@Tiefseetaucher gibt es öfter mal. Am auffälligsten war das beim Götze Transfer vom BVB zu Bayern. Götze hatte 10% der Ausstiegsklausel in Höhe von 37 Mio kassiert. Das löste damals einen ziemlichen Medienwirbel aus.
Solche Handgelder oder extra Klauseln müssen natürlich nicht im Vorfeld vereinbart worden sein, oftmals ergibt sich das durch besondere Umstände direkt. Ich habe das bei wallstreet-online mal am Beispiel Schürrle verdeutlicht. Schürrle verdient beim BVB angeblich 8 Mio, die Vereine, die an ihm interessiert wären, würden das aber nie zahlen. Indem der BVB Schürrle direkt ein Handgeld zahlen würde, könnte Schürrle bei einem neuen Verein eine niedrigere Gage akzeptieren.
Schürrle hat noch drei weitere Jahre Vertrag. Nehmen wir mal an, eine Gage von 3 Mio wäre fair und das könnte der aufnehmende Verein auch zahlen, dann haben wir einen Differenzbetrag von satten 15 Mio. Wenn eine Ablösesumme zwischen 15 und 20 Mio realistisch sein könnte, dann nur wenn es diesen Differenzbetrag nicht gäbe.
Wenn Schürrle beim Gehalt entgegen kommt, dann selbstverständlich auch Dortmund, anders geht es nicht. Wenn Dortmund also statt der 18 Mio, die von TM angegeben werden, "nur" 8 Mio verlangen würde (inkl. Handgeld Abschlag), also auf 10 Mio verzichten würde und Schürrle auf 5 Mio Gage verzichtet, dann wäre es in etwa realistisch.
Die Rechnungen wären in etwa so: gerechtfertigt wären drei Jahre Vertrag 18 Mio Ablöse 3 Mio Gehalt gesamte Kosten für drei Jahre 27 Millionen, wäre gerechtfertigt, würde Schürrle aber nie machen
wenn man stattdessen
13 Mio Ablöse 3 Mio Gehalt 10 Mio Handgeld zahlt, je zur Hälfte von Dortmund und dem aufnehmenden Verein als Kompensation für den Gehaltsausfall, Schürrle würde auf 5 Mio verzichten, wäre es denkbar dann lägen die gesamten Kosten für 3 Jahre für den aufnehmenden Verein ebenso bei -27 Mio (13 Mio Ablöse + 9 Mio Gehalt + 5 Mio Handgeld) und für den abgebenden Verein +8 Mio (+13 Mio Ablöse, -5 Mio Handgeld) dazu natürlich Spielerberaterkosten und pipapo
So oder so, die Ablöse müsste wg. der hohen Gage sinken, im obigen Fall hätte BVB 13 Mio Ablöse minus 5 Mio Handgeld = 8 Mio, das wäre in etwa der CIES Wert
18 Mio Ablösesumme ohne weiteres Zutun durch Handgelder würde es nie im Leben geben können, weil seine Gage viel zu hoch ist.
Bei Bartra und Subotic wurde es glaube ich einfacher gelöst (ist spekulativ), BVB verzichtete auf höhere Ablöseforderungen, das machte die Sache für den aufnehmenden Verein attraktiver und daher konnte auch eine höhere Gage garantiert werden.
So ist es beim BVB selbst ja auch gelaufen. Wir hatten uns alle die Augen gerieben, daß der BVB Bartra so unglaublich günstig für 8 Mio kaufen konnte, das hatte aber zur Folge, daß BVB eine unverhältnismäßig hohe Gage von 7 Mio zahlte, was das Ganze am Ende relativ machte. Denn beim Weiterverkauft konnte der BVB genau deswegen eben keine höhere Ablöse erzielen, der scheinbar große Vorteil der niedrigen Ablöse hatte sich also relativiert.
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