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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1115
neuester Beitrag: 20.10.14 09:38
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 27872
neuester Beitrag: 20.10.14 09:38 von: Malko07 Leser gesamt: 1437617
davon Heute: 2704
bewertet mit 82 Sternen

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20752 Postings, 3984 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
82
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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27846 Postings ausgeblendet.

14079 Postings, 3016 Tage Malko07#27836: Hätte man nicht

 
  
    #27848
5
19.10.14 12:01
gezündelt bräuchte man sich nicht zu beugen. Man hat einfach die eigne Einflusszone zu massiv und auch noch unter Mithilfe von Faschisten versucht auszuweiten. Dabei hat man die andere Seite vollkommen unterschätzt. Jetzt betreibt man einen Sanktionskrieg, den man nur verlieren kann und die westliche Allianz letztendlich schwächen wird. Man versucht die Krise zeitlich zu strecken um das eigene Beugen nicht zu offensichtlich werden zu lassen. Gesichtswahrung geht z.B. bei Obama über alles. Gleichzeitig hat man allerdings andere Krisen am Hals, die eine andere Politik verlangen würden.

Krieg (und dazu zählen auch Sanktionen) ersetzt eben keine Politik so wie auch Bomben, ohne politischen Rahmen,  im nahen und mittleren Osten keine Beruhigung bringen werden.  

8845 Postings, 1354 Tage zaphod42Erzähl das mal dem Putin

 
  
    #27849
19.10.14 12:57
"Krieg (und dazu zählen auch Sanktionen) ersetzt eben keine Politik so wie auch Bomben, ohne politischen Rahmen,  im nahen und mittleren Osten keine Beruhigung bringen werden.  "

denn erst seine urlaubenden Maskenmänner haben das Leid über die Krim und die Ostukraine gebracht.

"Man hat einfach die eigne Einflusszone zu massiv und auch noch unter Mithilfe von Faschisten versucht auszuweiten."

Auch das trifft exakt auf Putin zu.  

14079 Postings, 3016 Tage Malko07Die zeitliche Reihenfolge

 
  
    #27850
3
19.10.14 13:22
ist nicht unerheblich. Greift man in eine Einflusszone massiv ein braucht man sich nicht zu wundern, dass diese massiv verteidigt wird, auch mit unschönen Mitteln. Unsere Erde ist eben keine Kindergeburtstagsfeier bei dem man anderen einfach das Spielzeug kaputt machen darf. Und sogar auf derartigen Feiern könnte man dabei Schläge bekommen, besonders wenn der Besitzer ausrastet und es sich traut.  

8845 Postings, 1354 Tage zaphod42Warum

 
  
    #27851
19.10.14 13:38
verweigerst du dem Westen, was du bei Putin legitimierst?

Die Wahrheit liegt in der Mitte: Die Ukraine hat ein natürliches Selbstbestimmungsrecht, es gibt keine "legitimen Einflusszonen", das ist ein Märchen der Prorussen im Osten und im Westen.

Das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine sowie den KSZE-Vertrag hat Putin verletzt. Der Westen unterstützt die Ukraine lediglich in der Wahrung ihrer Rechte. Natürlich nicht uneigennützig, aber das ist nebensächlich. Es kommt im eigenen Interesse vor allem darauf an, Putins neuen Imperialismus zu stoppen, weil er sich offensichtlich Stücke aus dem westlichen Kuchen rausbeißen möchte (Baltikum usw). Genau weiß das zwar niemand, aber sicher ist sicher.  

8845 Postings, 1354 Tage zaphod42ria.ru verschweigt russisches U-Boot

 
  
    #27852
19.10.14 14:12
Im Artikel werden Hinweise auf die russische Herkunft mit keinem Wort erwähnt.

ria. ru = Radio Moskau 2.0
 

9005 Postings, 2326 Tage Fillorkill'Volkswille identisch mit dem Oligarchenwillen'

 
  
    #27853
3
19.10.14 15:08
Köstlich. Genau dafür war der Maidan ja angetreten. Für die Totalitären genau das richtige Gesellschaftsmodell: Oben ein 'prowestlicher' Oligarch, der notorisch militärische Anti-Terror Operationen gegen Teile der Bevölkerung durchführt, der mit gleichgeschalteten Medien seinem pauperisierten Fussvolk nationalen Stolz als Lohnersatz anbietet, der politische Oppostion wo nicht durch Privatarmeen von seinesgleichen auf Vordermann gebracht 'juristisch' aus dem Verkehr zieht usw.  Und als Bonus: Wer hier keine 'demokratische Aufbruchsstimmung' erkennen will, entlarvt sich als angeblicher Amihasser und darf sich Psychiatrie, Knast oder physische Liquidation an den Hals wünschen lassen...
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

9005 Postings, 2326 Tage Fillorkill"ausländische Unterwasseraktivität"

 
  
    #27854
4
19.10.14 15:16
Der Nato-Propaganda fehlt in der letzten Zeit ein wenig der Biss. Die Aufgabe, aus einem Nichts den Ernstfall ableiten zu müssen, führt jedoch auch zu Perlen wie dieser:

Ein Großaufgebot sucht vor Stockholm nach "fremder Unterwasseraktivität"

Mit ihrem größten Einsatz dieser Art seit dem Kalten Krieg hat die schwedische Marine die Ostsee vor Stockholm abgesucht. Der Verdacht lautet auf "ausländische Unterwasseraktivität", wie das Militär mitteilte. Zu Spekulationen, dass es sich dabei um ein russisches U-Boot handeln könnte, äußerte es sich nicht.

Das schwedische Militär verstärkte seine Präsenz seit Freitag immer weiter. Für den Einsatz vor der Hauptstadt sei die bisherige Zahl von etwa 200 Soldaten erhöht worden, sagte Kommandeur Jonas Wilkström. Auch Schiffe und Hubschrauber seien an der Suche beteiligt. Der Kommandeur sagte, es werde geprüft, ob die vom Freitag stammende Information tatsächlich eine "sehr glaubwürdige Quelle" sei.  
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

9005 Postings, 2326 Tage FillorkillExkurs: ausländische Unterwasseraktivität

 
  
    #27855
3
19.10.14 15:23
Die schwedische U-Boot-Affäre (schwed.: Ubåtskränkningar, U-Boot-Verletzungen) war in den 1980er Jahren eine Reihe von Ereignissen in der Spätphase des Kalten Krieges. Angeblich versuchten seinerzeit sowjetische U-Boote wiederholt die Neutralität Schwedens zu verletzen. Neuere Erkenntnisse deuten darauf hin, dass diese Ereignisse von NATO-Staaten unter ?falscher Flagge? inszeniert wurden, um Stimmung gegen die neutralistische Politik des schwedischen Premiers Olof Palme zu schüren.

Zwischen 1981 und 1990 drangen wiederholt unbekannte U-Boote in schwedische Gewässer ein. Die Krise hatte ihren Anfang, als das sowjetische U-Boot U 137 am 27. Oktober 1981[1] vor Südschweden 30 km vor der Marinebasis Karlskrona auf Grund lief und entdeckt wurde. Diese Meldung dominierte lange Zeit die Medien in Schweden. So entstand der Eindruck, dass während Premierminister Olof Palme mit der Sowjetunion über Möglichkeiten der Entspannung verhandelte, diese die schwedischen Grenzen nach Belieben verletze. Der Anteil der Schweden, die sich direkt durch die Sowjetunion bedroht fühlten, wuchs in diesen Jahren in Umfragen von 7 % auf 45 %.

In der Folgezeit wurden häufig U-Boote mit weit ausgefahrenen Periskopen gesichtet, von manchem U-Boot sah man gar den Turm. Dies ging soweit, dass sich das schwedische Militär mit Appellen an die Bevölkerung richtete, Ausschau nach fremden, vermeintlich sowjetischen U-Booten vor Schwedens Küste zu halten.

Hintergründe[Bearbeiten]

Die Regierung Palme stand Anfang der 1980er Jahre mit ihrer Weiterführung und Intensivierung der Entspannungspolitik in direktem Gegensatz zur Regierung Reagan, die entschlossen war, den Kalten Krieg durch verschärfte Konfrontation auf wirtschaftlichem und militärischem Gebiet zu gewinnen.

Die Regierungen Reagan und Thatcher versuchten daher, in Zusammenarbeit mit wenigen hochrangigen schwedischen Militärs, die Regierung Palme mit einer unter falscher Flagge durchgeführten Operation zu diskreditieren. Dazu drangen fremde (US-amerikanische, vermutlich auch britische) U-Boote in schwedische Gewässer ein, was mangels korrekter Informationen von der schwedischen und internationalen Öffentlichkeit als sowjetische Aggression aufgefasst wurde - nach dem Fall der entdeckten U 137 schien dies die wahrscheinlichste Erklärung.

Hohe schwedische Militärs wie der kommandierende Brigadegeneral der Küstenverteidigung Lars Hansson berichteten, dass sie von ihrer eigenen Führung in entscheidenden Kampfsituationen daran gehindert wurden, die fremden U-Boote zu stellen oder zu vernichten - nach ihren Aussagen vermutlich, um die wahre Nationalität der Eindringlinge vor Entdeckung zu schützen. Die schwedische Regierung hatte von diesen Ereignissen keine Kenntnis, sie wurde sowohl von ihrer eigenen Marineführung als auch von den beteiligten westlichen Staaten systematisch getäuscht.

Caspar Weinberger, der als erster Verteidigungsminister der USA 1981 überraschend Schweden besuchte und dort mit hochrangigen Militärs zusammentraf, äußerte sich 2000 in einem Interview des schwedischen Fernsehens SVT zu den von 1981 bis 1990 in schwedische Gewässer eingedrungenen unbekannten U-Booten. Weinberger gab in dem Interview überraschend zu, dass amerikanische U-Boote ?regelmäßig? und ?häufig? in schwedische Gewässer eingedrungen seien, während sowjetische U-Boote dazu nicht in der Lage gewesen seien. Das Eindringen habe allerdings mit Wissen und in Absprache mit dem schwedischen Militär stattgefunden.

wiki
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

8845 Postings, 1354 Tage zaphod42Der entscheidende Satz ist der letzte

 
  
    #27856
19.10.14 16:18

"Weinberger gab in dem Interview überraschend zu, dass amerikanische U-Boote ?regelmäßig? und ?häufig? in schwedische Gewässer eingedrungen seien, während sowjetische U-Boote dazu nicht in der Lage gewesen seien. Das Eindringen habe allerdings mit Wissen und in Absprache mit dem schwedischen Militär stattgefunden."




Die Russen jedoch haben auf Absprachen keinen Bock.

Meine Vermutung: Die U-Boot-Fahrer sind auf Taucherurlaub in den schwedischen Gewässern und haben sich ohne Wissen der Marineführung das U-Boot für ein paar Wochen ausgeliehen.

 

8845 Postings, 1354 Tage zaphod42#53

 
  
    #27857
19.10.14 16:22

Köstlich. Jetzt ist der fill schon an dem Punkt angekommen, wo er Demokratie mit Totalitarismus gleichsetzt. Weil einige Politiker viel Geld haben und als Belohnung noch vom Volk gewählt werden.

ok, fill, jetzt die gedankliche Höchstleistung: Wenn die Ukraine ein totalitärer Staat ist, weil einige Politiker Oligarchen sind, dann ist Russland mit einem 50-fachen Milliardär an der Spitze...na??

 

9005 Postings, 2326 Tage FillorkillSag mal Dai,

 
  
    #27858
4
19.10.14 19:13
wird Dir dein Mitläufer nicht langsam peinlich ? Muss das wirklich sein, dass am Ende eines gelebten Lebens prall gefüllt mit dem Kampf für einen emanzipatorischen Planeten nichts anderes bleibt als die angebliche Identität zwischen Gesellschaft und Oligarchen ? Fühlt man sich da nicht verhöhnt, wenn man auch am Maidan einen demokratischen Aufbruch gesehen haben will ? Tut diese trostlose Propaganda nicht weh, auch wenn sie 'konstruktiv' gemeint ist - weil sie mit dem albernen Märchen von Putins Milliarden und seinen unzähligen Schlössern seinen eigentlich Job, unerbitterlicher nationaler Idealist zu sein, zum Oligarchentum verharmlost ?
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

32952 Postings, 5471 Tage Kicky5 Charts die zeigen Germany rutscht in Rezession

 
  
    #27859
1
19.10.14 20:19
http://www.theguardian.com/business/2014/oct/09/...ing-into-recession

Germany is on the brink of recession. Recovery in Europe?s powerhouse went into reverse in the second quarter when the economy shrank by 0.2%.
All the evidence suggests the weakness persisted in the third quarter amid tensions between Russia and the West over Ukraine and a flagging recovery in the eurozone economy.
German exports fell by 5.8% in August. It was the biggest drop since the early stage of the financial crisis in January 2009. Imports also shrank, by 1.3%. It was worse than the 4% fall in exports and 1% rise in imports forecast by economists.

Given Germany?s reputation as a manufacturing and exporting powerhouse, it does not bode well for Europe?s largest economy. The drop in exports narrowed Germany?s trade surplus to ?17.5bn (£13.8bn) from ?22.2bn (on a seasonally-adjusted basis).

Carsten Brzeski, economist at ING, described the figures as a ?horror story?.

Here are five charts underpinning expectations of a fresh German recession.......  

32952 Postings, 5471 Tage Kickyand see the Comments

 
  
    #27860
19.10.14 20:24
There's a heck of a difference between running a busted economy by simple overspending and poor taxation policies, compared with doing the right thing by suffering the effects of an embargo against a hostile state.

Germany will sort itself out, do the right things and will come out even stronger - despite the hopes of the Guardian ciferati.....

...Germany was blackmailed into joining the Euro in the 90's to get the other half of her country back! They have been paying for it ever since to the FED-backed ECB with their hard-earned taxpayers' money for these ridiculous bailouts that are only being recycled back to the banks and devastating Club-Med economies! Thus Germany's markets are being destroyed by the bankers in this devastating process!

The politicians in charge everywhere are neither socialists or conservatives...they are banker's puppets and clowns bought and paid for! There is no democracy left in the West anymore...there is only a Goldman Sachs run dictatorship administered from Brussels, London, and Washington DC - controlled from the buggers at the BIS in Switzerland!

The ECB and the Euro have not united Europe in any way since their inception - other than a common un-payable astronomical debt via a common currency! The EEC was a far better instrument for uniting Europe - with each government controlling its own borders and in control of their own currencies! ...

http://www.theguardian.com/business/2014/oct/09/...ing-into-recession  

8845 Postings, 1354 Tage zaphod42Ja, der arme Putin kann einem schon leid tun

 
  
    #27861
1
19.10.14 22:19

8845 Postings, 1354 Tage zaphod42Ich wollte schon immer mal wie fill

 
  
    #27862
1
19.10.14 22:21
denken und leben. Nun gibt's das Spiel zur Person...
I am Bread - Brot-Simulation angekündigt - News - GameStar.de
Bossa Studios, der Entwickler des Surgeon Simulators, hat das nächste Indie-Projekt vorgestellt. I am Bread lässt Spieler in die Rolle eines Stück Toasts schlüpfen, das Gameplay erinnert dabei an den Goat Simulator. - Seite 1
 

9005 Postings, 2326 Tage FillorkillZap ist eine Schande für die Putinkritik

 
  
    #27863
4
19.10.14 23:42
Nichts stiftet mehr Putinfans im Westen als die von ihm geechote unfreiwillig komische Propaganda.

Aus Zaps Link:

'Die darin aufgeführten Zahlen machen sprachlos. Demnach soll Putin 20 verschiedenen Villen und Residenzen besitzen, 43 Flugzeuge und 15 Hubschrauber, vier Jachten und einen Fuhrpark von 700 Autos. Die Kosten gehen in die Milliarden. Allein der Wert seiner Kollektion edler Uhren soll 550.000 Euro betragen. Putin lebe luxuriöser als Oligarchen oder Scheichs, sagt Boris Nemzow, einst Vizepremier und seit vielen Jahren einer der Anführer der nichtparlamentarischen Opposition.'

Dieser Boris ist laut Wiki die einzige Quelle für diesen mehr als märchenhaften Reichtum. Belege könne er nicht anführen, heisst es weiter. Dennoch wird - meist noch nach oben aufgerundet - dieser jede ernsthafte Kritik am Imperialismus Russlands verhöhnende Nonsense von einem Natoblatt zum nächsten weitergereicht. Man möchte meinen, Putin selbst hätte dafür bezahlt...

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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

27000 Postings, 4933 Tage Dr.UdoBroemmeEr sieht ja auch schon so völlig verlebt aus

 
  
    #27864
4
20.10.14 00:06
Das ganze Luxus- und Lotterleben geht halt doch nicht spurlos an ihm vorbei.

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Ich bin nicht nachtragend, vergesse aber nichts(H. Wehner)

4952 Postings, 2165 Tage daiphongrichtig peinlich ist ein Putin-Mitläufer wie Fill,

 
  
    #27865
2
20.10.14 00:08
dem die russische Perspektive auf Europa und die USA schon längst völlig selbstverständlich geworden ist.

Der auch Ukraine überhaupt NUR aus russischer Perspektive denken kann. Diese Mitläufer Russlands gibt sich als "Kritik des Westens" aus. Und feiert die Destruktion der Ukraine als Machtdemonstration Russlands und der Zivilisation. Für ihn wurde die Propaganda des weit zurückgebliebenen Russlands zur persönlichen Wahrheit. Einem Land, wo einst die gesamte Gesellschaft verstaatlicht und militarisiert wurde, wo man in den Befehlsketten der Kommando-Wirtschaft lebte, bis das System auseinanderbrach. Das aber immer noch extrem zentralistisch, imperial, gleichgeschaltet und militaristisch geführt wird und potentiell äußerst aggressiv ist.

Mit dem russischen Militarismus können sich manche geistig zurückgebliebenen Leute wie Fill und Co. persönlich sehr gut identifizieren. Die Identifikation mit dem eigenen Land und Westeuropa ist da intellektuell schon erheblich komplexer. Oder sehr viel einfacher, immerhin leben wir in einer Demokratie, und das merkt man ja auch überall. Spätestens, wenn man von einer Russland-Reise nach Hause zurückkehrt.

Was die Militarismus-Propaganda immer leugnen wird:
Russland wird nicht militärisch angegriffen.
Russland wird vom eigenen Leben her angegriffen, von dessen Kultur.
Produkte, Stile, Medieninhalte,  aus aller Welt werden nachgefragt und verändern das Eigentum, Leben, Wahrnehmung, Identität der Menschen. Die russische Gesellschaft wird von der Jugend, Mittelstand und den Reichen her unterwandert. Die Arbeiter sind wie immer politisch konservativ, sie brauchen die Sicherheit der Arbeitsmärkte und Arbeitsplätze. Aber sie entdecken die Freiheit des Markts, des eigenen Denkens und Handelns gegenüber einem traditionell allmächtigen Staat.

Der Westen ist kein Kolonialismus mehr, der sich militärisch Gebiete und Rohstoffe sichert, diesen Kolonialismus gab es schon lange nur noch im Militärsozialismus, etwa in Osteuropa.
Russland wir militärisch vom Westen her nicht angegriffen.  Zwar tobt hinter den Kulissen immer ein "Kalter Krieg" der großen Atommächte und ihrer Geheimdienste, in dem beiderseits der Fall der Fälle ständig durchgespielt wird. Tausende Atomsprengköpfe Russlands zielen auf Europa und die USA, wie umgekehrt auch. Aber das zielt immer auf ein Patt. Konventionell hingegen ist Russland in Osteuropa weit überlegen, die politische Führung hat keinerlei Angst vor dem Westen. Angst im In- und Ausland schürt sie aus ganz anderen Gründen.

Ukraine ist für Russland ein kulturelles Problem,
dort ist der allmächtige Staat eingebrochen und relativiert, in seiner ganzen Korruptheit und Inkompetenz offenbart, denn er konnte nicht mit Ölgeld putinisiert werden. Dort gab es den Maidan, auch weil Ukrainer schon traditionell eigensinnig, anarchistisch, demokratisch und separatistisch gegen Kiew wie Moskau sind.
Vor diesem ukrainischen Verhältnissen hat Moskau Angst. Moskau nennt es "Faschismus", was sachlich falsch ist. Aber die symbolischen Angriffe auf die Lenin-Statuen zeigen wie einst im römischen Reich an, dass die Macht Moskaus in dieser Provinz schwindet.

Moskau ist der hyperzentralistische Staat, das gewaltig große strategische Lage-Zentrum in Russland. Hier werden Aufklärung, Militär, Medien, Parlament, Wissenschaften, Landesregionen, internationale Beziehungen eher kurzgeschlossen denn ausbalanciert. Russland funktioniert in dieser Hinsicht wie Rom im römischen Imperium. Föderal oder demokratisch ist Russland auch jetzt noch nicht, das wird noch länger dauern.

Der ukrainische Staat samt Militär ist nach russischem Modell aufgebaut und hatte noch eine recht hohe Bindung und Loyalität zu Moskau. Dadurch ist er schwach mangels eigener Demokratie und Repräsentation, eigener Nationalität und Autorität, eigener Öl-und Steuer-Einnahmen, eigener Politik- und Reformkonzepte, und wegen der postsowjetischen Oligarchisierung der Ökonomie. Er wird künftig auf Steuern angewiesen und damit von der Bevölkerung und Demokratie abhängig sein.  

Der Maidan-Aufstand ist ein typischer nationaler Separatismus einer Großprovinz im Großreich. Er besitzt nationalistische und demokratische Elemente, progressive und reaktionäre in einer wilden Mischung. Man hat sich das Recht erkämpfen wollen, eigene Beziehungen zum Westen, zur EU und USA zu knüpfen, ein Gegengewicht zu Moskau aufzubauen und den Staat zu demokratisieren. Aber auch das Gegenteil spielte eine Rolle, manche ukrainischen Oligarchen waren wohl Katalysator, weil sie von Moskau und Putins Durchgriffen per Geheimdienst und Erpressung unabhängig sein und erhofften für sich selbst "westliche" Freiheiten. Der Maidan-Aufstand war insofern erfolgreich, als er Demokratie, Repräsentativität, Nationalität des Staats ins Zentrum rückte - was aber alles nicht ganz das gleiche ist.

Russland hatte den Separatismus der Ukraine schon im Vorfeld mit Handelsblockaden beantwortet, dann als (militärischer und propagandistischer) Schirmherr. einem Separatismus der russischen Minderheit geschürt, und die separatistische Ukraine international als Faschismus denunziert und angegriffen. Auch militärisch, denn einen echten oder gar militärischen Separatismus der ukrainischen Russen hatte es nicht gegeben, Russland musste das mangels Unterstützung mit einer inoffiziellen Armee schon selber tun.
Nach dem Erfolg auf der Krim musste Russland mit der offiziellen Armee die ukrainische Armee zusammenschießen, um das Donbass-Projekt zu retten. Da aber die dortigen Angriffe der ukrainischen Armee gegen die russische Armee als Beweis des ukrainischen Faschismus dienen, war das ein russischer "Erfolg".

Denn das eigentliche Projekt lautet, jeden Erfolg der eigenständigen Ukraine zu zerstören, ökonomisch, staatlich, politisch, kulturell. Am liebsten wäre Russland die erfolgreiche Provokation eines Faschismus in Ukraine. Dann könnte man die gesamte Ukraine isolieren, einnehmen und befreien - und hätte im Nachhinein wenigstens "völlig Recht gehabt" - die klassische faschistische Methode.  

319 Postings, 2038 Tage patsmelvhaargenau beschrieben, dein 53 , fill

 
  
    #27866
2
20.10.14 00:33

" Volkswille identisch mit dem Oligarchenwillen'" ?

zap, was du über den "Volkswillen " der Ukraine schreibst, den Willen des Volkes in seinem Befreiungskampf oder so ähnlich den man unterstützen muss usw usf, das wird immer dümmer und peinlicher. Übrigends hast du vergessen dass "dein" Volkswillen Janukovich gewählt hatte. 

Wie kannst du so ein pseudoheroisches Geschwafel über dieses vielfältige und betrogene Volk welches vor einem Jahr Timoschenko noch mehrheitlich als von einem legalen ukrainischen Gericht verurteilte Verbrecherin ansah und jetzt sitzt sie wieder im Parlament und das den Oligarchen gehörende Fernsehen feiert sie jetzt als Befreierin oder so ähnlich. 

Du schreibst als wäre die Ukraine eine Demokratie "par excellence" wo der Volkeswille gegen den Usurpator kämpft. Fehlt nur noch der edle Prinz und die Prinzessin und wenn sie nicht gestorben sind...

Du ruinierst dir deinen guten Ruf als Wirtschaftsexperte.

Schreib mal was anderes. 


 

9005 Postings, 2326 Tage FillorkillZap hat eben kritisches Denken nie gelernt,

 
  
    #27867
3
20.10.14 00:59
denn das war damals auf der Parteihochschule kein Pflichtfach. Die Fragen wer macht was wie und warum reduzieren sich so bei ihm auf die Frage 'ist er einer von uns oder einer von denen ?' Ist er ersteres, wird bedingungslos affirmiert, ist er letzteres, wird mit egal was losgeprügelt. Damit repräsentiert er eine im aufgeklärten Westen hoffnungslos isolierte, quasi aussterbende Gattung - Daiphong zieht ihn jedoch mangels Alternativen trotzdem mit, weil er ohne Verbündete im nie bewältigten Sowjetrauma einfach nicht kann...
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

4952 Postings, 2165 Tage daiphongZap und ich können doch nur herzhaft lachen,

 
  
    #27868
20.10.14 02:58
wenn du immer erzählst, dass du in Deutschland und Westeuropa und im Westen im Faschismus oder Militarismus lebst. Und bei allen großen Gefahren und Katastrophen in der Welt, die wir hier gelegentlich diskutieren:
Wir beide weigern uns definitiv, in russischen Verhältnissen und ihrer Propagandawelt zu leben, zu denken, über den Westen und die Welt urteilen. Nimm unsere Kritik an deiner Propagandawelt einfach als affirmatives Gelächter. Das geht tief und ist weitreichend, das wissen wir auch, aber was willst du?  

4952 Postings, 2165 Tage daiphong#66 "die Ukraine eine Demokratie "par excellence"

 
  
    #27869
20.10.14 03:46
davon schreibt Zap doch kein Wort.
Sowas fordern hier andere immer als Voraussetzung für westliche Unterstützung, die sie blockieren wollen. Tatsächlich schrieb Zap schon oft, dass die Ukrainer selber herausfinden müssen, was sie für ihre Freiheiten und Rechte tun müssen, und was sie etwa im Streit mit Moskau zu zahlen bereits sind. Eine einfache Lösung, eine einfache große  Befreiung  kann es in einem Land wie Ukraine nicht geben, das seit 100 Jahren von der UdSSR und ihren Zerfallsprodukten, von Zerstörung und Armut geprägt ist. Der Maidan konnte vielleicht ein Startschuss sein, denn es kann nur Reform auf Reform kommen, Notlösung auf Notlösung, und natürlich kann dabei zeitweise auch der regionale Oligarch dem Volk dort aus guten Gründen lieber sein als die Regierung oder die angeblichen Befreier und Besatzer. Den großen Befreiungskampf gegen die Oligarchen fordern hier die Leute wie Fill von der von ihm so hemmungslos verachteten Bevölkerung, der hält sogar die russischen Invasoren für die besser Bevölkerung :-o) und für Förderer der freien Wirtschaft :-o) aber doch nicht ausgerechnet Zap.  

32952 Postings, 5471 Tage KickyMerkels Kampfansprache für die Freiheit,

 
  
    #27870
2
20.10.14 08:28
Es ist bestürzend, dass immer noch 63 Prozent der Menschen in Deutschland ein gewisses Verständnis für den Kreml haben und sogar unsere amerikanischen Freunde kritisieren. Bloß weil diese den Ukraine-Einsatz mit Gasgranaten und ein paar Millionen US-Dollar unterstützt haben. Das geschah doch, um mit Putins blutigen Schergen in der Ostukraine aufzuräumen! Ist also per se eine Sache des Guten.

63 Prozent Putin-Versteher ? und dies, obwohl es mittlerweile die 42. Talkshow und die 976. Nachrichtensendung über die großartigen demokratischen Wahlen in der Ukraine gegeben hat. Da muss dem rechten Verständnis für diese Freiheitsrevolution doch offenbar ein wenig auf die Sprünge geholfen werden!

Dies übernimmt nun unsere ebenso großartige Kanzlerin höchst selbst. In einer so nachdenklichen wie kraftvollen Rede für Freiheit und Democracy wendet SIE sich an ihr Volk, um ihm in Sachen blutig-russischer Unterdrückungsgelüste das angemessene Maß an wahrhaftiger Aufklärung und korrekter politischer Einordnung an die Hand zu geben.

Exklusiv fürs Lieblingsmedium der Kanzlerin produziert!

Mit Reiner Kröhnert!
http://terraherz.wordpress.com/2014/06/25/...prozent-putin-versteher/  

32952 Postings, 5471 Tage Kickysind steigende Preise ein ökonomischer Vorteil?

 
  
    #27871
1
20.10.14 08:49
der fallende Ölpreis beunruhigt die EZB schreibt die Financial Times

The ECB has been concerned about falling consumer prices. I propose that's 100% stupid, yet that's the concern.

When the euro declined vs. the US dollar, the ECB was happy that inflation would inch back up. The fear now is that falling oil prices will take away the alleged gain of a falling euro.

With that backdrop, credit the Financial Times for the absurd headline of the week: Eurozone Fails to Benefit from Weak Currency as Oil Price Slides
Pity the policy makers given the job of rescuing the eurozone from deflation.

The unorthodox steps the European Central Bank has taken since June ? including a programme of private-sector asset purchases ? have caused a steep fall in the euro. The single currency is down 8.4 per cent against the dollar and 4.75 per cent on a trade-weighted basis from its peaks this year.

The weaker exchange rate will ease pressure on the ECB in its fight to raise inflation back to its target of just below 2 per cent. Mario Draghi, the central bank?s president, has said the currency?s earlier strength explains 0.4 percentage points of the fall in inflation since 2012. In that year, prices were growing 2.7 per cent a year.

But just as this depreciation is starting to fuel inflation, the ECB must contend with a fall in oil prices that all but wipes out the effect of a sliding currency. A weaker euro should swiftly raise the cost of imported energy. Instead, Brent crude has fallen 9 per cent in euro terms this month alone. This is the main reason why eurozone inflation fell again in September to 0.3 per cent, a five-year low ? a figure confirmed by data on Thursday.

?The drop in oil prices is a problem for the ECB,? says Marco Valli, an economist at UniCredit....
Read more at http://globaleconomicanalysis.blogspot.com/#3K2T7iojGKzfWT4z.99  

14079 Postings, 3016 Tage Malko07Die überwiegende Mehrzahl der

 
  
    #27872
2
20.10.14 09:38
Staaten wird von korrupten autokratischen menschenverachtenden Regimes regiert. Und das werden wir von hier aus auch nicht ändern können.

Trotzdem wollen wir es im Westen besser machen. Deshalb ist der kritische Blick prioritär auf das eigene Land, dann auf die EU und dann auf die Verbündeten gerichtet. Es ist nämlich so, dass ein funktionierendes Staatswesen mit rechtsstaatlichen und demokratischen Verhältnissen nicht festgeschrieben ist. Es droht immer der Abfall wie viele Beispiele belegen. So waren z.B. auch in Ungarn die Verhältnisse mal etwas besser.

Es bringt mMn nichts laufend auf die schlechten Verhältnisse in Russland hinzuweisen. Ja, es herrschen dort korrupte Autokraten, abseits einer Rechtsstaatlichkeit mit teils menschenverachtenden Methoden. Immerhin sind die Verhältnisse besser als in der früheren Sowjetunion, allerdings noch meilenweit von unseren Verhältnissen entfernt. Es wird das Land nicht mehr im früheren Maße ausgeraubt und den breiten Schichten gesteht man etwas mehr Wohlstand zu. Tut diese Lage dort nun uns bedrohen? Nein, die Verhältnisse bei uns können wir nur selbst verschlechtern und deshalb ist die Kritik  bei einem Fehlverhalten der eigenen Regierung und des eigenen Lagers an diese zu richten.

Und die massive Erfassung aller Kommunikationsbeziehungen durch die NSA bedroht unsere Demokratie. Und dass unsere Regierung da mitmacht und dies unterstützend zulässt, wirft ein schlechtes Licht auf diese. Erste Ergebnisse davon sind in einer immer breiter werdenden Gleichschaltung der Presse zu sehen. Dass unsere Regierung blind bei der Ausweitung der westlichen Einflusszone nach Osten mitmacht und dabei sogar mit Faschisten zusammen arbeitet lässt einen Angesichts unserer Geschichte erschüttert zurück. Es ist so auch nicht verwunderlich, dass Europa selbst immer unwichtiger wird.

In der Ukraine gibt es keine Freiheitsbewegung - weder im Westen noch im Osten. Es spielen dort die globalen Interessen von Russland und den USA mit ihren Vasallen. Dazu haben sich die korrupten menschenverachtenden Oligarchen geteilt und sich beiden Lagern zugesellt. Nun wird auf Kosten der dortigen Bevölkerung ein unsinniger blutiger Krieg ausgetragen, der letztendlich von dem einfachen Bürger in Westeuropa zu zahlen sein wird.

Und diejenigen die sich an Putin festbeißen sind kleine unterentwickelte Geister. Es geht nämlich nicht um Putin. Es geht nur um die Verhältnisse bei uns. So wurde z.B. Lettland und Estland wegen ihrem Umgang mit der russischen Minorität schon mehrfach von der EU und vielen anderen internationalen Organisationen verwarnt. Aber im Zusammenhang mit der Ukrainekrise ist der EU-Druck praktisch zum Erliegen gekommen. Auch ist der anfängliche Druck gegenüber Ungarn um rechtstaatliche demokratische Verhältnisse zu wahren, eingeschlafen. Den notwendigen diesbezüglichen Druck gegenüber Rumänien und Bulgarien versucht man gar nicht mehr aufzubauen. Wenn wir auf diesen Feldern aufgeben, wird auch ein Ausbau der militärischen Verteidigungskraft nichts bringen. Die momentane Reaktion der USA gegenüber Ungarn hat damit allerdings nichts zu tun. Würden die USA allen korrupten Politikern die Einreise verweigern, würde es einsam in den USA werden.  

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