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against all odds

Seite 1 von 95
neuester Beitrag: 25.05.15 13:29
eröffnet am: 22.03.13 19:18 von: Fillorkill Anzahl Beiträge: 2352
neuester Beitrag: 25.05.15 13:29 von: learner Leser gesamt: 121624
davon Heute: 72
bewertet mit 18 Sternen

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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillagainst all odds

 
  
    #1
18
22.03.13 19:18
Ein ideologiekritischer Makrothread, der umlaufende Lehrmeinungen wie anerkannte Basics des (Börsen-)Stammtisches unregelmässig hinterfragt und der gebotenen Dekonstruktion zuführt. Trading ja, sofern ein konträrer Ansatz und damit ein hinreichend grosses Zeitfenster gewählt wird. Newsflow nein, sofern kommentarlos und ohne kognitive Eigenleistung.

Stammtischparolen gegen 'die da oben', gegen vorgebliche Verschwörung von Zockerbanken, Regierung und Migranten, also alles, was unter negative Affirmation fällt, nein - dafür gibt es bereits hinreichend Threads.  

 
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Mein Gott, es ist voller Sterne...
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2326 Postings ausgeblendet.

11878 Postings, 2548 Tage FillorkillVon Robert Shiller halte ich übrigens auch eine Me

 
  
    #2328
14.04.15 23:05
Ja, er hat viel von dem postkeynesian Zeug drauf. Merkwürdig ist aber, Animal Spirits das Wort zu reden und gleichzeitig den S&P für 2020 ausrechnen zu wollen.  
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

4265 Postings, 1242 Tage Zanoni1Robert Shiller ist einer

 
  
    #2329
1
15.04.15 01:21
der wenigen Ökonomen, die man wohl tatsächlich als unideologisch bezeichnen kann.
Es fällt schwer, ihn irgendwo ganz einzuordnen.
Ich würde ihn am ehesten als einen Vertreter der neoklassischen-keynesiansichen Synthese mit modernen Ansätzen aus den behavioral economics bezeichen.

Prognosen zu treffen ist nunmal u.A. sein Job als macromarkets chief economist der Yale University.

Ziel solcher Prognosen ist es übrigens nicht etwa, tatsächlich die Zukunft vorherzusagen, sondern einen Ausblick darüber zu geben, was man unter bestimmten Prämissen rationaler Weise erwarten darf. Mehr kann man auch leider nicht tun.

Er bewegt sich dabei in seiner Erwartung im Bereich eines über 100-jährigen inflationsbereinigten Durchschnittes. Dies als Erwartungswert zu setzen hat schon durchaus etwas für sich, zwar nicht unbedingt konkret auf das Jahr 2020 oder irgendein anderes Jahr bezogen, aber als übergeordnete langfristige Überlegung.

Es gäbe da sicher weniger bodenständige Ansätze, sich solchen fiktiven Werten rechnerisch zu nähern.
Die animal spirits sind dabei in diesem Durschnitt auch durchaus enthalten, aber eben nur als durchschnittliche Größe
;)
 

11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillanimal spirits

 
  
    #2330
1
15.04.15 12:45
Für mich als Postmodernen zählt die ästhetische und physische Präsenz einer Erzählung, die entscheidend dazu beitragen kann, Praxis in bestimmten historischen Situationen mit Sinn zu versehen und so zu initialisieren. Theorien bewegen sich hier nicht zwischen richtig und falsch, sondern zwischen temporär anwendbar oder eben nicht. Animal Spirits, der eigentliche Driver, können ohne diese Sinn-Einbettung nicht funktionieren und eben deshalb ist basic uncertainty auch nicht antizipierbar, der schwarze Schwan nicht planbar. So gesehen finde ich Shiller ziemlich gut.

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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

4298 Postings, 2128 Tage learnerDie Kerze der letzten Woche ist

 
  
    #2331
1
21.04.15 13:49
schon mal ein Zeichen gewesen. Mal sehen, ob die Bullen die Zuversicht zurück gewinnen.

Falls ja, könnte es so kommen, wie in der Kolumne von Steffens:
http://www.ariva.de/news/kolumnen/Die-aktuelle-Lage-im-DAX-5342220
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Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"
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11878 Postings, 2548 Tage FillorkillEPS Wachstum durch Deinvestment über 07 Level

 
  
    #2332
1
29.04.15 22:28
Seit 2012 wird mehr als 50% des EPS-Wachstums (Gewinn pro Aktie) im S&P 500 Index von Aktienrückkäufen angetrieben. Das Gewinn-Wachstum pro Aktie ohne Mitberücksichtigung der Aktienrückkäufe beläuft sich auf 3,3% pro Jahr.

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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."
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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillinvestors intelligence bears

 
  
    #2333
30.04.15 12:00
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."
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4298 Postings, 2128 Tage learnerUSD/NOK

 
  
    #2334
02.05.15 21:33
Hier überlege ich, ob ich bei der nächsten Erholung doch mal einen Short versuche, je nachdem wie die Gegenbewegung ausfällt.
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Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"
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11878 Postings, 2548 Tage FillorkillReihe Bärenmarkt anzeigen

 
  
    #2335
1
17.05.15 16:13
zwei
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fuck fascism before it fucks you
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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillorders vs inventory spread

 
  
    #2336
1
17.05.15 16:18
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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkilleuro cot weiter bullisch

 
  
    #2337
1
17.05.15 16:21
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4298 Postings, 2128 Tage learnerDie Indices zeigen bisher

 
  
    #2338
17.05.15 18:29
keine Anzeichen von Schwäche, mit Ausnahme des Dax. Solange der Tecdax und die Amis nicht ebenfalls in den Korrekturmodus schalten, wird die Hausse weiter geritten.
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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillqe effect on broad money

 
  
    #2339
18.05.15 21:56
Nichtbank verkauft Bond an Bank, die dafür ein Guthaben einbucht. Bank verkauft Bond an Zentralbank, die dafür Basemoney einbucht. In der Konsequenz entsteht mehr Buchgeld, ohne durch Kreditnachfage erzeugt zu sein (der normale Weg der Geldschöpfung).  
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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillreihe bärenmarkt

 
  
    #2340
18.05.15 22:34
drei:

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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillyields

 
  
    #2341
18.05.15 22:36
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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillund bull/bear ratio

 
  
    #2342
18.05.15 22:39
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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillthere is no such thing as a 'normal' economy

 
  
    #2343
19.05.15 22:21
...When we think about the economy we tend to think about a system moving in big cycles tending to revert to some long-term trend. So, when we undergo a recession we tend to assume that the economy is going to reset and then return to its previous trend. But what if this sort of thinking is little more than a form of recency bias and extrapolative expectations? What if the economy has no tendency to revert to past growth rates and instead moves in a series of fluctuations that are dependent more on future developments than past developments? If that?s true then there is no ?normal?. There is only a series of ?new normals? that are always developing inside of the economy as it evolves with time.

...To put this in some historical context we can look at the growth of the economy over the course of the last few thousand years. As Thomas Piketty has noted, global growth has tended to be far lower than the 3%+ rate that most of us are accustomed to.

Since the 1750?s the average annual growth rate has been just 2.4%.  So, if our ?normal? historical benchmark is 2.4% then maybe the current average growth rate of this recovery, at 2.2%, isn?t all that bad?  But 2.4% is hardly ?normal?. It?s just an average inside of what has been an extremely dynamic shift in economic growth. More importantly, there?s really nothing ?normal? about 3%+ growth. In fact, it?s the exception and not the rule in the post-industrial economy.

...It all makes me wonder ? maybe this ?new normal? isn?t so abnormal or bad after all. In fact, maybe it?s just not ?normal? to have Nasdaq bubbles and housing bubbles that create a high level of artificial growth in the short-term that ultimately end up causing a bust later on? Maybe it?s just not normal to have 30 years of stimulative declining interest rates? Maybe this low and boring growth is just a new normal that really isn?t so bad after all?  And maybe new normals are the actual normal state of economic development.

http://www.pragcap.com/...if-theres-no-such-thing-as-a-normal-economy
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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillutopie des marktes

 
  
    #2344
21.05.15 09:53

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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkilldr krugmans liquidity trap view

 
  
    #2345
21.05.15 20:14
...He thinks that the Fed can steer the economy towards the equilibrium point where the natural rate of interest will be hit and the economy will reach its potential.  But the problem is that this theoretical natural rate and real exchange system does not actually reflect the monetary world we live in.  The Fed is little more than a clearinghouse that sets a target interest rate on one type of money that impacts the economy and the bank lending rate in a loose fashion.  

The Fed does not have the Archimedean lever that would give it the ability to get the economy to its full potential because its available policy tools are insufficient.  This isn?t a temporary situation.  The Fed?s inability to control the economy is not something unique to today?s environment.  It has always been true.  It just so happens that the crisis exposed this reality.  And if you take an operational view of the Fed, as opposed to this theoretical real exchange perspective, then all of this becomes much more obvious.

The reason I care so much about this is because it has distracted all of us from what could actually be helping us get out of this mess.  Most economists rely on these textbook narratives like the ?liquidity trap? which states that ?conventional? monetary policy has become impotent.  This implies that the Fed and other Central Banks just need to do something ?unconventional? to get us out of this trap and help reduce real interest rates by raising inflation expectations.

And so we go thru the different iterations of ?Quantitative Easing? and all of these other ineffective policies all the while distracting us from doing something that might actually help like tax cuts or public investment.  And the economic stagnation continues as we turn to ?unconventional? monetary policy to help steer us towards the natural rate of interest.  And so it looks like we remain stuck in this permanent ?liquidity trap? as economists say that ?unconventional? policy just hasn?t been unconventional enough.  But all we?re really trapped in is a horror story written by economists who have a theoretical narrative that doesn?t actually reflect our reality...'

http://www.pragcap.com/nobody-needs-to-understand-the-liquidity-trap
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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillcomposite bullish sentiment

 
  
    #2346
21.05.15 20:26
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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillvs vix

 
  
    #2347
21.05.15 20:27
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11878 Postings, 2548 Tage FillorkillS = I

 
  
    #2348
22.05.15 19:11
...Jetzt können wir genau definieren, was unter "Sparen" zu verstehen ist: Sparen ist die Veränderung des Reinvermögens in einem bestimmten Zeitraum. Ist das Reinvermögen einer Wirtschaftseinheit, etwa eines Unternehmens oder eines Haushaltes, zwischen dem ersten und dem letzten eines Monats um einen bestimmten Betrag angestiegen, dann hat diese Wirtschaftseinheit in diesem Monat genau diesen Betrag gespart.

Aus der Definition des Reinvermögens ergibt sich, dass Sparen rein buchhalterisch gleich der Veränderung des Nettogeldvermögens (?NGV) plus der Veränderung des Sachvermögens (?SV) ist, wobei die Veränderung des Sachvermögens auch als Investition (I) (präziser: als Nettoinvestition) bezeichnet wird. Als Formel ausgedrückt ergibt sich also:

S = ?NGV + I

Und jetzt kommt die Pointe: Die Investitionen (I) sind rein definitorisch eine der zwei Formen des Sparens. Wer Sachvermögen bildet, der spart. Wenn jetzt jemand sagt: Die Ersparnis führt zu einer Investition, sagt er nichts anderes, als dass eine Ersparnis zu einer Ersparnis führt; wer sagt, eine Investition führt zur Ersparnis, sagt lediglich, dass eine Investition eine Investition ist.

Allerdings steht in unserer aus dem Bilanzzusammenhang abgeleiteten Sparformel neben dem I - dem Sparen in Form der Sachvermögensbildung - noch das ?NGV, also das Sparen in Form der Bildung von Nettogeldvermögen. Der Unterschied zwischen dieser Formel und der berühmten Formel I = S ist, dass es sich bei letzterer um die Gesamtwirtschaft handelt und nicht um eine beliebig abgegrenzte Wirtschaftseinheit, die nur einen Teil der Gesamtwirtschaft umfasst, wie z.B. ein einzelnes Unternehmen oder der Unternehmenssektor als Ganzes oder die privaten Haushalte oder der Staat etc.

Betrachtet man eine Gesamtwirtschaft, dann verschwindet die Nettogeldvermögensbildung. Um das zu verstehen, müssen wir klären, wie jemand sein Nettogeldvermögen eigentlich ändern, also auf diese Weise sparen kann. Dazu brauchen wir allerdings wieder ein paar Definitionen.

Die in Deutschland gängige Buchhaltung nennt Transaktionen, die das Nettogeldvermögen verändern, Ausgaben und Einnahmen. Ausgaben und Einnahmen sind etwa Löhne und Gehälter, Zinsen und Dividenden, Steuern, Transfers, Kauf und Verkauf von Gütern etc. Wer einen Einnahmenüberschuss erzielt (mehr einnimmt als ausgibt), erhöht sein Nettogeldvermögen, spart also; wer einen Ausgabenüberschuss hat (mehr ausgibt als er einnimmt), verringert sein Nettogeldvermögen, hat also eine negative Ersparnis (Man bezeichnet diese Transaktionen auch als Leistungstransaktionen im Gegensatz zu reinen Finanztransaktionen, die nie das Nettogeldvermögen verändern und von daher für die Höhe der Ersparnis irrelevant sind).

Jetzt ist es aber so, dass die Einnahmen eines Wirtschaftsakteurs immer notwendig die Ausgaben eines anderen Wirtschaftsakteurs sind: Die Lohneinnahmen der Arbeitnehmer sind die Lohnausgaben der Arbeitgeber; der Kauf des Kunden ist der Verkauf des Händlers oder des Produzenten; die Zinseinnahmen des Gläubigers sind die Zinsausgaben des Schuldners etc.

Das heißt dann: Wenn irgendjemand einen Einnahmeüberschuss hat, müssen alle anderen Wirtschaftseinheiten zusammen einen Ausgabenüberschuss in gleicher Höhe haben. Jemand kann also nur dann "Geldsparen" (sein Nettogeldvermögen erhöhen), wenn alle anderen zusammen ? d.h. der Rest der Wirtschaft ? sein Nettogeldvermögen um den gleichen Betrag verringert!

Ein Beispiel: Deutschland als eine Wirtschaftseinheit erzielt jedes Jahr einen gigantischen Einnahmenüberschuss, auch Leistungsbilanzüberschuss genannt. Der Rest der Welt hat notwendigerweise ein Leistungsbilanzdefizit ? einen Ausgabenüberschuss ? in gleicher Höhe.

Wenn wir dann alle Einnahmenüberschüsse von allen Ausgabenüberschüssen abziehen, ergibt sich immer: null. Das heißt, die Welt in ihrer Gänze (oder die jeweils betrachtete Gesamtwirtschaft) kann nie in Form von Nettogeldvermögen sparen. In der Gesamtheit kann man nur in Form von Sachvermögen sparen, also investieren. Genau das heißt die Formel I = S.

Um es klar zu sagen: Diese Zusammenhänge haben nichts mit dem "passenden" Verhalten der Wirtschaftsakteure zu tun; die Identität von Ausgaben und Einnahmen auf der Ebene der Gesamtwirtschaft ist auch kein Gleichgewicht, das sich erst durch geeignete Veränderungen von Einkommen, Preisen oder Zinsen einstellt. Es ist eine immer gültige Definition. Wenn Sie das nicht glauben, versuchen Sie mal etwas einzunehmen, ohne einen anderen zu einer entsprechenden Ausgabe zu bringen.

Um noch mal zu veranschaulichen, was I = S bedeutet, ist es sinnvoll, genauer zu sagen, was die Formel nicht bedeutet: Sie bedeutet nicht, dass die Ersparnis der Haushalte von den Unternehmen investiert wird. So etwas Ähnliches denken oft die Neoklassiker. Sie heißt auch nicht, dass das, was Unternehmen investieren, dann irgendwie zu einer entsprechenden Ersparnis bei den Haushalten führt. So was denken manche Keynesianer.

Das lässt sich ganz gut an einem Beispiel verdeutlichen: Nehmen wir eine Wirtschaft an, die nur aus zwei Wirtschaftssektoren besteht, einem Unternehmenssektor und einem Haushaltssektor. Die Ausgaben des Haushaltssektors sind dann notwendig die Einnahmen des Unternehmenssektors und umgekehrt.

Am ersten des Monats beschließen die Unternehmen zu investieren, also neue Maschinen zu bauen. Nehmen wir weiter an, die Unternehmen haben genug Geld, um Arbeiter einstellen zu können, die ihnen die Maschinen bauen und anschließend damit Konsumgüter produzieren. Nachdem die Maschinen fertiggestellt und die Konsumgüter produziert sind, zahlen die Unternehmen ihren Arbeitern den vereinbarten Lohn (die Ausgabe der Unternehmen sind die Einnahme der Haushalte).

Die Haushalte können sich jetzt überlegen, was sie mit ihren Einnahmen bis zum letzten des Monats anstellen. Gehen wir drei Möglichkeiten durch: Nehmen wir erstens an, die Haushalte geben weniger aus als sie eingenommen haben. Dann nehmen die Unternehmen notwendig weniger ein als sie ausgegeben haben ? die Unternehmensumsätze sind also geringer als die Löhne, die sie gezahlt haben. Die Nettogeldersparnis der Haushalte ist dann positiv, die der Unternehmen um den gleichen Betrag negativ.

Geben die Haushalte aber ? zweitens ? so viel aus, wie sie an Lohn erhalten haben, sind die Umsätze der Unternehmen natürlich genauso hoch wie das, was sie vorher an Löhnen gezahlt haben. Weder bei den Haushalten noch bei den Unternehmen ändert sich das Nettogeldvermögen. Wenn die Haushalte schließlich ? drittens ? mehr ausgeben als sie eingenommen haben, verringern sie ihr Nettogeldvermögen, und die Unternehmen erhöhen ihr Nettogeldvermögen um den gleichen Betrag.

Wie hoch ist in jedem der drei Fälle die gesamtwirtschaftliche Ersparnis in dem betrachteten Monat? Ganz einfach: Sie ist jedes Mal genau so hoch wie die Nettoinvestitionen der Unternehmen. Ob die Haushalte ihr Nettogeldvermögen also erhöhen, verringern oder gleich lassen ? immer ändert es sich bei den Unternehmen im gleichen Maß (nur mit umgedrehten Vorzeichen). Gesamtwirtschaftlich addieren sich also notwendig alle Änderungen des Nettogeldvermögens zu null und übrig bleiben die neuen Maschinen, also das I (= S).

Im Beispiel führt die Ersparnis der Haushalte also nicht à la Neoklassik irgendwie zu höheren Investitionen ? über die bestimmen die Unternehmen ganz allein. Die Investitionen führen aber auch nicht irgendwie zu einer entsprechend hohen Ersparnis der Haushalte wie es sich manche Keynesianer vorstellen. Es gibt schlicht keinen notwendigen buchhalterischen Zusammenhang zwischen der Höhe der Ersparnis der Haushalt und der der Unternehmen. Das S in der Formel ist immer das I. Das ist es auch egal, wer genau investiert. Würden etwa die Haushalte noch Häuser bauen ? die ja auch zum Sachvermögen gehören ?, würde das zu höherem I und damit zu höherem S führen, vollkommen unabhängig davon, wie sie in der gleichen Periode ihr Nettogeldvermögen verändern.

http://blog.zeit.de/herdentrieb/2015/05/13/...denn-des_8398#more-8398

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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkilleiner liegt falsch

 
  
    #2349
23.05.15 19:53
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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillconsumer sentiment

 
  
    #2350
23.05.15 21:19
könnte bearish interpretiert werden, weil zumindest auch vorauslaufender Indikator für Bärenmärkte / Rezessionen.

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11878 Postings, 2548 Tage Fillorkillstress composite

 
  
    #2351
23.05.15 21:26
The average value of the composite, which begins in 1973, is designed to be zero. Thus, zero is viewed as representing normal financial market conditions. Values below zero suggest below-average financial market stress, while values above zero suggest above-average financial market stress. As a measure of financial stability, the  composite exhibits two essential characteristics. Firstly, known periods of financial crisis correspond closely with peak periods of tightness in the composite, and secondly, the turning points of  the composite coincide with well-known events in U.S. financial history. It is also useful to assess the current level of financial stress compared to the composites?  value during the past.

It is evident that the rise of the Financial Stress Composite above zero is a long-leading indicator for economic recession, but it also signifies a period of stock market volatility punctuated by frequent incidences of nasty stock market corrections. It is also clear that sustained periods when the Financial Stress Composite is below zero are mostly accompanied by low volatility U.S stock market ?melt-ups?, with the recent 2012 to 2015 melt-up accompanied by historically low financial stress, being no exception.

It is probably premature to hit the panic button now. Also, a rise of the Financial Stress Composite above zero does not necessarily mean stock market gains are not possible, it just means that those gains are most likely going to come attached with considerable volatility, against a background of heightened risk for a non-trivial correction.

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4298 Postings, 2128 Tage learnerDie Gewinne in Amiland

 
  
    #2352
25.05.15 13:29
hängen am Konsum. Am Vorabend einer Rezession steigt die Anzahl der Jobs nicht mehr an.

Die Arbeitnehmer können Dank einer guten Konjunktur sehr hohe Lohnsteigerungen durchsetzen,die die Firmen jedoch nicht mehr in Form von höheren Preisen für die produzierten Güter und Dienstleistungen weiterreichen können. Um die Gewinne dennoch zu steigern bleibt nur die Steigerung der Produktivität. Dies führt idR zu Personalabbau.

In der Folge trifft ein entweder gleich großes oder größeres Angebot auf eine schwächere Nachfrage. Preise sinken und die Gewinne ebenfalls.
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