Top-Foren

Forum Stunde Tag
Gesamt 138 8217
Talk 102 7165
Börse 23 697
Hot-Stocks 13 355
Rohstoffe 10 251

Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1274
neuester Beitrag: 01.02.15 19:47
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 31827
neuester Beitrag: 01.02.15 19:47 von: daiphong Leser gesamt: 2089247
davon Heute: 5742
bewertet mit 82 Sternen

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
1272 | 1273 | 1274 | 1274  Weiter  

20752 Postings, 4088 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
82
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
1272 | 1273 | 1274 | 1274  Weiter  
31801 Postings ausgeblendet.

14261 Postings, 3120 Tage Malko07Den Griechen wurde nichts zugemutet.

 
  
    #31803
7
31.01.15 19:00
Sie haben jedoch ihren Partnern in der Eurozone ausreichend viel zugemutet.

- Die Schuldenzinslast der Griechen, in Relation zum BIP, ist eine der niedrigsten in der Eurozone, wesentlich niedriger als unsere. Man kann also nicht behaupten man wollte Griechenland ausrauben.

- Wäre die Steuereinziehung und die Steuergesetzgebung nur in ähnlicher Qualität wie bei uns, gäbe es in Griechenland keine sozialen Probleme und der Schuldendienst wäre Kinderkram. Die Verschuldung hätte auch nie die jetzigen Ausmaße erreicht.

An den Wünschen der Partner das Steuersystem, die Verwaltung und das Justizsystem ans Funktionieren zu bringen ist man laufend gescheitert. Man wollte nicht. So blieben nur die Vorgaben der Ausgabenkürzungen. Dabei hatten die Griechen immer die Wahl, die Eingabeseite zu erhöhen und damit geringere Ausgabenkürzungen umzusetzen. Die Ausgabenkürzungen hat die Oligarchenclique zum Teil umgesetzt, soweit die eigenen Gefilde nicht gestört wurden. Die überzogene Regulierung, schlimmer als in kommunistischen Staaten, ist nur zu einem sehr kleinen Teil zurückgefahren worden. Kein Wunder, dass die Wirtschaft nichts ans Laufen kam. Nicht wenige Auslandsgriechen, die in ihrem Land investieren wollten, haben ihrem Land inzwischen wieder den Rücken gekehrt.

Das jetzige Links-Rechts-Fascho-Bündnis ist auch wiederum typisch für Griechenland. Man schaue sich nur die einzelnen Führungspersönlichkeiten in beiden Parteien an und es bedarf keine großen Nachforschungen um festzustellen aus welchen "Familien" sie kommen und in welchen Parteien sie vorher tätig waren.

Griechenland hat den im Verhältnis zum BIP oder der Bevölkerung auch heute noch größten Beamtenapparat in der Eurozone und den unwirtschaftlichsten staatlichen Sektor. Jede Firma, die in Schwierigkeiten kam, wurde in der Vergangenheit verstaatlicht. Damit hatte man die Gewerkschaften bestochen damit sie beide Augen bei den Spielchen der "Familien" zudrückten.

Die jetzige Bande versucht nun Mutti und Co. mittels den Russen zu erpressen. Und dabei geht es nicht um das Wohl des Landes sondern erneut darum den Norden anzuzapfen. Man sollte mMn deshalb Griechenland geldpolitisch austrocknen. Ist kein Problem und wäre legal. Aus der Eurozone kann man sie nicht rausschmeißen und sie können es such nicht tun. Das Verlassen der Eurozone funktioniert juristisch nur über das Verlassen respektive den Rausschmiss aus der EU. Ist Griechenland geldpolitisch ausgetrocknet, sind sie gezwungen eine eigene Währung einzuführen. Damit kann man sie aus der EU werfen.

Aber dafür fehlt wahrscheinlich Mutti und Konsorten der Mut. Und so werden sie weiter Milliarden nach Süden schicken um ihre eigenen Sünden zu verstecken. Und die Regierung in Griechenland wird davon vieles in dubiosen Kanälen verschwinden lassen und dem Volk leider nicht helfen können.

 

5496 Postings, 2269 Tage daiphongder Boom in Teilen Süd- und Osteuropas seit 1990

 
  
    #31804
6
31.01.15 23:19
ist mit dem Crash in Russland Ende 2014 vorerst abgeschlossen.

Es war ein Boom der privaten und öffentlichen Infrastrukturen, des Haus-, Straßen-, Krankenhaus-, Schulen-, Flughafen-, Internet-Ausbaus, der Boom der komplementären Konsumgüter-Industrien und Investitionsgüter-Industrien fand eher in Asien und Mitteleuropa statt, der Rohstoff-Boom in Russland, Arabien etc.

Insgesamt blieb Europa zum Rest der Welt in einer relativ neutralen Vermögens- und Leistungsbilanz, umso deutlicher sind die Unterschiede in Europa selbst. Viele Regionen besaßen sehr negative oder sehr positive externe Vermögens- und Einkommensbilanzen. (Auch in den Regionen selbst hatten sich extreme Vermögens- und Einkommensdifferenzen ausgebildet)

Wo der Boom stattfand, stieg zudem das regionale Lohn-Preis-Renten-Gewinn-Niveau, oft auf völlig unhaltbare Niveaus. In der Baisse musste dort entweder eine inflationäre Abwertung erfolgen wie derzeit beim Rubel, oder eine auch schwere Deflation wie in Griechenland. Schwere Deflation ist wie der exzessive Boom typisch innerhalb einer großflächigen Gemeinschaftswährung ohne koordinierte und regional kompetente  Wirtschaftspolitik.

Hier kann der Staat das Bankensystem (so er denn direkten Zugriff darauf bekommt) und den internationalen Finanzmarkt sehr massiv zur Selbstfinanzierung und zum Wirtschaftsdoping einsetzen, ohne dass dies Abwertung auslöst. Die eskalierende Verschuldung erzeugt im Inland einen relativen Boom, in dem das gesamte Lohn-Preis-Gewinn-Renten-Niveau zu hoch geht. Diese Inflation erscheint als Wachstum des BSP, was die  Eskalation zur Normalität macht, sie verdeckt und sie weiter erfordert - wie eine Drogensucht.  Das Verfahren scheitert erst im schweren deflationären Crash.

In Griechenland müsste das gesamte Lohn-Preis-Renten-Gewinn-Niveau außerhalb des Tourismus und der Exportdienste (genau dort müssten dafür die Steuern massiv steigen) sehr massiv runter - was aber praktisch kaum funktioniert. Letztlich sinken allen voran die die Arbeitsplätze samt Gewinnen und Investitionen,  dann die Löhne, dann erst die Mieten, während das Preisniveau jenseits der reinen Inlandsprodukte sowie das Lohnniveau der öffentlichen Dienste (inkl. der Beamten-und Politikerlöhne, Alters- und Privilegienrenten) hoch bleibt und relativ sogar steigt.

In Griechenland steht die Ökonomie der öff. Dienste im Zentrum der Probleme. Der Staat ist relativ zu groß, zu leistungsschwach, zu korrupt, sein Lohnniveau liegt zu hoch, mit ihm viele Alters- und Privilegienrenten. Er erfordert daher sehr große innerstaatliche Umbauten, Schrumpfungen, eine weit bessere Wirtschaftspolitik und eine viel höhere Besteuerung bestimmter Sektoren, also eine Art Revolution der griechischen Verhältnisse. Oder es bleibt bei der Verteidigung dieser Verhältnisse.

Tatsächlich lebt der griechische öff. Dienst oder Staat von einer ständig erweiterten Neuverschuldung, und will das auch fortsetzen. Der gewohnten Neuverschuldung des griechischen Staates steht allerdings der horrende Schuldenstand des Staates und des Bankensytems entgegen, der Schuldenstand ist bereits sehr weitgehend gestundet worden. Nun soll er jedoch geschnitten werden - nur um eine sofortige Neuverschuldung zu ermöglichen. Das wird nicht funktionieren.

Über die bestehenden Stundungen hinaus wird es keinen Schuldenschnitt und zumindest keine große Neuverschuldung geben. Das wird in Griechenland den Staatsbankrott auslösen. Praktisch kann der aber nur so aussehen, dass der Staat seine Löhne und Renten in Teile gar nicht mehr zahlt, oder allgemein extrem reduziert. Genau daraus muss aber letztlich die Lösung erwachsen. Das kann revolutionäre Wirren auslösen - nur wird ein Umbau des Staates anders nicht gehen.

Die unhaltbaren inneren Relationen in Griechenland in eine eigene Währung zu kopieren hieße, sie erhalten zu wollen, auch durch externe Neuverschuldung - das wäre zum sofortigen kompletten Scheitern verurteilt. Ich glaube nicht, dass dazu jemand Illusionen pflegt.

 

5496 Postings, 2269 Tage daiphongeine Hilfestellung, die Deutschland

 
  
    #31805
2
31.01.15 23:41
in der Korrektur von Boom und Baisse recht automatisch geben wird, sind höhere Lohnsteigerungen, höherer Konsum, geringere Wettbewerbsfähigkeit jedenfalls in Europa, eine etwas höhere Inflation.  
Angehängte Grafik:
eurokrise-leistungsbilanz100__v-videowebl.jpg (verkleinert auf 53%) vergrößern
eurokrise-leistungsbilanz100__v-videowebl.jpg

5496 Postings, 2269 Tage daiphongvergangener griechischer Größenwahn - ATHEX Comp.

 
  
    #31806
31.01.15 23:58
in Griechenland überlagerte sich der Südeuropa-Boom mit dem Osteuropa-Boom des eskalierenden Staates. Diese osteuropäische Eskalation wird mit dem Staatsbankrott abgeschlossen.  
Angehängte Grafik:
aaaaa.jpg (verkleinert auf 50%) vergrößern
aaaaa.jpg

5496 Postings, 2269 Tage daiphongfür Kapitalismus - Depressive:

 
  
    #31807
01.02.15 00:31
Die vergangenen Booms haben tatsächlich in großen Teilen Europas unglaublich viel Reichtum erzeugt, unglaubliche viele neue und teilweise ja auch viel schönere Häuser und Städte, Straßen, Krankenhäuser, Schulen, Flughäfen, Institutionen, Internet-Netzwerke, komplementäre Konsumgüter-Industrien, Investitionsgüter-Industrien,  Rohstoff-Industrien.
Das alles ist der Baisse nicht weg, auch wenn da und dort vorübergehend was leersteht.

Was oft platzt oder schrumpft, sind hingegen die Illusionen von den ganz großen Finanzvermögen, wie sie Sparer und Spekulanten pflegen.
Kapitalismus ist vorrangig Arbeit und Arbeitsorganisation, Vermögen ist weitgehend nur eine Option auf fremde Arbeit. Es kann also die zentrale Einkommensquelle nicht groß übersteigen, auch wenn es sich scheinbar zu Gebirgen auftürmt.
 

5496 Postings, 2269 Tage daiphongRTX in Dollar

 
  
    #31808
01.02.15 00:42
 
Angehängte Grafik:
rtx_d.jpg (verkleinert auf 51%) vergrößern
rtx_d.jpg

5496 Postings, 2269 Tage daiphongdie dt. Vermögensbilanz zum Ausland

 
  
    #31809
01.02.15 01:34

ist in den letzten 3 Jahren regelrecht explodiert. (wobei das auch etwas an einer vergleichsweise schleppenden Vermögensentwicklung in Deutschland und zuletzt an der Abwertung des Euros liegen kann. Hier die Zahlen )

 
Angehängte Grafik:
niip_dd.jpg (verkleinert auf 71%) vergrößern
niip_dd.jpg

5496 Postings, 2269 Tage daiphongDie Reparatur der Target - Salden

 
  
    #31810
1
01.02.15 02:21
Griechenland spielt da keine Rolle, Italien, Spanien Deutschland aber schon  
Angehängte Grafik:
targg.jpg (verkleinert auf 54%) vergrößern
targg.jpg

5496 Postings, 2269 Tage daiphongGriechenland hat den Target-Saldo

 
  
    #31811
1
01.02.15 08:49

in den letzten drei Jahren um 80 Mrd auf gut 30 Mrd abgebaut, im gleichen Ausmaß stieg die Staatsschuld im Ausland. Anscheinend hat die EZB in diesem Umfang den griechischen Banken Staatsanleihen zur Target-Löschung abgekauft, ansonsten bekam der Staat kein neues Geld vom Ausland. Das registrierte private Vermögen von Ausländern an Wertpapieren und Unternehmen liegt seit einigen Jahren auf 100 Md gedrittelt, das der Griechen im Ausland leigt seither bei 180 Mrd. BoG

 
Angehängte Grafik:
gr_ver.jpg (verkleinert auf 41%) vergrößern
gr_ver.jpg

39106 Postings, 3923 Tage Anti Lemming# 804

 
  
    #31812
3
01.02.15 09:59
"Die unhaltbaren inneren Relationen in Griechenland in eine eigene Währung zu kopieren hieße, sie erhalten zu wollen, auch durch externe Neuverschuldung - das wäre zum sofortigen kompletten Scheitern verurteilt. Ich glaube nicht, dass dazu jemand Illusionen pflegt."

Im Euro bleiben die "unhaltbaren inneren Relationen" in GR erst Recht erhalten - jedenfalls solange die Griechen ihre Transferabhängigkeit politisch fortsetzen können.

Erst mit einer neuen Währung käme die Stutzung der Lohn/Preis/Renten-Blase auf ein tragfähiges Niveau. Die Griechen würden dann ihr untragbares "Modell" - wie aus Vor-Euro-Zeiten gewohnt - in der Weise über die Runden retten, dass sie die den Außenwert der neuen Währung fortlaufend absenken (so wie Italien es mit der Lire gemacht hat). Diese fortlaufende Abwertung wäre dann der Ersatz für die aktuell in Euro permanent fortlaufende Neuverschuldung. Sie hätte allerdings den Vorteil, dass die griech. Wirtschaft wettbewerbsfähig bliebe. Wenn die Preise unten sind, würde u. a. der Tourismus wieder boomen.

Das bisherige "Geschäftsmodell" - die fortlaufende Neuverschuldung in Euro -  ist ungerecht. Denn es läuft zwingend darauf hinaus, dass Europas Steuerzahler auch weiterhin für die griechische Reformunwilligkeit auf allen Ebenen (vor allem im Steuersystem) aufkommen. Die griech. Milliardäre dürften weiter ihre Schwarzgelder in die Schweiz schaufeln, während z. B. in Spanien ernsthaftere Sparbemühungen laufen. Das ist für Spanien eine Zumutung.

Die bisherige "Modell" der Griechen ist daher ungerecht und wird nicht mehr lange gut gehen.

Man hätte den Stecker schon 2010 ziehen müssen. Damals hatten die Griechen nur ca. 120 Mrd. Schulden. Diese Schulden waren jedoch in den Büchern nordeuropäischer Banken. Folglich "durften" sie nicht faul werden. Das ist auch der wahre Grund für Merkels "Alternativlosigkeit".

Deshalb wurden in den folgenden fünf Jahren ca. 200 Mrd. über die verschiedensten STAATLICHEN EU-Institutionen (Rettungsschirme etc.) nach GR gepumpt. Ergebnis dieser Nachschüsse und des bereits gelaufenen Schuldenschnitts ist, dass Griechenland nunmehr 320 Mrd. Schulden hat, und die Schuldenquote stieg von 120 auf jetzt 170 %.

Damit ist GR "bankrotter" als je zuvor.

Das ganze Geldgepumpe hat nur Eines gebracht: Die Privatbanken mussten die 120 Mrd. Verluste, die bei einer 2010-Pleite angefallen wären, nun nicht mehr abschreiben. Stattdessen muss nun der europäische Steuerzahler 320 Mrd. Verluste abschreiben.

Griechenlands Schuldenberg hat sich genau deshalb nahezu verdreifacht, damit Nord-Banken ihre griech. Staatsanleihen bis zur Endfälligkeit halten konnten. Sie wurden damit ganz legal zu 100 % ausgezahlt. Der Haken ist, dass das dafür erforderlich Geld kam aus Europas Steuerkassen (via Rettungsschirme etc.) kam. Die Griechenrettung war daher in Wahrheit eine Bankenrettung.

Diese Bankenrettung erforderte zwingend eine zeitliche Streckung, da die Anleihen ja noch ein paar Jahre Laufzeit hat. Griechenland hat diese Streckung rein gar nichts gebracht - nur mehr Elend. Die Schadensumme hat sich fast verdreifacht. Aber das macht ja alles nichts, weil nun nicht mehr Privatbanken, sondern Europas Steuerzahler die Suppe auslöffeln müssen.

Und es ist auch kein Wunder, dass Merkel nun, da die Nordbanken gerettet sind, nicht mehr auf "Alternativlosigkeit" besteht und ein Ausscheiden der Griechen aus dem Euro plötzlich für verkraftbar hält. "Weil", so die Lüge, sich die Lage in Europa stabilisiert hätte. Jeder mit offenen Augen und Ohren sieht, dass dies NICHT der Fall ist.

Merkel betreibt daher verlogene Klientelpolitik, die darin gipfelte, 2010 tränengerührt für die "armen Griechen" solidarische Opfer einzufordern. Ihre Tränen galten in Wahrheit den "armen Nordbanken".
 

3335 Postings, 2268 Tage DreiklangGriechenland setzt auf ELA

 
  
    #31813
1
01.02.15 12:16
Sobald die EZB die gr. Banken nicht mehr kreditiert, wird die gr. Zentralbank das übernehmen. Die gr. Banken können dann Anleihen der gr. Regierung aufkaufen und somit die Geldversorgung des Staates aufrechterhalten. Theoretisch kann dieses System beliebig lange aufrechterhalten werden. Denn die EZB kann nur mit 2/3 - Mehrheit diese Geldschöpfung blockieren. Solange das nicht geschieht, werden Gelder, die Griechenland verlassen, als Forderung gegen die EZB verbucht. D.h., die EZB "übernimmt" die gr. Zentralbank und damit finanzieren die ?-Mitglieder als Ganzes Griechenland über ELA.

Nach meinem Verständnis müssten "Notfallkredite" sofortige Kapitalverkehrskontrollen auslösen. Denn nur so bliebe der Schaden für die EZB überschaubar/kontrollierbar. Statt dessen haben wir ein (theoretisches) Vetorecht der EZB bei 2/3 - Mehrheit. Griechenland spekuliert natürlich darauf, dass so ein Veto nie zustande kommt.

Ich halte dieses System für schwachsinnig und frage mich, wer diese "bemerkenswerten" Regelungen erfunden hat (vllt. weiß dazu Malko mehr...)

Darüberhinaus:
Sobald sich der leiseste Verdacht ergibt, dass die EZB wirklich zum Veto greift, wird es in GR zu einem Bank-Run kommen, bei dem alle noch vorhandenen Guthaben in Bargeld getauscht werden. So viele ?-Scheine wird die EZB gar nicht in kurzer Zeit beschaffen können. Sollte sie auch nicht, denn damit befördert sie nur die Notlage der Banken.  

Man hätte längst Kapitalverkehrskontrollen installieren müssen - wie das, in einem seltenen Geistesblitz, in Zypern geschah. Wenn die Forderungen gegen die gr. Zentralbank nicht mehr unkontrolliert "exportiert" werden könnten, wäre die gr. Regierung deutlich kleinlauter.  

34150 Postings, 5575 Tage KickyGriechenlands Ausschluss wäre ein fataler Fehler

 
  
    #31814
4
01.02.15 12:21
Professor Jeffrey Sachs, 60, ist Direktor des Earth Institute an der Columbia University (New York).
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...ass-oder-es-knallt-1.2326307
....In Wirklichkeit lenkt die griechische Schuldenkrise nur ab. Griechenlands Wirtschaft macht ganze zwei Prozent der Euro-Zone aus. Das bedeutet nicht, dass man Griechenland herumschubsen oder gar aus der Euro-Zone werfen sollte. Es bedeutet im Gegenteil, dass die Krise gelöst werden sollte, und zwar im großen Ganzen zu den Bedingungen Griechenlands.

Das Problem einer Währungsunion liegt darin, dass Zweifel den Wirtschaftsraum, wenn nicht gar die gemeinsame Währung, zerstören können.
Der Euro ist vom Zweifel bereits infiziert: Bleibt Griechenland? Wenn Griechenland geht, wird Portugal der Nächste sein? Und wenn die gehen, warum nicht Spanien, Italien und wer weiß noch alles? Solche schwärenden Zweifel führen zu Kapitalflucht und vertiefen die Krise. Griechenlands prekäre Lage hat schon lange zum Abfluss von Mitteln aus griechischen Banken geführt. Die daraus resultierende Illiquidität löste in Griechenland eine tiefe Wirtschaftskrise aus, die wiederum neue Zweifel am Überleben des Landes in der Euro-Zone nährt.

In den Jahren 2010 und 2011 war das antigriechische Finanzfieber fast tödlich; Hedgefonds und andere Geldmanager platzierten große Wetten gegen Griechenland und beschleunigten so die Abwärtsspirale. Nach dem, was in Berlin geflüstert wurde und was deutsche Hinterbänkler hinausposaunten, schien "Grexit" nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Dann setzte sich der gesunde Menschenverstand durch. Mario Draghi ersetzte Jean-Claude Trichet und die Europäische Zentralbank (EZB) verhielt sich plötzlich wie eine echte Zentralbank; sie übernahm ihre Rolle als Kreditgeber der letzten Instanz. Kanzlerin Angela Merkel realisierte, dass der Zusammenhalt der Euro-Zone viel wichtiger ist als die Unannehmlichkeit einer neuen Rettungsaktion. Plötzlich jedoch ist Griechenland zurück in den Schlagzeilen, und Konservative in Berlin, Helsinki, Amsterdam und anderswo reden wieder über "Grexit". Die neue Regierung verlangt einen kräftigen Schuldenerlass. Die Neuauflage der Krise ist dabei keineswegs überraschend. Die verschiedenen Hilfspakete bisher waren kaum mehr als Flicken, die Griechenland ein paar Monate weiterhalfen. Griechenlands Arbeitslosigkeit von 25 Prozent ist gleich geblieben.

Jeder, der rechnet (manchmal scheint es, als ob wenige Politiker in Europa dies tun), der weiß, dass Griechenland seine Außenschuld von 170 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nicht zurückzahlen kann, jedenfalls nicht ohne ein Maß an Leid zu produzieren, das jenseits der Duldungsfähigkeit demokratischer Gesellschaften liegt. Syrizas Triumph ist keine Anomalie; er gibt Aufschluss über die politische und ökonomische Wahrheit, wie unangenehm diese auch sein mag für den Rest Europas.

Einige Deutsche insistieren heute, dass Schuld Schuld ist und die Griechen voll zahlen müssen. Sie sollten es aus der eigenen Geschichte besser wissen. Sie sollten sich an die Hilfe erinnern, die Deutschland aus dem Marshall-Plan und bei der Londoner Schuldenkonferenz 1953 bekommen hat. "Verdienten" die Deutschen die Hilfe 1953? Das war die falsche Frage. Deutschlands neue Demokratie brauchte die Hilfe, das Land brauchte einen Neustart. Der Schuldenerlass spielte eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau.

Heute geht es nicht mehr um Krieg. Europa ist reich, prosperierend und demokratisch. Französische und deutsche Banken haben jedoch Griechenland vor einem Jahrzehnt zu viele Kredite gegeben, Goldman Sachs half dabei, den schnellen Aufbau des griechischen Schuldenbergs zu verstecken. Griechenlands private Gläubiger mussten bereits einen kräftigen Schuldenschnitt hinnehmen. Die größere Herausforderung sind die Schulden der öffentlichen Kreditgeber - Summen, die groß sind nach griechischen Maßstäben, aber sehr klein nach europäischen.

"Verdient" Griechenland einen Schuldenerlass? Griechische Politiker haben sich schlecht verhalten, ebenso deutsche, französische und amerikanische Banken. Auch griechische Tycoons gehören dazu, die ihren Reichtum im Ausland vor den Steuerbehörden versteckt haben. Doch genauso wie in Deutschland 1953 stellt sich die Frage nicht, ob Griechenland etwas verdient, sondern ob es einen Erlass braucht und ob Deutschland und andere das leisten können. In diesem Punkt sind die Meinungen einhellig: Die Eurozone steht entweder vor einem konstruktiven Schuldenerlass, oder aber vor einem politischen Knall mit Konsequenzen, die weit über Griechenland hinausreichen.

Technisch ist die Lösung nicht schwierig. Griechenlands Schulden sollten restrukturiert werden als sehr langfristige Kredite mit einem festen, niedrigen Zinssatz, zum Beispiel 0,5 Prozent für die kommenden fünf Jahren, danach zu 1,0 Prozent. Das allein wird Griechenlands Probleme nicht lösen. Die eigentliche Lösung bedarf der harten Arbeit junger Griechen, die neue Unternehmen gründen und Exportmärkte finden müssen. ....  

2229 Postings, 2550 Tage Contrade 121Beruhigungspille von den Griechen

 
  
    #31815
2
01.02.15 12:26
Jetzt ist aber erstmal Ruhe in dem ganzen Spiel - GR-REgierung hat Lazard Investment Bank mit Konzepterarbeitung beauftragt - Thema dabei: Schuldenschnitt und Umschuldung. Anbei ein Artikel aus dem Spiegel:

Tsipras geht auf Griechenlands Gläubiger zu
Erst setzte er die Troika vor die Tür, nun gibt sich Alexis Tsipras versöhnlich: Griechenlands neuer Regierungschef wolle weiter mit den Gläubigern zusammenarbeiten. Er sagt: "Wir werden eine Übereinkunft finden."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/...ger-troika-zu-a-1016132.html

Das dürfte als Beruhigungspille für die Finanzmärkte eine Weile wirken. Schon kommende Woche werden wir massiven Zufluss an Geldern in die Aktienmärkte haben.  

34150 Postings, 5575 Tage KickyBericht über Pressefreiheit in Deutschland

 
  
    #31816
2
01.02.15 12:59
am Beispiel Ulfkotte
http://www.digitaljournal.com/news/world/...es-for-cia/article/424470

....Of the gassing of Iranians he had witnessed in the Eighties, Ulfkotte said:
"
"they asked me to hand over the photo's that I had made to the German association of chemical companies in Frankfurt, Verband der Chemischen Industrie. This poison gas that had killed so many Iranians was made in Germany.""
...
Saying he believes a medical condition gives him only a few years to live, and that he is filled with remorse, Dr. Udo Ulfkotte.... said in an interview that he accepted news stories written and given to him by the CIA and published them under his own name. Ulfkotte said the aim of much of the deception was to drive nations toward war.
Dr. Ulfkotte says the corruption of journalists and major news outlets by the CIA is routine, accepted, and widespread in the western media, and that journalists who do not comply either cannot get jobs at any news organization, or find their careers cut short......

Ulfkotte says he is better positioned to come forward than many journalists because he does not have children who could be threatened. Ulfkotte told the Russian newspaper Russian Insider (RI):
""When I told the Frankfurter Allgemeine Zeitung (Ulfkotte's nwspaper) that I would publish the book, their lawyers sent me a letter threatening with all legal consequences if I would publish any names or secrets ? but I don?t mind. You see, I don?t have children to take care of. And you must know I was severely injured during the gas attack I witnessed in Iran in 1988. I'm the sole German survivor from a German poison gas attack. I?m still suffering from this. I?ve had three heart attacks. I don?t expect to live for more than a few years.""
Ulfkotte says that remorse of having "lied" to mass audiences over the years drove him to come forward.
.....
"I ended up publishing articles under my own name written by agents of the CIA and other intelligence services, especially the German secret service." .....
Ulfkotte noted that a journalists on international press trips paid for by organizations close to the government are unlikely to submit a storyline not favorable to the sponsor.

Ulfkotte was on the staff of the Konrad Adenauer Foundation from 1999 to 2003, according to his Wikipedia entry. He won the civic prize from the Annette Barthelt Foundation in 2003.

wir hatten den Bericht schon mal, aber die Details über seine Krankheit machen ihn noch glaubwürdiger
 

34150 Postings, 5575 Tage KickyJoschka Fischer ungewohnt klar zu Syriza + Merkel

 
  
    #31817
2
01.02.15 13:09
A Greek Burial for German Austerity
http://www.project-syndicate.org/commentary/...oschka-fischer-2015-01

.....Even before the leftist Syriza party?s overwhelming victory in Greece?s recent general election, it was obvious that, far from being over, the crisis was threatening to worsen. Austerity ? the policy of saving your way out of a demand shortfall ? simply does not work. In a shrinking economy, a country?s debt-to-GDP ratio rises rather than falls, and Europe?s recession-ridden crisis countries have now saved themselves into a depression, resulting in mass unemployment, alarming levels of poverty, and scant hope.

Warnings of a severe political backlash went unheeded. Shadowed by Germany?s deep-seated inflation taboo, Chancellor Angela Merkel?s government stubbornly insisted that the pain of austerity was essential to economic recovery; the EU had little choice but to go along. Now, with Greece?s voters having driven out their country?s exhausted and corrupt elite in favor of a party that has vowed to end austerity, the backlash has arrived.

But, though Syriza?s victory may mark the start of the next chapter in the euro crisis, the political ? and possibly existential ? danger that Europe faces runs deeper. The Swiss National Bank?s unexpected abandonment of the franc?s euro peg on January 15, though posing no immediate financial threat, was an enormous psychological blow, one that reflected and reinforced a massive loss of confidence. The euro, as the SNB?s move implied, remains as fragile as ever. And the subsequent decision by the European Central Bank to purchase more than ?1 trillion ($1.14 trillion) in eurozone governments? bonds, though correct and necessary, has dimmed confidence further.

The Greek election outcome was foreseeable for more than a year. If negotiations between the ?troika? (the European Commission, the ECB, and the International Monetary Fund) and the new Greek government succeed, the result will be a face-saving compromise for both sides; if no agreement is reached, Greece will default.

Though no one can say what a Greek default would mean for the euro, it would certainly entail risks to the currency?s continued existence. Just as surely, the mega-disaster that might result from a eurozone breakup would not spare Germany.

A compromise would de facto result in a loosening of austerity, which entails significant domestic risks for Merkel (though less than a failure of the euro would). But, in view of her immense popularity at home, including within her own party, Merkel is underestimating the options at her disposal. She could do much more, if only she trusted herself.

In the end, she may have no choice. Given the impact of the Greek election outcome on political developments in Spain, Italy, and France, where anti-austerity sentiment is similarly running high, political pressure on the Eurogroup of eurozone finance ministers ? from both the right and the left ? will increase significantly. It does not take a prophet to predict that the latest chapter of the euro crisis will leave Germany?s austerity policy in tatters ? unless Merkel really wants to take the enormous risk of letting the euro fail.

There is no indication that she does. So, regardless of which side ? the troika or the new Greek government ? moves first in the coming negotiations, Greece?s election has already produced an unambiguous defeat for Merkel and her austerity-based strategy for sustaining the euro.

...That is Greece?s lesson for Europe. The question now is not whether the German government will accept it, but when. Will it take a similar debacle for Spain?s conservatives in that country?s coming election to force Merkel to come to terms with reality?

Nothing but growth will decide the future of the euro. Even Germany, the EU?s biggest economy, faces an enormous need for infrastructure investment. If its government stopped seeing ?zero new debt? as the Holy Grail, and instead invested in modernizing the country?s transport, municipal infrastructure, and digitization of households and industry, the euro ? and Europe ? would receive a mighty boost. Moreover, a massive public-investment program could be financed at exceptionally low (and, for Germany, conceivably even negative) interest rates.
....  

14261 Postings, 3120 Tage Malko07Es ist eine Illusion, dass

 
  
    #31818
5
01.02.15 13:20
sich die Verhältnisse in Griechenland (Korruption, Steuern, Überregulierung, Clanwirtschaft) einfach und zivil ändern werden. So wie Daiphong schon erwähnte, kann sich das, wenn überhaupt, nur durch eine Revolution ändern. Ich meine, es sind mehrere Revolutionen nötig und ganz konkret bedeutet das eine Verelendung über viele Jahrzehnte. Und keiner wird das von außen in Ordnung bringen können und billiges Geld wird diesen notwendigen Prozess nur verlängern.

Dieses Problem ist Europa nicht typisch für Griechenland. Es ist typisch in Europa für praktisch den gesamten früheren osmanischen Raum und den Raum der christlichen Orthodoxie. Zu Letzterem zählen u.a. noch Bulgarien, Ukraine und Russland. Diese Gebiete sind nicht durch den angelsächsischen Kapitalismus und die Erfahrung der sozialen Absicherung beeinflusst worden. Es bleibt also im wesentlichen die "Familie" in allen ihren Ausprägungen. Auch im katholischen Südeuropa gibt es ähnliche, aber weniger ausgeprägte, Tendenzen.

Die Diskussion über eine griechische Währung bringst also nichts. Es ist auch eine Illusion, dass es dahin einen gangbaren Weg geben würde. Aber wenn die EZB der nationalen Notenbank die eigene Geldschöpfung auf Basis minderwertigen Papieren verbietet (das darf sie, wenn Griechenland das "Programm" verlässt - ist vertraglich so festgelegt), bleibt dem griechischen Staat nicht anderes übrig als eine eigene Währung zu schaffen. Diese wird allerdings nicht von der Bevölkerung akzeptiert werden. Die wird unter sich mit Waren- und Dienstleistungstausch, Euros und US-$ verkehren. Es wird zum großen Zusammenbruch des Staates kommen, der in der ersten Revolution im Zusammenhang mit dieser Problematik enden wird. Griechenland ist in der heutigen strukturellen Verfassung auf Kredite angewiesen und wird diese von niemandem erhalten. Zypern würde sicherlich durch eine Pleite Griechenlands mit in den Abgrund gezogen werden.

Es bleibt Europa kein anderer Weg übrig. Alle anderen Versuche sind mit Illusionen gepflastert die unweigerlich zum Auseinanderfliegen der EU führen werden. Ist nur eine Frage der Zeit. Ob allerdings unsere Politiker heute schon den Mut zum richtigen Weg haben, darf bezweifelt werden. Tun sie es nicht, werden rechtsradikale Bewegungen in Nordeuropa Zulauf bekommen - auch keine gute Entwicklung.    

39106 Postings, 3923 Tage Anti Lemming# 814

 
  
    #31819
3
01.02.15 13:35
Würden jetzt die griech. Schulden (teil-)erlassen, wiederholte sich das Spiel: In zwei Jahren käme der nächste Antrag auf Schuldenerlass. Die Griechen würden sozusagen auf "Abo" Kredite abrufen dürfen und dann bei Fälligkeit jedesmal einen Erlass verlangen.

Griechenland würde damit letztlich ein Volk von "Europa-Hartzern", die auf ewig am Tropf hingen - und dies zu allem Überfluss auch noch für gottgegeben halten.

Mit gleichem Recht könnten alle deutschen Hartzer im arbeitsfähigen Alter verlangen, sich künftig nicht mehr bewerben zu müssen. Ihre Transferzahlungen würden dann auf Dauer-Abo umgestellt. Was aber würden dann die "Dummen" sagen, die immer noch z. B. für 1000 Euro im Monat an der Supermarktkasse schuften, wenn es annähernd das gleiche Geld für lau gibt? Sie würden sagen, dass das eine schreiende Ungerechtigkeit ist.

Auf Europa-Ebenen sind die "Dummen" die Steuerzahler der Nordländer, und die Abo-Hartzer sind die Griechen. Die Ungerechtigkeit ist die Gleiche wie im letzten Absatz beschrieben.

Nur weil Goldman-Sachs mit Versteckspielen die wahre griechische Verschuldung versteckt hatte, konnten die Griechen den Eurozonen-Beitritt erschwindeln. Und das soll nun die "Rechtsgrundlage" für ewige Transferzahlungen sein? Da lachen doch die Hühner.

Wie lange würde es dann dauern, bis die Portugiesen, Iren, Spanier, Italiener und Franzosen dem rühmlichen griech. Beispiel folgten? Wer würde in Europa überhaupt noch arbeiten, wenn es bei Draghi "umsonst" Geld aus der Druckerpresse gibt? Der Ehrliche bliebe wie immer der Dumme.
 

34150 Postings, 5575 Tage KickyEuropas Politiker spielen mit dem Feuer

 
  
    #31820
1
01.02.15 13:47
in pushing Greece to the brink
"The creation of the euro was a terrible mistake but breaking it up would be an even bigger mistake. Anything could happen," warns former IMF bail-out chief
By Ambrose Evans-Pritchard
http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/...ece-to-the-brink.html

.... The creditors are treating the unfolding drama as if it were a local Balkan affair. If a country of eleven million chooses to commit economic suicide, it is free to do so. The broader consequences will be no greater than the fall-out from Argentina?s default in 2001. That is the message from Berlin.

Brussels is for now sticking to the tough line. ?We expect them to fulfil everything that they have promised to fulfil,? said Jyrki Katainen, the EU?s economic enforcer.

Experts are deeply divided about the wisdom of this strategy, and the implications of Grexit........
 Prof Garicano thinks the eurozone can now withstand contagion from Grexit. The economy is on the mend. The ECB?s quantitative easing has covered the currency bloc in a protective blanket. By ejecting Greece ? he argues - Chancellor Angela Merkel gains ?political cover? to relax austerity and reward those countries that play by the rules. It is a net plus for Europe. ?Sometimes you just have to drop off some baggage and move on,? he said.

The bond markets seem to agree. There has been no flicker of contagion to Italy and Spain, or even to Portugal, the country deemed most at risk. ....

Yields on Portugal?s 10-year bonds have settled near record lows of 2.55pc, so low that the country is repaying loans to the International Monetary Fund to cut interest costs.

?This is nothing like 2012,? said David Owen from Jefferies. ?We have the huge difference of open-ended QE. If there is contagion, the ECB will just buy the paper.?

Yet there are darker signals in other markets. Paddy Power is offering 6/4 odds on Grexit by 2016, rising to 3/1 for Spain, 4/1 for Portugal, and 13/2 to two for Italy, a ranking that reflects politics as much as finance.

It is politics that now matter. EU veterans warn that any mishandling of the Greek drama could escalate into an existential threat to the European Project itself. They deplore the sabre-rattling in Brussels and Berlin, deeming it petulant, even bordering on idiocy at a time when the political centre is imploding in a string of countries, and not just in the South.....

 ?Syriza has just won a landslide popular mandate from the Greek people to tell the Troika to go to Hell. It is ludicrous to shout at them and tell them they can?t wriggle out of agreements,? said Giles Merritt, head of the Brussels think-tank Friends of Europe.Mr Merritt said the Syriza revolt has exposed the political failure of EMU crisis strategy with refreshing clarity. ?People in Brussels are losing patience with Germany. The real issue at hand is how we are going to rescue the eurozone from economic depression caused by five years of misguided austerity. Tspiras may find that he has more friends in this city than he thinks,? he said.

?We cannot possibly risk Grexit at this stage and trigger a fresh eurozone crisis, so the Commission will soon waiver. Jyrki Katainen is toeing the line for now but he is not a fool. It is Greece that really has the whip hand, and the task is to find a face-saving formula for Germany,? he said.

Prof Ashoka Mody, a former IMF bail-out chief in Europe and now at Princeton University, said hints by ECB members that they may pull the plug on Greek banks are ?extremely irresponsible? and beyond the proper authority of these officials. They are supposed to be the guardians of financial stability. I have never heard of such outlandish threats before. The EU authorities have no idea what the consequences of Grexit might be, or what unknown tremors might hit the global payments system. They are playing with fire,? he said.

"The creation of the euro was a terrible mistake but breaking it up would be an even bigger mistake.We would be in a world where anything could happen. What they ignore at their peril is the huge political contagion. It would be slower-moving than a financial crisis but the effects on Europe would be devastating. I doubt whether the EU would be able to act in a meaningful way as a union after that? - Ashoka Mody

Marc Ostwald from Monument said Grexit would open a Pandora's Box. ?They are all playing down the risk but once you throw Greece out, you are setting a precedent that nobody wanted to set. How could Cyprus stay in the euro given its dependence on Greek banks? As we have just seen with the Swiss franc, once the system buckles the markets will go after the next victim like a plague of locusts,? he said.
.....
Portugal:?The reforms have stalled. Behind the scenes they have put a halt to cuts. It is surprising that people haven?t paid attention to this,? said Raoul Ruparel from Open Europe. .....
?Portugal is in our view the one country at risk of contagion,? said Alberto Gallo from RBS. ?Its debt is already borderline unsustainable. It has a weak banking system and highly leveraged corporates. Half of listed firms have debt more than five times EBITDA earnings.?

Mr Mody says EMU shock therapy has failed to put monetary union on a viable course. The deficits of the EMU crisis states may have fallen but the mix of perma-slump and ?lowflation? - now deflation of minus 0.6pc ? have by caused the debt stock to spiral upwards. This is a mathematical effect. The interest costs have been rising faster than nominal GDP. Italy?s public debt has jumped from 116pc to 133pc of GDP in three years despite a primary budget surplus.

The hysteresis damage from youth unemployment ? still 50pc in Spain and 44pc in Italy ? has eroded job skills, and therefore reduced future economic growth needed to service the debt.

There has been no fundamental move to fiscal union. This month's compromise deal on QE means each national central bank will be responsible for 80pc of its own debt purchases, entrenching EMU fragmentation. The EU banking union belies its name. It is in fact a supervisory union.

?As long as funds for insolvent banks are to come from fiscally-distressed states, the death embrace will continue,? said Mr Varoufakis. He and Mr Tsipras think much of EMU crisis machinery is a Potemkin façade.

Rightly or wrongly, they conclude that Germany?s bluff can therefore be called.

?Europe is sleepwalking into a very dangerous situation,? said Hans Redeker from Morgan Stanley. ?Diplomacy is breaking down and we are seeing same sort of emotional behaviour that led to the misjudgements of 1914.?
?The EU always said that the currency union is irrevocable. Once you destroy that faith, the eurozone becomes little more than a fixed-exchange system, an 'ERM3' with currency tail-risk always a nagging doubt. We think the euro would fall to $0.90 to the dollar very fast,? he said.

The stakes are high. Greece is a NATO member on the edges of Europe?s ?arc of instability?, a string of conflicts, civil wars, and failed states that stretches from Ukraine, through the Levant to Libya. Critics say it would be an act of strategic vandalism to push Greece over the abyss into this maelstrom.

?To believe that you can talk about Grexit and then contain the after-effects, takes a degree of unprecedented silliness,? said Mr Varoufakis.  

34150 Postings, 5575 Tage KickyDeutsche Medien überwiegend f. Grexit

 
  
    #31821
01.02.15 13:52
so wie hier Malko und Antilemming

während internationale Stimmen deutlich warnen
und die sollte man nicht einfach ignorieren

in jeder Meinungsverschiedenheit bei einem Konflikt muss man sich zu einem Kompromiss durchringen sonst escaliert die Situation.Dies gilt für Paarbeziehungen genau so wie für Länder und deren Politiker!

Und man muss sich auch fragen,wo habe ich selber falsch gehandelt !  

39106 Postings, 3923 Tage Anti Lemming# 817 - Joschka Fischer

 
  
    #31822
4
01.02.15 13:53
nutzt die wirtschaftliche und politische Schieflage in Griechenland, um im Interesse seines Geldgebers George Soros für die "große Flutung" in Europa zu trommeln ("no austerity").

Das Ganze wird mit politischen und ökonomischen Scheinargumenten garniert. Sie ähneln denen, die man in USA von Leuten wie Krugmann hört. Doch diese Worte und Erklärungen sind nur Dekoration. In Wahrheit verfolgt Unternehmensberater Joschka Fischer mit seinen "Politik-Empfehlungen" das aZiel, die Spekulationen seines Chefs Soros ins Plus laufen zu lassen. Vermutlich bekommt Fischer Prozente.  

39106 Postings, 3923 Tage Anti LemmingKicky # 821

 
  
    #31823
2
01.02.15 14:00
In Sachen Ukraine warnen "internationale Stimmen" (aka USA) ebenfalls davor, dass Europa sich eine eigene Meinung bildet.

Sonst könnte Europa hinsichtlich der US-Geostrategie im Osten und der nochmals zu verschärfenden Russlandboykotts, die Europa jetzt schon erheblich schaden, womöglich auf "dumme Gedanken" kommen...

Das Beste am Wahlsieg von Tsipras ist, dass damit der von den Amis (auch via Brüssel) verordnete Ukraine-"Konsens" nicht mehr von allen Eurozonen-Ländern kritiklos geteilt wird (selbst wenn Tsipras das nur macht, um weitere Hilfszahlungen zu erpressen).  

3335 Postings, 2268 Tage DreiklangDie Lösung : Der Griechen-Euro

 
  
    #31824
3
01.02.15 14:23
Da jede weitere "Umschuldung" aka Schuldenschnitt nur zur Folge hat, dass weitere "Umschuldungen" folgen, kann das nicht die Lösung des GR-Problems sein.
Nun möchte GR mit IT und FR verhandeln - aber nicht mit D. (Hat man ja nicht nötig...)

Wenn Merkel & Schäuble mal (einmal wenigstens!) einen lichten Moment hätten, dann könnten sie selbst auf die salomonische Lösung kommen: Im Gegenzug für weitere Zugeständnisse führt Griechenland den G-Euro ein: Eine für 2 oder 2 1/2 Jahre 1:1 fest an den Euro gekoppelte Währung. Touristen bezahlen in GR weiter in ?, doch die gr. Banken geben regulär keine ?, sondern nur noch G? aus. Dafür müssten neue Scheine gedruckt werden - das  Münzgeld verbleibt vorerst, evtl. führt GR einen 2 G?-Schein ein. Gr. Banken nehmen ? 1:1 ohne Kosten an. Alle Bilanzen, alle Rechnungen werden 1:1 auf G? umgestellt.

Griechen können bei gr. Banken ?-Scheine nur noch nach Voranmeldung und gegen Entrichtung einer Gebühr erhalten. Touristen (Ausweiskontrolle) können in Touristengebieten ihr Wechselgeld bei den Banken (Scheine) 1:1 gegen ? tauschen ohne besondere Gebühr, aber nur mit kleiner Obergrenze (z.B. 80?). Auf Kapitalverkehrskontrollen wird (vorerst) verzichtet. Allerdings kreditiert die EZB die gr. Zentralbank nicht mehr unbegrenzt. Die gr. Notenbank ist bezüglich Kreditierung der gr. Banken unbeschränkt - jedenfalls nicht mehr abhängig von der EZB. Und die EZB ist mit GR zwar nicht alle Probleme los, aber wenigstens ein Riesenproblem hat sie weniger.

Leider haben wir aber den Merkelspruch "Stirbt der ? in Griechenland, dann stirbt Europa" (oder so ähnlich). Daher ist zu befürchten, dass man das von GR ausgehende Erpressungspotential in Berlin nicht neutralisieren will, zum Schaden für alle in Europa.

 

8062 Postings, 3900 Tage lumpensammlerGrexit

 
  
    #31825
6
01.02.15 14:51
müsste auch nicht zwingend sein. Das ist in Verbindung mit seiner Konsequenz (EU-Breakdown) eine Drohkulisse, um die Geldgeber zu erpressen.

Ebenso ist es keineswegs erwiesen, dass der "Sparkurs" nicht funktioniert. Es geht nämlich nicht darum, auf Teufel komm raus zu sparen, sondern die Ausgaben mit den Einnahmen in Einklang zu bringen. Das ging bei der herrschenden Korruption und Desorganisation der staatlichen Einrichtungen nicht ohne sehr harte Reformen. Die wurden aber gescheut und nur deswegen musste man sich an die Wand sparen. Man muss sich aber auch nichts vormachen, selbst wenn die Reformen angegangen werden, bleibt es über lange Zeit eine Tortur, bis eine tragfähige Struktur und ein akzeptables Niveau der Lebenshaltung geschaffen sind.

Zur neuen Regierung:
Es wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn die neue Regierung um mehr Luft bei den Reformen bitten würde. D.h. Haircut, Stundung und meinetwegen neue Kredite etc. bei gleichzeitigem Frontalangriff auf Korruption und verkrustete Strukturen.

Nur passiert eben das nicht. Statt Reformen hört man als erstes nur Erpressungsversuche der neuen Regierung. Statt Beteiligung der griechischen Vermögen an der Lösung erschallt vorneweg der Ruf nach Geld von außen. Mit Reformen meine ich auch nicht das Lippenbekenntnis des neuen Finanzministers mit den Oligarchen aufzuräumen. Nein, da muss ein Plan und ein Commitment dazu her. Und diese beiden Sachen müssen, wenn das Konzept glaubhaft sein soll vor dem Ruf nach mehr Geld kommen.

Es ist aber umgekehrt passiert und genau deshalb wird es vorauss. auch nichts werden. Sollte da nicht noch ganz schnell Konkretes folgen, bleibt nur Malkos Lösung des Austrocknens. Das hat man dann aber nicht anderen zuzuschreiben sondern sich selbst.  

14261 Postings, 3120 Tage Malko07Alle Vorschläge die

 
  
    #31826
1
01.02.15 15:41
eine funktionierende Verwaltung in Griechenland voraussetzen, sind für die Katz. Sie werden nicht funktionieren. Das gilt besonders für eine gespaltene Währungssituation. Die Griechen werden auch solche Spielchen unterlaufen. Es gibt eben keinen geordneten Weg weg vom Euro. Das ist alles Professorengedöns von Menschen die sich noch nie mit der internen Lage in Griechenland auseinandergesetzt haben.

Klar wird Zeit gebraucht bis ein Vorgehen gegen Korruption und Steuerhinterziehung und der Schaffung sinnvoller Regulierungen und Steuergesetze Ergebnisse zeigen. Es gibt aber dabei wirklich keinen Grund dafür jetzt zusätzliche Geschenke zu machen. Wie schon gesagt ist die Zinsbelastung heute schon extrem niedrig. Man braucht nur loszulegen. Es bleibt aber die Frage, wieso der Staatsapparat diesmal bei derartigen Vorhaben mitmachen will - die Beamten müssten sich dabei doch selbst erheblich schädigen. Die würden dann auf die neue Regierung pfeifen.  

Fehler hat die EU etliche gemacht. So hat eine Griechin z.B. mir bei einem  Griechenlandaufenthalt vor einigen Jahren gesagt:Einer der Griechenland Geld leiht ist nicht ganz dicht. Ein dicker Fehler war Griechenland in die EU aufzunehmen und ein noch größerer Fehler war sie dann auch noch in die Eurozone aufzunehmen. Und als dann nach dem ersten Hilfspaket praktisch nichts von den zugesagten Vorgaben umgesetzt war, hätte man alle Hilfen einstellen müssen. Wollen wir jetzt diese Fehler unendlich lange fortsetzen? Es geht hier auch nicht um mickrige Meinungsverschiedenheiten. Die Partnerschaft ist total zerrüttet. Und was empfiehlt man dann Menschen in Paarbeziehungen? Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!
 

5496 Postings, 2269 Tage daiphongbei einer Paarbeziehung kanns ein Ende geben,

 
  
    #31827
1
01.02.15 19:47
in der europäischen Familie gibts kein Ende, wie auch immer, denn kein Land wandert aus.

Da Griechenland crasht, werden jetzt vorrangig die Schuldfragen im Rest der Familie geklärt. Der Schwarze Peter wandert irgendwo zwischen EMU, Europa, "dem Westen", "dem Kapitalismus", "Austerity", am Ende landet er immer glasklar bei Deutschland.

Dieser Elefant in Europa ist auch tatsächlich ein Problem, denn er hat die südeuropäische Inflationspolitik durch seine Währungsstabilität nicht nur ermöglicht, sondern auch crashen lassen - beides. Er liegt mit seiner Inflation in der Gemeinschaftswährung eindeutig zu tief, was Boom wie Baisse in Südeuropa erheblich verstärkt hat. Er zieht seine Inflation erst jetzt mit dem neu eingeführten Mindestlohn im großen Niedriglohnsektor und dem allmählichen Wechsel von jahrzehntelanger hoher Arbeitslosigkeit zu Arbeitskräftemangel leicht an. Die tragende Inflationsquelle ist die allgemeine kontinuierliche Lohnsteigerung, und die war im europäischen Induiestriezentrum lange Zeit nicht ausreichend möglich.

Denn der Elephant trägt Europa, weil er eine global wettbewerbsfähige Industrie entwickelt hat und dort viele europäische Brötchen verdient. Europa trägt den Elephanten, weil es ihn vor Aufwertung schützt und ihm seinen stumpfen Glauben lässt, es ginge auch ohne Inflation. Tatsächlich funktioniert der Markt aber nur mit leichter Dauerinflation, gerade in wachstumsschwachen oder real schrumpfenden Zeiten.
Er funktioniert aber auch nur mit global, kontinental oder/und regional ausreichend starken Leistungen allerorts. Daran hapert es wiederum in Südeuropa deutlich. Mit Tourismus, Bau und Landwirtschaft kann man dort kein allgemein höheres Lohnniveau und keine höhere allg. Inflation als in den Industriegebieten erwarten. Solche Überhöhungsphasen müssen stoppen oder crashen. Leider crashen sie so, dass etwa Tourismus der öffentliche Dienst ein "europäisches Standard-Niveau" aufgrund höherer moralischer Werte beansprucht und sich rechtsrum gegen "zusätzliche Belastungen" und linksrum gegen "kapitalistische Rationalisierung" wehren, während die Jugend und Industriearbeit auf Talfahrt geht und man in der Kirche betet, dass der patriarchalische Staat irgendwo Geld herbekommt.

Die deutsche Politik war immer gut gut beraten, sich in die inneren Verhältnisse und Streitigkeiten anderer Länder nicht zu tief einzumischen, und auch den markttechnischen Streit in Europa nicht als ideologisch-moralischen Streit zu führen. Selbstverständlich wird niemand aus der EU hinaus geschmissen, schon gar nicht von Deutschland.
Die EU samt Merkel kann nur trocken feststellen, dass Griechenland wie jedes andere Land der Welt auch mit seinem Geld sicher bald wieder klarkommen wird. Dass die Fragen zu deutschen Reparationen nichts mit der EU und der Lage zu tun haben und in einer Arbeitsgruppe gesondert behandelt werden. Dass sie persönlich Tsipras revolutionäre basalen Reformen in Griechenland tief bewundert, und sehr auf ihr Gelingen hofft. Dass die EU Tsipras mit allen Mitteln unterstützt, indem sie griechische Staatsschulden bereits weitgehend übernommen und effektiv gestundet hat. Dass Tsipras für seine Reform des Staates 3 Milliarden für Buchhaltungsprogramme samt Computer, Installation und  Einrichtung und Beratung aus einem EU-Hilfstopf geschenkt bekommt und 1 weitere in Aussicht steht. Schönste Grüße dann noch an die Familie, alle Freunde und die vielen, vielen Verwandten ;-o)  Elephant Merkel kann das.  

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
1272 | 1273 | 1274 | 1274  Weiter  
   Antwort einfügen - nach oben