen Teilen wegen der Währungsverluste zustande kam.
Ein weiterer unberücksichtigter Umstand sind die hohen stillen Reserven des Unternehmens. Die Österreichischen Werke wurden 1910 und den sechziger Jahren errichtet bzw. die Grundstücke dafür angekauft. Insgesamt (Österreich, Ungarn und Rumänien zusammen) stehen die Grundstücke mit 4,6 Mio Euro in der Bilanz. Nach meinen Recherchen müssten diese Grundstücke einen wesentlich höheren Wert aufweisen, als sie in der Bilanz ausgewiesen sind. Je nach Berechnungsweise könnte sich hier ein Aufwertungspotential von etwa 14-20 Mio Euro ergeben.
Auch wenn man die Bilanz jetzt nicht auf diese Werte anpassen kann, so zeigt es doch, welche Substanz im Unternehmen steckt.

Ein weiterer positiver Effekt könnte das langsam erwachende Interesse von Investoren an Osteuropa sein. Gerade die Ungarische Börse lief in 2015 außergewöhnlich gut. Die Wiener Börse ist ja bekannt für ihre starke Ostlastigkeit. Das könnte ihr aber jetzt bei einer neuerlich aufkommenden Ostphantasie zugute kommen.

Als Negativ kann man - je nach Sichtweise - die politische Situation in Ungarn und Rumänien bewerten. Ein gewisser Unsicherheitsfaktor bleibt hier bestehen.

Ein Risikofaktor ist auch die Abhängigkeit von EU-Fördergeldern. Der Unternehmensbereich "Wasserschutz"  lebt von diesen Fördergeldern. Ein Wegfall dieser Förderungen ist zwar aktuell kein Thema (eine neue Förderperiode ist kürzlich in Kraft getreten), würde aber beim WorstCase - wie etwa dem Zerfall der EU - wohl schlagend werden.

Mit Unsicherheit ist auch die Währungsentwicklung behaftet. Wie geschrieben, haben sowohl die ungarische als auch die rumänische Währung im letzten Jahrzehnt stark gegenüber dem Euro abgewertet. Nun scheinen die Währungen aber stabil zu sein. Die weitere Entwicklung ist aber dennoch schwer vorherzusagen.

Als Negativ ist auch die Börsennotiz zu sehen. Die Aktie notiert neben Berlin und Stuttgart (de facto 0 Umsatz) vor allem in einem niedrigen Segment der Wiener Börse. Ein Handel findet dort nur ein mal am Tag statt. Die Umsätze sind sehr gering.
Die Aktie kommt von über 130 Euro und notiert aktuell bei etwa 7 Euro in der Nähe des Tiefststandes.
Die Unternehmensführung bzw. die Aufsichtsräte bzw. Alteigner haben im Jahr 2015 in mehreren Tranchen insgesamt 19.400 oder 2,94% der ausstehenden Aktien gekauft.
Die Anteilseigner lauten nun wie folgt:

Wolschner Privatstiftung: 288.000 Stk oder 43,94%
VBG (Tochter der BKS-Bank): etwa 60.000 Stk oder knapp 10%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
Unternehmensführung: Vorstände, AR: 59.555 Stk oder 9,02%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
*Hansa Investment Fund: mehr als 5%
Im Streubesitz befinden sich demnach 20-30%.

Die Position Hansa Investment Fund erscheint nicht gesichert. SWUT weist die Gesellschaft zwar als Anteilseigner (größer als 5%) aus, jedoch halten diese Angaben meinen bisherigen Recherchen nicht stand.

Fazit: Das Unternehmen hat eindeutig den Turnaround geschafft. Dieser wurde aber wegen der negativen Währungsentwicklung und der nach wie vor hohen Abschreibungen nicht sichtbar. Bei stabilen Wechselkursverhältnissen sollte das Unternehmen das Potential haben 2-3 Millionen Euro netto im Jahr zu verdienen. Im Jahr 2015 dürfte man mit dem Gewinnausweis erste Hinweise darauf finden. Bei einem Kurs von 7 Euro liegt der Marktwert bei 4,6 Mio Euro, womit sich ein zukünftiges KGV (eventuell 2016 oder 2017) von etwa 2 ergeben würde. Wer also die Sicht auf die hohe Ertragskraft und die verborgene hohe Substanz in den Vordergrund rückt und das derzeit noch niedrige Eigenkapital von 3,5 Mio als vorübergehend und als schnell verbesserungsfähig betrachtet, der könnte in der Aktie gut aufgehoben sein.  
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590 Postings ausgeblendet.

16.03.20 14:03

34 Postings, 601 Tage august170Mal schauen..

Wie lange der Markt noch runter geht .....
 

08.04.20 15:51

289 Postings, 3923 Tage birraÜbermorgen gibts die Jahreszahlen 2020

gestern am 7.4.20 gabs kurze News, ein Auszug...
"Wir beobachten aufmerksam die Entwicklungen rund um die Coronavirus-Situation, analysieren laufend die sich daraus für unsere Märkte und unser Unternehmen ergebenden Folgen. Die drei vergangenen sehr erfolgreichen Jahre ermöglichen es uns aus einer Position der Stärke zu agieren, unsere schlanke Kostenstruktur und flexible Produktion kommen uns auch in der aktuellen Situation zu Gute."

Ich gehe von einem KGV 2019 von etwa 2 aus!!!!!





 

08.04.20 21:19

1038 Postings, 290 Tage Michael_1980Gedanken

Zahlen sind geschichte ...

intressanter ist die frage, in wie weit  covid19 das geschäft belastet?

noch siehts gut aus.  

10.04.20 08:21

289 Postings, 3923 Tage birraDividende

Diese soll bei 60 Cent liegen, vorbehaltlich der Entwicklung rund um Corona!

Frohes Osterfest  

10.04.20 09:18

1038 Postings, 290 Tage Michael_1980gedanken

wie erwartet - sehr gut :-)

weis einer EK?  

10.04.20 10:07

289 Postings, 3923 Tage birraDie

Eigenkapitalquote stieg von 9,7% auf 18%. Die Verschuldung blieb ungefähr gleich, da weiter investiert wurde. Das KGV liegt bei ungefähr 2, ist aber natürlich Vergangenheit!!
 

24.04.20 11:49

289 Postings, 3923 Tage birraDie Vorstände kaufen...

weiter zu. Sie haben am 20. und 21.04.2020 in Wien weitere 3100 Aktien zu 27,00Euro gekauft.
(Quelle:Homepage SW), ich denke es sieht gut aus!
Schönes WE  

11.05.20 14:03
1

289 Postings, 3923 Tage birraWer heute

Abend im Besitz der Aktien ist bekommt nach meiner Kenntnis übermorgen die Dividende in Höhe von 60 Cent!  

12.05.20 10:19

1038 Postings, 290 Tage Michael_1980gedanken

SWUT scheint ziehmlich unbeeindruckt von covid19  

12.05.20 12:08

4 Postings, 93 Tage Hotshot69Baubranche läuft

Das sehe ich auch so. Die Baubranche läuft weiterhin mit Volldampf. Die Dividende wurde verdoppelt und die Vorstände haben sich auch wieder mit Aktien eingedeckt. Der Markt hat hier deutlich überreagiert.  

13.05.20 11:34

289 Postings, 3923 Tage birralaut Homepage

hat der Vorstand vor einer Woche erneut Anteile erworben....der ohnehin geringe Freefloat dürfte sich immer weiter verringern!!  

13.05.20 12:42
1

289 Postings, 3923 Tage birraich hab mal nachgerechnet..

im Jahr 2020 hat der Vorstand schon wieder knapp 10.000 Aktien über die Börse in Wien gekauft!!
von dem ohnehin knappen Free Float bleibt nicht mehr viel übrig.....das dient nicht gerade einer fairen Preisfeststellung und die Handelbarkeit ist sehr sehr eingeschränkt!  

13.05.20 13:16

1038 Postings, 290 Tage Michael_1980gedanken

Aktien split als alternative?  

26.05.20 14:56

289 Postings, 3923 Tage birraund weiter gehts

wieder kauft der Vorstand am 22.5. aus dem Freefloat 500 Aktien........  

26.05.20 16:39

4 Postings, 93 Tage Hotshot69Ein Aufsichtsrat hat gekaut

Finde es nur positiv wenn alle Unternehmensinsider kaufen. Möglicherweise ist in naher Zukunft ein Management Buy Out geplant wenn der Kurs so niedrig ist. Habe hier ein sehr gutes Gefühl.  

09.06.20 15:04
1

289 Postings, 3923 Tage birraund wieder ein Kauf

500 Stück für Dr.Wolschner/Quelle Homepage SW Umwelttechnik  

09.06.20 20:53

1038 Postings, 290 Tage Michael_1980gedanken

konjunktur programm sollte swut helfen.

streubesitz fällt halt gewaltig  

28.06.20 21:19
1

1038 Postings, 290 Tage Michael_1980Gedanken

Vorstand kauft wieder 500 st?ck  

29.06.20 20:54

1310 Postings, 3410 Tage schakal1409Wer sonst....

Kauft swut......................
mfg................
ich nicht mehr............  

29.06.20 21:16

1038 Postings, 290 Tage Michael_1980Gedanken

hauptsache es kauft wer ;-)

finde es sehr positiv das f?hrungspersonal kauft.  

13.07.20 15:31

1038 Postings, 290 Tage Michael_1980gedanken

etwas ruhig geworden hier ...

solang aber vorstände & Aufsichsträte kaufen, scheint alles i.o.  

20.07.20 19:00
1

1038 Postings, 290 Tage Michael_1980gedanken

schon wieder Insider käufe  

21.07.20 14:19

548 Postings, 5261 Tage buckstarQuelle?

22.07.20 11:18

548 Postings, 5261 Tage buckstar@Michael_1980 Danke!

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