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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 2251
neuester Beitrag: 25.06.16 19:02
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 56258
neuester Beitrag: 25.06.16 19:02 von: Kicky Leser gesamt: 4377880
davon Heute: 3432
bewertet mit 92 Sternen

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20752 Postings, 4598 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
92
04.11.12 14:16

Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
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Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 

 
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56232 Postings ausgeblendet.

2526 Postings, 1885 Tage lifeguardfaber

 
  
    #56234
5
25.06.16 12:44
«Der Brexit ist das Beste, was passieren konnte», schreibt er auf Anfrage von handelszeitung.ch. Der Entscheid sende ein klares Signal an die «kranke politische Elite und die nutzlose Brüsseler Bürokratie». Diese könne das wirtschaftliche Wachstum nicht genug mit komplexen Gesetzen und endlosen regulatorischen Hürden zurückhalten.

Der Entscheid sei ein Signal, dass die arbeitende Bevölkerung genug von diesen Missständen habe, urteilt der Schweizer, der mit seinen düsteren Prognosen seit Jahren international für Schlagzeilen sorgt. Der Brexit sei der Sieg von gewöhnlichen Bürgern, von gesundem Menschenverstand und Menschen die bereit seien, Verantwortung  für die Freiheit zu übernehmen.
Marc Faber: «Ein Signal an die kranke politische Elite» | Handelszeitung.ch
Die Börsen stürzen nach dem Brexit in ungeahnte Tiefen. Der berüchtigte Schweizer Investor Marc Faber indes feiert das Votum, sieht das «EU-Monster» gescheitert und plädiert an seine Landsleute.
 

44965 Postings, 4433 Tage Anti Lemming# 235

 
  
    #56236
2
25.06.16 13:38
Varoufakis will eine globale Planwirtschaft, finanziert mit aus dünner Luft erzeugten Bit-Coins, die er "Kosmos" nennt.

Wenn man sich auf dem Ökonomen-Olymp wähnt, kann man bei der Kreation von Worthülsen ("Kosmos") schon mal über das Ziel (Milchstraße) hinausschießen.  

44965 Postings, 4433 Tage Anti LemmingAllein schon dieser Absatz daraus...

 
  
    #56237
1
25.06.16 13:44
"Und damit hätte die Welt plötzlich einen globalen Staatsfonds, und das ohne die Notwendigkeit von eingezahltem Kapital. Dies würde den Übergang zu einem kohlenstoffarmen Energiesystem ermöglichen (LOL, A.L.), das in globalem Rahmen und in einer Weise finanziert würde, die die Weltwirtschaft durch Investitionen in die Erforschung und Entwicklung umweltfreundlicher Energien und nachhaltiger Technologien ankurbeln würde."

...spricht Bände: Mit dem "Übergang zum kohlenstoffarmen Energiesystem" meint Meister Varoufakis sicherlich, dass für die Kosmos-Cyberwährung aus den Zentralbanken-Computern keine unschuldigen Wälder mehr abgeholzt werden müssen ;-)  

44965 Postings, 4433 Tage Anti LemmingVielleicht meint er damit aber auch,

 
  
    #56238
25.06.16 13:49
dass bei Einführung einer Cyberwährung auf Notenbank-Festplatten für Draghi und Co. die Notwendigkeit entfiele, ständig frisch gedrucktes Geld zu verbrennen. Ein wichtiger Beitrag zur CO2-Reduzierung und damit zur Rettung des Schäuble-vergifteten Weltklimas ;-)  

8859 Postings, 2779 Tage daiphong#33 auf der nach oben offene Verblödungsskala

 
  
    #56239
2
25.06.16 14:11

??müssen neue Markierungsstriche in den Kosmos gemalt werden smile 

und dieser Vollidiot war doch tatsächlich Finanzminister Griechenlands, managte zentral den Staat und ein ganzes EU-Land  cool       Das gehört zu den modernen Dramen Europas

 

44965 Postings, 4433 Tage Anti Lemming"Ökonomi. Unfähigkeit soll stärker belohnt werden"

 
  
    #56240
25.06.16 14:32

Varoufakis: "Um das Potenzial des Systems für die Begrenzung von Ungleichgewichten voll auszuschöpfen, müssten zwei stabilisierende Transfers eingeführt werden. Erstens würde das Kosmos-Konto jeder Notenbank jährlich mit einer Gebühr auf Handelsungleichgewichte belastet, die im Verhältnis zu ihrem Leistungsbilanzdefizit bzw. -überschuss stünde und in einen gemeinsamen NICU-Fonds eingezahlt würde...."

Nach der Euroeinführung konnten die Griechen fast ein volles Jahrzehnt lang auf Pump konsumieren, ohne nennenswert (ex Oliven und Schafskäse) selber zu produzieren oder zu exportieren. Das Ergebnis waren chronische staatliche Defizite. Diese wurden jedoch bis 2010 durch betrügerische Falschangaben zur Haushalts- und Verschuldungslage versteckt. 2010 mussten die Griechen zugeben, "leider" regelmäßig die Maastricht-Verschuldungsgrenzen stark überschritten zu haben. Sprich: Griechenland WAR bereits 2010 pleite, und zwar durch vorsätzlichen staatlichen Bilanz-Betrug.

Schäubles Sparbeschlüsse in der Folgezeit konnten die Pleite natürlich nicht mehr abwenden, da sie ohnehin schon faktisch eingetreten war. Die Sparbeschlüsse sind auch nicht, anders als Brüning-Warner wähnen, für die Staatspleite ursächlich. Denn der Karren war bereits 2010 unrettbar im Dreck.

Damit die Griechen weiterhin parasitär von fremder Länder Leistung leben zu können, muss daher etwas Neues her. Varoufakis schlägt oben indirekt eine Art internationale Besteuerung von Ländern vor, die ökonomisch Erfolg haben. Ökonomischer Erfolg bedeutet: Diese Länder (wie D.) produzieren Güter, die solide, weltweit einmalig und daher stark gefragt sind, vor allem Investitionsgüter wie Maschinen. Die hohe Auslandsnachfrage nach diesen Gütern führt zu Handels- und Leistungsbilanzüberschüssen, die man als Frucht dieser Leistung bezeichnen könnte. Was liegt für einen Ewig-Bedürftigen wie Varoufakis daher näher, als  hier die Hand aufzuhalten - dabei die unsinnige Mär spinnend, die notorisch auf Pump lebenden PIIGS mit ihren chronisch negativen Handelsdefiziten seien die eigentliche Ursache für den wirtschaftlichen Erfolg der Überschussländer.

Hier wird die eigene und chronische ökonomische Unfähigkeit - ein Überbleibsel aus 400 Jahren passivem Widerstand gegen osmanische Fremdherrschaft - zu einer Tugend umgedichtet und vermittels abenteuerlicher planwirtschaftlicher Konstruktionen (weltweiter Staatsfonds, refinanziert durch luftige Cyber-"Kosmos") in ein pseudo-legitimes Abkassier-Instrument umgewandelt, mit dem die Griechen auch weiterhin leistungslos in Saus und Braus leben könnte.

Sozialismus, werter Herr Vafoufakis, ist NICHT, auf anderer Länder Kosten bzw. von anderer Länder Leistung zu leben. Wer glaubt, dazu auserkoren zu sein, etwa qua "olympischer" Geburt oder Historie bzw. als "auserwähltes Volk", ist eher ein fremd-schnorrender Nationalsozialist.



Glückwunsch an die Briten, die diesem EU-Wahnsystem, das Figuren wie Varoufakis unverdientermaßen ein Podium zur Selbstinszenierung stellt, bereits entflohen sind. Wenn man so einen Stuss liest wie den von Meister V. - mit V wie Abkassier-Victory - , kann man auf eine "Selbstheilung der Eurozone von innen" nicht mehr wirklich hoffen.

 

42131 Postings, 6085 Tage Kickydie bösen Überschusserzieler bestrafen

 
  
    #56241
2
25.06.16 14:42
da fragt man sich doch, haben wir das nicht schon dank der EZB und Target 2?
aus den Kommentaren dazu: Link #235

Wenn ich das richtig verstanden habe, strebt Herr Varoufakis eine Situation an, in der die tüchtigen, aber "bösen" Überschusserzieler automatisch bestraft würden und die Defizitler das bekämen, was sein geistiger Antipode Guido Westerwelle mal "anstrengungslosen Wohlstand" genannt hat.
bellatis schrieb am 11.05.2016
Denk´ich an Varoufakis in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht (ein Schelm, wer Böses dabei denkt)  

42131 Postings, 6085 Tage KickyVaroufakis zum Brexit

 
  
    #56242
25.06.16 14:49

44965 Postings, 4433 Tage Anti Lemming# 242

 
  
    #56243
1
25.06.16 15:03
Der wahre Grund dafür, dass Varfoufakis für ein britisches "Remain" gekämpft hat, ist, dass er die Kuh, die er melken will, nicht schlachten will: Je fetter die europäische Kuh ist, desto mehr gibt es für die Griechen abzugreifen. -> Weiter in # 240  

42131 Postings, 6085 Tage KickyBrexit wirft dunkle Schatten auf Open Society

 
  
    #56244
25.06.16 15:06
http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-06-24/...-toward-openness
Britain?s departure from the European Union dealt what may be the biggest blow yet to globalization, challenging a decades-long embrace of freer movement of goods, services and people.While the ultimate economic implications will take months, or years, to be quantified, central bankers didn?t have the luxury of time in the aftermath of the U.K. referendum result on Friday. From London to Mumbai to Tokyo, they pledged -- and in some cases acted -- to assure liquidity amid turmoil.The success of the Brexit movement,.., is one more jolt for a global economy left bruised by years of crisis fighting that?s restricted momentum. It will also give heart to those calling for raising barriers, from continental anti-EU elements to the Donald Trump presidential campaign in the U.S......

Soros hat sicher Schaum vorm Mund jetzt, fragt sich auf was er gesetzt hat nach seinem letzten Aufruf  aha auf das Pfund !
http://www.n-tv.de/wirtschaft/...hwarzem-Freitag-article17998296.html
Der US-Finanzinvestor George Soros sorgt in den letzten Tagen für viele Schlagzeilen. Er prognostiziert einen ?Schwarzen Freitag? und soll gegen das britischen Pfund wetten. Bei einem Treffen mit dem russischen Dissidenten und Multimillionär Michail Chodorkoski prognostiziert er die Rückkehr Russlands zur Weltmacht.
 

42131 Postings, 6085 Tage KickyLöschung

 
  
    #56245
25.06.16 15:08

Moderation
Moderator: lth
Zeitpunkt: 25.06.16 17:40
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Unerwünschte Verlinkung

 

 

42131 Postings, 6085 Tage KickyContra Magazin verstösst möglicherweise

 
  
    #56246
2
25.06.16 15:09
ist ja nicht zu fassen ,haben die mods Langeweile?  

42131 Postings, 6085 Tage KickyZentralbanken weltweit stellen Geld bereit

 
  
    #56247
25.06.16 15:19
http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-06-24/...s-on-brexit-news

http://www.n-tv.de/wirtschaft/...endigt-Hilfe-an-article18033886.html
Um die Finanzmärkte nach dem Brexit-Votum zu beruhigen, stellt die britische Zentralbank eine milliardenschwere Finanzspritze in Aussicht. Sie sei bereit, mehr als 250 Milliarden Pfund (das sind umgerechnet 326 Milliarden Euro) bereitzustellen, sagte der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney. ......  

42131 Postings, 6085 Tage KickySpanien bringt der EU die nächste Großkrise

 
  
    #56248
25.06.16 15:29
Wahl morgen
http://www.welt.de/debatte/kommentare/...die-naechste-Grosskrise.html

In Europa kriselt es momentan an allen Ecken. Vom Referendum in Großbritannien über Terror und Ausnahmezustand in Frankreich bis zu dem Staatsbankrott in Griechenland, den Bootsflüchtlingen in Italien oder der Massenmigration nach Deutschland und Schweden. Die wiederholten Wahlen in Spanien an diesem Sonntag wirken da allenfalls als Nebenkriegsschauplatz. Doch gerade die politische Totalblockade einer großen Nation, die nach der Demokratisierung und dem EU-Beitritt 1986 als Musterbeispiel für friedlichen Fortschritt galt, ist ein Menetekel dafür, was der Europäischen Union an internen Gefahren droht. Denn das Modell Spanien steht vor dem Kollaps....

 

42131 Postings, 6085 Tage KickyReferendum in Slowakei?

 
  
    #56249
25.06.16 15:36
Die rechtsextreme slowakische Volkspartei (LSNS) sammelt ab kommender Woche Unterschriften für ein Referendum über den Austritt des Landes aus der EU. Am 1. Juli übernimmt die Slowakei den EU-Ratsvorsitz. ?Es wird höchste Zeit, dass auch die Slowakei diese untergehende europäische Titanic verlässt?, sagte der LSNS-Vorsitzende Marian Kotleba zur Brexit-Entscheidung der Briten.....

http://www.welt.de/politik/ausland/...ns-in-die-EU-fuer-moeglich.html
 

19930 Postings, 2940 Tage Fillorkillwe remain

 
  
    #56250
25.06.16 15:50
...Die schottische Regionalregierung bereitet ein zweites Referendum über die Unabhängigkeit von Großbritannien vor und will eigene Gespräche mit der EU aufnehmen. Die notwendigen rechtlichen Schritte würden jetzt vorbereitet, sagte Regierungschefin Nicola Sturgeon am Samstag in Edinburgh nach einem Treffen des Kabinetts: "Das Kabinett hat zugestimmt, dass wir umgehend Gespräche mit EU-Institutionen und anderen EU-Mitgliedstaaten aufnehmen, um alle Möglichkeiten auszuloten, Schottlands Platz in der EU zu schützen."...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/...he-mit-eu-auf-a-1099774.html

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1886 Postings, 945 Tage exact@Kicky

 
  
    #56251
25.06.16 15:56

"die bösen Überschusserzieler bestrafen..."

Das Problem ist die unterschiedliche Wirtschaftsmacht mit gleicher Währung. Will man das Auseinanderdriften innerhalb der EU eindämmen, bedarf es eindeutig anderer "Stimulanzien", als sie durch das derzeitige System gegeben sind. Außerdem geht es nicht um "Bestrafung", sondern um die richtige Leitung der Investitionsstöme und um das Funktionieren des Ganzen. Mit den tollen Stammtischparolen der Gewinner "strengt euch mal bissl an und senkt einfach die Ausgaben" wird es nicht klappen.

"Die Gebühr auf Handelsungleichgewichte hätte das Ziel, die Regierungen der Überschussländer dazu anzuhalten, die Ausgaben und Investitionen im eigenen Lande anzukurbeln und zugleich die internationale Kaufkraft der Defizitländer systematisch zu verringern. Die Devisenmärkte würden dies einbeziehen und die Wechselkurse schneller an Leistungsbilanzungleichgewichte anpassen sowie einen Großteil der Kapitalflüsse ausgleichen, die heute den chronisch unausgewogenen Handel unterstützen. Genauso würde die Gebühr auf steigende Kapitalflüsse automatisch spekulative, dem Herdentrieb folgende Kapitalzuflüsse oder -abflüsse bestrafen, ohne die Ermessensbefugnisse der Bürokraten auszuweiten oder unflexible Kapitalkontrollen einzuführen."

http://www.ipg-journal.de/schwerpunkt-des-monats/...on-woods-30-1415/

 

8859 Postings, 2779 Tage daiphongDie Verschiebungen nationaler Selbsterantwortung

 
  
    #56252
1
25.06.16 16:02
auf die europäische Verwaltungsebene und auf die zwischenstaatliche Vertrags- und Gipfelebene hat in Europa Hilflosigkeit hinsichtlich seiner föderalen Ordnung erzeugt. Man fand sich oft eher in einer globalen Freimigrations- und Freihandelszone wieder, in der scheinbar alle Gesellschaften komplett privatisiert, durch internationale Kapitalmigration und Massenimmigrationen gebrochen wurden, teils auch ausgeschlachtet, aufgelöst. Man erlebte vierlerorts in Europa einen Selbstbestimmungs- und Kontrollverlust.

Für einen regelrechten Ausverkauf der europäischen Intellektualität und der nationalen Selbstverantwortung sorgten aber die Verschiebungen der nationalen Finanzsysteme ins internationale neoliberal-anarchistische Finanzsystem. Schon mit eigenen Währungen und geringerer internationaler Verflechtung war der Bevölkerung nie klar, welche Finanztransaktionen die nationale Elite spielte, oder was etwa Staat, Gewerkschaften oder Zölle bewirkten. Der Euro und die EU sollten davon erlösen, Aufklärung und Vergleich und einen rationaleren Kapitalismus bieten.

Das glatte Gegenteil hat in Europa stattgefunden, ein anarchistischer Kredit- und Vermögensaustausch mit gewaltigen polarisierten Spekulationswellen und Steuerbetrug zwischen den Ländern. Nicht nur im Euroraum, auch in allen anderen Ländern wie Schweiz und UK, und global mit USA, China, Ölproduzenten. Die Selbstverantwortung der öffentlichen und privaten Finanzen, die Kontrolle der Banken und Konzerne ging weitgehend verloren. Die EU hat so zu einem Kontrollverlust der Bevölkerungen und auch ihrer Repräsentanten bis hin zu beliebigen Spinnereien geführt und ihre zentralen Selbstbestimmungsrechte angegriffen.

Die föderale Ordnung der EU kann nur über eine stärkere Entflechtungen und Renationalisierung aller internationalen Finanzströme wiederhergestellt werden, und diese wiederum nur durch europaweite Verschuldungsbegrenzungen für Bürger, Banken und Staaten. Nicht für Unternehmen, die müssen primär der tatsächlichen Steuer-/Zollzahlung und der Einhaltung auch aller anderen Gesetze unterworfen werden. In Europa hat man diesen Weg zwar längst im Ansatz eingeschlagen, man ist sich aber auf allen Seiten seiner entscheidenden Bedeutung und seiner weitreichenden Konsequenzen nicht bewusst.
Viele aus allen Lagern greifen den Weg der Re-Föderalisierung vehement an, insbesondere manche Unternehmer-Eliten, Bankenländer und Steueroasen, die er tatsächlich bedroht. Auch dies war einer der ungeklärten Gründe für den Brexit, der nun selber, plötzlich, unkontrolliert und wahrscheinlich viel härter zuschlägt.
Die föderale und finanzielle Ordnung inklusive der angemessenen Beachtung aller europäischen Grenzen nennen manche Leute "Brünning" oder "autoritär", um mit Faschismus, Anarchie, Kommunismus, Religion zu drohen - sowas gilt in einer Gesellschaft aber sowieso nicht. Sie müssen leider draußen bleiben   ;-o)  

19930 Postings, 2940 Tage Fillorkillübrig bleibt nur ein Rauschen. Armes Europa

 
  
    #56253
25.06.16 16:12
Die EU ist der 'Metamigrant', also jene Müllkippe, auf der Identitäre und Autoritäre aller Länder ihren Frust über die verloren gegangene Dominanz unter Verwendung beliebiger Metaphern ungestraft abladen. Sie beschwören zwar eine Art internationale völkische Solidarität, ein Europa der Vaterländer oder auf studiert der Regionen, die aber der Natur der völkischen Sache nach ein Widerspruch in sich selbst ist - insbesondere der antideutsche Movens der identitären Kollegen von neben an, denen man eben noch die Daumen gedrückt hat, wird dabei gerne übersehen. Dieser Widerspruch wird erst mit der erhofften Übernahme staatlicher Strukturen kenntlich werden und zur vollen Blüte ausreifen.  
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19930 Postings, 2940 Tage Fillorkillwas gibt´s denn eigentlich an alternativen Gesells

 
  
    #56254
25.06.16 16:27
Das was man gegen den eigenen Willen und nur von der unbegriffenen Realität erzwungen und eben deshalb nur in einer anarchischen Weise ohnehin tut, nämlich antizyklischer Counterpart der Privaten zu sein, bewusster und kontrollierter anzuwenden. Die Kritik am deutschen Ordo-Lib, der die europäischen Institutionen dominiert und ihre Krisenreaktionsunfähigkeit fundiert, wäre der erste Schritt. Auch ein wenig Mathe kann dabei nicht schaden, denn dann brauchte man sich als Überschussland nicht mehr mit der Frage quälen, weshalb andere trotz rigoroser Brüningtherapie ihr Defizit ums Verrecken nicht loswerden.  
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8859 Postings, 2779 Tage daiphongvölliger Stuss:

 
  
    #56255
1
25.06.16 16:28

"Das Problem ist die unterschiedliche Wirtschaftsmacht mit gleicher Währung."

In jedem Währungsraum ist die "Wirtschaftsmacht" der Regionen äußerst unterschiedlich. Darauf müssen sich alle Regionen tatsächlich individuell einrichten - sowas nennt man Ökonomie !, Staat und Politik.  Das "derzeitige System" stellt dafür grundsätzlich alle Mittel zur Verfügung, nur eines systemlogisch natürlich nicht: unbegrenzte Transfers oder unbegrenzte Kredite.

Der zentrale Euro-Fehler waren insgesamt viel zu hohe Kreditniveaus in Ländern wie Griechenland, inklusive großen Leistungsbilanzdfiziten und internationale Assetkäufen. Von diesem Fehler wollen manche natürlich immer mehr haben cool?

 

42131 Postings, 6085 Tage KickyFrust über die verloren gegangene Dominanz

 
  
    #56256
25.06.16 16:30
Mensch Fil wo lebst du denn? ich will weder die deutsche Sprache in Europa einführen noch andere Dominanz im Wirtschaftsbereich, wo wir durch unsere Exporte viel zu sehr dominieren. Ich will nur, dass Deutschland Deutschland bleibt und nicht weiter von Migranten überschwemmt wird.
Berlin bekommt wie andere Grosstädte viel zu viele davon ab. Allein das bunte Strassenbild  jetzt mit verschiedenen Hautfarben, buntgekleidete afrikanische Mütter mit Kinderwagen und junge Somalier, viele Frauen mit  schwarzen Gewändern von Kopf bis Fuss, überall junge Männer ,die sogar schon am Prager Platz gemütlich Wasserpfeife rauchen und die Bänke im Englischen Garten besetzen. Und dies Gefühl der Angst abends, wenn ich mit dem Hund nochmal rausgehe und mir jemand entgegen kommt.  Das war letztes Jahr noch nicht.!

Übregns, wie du sehr schön zeigtest, waren es in GB  schon die über 45-Jährigen,die überwiegend Exit wählten, und da ist man keinesfalls senil !

 

8859 Postings, 2779 Tage daiphongwie Sigmar Gabriel und Martin Schulz die Zukunft

 
  
    #56257
25.06.16 18:38

42131 Postings, 6085 Tage KickyDas nennen sie eine Poitikwende?

 
  
    #56258
25.06.16 19:02
....Demgegenüber sehen wir uns aber vor allem von rechts - partiell auch von links - mit dem Auferstehen einer Ideologie konfrontiert, die suggeriert, man könne Globalisierungsprozesse zurückdrehen und im Rahmen der Nationen wirkungsvolle Lösungen für die grundlegenden Probleme hinbekommen. Diese Ideologie hat die EU zu ihrer Hauptgegnerin erklärt.
Die Überzeugung, dass Europa für alle ein Gewinn ist, kann nur dann wieder stark werden, wenn wir endlich einen Ausweg aus der ökonomischen Krise finden. Deshalb gilt: Vorrang muss jetzt ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung in Europa haben!
Es ist notwendig, sich diesen Populisten entschieden in den Weg zu stellen und die Konsequenzen ihres verantwortungslosen Redens und Handelns aufzuzeigen....
Link s. 257
da hat man nun gehofft, es gäbe Änderungen  

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