AT&S - Wachstumsweg zu 80 Euro

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neuester Beitrag: 25.07.21 11:30
eröffnet am: 28.03.20 07:27 von: cicero33 Anzahl Beiträge: 1076
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14.05.20 04:35

1262 Postings, 2019 Tage cicero33Investitionen

Ich kann nur empfehlen den Geschäftsbericht zu lesen, oder wenigstens mein Eingangsposting. Die Fragen zeigen, dass Du Dich noch sehr wenig mit AT&S auseinander gesetzt hast.

Genau das ist ja das besondere hier bei AT&S. Man kann das ja auch positiv sehen. Das Unternehmen hat die Finanzkraft 400 Mio im Jahr an Investitionen zu stemmen. Das Geld muss ja irgendwo herkommen.
Da kann ja eigentlich nur der Marktwert nicht stimmen, wenn man Derartiges auf die Beine stellen kann.

Natürlich ist das eine kräftige Investition, das neue Werk in Chongqing wird ja auch mehr als doppelt so groß, wie die beiden bestehenden. Außerdem fließt Geld in einen Werkszubau in Leoben.

Wenn Du meine bisherigen Postings im Thread beachtet hättest, würdest Du wissen, dass auch andere namhafte Hersteller große Erweiterungspläne haben und entsprechend hohe Investitionen tätigen.

 

14.05.20 07:28

1262 Postings, 2019 Tage cicero33Zahlen

Die Zahlen sind schon da!

Auf den ersten Blick:

Umsatz über der Prognose. EBITDA eher am oberen Ende der Prognose.

Leider kein Ausblick aufs Gesamtjahr.

Bestätigung der Investitionsvorhaben.

https://www.ots.at/presseaussendung/...da-marge-auf-erwartetem-niveau







 

14.05.20 08:19
1

88 Postings, 2724 Tage SnoperDer Weg zu 80 Euro wird aber noch ..

steinig werden !
Die Zahlen sind eher entäuschend..
Hatte mir doch etwas mehr versprochen...
Konzernergebnis 21,5 Mio.. ( 2018 89 Mio. )
Nettoverschuldung trotz guten Cash Flow plus 96 Mio auf - 246 Mio Euro !
Entsprechend steigt der Verschuldungsgrad...auf 32,5 % !
Man mag das das ja anders sehen, aber etwas mehr hatte ich mir im Vorfeld schon erhofft !
Bin erstmal raus und beobachte weiter..
Allen weiterhin viel Glück --   ;-)

 

14.05.20 08:39

38 Postings, 441 Tage stockererat&S gewinn um 3/4 geschrumpft

ots.at/presseaussendung/OTS_20200514_OTS0002/eans-news-at-s-austr­ia-technologie-systemtechnik-aktiengesellschaft-umsatz-ueberschre­itet-erneut-die-milliarde-euro-grenze-ebitda-marge-auf-erwartetem­-niveau

Leoben -

Solide Geschäftsentwicklung trotz Handelskonflikt China - USA, Brexit und COVID-19
Umsatz liegt mit 1.000,6 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau
EBITDA mit 194,5 Mio. EUR aufgrund von Marktentwicklungen und Zukunftsinvestitionen beeinflusst
Ergebnis je Aktie sinkt auf 0,34 EUR; Dividende in Höhe von 0,25 EUR vorgeschlagen
Umsatz und EBITDA im 1. Quartal auf Vorjahresniveau erwartet
Ausblick für FY 2020/21, sobald wirtschaftliche Rahmenbedingungen besser quantifizierbar
Investitionen in das IC Substrate- und Modul-Geschäft werden konsequent fortgesetzt
AT&S sieht Markttrends weiterhin intakt und hält an Mittelfrist-Guidance fest  

14.05.20 08:52

1262 Postings, 2019 Tage cicero33Zahlen

Ja, der Gewinn liegt auch unter meiner Schätzung. Das EBIT ist ja mit 47 Mio noch gut. Auf dem Nettoergebnis lasten ein recht hohes negatives Finanzergebnis und eine ungewöhnlich hohe Steuerbelastung.

Top ist hingegen der CashFlow. Der ist sogar stärker als im Vorjahr.

Die Einnahmen aus dem Tagesgeschäft sind also nach wie vor Top. Allerdings dürften die Vorbereitungen auf die Wachstumsinitiative doch recht schwer wiegen.
 

14.05.20 09:15

1262 Postings, 2019 Tage cicero33Prognosen auf Q1

Der Ausblick auf Q1 liegt auch eher unter meinen Erwartungen.
Wobei Q1 halt auch generell das schwächste Quartal ist.
Die Umsätze der neuen Linien werden erst im 2. Halbjahr so richtig anlaufen.

Ich finde es schade, dass es überhaupt keine Erwähnung auf diese erwarteten Anläufe des 2. Halbjahres gibt.
 

14.05.20 09:20
1

1125 Postings, 7796 Tage totenkopfZahlen

Liegen für mich im Rahmen des erwartbaren. Insbesondere, wenn man die Umstände in der Automobilindustrie und die eher schleppenden Mobiltelefonverkäufe berücksichtigt. Bereinigt man dann noch um die hohen Steuern für 2019/20 ist das ein respektables Ergebnis.

Der Haupttreiber bis 2023 wird allerdings der Werksausbau in China sein. Bis Qongqing Phase II völlig läuft belasten eben die investitionsbedingt höheren Abschreibung schon, denen aktuell noch keine Erträge gegenüberstehen. Teile des Potentials wird man bereits 2021 und 2022 sehen. Das volle Potential wird man allerdings erst in 2023 sehen, dann aber massiv.  

14.05.20 09:22
1

1262 Postings, 2019 Tage cicero33#Snoper

Der Weg zu 80 Euro wird aber noch steinig werden !



An den Mittelfristaussichten hat sich nichts verändert. Hier ist alles im Plan. Die 80 Euro sind damit gleich wahrscheinlich, wie vor dem Bericht!
 

14.05.20 10:26
1

1262 Postings, 2019 Tage cicero33Ausblick

Was ich enttäuschend finde, ist der schwammige Ausblick. Die asiatische Konkurrenz kommt reihenweise mit einem guten Ausblick auf das laufende GJ und bei AT&S hat man immer das Gefühl, dass man sich tunlichst bemüht, nur ja nichts zu sagen, was dann doch nicht eintreffen könnte.
Ich denke, es ist einem Börsianer klar, dass Aussagen über die Zukunft immer ein gewisses Unsicherheitspotential beinhalten.
Man kann sich da ruhig ein Stück weiter nach vor wagen und wenigstens ein Stück Optimismus zeigen.
 

14.05.20 15:46

38 Postings, 441 Tage stockererInterview on the year2019/20

youtube.com/watch?v=VZaS6U1XGbY  

14.05.20 19:16

1262 Postings, 2019 Tage cicero33Interview

Auf der Seite der Wiener Börse findet man das heutige Interview mit Herrn Gerstenmayer.

Besonders interessant ist dabei folgendes:

Im Werk Chongqing I (IC-Substrate) beginnen jetzt bereits die ersten Maschinen anzulaufen. "So richtig gerampt" wird dann in Q 2 und Q 3 ("da kommen dann schon richtig Volumina rein"). Im 4. Quartal hat man die volle Kapazität aus der Erweiterung zur Verfügung.

Zählt man aus diesen Angaben  1+1 zusammen, sollten für das laufende GJ aus der Erweiterung der Substratproduktion 60 bis 90 Mio an zusätzlich Umsätzen kommen.
Im nächsten Jahr dann nochmals 60-70 Mio mehr.

On Top dürften auch Umsätze aus der Modulproduktion hinzukommen.

Des weiteren höre ich das erste mal, dass diese neuen Kapazitäten in IC-Substrate die jetzt sukzessive aufgebaut werden nicht durch das schiere Mengenwachstum diese Umsatzverdoppelung bewirken, sondern, dass es hier um Wertwachstum geht. Das verkaufte Stück hat also einen höheren Wert.  AT&S steigert damit die Profitabilität.  

15.05.20 00:03

229 Postings, 1277 Tage stksat|229130208Nachzügler

Margen und Gewinn fallen und die Schulden steigen, ja die Zukunft hört sich vielversprechend an, wenn alles so kommt wie geplant und zuerst kommen nun einmal die Ausgaben, sollte sich dann nach und nach der Erfolg einstellen wird der Kurs auch dementsprechend reagieren. Nur im Moment gibt es noch einige vielversprechende Halbleiterwerte und das zu guten Preisen und die werden mit Sicherheit zuerst laufen, als ein Wert der zuerst seine Verschuldung über die Marktkapitalisierung erhöhen muss, bis sich der gewünschte Erfolg einstellt.  

15.05.20 09:36

1262 Postings, 2019 Tage cicero33Kurzfristiger Kursverlauf

Die Aktie hat etwa von September 2019 beginnend einen Kursanstierg von 14 bis 23 Euro gehabt. Die Erwartungen an das damals laufende GJ 2019/20 waren geringer als es die aktuellen Erwartungen auf das GJ 2020/21 sind.

Auch wenn das derzeit laufende Quartal noch sehr schwach sein dürfte, kann man durchaus von einer Umsatzsteigerung von 5-10% in diesem  GJ ausgehen. Ich erwarte mir auch eine Steigerung der EBITDA-Marge und damit einen deutlich höheren Nettogewinn.

Es gibt also keinen Grund, wieso die Aktie auf dem derzeitigen Niveau verharren sollte.
 

15.05.20 12:17

1125 Postings, 7796 Tage totenkopfLink zum Interview

16.05.20 14:43

229 Postings, 1277 Tage stksat|229130208Krisenzeiten

Die haben wir zurzeit überall, deswegen wird Liquidität aufgebaut, aber ATS baut Schulden auf und das in sehr starkem Umfang, kein Wunder ist die Bewertung so tief, das wird in der heutigen Zeit nicht mehr gern gesehen. Das musste auch AMS erkennen, deren Kurs auf Fr. 8 absackte und die Banken auf vielen Aktien sitzenblieben. Von der Bewertung her müsste ATS wohl eher mit AMS verglichen werden und die Kursziele bei AMS sind dann um einiges höher, mal schauen wie die Analysten die Aktie, nach den Zahlen, einstufen. Sie ist interessant, günstig und hat Potential, dürfte aber im Halbleiter-Segment ein Underperformer bleiben, bis sich die Gewinne konkret materialisieren.  

17.05.20 06:31

1262 Postings, 2019 Tage cicero33CC-Frageteil

Ich habe mir jetzt den CC bzw. den Frageteil angehört.

Hier ein Auszug/Überblick dazu:


Jörg Andre Finke von HSBC:

Bei Frage 1 ging es um den mittelfristigen Ausblick. Bei der Antwort kam jetzt nichts Neues.

Weiters wollte er wissen, wie sich im Mobile-Business - Bereich die neuen  Modelle auf das Geschäft auswirken. Hier fehlte dem CEO jedoch der Blick auf die Zukunft. Gerade dieser fehlende Blick ist es auch, der keine Jahresprognose erlaubt, sagte er.

Daniel Lion, ERSTE:

Die erste Frage von Daniel Lion, betrifft die Erweiterung von Chongqing I, wie es hier mit dem Ramp weiter geht. Der CEO beschreibt den zeitlichen Ablauf des Ramp hier in etwa gleich wie im BRN-Interview. Die Erwartung ist hier, dass man 50% der zusätzlich zur Verfügung stehenden Kapazität im laufenden Jahr an Umsätzen generieren kann. Das wären dann etwa 55-70 Mio an zusätzlichen Umsätzen. 

Herr Lion fragt, ob der CEO keinen Preisdruck bei den IC-Substraten in den nächsten  Monaten bis Jahren kommen sieht. Der CEO beruft sich dabei auf dieses 11% Wachstum im Markt, welches zu einer Verdoppelung des Marktes bis 2025 führt. Es werden auch die neu geschaffenen Kapazitäten beobachtet, wobei daraus hervorgeht, dass sich hier ein GAP ergibt, die Kapazitäten also nicht mit der Nachfrage mithalten können.

Die nächste Frage betrifft das Modul-Business. Herr Gerstenmayer beruft sich hier auf die Infos, welche zum Q3-Bericht erfolgten. (Es geht hier um die Erweiterung von Chongqing II). Geplant ist nach wie vor, hier 160 Mio in den nächsten 2-3 Jahren zu investieren. Aktuell werden alle laufenden Projekte qualifiziert. Hier gibt es keine weiteren Aussagen dazu. Die ersten Umsätze werden im laufenden GJ kommen, sofern ich das richtig verstanden habe.
Eine Frage betrifft die Konkretisierungen zu den Investitionen. Hier wird gesagt, dass insgesamt 410 Mio investiert werden, wobei 320 Mio in die IC-Substrate gehen. Der Rest teilt sich auf diverse Länder auf.
Meiner Ansicht geht daraus nicht klar hervor, ob die Bestandsinvestitionen von 80 Mio hier noch On Top hinzukommen, ich gehe aber eher davon aus.

Zuletzt wird noch über die Visibilität auf Q1 gefragt. Hier wird nochmals erwähnt, dass vor allem der Automotiv-Bereich sehr unsicher ist und, dass in diesem Bereich die Sommermonate wohl noch schleppend verlaufen werden.

Teresa Schinwald von Raiffeisen:

2 Fragen wurden zur Steuer bzw. zu Währungseffekten gestellt. Auf der Währungsseite gab es einen positiven Effekt idH von 32 Mio auf die Umsätze.

Die 3. Frage betraf den mittelfristigen Ausblick auf den Automotive-Bereich. Hier glaubt man, dass der Bereich am ehesten im Sommer 2021 wieder anspringen wird. Auf Sicht bis 2025 sieht er vorerst den E-Mobilitäts - Bereich  und später den Autonomic-Drive - Bereich als Wachstumsdriver. Hier vor allem den Bereich der Sensoren etc.
 

17.05.20 08:15

1262 Postings, 2019 Tage cicero33#stksat

Ich hab das schon geschrieben. AMS ist mit der Osram - Übernahme zur Black-Box geworden. Keiner weiß, ob und inwieweit die Verschmelzung gelingt. Diese 4 Mrd die AMS für Osram bezahlt hat, ist ein hoher Preis. Entsprechend stark gestiegen ist damit die Aktienanzahl (durch die Kapitalerhöhung) und die Gesamtverschuldung.  

Bei AT&S werden in den nächsten 3 Jahren weitere etwa 1  - 1,2 Mrd  investiert werden. Es ist zu erwarten, dass davon etwa 600 Mio durch die Cashflows abgedeckt werden.

Damit steigt die Verschuldung natürlich auch an, aber in einem adäquaten Maß.
Für diese Investitionen winkt eine um 5% höhere Marge im Konzern bzw. jährliche operative Cashflows - allein durch diese neuen Projekte - von etwa 250 Mio.
Außerdem gibt es hier noch die Aussicht, dass sich das Modulgeschäft erfolgreich entwickelt. Die Wachstumsraten sind hier ja ähnlich hoch wie bei den IC-Substraten. Die Wertschöpfung steigt für AT&S enorm.

Es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er jetzt schon diesen Weg mitgeht.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Aktie bei 15 Euro unterbewertet ist. Diese 23 Euro, die wir vor Corona erreicht hatten, waren passend. Mal schauen, was das weitere Jahr her gibt.  

17.05.20 13:31

229 Postings, 1277 Tage stksat|229130208Unterbewertet?

Warum sind AMS und ATS so günstig, beide werden die Verschuldung über die Marktkapitalisierung ausweiten, das steigert das Risiko, dafür gibt es einen Bewertungsabschlag, daran wird sich erst etwas ändern wenn die strategischen Ziele der Firma Früchte tragen. Beide sind durchaus vielversprechend, wobei AMS klar der Vorzug zu geben ist, wie auch der sehr gute Geschäftsbericht zeigte. Trotzdem dürfte sich an den tiefen KGVs beider Firmen nichts ändern, Investitionen in diesem Umfang bergen Risiken, wir haben zurzeit eine gewaltige wirtschaftliche Krise, die Erholung ist noch nicht einmal sicher und diese Firmen erweitern gerade jetzt ihre Verschuldung extrem.  

17.05.20 16:37

1262 Postings, 2019 Tage cicero33?????

Warum sind AMS und ATS so günstig, beide werden die Verschuldung über die Marktkapitalisierung ausweiten, das steigert das Risiko, dafür gibt es einen Bewertungsabschlag, daran wird sich erst etwas ändern wenn die strategischen Ziele der Firma Früchte tragen.



Was meinst Du mit dem fettgedruckten Teil?  

17.05.20 20:13

1262 Postings, 2019 Tage cicero33Projekte

......die Erholung ist noch nicht einmal sicher und diese Firmen erweitern gerade jetzt ihre Verschuldung extrem.





Man kann doch nicht derartige Projekte wegen einer vorübergehenden Krise einfach stoppen. Ich sehe das genauso wie der der CEO, hier muss man unbedingt am Ball bleiben. An den Trends hat sich ja nichts geändert. Durch Corona beschleunigt sich der Bedarf in den Datenzentren sogar noch. Die größeren Unternehmen wie Unimicron und Ibiden haben auch nicht angekündigt, die Projekte zu stoppen. Und wenn andere ihre Projekte stoppen würden, dann wäre das noch mehr ein Grund, dass man das eigene Projekt durchziehen sollte.
 

18.05.20 11:13

229 Postings, 1277 Tage stksat|229130208Schulden

Heute musste der Leiterplattenhersteller Cicor melden, das der Umsatz um ca. 20% zurückgehen wird, zu viele Lieferunterbrüche, da nützt der Trend auch nichts mehr. Es gibt in der heutigen Zeit Risiken die es früher nicht gab, dazu gehört auch noch der Handelsstreit mit China, der Exporte aus China gefährdet, nicht umsonst ziehen Firmen aus China ab und bauen ihre Fabriken in anderen Ländern. Auch Analysten scheinen skeptisch zu sein, 2 mal Halten vom 7. und 8. Mai, ein Kursziel beträgt sogar nur noch 16 Euro. AMS wie ATS haben beide das Potential durchzustarten, beide sind auch sehr günstig, doch die riskante Verschuldung bremst. Laut Marketscreener steigt das FK auf über 850 Millionen, also mehr als die jetzige Marktkapitalisierung von 600, auch AMS will mit ca. 3.5 Milliarden Marktkapitalisierung um die 4.5 Milliarden Schulden aufbauen. Ich habe beide Aktien, ich sehe durchaus Chancen, aber keine starke Aufwertung bei so hohen Schulden, Tesla darf das, die Aktie steigt je mehr Projekte sie ankündigt, aber bei AMS und ATS sind die Anleger skeptischer, da muss sich der Erfolg zuerst noch zeigen, dann erst beginnt eine Aufwertung, die auch KGVs von 25 bringen kann, das dürfte aber erst langfristig geschehen. Das ist auch einer der Gründe warum Dialog höher Bewertet ist, sie hat hohe Cash-Bestände. Hilfreich wäre es, wenn es die Möglichkeit gebe die Berichte der Analysten zu lesen.  

18.05.20 15:16

1262 Postings, 2019 Tage cicero33Huawei

Hat der Kursanstieg heute auch mit den weiteren Sanktionen der USA gegenüber Huawei zu tun? Kommt es auch zu Verschiebungen bei den nachgelagerten Industrien?  

18.05.20 16:12

229 Postings, 1277 Tage stksat|229130208Huawei

Diese Sanktionen gelten ja nur für US-Firmen, problematisch wäre es wenn Produkte mit chinesischen Bauteilen von den USA boykottiert würden. Heute laufen viele Titel gut, alles was prozyklisch ist, ist gefragt. Ein gutes Beispiel zur Verschuldung: Lafarge KGV 12, Heidelberger 8, Cemex 4, alle sind Zement, aber Cemex hat am meisten Schulden und Lafarge am wenigsten. Heute sind die Investoren risikofreudiger, stark verschuldete Firmen wie AMS oder ATS (zukünftig) sind wieder gefragt, beide über 5% plus. Wir leben in der Zeit wo Cash King ist und das belastet Firmen mit Schulden überdurchschnittlich. Eine wichtige Frage ist: Warum wird sie nicht zum Kauf empfohlen, trotz günstiger Bewertung, was befürchten die Analysten, haben wir was übersehen? Ich habe nur die Schulden als Erklärung, ich orientiere mich an der aktuellsten Einstufung vom 8 Mai, bei der Bewertung und den Perspektiven müsste eigentlich eine Kaufempfehlung drin liegen. Das hält mich davon ab nachzukaufen, wo ist der Hacken für das Halten mit dem Kursziel 16.50?  

18.05.20 18:15

1262 Postings, 2019 Tage cicero33TSMC

Du hast ja sicher mitbekommen, dass TSMC - aufgrund der Sanktionen - ab September keine Chips mehr für Huawei produzieren wird.
Ich gehe davon aus, dass TSMC mit den PCB-Herstellern aus Taiwan  eng zusammen arbeitet - in etwa so - wie Intel mit AT&S bei den IC-Substraten.
Wenn jetzt TSMC Aufträge nicht mehr erfüllt, könnten auch Unimicron, Compeq und weitere PCB-Hersteller aus Taiwan Aufträge verlieren.
Huawei wird sich einen alternativen Auftragsfertiger suchen müssen bzw. sprechen sie sogar selbst bereits laut über ein Insolvenzrisiko.

 

18.05.20 20:50

229 Postings, 1277 Tage stksat|229130208Huawei

Auch AMS hat Huawei als sehr bedeutsamen Kunden und stieg heute um 7%. Das ATS Huawei mit seinen Fabriken, in einer Art Monopolstellung , beliefern könnte, daran ist zu zweifeln. Hat doch Huawei schon angedeutet selber produzieren zu wollen und vor allem ist zu befürchten das die US-Sanktionen dann alle Firmen betreffen die Huawei beliefern und das wäre auch ATS. Einen Grund warum das Kursziel von 21 auf 16 gefallen ist, habe ich nicht gefunden. Dafür Prognosen über die Schulden, 2022 soll AMS 1.7 Milliarden Nettokapitalschulden haben ATS aber 850 Millionen, umgerechnet auf den jährlichen EBITDA macht das 2.8 und bei AMS 1.7, also wesentlich tiefer, das ist deswegen so wichtig weil ja schon AMS als überschuldet gilt. Das dürfte die schwache Kursentwicklung erklären, einen anderen Grund habe ich nirgends gefunden.  

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Oskar

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