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Steinhoff International Holdings N.V.

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neuester Beitrag: 14.11.19 14:43
eröffnet am: 20.12.17 22:16 von: Wagemutige. Anzahl Beiträge: 214492
neuester Beitrag: 14.11.19 14:43 von: fuXa Leser gesamt: 25242605
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02.12.15 10:11
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Clubmitglied, 26985 Postings, 5369 Tage BackhandSmashSteinhoff International Holdings N.V.

Rechtsform Naamloze vennootschap
ISIN NL0011375019
Gründung 1. Juli 1964[1]
Sitz Amsterdam, Niederlande
Leitung Markus Jooste[2]
Mitarbeiter 91.000 (2014/15)[3]
Umsatz 134,868 Mrd. Rand (2014/15)[3]
Branche Einzelhandel/Möbelindustrie
Website steinhoffinternational.com

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Steinhoff_International_Holdings

Möbelhersteller und Möbelhändler bei uns gelistet,...

hm mal sehen was das wieder ist, kennt das jemand ?  
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214466 Postings ausgeblendet.

14.11.19 12:11

51 Postings, 131 Tage WulfBley2. Teil zur Tilpklage

Zur Ad-hoc-Publikationspflicht Steinhoff 14.11.2019

Da die Aktionäre von Steinhoff überwiegend die Klagen geschädigter Aktionäre (Mitgesellschafter) gegen die Gesellschaft wegen der Ad-hoc-Pflichtverletzung für den derzeitigen Aktienkurs mitverantwortlich machen, hier ein paar Ausführungen, wie komplex und unsicher eine rechtliche Würdigung der Schadensersatzansprüche für die befassten Gerichte sein dürfte.

Ganz allgemein:

Neben den periodischen Publizitätspflichten des Emittenten besteht die Pflicht zur Ad-hoc-Publizität,2 vgl. § 15 WpHG, welche der Schnell-lebigkeit der Märkte Rechnung trägt. Auch ein gut informierter und sachkundiger Anleger kann nicht aufgrund eines Informationsvor-sprungs eine höhere Rendite als ein ?Unwissender? erzielen, denn so-bald eine relevante Tatsache bekannt wird, fließt sie in die Kursbildung ein, der oder unter Wert abgestoßen wird. Andernfalls würde der Markt schnell zusammenbrechen, da es zu einer Übervorteilung der ?Unwis-senden? kommen würde und diese somit ihr Kapital alsbald abziehen würden (informationelle Chancengleichheit). Dieser Mechanismus wird als Market Efficiency Hypothesis (MEH) bezeichnet. Es liegt auf der Hand, dass es einen solch ?vollkommen Markt? nicht geben kann. Für einen funktionierenden Kapitalmarkt ist hierbei entscheidend, dass der Wissensvorsprung der Unternehmensinternen möglichst rasch aufge-hoben wird bzw. derweil ein Verwendungs- bzw. Handelsverbot be-steht und dass die betreffende Information mit möglichst großer Brei-tenwirkung zeitgleich veröffentlicht wird. Dies soll durch die Regelung der Ad-hoc-Publizitätspflicht sichergestellt werden. Mit Einführung des WpHG wurde die Ad-hoc-Publizität in § 15 WpHG neu geregelt.

Inlandsemittent

Der Begriff des Inlandsemittenten ist in § 2 Abs. 7 WpHG definiert. Die Norm stellt auf das Herkunftsstaatsprinzip ab und somit in erster Linie auf den Sitz des Emittenten und erst nachrangig auf den Börsenplatz. Diese Regelung gewährleistet, dass ein Emittent es im Regelfall in-nerhalb der EU/EWR nur mit einer Rechtsordnung bzw. Aufsichtsbe-hörde zu tun hat. Aus der Verwendung des Begriffs des Inlandsemit-tenten in § 15 WpHG ergibt sich, dass die Finanzinstrumente an einem organisierten Markt i. S. d. § 2 Abs. 5 WpHG gehandelt werden müs-sen. Der Qualifizierung der zu veröffentlichenden Informationen kommt zentrale Bedeutung in der Abwägung zwischen dem Informa-tionsinteresse des Marktes und dem Geheimhaltungsinteresse des Emittenten zu. Umstände die ebenfalls im Rahmen der Regelpublizität, insbesondere im Jahresabschluss und Zwischenberichten, zu veröf-fentlichen sind, unterliegen gleichwohl der Ad-hoc-Publizitätspflicht so-fern und sobald es sich um den Emittenten unmittelbar betreffende Insiderinformationen handelt.

Insiderinformation

Eine Insiderinformation ist, der Definition in § 13 Abs. 1 S. 1 WpHG folgend, eine konkrete Information über nicht öffentlich bekannte Um-stände in Bezug auf den Emittenten, die geeignet sind, im Falle ihres öffentlichen Bekanntwerdens den Marktpreis der jeweiligen Marktin-strumente erheblich zu beeinflussen. Festhalten muss man an dieser Stelle, dass das im Gesetz geforderte Kriterium der unmittelbaren Be-troffenheit nahezu keine eigenständige Bedeutung hat, da die Wer-tungen bereits in den Tatbestandselementen der Insiderinformation sowie deren Eintritt im Tätigkeitsbereich des Emittenten enthalten sind. Im verbleibenden äußerst schmalen Relevanzbereich (Insiderinforma-tionen, die nicht im Tätigkeitsbereich des Emittenten eingetreten sind) ist völlig unklar, wann eine ?unmittelbare Betroffenheit? des Emittenten vorliegen soll. Unmittelbar ist etwas, wenn es nicht mittelbar, nicht durch etwas Drittes, nicht durch einen Dritten vermittelt, also direkt ist. Das Tatbestandselement der unmittelbaren Betroffenheit i. V. m. § 15 Abs. 1 S. 3 WpHG soll, bei systematischer Betrachtung der Norm, da-zu dienen, den (allerdings sehr kleinen) Bereich der nicht im Tätig-keitsbereich des Emittenten eintretenden Insiderinformationen hin-sichtlich der Publizitätspflicht zu beschränken, da der Emittent nicht verpflichtet sein kann, jegliche Insiderinformationen außerhalb seines Tätigkeitsbereiches, etwa auch in Bezug auf andere Emittenten, im Wege der Adhoc-Publizität zu veröffentlichen. Bei den publizitätspflich-tigen Emittenten handelt es sich überwiegend um Kapitalgesellschaf-ten mit einem mehrstufigen internen Entscheidungsprozess bezüglich ausgewählter Sachverhalte, vgl. § 111 Abs. 4 S. 2 AktG. Dies wirft die Frage auf, wann eine Ad-hoc-Publizitätspflicht besteht. Nach der Än-derung des Insiderbegriffes in § 13 Abs. 1 WpHG und des § 15 Abs. 1 S. 1 WpHG durch das AnSVG besteht in der Literatur hinsichtlich des Ergebnisses, dass die Veröffentlichung im Ergebnis regelmäßig bis zur Entscheidung des Aufsichtsrates unterbleiben kann, weitgehend Einigkeit. Wann die Schwelle zur Insiderinformation überschritten wird, ist also jeweils im Einzelfall zu beurteilen. Der BGH geht zutreffend von einem ?in hohem Maße einzelfalldeterminierten Begriff? aus. Das Tat-bestandsmerkmal sei aber ?jedenfalls dann erfüllt, wenn eine überwie-gende Wahrscheinlichkeit, d. h. eine Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50% besteht.? Von besonderer Bedeutung ist daher:

§ 15 Abs. 3 S. 1 WpHG, Befreiung von der Veröffentlichungspflicht

Die Regelung bietet die Möglichkeit, die Veröffentlichung einer Insider-information aufzuschieben, sofern der Aufschub zum Schutz berech-tigter Interessen des Emittenten erforderlich ist, es nicht zu befürchten ist, dass der Aufschub zu einer Irreführung der Öffentlichkeit führt und ferner der Emittent in der Lage ist, die Vertraulichkeit der Insiderinfor-mation zu gewährleisten. Sie stellt somit ein bedeutendes Korrektiv zu der sehr weitgehenden Veröffentlichungspflicht nach § 15 Abs. 1 WpHG dar. Der Widerstreit zwischen dem Interesse des Emittenten an ungestörten
internen Prozessen und dem Interesse der Marktöffentlichkeit an so-fortiger Kenntnisnahme erheblicher Tatsachen, als zentraler Konflikt innerhalb der Ad-hoc-Publizitätspflicht, wird hier zum Ausgleich ge-bracht.
Durch § 6 S. 1 WpAIV hat das Kriterium des berechtigten Interesses i. S. d. § 15 Abs. 3 S. 1 WpHG eine Konkretisierung dahingehend erfah-ren, dass von einem berechtigten Interesse auszugehen ist, sofern das Interesse des Emittenten an der Geheimhaltung dasjenige des Marktes an einer vollständigen und unverzüglichen Veröffentlichung überwiegt. Dieser Grundsatz wird durch zwei Beispiele in § 6 S. 2 Nr. 1 und 2 WpAIV ergänzt. Ausweislich des Wortlautes (?insbesondere?) handelt es sich
hierbei um Regelbeispiele, die weitere Interessen des Emittenten, wel-che einer Abwägung mit den Interessen des Marktes zugänglich sind und somit zu einer Befreiung von der Veröffentlichungspflicht führen können, nicht ausschließen. Eine Rechtsansicht ist überzeugend, wo-nach ein berechtigtes Interesse dann anzunehmen sei, ?wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Veröffentlichung einerseits den Erfolg, den Eintritt oder die Durchführbarkeit des Ereignisses, auf das sich die Insiderinformation bezieht, gefährden oder andererseits den Eintritt eines für den Emittenten negativen Ereignisses herbeiführen würde und dem Emittenten daraus ein nicht unerheblicher Nachteil entstehen würde.?
Die Verantwortung und damit das Haftungsrisiko für die in jedem Fall erforderliche Einzelfallbeurteilung verbleibt somit beim Emittenten.

Ein berechtigtes Interesse ist jedenfalls dann nicht gegeben, wenn die zu veröffentlichenden Informationen allein für den Bör-senkurs der Finanzprodukte negativ wären.

Sowohl die Pflicht zur Veröffentlichung nach S. 4 der Norm als auch nach S. 5 derselben entfällt, wenn derjenige, der von der Insiderinfor-mation Kenntnis erlangt, rechtlich zur Vertraulichkeit verpflichtet ist. Hierunter fällt unstreitig sowohl die vertraglich als auch die gesetzlich begründete Verschwiegenheitspflicht. Die vertragliche Verschwiegen-heitspflicht muss dabei keineswegs eine ausdrücklich vereinbarte sein, einer konkludent vereinbarten Verschwiegenheitspflicht kommt nicht weniger Bindungswirkung zu. Zentrale, eine gesetzliche Ver-schwiegenheitspflicht begründende, Norm ist § 14 Abs. 1 Nr. 2 WpHG. Die Veröffentlichung publizitätspflichtiger Insiderinformation im Rah-men des § 15 Abs. 1 S. 1, 4, 5 WpHG als auch des § 15 Abs. 2 S. 2 WpHG hat unverzüglich zu erfolgen. Hierbei ist auf die Definition in § 121 Abs. 1 S. 1 BGB zurückzugreifen. (unverzüglich bedeutet: ohne schuldhaftes Verzögern). Allerdings ist dem Emittenten für die Prü-fung, ob eine Veröffentlichungspflicht besteht, in Abhängigkeit von der Komplexität des Sachverhalts, ein angemessener Prüfungszeitraum zuzugestehen, welcher auch die Heranziehung externer Berater noch decken kann. Das WpHG enthält mit den §§ 37b Abs. 1, 37c Abs. 1 WpHG eigene Anspruchsgrundlagen. Zudem kommt eine Haftung nach allgemeinen zivilrechtlichen Grundsätzen in Betracht, vgl. § 15 Abs. 6 S. 2 WpHG. § 37b Abs. 1 WpHG begründet eine Schadenser-satzpflicht des Emittenten, sofern ein Dritter die Finanzinstrumente des Emittenten nach Unterlassen der Veröffentlichung erwirbt und diese ferner bei Bekanntwerden der Insiderinformation noch hält, oder wenn die Finanzinstrumente vor dem Entstehen der Veröffentlichungspflicht gekauft und nach der Unterlassung veräußert wurden. § 37c Abs. 1 WpHG greift, soweit der Anleger auf die Richtigkeit unrichtiger Ad-hoc-Mitteilungen vertraut hat. Auch hier ist erforderlich, dass die Finanzin-strumente vor Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung gekauft wurden und bei Bekanntwerden der Unrichtigkeit noch gehalten werden. Zwar ist dem Wortlaut des § 37b WpHG nicht zu entnehmen, dass eine Be-freiung nach § 15 Abs. 3 WpHG zu beachten ist, doch ergibt sich dies zwingend aus dem Zweck des § 15 Abs. 3 WpHG, den berechtigten Interessen des Emittenten an einem Aufschub Rechnung zu tragen. Der Wortlaut der Normen spricht von einem ?durch die Unterlassung? entstandenen Schaden. Insoweit müsste eine Kausalität zwischen Un-terlassen und Kaufentschluss bestehen. Dem wäre nur dann zu fol-gen, wenn die individuelle Willensentscheidung eines Anlegers von § 15 WpHG geschützt wird. In § 15 Abs. 6 S. 1 WpHG hat der Gesetz-geber jedoch klargestellt, dass die Norm keinen Schutzgesetzcharak-ter hat, also auch nicht die individuelle Willensentscheidung schützt. Folgerichtig ist lediglich die Preiswahrheit i. S. d. MEH geschützt. Somit ist es bereits ausreichend, wenn die Preisbildung fehlerhaft war. Ob dies die konkrete Anlageentscheidung beeinflusst hat, ist unerheblich. Die Haftung greift nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Emit-tenten, wobei ein Verschulden vermutet wird, § 37b Abs. 2 und § 37c Abs. 2 WpHG. Die Normen enthalten keine Regelungen hinsichtlich des zu ersetzenden Schadens. Wie diese Lücke zu füllen ist, hängt davon ab, welchen Schutzzweck man dem § 15 WpHG beimisst. So-fern man von einem Schutz der konkreten Anlageentscheidung aus-geht, wäre ein Anspruch des Anlegers auf Rückabwicklung seiner Transaktion (Naturalrestitution) zu befürworten. Wie zuvor gezeigt, geht diese Annahme jedoch fehl. Schutzzweck der Norm ist allein die Preiswahrheit.
Folgerichtig ist daher lediglich die Differenz zwischen tatsächlichem und hypothetischem Wert bei pflichtgemäßer Veröffentlichung, also der Kursdifferenzschaden zu ersetzen. Eine Haftung gem. § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 15 WpHG scheidet aus, da § 15 WpHG, wie gesehen, keinen Individualschutzcharakter hat. Es kommt jedoch grundsätzlich eine Haftung aus § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 263 StGB oder i. V. m. § 264a StGB, sowie eine solche aus § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 400 Abs. 1 Nr. 1 AktG in Betracht. § 400 Abs. 1 AktG greift jedoch regel-mäßig nicht, da in der Adhoc-Mitteilung nicht die gesamtgesellschaftli-che Situation dargestellt wird. Aus diesem Grund kommt auch § 263a StGB nicht in Betracht. Bei § 263 StGB mangelt es regelmäßig an der Stoffgleichheit des erstrebten Vermögensvorteils mit dem eingetrete-nen Schaden. Eine Haftung gem. § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. einem Schutzgesetz scheidet also regelmäßig aus. Ferner kann sich ein Schadensersatzanspruch auch aus § 826 BGB i. V. m. § 31 BGB er-geben. Der Emittent haftet insoweit für das Handeln des Vorstandes als verfassungsmäßig berufene Vertreter, § 78 AktG. Die bewusst un-wahre Veröffentlichung ist verwerflich und somit sittenwidrig. Es ist für den Vorsatz ausreichend, wenn der Täter weiß, dass er durch die Ad-hoc-Mitteilung auf Anlageentscheidungen Einfluss nimmt und daher Transaktionen auf der Grundlage falscher Tatsachen getätigt werden. Auch im Rahmen des § 826 BGB stellt sich die Frage, ob die fehler-hafte Ad-hoc-Meldung für die Anlageentscheidung kausal gewesen sein muss. Und auch hier ist von dem Schutzbereich der Norm auszu-gehen. Schützt § 826 BGB im Zusammenhang mit der Ad-hoc-Publizität lediglich die Preiswahrheit, so ist folgerichtig der fragliche Kausalzusammenhang nicht erforderlich. § 826 BGB stellt jedoch nicht auf die Verletzung bestimmter Rechtsgüter ab, sondern lässt jede Be-einträchtigung eines rechtlich anerkannten Interesses genügen. Mithin ist auch die individuelle Willensentscheidung eines Anlegers ge-schützt, womit eine Kausalität zwischen dieser und der falschen Ad-hoc-Mitteilung erforderlich ist. Die Rechtsprechung lehnt insoweit auch einen Prima-facie-Beweis ab, da es keinen typischen Geschehensab-lauf zwischen einer falschen Ad-hoc-Mitteilung und einem Kaufent-schluss gebe. Die bereits im Rahmen der §§ 37b, 37c WpHG aufge-worfene Frage nach der Schadensbemessung stellt sich ebenfalls an dieser Stelle. Erneut ist auf den Schutzbereich der Norm abzustellen. Da § 826 BGB wie gezeigt auch die individuelle Willensentscheidung eines Anlegers schützt, muss sich dies auf der Schadensseite wider-spiegeln. Somit kann nicht lediglich der Kursdifferenzschaden geltend gemacht werden, sondern Erstattung des Kaufpreises gegen Übertra-gung der Finanzprodukte, also Naturalrestitution. Sofern dem entgeg-net wird, dem Schädiger könne nicht das gesamte Anlagerisiko aufge-bürdet werden, geht dieser Einwand fehl. Da § 826 BGB Vorsatz und somit einen hohen Unrechtsgehalt voraussetzt, ist es nicht unbillig, den Schädiger im Rahmen der Schadensbemessung auch das Kurs-risiko tragen zu lassen. Aufgrund dieses erhöhten Unrechtsgehaltes und der unterschiedlichen Schutzrichtung besteht auch kein Wer-tungswiderspruch zu dem im Rahmen der §§ 37b, 37c WpHG zu er-setzendem Schaden. Ferner stehen weder § 57 AktG noch § 71 AktG der Naturalrestitution entgegen, da §§ 37b, 37c WpHG als Spezialre-gel vorgehen.

Wie der Beitrag zeigt, gibt es viele Probleme, die ein Gericht zu prüfen hat. Die derzeitigen Regelungen führen zu Rechtsunsicherheiten für die Emittenten und ihre Organe. Insbesondere die Entscheidung zur Selbstbefreiung kann in komplexeren Fallgestaltungen, wie etwa Kon-zernsachverhalten oder gestaffelten Entscheidungsvorgängen, für die Unternehmen risikobehaftet sein. Zudem hat sich gezeigt, dass die gesetzessystematische Bedeutung des § 15 Abs. 1 S. 3 WpHG hin-sichtlich des Unmittelbarkeitskriteriums in § 15 Abs. 1 S. 1 WpHG im Zusammenspiel mit dem Tatbestandselement der Insiderinformation verkannt wird. Es liegt an der Rechtsprechung und Lehre, die Geset-zessystematik deutlicher herauszuarbeiten und somit ein Stück mehr Rechtssicherheit für die Emittenten und deren Organe zu schaffen.
 

14.11.19 12:12

1177 Postings, 652 Tage seeblitz1WulfBley wenn

darüber die Kläger und deren "Anwälte das ( bestimmt in Erwägung  nehmen und darüber wissen) dann baut sich wieder andere Affäre auf. U N D warum halten die "Maschinisten" den Kurs so tief im Unterkeller???  

14.11.19 12:18

45 Postings, 244 Tage ShoppinguinWarum halten die "Maschinisten" den Kurs so tief

ganz einfach...

Der Kurs wird künstlich noch vor dem 30.11 unter das Allzeittief gedrückt, damit die letzten Stop-Loss Orders gerissen werden. Habe jetzt über 1 Millionen Stück... Eine weitere Order über 1 Millionen von mir könnt Ihr ja im Orderbuch sehen.. Order läuft bis Ultimo...

 

14.11.19 12:22
1

2321 Postings, 694 Tage Manro123Naja die Sls werden

bestimmt nochmal abgeholt, darüber sollte man sich immer noch im klaren sein. Wir werden sehen, ist ja nicht mehr lange, aber es wäre wünschenswert wenn wir dieses Jahr noch was sehen.  

14.11.19 13:16
4

136 Postings, 343 Tage HundmitHutBis jetzt

hab ich das mit Steinhoff ruhig aushalten können, aber wenn der Kurs hochknallt bevor das Weihnachtsgeld da ist, dann kotz ich im Strahl!  

14.11.19 13:21

217 Postings, 176 Tage Mühlstein...merkwürdig,

wir sind doch nicht etwa mal unten angekommen?  

14.11.19 13:21

511 Postings, 3873 Tage EffancyWas

ist denn am 30.11? Habe nirgends was gelesen? Könnte hier jemand mal was mit einer quelle posten? Danke  

14.11.19 13:40
2

13643 Postings, 2588 Tage silverfreakyBis jetzt ist man immer billiger rein gekommen.

14.11.19 13:48

52 Postings, 38 Tage Terminus86@Wulff

In Sachen Klagen sollte Steinhoff dich mal als Berater einstellen. Du findest immer was um den Klägern den Wind aus dem Segel zu nehmen :-)  

14.11.19 13:53
1

13643 Postings, 2588 Tage silverfreakyLöschung


Moderation
Moderator: jbo
Zeitpunkt: 14.11.19 14:01
Aktionen: Löschung des Beitrages, Nutzer-Sperre für 1 Tag
Kommentar: Unterstellung

 

 

14.11.19 13:54
5

3760 Postings, 1311 Tage tom.tomIch kann es einfach nicht lassen...

...soeben bei Xetra nochmal 70000 gekauft :o)

Macht immer noch Spaß!!!  

14.11.19 13:58
1

387 Postings, 390 Tage St1986@TomTom

Aber immer schön dran denken, den Aktienbestand an die Finanzaufsicht zu melden, wenn du über der Meldeschwelle bist ;) Bei deiner Nachkaufrate und dem riesigen Bestand, den du schon bei 40 Cent hattest, kann ja nicht mehr viel fehlen...  

14.11.19 14:01

52 Postings, 38 Tage Terminus86Pepco

Weiß jemand zufällig wieviele Pepco Geschäfte es mittlerweile gibt? Auf der Homepage steht was von 1800, aber es haben ja ständig neue eröffnet. Haben die schon die 2000er Marke geknackt?  

14.11.19 14:13
5

6551 Postings, 1457 Tage spekulatorSteinhoff

Hallo zusammen,

ich habe mich länger wieder nicht gemeldet und wollte mal wieder "vorbei schauen" ;-)

Steinhoff lebt noch. Wer hätte das gedacht. Ich hätte ja nicht erwartet, dass das Unternehmen so lange durchhält.
Aber wie halt, das ist die Frage.
Man sieht es am Aktienkurs (und nein, das sind nicht die bösen gemeinen "Shorties" und "Maschinen"), dass die Hoffnung immer weiter schwindet.
So habe ich es schon bei 0,80€, bei 0,60€, bei 0,40€ bei 0,20€, bei 0,10€ bei 0,08€ gesagt und auch heute bei unter 0,06€.

Hätte zumindest letztes Jahr einer auf mich gehört (da war ich ja noch so ein böser Basher und schlecht-Reder), der hätte sich einen enormen Verlust erspart und könnte heute immer noch deutlich billiger einsteigen. Vielleicht gab es ja den ein oder anderen. Wer weiß...

Steinhoff verkauft weiter Assets zum Schulden tilgen.
Immer noch über 9 Milliarden Netto-Verbindlichkeiten, keine Zinszahlungen, EK nicht ausreichend, kein vernünftiger Cashflow.
Pepco wird mit ca. 4 Mrd. bewertet. Sollte der IPO klappen, hat man wieder weniger auf der Asset-Seite, dafür auch weniger Schulden. Aber auch einen Ertragsbringer weniger. Teufelskreis.

Das wird nichts mehr - das selbe denkt sich auch der Kapitalmarkt. (siehe Kurs)
Wenn es hier wirklich noch die große Chance gäbe und der Kapitalmarkt dran glauben würde, wäre der Kursverlauf anders.

In diesem Sinne. Weiterhin viel Erfolg den Investierten. Hoffe dennoch, dass es irgendwie positiv ausgeht, auch wenn ich nicht daran glaube.  

14.11.19 14:20

3928 Postings, 622 Tage STElNHOFFDer Kapitalmarkt

Denkt nicht, er ist eine Schafherde  

14.11.19 14:24

8 Postings, 238 Tage isthaltsoPepkor SA

Ich glaube nächste Woche kommt ein Trading Statement von Pepkor SA indem Sie einen Anstieg von mindestens 30% im EPS bekannt geben.  

14.11.19 14:25
3

46 Postings, 2248 Tage gobeGeschäfte

Moin @ all,
Expansion ist gut und auch wichtig. Nur muss sie gesund verlaufen. Ich erinnere nur an Schlecker.  In jedem noch so kleinen Dorf gab es ein Schlecker. Oder, damals, die Firma Brinkmann. Sind unter anderem wegen ihrer wahnsinnigen Expansion     über die Planke gegangen. Wasser und Salz sind überlebenswichtig aber die Dosis macht es aus.
LG
Long
Ich verkaufe nicht unter 9? das Stück :))))))))))  

14.11.19 14:30

732 Postings, 363 Tage Herr_RossiKursziel 2,33 Euro

....schliesslich brauch? ich ja nur 1 Mio Euro....  

14.11.19 14:34

279 Postings, 133 Tage Investor GlobalFlaterik1988 : Bin neu bei Steinhoff

#214458
" Kann jemand die Geschichte die hier läuft in wenigen Stichworten/-sätzen erklären?
Lohnt sich noch ein einstieg? Gibt es eine Vision? "

Schon sehr suspekt was du hier als Vorstellung ablässt !!!


 

14.11.19 14:34
3

146 Postings, 197 Tage Damagespekulator - Posting #214481

Mit dem Börsengang von PEP EU werden die stillen Reserven von PEP EU sichtbar. Die Aktivseite steigt also um +/- 1,2 Milliarden, von denen 1 Milliarde an die Börse gebracht wird. Sehe auch Posting #212800 und #212837.

Der Grund, warum der Kurs so niedrig ist, ist die Unsicherheit der Beschwerdeführer/Klager und die schwierige Refinanzierung (auch zusammen zu sehen). Denken Sie wirklich, dass LdP und HS einen Insolvenzsversleppung machen wollen? Wir wissen heute nicht, wie es für uns als Kleininvestor ausgehen wird, aber Steinhoff wird weiter bestehen.  

14.11.19 14:39

3928 Postings, 622 Tage STElNHOFFSchon wieder Schlecker

man man, was manche immer glauben "totzureden" müssen. Was wurde bei wC zuerst gegröhlt "300" dann nach dem "Skandälchen" auf "40" runtergeschrien.
Naja wir müssen jetzt eben die Jungs aus dem Gerry Weber und TC Forum hier willkommen heißen.
Zum gefühlten 1000-mal gepostet: Vergleich mit den Klägern, Zinsen runter, daß wars,
der Rest läuft.
Ach so hätte ich fast vergessen, Deloitte muß unbedingt verklagt werden, obligatorisch!
Was draus wird sehen wir dann.
 

14.11.19 14:40

52 Postings, 38 Tage Terminus86@Rossi

Denk aber an die 25% Abgeltungssteuer. Der Staat möchte schließlich auch an deiner Millionen mitverdienen...  

14.11.19 14:41

6551 Postings, 1457 Tage spekulator@damage

Klar ist die Unsicherheit hoch. Gerade was die Refinanzierung angeht und auch die Klagen angeht - wie gesagt, hier bin ich immer noch mehr als skeptisch. Mittlerweile haben aber auch die meisten Pusher begriffen, welches Risiko die Klagen bedeuten. Darauf habe ich aber vor 1 1/2 Jahren schon hingewiesen und wurde dabei nicht ernst genommen.

Steinhoff wäre ja ein no-brainer und würde Ende 2018 (danach wurde es Ende 2019) wieder bei 1€ stehen ;-)

Von Insolvenzverschleppung habe ich nie etwas gesagt. Das würden die auch nicht machen.
Man muss aber wissen, dass in den Niederlanden das Insolvenzrecht ein klein wenig anders ist als hierzulande.

Dennoch muss man feststellen (da helfen auch stille Reserven recht wenig), dass aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nur eine mickrige Marge übrigbleibt und das obwohl man aktuell keine Zinsen zahlen muss auf die (im Vergleich zur Asset-Seite) enorme Verschuldung.

 

14.11.19 14:43

3928 Postings, 622 Tage STElNHOFFFlaterik 1988

Es läuft so: Nimm 100 Mille in die Hand, steig ein, bestell das Porsche Sondermodell ES (lieferzeit 3 Jahre) lass dich für 3 Jahre ins künstiche Koma versetzen.
Das wars, so im groben.  

14.11.19 14:43

1875 Postings, 2967 Tage fuXa......

hier braucht mann Stahleier und starke Nerven ... und ich bin seit 2 Jahre dabei und es tut sich nichts  

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