02. Mai 2011 Investorenprozess bei Schlott vor dem Abschluss
Der Investorenprozess über die deutschen Unternehmen der insolventen Schlott Gruppe befindet sich in der entscheidenden Phase. Die Übernahmeverhandlungen um mehrere Firmen der Gruppe sind abgeschlossen. Insolvenzverwalter Siegfried Beck liegen für die Schlott-Töchter DVN Druckverarbeitung GmbH in Nürnberg, die WWK Druck GmbH in Landau und die Broschek Rollenoffset GmbH in Lübeck unterschriftsreife Angebote strategischer Investoren vor.
"Im Falle dieser drei Gesellschaften stehen wir kurz vor der Unterschrift", sagte Beck. Man sei sich in wesentlichen Punkten einig, teilweise müssten auf Investorenseite noch Finanzierungsdetails geklärt werden. "Wenn nichts mehr dazwischen kommt, ist der Investorenprozess für die deutschen operativen Gesellschaften der Gruppe nächste Woche abgeschlossen", so Beck. "Wir haben dann ein erstes Zwischenziel im Insolvenzverfahren erreicht und alle drei Nürnberger Produktionsbetriebe sowie die Betriebe in Lübeck und Landau erhalten."
Für die Schlott GmbH in Freudenstadt musste die Investorensuche unterdessen eingestellt werden. Trotz zweimaliger Verlängerung der Angebotsfrist hatte keiner der anfänglichen Interessenten ein Angebot abgegeben. "Wir haben bis zuletzt alles versucht, aber ohne einen Investor sind Standort und Arbeitsplätze leider nicht zu retten", so der Insolvenzverwalter. Derzeit wird die geordnete Stilllegung des Standorts vorbereitet. Nachdem die betroffenen Mitarbeiter gestern in einer Betriebsversammlung informiert worden waren, wurden bereits erste Freistellungen vorgenommen. Stilllegung und Ausproduktion werden vermutlich bis Ende Juli 2011 dauern. Für die Kunden bedeutet dies, dass ihre Aufträge auch bis Ende Juli in gewohnter Art und Weise produziert und ausgeliefert werden.
(tz)
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