01.07.2005 09:25:19 Den Experten der "Prior Börse" zufolge ist die Aktie der FJH AG (ISIN DE0005130108/ WKN 513010) eine interessante Turnaround-Spekulation. Wie die Experten noch am 20. April berichtet hätten, habe das Unternehmen kurz vor der Pleite gestanden. Doch im letzten Moment sei der IT-Spezialist gerettet worden. So sei eine "Heuschrecke" auf den Plan getreten, die den gescheiterten Unternehmensgründern und Altaktionären einen Teil ihrer Aktienpakete abgepresst habe, mit dem Versprechen, die notleidende Firma mit frischem Kapital zu versorgen. Bei dem Investor, den FJH bis heute nicht namentlich nenne, handele es sich um den Privatier Karl-Friederich Kalmund. Durch manchen cleveren Coup in der Vergangenheit sei dieser Insidern ein Begriff.
Auf Kalmunds Betreiben sei FJH-Gründer und Vorstandschef Feilmeier zudem seines Amtes enthoben worden. Des Weiteren habe auch der langjährige Finanzvorstand Thomas Meindl seinen Hut nehmen müssen. Vor weinigen Tagen habe Ulrich Korff nun den Vorstandsvorsitz übernommen. Er habe z.B. mit Finanzscout24 eines der erfolgreichsten Finanzportale im Internet aufgebaut.
Durch die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung im Volumen von ca. 8 Mio. Euro sowie einer zusätzlichen Kapitalerhöhung von knapp 7 Mio. Euro wolle der Investor die finanzielle Basis für eine Sanierung schaffen. Den Experten zufolge seien beide Kapitalmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen worden. Somit scheine der IT-Spezialist für die Versicherungswirtschaft gerettet.
Mit monatelanger Verzögerung sei nun auch endlich die Bilanz vorgelegt worden. Bei einem von 120 auf nur noch 68 Mio. Euro geschrumpften Umsatz habe der Konzern 123 Mio. Euro Verlust eingefahren. Ein großer Teil resultiere aus Abschreibungen und anderen Bilanzbereinigungen. Schon Ende 2003 hätten die Experten vor Bilanztricks gewarnt. Seither sei der FJH-Kurs um über 90% von 22 auf 2,19 Euro gefallen.
Das neue Management werden FJH knallhart sanieren. So sei schon im vergangenen Jahr die Hälfte der Belegschaft entlassen worden. Auch die Marktkapitalisierung sei auf 17 Mio. Euro geschrumpft und entspreche nur noch einem Viertel des Jahresumsatzes.
Durch die Ausbildung eines Doppeltiefs habe der Chart ein starkes Kaufsignal generiert.
Den Experten der "Prior Börse" zufolge ist die FJH-Aktie jetzt ein ganz heißer Turnaround-Kandidat. Analyse-Datum: 01.07.2005 -red- |