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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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neuester Beitrag: 20.11.19 16:33
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 99438
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22.07.19 19:24
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6772 Postings, 1652 Tage Vanille65Malko07,

ich bin  beim Wachstum auch nicht mehr anwesend. Ich zehre meinen Speck der letzten 30 Jahre auf.
Wohl dem  der erkennt, dass es sich nicht lohnt eine speckverklebte Urne zu hinterlassen, die rutscht bei der Beerdigung bloß aus der Hand des Bestatters.
 

22.07.19 19:25
2

57853 Postings, 5676 Tage Anti Lemming# 920 (2)

"Solange ein Wachstum suggeriert wird, platzen die Schulden nicht, denn viele sind nur durch ein angenommenes Wachstum gedeckt, bei eine Rezession nicht mehr. "

A.L.: Ein Wirtschaftssystem, das nicht mal mehr eine Rezession aushält, ist oberfaul - und im Grunde reif für den Abschuss durch sich selbst.  

22.07.19 19:28

57853 Postings, 5676 Tage Anti Lemming# 919 Warum ist der Euro gescheitert?

Weil er nur noch mit EZB-Gepumpe (= Endlos-QE, Endlos-Negativzinsen) vor dem Kollaps bewahrt werden kann.  

22.07.19 20:04

3358 Postings, 2405 Tage gnomon#928

mit verlaub, das ist quatsch.  was meint der meister wo der todgesagte ? wohl wäre bei 2-3% zinsen?
 

22.07.19 20:16

18401 Postings, 6579 Tage lehna#28 Nana AL

Das Geschreibsel kommt mir so vor, als ob da ein Bär griesgrämig wird, weil die Märkte seit 10 Jahren haussieren.
Tja, der Markt schert sich nun mal nicht um "Ariva Wünschelrutengänger", die schon lange kein Wasser mehr gefunden haben.
Im Übrigen steht unser Euro dicke da. Denn bei der anderen großen europäischen Währung (Rubel) ist die Inflation mehr als doppelt so hoch.
Wär das hier der Fall, würden Untergangspropheten wie Pilze ausm Boden schiessen...

 

22.07.19 20:25

6772 Postings, 1652 Tage Vanille65lehna,

mit BWL und Wirtschaft scheinst Du wenig am Hut zu haben. Bist vermutlich eher ein Praktiker.
Wenn ein Praktiker seit zehn Jahren den Theoretiker schlagen kann, wofür sprichts das eigentlich ?  

22.07.19 20:26

3988 Postings, 4581 Tage Shenandoahlol der AL...

lehna hat es auf den Punkt gebracht. witzig geschrieben. aber wahr.  

22.07.19 20:27

3988 Postings, 4581 Tage ShenandoahAL ein Praktiker?

er ist Theoretiker pur...  

22.07.19 20:31

3988 Postings, 4581 Tage ShenandoahAL, geh on deinen Thread

nun gut, da schreiben nur 3 Leute aber dennoch, es ist DEIN Wünschelrutengängerthread ohne Wasser. AL, die Wünschelrutenpappnase ohne Wasser, lol  

22.07.19 20:33

6772 Postings, 1652 Tage Vanille65Lehna,

beim Rubel ist die Inflation doppelt so hoch ? Klingt ja furchtbar, die armen Russen mit ihren Rubel. Warum kaufen Sie denn mit ihrer minderwertigen Währung immer mehr Gold auf ?

Weil sie schlauer sind als die von der EU gedopte Dividendendeppen !
 

22.07.19 20:49

3358 Postings, 2405 Tage gnomondie armen russen

besitzen per juni 19 ca 520 mrd usd internationale reserven, davon ca 90 mrd usd in Gold.
mit rubel werden in russland blos die lemminge bezahlt, und du weißt samt bwl nicht wovon du redest.  

22.07.19 23:13

57853 Postings, 5676 Tage Anti Lemming# 929

Bei 2 % Zinsen wäre der Euro wegen serieller Staatspleiten tot, also bei Null.  

23.07.19 07:54
2

1407 Postings, 666 Tage yurxAL

Zitat:Das BIP-Wachstum wird nicht ohne Grund inflationsbereinigt angegeben.
Und wenn Inflation kein Wachstum ist, dann ist Deflation auch nicht zwingend gleich Schrumpfung. Es ist nur eine Flurbereinigung, die zu schwache oder verzockte Player aus dem Markt spült (Schumpeter'sche Gesundschrumpfung). Durch diese kreative Zerstörung entsteht die Basis für frisches organisches Wachstum, für das gar keine Notenpresse mehr erforderlich ist.

Ja, das ist Theorie, in der Praxis bedeutet diese Bereinigung (Gesundschrumpfung) der Verlust von vielen Jobs, Steuereinnahmen und wohl einen Crash, somit auch Verlust von Vermögen. Also Panik. Ob danach ein organisches Wachstum sich einstellt ist ebenfalls Theorie, in der Praxis gab ja auch schon Depression und wohin das führen kann weiss man.
Ich will damit nicht die ultralockere Geldpolitik verteidigen, doch weiss ich nicht was die Folgen einer anderen gewesen wären.
 

23.07.19 08:11
1

18482 Postings, 4873 Tage Malko07Schulden die gemacht wurden haben

schon alle potentiellen Wirkungen im Wirtschaftsleben entfaltet, negative wie positive. Die Staatsschulden in der Eurozone und den USA liegen zu einem großen Teil bei der jeweiligen Zentralbank. Sollten also düstere Zeiten aufziehen, können diese Zentralbanken diese Schulden einfach vergessen. und notfalls auf den Zins verzichten ohne dass es große Auswirkungen hätte. Die Zentralbanken sind eben kein betriebswirtschaftlich geführter Betrieb und deshalb kann man auch nicht betriebswirtschaftliche Theorien auf sie anwenden. Sie können auch nicht pleite gehen, auch wenn A.L immer derartige feuchte Träume hat. :o)  

23.07.19 08:42
1

450 Postings, 217 Tage LarryKudlow@yurx

Du beschreibst es völlig korrekt - genau da muss man durch.

Bis jetzt hat das auch jede freie Marktwirtschaft - oder nenne es den freien Markt-Kapitalismus - geschafft.
Irgendwann geht es wieder nach oben - und das ist der Unterschied zur Planwirtschaft.

Das ist mehr Praxis als Theorie. Ansonsten hätte nämlich der Kommunismus gesiegt und wäre erfolgreich, da wo er noch betrieben wird.
In den planwirtschaftlichen Staaten darf es einfach keine Arbeitslosigkeit geben - deshalb dürfen keine Unternehmen pleite gehen. Genau das muss aber passieren. Und das man da durchgeht, stärkt sogar ganz langfristig die Wirtschaft, das Land, Einwohner,etc.

Siehe 2008: In den USA hat man Erfahrung mit Rezessionen und Wirtschaftskrisen. Man wusste im Endeffekt - als es wirklich drauf ankam- ganz schnell wie man eine Krise handelt. Gut, das Pulver ist bei 2,5 % Zinsen heute nicht mehr da. Die nächste Rezession wird deshalb auch schlimmer - die US Wirtschaft wird aber langfristig eben genau dadurch stärker.

Der Kurs vom Dow Jones wird natürlich etwas brauchen. Aber außer Trottel Trump und ein paar Usern hier, weiß auch jeder: Der Kurs vom DOW zeigt nicht (immer) die Stärke der Wirtschaft ;)
Durch wie viele Rezessionen die Unternehmen im Dow Jones gegangen sind...

In der Eurozone haben die einzelnen Länder natürlich auch solche Erfahrungen - aber die Eurozone knabbert immer noch an 2008. Die Fed hat es immerhin 13 x mal geschafft die Zinsen anzuheben, während die EZB nix tun konnte.  Auf Draghi folgt Christine - das ist doch kein Zeichen von Stärke...oder glaubt das hier etwa wer? ;)  

23.07.19 08:59
1

1407 Postings, 666 Tage yurxLarry

Zitat: Genau das muss aber passieren. Und das man da durchgeht, stärkt sogar ganz langfristig die Wirtschaft, das Land, Einwohner,etc.

Also, wenn viele viel Vermögen verlieren, der Staat Steuereinnahmen und viele ihren Job, bei einer alternden, gesättigten Gesellschaft, weiss ich nicht wie langfristig man denken muss. Die letzte Depression führte ua. zum 2. Weltkrieg. Doch auch zu existenzieller Armut vieler Menschen.
Wie es hier geschrieben wurde, wie die Gesellschaft ohne Wachstum und mit hohen Schulden leben kann, das wäre eine realistische Perspektive. Doch bedeutet sie sehr unbequeme Antworten. Die lassen sich nicht so einfach umsetzen, zB. massive Abstriche bei den Renten.  

23.07.19 09:10
1

361 Postings, 518 Tage birkensaft@yurx

Der Verlust von Vermögen ist in erster Linie Verlust von Kredit, nämlich von Giralgeld was im Laufe des Wirtschaftszyklus (quasi) aus dem Nichts geschaffen wurde, aber nicht aufrecht zu erhalten ist, weil es unrentabel und nicht nachhaltig investiert wurde (z.B. über kreditfinanzierte Aktienrückkäufe). Ein Video, das diesen Zusammenhang gut veranschaulicht und vereinfacht ist "How the economic machine works" auf Youtube. Lohnt sich zu schauen. Wir leben im Moment in der sogenannten Illusion of Wealth und die Politik hat Angst, was passiert, wenn die Illusion schwindet.
Mit den Konsequenzen für den Arbeitsmarkt gebe ich dir recht, natürlich sind die gravierend und schlimm, die Konsequenzen wären vielleicht allerdings nie so schlimm gewesenen, wenn man nicht zwanghaft versucht hätte, sich den Konsequenzen der eigenen Wirtschaftspolitik auf Pump zu entziehen. Das einzig Positive ist, dass die ganze Arbeitskraft, die im Moment in unrentablen Zombiefirmen gebunden ist, dann (hoffentlich) sinnvoller eingesetzt werden könnte als in Firmen, die nur durch stetige Kreditspritzen am Leben bleiben können. Aufgabe der Politik muss es in so einem Szenario sein, die Konsequenzen für die schwächsten Teile der Bevölkerung aufzufangen, denn nur so kann sich das System wieder schnell erholen. Aber das alles immer weiter nach hinten zu verschieben, verschlimmert alles nur und verhindert eine nachhaltige Bewältigung der Probleme.

@Malko07: Richtig, die Notenbank geht nicht Pleite, aber Firmen könnten Pleite gehen, sobald die Notenbank aufhört eine immer extremere Politik zu betreiben. Diese Politik lässt allerdings die Spareinlagen, Banken und Pensionsfonds nach und nach ausbluten, indem die Zinsen niedrig bleiben und die Währung dadurch stetig abgewertet wird. Das führt (wahrscheinlich) zu weniger Konsum und letztlich zu einer schleichend schrumpfenden Wirtschaft (s. Japan) und wird irgendwann auch zu Versorgungsproblemen einen alternden Gesellschaft führen.  

23.07.19 09:36
1

450 Postings, 217 Tage LarryKudlowUmverteilung

Es ist eine Art kapitalistische Umverteilung - weg ist Geld eigentlich nie. Es hat immer nur jemand anders.
Moralisch sicherlich in vielen Fällen problematisch. Und das ganze ist auch nicht schön.

Aber so funktionieren die Dinge nun mal. Und anders rum leider nicht - ein Beispiel:
Eine Freundin von mir - die eine extrem Linke ist - sammelt seit Jahren immer wieder Geld, damit die Kinder in Kuba Milch bekommen. Sie sammelt nicht für den Mittleren Westen oder für Kanada...da gibt es ja genug Platz für Kühe und anderes Klima...Verstehst Du worauf ich hinaus will? ;)

Rezession = Depression = Weltkrieg?

Die Depression war sicherlich ein Faktor in der langen Vorgeschichte  beim zweiten Weltkrieg - aber eine Rezession und auch eine Depression führen nicht immer zum Weltkrieg. Das ist ein verzerrendes Argument. Wir hatten bis jetzt nämlich "nur" zwei Weltkriege bis jetzt...

Mit hohen Schulden kann man theoretisch lange leben - in eigener Währung gibt es keine fest definierte Obergrenze - was allerdings auch nicht heisst, es würde überhaupt gar keine Grenze geben.
Womit man meiner Meinung nach nicht lange leben kann, ist ein Zinssatz der zu tief ist oder gar negativ ist.    

23.07.19 10:24
1

2910 Postings, 863 Tage goldik#3943..Umverteilung..Larry.. Ihre Freundin

sammelt deshalb,weil es seit 1960 ein Embargo der USA gegen  Kuba gibt, aber das wissen Sie sicher schon.  

23.07.19 10:25
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3358 Postings, 2405 Tage gnomon#943

"Womit man meiner Meinung nach nicht lange leben kann, ist ein Zinssatz der zu tief ist oder gar negativ ist."

wie man es macht ist es falsch. ist null zins nicht auch umverteilung von oben nach unten?    

23.07.19 11:01

450 Postings, 217 Tage LarryKudlowDas war ja klar...

dass das nur die USA in Schuld sein können...wie immer! ;)
Das musste kommen. *hahaha*

Warum haben die Sowjets damals nicht schnell mal ein paar Kühe rüber geschifft? Quasi von einem sozialistischen Paradies in das Andere? :D
Mit den Atomraketen ging das doch auch ganz schnell... :D

@gnomon

Ja, klar. Ist staatliche Umverteilung. Zwecks Vermeidung von Pleiten.

Nächste Stufe ist dann die "direkte Investition" - der Aktienkauf durch die Zentralbank. Also die Verstaatlichung der Firmen. Zwecks Vermeidung von Pleiten.

Nicht falsch verstehen: Ich bin kein Libertärer oder Liberaler, der die Auffassung vertritt, ein Staat solle grundsätzlich überhaupt keine Unternehmen führen. Bei Wasserversorgung, Strom, ÖPNV und ähnlichem ist das bestimmt oft sogar besser. Oder in Justizfragen: Private Gefängnisse finde ich auch nicht so toll. Aber um diese Frage geht es auch nicht...;) Es geht nur um den heiligen Zweck: Vermeidung von Pleiten  ;)  

23.07.19 11:13

450 Postings, 217 Tage LarryKudlowAber eher Umverteilung

von unten nach Oben. Kommt drauf an, von wo man es betrachtet ;)

Hier sind die meisten User - aktiv oder passiv - am Kapitalmarkt.  Und damit wohl eher mit dem Tausch in Fremdwährung vertraut.  Für "Otto Normalbürger" ist das eher eine komplizierte Angelegenheit. Bei Negativzinsen für Sparer dürfen Sie nun selbst entscheiden, ob das jetzt von "unten nach oben" geht...;)  

23.07.19 11:22
2

3903 Postings, 3402 Tage Murmeltierchenumverteilung

es wird immer in die gleiche richtung umverteilt, hat nichts mit den zinsen zu tun. wer auf dem kapital hockt verdient ! bei nullzinsen kennt die gier keine grenzen - schulden und kredit - läuft wie im schneeballsystem. kredit, bewertung, sicherheit, nächster kredit, usw...
wenn das schneeballsystem platzt darf dann die gemeinschaft gerade stehen für die verluste. war schon immer so im kapitalistischen system.
eine umverteilung von oben nach unten ist mir nicht bekannt.  

23.07.19 11:27

3903 Postings, 3402 Tage Murmeltierchenlarry

u.s.a. - ist immer schuld !  

23.07.19 11:36

450 Postings, 217 Tage LarryKudlow@murmeltierchen

Im Euroraum sollte man jedoch nicht zu lange auf seinem Kapital hocken...auf dem Konto  wird das  schon weniger. Und Christine wird da nicht "geizen" ;)

Es ist immer wieder erbärmlich, wie Wall Street und selbst die "härtesten" Kapitalisten von den CEOs ganz schnell nach staatlicher Hilfe schreien, wenn es nur etwas rappelt...
Das  Problem hat Prof. Hans Werner Sinn schön beschrieben: "Gewinne privatisieren - Verluste sozialisieren"


 

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