Heidelberger Druck will Gas geben..

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neuester Beitrag: 20.06.13 09:55
eröffnet am: 17.06.11 22:40 von: Schmodo Anzahl Beiträge: 1090
neuester Beitrag: 20.06.13 09:55 von: goldfinger45 Leser gesamt: 143790
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291 Postings, 741 Tage SchmodoHeidelberger Druck will Gas geben..

 
  
    #1
8
17.06.11 22:40

 

 

. so der Leitartikel in der örtlichen Wirtschaftspresse. Da fängt man doch sofort an, freudig den Artikel zu lesen.  Am Ende angekommen, musste ich mir die Lippe hochschieben. Nichts Neues zu entdecken. „Wir werden und wollen wenn…“ dieser Tenor ist durchgängig. Kann es ausreichen, dass man sich neues  Geld borgt um Sprit in die marode Karre zu schütten? Merkt man nicht dass es im Getriebe knirscht? Die EDV im Wagen vor lauter Schnittstellen nur noch sich selbst befriedigt,  und nichts brauch bares an das Getriebe schickt? Die Reifen (mittleres Management) durch gegenseitiges ausbremsen  abgefahren sind und bei keinem seriösen TÜV den Stempel kriegen würden? Die Bremsscheiben (Betriebsrat) am Limit sind, weil viel zu oft beansprucht um die Karre immer per Notbremsung nicht an die Wand zu fahren. Viel Spaß beim Gas geben.

 

 

 
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1064 Postings ausgeblendet.

291 Postings, 741 Tage Schmododer Chart wird nichts nützen

 
  
    #1066
2
11.06.13 21:19

 die Dämme bei den Auftragseingängen sind noch unsicherer als beim aktuellen Hochwasser. Sie bröckeln immer mehr ab. Das werden sie natürlich nicht erzählen am Donnerstag. Sie werden berichten wir sind im Plan mit Focus 2012. Wir gehen davon aus, dass wenn... wir unsere Ziele erreichen.

 

Sie werden die China Karte spielen.  Darauf hinweisen dass diese Region 20% vom Umsatz ausmacht. Schlaue Fragesteller sollten mal wissen wollen, wie es aussieht mit der Rendite dort. Oder mal nachfragen wie die Rendite beim ganz großen Format aktuell ist. Immer noch die Tendenz 50 Mios negativ jährlich wie gehabt? Oder eher doch ansteigend? Vielleicht auch wissen wollen warum die Drucker der Welt, das mittlere Format nicht mehr haben möchten. Das kleine Format (GTO) vom Markt genommen wird oder nicht? Oder mal nachfragen wie es denn so läuft beim externen Kundengeschäft? Nicht auf den Umsatz fokussieren. Nur mal fragen was dabei rüberkommt. Würde mich überraschen wenn dies beantwortet werden kann.      

 

14 Postings, 664 Tage Drucker99QG6 für GTO

 
  
    #1067
2
11.06.13 23:00

 Eine Frage, Schmodo, kann ich Dir beantworten. Die GTO wird vom Markt genommen. QG6 läuft bis 31.03.2014. 

Weiterhin wird die SM52 standardisiert und bald ausschließlich in Qingpu gebaut. Danach folgt die CD/CX 102. Wird die SM52 Standardmaschine in Qingpu gebaut gibt es noch mehr Überkapazitäten im Werk. Dann kommen die nächsten Entlassungen.

Man merkt aber innerhalb des Unternehmens das Umdenken, dass von Dr. Linzbach vorangetrieben wird. Veränderungen benötigen Zeit. Bei Heidelberg benötigen sie leider extrem viel Zeit. Das liegt meiner Meinung nach aber an der Arroganz vieler. Diesen Zahn muss man ihnen ziehen. 

Ein kurzer Abstecher noch zu den vorangegangenen Themen.........
Nicht nur die Werker sind vielleicht freiwillig am Samstag und Sonntag arbeiten gegangen. Alle hatten ein finanziell sorgloses Leben bei knapp 15 Monatsgehältern, Zuzahlungen bei Zahnersatz, Brillengeld und und und. 
Es sollten alle froh sein, dass sie heute noch einen Arbeitsplatz haben und weiterhin die Gehälter bezahlt bekommen.  

 

24 Postings, 302 Tage Der AhnungsloseMorgen gibt es Zahlen

 
  
    #1068
12.06.13 17:41
Morgen gibt es Zahlen, mal sehen wie diese ausfallen. Insgesamt habe ich viel in den alten Threads gelesen, umzusehen wer Recht hatte, und wer nicht. Eine Zeit lang war hier sehr viel los, im Moment schreibt von den "Pessimisten" nur Schmodo. Insgesamt ist bei den Kurs der letzten Jahre klar, das die pessimistischen Aussagen immer eintraffen, bis auf den Eintritt der Insolvenz.
Allerdings ist in dem letzten halben Jahr kurstechnisch viel passiert(positiv), leichte Gewinne sind am Horizont in Aussicht.
Doch glaube ich weiterhin, das HDM noch zu hohe Fixkosten hat, bzw. sich nicht genug am Markt absetzen kann. Der Markt für Neuanlagen in Südeuropa ist weiterhin auf Null, im restlichen Europa geht die Anzahl der Druckerein die sich eine neue HDM alle paar Jahre leisten können weiterhin zurück. Der jetzige Umsatz wird meiner Meinung der real gesehen höchste für die nächsten Jahre sein. Und erst wenn in dieser Größenordnung Gewinn macht wird, dann gibt es eine dauerhafte Zukunft für HDM.  

71 Postings, 267 Tage clouracdie Spannung steigt...

 
  
    #1069
12.06.13 20:12

der neue CEO macht Mut. Er bringt HDM nach vorne und hat eine 1000 mal bessere Außendarstellung als sein Vorgänger. An der Börse werden Visionen gehandelt und die hat der "Neue". Morgengehts straigt nach Norden (meine Meinung, keine Kaufempfehlung)

 

291 Postings, 741 Tage Schmodowerden sehen ob er die Wahrheit verkündet.

 
  
    #1070
12.06.13 23:47

 glaube eher nicht

 

291 Postings, 741 Tage Schmodoblauer Kommentar

 
  
    #1071
1
13.06.13 20:38
Ausblick   Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2013/2014 angestrebt
Da wurden vor noch gar nicht lang mal 150 Millionen in Aussicht gestellt. Jetzt spricht man davon einen Jahresüberschuss erzielen zu wollen.  
Insgesamt schätzt Heidelberg die Rahmenbedingungen für die Druckbranche im laufenden Geschäftsjahr als stabil ein: Der Markt, in dem das Unternehmen agiert, ist robust, das weltweite Druckproduktionsvolumen wird gleich bleiben oder in geringem Umfang zunehmen. Heidelberg rechnet damit, dass auch die weltweite Nachfrage nach Druckmaschinen und Verbrauchsmaterialien sich entsprechend entwickelt. Vor diesem Hintergrund geht das Unternehmen davon aus, im laufenden Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatz auf dem Niveau des Berichtsjahres zu erreichen. Dabei rechnet Heidelberg wie im Vorjahr damit, dass der Umsatzanteil in der zweiten Jahreshälfte erneut deutlich höher ausfallen wird.
Da ist zu hoffen, dass man diesmal ein treffsichereres Marktforschungsunternehmen beauftragt hat, als die letzten Jahre.     
 
Die erwartete Umsatzverteilung zwischen dem ersten und dem zweiten Halbjahr
wird auch das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit im Jahresverlauf beeinflussen. Im ersten Quartal erwartet Heidelberg noch ein deutlich negatives Ergebnis, das jedoch über dem Wert des Vorjahres liegen wird. In den Folgequartalen wird sich das Ergebnis weiter verbessern. Im Verlauf des Geschäftsjahrs 2013/2014 werden die angestrebten Einsparungen von 180 Mio. € aus dem Programm Focus 2012 erstmals in voller Höhe wirksam. Insgesamt plant das Unternehmen, dass sich das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ohne Sondereinflüsse deutlich gegenüber dem Berichtsjahr verbessern wird.
Wenn einem aktuell die Arbeit immer mehr ausgeht, warnt man mal indirekt, dass im neuen GJ noch deutlich negative Zahlen kommen können im ersten Halbjahr. Aber sie wissen, im zweiten Halbjahr wachen die Drucker der Welt auf und füllen die Auftragsbücher bei Heidelberg. Lol, der Markteinschätzung kann ich nicht so recht folgen. Liegt wohl daran dass ich in Mannheim keine Volkswirtschaft studiert habe.   
 
Für die Ausweitung des Programms Focus 2012 hat Heidelberg im abgelaufenen
Geschäftsjahr bereits den überwiegenden Teil der Kosten erfasst. Gleichwohl erwartet das Unternehmen im Rahmen der Umsetzung der Maßnahmen, dass im laufenden Geschäftsjahr 2013/2014 nochmals Sonderaufwendungen anfallen können. Das Finanzergebnis wurde im Berichtsjahr durch Einmalerträge aus Steuererstattungszinsen entlastet. Im kommenden Jahr wird nochmals ein leicht verbessertes Finanzergebnis erwartet. Mit den eingeleiteten Maßnahmen strebt Heidelberg im Geschäftsjahr 2013/2014 einen Jahresüberschuss an.
Die Personalschraube wird noch mal enger gedreht. Einen Zeitpunkt kann ich nicht lesen. Soll aber sehr schnell angegangen werden. Vermutlich wird man Mitarbeitern ab 56 und älter nochmal eine Offerte machen. Man hat ja immer noch junge dynamische welche die alten Trottel problemlos ersetzen  können. Ja dann lasst sie mal anstreben den Jahresüberschuss. Mit noch mehr Weitblick
 

 

 
 

9 Postings, 721 Tage enpassantHDM

 
  
    #1072
14.06.13 08:43

ich vermisse von der GF Angaben zum aktuellen Niveau des Auftragseingangs. Wenn hier nichts gemeldet wird, muß man befürchten, daß die Zahlen nicht so recht ins rosarot gemalte Bild passen.

 

7 Postings, 118 Tage KurpfalzbauerLokalpresse: "Die Paläste sind weg, ..."

 
  
    #1073
1
14.06.13 09:31

"Die Paläste sind weg, für die nächsten fünf Jahre leben wir in Zelten."

 

Die Lokalpresse schreibt:

http://www.rnz.de//regionalwirtschaft/...das_oberste_Ziel_fuer_d.html

 

In den zwei Segmenten "Equipment" (Maschinen) und "Services" (Wartung  und Verbrauchsmaterialien) wurden zehn Geschäftsfelder definiert. Jeder  Leiter dieser "Business Areas" ist verantwortlich für Forschung und  Entwicklung, Produktion und Vertrieb in seinem Bereich. Für jedes  Geschäftsfeld werden "präzise" Ergebnisziele formuliert. Wenn die Ziele  nicht erreichen werden, werden auch personell "Konsequenzen" gezogen,  kündigte Linzbach an.

 

 

12472 Postings, 4731 Tage Robingroße Unterstützung

 
  
    #1074
14.06.13 10:43
im Wochenchart bei Euro 1,98  

176 Postings, 309 Tage Horst1974Auftragseingänge und Informationspolitik

 
  
    #1075
3
14.06.13 15:23

Welche Probleme habt Ihr eigentlich mit den vermeintlich ausbleibenden Informationen zum Auftragseingang? Das steht doch im Geschäftsbericht explizit drin, das Geschäftsjahr endete am 31.03.2013 und damit vor 2,5 Monaten. Wollt Ihr, dass der Vorstand wieder einen Liveticker mit den täglichen Auftragseingängen einrichtet? Genau das wurde seinerzeit u.a. von Schmodo richtrigerweise kritisiert, als man nämlich täglich über jede verkaufte Maschine eine Pressemeldung rausgehauen hat.

Ich finde es sehr positiv, dass im Unternehmen offenbar endlich wieder mehr gehandelt und weniger gelabert wird. Lest mal den Thread rückwärts: Eigentlich passiert genau das, was hier früher gefordert wurde. Linzbach setzt die richtigen Akzente, es ist absurd den Vorstand einer Firma an die Wand zu stellen, die fünf Geschäftsjahre in Folge Verlust gemacht hat, weil der Gewinn vielleicht geringer als früher mal angenommen ausfallen könnte!!! Oder weil man über die Auftragseingänge der letzten Wochen nicht informiert wurde.

Wenn ich den Bericht so anschaue, dann sind es vor allem Restrukturierungskosten, die das Ergebnis verhageln. Diese Kosten sind Einmalkosten und noch darüber hinaus für Restrukturierungen, die schon seit Jahren überfällig sind und nun endlich ohne Rücksicht auf interne Seilschaften umgesetzt werden. Was hat man denn bisher gemacht? Darauf gewartet, dass sich der Markt erholen möge. Klar dass so ein Investitionsstau aufgebaut wird, dessen Auflösung nun geld kostet. Auch die klare Zuordnung der Veranwortung in Beschaftsbereiche ist ein richtiger und längst überfälliger Schritt. Bitte weiter so.

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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsampfehlung

 

33 Postings, 13 Tage eminenz...

 
  
    #1076
14.06.13 18:57
wie ich von einem ehemaligen mitarbeiter von heidelberger Druck gehört habe...
ist der laden bis übers dach verschuldet und allein die zinsen, die sie zahlen müssen sind beachtlich...

ist kein urteil oder ähnliches, nur das was ich gehört habe  

291 Postings, 741 Tage SchmodoStandpunkt

 
  
    #1077
14.06.13 22:06

Es geht mir darum, dass sich die Darstellung der aktuellen Situation in der öffentlichen Wahrnehmung vollkommen entspannt liest. Der Berichterstatter der RNZ ist da eine rühmliche Ausnahme. Der hat in den letzten Jahren auch gelernt, dass zwischen Ankündigung und Ergebnis, immer der Beichtstuhl stand. Man musste wiederholt beichten, dass man sein Ziel nicht erreicht hat. Warnte die Aktionäre immer zum letzt möglichen Zeitpunkt. 

Der Gewinn ist das oberste Ziel. Das lesen Zocker die auf Heidelberg setzten, dazu gehören auch Entscheider bei gewissen Fonds, gerne von Linzbach. Wasser auch auf die Mühlen der Analysten Szene.

   

Der Vorsitzende Linzbach spricht von ganz klaren Verantwortlichkeiten. Nun dies hat auch schon einer seiner Vorgänger der Herr Mehdorn großspurig angekündigt. Der Heilsverkünder Mehdorn, nannte dies damals Kost-Center.  Der kleine Napoleon wurde ja dann zu höherem berufen.

 

Heute nennt man es  „Business Areas“. Ob es das Schwergewicht Linzbach besser kann?

 

Er muss es nicht. Er wurde von den Gläubigern installiert um Heidelberg für diese möglichst ohne großen Schaden abzuhandeln. Auf Kosten der lohnabhängigen Masse.    

 

Er wird liefern, nicht an die Aktionäre, nicht an die Mitarbeiter. Er wird an die Gläubiger Banken liefern. Dafür dann noch mal fett abkassieren.

 

So sehe ich die Lage aktuell.

 

 

 

176 Postings, 309 Tage Horst1974Meiner

 
  
    #1078
1
15.06.13 12:33

Glaub ich ehrlichgesagt nicht. Die Frage ist ja, welches Versprechen Linzbach (oder seine Vorgänger) gegenüber den Arbeitnehmern gegeben haben. Letztlich erbringt ein Arbeitnehmer eine Arbeitsleistung und bekommt dafür ein Gehalt und darüber hinaus noch eine Altersvorsorge, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Sozialversicherung. Das wars dann aber auch, der Vertrag ist damit erfüllt. Bisher ist mir noch nicht zu Ohren gekommen, dass von HDM versprochene Gehälter, Pensionen oder auch Abfindungen nicht oder nicht rechtzeitig gezahlt wurden. Daher sehe ich aktuell alle Versprechen an die Arbeitnehmer als erfüllt an. Darüber hinaus gibt es die Ankündigung eines weiteren Stellenabbaus, ich denke auch das wird eingehalten. Leider denken viele Arbeitnehmer, dass ein einmal angebotener Arbeitsplatz zu denselben oder besseren Konditionen für alle Ewigkeit weiter angeboten werden muss und vergessen, dass das Gehalt erst von der Firma verdient werden muss. Dies tut HDM derzeit nicht (es fällt unterm Strich ein Verlust an), daher wären auch betriebsbedingte Kündigungen nichts Abwegiges. Dass HDM darauf bisher verzichtet hat, ist ein überaus großzügiges Versprechen der Firma, welches bis jetzt immer eingehalten wurde. Es wurde aber nie für alle Ewigkeit gegeben.

Was die Erfüllung von Versprechen gegenüber den Gläubigern betrifft ist dies keine frewillige Leistung. Wer seinen Verpflichtungen gegenüber Gläubigern nicht freiwillig nachkommt wird eben gepfändet und das würde auch den Totalverlust für Aktionäre bedeuten. Daher ist die Erfüllung von Versprechen gegenüber den Gläubigern gleichzusetzen mit einer Pflichterfüllung gegenüber den Aktionären. Übrigen stammt das großzügigste aller Versprechen (der Zinskupons von über 9%p.a. in der Hochzinsanleihe) noch von Schreier. Dieses musste er geben um überhaupt noch Geld zu bekommen, die eigentliche Ursache liegt im sträflichen Verschleppen notwendiger Restrukturierungen zu denen auch der Arbeitsplatzabbau in nicht ausgelasteten Bereichen gehört.

Falls es weitere Versprechen gibt, die nicht eingehalten wurden oder werden, interessiert mich das durchaus, ist mir aber nicht bekannt. Allerdings hier bitte trennen zwischen dem, was tatsächlich versprochen wurde, und dem was vielleicht der eine oder andere Aktionär oder auch Arbeitnehmer als Gewohnheitsrecht aus der Vergangenheit selbst ableitet (was aber nie versprochen wurde).

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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung

 

176 Postings, 309 Tage Horst1974Nachtrag

 
  
    #1079
15.06.13 12:41

Bitte auch nicht Ziele und Versprechen verwechseln, Ziele sind das ambitionierte obere Ende einer zu erreichenden Spanne, Versprechen das mindestens zu erreichende untere Ende dieser Spanne. Ich kann mich nicht erinnern, dass für das laufende Geschäftsjahr ein Gewinn von 150 Mio. versprochen (!!!) wurde.

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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung

 

291 Postings, 741 Tage Schmodoerbärmlich

 
  
    #1080
16.06.13 00:06

 Wenn ich Deine Beiträge lese werde ich traurig. Sätze wie  „Letztlich erbringt ein Arbeitnehmer eine Arbeitsleistung und bekommt dafür ein Gehalt und darüber hinaus noch eine Altersvorsorge, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Sozialversicherung. Das wars dann aber auch, der Vertrag ist damit erfüllt. Ich  hoffe, dass solch Typen wie Du niemals über Menschen entscheiden müssen. Wenn es bei Heidelberg zu weiteren Kündigungen kommt, scheint es Dich zu befriedigen. Ich vermisse bei Dir das Feingefühl wer die Verantwortung trägt. Verantwortung dafür, dass es erst so weit kommen musste, dass es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen wird. Deine permanente Art die Schuld an die schwächsten im System  weiter zu reichen kotzt mich an. Du hast noch nicht einmal die Frage gestellt von wem  2  Milliarden seit 2008 in diesem Unternehmen verbrannt wurden. Wer dafür verantwortlich ist, dass  aus einem  einst profitablen Unternehmen ein Spielball an der Zocker Börse wurde. Die verantwortliche „Kaste“ ist überaus großzügig, dass man bisher auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet.
 So Dein Credo. Schmodo sagt Dir, Du bist eine erbärmliche Kreatur.    
   

 

176 Postings, 309 Tage Horst1974Völker hört die Signale

 
  
    #1081
1
16.06.13 11:20

Lieber Schmodo, offenbar veranlasst Dein fundamentales Mißverständnis der sozialen Marktwirtschaft Dich zu diesen haltlosen Beleidigungen. In unserem Gesellschaftsmodell sind die Betriebe alleine dafür zuständig, dass sie am Markt bestehen. Der Staat sorgt für den Rahmen, in dem die Betriebe handeln dürfen und kümmert sich um "die Schwachen", sogar wenn sie gar nicht mehr arbeiten. In den Betrieben tut er dies mit einer Sozialversicherungspflicht, der Krankenversicherungspflicht, dem Arbeitszeitgesetz, dem Kündigungsschutzgesetz etc. pp.. Nicht zu vergessen das Betriebsverfassungsgesetz zur Wahrung der AN-Rechte, welches aber u.a. in §112 die Arbeitnehmerseite verpflichtet "sowohl die sozialen Belange der betroffenen AN zu zu berücksichtigen als auch auf die wirtschaftliche Vertretbarkeit iher Entscheidung für das Unternehmen zu achten." Das HDM-Management hat in diesem Interessenkonflikt in der Vergangenheit ein wesentlich besseres Augenmaß bewiesen als der Betriebsrat.

Übrigens ist es nicht Aufgabe der Betriebe, sich um die Schwachen zu kümmern, sondern es ist ihre primäre und wichtigste Aufgabe, mehr Einnahmen als Ausgaben zu haben. Dies gelingt HDM seit 5 Jahren nicht, wenn sie nicht am Markt bestehen, ist die ganze Firma insolvent und niemand bekommt irgendwas. Punkt. Es befriedigt mich übrigens nicht im geringsten, wenn es zu Kündigungen kommt, aber es befriedigt mich sehr wenn die Firma überlebt. Und wenn schon nicht alle gerettet werden können, so doch möglichst viele. Wenn aber alle im Unternehmen Schmodos Sturheit an den Tag legen, gehen eben alle gemeinsam unter. Hauptsache man kann hinterher sagen, dass "die da oben" die Schuld haben.

Noch ein Wort zum Management: Ja, es gab hier massive Fehlentscheidungen. Aber für eines ist das HDM-Management wirklich nicht zur Verantwortung zu ziehen, nämlich dass der Druckmarkt nun mal schrumpft. Schrumpfender Druckmarkt -> schrumpfende Beschäftigetenzahlen, ist doch eigentlich gar nicht so schwer einzusehen. Oder will irgendjemand dem Managemen unterstellen, heimlich das Internet erfunden zu haben, einzig und allen zu dem Zwecke den Wieslocher Werkern mal richtig einen einzuschenken? Die Reaktion auf den schrumpfenden Durckmarkt war aber viel zu spät und zu zögerlich. Hätte das Management aber früher reagiert, wären schon viel früher viel mehr Angestellte in der Produktion entlassen worden. Unabhängig davon ob sie schwach ode stark sind, einfach weil die HDM-Produktion im Hochlohnland Deutschland mit großer Fertigungstiefe extreme Überkapazitäten aufweist. Es ist nämlich schon lange nicht mehr so, dass die nichtdeutschen Standorte keine Qualität produzieren würden. Wenn HDM am Markt bestehen will, müssen sie endlich wieder so viel besser werden, wie sie schon teurer sind. Oder wenn sie es nicht schaffen, besser zu werden, müssen sie eben billiger werden.

Und was das "eigene Taschen vollstopfen" betrifft: ohne hier ins Detial gehen zu wollen, verglichen mit einem HDM-Facharbeitergehalt sind die HDM-Vorstandsgehälter sehr moderat.

Und ich bleibe dabei, es ist ein großzügiges Angebot, dass bisher auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet wurde. Interessanterweise erlebe ich sehr oft, dass gerade die, welche "denen da oben" Egoismus und Selbstbedienungsmentalität unterstellen, selbst bei den üblsten Discountern (Kik, Mediamarkt, etc.) einkaufen und für die pflegebedürftigen Eltern (oder als Putzfrauen) osteuropäische Arbeitsmigranten zu Dumpinglöhnen illegal beschäftigen. Jaja, aber die anderen! Die anderen, das sind Geizhälse...!

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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaupfsempfehlung

 

291 Postings, 741 Tage SchmodoSo ist das Leben #74

 
  
    #1082
16.06.13 23:01

 Bist einer der gerne selbst ganz nach oben möchte? Denn sonst kann man solchen Schwachsinn einen Facharbeiter Lohn, der bei Heidelberg im Durchschnitt bei gerademal 2300 € netto liegt, mit einem Vorstandsgehalt von guten 40.000 € netto im Monat (ohne sonstige Zuwendungen wie Fuhrpark, „Erfolgsprämien“ etc.) nicht als moderat bezeichnen. 

Weiter machst du uns Facharbeitern den Vorwurf, wir würden bei den übelsten Discountern einkaufen. Diese üblen Discounter sind erfolgreiche Unternehmen. Hervorgegangen aus der doch so gerechten und sozial  kapitalistisch geprägten Gesellschaft. Deren oberste Maxime das erstreben von immer mehr Gewinn ist.

 

Deine Unverschämtheit wird noch gekrönt, in dem Du behauptest, dass Facharbeiter ihre pflegebedürftigen Eltern, durch illegale Beschäftigung von osteuropäischen Arbeitsemigranten, pflegen lassen.

 

Ich weis nicht ob Du rechnen oder gar kalkulieren kannst.

 

Eine Pflegekraft aus Polen bekommt nach Auskunft der sozialen Dienste mindestens 900€ im Monat. Dazu kommen noch Kosten für Verpflegung und Unterkunft, so wie regelmäßige Fahrtkosten.

 

 

 

Ein Platz in einem guten Pflegeheim kostet heute ca. 3000 €. Die Rente meiner Eltern war gerade mal zusammen 1100€. Obwohl beide über 40 Jahre gearbeitet haben. Es gibt Rentner die haben nicht mal 600€ im Monat.

 

Die Differenz aus Rente und Heimpflegekosten, haben die Kinder zu erbringen oder sich zu beteiligen. Wenn deren Einkommen dies zu lässt. Ein Nettoverdienst von 2300€ lässt dies zu.

 

Die betroffenen im Beispiel haben also gar keine andere Wahl, als mit der Rente der Eltern eine „illegale“ Pflegekraft zu beschäftigen.

 

Gäbe es diese geduldete Lösung nicht, würde ein Facharbeiter von seinem horrenden Einkommen zusätzlich für seine Eltern aufzukommen müssen.

 

Von diesem horrenden Einkommen, wären dann 300€ fällig. Bleiben pro Monat also noch 2000€.

 

Davon gehen ab Miete oder Kreditrate für das Eigenheim welche ich mit 800€ ansetze. Bleiben also noch 1200€ im Monat.  

 

Für die notwendigsten Versicherungen, Medienkosten setzen  Verbraucherberater heuer 150€ pro Monat an.  Bleiben also noch 1050€ über.

 

Für ein Auto sind lt. ADAC bei einem Golf monatlich  450€ anzusetzen (Kraftstoff, Wartung, Reparaturen, Rücklagen für Neuanschaffung). Bleiben also noch 600€ übrig. Davon sollen nach dem Willen unserer Volks- und Wirtschaftvertreter noch Rücklagen für eine private Altersversorgung getroffen werden. Summa summarum hat ein gut verdienter Facharbeit noch 400€ um sich vernünftig zu ernähren. Da reicht es halt nur noch für eine abgepackte Wurst Jeans oder ein Hemd vom ALDI. 

Ich setze nicht voraus, dass Du mir folgen kannst.

 

    

 

  

 

             

 

24 Postings, 302 Tage Der AhnungsloseLesen zwischen den Zahlen

 
  
    #1083
4
17.06.13 10:01
Das hier soll keine Diskussion über die sozialen Verhältnisse in Deutschland sein. In einem ist sich Schmodo aber wohl eins, und zwar mit dem Lesen zwischen den Zeilen. Ein Facharbeiter bekommt gerade mal 2.300 € netto, dieser Gedanke zeigt wohl ein Problem bei Heidelberg.
2.300 € netto für einen Facharbeiter ist sehr viel, Brutto ca. 4000 €, dazu noch weitere Lohnnebenkosten, Urlaub, Krankheit... Bei einer 35h/Woche kommt da am Ende ein sehr hoher Wert heraus. Ich denke viele Facharbeiter bei HDM werden überrascht sein, wie wenig ihn bei neuen Jobs angeboten wird.
Die Löhne für den Vorstand sind im Vergleich zu anderen Unternehmen und der Größenordnung des Unternehmens wirklich noch moderat.

Linzbach hat eine neue Stimmung erschaffen, endlich sollen Gewinne wieder das Ziel werden. Das ist gut, leider erscheint ihm keine Technik im Hause so gut um Marktanteile oder neue Kunden zu gewinnen.

Bedrohlich finde ich weiterhin ein paar Aussagen im Nebensatz. Gerne würde er noch weitere Leute/Abteilungen reduzieren, aber es fehlt das Geld. Oder die Messeauftritte sollen bescheidener werden, sprich sie haben sich nicht gelohnt.  

176 Postings, 309 Tage Horst1974Falsch geraten

 
  
    #1084
3
17.06.13 10:04

Ich bin keiner der nach ganz oben möchte, bin recht zufrieden da wo ich bin. Unabhängig davon ob Deine Unterstellungen richtig oder falsch sind, wundere ich mich immer wieder, dass Du auf die persönliche Schiene abgleitest, offenbar weil Dir die sachlichen Argumente ausgehen. Wenn andere Deine Einschätzung nicht teilen (bin scheinbar nicht der einzige hier), sind sie entweder karrieregeil oder kriminelle Banker oder doof oder erbärmlich oder oder oder. Die Möglichkeit, dass Deine Einschätzung falsch ist, ziehst Du offenbar nicht in Betracht, was man als Mangel an kritischer Selbstreflektion bezeichnen kann.

Oft ist Deine Argumentation von Anfang bis Ende gar nicht so falsch, wohl aber Deine Eingangshypothese, also der Anfang. Aus dem Beitrag, in dem Du mir das Leben erklärst, ziehe ich erstmal den Schluss, dass Du keine Kinder oder Lebenspartner zu versorgen hast. Ansonsten wäre Dein Nettoeinkommen also Facharbeiter nämlich drastisch höher, wegen der Steuerfreibeträge im Ehegattensplitting und durch die Kinderfreibeträge (schon ein angelernter Hilfsarbeiter verdient 2000 brutto wie ich in früheren Beiträgen erläutert hatte). Ferner hättest Du das Kindergeld vergessen und auch bei der Altersvorsorge gibts üppige Zuschüsse für Kinder, z.B. in der Riesterrente. Also, wenn Du die o.g. Vergünstigungen nicht vergessen oder bewusst unterschlagen hast, verdienst Du als Single 2300 netto, kein schlechtes Gehalt wie ich finde.

Dann kommt aber schon die erste Fehlannahme. Für das Eigenheim "brauchst" Du 800 und für das Auto 450 Euro jeden Monat. Bitte teile mir doch mal mit, wer Dir ein Auto und ein Eigenheim versprochen hat oder wo das Recht darauf verbrieft ist. Kauf es Dir wenn Du es kannst und lass es wenn Du es nicht kannst. Als ich Single war, habe ich für weniger als 500 Euro (auch in der Metropolregion) gewohnt, aber natürlich hatte ich kein Eigenheim. Was das Auto betrifft: Wer verbietet es Dir, mit der Bahn oder dem Fahrrad oder einem 50er-Roller zur Arbeit zu fahren? Und selbst wenn Du ein Auto als fundamentales Menschenrecht betrachtest: Meines ist fast 20 Jahre alt und hat in der Anschaffung so viel gekostet, wie Deines jeden Monat.

Was die Pflege von Angehörigen betrifft scheine ich einen wunden Punkt getroffen zu haben. Aber Deine Argumente bringen mich nicht zum Umdenken, die Versorgungspflichten werden auf das verbliebene Gehalt nach Abzug aller Freibeträge und eigenen Unterhaltspflichten berechnet. Wenn Du ohne jegliche Unterhaltspflicht 2300 Euro netto verdienst, wo ist das Problem im Monat 300 Euro für die Pflege der eigenen Eltern dazu zu zahlen? Schaff Dein Auto ab und Du hast noch 150 über. Oder zieh aus Deinem Eigenheim in eine kleinere Wohnung und alles passt wieder.

Es gibt sicher soziale Ungerechtigkeiten wie 600 Euro Rente nach 40 Jahren Arbeit (Vollzeit? Welche Beiträge geleistet?). Aber besonders bei HDM wurde über Jahrzehnte gelebt wie die Maden im Speck! Nun ist der Speck etwas dünner geworden und ihr jammert rum als gäbs kein Morgen mehr. Andere hatten nie Speck und werden ihn nie haben und nöhlen trotzdem nicht rum.

 

Bei der Firmenargumentation höre ich dasselbe. Es geht Dir offenbar hauptsächlich darum, die Schuldigen zu finden und möglichst öffentlichkeitswirksam an den Pranger zu stellen (z.B.: wer hat die 2 Mrd verbrannt?). Hilft das der Firma? Beim Autofahren schaut man auch nicht ausschließlich in den Rückspiegel. Was interessiert Dich mehr wenn Du krank bist: Wie Du wieder gesund wirst oder wer schuld daran ist, dass Du krank bist.

Das Thema soziale Gerechtigkeit ist ein großes bei dem ich (selbst Arbeiterkind) eine dezidierte Meinung habe. Allerdings müssten wir dann nicht über Besitzstandswahrung sondern über die Situtation der HDM-Angestellten in der Gesellschaft sprechen. Zu dieser Diskussion würde ich gerne jemand aus dem Einzelhandel und der Pflege hinzuziehen, denen kannst Du dann ja mal erläutern wie schlecht es den HDM-Werkern geht. Und dass in der Produktion die Schwachen entlassen werden sollen hab ich auch nie behauptet. Aber wenn seit Jahren Überkapazitäten da sind, müssen diese abgebaut und der Nachfrage angepasst werden. Egal ob es den Hilfsarbeiter oder den Produktionsleiter trifft. Wer das nicht einsieht, der ist wirklich dumm.

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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung

 

291 Postings, 741 Tage Schmodo#74

 
  
    #1085
17.06.13 22:05

 

 danke für die guten Ratschläge. aber keine Sorge. Das Beispiel betrifft nicht meine persönliche Situation. Werde deshalb auch nicht meinen alten VW verkaufen, und nicht in eine kleinere Wohnung ziehen. Sobald ich meine Finger in Wunden, die durch Fehler im Management aufgerissen wurden, bellst du wie ein getroffener Hund.  Verbreitest Thesen wie ein Neo Liberaler, der sich aktuell gerade ein paar Knochen gebrochen hat. Ich erinnere bewusst immer wieder daran, welche Seite verantwortlich für die Lage der AG ist. Hinweise die Heidelberg Mitarbeiter, haben gelebt wie die Maden im Speck, sollen dem Beitragsleser weis machen, die Arbeitnehmerseite ist verantwortlich. In der Öffentlichkeit wurde die Krise nie am Missmanagement festgemacht. Den Mäntelchen  Finanzkriese, Bankenkriese, Eurokriese hat man immer alles untergejubelt. Die Verursacher mussten nie persönlich dafür haften. Die Zeche zahlen jetzt die Maden wie Du sie nennst. Es gab schon einmal in unserer Gesellschaft einen Personenkreis, der nicht in den Rückspiegel geschaut hat. Die Namen solltest Du kennen.    

 

 

24 Postings, 302 Tage Der AhnungsloseMaden in Speck

 
  
    #1086
3
18.06.13 09:09
Damit man nicht völlig aneinander vorbeiredet, hier die Frage wann die Zeit "Made in Speck" war? In den letzten Jahren haben die Angestellten bei HDM bluten müssen, jeder kennt es wie häßlich Entlassungen sind.
Doch lebte und lebt HDM in Teilen immer noch auf einem sehr hohen Ross, der "Weltmarktführer"... In vielen kleinen bis mittleren Druckerein ist die Häme groß, weil diese oft von dem HDM Vertrieb als unwichtig und zu klein abgekanzelt wurden. Und mit mittlere Druckerei waren schnell Unternehmen bis 100 oder sogar 200 Angestellten dabei.
Eine gewisse Schadenfreude ist in der Branche zuspüren, dieses muss jetzt die jungen Angestellten bei HDM spüren.  

176 Postings, 309 Tage Horst1974Neoliberalismus und Planwirtschaft

 
  
    #1087
3
18.06.13 09:29

Wenn die Forderung nach der Abschaffung nicht benötigter Überkapazitäten für Dich eine neoliberale These ist, dann bin ich wohl ein Neoliberaler. Ich habe auch kein Problem damit, dass Du den Finger in die Wunder der Managementfehler bei HDM legst. Jeder der HDM kennt weiss von diesen hausgemachten Problemen. Niemand hat hier behauptet, dass die Werker schuld an der Misere sind oder das Problem mit dem Abbau von ein paar Stellen in Wiesloch gelöst sei.

ABER: Der Umkehrschluss gilt ebenso. Trotz der genannten Fehler lässt sich das Problem nicht ohne weiteren Kapazitätsabbau in der Produktion lösen. Du bist es nicht zuletzt selbst, der hier immer wieder von nicht ausgelasteten Produktionsbereichen berichtet. Den Eindruck des Ahnungslosen (der seinem Namen im positiven Sinne keine Ehre macht) kann ich aus meinem persönlichen Umfeld bestätigen. Dem Betroffenen wurde eine Abfindung angeboten, die er nicht annahm, weil andere Arbeitgeber niemals sein derzeitiges Gehaltsniveau für diese Tätigkeit weiterbezahlt hätten.

Ein Blick in den Rückspiegel ist sinnvoll, wenn man daraus Erkenntnisse ableiten kann, die die zukünftige Fahrt betreffen. Das tut Schmodo nicht, er beschränkt sich auf das vielfache Wiederholen der seiner Meinung nach Alleinschuldigen an der Misere. Interessant ist, dass Du mir unterstellst dass ich dem Leser etwas weis machen will. Meine Vermutung ist eher die, dass Du aus dem Dunstkreis des Betriebsrates in Wiesloch Stimmung zu Gunsten der dortigen Belegschaft machen möchtest. Deshalb wiederholst Du gebetsmühlenartig die Fehler des Managements ohne von der weiterhin extrem guten Bezahlung der Beschäftigten zu berichten. Wäre dies unwahr, dann hätten schon viel mehr Mitarbeiter die Abfindung genommen und wären weg. Wegen der tollen Perspektive bleibt z.Zt. niemand bei HDM, aber kein anderer zahlt so üppige Gehälter.

Deine Taktik ist übrigens gar nicht so schlecht, wenn die Kapitalseite u.a. auch über dieses Forum von den Interessen der Werker überzeugt werden könnte, würde das deren Verhandlungsposition enorm stärken. Ich halte Dich auch nicht für unintelligent, aber vermutlich lebst Du schon seit Jahrzehnten in der HDM-Welt und hast einfach den Kontakt zur normalen Welt da draussen verloren, also keine realistische Einschätzung mehr, welche Bezahlung für welche Leistung heutzutage üblich ist. Und um die Kapitalseite zu überzeugen, zählt nicht nur das Schreiben in deren Foren, sondern schlüssige Argumente. Mich hast Du bis jetzt nicht überzeugt, ich bin weiter für eine Anpassung von HDM an die Welt und nicht umgekehrt.

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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung

 

52 Postings, 1018 Tage ZepiHorst

 
  
    #1088
1
18.06.13 18:13
Die Überkapazitäten sollten natürlich schnell abgeschafft werden, ich hoffe Hr. Linzbach weiß wo die sind.

Bei über 50% Angestellten muss man wissen wo der Schuh drückt , Heidelberger Druck ist immer noch ein Maschinenbauer.

Was die Bezahlung angeht, da gibt es genug Arbeiter die träumen von 2300 Netto, es gab Zeiten da wussten die Heidelberger nicht wohin mit dem Geld aus und vorbei, da haben wohl ein paar über ihre Verhältnisse gelebt.

Angefangen hat es wohl damit das in Heidelberg ein Pferd mit 3 Beinen gekauft wurde, und das sollte wohl den Wagen ziehen der Heidelberger, lass das mal gut gehen.

Gruss Ich  

291 Postings, 741 Tage Schmodoaber doch bitte sachlich bleiben

 
  
    #1089
1
18.06.13 23:24

 War noch nie in einer Funktion, welche Arbeitnehmer vertreten haben. Hatte immer Arbeitsverträge auf Grundlage der von den Tarifpartner ausgehandelten Abschlüsse. Deshalb sind die ständigen Hinweise, die Löhne und Gehälter bei HDM seien zu üppig und extrem gut Nonsens. Dass die Heidelberg Welt der realen Welt angepasst werden muss, ist keine Erfindung von Leuten mit Neoliberalen Gedankengut. Wer alle meine Beiträge aufmerksam gelesen hat, wird feststellen, dass dort schon sehr früh, die Gründe für den Niedergang der AG genannt wurden. An allererste Stelle die unsinnige Zerstückelung in Segmente und Bereiche. Etwas übertrieben gesagt, wurde mit jedem Umsatzzuwachs von einer Million neue Planstellen und Bereiche geschaffen. Ich betone, keine produktiven Stellen.  

Jedem dieser Bereiche steht einer vor. In der Regel mit einem AT Vertrag. Die Heidelberger Personalplanung, ist da sehr ehrgeizig. Alle 3-4 Jahre rotieren diese sogenannten Führungskräfte. Man möchte diesen unproduktiven, die sich den ganzen Tag mit Besprechungen selber beschäftigen eine Vita für die weitere Kariere geben.  Jeder dieser dynamischen  „Rotirer“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, funktionierende Abläufe mit seinen Ideen zu erneuern.

Das Ergebnis ist, das selbst bei geringer Auslastung, die Prozesse nicht mehr durchgängig funktionieren. Das PPs Systeme von Heidelberg wurden so vergewaltigt, dass der erfahrene User dem System  helfen muss. Und nicht eigentlich das System dem User.  

Zum Thema Abfindung   annehmen oder nicht. Ein möglicherweise negatives Beispiel pauschal auf die gesamte Belegschaft zu produzieren ist polemisch.  Das Personalwesen hatte auch keine Hemmungen ,  Mitarbeitern  eine Bedenk Frist von weniger als 3 Wochen anzubieten, ums sich zu entscheiden. Ein Mensch soll innerhalb von drei Wochen über seine weitere Lebensplanung entscheiden.  

Die haben übrigens eine neue Offerte gestartet. Allen Mitarbeitern >= 57 Jahre wird ein neues Angebot vorgelegt um aus dem Unternehmen auszuscheiden.

Hintergrund  kann wohl nur sein, dass Focus 2012 noch nicht im Plan ist. Auch wenn man dies der Öffentlichkeit so verkündet hat.

Kapazität abbauen ja. Bin voll begeistert. Wenn das an den von mir beschriebenen Besprechungsstunden geschieht.

Gruß vom Schmodo, der nicht mit den Wölfen heult.

 

1 Posting, 16 Tage goldfinger45Führungskräfte

 
  
    #1090
20.06.13 09:55
braucht man. Auch wenn der Proletarier meint sie tun nix. Die bewegen nun mal die Hebel. Der eine hat da ein besseres Händchen für als der andere. So wie bei der Arbeitnehmerschaft auch. Klar. Wenn die ein Missmanagement hinlegen passiert an der Basis ne Menge bis hin zu Kündigungen. Aber so ist das nun mal. Schaut euch andere Firmen an . Überall das gleiche. War lange beim Daimler. Da hast du dich gerade mal an den neuen und seinen Führungsstil gewöhnt kommt schon wieder der nächste Emporkömmling. Habe die Erfahrung gemacht das man sich über die Gewerkschaften Ohr verschaffen muss. Der Rest ist vertane Zeit. Also locker bleiben an die Zukunft glauben und wenn es zu arg wird einfach die Arbeitsstelle wechseln so wie die das auch machen. So werden sie gezwungen selber ein wenig auf die Basis zu hören. Denn die wissen wo es zwickt und zwackt. Tun sie es nicht hauen die guten leute ab und der laden wird auf kurz oder lang schliessen müssen. Nur meine Meinung  

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