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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 2677
neuester Beitrag: 24.02.17 23:01
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 66909
neuester Beitrag: 24.02.17 23:01 von: Fillorkill Leser gesamt: 5289139
davon Heute: 152
bewertet mit 96 Sternen

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20752 Postings, 4843 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
96
04.11.12 14:16

Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Beitrages, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 

 
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66883 Postings ausgeblendet.

10125 Postings, 3024 Tage daiphongEurozone insgesamt

 
  
    #66885
24.02.17 13:06
hat 2016 einen Leistungsbilanzüberschuss von 3,1% BIP, nüscht so besonderes.
Er liegt nominal etwas über dem deutschen Überschuss alleine - der ist also immer noch ein internes Problem von Eurozone, und geht die USA insofern einen Scheißdreck an.  

7023 Postings, 1879 Tage Zanoni1#848 Nur An einer Stelle, Al

 
  
    #66886
1
24.02.17 13:07
im übrigen nicht. Die hast Du aber schön gesehen! So korrigiert man sich dann gegenseitig. Danke übrigens nochmal für Die Richtigstellung ...da hatte sich gestern Abend ein dickes Ei bei mir eingeschlichen XD

Habe es gerade nochmal drüben bei Dir korrigiert, und die Gedanken aus dem zweiten Teil dann auch vielleicht nochmal etwas verständlicher ausgeführt.

http://www.ariva.de/forum/...ren-thread-283343?page=5112#jump22538258  

45167 Postings, 6330 Tage KickyNahost-Experte Günter Meyer zu Syriengesprächen

 
  
    #66887
1
24.02.17 13:14
im Interview
http://www.deutschlandfunk.de/...h.694.de.html?dram:article_id=379678
" Ein Syrien mit Machthaber Baschar al-Assad an der Spitze sei deshalb das wahrscheinlichste Szenario. Nun sei entscheidend, ob der neue US-Präsident Donald Trump sein Wort halte. Würden die USA wie im Wahlkampf angekündigt gemeinsam mit Russland den IS bekämpfen und einen Präsidenten Assad befürworten, dann seien die Aussichten relativ gut, dass das Regime an der Macht bleibe. Die Alternative dazu seien ultrakonservative Dschihadisten. Meyer betonte, der Mythos von moderaten Rebellen sei längst widerlegt. In Ostaleppo und anderen Regionen hätten die Nusra-Front und andere Dschihadisten die Menschen als Schutzschilde missbraucht und ihre Lebensgrundlagen zerstört. ...aus seiner Sicht sei die Rettungsorganisation Weißhelme "vor allem ein Propagandainstrument" der Opposition, ebenso wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. ..."
 

10125 Postings, 3024 Tage daiphong#83 das ist ausnahmsweise mal richtig

 
  
    #66888
1
24.02.17 13:15
Nachdem die Arbeitslosigkeit inzwischen abgebaut wurde und durch massiven Geburtenmangel trotz Zuwanderung weiter abgebaut wird, werden die Löhne in Deutschland kontinuierlich steigen. nominal wie auch real.
Allerdings wurden die Löhne nicht von der Regierung festgelegt.
Auch nicht von Agenda 2010, sondern durch die jahrzehntelange Massenarbeitslosigkeit in Folge von Wiedervereinigung und Zuwanderung, geburtenstarke Jahrgängen etc. Und parallel über ein Jahrzehnt lang auch durch ein deutsches Leistungsbilanzdefizit.  

48366 Postings, 4678 Tage Anti Lemming"Probleme weg, wenn Mechanismen verstanden"

 
  
    #66889
4
24.02.17 13:16
(Daiphong in # 882)

Das wird nicht klappen. Um den Euro zu halten, müssten die Löhne in den PIIGS weiter sinken, um dort hergestellte Produkte konkurrenzfähiger zu machen, während die Löhne in D. steigen müssten, um die hohen Handelsüberschüsse zu reduzieren.

Es dürfte aber z. B. seitens der Griechen kein Einsehen geben, dass gleiche Arbeit in D. deutlich höher bezahlt wird, weil die deutsche Wirtschaft dies insgesamt hergibt, die griechische hingegen nicht. In dem Punkt berufen sich die Griechen gern auf pan-europäische Solidarität. Wenn hingegen darum geht, EU-Defizitkritieren einzuhalten, sinkt ihre Soldarität deutlich...

Der Euro hilft den PIIGS nicht. Er half ihnen nur beim Kreditstrohfeuer kurz nach seiner Einführung - eine Sause, die freilich zur PIIGS-Bankenkrise führte.

Der Euro war und ist vor allem ein Exportbeschleuniger für die deutsche Industrie, die nach der Euroeinführung

- 1. keine Wechselkursverluste in Europa mehr zu befürchten hatte (z. B. durch eine Lire-Abwertung Italiens) und

- 2. vom großen "PIIGS-Dispo" profitierte: Die niedrigen Eurozinsen (im Vergleich zu den recht hohen in den vorherigen Landeswährungen) lösten in den PIIGS massive Privatkäufe auf Kredit aus (freute die deutsche Wirtschaft).


Als Spätfolge der haltlosen privaten Kreditsausen wurden später allerdings auch die regionalen Bankensysteme faul, und die Bankenrettungen ließen dann auch die Staatsschulden explodieren (in Spanien von 40 auf über 100 %). In Griechenland führte der Euro zu einer betrügerischen Staatsschulden-Sause, die 2010 im faktischen (und bis heute verschleppten) Staatsbankrott endete.

Es gibt daher gute Gründe für die PIIGS, den Euro abzuschaffen. Er ist für sie eher eine Knechtschaft.

Mangels Vergleichsbasis in Euro würden dann die Griechen dann auch bereitwilliger niedrigere Löhne akzeptieren (fällt in Drachmen nicht mehr so auf). Zugleich bekämen sie wieder die Chance zur Abwertung (beflügelt Exporte und Tourismus). Last not least bekämen sie exakt ihrer jeweiligen Wirtschaftslage angepasste Wechselkurse und Zinssätze. Sie könnten sich nun auch wieder nach Herzenslust verschulden (dann aber freilich nicht mehr in Brüssel nach Rettungsgeldern anstehen...). Bei Drachme-Zinsen von über 10 % gäbe es dazu allerdings wenig Anreiz. D. h. das herkömmliche Vor-Euro-System verhindert falsche Eurphorie.

Die Vorteile eines Euroaustritts überwiegen die Nachteile deutlich. Deshalb war es der EU-Kommission ja auch - propagandistisch - so wichtig, den Brexit als "wirtschaftlichen Untergang Großbritanniens" hinzustellen. Tatsächlich ist das Gegenteil eingetreten. Die GB-Wirtschaft floriert. Diese Erfahrung dürften auch die PIIGS machen, wenn sie austreten. Aber das geht - politisch - ja schon deshalb nicht, weil Juncker dann "nichts mehr zu verwalten" hätte [# 873, Ende] ;-)
 

48366 Postings, 4678 Tage Anti Lemmingzanoni # 886

 
  
    #66890
1
24.02.17 13:20
Mal ein ausdrückliches Lob an Dich, weil Du Dich traust, öffentlich eigene Fehler einzugestehen. Ist in Foren eher selten.  

10125 Postings, 3024 Tage daiphongDenkfehler

 
  
    #66891
1
24.02.17 13:31
Zolleffekte treten steuerlich nur dann auf, wenn in und ausländische Produzenten unterschiedliche Steuern im Inland zahlen, bzw. inländische Produzenten wie im Trump-Plan aus erhöhten allgemeinen Steuern subventioniert werden.
 

10125 Postings, 3024 Tage daiphongdass man auch mit Drachmen und Lira

 
  
    #66892
24.02.17 13:50
arm sein kann, das wissen die GIPS noch  ;-o)
dein psychologischer Trick mit den vielen Nullen wird sie nicht überzeugen, aus dem Euro auszusteigen.

UK steigt übrigens nicht aus dem Euro aus, ist auch noch gar nicht aus der EU ausgestiegen.
Es baut aber gerade seinen riesigen Bankensektor samt nationaler Bilanzüberdehneung zurück und blockiert sein hohles Zuwanderungswachstum - das scheint dem Land gut zu tun. Vielleicht gehören ihnen auch mal wieder die eigenen Fußballvereine selber statt russischen oder arabischen Ölscheichs  ;-o)  

16294 Postings, 3875 Tage Malko07#66886: Die USA interessieren sich ja auch nur

 
  
    #66893
1
24.02.17 14:00
ihre Handelsbilanzdefizite zu den einzelnen Handelspartner und das geht sie sowohl etwas an.  

16294 Postings, 3875 Tage Malko07Der Euro gehört behutsam zurückgebaut

 
  
    #66894
2
24.02.17 14:08
bevor er uns um die Ohren fliegt und alle Mitglieder katastrophal abstraft. In der Eurozone gibt es zu viele Staaten die nicht funktionieren und damit eine interne Abwertung kaum sinnvoll möglich ist. Wird mit noch so großem Druck nicht funktionieren. Die Eurozone gehört mindesten in 3 Währungsräume aufgeteilt, die versuchen Währungsveränderungen zivilisiert durchzuführen und sich währungstechnisch gegenseitig helfen und damit die weltweite Spekulation auf ihre Währungen begrenzen. Dabei gibt es noch einzelne Staaten wie z.B. Griechenland die ganz außen vor stehen sollten und keinem dieser Währungsräume angehören sollten.  

10125 Postings, 3024 Tage daiphongder Handelspartner ist EU und Eurozone,

 
  
    #66895
1
24.02.17 14:13
doch nicht einfach Deutschland.
Wenn jemand in Deutschland irgendwo in der Welt 1 Mrd Überschuss macht, und jemand in Italien irgendwo anders in der Welt einen Kredit von 1 Mrd zieht, dann hat effektiv Deutschlands Bankensytem ans italienische eine Mrd. Kredit gegeben. Deshalb müssen die Leistungsbilanzen der Euro-Länder nicht bilateral, sondern insgesamt betrachtet werden. Mag sein, die EU hat insgesamt einen hohen Überschuss gegen US, das wäre dann ein bilaterales Thema. Allerdings eher für die USA, ihre eigene interne und  internationale Kreditaufnahme zu begrenzen.
 

10125 Postings, 3024 Tage daiphongmit 3 + x Währungen

 
  
    #66896
24.02.17 14:26
wären die Verwerfungen keineswegs geringer als jetzt im Euroraum, sie würden sogar weiter ansteigen.
Einen behutsamen Rückbau kann es zudem gar nicht geben. Die Euroverschuldung bliebe ja nicht nur bestehen, die Umschuldung würde auch richtig teuer werden, allen Ländern sofort um die Ohren fliegen. Man wird schon gemeinsam - vielleicht ohne Griechenland -  durchs Gemüse gehen und Ordnung schaffen müssen.  

7023 Postings, 1879 Tage Zanoni1#890 habe Dein Lob eben erst gesehen, Al

 
  
    #66897
1
24.02.17 14:27
sonst hätte ich mir die kleine Stichelei (unabhängig von seiner Beehtigung) drüben vielleicht verkniffen ;-)

Danke für die Blumen  

7023 Postings, 1879 Tage Zanoni1#896 Ein weiteres Problem in unserem bestehenden

 
  
    #66898
3
24.02.17 14:50
Euro-System sehe ich allerdings in den Haftungsverquickungen, die sich einerseits ergeben ohne aber gleichzeitig in der Lage zu sein, dann in den enstprechenden Ländern bei Fehlentwicklungen gestaltend eingreifen zu können.
Es hat sich noch nie als Vorteil erwiesen, wenn Verantwortung und Haftung auseinanderfallen.

Man bräuchte in einem gemeinsamen Währungsraum dann schon eine einheitliche bzw. harmonisierte Wirtschafts- Steuer- und Sozialpolitik  etc., also mit anderen Worten dann auch eine Wirtschafts- und Fiskalunion, was aber derzeitig aufgrund der krassen Unterschiede einzelner Länder so zumindest im Augenblick wohl kaum in sinnvoller Weise möglich wäre. (Vom politischen Widerstand in den einzelnen Ländern mal ganz abgesehen)

Es ist ja, wie man sieht, aufgrund der krassen Unterschiede noch nicht einmal eine gemeinsame Geldpolitik der Notenbanken in sinnvoller Weise möglich.

Ich bin da eher bei Malko und sehe für die wirtschaftlich besonders schwachen und hochverschuldeten Eu-Länder letztlich eine weitaus bessere Perspektive mit einer eigenen Währung, teilweise verbunden mit Schuldenschnitten (die Kröte wird man früher oder später dabei ohnehin noch schlucken müssen, m.E. besser früher als später)

Später kann man die Idee eines gemeinsamen Europas dann u.U. wieder weiter vorantreiben, wobei man dann vielleicht nicht wieder den Fehler machen sollte, ausgerechnet mit einer gemeinsamen Währung zu beginnen.

Alle anderen Felder wären dabei m.E. nicht nur die wichtigeren, sondern stifteten überhaupt erst die Vorausetzungen für ein gutes Gelingen solch einer Währungsunion.



 

7023 Postings, 1879 Tage Zanoni1bzw. eine noch weitergehende

 
  
    #66899
24.02.17 14:52
Wirtschafts- und Fiskalunion  

7023 Postings, 1879 Tage Zanoni1#897 ...oder seiner Berechtigung

 
  
    #66900
24.02.17 15:31

2834 Postings, 1190 Tage exactfrisch aus´m Denk-Tank:

 
  
    #66901
3
24.02.17 18:00

"Dass Bankenrettungen teuer sind, die weiter in Europa als "alternativlos" dargestellt werden, dürfte eigentlich (fast) allen klar sein. Das Transnational Institute (TNI) hat am Mittwoch eine Studie vorgestellt, in der Kosten für die europäischen Steuerzahler auch einmal klar beziffert werden. Der Think Tank aus Amsterdam stellt fest, dass allein zwischen den Jahren "2008 und 2015 die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union mit Zustimmung und auf Anregung der europäischen Institutionen 747 Milliarden Euro für Bankenrettungen mit diversen Geldspritzen und Rettungsplänen ausgegeben haben.

Doch das ist längst noch nicht alles, denn dazu kämen noch fast 1,2 Billionen Euro "für Bürgschaften und Garantien" hinzu. Und neuere Rettungen wie im Fall der italienischen Monte dePaschi sind ebenfalls noch nicht einmal berücksichtigt. Zudem schält sich nicht nur heraus, dass die Verluste bei der Bank wachsen, sondern auch noch andere italienische Institute werden Staatshilfen bekommen müssen, obwohl eigentlich Banken nach den neuen Richtlinien abgewickelt werden sollten.....Von den bis 2015 aufgehäuften Bankenrettungskosten seien schon 213 Milliarden Euro definitiv verloren, beziffert der Think Tank in Bezug auf Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat."

https://www.heise.de/tp/features/Das-Geschaeft-mit-Bankenrettungen-3633767.html

Ich gratuliere nachträglich... und nachdrücklich.

 

48366 Postings, 4678 Tage Anti LemmingDie ganze Rettungsaktionen sind Blendwerk

 
  
    #66902
1
24.02.17 18:15
Mich würde wundern, wenn der Euro 2017 heil überlebt.  

2834 Postings, 1190 Tage exactJuncker

 
  
    #66903
4
24.02.17 18:27

Kleine Zeitreise zum Januar 2000 gefällig?...Juncker ist, sozusagen, nur "kurz vom Weg abgekommen". Und ob es aktuell noch 8 Staaten sein werden, die den (geplanten) Kern bilden sollen...bleibt abzuwarten.

"Pläne für ein Kerneuropa
Die EU-Kommission will am Mittwoch dieser Woche einen Reformplan für die Erweiterung der Union vorlegen, der zu einem Europa der zwei Geschwindigkeiten führen wird. Nach einem Gespräch mit dem zuständigen Kommissar Michel Barnier ist der Luxemburger Premierminister Jean-Claude Juncker zuversichtlich, dass der von den Benelux-Staaten befürwortete Plan, einem Kern von mindestens acht Mitgliedstaaten mehr Zusammenarbeit auch bei der Außen- und Sicherheitspolitik zu ermöglichen, eine Mehrheit findet. Anders als heute soll künftig kein Mitgliedstaat mehr eine integrationswillige Minderheit durch ein Veto an einer verstärkten Zusammenarbeit hindern können. Bislang müssen bei zentralen Fragen alle Mitgliedstaaten zustimmen - bei den 25 oder gar 27 Mitgliedern einer erweiterten EU dürfte es mit dem Einstimmigkeitsprinzip schwierig werden, sinnvolle Politik zu machen. Um zu verhindern, dass die geplante EU-Erweiterung die Union so zu einer "gehobenen Freihandelszone" verkommen lässt, setzt Juncker auf eine raschere Integration einer Minderheit von Kernstaaten. Schärfste Gegner dieser Pläne sind die Briten und die Spanier, die nicht von ihrem Vetorecht lassen wollen"

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15502579.html

 

10125 Postings, 3024 Tage daiphong...kurz vom Weg abgekommen....

 
  
    #66904
24.02.17 20:31
richtig, die totale Blamage
für die gesamte europäische Bankenwirtschaft, Staatsökonomie, Volkswirtschaftslehre und einschlägige Wissenschaft, auch speziell für die Deutsche Bundesbank, sowie die gesamte europäische Politik.

Und obendrauf die gängige Soße von der totalen Kernverschmelzung in Kerneuropa... Aber offenbar steigen in allen Ländern die Gewinnmargen dieser Kreise mit Größenwahn und Dummheit, und je mehr Chaos sie im In- und Ausland anrichten. Nur kommt seit Dr. Kohl selig kein Land mehr raus aus dieser Nummer, jedenfalls nicht lebend.

Man kann wohl nur weiter Ordnung schaffen im Bankensektor, bei der Deckelung der Privat- und Staatsverschuldung. Die EZB-Geldpolitik hatte die Realinflation der GIPS überhaupt nicht überwacht und gebremst, sie hat ihren deflationären Crash durchaus abgefedert, sie hat Vermögenswerte erhalten und Arbeitslöhne effektiv gesenkt, sie würde eine anziehende Inflation wohl nur sehr spät einbremsen, es bleibt wohl noch lange - äh.... volatil  :-o)

#01  Das BIP von Eurozone liegt bei 10,5 Billionen jährlich, diese großen Zahlen sind ohne nähere Prüfung schon möglich. Wobei die realen Verluste wie auch die Gewinne und die gesamte Umverteilung aus schiefem Boom und harter Krise letztlich kaum zu vermessen ist.  
Angehängte Grafik:
aj.png (verkleinert auf 73%) vergrößern
aj.png

45167 Postings, 6330 Tage KickyÖsterreich massive Verschärfungen im Fremdenrecht

 
  
    #66905
24.02.17 20:51
" Die Koalition hat sich am Freitag auf massive Verschärfungen im Fremdenrecht geeinigt. .. Wird ein Asylbewerber straffällig, werden ihm künftig sämtliche Geldflüsse gestrichen, auch der Entzug aus der Grundversorgung ist möglich. Weiters wird die Höchstdauer der Schubhaft auf 18 Monate erhöht, zudem bekommen Mitarbeiter der Betreuungsstellen größere Befugnisse.Einreiseverbot missachtet: Bis zu 15.000 Euro Strafe möglich  Erhöht werden künftig auch die Strafen, wenn sich ein Flüchtling einen Aufenthaltstitel durch falsche Angaben erschleicht. Der Strafrahmen beläuft sich auf 1000 bis 5000 Euro bzw. drei Wochen Ersatzhaft. Noch höher sind die Strafen, wenn Fremde trotz gültigen Einreiseverbots und Rückkehrentscheidung nicht zeitgerecht ausreisen oder trotz aufrechten Verbots einreisen. Strafrahmen: 5000 bis 15.000 Euro sowie bis zu sechs Wochen Ersatzhaft..."

http://www.krone.at/oesterreich/...r-erfolg-fuer-sobotka-story-555857

 

45167 Postings, 6330 Tage KickyAbschiebungen sollen beschleunigt werden

 
  
    #66906
24.02.17 20:55
" Der Bund darf Fremde künftig mit einem rechtskräftigen Asylbescheid in einer Betreuungseinrichtung des Bundes für eine verstärkte Rückkehrberatung versorgen.Beschleunigt werden sollen auch die Abschiebungen straffällig gewordener Asylberechtigter. Bereits vor einer allfälligen Verurteilung soll - quasi für den Fall der Fälle - ein beschleunigtes Aberkennungsverfahren eingeleitet werden. Nach dem Urteil bleiben der Erstinstanz ein Monat und dem Bundesverwaltungsgericht zwei Monate Zeit zu entscheiden, ob der Asyltitel aberkannt wird..."

http://www.krone.at/oesterreich/...r-erfolg-fuer-sobotka-story-555857

die machen Nägel mit Köpfen !  

45167 Postings, 6330 Tage KickyKurz will EU umbauen

 
  
    #66907
24.02.17 21:01
und einen Plan vorstellen in allen Hauptstädten

da frage ich mich doch, ob Juncker ihm nicht zuvorkommen wollte

" Sein Ministerium sieht 2018 ein "Mondfenster", um dringend notwendige Reformen in der EU durchzubringen: Es ist das Brexit-Jahr und Österreich hat den EU-Vorsitz. Deshalb "soll die Chance genutzt werden, dass die EU nicht nur die Gleiche bleibt, bloß um ein Mitglied weniger, sondern die Chance für einen Kurswechsel nutzt." Es geht um die Migrationskrise, Überschuldung einiger Staaten, Vertrauenskrise etc. In einem Mehrstufenplan sollen die Reformvorschläge erarbeitet werden:
Europaexperten des Ministeriums erarbeiten die Eckpunkte.
Abstimmung mit der Bundesregierung für eine österreichische Position.
Hauptstadt-Tour von Europaminister Kurz, um die Vorschläge vorzustellen.
Konferenz in Wien zum Abschluss des Prozesses..."

http://www.krone.at/oesterreich/...auen-mondfenster-2018-story-555650  

45167 Postings, 6330 Tage KickyEmerging Trends to Shape New Europe

 
  
    #66908
24.02.17 21:17

24883 Postings, 3185 Tage Fillorkillrelaunching europe

 
  
    #66909
24.02.17 23:01
Mal abgesehen von dem völkischen Witz, die EU würde Identitätsklau betreiben und dem ostfriesischen Gartenzwerg eine Lebensweise ohne Zipfelmütze, Rauschebart und Dampfkapelle vorschreiben, sind die disintegrativen Prozesse innerhalb jenen Mehrheiten Westeuropas, die dem europäischen Projekt im Prinzip positiv gegenüber stehen, nicht nur ungelöst, sondern werden seitens der EU-Agenten weiterhin unverdrossen geleugnet.

Dass sich langsam zu setzen scheint, dass die Osterweiterung mit vordemokratischen Gesellschaften, die heute ausnahmslos zwischen Klerikalfaschismus und reversem Sowjetsozialismus tendieren, ein fataler Fehler war, macht aber immerhin ebenso Hoffnung wie der Totalverlust der amerikanischen Aufsichtsmacht, der einen absolut unverhofften Druck zur Selbstfindung in den europäischen Diskurs eingepflegt hat.

Desintegration unter prinzipiellen Proeuropäern bedeutet, dass die Vorstellungen darüber, was die Union sein könnte und sein sollte gegensätzlicher kaum ausfallen könnten. Dies gilt insbesondere für die Makroebene, in der Euronettoprofiteur Deutschland seinen Nettoprofit geniessen will ohne sich an dessen Unkosten beteiligen zu wollen und diesen Unwillen eingebettet in einen ordoliberalen Fundamentalismus bislang weitestgehend durchsetzen konnte.

In Opposition dazu dann soziale Solidaritätsideen mehr oder weniger keynesianischer Provenienz, die ausserhalb Deutschlands unter Proeuropäern dominieren und der Union für ihren zukünftigen Bestand abverlangen, Garant aller Europäer zu sein und nicht nur Garant der Konkurrenzvorteile seines Hegemons.

Geostrategisch gibt es im seit Trump verwaisten und deshalb offenbar immer irrer werdenden Neocon offenbar das Bedürfnis, das amerikanische Erbe anzutreten, mit einer diesem Anspruch angemessenen Aufrüstung inklusive der Fähigkeit, thermonukleare Kriege führen bzw damit drohen zu können. Entgegengesetzt dazu die Idee von der humanistischen Grossmacht, die nicht nur die Lehren aus dem katastrophalen Scheitern der militärischen Geostragie zieht, sondern auch ganz grundsätzlich eine aus der gewaltträchtigen Geschichte dieses Kontinents. Letzteres ist und bleibt auch das fundamentale Argument dafür, an der Union 'trotz allem' festzuhalten.







   
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