Gazprom 903276

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neuester Beitrag: 04.12.20 06:05
eröffnet am: 09.12.07 12:08 von: a.z. Anzahl Beiträge: 54683
neuester Beitrag: 04.12.20 06:05 von: DocMaxiFritz Leser gesamt: 11241774
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09.12.07 12:08
115

981 Postings, 5269 Tage a.z.Gazprom 903276

hat einen Thread verdient, der nicht nur "schlachten" oder den Wert "forever" hochjubeln will.
Der Chart (hier im Jahresüberblick) erscheint mir im Moment bemerkenswert:
mit Phantasie ist eine Formation ähnlich S-K-S zu erkennen, und das Hoch vom Januar (37,- ?) wurde signifikant genommen. Die Indikatoren (TrendFOLGE!) sehen natürlich gut aus. Die Bollinger sind weit offen.
Das alles zusammen sollte ein weiteres Aufwärtspotential indizieren - vielleicht nach einer kleinen Erholung auf dem derzeitigen Niveau.

Ich bin mit einem Hebelprodukt investiert und würdemich über weitere Meinungen und Fakten freuen.

Na sdrowje!
-----------
Gruss - az
Angehängte Grafik:
gaz.png (verkleinert auf 60%) vergrößern
gaz.png
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54657 Postings ausgeblendet.

03.12.20 14:17

271 Postings, 654 Tage Fredo75Löschung


Moderation
Zeitpunkt: 03.12.20 18:36
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Off-Topic

 

 

03.12.20 15:51

571 Postings, 174 Tage SousSherpaWeltgasmarkt November 2020

Weltgasmarkt November 2020
https://energy.skolkovo.ru/downloads/documents/...ing_Gaz_2020_11.pdf

Jährlich gingen die Lieferungen von LNG nach Europa um 40%.  Dank des Ausscheidens konkurrierender LNG-Unternehmen konnte Gazprom den Anteil am europäischen Gasmarkt auf 34% steigern. Bis zum Ende des dritten Quartals 56,4 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa liefern, 21% mehr als von April bis Juni.  Gleichzeitig begann das Wachstum im Herbst Lieferungen von Gazprom an den türkischen Markt bei wachsender Verfügbarkeit von indexierten zu Erdgasverträgen. Im November verkaufte Gazprom Export erstmals seine elektronische Handelsplattform symbolische Gasmengen für den türkischen Markt.


 

03.12.20 16:08
1

8638 Postings, 1533 Tage raider7hi Didlmaus

Übermorgen werden wir sehen was passiert, denke mir dass die Umwelthilfe diesmal nix zu bestellen hat und die Pipline fertig gebaut wird...

Alles dürfte dazu bereit sein...

Denn auch die "Fortuna" die mit dem Hilfsschiff "Artemis Offshore" scheint zum Einsatz bereit..

Andere schiffe haben auch ein neues Ziel das Mukran heist..

Denke mir dass der Aktienkurs bei Anfang der Arbeiten bei +-4,07 stehen wird und bei fertigstellung dann bei 6?

das würde ich begrüssen

 

03.12.20 16:28
1

571 Postings, 174 Tage SousSherpaGasvorräte der EU auf Dreijahrestief in 2021?

Italienische Gasvorräte könnten auf einem Dreijahrestief in den Sommer eintreten
https://www.argusmedia.com/en/news/...y-enter-summer-at-threeyear-low

Und vermutlich nicht nur die Gaslager von Italien, sondern von den meisten Ländern der EU, wenn ich mir ansehen wie schnell die Lager aktuell leerlaufen

https://www.ariva.de/forum/...om-903276-312389?page=2178#jumppos54453
https://agsi.gie.eu/#/

 

03.12.20 17:06

8638 Postings, 1533 Tage raider7Hast recht SousSherpa

Dieser Vorwinter ist ganz anders als die der letzten Jahre,,,, letztes Jahr war es auch Schmudelig aber bei weitem nicht so Kalt wie jetzt...

Und dieses Schmudelwetter scheint noch ne weile so zu bleiben und das dürfte den Gasverbrauch so richtig ins laufen bringen..

Gazprom liefert ja jeden Tag über 500 Mio m3 Gas aber gasreserven fallen trotzdem immer schneller die letzten Tage..

Hoffe dass dieses Wetter anhält bis zum Ende meiner Teneriffa-Reise die am 6.1.2021 beginnt und endet im April..

Hoffe auf wenigstens einen verdoppler..
 

03.12.20 17:16

271 Postings, 654 Tage Fredo75Raider

wenn Du nach Teneriffa fliegst ,vergiss nicht den Corona Test vorher zu machen ,sonst lassen die Dich dort  nicht ausstiegen.Ich werde übrigens im Jan./Feb .in Maspalomas  urlauben.  

03.12.20 17:57
1

442 Postings, 828 Tage DocMaxiFritzPartner beteiligt man gerne

Feinde - schließt man aus.


Die Russen könnten den Partnern erlauben, Nord Stream 2 mit Strom zu versorgen, um die Gasrichtlinie zu erfüllen
3. Dezember 2020, 06:30 Uhr
AUFMERKSAM
Gazprom
Foto von Gazprom

Die Russen nutzen das Gazprom-OMV-Abkommen, um Europa davon zu überzeugen, dass Gas aus der umstrittenen Nord Stream 2-Gaspipeline nachgefragt wird, die aufgrund der zunehmenden Ausweitung der US-Sanktionen immer noch nicht entstanden ist. Dies kann auch eine Möglichkeit sein, das Projekt an die EU-Gasrichtlinie anzupassen, die Gazprom einschränkt.

Gazprom Export hat Ende Oktober eine Vereinbarung mit OMV Gas Marketing & Trading geschlossen. Er informiert nur anlässlich des Beginns der Lieferungen am 1. Dezember darüber, wenn die Diskussion über die Zukunft des Nord Stream 2-Projekts, dessen Bau in deutschen Gewässern am 5. Dezember wieder aufgenommen werden soll, fortgesetzt wird. Das Schicksal der dänischen Sektion ist ungewiss, da Unternehmen, die an ihrer Fertigstellung beteiligt sind, möglicherweise unter US-Sanktionen fallen, die zum Jahreswechsel verlängert werden sollen.

Trotzdem bleibt Gazprom optimistisch. - Der neue langfristige Vertrag mit OMV zeigt, dass in Europa noch viele Jahre lang Gas aus unserer Gaspipeline nachgefragt wird. Wir freuen uns, dass unser ältester Partner, OMV, mit russischem Gas auf dem größten Gasmarkt Europas, d. H. Deutschland, tätig sein wird, sagte die Leiterin von Gazprom Export, Elena Burmistrova.

Kommiesant entschied, dass das Gazprom-OMV-Abkommen Lieferungen von jeweils fünfzehn Milliarden Kubikmetern für fünfzehn Jahre abdecken kann. jährlich. Nach der Meinung von Maria Belowa von Vygon Consulting schlägt er vor, dass die Russen Gas an Österreicher verkaufen können, um es in Nord Stream 2 aufzunehmen, und damit teilweise die Herausforderung lösen, Nord Stream 2 an die Bestimmungen der EU-Gasrichtlinie anzupassen, die Gazprom zur Zulassung Dritter verpflichten die Hälfte der Kapazität der Gasleitung. Bei dieser Gasleitung beträgt sie 55 Milliarden Kubikmeter. pro Jahr müssten die Russen also andere Unternehmen mit einem Volumen von 27,5 Milliarden zulassen. Belowa schreibt vor, dass der Gazprom-OMV-Vertrag verwendet werden könnte, um die Anforderungen der überarbeiteten Gasrichtlinie zu erfüllen, wenn sich die Gaslieferstelle auf dem Territorium Russlands befindet dass die Österreicher die Verantwortung dafür übernehmen könnten, nachdem sie in Nord Stream 2 gezwungen wurden. Bisher haben europäische Unternehmen Gas an Sammelstellen am Ausgang von Gaspipelines wie Nord Stream 1 oder der Yamal-Gaspipeline erhalten.

Die russische Zeitung stellte in anonymen Quellen fest, dass der Gazprom-OMV-Vertrag wahrscheinlich an die Preise an europäischen Börsen gebunden ist, da eine andere Lösung zu bereits aufgetretenen Schiedsverfahren führen könnte. Kommersant erwähnt das polnische PGNiG nicht namentlich, aber es waren die Polen, die den Streit um die Indexierung des Yamal-Vertrags auf Rohöl gewonnen haben, der andere Bedingungen für einen unfairen Lieferpreis enthielt.

TASS / Kommiersant / Wojciech Jakóbik  

03.12.20 18:20
1

571 Postings, 174 Tage SousSherpaOpec+ Entscheidung naht (cont.)

>https://www.ariva.de/forum/...om-903276-312389?page=2179#jumppos54494

Opec+ Deal steht also nun endlich: Verlängerung der Produktionskürzung bis März mit minimaler Anhebung um  0.5MM barrels/d im Januar der  7.7 million bpd Kürzung.

Öl steigt
https://www.cmegroup.com/apps/cmegroup/widgets/...p;exchangeCode=XNYM

=> Rubel steigt
https://www.cmegroup.com/apps/cmegroup/widgets/...p;exchangeCode=XCME  

03.12.20 18:27

8638 Postings, 1533 Tage raider7hi Fredo75

Dann kannste ja dann ne Party Black Jack machen im Casino Maspalomas

Werde auch einen gültigen Corona Test haben nicht älter als 3 Tage

Dann müsste noch bis dahin  der Gazpromkurs steigen auf vieleicht 5 +++++ dann wäre es Perfekt für mich.wink

 

03.12.20 18:35

108 Postings, 4273 Tage foxhunterDoc maxi Fritz

Sehr interessant, bleiben dann noch 12.5 Mrd. für einen zusätzlichen Partner und
GP verkauft dann in Summe 55 Mrd., ÖMV ist sozusagen ein Zwischenhändler der eine "kleine"
Marge zusätzlich verdienen kann.



 

03.12.20 19:44

104 Postings, 374 Tage WuchtigeBerthaDanke...

für die Links von Marinetraffic. Schöne Recherche  

03.12.20 20:11
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8638 Postings, 1533 Tage raider7hi SousSherpa

Dann noch die "Artemis Offshore" in Wismar

Und weitere Schiffe in Kaliningrad, die "Iwan Sidorenko" und die "Ostap Sheremeta" die "Vengery" und 1-2 weitere Schiffe deren Name ich jetzt nicht weiss..

Alle Schiffe die sich in letzter Zeit bei Mukran aufgehalten haben-

Katun, Neftegas, Artemis Offshore, Vengery, Yasnyy,, Umka, Funval, Baltijskiy Issled, Yury Topchew, Akademik Cherskiy, Fortuna

Denke mir dass diese 12 Schiff im Einsatz werden sein um die NS2 fertig zu bauen.smile

 

03.12.20 20:44
1

571 Postings, 174 Tage SousSherpaMethanol als Schiffskraftstoff

Ein interessanter Vorschlag: Methanol als arktischen Kraftstoff
https://www.vesselfinder.com/de/news/...on-of-methanol-as-Arctic-fuel

Die Methanolindustrie ist eine der am schnellsten wachsenden - in den letzten zehn Jahren hat ihr Wachstum die Dynamik des globalen BIP verdoppelt (mehr als 6,5% pro Jahr). Bis 2025 wird die Nachfrage nach Methanol um mehr als das Eineinhalbfache auf 122 Millionen Tonnen pro Jahr steigen.

Gazprom braucht Methanol ja auch für seine Pipelines und spritzt Methanol ein um Gashydratprobleme zu vermeiden.
http://www.gazprominfo.com/terms/methanol/

Betrieb für die Herstellung von Methanol in Tomsk
http://www.gazprom.de/f/posts/49/961465/map-processing-2019-de.png  

03.12.20 20:45
1

8638 Postings, 1533 Tage raider7Akademik auf Reisen

https://www.vesselfinder.com/de/vessels/...IMO-9747194-MMSI-273451870

Dann gehen die Arbeiten Morgen Abend/Nacht los.

Hi All,,,, das ist wieder einer von wenigen Momenten die "RICHTIG" wichtig sind für Gazprom..

Und natürlich auch für den Aktienkurs.

hoffe dass alles Klappt  

03.12.20 20:58

8638 Postings, 1533 Tage raider7hi SousSherpa

die 30 in deinem link gefällt mir besser..

http://www.gazprom.de/f/posts/49/961465/map-processing-2019-de.png

Nächstes Jahr wenn Gazprom 7 bis 10 Mrd m3 Gas nach China liefern+++++  werden die ersten beiden Linien vom Riesegem Gasverarbeitungswerk "AMUR" richtig viel Arbeit haben was heisst dass Gazprom hier ab nächstem Jahr Milliarden verdienen wird..

http://www.gazprom.de/projects/amur-gpp/

siehe link,,,, demnach werden 1/3 - 1/4 der angegebenen Produktionen getätigt werden.

Helium, Ethan, Propan, Butan + Pentan - Hexan

Da wird Kasse zum erstem X zu Klingeln anfangen  

03.12.20 21:02
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571 Postings, 174 Tage SousSherpaEs geht also los

@raider7: Hast recht. Das Verlegeschiff ist jetzt auch losgefahren und folgt jetzt der Umka.
https://www.marinetraffic.com/en/ais/details/...sel:AKADEMIK_CHERSKIY
ENDLICH! Es geht los.
 

03.12.20 21:16
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8638 Postings, 1533 Tage raider7"AMUR" Kosten

liegen bei sageundschreibe  11,5 Mrd?  also so viel wie die China Pipline gekostet hat-

Und über 70% davon sind schon fertig gebaut.

http://www.gazprom.de/press/news/2019/december/article496457/

Hier wird Gazprom richtig viel Geld verdienen und nächstes gehts Los,, also auch ein sehr "WICHTIGER" Moment für Gazprom.winksmilelaugthingcool

 

03.12.20 21:50

284 Postings, 996 Tage ArturoBighi

Bin mal hier auch mit einer Position rein, finde die ganze Geschichte sehr interessant, beobachte und lese seit längerem die ganze Entwicklung bei gazprom und denke der Einstieg zu dem Preis ist sehr verlockend...
Meiner Meinung nach, hier geht irgendwann mal die Post ab, vielleicht nicht die kommende Monate, aber spätestens wenn NS2, fertig gestellt sein sollte...
Das Risiko ist mir aufjedenfall wert...  

03.12.20 22:34

571 Postings, 174 Tage SousSherpaQ4 Erwartungen - Gasexporte auf Höchststand

Das wird eine gutes Q4 und noch besseres Q1/21: "Wir erwarten eine Erholung der Gasexporte nach Europa auf das traditionelle Niveau im vierten Quartal und auch im nächsten Jahr" (Alexey Finikov)

Die russischen Gaslieferungen nach Europa blieben im November auf dem Höchststand von 2020 mit durchschnittlichen Lieferungen von 439 Millionen Kubikmeter pro Tag
https://translate.google.com/...rope-remain-at-2020-highs-in-november  

03.12.20 23:23

8638 Postings, 1533 Tage raider7hi SousSherpa

guter link von dir was Gaslierungen angeht nach Europa.

https://translate.google.com/...rope-remain-at-2020-highs-in-november

Da geht es auch um die Gaslieferungen durch die Ukraine die ab 1.1.2021 auf 40 Mrd m3 Gas runtergedrosselt werden,, da geht die rede darüber dass Gazprom kostenpflichtig neue Lieferkapazitäten Buchen "MÜSSTE" in der "UKraine" um genug Gas liefern zu können,,,,, gehts noch

Zuerst Sanktionieren sie die NS2 und stoppen sie durch Sanktionen um dann Gazprom zu drängen mehr "TRANSIT" zu bezahlen an die UKraine.!!!!!!!

Das kann es doch nicht sein,,, Gazprom sollte genau die 40 Mrd m3 Gas liefern wie im Vertrag vorgesehen sind und keinen Millimeter mehr.!?

Falls Gazprom das tut + bezahlt wie angedeutet dann bleibt der Gaspreis auf ewig unten und Gazprom wird  weiter sowas von Verascht werden..!?

Dann könnte man nur noch den Kopf schütteln und Gott bitten etwas Hirn regnen zu lassen für die Russen.!?

Dann hätte auch ein weiteres Investieren in Gazprom keinen Sinn mehr.!!!  

03.12.20 23:30

8638 Postings, 1533 Tage raider7Die "Artemis"

macht sich auch von Wismar auf den weg nach Mukran

https://www.marinetraffic.com/de/ais/home/shipid:3844153/zoom:12

was heissen dürfte dass die "Fortuna" folgen müsste.  

04.12.20 06:01

442 Postings, 828 Tage DocMaxiFritzEs geht los...

Nord Stream 2: Ab Samstag wird weitergebaut - aber nur 2,6 Kilometer
01. Dezember 2020  Peter Mühlbauer

Erwin Sellering. Foto: Michał Józefaciuk / Senat Rzeczypospolitej Polskiej. Lizenz: CC BY-SA 3.0
Gemeinnützige Stiftung soll vor US-Sanktionen schützen

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee in Stralsund warnt Kapitäne für Samstag zu besonderer Vorsicht südlich des Adlergrundes. Als Grund dafür nennt die Behörde Bauarbeiten. Südlich des Adlergrundes hören bislang zwei Rohre auf, die die Anlandestation Lubmin einmal mit dem Rest der Gaspipeline Nord Stream 2 verbinden sollen.

Planung "an die Projektsituation angepasst"
Der Nord Stream 2 AG zufolge wird am 5. Dezember an diesen beiden Rohrenden tatsächlich weitergebaut - aber angeblich nur jeweils 2,6 Kilometer. Um die Verbindungen zu schließen, müssten es jeweils 76 Kilometer sein, wovon 16 in der deutsche und 60 in der dänischen Wirtschaftszone liegen.

Auf Fragen dazu heißt es aus der Aktiengesellschaft lediglich, man habe die Planung "an die Projektsituation angepasst". Wann die restlichen 73,4 Kilometer drankommen sollen bleibt ebenso offen wie die Frage, welches Verlegeschiff die Arbeiten am Samstag durchführen wird. Die Akademik Cherskiy, die Anfang des Jahres in einer Art Katz- und Maus-Spiel mit immer neuen Zielangaben aus dem fernen Osten in die Ostsee geholt wurde (vgl. Katz-und-Maus-Spiel um Nord Stream 2?), brach letzte Woche nach längerer Ruhe im Sassnitzer Hafen Mukran in Richtung des russischen Teil Ostpreußens auf.

Bereits zertifiziert?
Etwa gleichzeitig wurde bekannt, dass die norwegische Zertifizierungsgesellschaft Det Norske Veritas og Germanischer Lloyd i Hamburg (DNV GL) ihre Tätigkeit für Nord-Stream-2-Schiffe wegen einer "neuen Klarstellung des US-Außenministeriums zum European Energy Security Protection Act (PEESA)" eingestellt hat. "In Übereinstimmung mit diesen neuen Richtlinien", so die norwegische Firma laut Bloomberg, "stellen wir fest, dass die Aktivitäten des DNV GL zur Kontrolle von Schiffen mit Ausrüstungen, die dem Nord Stream-2-Projekt dienen, mit Sanktionen belegt sind" - und man habe "ein robustes Programm zur Einhaltung aller geltenden Vorschriften und Gesetze, einschließlich Sanktionen, eingeführt".(vgl. Nord Stream 2: Zertifizierungsgesellschaft springt ab).

Ob die DNV GL die Akademik Cherskiy vor diesem Schritt zertifiziert hat, oder nicht, ist unklar. Sie wurde angeblich in Mukran für die Nord-Stream 2-Rohre umgerüstet und verfügt über ein dynamisches Positionierungssystem, das die dänischen Behörden anfangs zur Voraussetzung für eine Zulassung machten. Seit diesem Spätsommer akzeptieren sie jedoch auch Maschinen mit Ankern, weshalb auch die Fortuna, ein anderes russisches Verlegeschiff, eingesetzt werden könnte. Möglich ist auch, dass beide Schiffe zusammenarbeiten.

Stiftungschef Sellering?
Der Grund für die eher bedingte Transparenz im Zusammenhang mit diesen Vorhaben dürfte auch darin liegen, dass man keine Informationen herausgeben möchte, die es den Amerikanern erlauben, rasch Sanktionen anzupassen. Diese Sanktionen sind der Grund, dass die eigentlich beauftragte schweizerische Verlegefirma Allseas im letzten Jahr absprang. Für private Firmen, die international tätig sind, sind solche Sanktionen ein großes Risiko. Staatliche Akteure, die sich vor allem auf ein Land konzentrieren, wären davon potenziell weniger betroffen.

Deshalb plant man in der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern Medienberichten nach die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung, die dort einspringen soll, wo es privaten Akteuren zu gefährlich wird. Als Chef dieser angeblich fast fertigen Stiftung soll Erwin Sellering vorgesehen sein, der ehemalige Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern. Der 71-jährige Sozialdemokrat gilt nicht nur als Vertrauter des ehemaligen Bundeskanzlers und jetzigen Nord-Stream 2-Verwaltungsratschefs Gerhard Schröder - er versteht als Initiator des Wirtschaftsdialogforums "Russlandtage" auch etwas von wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit Moskau. Offiziell gibt es dazu aus Schwerin aber keinen Kommentar. (Peter Mühlbauer)  

04.12.20 06:03

442 Postings, 828 Tage DocMaxiFritzNS2 muss gar nicht gerettet werden

Haben Facebook und Twitter unfreiwillig Nord Stream 2 gerettet?
03. Dezember 2020  Peter Mühlbauer

Symbolbild: Pixabay
Donald Trump will den neuen Verteidigungshaushalt mit den PEESCA-Sanktionsverschärfungen erst dann unterschreiben, wenn den Social-Media-Konzernen das Sektion-230-Privileg entzogen wird

Das russische Verlegeschiff Akademik Cherskiy, das Ende letzter Woche den Sassnitzer Hafen Mukran verließ, ist - anders als die ersten Kursdaten angaben - doch nicht in den russischen Teil des ehemaligen Ostpreußens gefahren, sondern kreuzt Vesselfinder zufolge jetzt östlich der dänischen Bornholm, an der die Nord-Stream-2-Pipeline vorbeiführen soll. In ihrer Nähe befinden sich die russischen Versorgungsschiffe Umka und Finval, die ebenfalls ihren Kurs änderten. Hinzu kommt ein drittes russisches Versorgungsschiff, die Katun.

Erneut an den jährlichen Verteidigungshaushalt angehängt
Die Täuschungsmanöver über das Fahrziel legen nahe, dass die Gaspipeline ab Samstag vielleicht doch etwas weiter gebaut werden könnte, als nur die von der Betreiber-AG offiziell eingestandenen 2,6 Kilometer (vgl. Nord Stream 2: Ab Samstag wird weitergebaut - aber nur 2,6 Kilometer). Anlass der Täuschungen dürften die Pläne für neue amerikanische Sanktionen sein, die der US-Kongress mit dem "Protecting Europe’s Energy Security Clarification Act", dem PEESCA", verabschieden will.

Was dieses Gesetz "klarstellen" soll, ist der Protecting Europe’s Energy Security Act (PEESA) vom Dezember 2019. Unmittelbar nachdem US-Präsident Donald Trump diesen PEESA am 20. Dezember 2019 unterschrieben hatte stellte die schweizerische Rohrverlegefirma Allseas die Arbeiten an Nord Stream 2 aus Angst vor Sanktionen ein. Den PEESA hatte der US-Kongress damals an den jährlichen Verteidigungshaushalt angehängt, den National Defense Authorization Act (NDAA). Das soll auch dieses Jahr mit dem PEESCA geschehen - aber es ist unklar, ob ihn Donald Trump so schnell unterschreiben wird.

Trump: Section-230-Privileg ist "ernste Bedrohung der Sicherheit unserer Nation und unserer Wahlen"
Der nun wahrscheinlich scheidende US-Präsident hat nämlich angekündigt, diesen Verteidigungshaushalt erst dann auszufertigen, wenn ihm ein weiteres Gesetz angehängt wird: Eines, das Social-Media-Konzernen das Privileg entzieht, nicht für Inhalte ihrer Nutzer zu haften.

Dieses in den 1990er Jahren in Sektion 230 des Communications Decency Acts verankerte Privileg ist Trumps Worten nach "Corporate Welfare" - eine staatliche Wohlfahrtsleistung für die Big-Tech-Konzerne, und eine "ernste Bedrohung der Sicherheit unserer Nation und unserer Wahlen". Damit spielt er unter anderem darauf an, dass Twitter und Facebook die Verbreitung von Berichten über Auslandsgeschäfte der Biden-Familie zu verhindern versuchten (vgl. Hunter und Twitter - zwei Elefanten im Raum).

Keine reinen Mittler mehr
Seine Kritik am Haftungsprivileg ist aber älter und geht über die Rolle der Konzerne kurz vor der Wahl im November hinaus: Bereits im Mai hatte Trump eine "Klarstellung" der Sektion 230 des CDA gefordert und das damit begründet, dass diese Unternehmen bislang eine "unkontrollierte Macht, praktisch jede Form von Kommunikation zwischen Privatleuten oder mit der Öffentlichkeit zu zensieren, einzuschränken, zu redigieren, zu formen, zu verstecken und zu ändern" hätten. Das nutzen sie Trumps Ansicht nach auch aus und greifen so stark in seine und andere Nutzeräußerungen ein, dass sie keine reinen Mittler mehr sind.

Sektion 230 des CDA war seinen Worten nach "nicht dazu gedacht, eine Handvoll Unternehmen zu Titanen wachsen zu lassen, die vitale Wege für unseren nationalen Diskurs unter dem Mantel der Förderung offener Diskussionsforen kontrollieren, um dann diesen Ungetümen unbeschränkte Immunität zu gewähren, wenn sie ihre Macht zur Zensur von Inhalten und der Unterdrückung ihnen unliebsamer Ansichten einsetzen". Deshalb bräuchten die Herren über die öffentlichen Plätze der Gegenwart mehr Regulierung (vgl. "Titanen unserer Wirtschaft" vor Regulierung?). (Peter Mühlbauer)  

04.12.20 06:05

442 Postings, 828 Tage DocMaxiFritzSanktionen? = FRECHHEIT!

News  Regionale Nachrichten  Mecklenburg-Vorpommern
US-Kongress zu Nord Stream 2: Keine Sanktionen gegen Berlin
 
Bild zu Verlegeschiff «Akademik Tscherski»
Das russische Verlegeschiff "Akademik Tscherski" liegt vor Sonnenaufgang im Hafen Mukran auf Rügen.
© dpa / Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild  

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