Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 19.05.13 17:58
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 105152
neuester Beitrag: 19.05.13 17:58 von: Gegenpol Leser gesamt: 7045578
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30952 Postings, 3300 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
389
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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105126 Postings ausgeblendet.

30952 Postings, 3300 Tage Anti Lemminghedgi

 
  
    #105128
16.05.13 12:12
Puts und Calls vollziehen u. a. den Dividendenabschlag bei Aktien NICHT nach.

Sie sollten meines Wissens bei einem Split entsprechend angepasst werden.  

30952 Postings, 3300 Tage Anti Lemming"Optiontradingpedia" bestätigt Anpassung

 
  
    #105129
16.05.13 12:18
www.optiontradingpedia.com/...ppens_to_options_during_stock_split.htm

Dürfte nicht nur für (echte) Optionen, sondern auch für OS und K.Os gelten.  
Angehängte Grafik:
hc_450.jpg (verkleinert auf 65%) vergrößern
hc_450.jpg

666 Postings, 3358 Tage hedgiDanke Anti Lemmin für die schnelle Antwort

 
  
    #105130
16.05.13 12:20
würde auch rein von der Logik glaube ich am meisten Sinn machen.

Übrigens eine sehr interessante These von Dir # 127 - die denke ich der - Realität -  sofern man heutzutage bei Aktienkursen überhaupt noch von Dieser sprechen kann sehr nahe kommt.  

8108 Postings, 4203 Tage lehna#127 Nun ja, AL....

 
  
    #105131
16.05.13 20:44
aber grad deine Sozis-- ich glaub, du stehst denen nahe-- schreien unverblümt nach mehr Schulden und mehr Gelddrucken.
Um Wahlversprechen einlösen zu können.
Der französische Industrieminister Arnaud Montebourg fordert ein Umdenken in Europa.
Die EZB solle stärker das Wachstum fördern. Außerdem sei es nötig, von der Sparpolitik abzurücken.
Montebourg verlangt auch, die Drei-Prozent-Grenze des Maastricht-Vertrags nicht mehr zu respektieren.
Das würde den Kursen natürlich einen weiteren Kick geben.
Ääähm-- da komm ich als Schwarzer ganz schön in Bedrängnis, das Lager zu wechseln.
Denn als Bulle würde ich zumindest kurzfristig davon mächtig profitieren...  

27444 Postings, 4952 Tage KickyPhilly Fed Manufacturing Survey Shows Contraction

 
  
    #105132
2
16.05.13 21:27
.....The survey’s broadest measure of manufacturing conditions, the diffusion index of current activity, decreased from 1.3 in April to -5.2 this month. The current activity index has shown no pattern of sustained growth over the past seven months, generally alternating between positive and negative readings.

Labor market conditions showed continued weakness, with indexes suggesting lower employment overall. The employment index decreased 2 points to -8.7, its second consecutive negative reading. ... The workweek index declined 10 points to -12.4, remaining negative for the fifth consecutive month.
Earlier in the week, the Empire State manufacturing survey also indicated contraction in May.

http://www.calculatedriskblog.com/2013/05/...turing-survey-shows.html  

27444 Postings, 4952 Tage KickyMish mit Details dazu

 
  
    #105133
1
16.05.13 21:40
Key May Index Numbers

   Business Conditions: -5.2
   New Orders: -7.9
   Shipments: -8.5
   Unfilled Orders: -9.3
   Number of Employees: -8.7
   Average Workweek: -12.4


Margin Squeeze

   Price Paid +6.9
   Prices Received  -3.3


Looking ahead,  future expectations rose from 19.5 to 32.3, yet businesses are not backing that optimism up with a huge jump capital expenditure plans or hiring plans although both showed small increases.

http://globaleconomicanalysis.blogspot.de/2013/05/...ction-again.html  

30952 Postings, 3300 Tage Anti LemmingJust plain silly

 
  
    #105134
1
17.05.13 09:35
Angehängte Grafik:
20130516_eco.jpg (verkleinert auf 74%) vergrößern
20130516_eco.jpg

30952 Postings, 3300 Tage Anti LemmingFrankreich - der wahre "kranke Mann" Europas

 
  
    #105135
6
17.05.13 10:32
Drei Jahre sind vergangen, seit im Mai 2010 das erste Rettungspaket für Griechenland zusammengestückelt [EU-Politiker: "geschmiedet" ;-)] wurde. Das Land galt als
"Einzelfall" - ein Winzling, der mit nur 2 Prozent der Wirtschaftsleistung der gesamten Eurozone "völlig irrelevant" sei.

Der faktisch gänzlich andersartige Verlauf der Eurokrise schwante kritischen Geister bereits damals - sie verlief nach dem sog. KASS-Muster (Gruß an Doug, btw.)...

   Krise
   Aktion
   Stabilisierung
   Selbstgefälligkeit/Sorglosigkeit

Und nach Punkt 4 dauert es meist nicht mehr lange, bis die Krise irgendwo erneut aufflammt.

Aktuell gerieren sich die Politiker erneut krass selbstgefällig. Das im Spätsommer 2012 von der EZB angekündigte OMT-Programm, gekoppelt mit dem Versprechen von Draghi, die Zentralbank werde alles unternehmen, um den Euro zu schützen, hat die Finanzmärkte beruhigt. Mit dem Versprechen der EZB im Rücken können sich die beiden butterweichen Dickschiffe der Eurozone, Spanien und Italien, am Bondmarkt zu einigermassen erträglichen Konditionen (unter 3 Prozent für fünfjährige, unter 5 Prozent für zehnjährige Laufzeiten) finanzieren.

Doch die - trügerischen - Bondrenditen taugen als Krisenseismograph längst nichts mehr, weil sie von den Notenbanken zu sehr manipuliert werden. Inzwischen hat die Konjunkturflaute auch Nordeuropa erwischt, und die Eurokrise ist wieder in ihre chronische Phase eingetreten.

Das Land, das in diesem Kontext viel zu wenig Beachtung erhält und dessen Bondrenditen ganz besonders falsche Signale aussenden, ist Frankreich. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Eurozone wird das ultimative Schlachtfeld sein, auf dem sich das Schicksal der Währungsunion dereinst entscheiden wird. Niemand weiß, wann genau das sein wird. Aber die 13 Grafiken im Tagesanzeiger-Blog (Link unten) veranschaulichen, dass in Frankreich derzeit so ziemlich jeder ökonomische Indikator in die falsche Richtung zeigt.

siehe Charts und Text in:
http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/...nke-mann-europas/  

237 Postings, 582 Tage GegenpolWo ist die deutsche Immobilienblase?

 
  
    #105136
2
17.05.13 10:46
Angehängte Grafik:
nmtm_france_fig7.jpg (verkleinert auf 85%) vergrößern
nmtm_france_fig7.jpg

30952 Postings, 3300 Tage Anti LemmingDer Osten verzerrt in der Tat das Bild

 
  
    #105137
4
17.05.13 12:01
Angehängte Grafik:
angela-merkel-vera-lengsfeld.jpg (verkleinert auf 49%) vergrößern
angela-merkel-vera-lengsfeld.jpg

2413 Postings, 1646 Tage daiphong#37 seit wann kann man bei CDU-Wahlplakaten

 
  
    #105138
1
17.05.13 17:26

237 Postings, 582 Tage GegenpolGeldpolitik

 
  
    #105139
18.05.13 11:14
Es gibt User die äußerst perverese Zinserhöhungsphantasien hegen. Diesen Perversitäten erkläre ich eine klare Absage! Der Geldmarkt würde Zinserhöhungen antizipieren. Allerdings befindet sich dieser unvermindert im Sinkflug.

Prognose Gegenpol:

Leitzinssatz EZB: 0 % - 0,25 % (2013), Anleihekaufprogramm (2013/2014)

Leitzinssatz BOE: 0,25 % (2013), Aufstockung Anleihekaufprogramm (2013)

Leitzinssatz FED: 0 % - 0,25 % (2013), Aufstockung Anleihekaufprogramm (2014)  
Angehängte Grafik:
chart_year_euribor12monate.png (verkleinert auf 93%) vergrößern
chart_year_euribor12monate.png

237 Postings, 582 Tage GegenpolGP #39

 
  
    #105140
18.05.13 11:16
....erteile ich eine Absage.....;)  

30952 Postings, 3300 Tage Anti Lemmingschon klar

 
  
    #105141
18.05.13 11:51

30952 Postings, 3300 Tage Anti LemmingDeutschlands ruinöse Überschuldung

 
  
    #105142
5
18.05.13 12:41
Der Ökonom Prof. Christopher Braunschweig stieß im Studium an der Uni Freiburg in Vorlesungen von Friedrich A. von Hayek (Wirtschaftsnobelpreisträger 1974) zur sog. "Österreichischen Schule der Nationalökonomie" (auch Wiener Schule genannt). Heute zählt er zu den prononcierten Vertretern der klassisch-liberalen "Hayek-Schule".

Angesichts der gravierenden deutschen Überschuldung (nicht nur den PIIGS steht das Schuldenwasser bis zum Hals) vertritt Braunschweig im Interview mit den DWN die These, dass die verfahrene Lage langfristig zwangsläufig zu einer Währungsreform führen wird.

Braunschweig: "Noch nie in der Geschichte hat ein Staat jemals seine Schulden zurückgezahlt."

Kommentar A.L.: Der Euro könnte bei einer Währungsreform wertlos werden wie einst die Reichsmark - und/oder inflationieren wie der Simbabwe-Dollar. Nominale Anstiege in Aktien kann man dann in der Pfeife rauchen. Dass Rechtstitel ("Unternehmens-Beteiligungen" oder sonstige "Sachwerte" wie Immobilien) dann noch eins zu eins in die nächste Fiatsko-Ära "rübergerettet" werden können, glauben nur noch Träumer (und Analysten ;-)). Denn der Staat und erst recht die sich verselbständigende "Eurokratie" ist zum konfizierenden Feind aller Steuermichel geworden. Ganz Europa ist auf dem Weg in eine Bananenrepublik. Mit dem Euro und dessen Flutungen fällt nicht nur die Ethik, sondern am Ende auch das Rechtsstaatsprinzip.



http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/...der-schuldenkrise/

Braunschweig im Interview mit den DWN (Auszug):

"Wenn man alle gesetzlich festgelegten Zahlungsverpflichtungen von Bund, Ländern und Gemeinden richtigerweise einbezieht, ergibt sich für Deutschland eine öffentliche Verschuldung in Höhe von über 80 Prozent des BIP. Noch viel schlechter fällt die Schuldenbilanz Deutschlands aus, wenn man bedenkt, dass praktisch alle Gebietskörperschaften in großem Stil auf Pump leben und dringend notwendige Investitionen unterlassen.

Zu der offen ausgewiesenen öffentlichen Verschuldung von gut 2 Billionen Euro, zu den Ausgaben für den EU-Rettungsschirm, zu den Ausgaben zur Stützung öffentlicher Banken, zu den im „Sondervermögen“ ausgelagerten öffentlichen Schulden, zu den nicht durch Rückstellungen abgesicherten Pensionslasten für Beamte, zu den öffentlichen Zuschüssen für die Sozialversicherungen, zu all diesen Belastungen der kommenden Generationen müssten eigentlich auch noch die hohen Zahlungsverpflichtungen hinzugezählt werden, die der Rückbau der öffentlichen Infrastruktur verursacht.

Die Abwassernetze in vielen Großstädten befinden sich in einem maroden Zustand. Für Instandhaltung und Erneuerung fehlt ein dreistelliger Milliardenbetrag. Etwa 20 Prozent des Abwassers versickert heute bereits durch Risse und Löcher in den Rohren und Kanälen. Die schlechte Beschaffenheit des Schienennetzes verursacht unnötig hohe Energiekosten. Besonders drastisch ist der Substanzverzehr des Straßennetzes.
Auch Deutschland als das vermeintlich noch stabilste Land der Eurozone steckt also längst im Schuldensumpf. Die verdeckte Staatsschuld ist mit 6,2 Billionen Euro noch viel höher als die offene Verschuldung mit gut 2 Billionen Euro. Insgesamt hat Deutschland demnach (noch ohne die Eurogarantien!) gut 8 Billionen Euro Schulden und Verpflichtungen. Rein statistisch beginnt jedes Neugeborene sein Leben mit 100.000 Euro Schulden. Es ist immer eine reine Frage der Zeit, wann die Gläubiger ihr Vertrauen verlieren.

Der Zeitpunkt als solcher lässt sich nicht bestimmen. Noch nie hat ein Staat in der Geschichte jemals seine Schulden zurückgezahlt. Einstweilen „bekämpfen“ die Regierungen die Schuldenberge durch das „financial repression“, d. h., durch Weginflationieren und Nullzinspolitik zu Lasten der Steuerzahler, Sparer und Anleger. Daneben werden die Steuern und Abgaben weiter erhöht. Da dies rein rechnerisch angesichts der gigantischen Schuldenhöhe jedoch alles nicht ausreicht, wird es auf kurz oder lang dann doch zu einem Schuldenschnitt bzw. einer Währungsreform kommen müssen.

Fachleute gehen mit einer 70-prozentigen Wahrscheinlichkeit davon aus, dass dies innerhalb der nächsten 15 Jahre eintreten wird...."
 

30952 Postings, 3300 Tage Anti Lemming18 Mio. Amis suchen Job

 
  
    #105143
3
18.05.13 13:44
www.marketwatch.com/story/...deas-about-our-jobless-crisis-2013-05-17

Die Zahl der Sockel-/Langzeitarbeitslosen hat sich gegenüber 2000 nahezu verdoppelt.  
Angehängte Grafik:
mw-bc830_nuttin_20130516175858_mg.jpg (verkleinert auf 89%) vergrößern
mw-bc830_nuttin_20130516175858_mg.jpg

5170 Postings, 835 Tage zaphod42Seit 5:45 wird zurückgeschossen!

 
  
    #105144
18.05.13 18:31
Rating-Agentur: Slowenien will Moody's verklagen | Wirtschaft | ZEIT ONLINE
Wegen der Herabstufung ihres Landes will Sloweniens Regierung juristisch gegen die Rating-Agentur Moody's vorgehen.
 

8225 Postings, 2124 Tage wawiduErgänzung zu # 135

 
  
    #105145
2
18.05.13 19:39
Hier der Chart des französischen Geschäftsklima-Index für April 2013:

Quelle: http://www.insee.fr/fr/themes/info-rapide.asp?id=105  
Angehängte Grafik:
geschaeftsklima-indexfrance04-13.png
geschaeftsklima-indexfrance04-13.png

30952 Postings, 3300 Tage Anti Lemminghe he he

 
  
    #105146
6
19.05.13 11:18
Dieser Artikel ist ein Beispiel von vielen, die dieser Tage im Wall Street Journal erschienen sind, in denen sinngemäß steht, dass...

1. Aktien noch viel höher steigen werden
2. DOW 15.000 erst der Anfang ist
3. Von Überbewertung keine Rede sein kann
4. Das Sentiment bei Kleinanlegern ottenschlecht ist, was bullisch sei
5. Die schlechten Wirtschaftsdaten in aller Welt weiteres QE und damit weitere Börsenanstiege "sichern"
6. Gold und Rohstoffe in einen neuen Bärenmarkt geraten sind, "weil" Anleger umschichten
7. Die nächste große Sause am Aktienmarkt kommt, wenn Anleger aus Bonds raus- und in Aktien reingehen...

usw. usf.

Damit macht das Blatt seinem Image als "Goldman-Gazette" (immer schön prozyklisch an Tops bullisch und an Tiefs bärisch) alle Ehre...



http://www.wallstreetjournal.de/article/...004578488982685110350.html

Von Dienstmädchenhausse keine Spur

Gute Kunde für Aktienkäufer. Der Anstieg des Dax von Rekord zu Rekord verläuft offenbar in geordneten Bahnen, von Überhitzung ist nichts zu sehen. Schon gar nichts von in Bausch und Bogen kaufenden Kleinanlegern, also einer Entwicklung, die im Börsenjargon auch gerne als Dienstmädchenhausse bezeichnet wird.

Im allgemeinen gilt dies nämlich als Warnzeichen. Wenn selbst unerfahrene und für gewöhnlich nicht am Aktienmarkt agierende Privatanleger noch auf den mit Hochgeschwindigkeit fahrenden Zug aufspringen wollen, mithin auch der Letzte gemerkt hat, dass am Aktienmarkt die Post abgeht, dann droht Ungemach. Die Erfahrung zeigt, dass dann das Ende der Fahnenstange so gut wie erreicht ist, also mit einer Gegenbewegung nach unten zu rechnen ist.

...trotz Rekordständen herrscht keine Euphorie.... Auch das von J.P. Morgan vorgestellte Investmentbarometer kommt zu beruhigenden Ergebnissen. Demnach sind die Privatanleger trotz der derzeitigen Börsenhausse vorsichtig: Nur 40,7 Prozent der deutschen Anleger halten es für wahrscheinlich, dass sich der deutsche Aktienmarkt in den kommenden sechs Monaten weiter positiv entwickeln wird.

...Der Anteil derjenigen privaten Investoren, die im nächsten halben Jahr Investments tätigen wollen, ist leicht gesunken und zwar von 40,7 auf 38,6 Prozent. Jean Guido Servais von J.P. Morgan Asset Management kommentiert diese Entwicklung so: "Die aktuelle Rally ist sicherlich die unbeliebteste der vergangenen drei Jahrzehnte. So sind wir noch weit von zu großer Euphorie der Anleger oder gar einer Spekulationsblase entfernt. Bei den aktuellen Bewertungen lohnt es sich sogar, trotz der erreichten Höchststände noch einzusteigen." (hört, hört, A.L.)

Die vierteljährliche bundesweite Befragung von rund 2.000 Bundesbürgern zeigt aber auch, dass sich der Anteil der Börsenoptimisten seit Juli 2012 auf aktuell 40,7 Prozent fast verdoppelt hat. [Damit ist alles zuvor Schwadronierte negiert, A.L.]  Wenig verwunderlich, denn der Dax ist in diesem Zeitraum um immerhin rund 1.800 Punkte gestiegen, ein Plus von 28 Prozent. ...

...Investmentfonds sind weiter die beliebteste Anlageform (hört, hört, A.L.). Der Anteil der Investmentfondsanleger stieg auf 9 Prozent gefolgt von den Aktienbesitzern mit 7,2 Prozent und Anlegern in festverzinsliche Papiere mit 3,4 Prozent. Zu den Favoriten gehört daneben weiter Tagesgeld mit 9,6 Prozent.

...Die Rekordstände an der Wall Street haben bei den privaten US-Anlegern sogar für eine kleine Stimmungseintrübung gesorgt. Der Anteil der so genannten Bullen unter den Privatanlegern ist um 2,3 Prozentpunkte auf 38,5 Prozent gesunken.

Einer weiteren Rekordjagd an den Börsen scheint derzeit also zumindest stimmungsmäßig nichts im Wege zu stehen. "The Trend is your Friend" sagt ein wohlbekanntes Börsenbonmot dazu, Dienstmädchen an der Börse sind es dagegen nicht.



Tja, und was wäre, wenn diesmal alles anders ist? ;-))  

7233 Postings, 2403 Tage StöffenWider dem WSJ-Artikel aus #105146

 
  
    #105147
6
19.05.13 12:11
mal ein paar mahnende Worte anbei.

"Im Moment sieht es so aus, als wären die Aktienmärkte unverwundbar. Nie mehr schwach heißt die Devise. Rezession in Europa? Kein Problem für die Börse… Schwache US-Frühindikatoren? Kein Grund zur Sorge… Stagnierende Unternehmensgewinne? Belanglos... Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen? Unbedeutend… Europäische Staatsschuldenkrise? Gelöst….

Deutliche Überbewertung mit einem Shiller-KGV von 24? Ende der 90er und 1929 war es höher….Gewinnmarge auf Rekordniveau und 70% über dem langjährigen Durchschnitt? Ab sofort normal… Unseriöse Geldpolitik? Bullish…. Sentimentindikatoren auf Topniveau? Gelogen, keiner ist dabei… Wertpapierkredite auf Allzeithoch? Spekulieren ist alternativlos…."

http://www.rottmeyer.de/nie-mehr-schwach-nie-mehr-fest/

Der Vermögensverwalter Pimco reduziert die Risiken, weil «heftige Luftlöcher» an den Finanzmärkten drohen.

"Die Weltwirtschaft sei derzeit in einem “stabilen Ungleichgewicht”, das in finanziellen Turbulenzen, größeren sozialen Spannungen und nationalen politischen Maßnahmen auf Kosten anderer Länder enden könnte, führte El-Erian aus. Gedrängt von den “hyperaktiven” Zentralbanken spielten die Anleger die Gefahren herunter und trieben die Finanzmärkte weiter nach oben, so der Pimco-Chef.

Es gebe ein Risiko “heftiger Luftlöcher” an den Finanzmärkten, wenn sich das Wirtschaftswachstum enttäuschend zeige, warnte er. Die Anleger sollten sich auf weitere Umschuldungen bei Staats- und Unternehmensanleihen einstellen.

Die Zentralbanken “haben einen bemerkenswerten Keil - eine Entkopplung - zwischen die Marktpreise und den zugrundeliegenden Fundamentaldaten in Wirtschaft und Finanzwelt getrieben”, beschrieb El-Erian. Dennoch hätten sie es noch nicht geschafft, ein ausreichend robustes Wachstum und Stellen zu schaffen."

http://www.cash.ch/news/top_news/...duziert_seine_risiken-3063593-771

Marc Ostwald von Monument Securities aktuell in der NZZ: "Die Hausse an den Börsen könnte bereits zu weit gegangen sein"

"Dieses konzertierte Gelddrucken sorgt für extrem niedrige Zinsen auf den Kapitalmärkten. In der Folge sucht die riesige Liquidität nach neuen Häfen, die sie unter anderem an den Aktienmärkten findet. Ostwald befürchtet, dass die Hausse an den Börsen bereits zu weit gegangen ist. Er spricht sogar von einem Versagen des Systems. Viele Vermögensverwalter, die angesichts der offensichtlich von überschüssiger Liquidität getriebenen Aktienhausse bisher vorsichtig geblieben seien, befänden sich zunehmend in einem Dilemma. Angesichts der zuletzt stark gestiegenen Kurse kämen immer mehr unter Druck, stärker in den Aktienmarkt einzusteigen. Portfolios, die in den vergangenen drei Jahren einen hohen Cash-Anteil gehabt hätten, lägen teilweise markant hinter den Benchmark-Indizes zurück, sagt Ostwald.

Viele Investoren beschwerten sich momentan bei defensiv ausgerichteten Vermögensverwaltern, dass sie von den Kurssteigerungen an den Aktienmärkten nicht profitierten. Hinzu komme die zunehmende Verzweiflung von Vorsorgeeinrichtungen. Diese seien gezwungen, immer stärker in Aktien zu investieren, um die für ihre Verpflichtungen nötigen Erträge zu erzielen."

http://www.nzz.ch/finanzen/uebersicht/standpunkt/...etzen-1.18080192#
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

30952 Postings, 3300 Tage Anti LemmingZH: Gold ist jetzt "verhassteste Asset-Klasse"

 
  
    #105148
3
19.05.13 13:12
(passt zu # 146)

It"s Official: Gold Is Now The Most Hated Asset Class
Submitted by Tyler Durden on 05/18/2013 - 21:37

Not a day passes without the financial media denouncing gold as an investment option and hailing the bureaucrats heading the world's monopolist monetary central planning agencies as superheroes. It began prior to gold's recent breakdown, with widely cited bearish reports on gold published by Credit Suisse and Goldman Sachs, among others. Never mind that most of their arguments were easily unmasked as spurious. It should be no wonder though: gold's rise was the most conspicuous evidence of faith in central banking being slowly but surely undermined. The banking cartel relies on the fiat money system remaining intact; the legal privilege of fractional reserve banking provides it with what is an essentially fraudulent profit center unparalleled by any other in the world (fraudulent in terms of traditional legal principles, but not in terms of the current law of course). As a subtle reminder, in October (before the Nikkei began its 80% rally), a full 76% of the 'big money' fund managers surveyed declared themselves bearish on Japan. Currently, 69% of the managers surveyed in the most recent Barron's poll are bearish on gold.

http://www.zerohedge.com/news/2013-05-18/...ow-most-hated-asset-class

Gold-Chart (in Dollar)  
Angehängte Grafik:
snapshot2.jpeg (verkleinert auf 65%) vergrößern
snapshot2.jpeg

8108 Postings, 4203 Tage lehna#142 falsch AL....

 
  
    #105149
1
19.05.13 13:36
-----Ganz Europa ist auf dem Weg in eine Bananenrepublik----
Wir sind längst eine Bananenrepublik.
Denn grad der deutsche Michel gab die letzten Jahre viel mehr Kohle für Bananen aus, als für Aktien.
Und wundert sich jetzt vergrämt, dass er die Party voll verpasst hat....  

8225 Postings, 2124 Tage wawiduAnti # 135

 
  
    #105150
3
19.05.13 16:13
"Jeder vierte Franzose unter 25 hat keinen Job. Die Ursachen dafür sind tief im französischen Ausbildungssystem verwurzelt: Es fördert Eliten, bereitet aber nur mangelhaft auf die Arbeitswelt vor. An eine echte Reform traute sich die Politik bislang nicht ran - und die Probleme sind vielschichtig. ... In den offiziell als "sensible urbane Zonen" betitelten Banlieues liegt die Jugendarbeitslosigkeit sogar bei 42 Prozent. ..."

Hier Näheres: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/hintergrundfrankreich100.html  

7233 Postings, 2403 Tage StöffenAmiland ist abgebrannt

 
  
    #105151
3
19.05.13 17:48
Zumindest was die Einkommen und Lebenshaltungskosten für den Hauptteil der Bewohner anbelangt.

Anbei ein recht aufschlussreicher Artikel von Lance Roberts, welcher den recht krassen Disconnect zwischen der Wall Street und der Main Street beleuchtet. Während die Inflationierung der Asset-Preise zügig voran schreitet und die Profite der Wall Steet-Guys in die Höhe treibt, kämpft der Durchschnitts-Ami mit stark steigenden Lebenshaltungskosten und fallenden Löhnen sprich Einkommen. Während die Sparquote der US-Amerikaner hier signifikant in Richtung Tiefstände sinkt, steigen die Konsum-Kredite seit 2011 wieder erheblich an, um den Lebensstandard auch weiterhin auf gewohntem Level weiterführen zu können. Auch sprechen die rekordhohen "Social Benefits" ihre eigene Sprache.

The Great "American" Divide

"Where does the money come from to fill the gap between living standards and incomes?"

"How long can the disconnect last between Wall Street and Main Street? "

…..There is no clear answer for that as consumers have shown a willingness to draw down savings rates to historically low levels while quickly returning to cheap credit forgetting the disaster that it caused them not so long ago.  However, in reality, when you have a family to feed, clothe and house - it really doesn't matter what is logical, but what is necessary, regardless of the consequences down the road.  Of course, for many American's today, the only real difference between now and the "bread lines" of the 30's is that the "bread" is delivered in the mail rather than at the "soup kitchen" on the corner.

Komplett incl. aller Charts hier

http://www.streettalklive.com/daily-x-change/...-american-divide.html
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Angehängte Grafik:
median-income-vs-credit-050713.png (verkleinert auf 66%) vergrößern
median-income-vs-credit-050713.png

237 Postings, 582 Tage GegenpolKoordinierte Debasierung der Währungen

 
  
    #105152
3
19.05.13 17:58
Wie ich bereits anführte arbeiten die Notenbanken an einer gezielten und koordinierten Debasierung ihrer Währungen. Dieser Prozess wird fälschlicherweise als "Währungskrieg" bezeichnet. Allerdings wird dieser Prozess von allen Notenbanken der entwickelten Volkswirtschaften insgeheim begrüßt und gefördert. Daher wird aus dieser gezielten Abwertung der Währungen kein Handelskrieg entspringen. Vielmehr sind die Notenbanken international erstklassig vernetzt (Club of 30) und sind sich der negativen Folgen eines Handelskrieges bewusst.
Die entwickelten Volkswirtschaften sind alle hoffnungslos überschuldet. Um dieser Überschuldungssituation entgegenzutreten werten die Notenbanken ihre Währungen in Relation zu den jeweiligen Sachwerten ab. Durch die internationale expansive Geldpolitik verliert nicht nur das Geld an Wert, es wird auch der Schuldendienst der Staaten erleichtert. In dem die Notenbanken Staatsanleihen eigener und/oder fremder Staaten aufkaufen tragen sie zu der Abwertung ihrer Währung bei und minimieren gleichzeitig die Refinanzierungskosten der Staaten.
In diesem Szenario werten alle Sachwerte gegenüber den Fiat-Währungen auf. Anhand dieser Verfahrensweise lässt sich auch der krasse Anstieg der internationalen Aktienmärkte begründen. Schließlich ist beim chinesischen SSE noch keine derartig ausgeprägte Aufwärtsbewegung zu verzeichnen. Die Chinesen betreiben hierfür zu restriktive Kapitalbeschränkungen.

Daher schlussfolgere ich, dass die 10Y Treausuries in den nächsten Monaten bzw. Jahren unter 1 % sinken werden. Während deutsche 10Y Bundesanleihen das Potenzial haben im negativen Bereich taxiert zu werden. Die akkumulierten Schulden sind anders nicht beherrschbar. Es wird eine Vermögenspreisinflation gigangtischen Ausmaßes geben.
Jedoch werde ich dieser Skizzierung nicht blind folgen, sollten sich klare Anzeichen für eine Falschheit meiner Theorie zeigen werde ich dementsprechend handeln.  

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