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against all odds

Seite 1 von 94
neuester Beitrag: 15.04.15 12:45
eröffnet am: 22.03.13 19:18 von: Fillorkill Anzahl Beiträge: 2330
neuester Beitrag: 15.04.15 12:45 von: Fillorkill Leser gesamt: 116350
davon Heute: 10
bewertet mit 18 Sternen

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11248 Postings, 2509 Tage Fillorkillagainst all odds

 
  
    #1
18
22.03.13 19:18
Ein ideologiekritischer Makrothread, der umlaufende Lehrmeinungen wie anerkannte Basics des (Börsen-)Stammtisches unregelmässig hinterfragt und der gebotenen Dekonstruktion zuführt. Trading ja, sofern ein konträrer Ansatz und damit ein hinreichend grosses Zeitfenster gewählt wird. Newsflow nein, sofern kommentarlos und ohne kognitive Eigenleistung.

Stammtischparolen gegen 'die da oben', gegen vorgebliche Verschwörung von Zockerbanken, Regierung und Migranten, also alles, was unter negative Affirmation fällt, nein - dafür gibt es bereits hinreichend Threads.  

 
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Mein Gott, es ist voller Sterne...
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2304 Postings ausgeblendet.

4124 Postings, 1203 Tage Zanoni1Schau Dir mal die Charts der großen Indizes an,

 
  
    #2306
2
12.04.15 21:58
am besten im Monthly.
Die Bewegung seit Anfang des Jahres ist die dynamischte Bewegung der gesamten Hausse, die sich nunmehr immerhin bereits im 7. Jahr befindet.

Eine Übertreibung entwickelt die größte Dynamik ja bekanntlich gen Ende bevor sie dann korrigiert. Das blöde dabei, man weiß natürlich nicht wie weit die Übertreibung noch führen kann. Gerade weil es die dynamischte Phase ist, wäre es gerade in dieser Phase verhängnisvoll, zu früh zu versuchen dagegen zu shorten.
Man muss schon Geduld und das Vertrauen haben, dass man es rechtzeitig bemerken wird, wenn es soweit ist.
Man muss in solchen Phasen zudem auch nicht unbedingt der Erste sein.

Ich persönlich kann mir angesichts dieser Chartsituation allerdings nicht vorstellen, dass es noch länger als 2 Jahre dauert bis die nächste große Korrektur ins Haus steht (um mich mal etwas aus dem Fenster zu lehnen)

Bis dahin sollte der Trend jedoch weiterhin unser Freund sein.
 

11248 Postings, 2509 Tage FillorkillZan, der Witz dieses Bullmarktes ist doch gerade,

 
  
    #2307
1
12.04.15 23:00
dass die 'Übertreibung' fehlt. Ein Bullmarkt wider Willen, gegen bessere 'Einsicht' von Anfang an. Genau dies limitierte Drawbacks und besorgte die besondere strukturelle Stabilität. Hintergrund ist der, dass der private Kreditzyklus aus seinem massiven Deleveraging 08 ff bislang nur schwer (US) oder gar nicht (Eurozone) herausfinden konnte und rekordträchtige Earnings zwar zustandekommen, aber aus Deinvestment hervorgehen. Und ohne überhitzende Kreditaufnahme der Privaten kann es nicht zu einer euphorischen Bewegung an den Assetmärkten kommen - obwohl das deinvestierte Geld natürlich dort anlandet und einen Bullmarkt erzeugen kann, jedenfalls wenn wie diesmal die einschlägigen Narrative wie 'Money Printing' ziehen.

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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

4124 Postings, 1203 Tage Zanoni1Wie gesagt, schau Dir mal die Charts im Monthly an

 
  
    #2308
1
13.04.15 00:08
Was den Bullenmarkt ohne überzeugte Bullen betrifft, ist das schon nicht unzutreffend, wie Du das beschreibst, das hat sich allerdings im Laufe der Zeit (stossweise Aufgabe der Bären) geändert.
Nun ist die Übertreibung da, die Frage ist nur, wie hoch sie wohl noch führt.

Deinen geldpolitischen Betrachtungen kann ich nur begrenzt zustimmen.
"Ohne Überhitzte Kreditaufnahme der Privaten" - Schau Dir mal die Margingquote an den Finanzmärkten an. Man muss hier schon genau zwischen der Kreditaufnahme innerhalb der Realwirtschaft und innerhalb der Finanzmärkte unterscheiden.

Genauso wie QE zwar keine Inflation bei Produkten Und Dienstleistungen hervorgerufen hat, undzwar eben aufgrund dieses Zusammenhanges den Du oben ja an sich richtig dartstellst, jedoch sehr wohl eine Inflation bei den Assetpreisen ausgelöst hat, wo dieser Zusammenhang dann auch eben so nicht zugetroffen hat.

Zum anderen hat die QE-Liquidität dann auch sehr direkt zu steigenden Assetpreisen geführt unmittelbar und alleine technisch bedingt bei den Bonds, und über die intermediären GB dann auch bei den Aktienmärkten.

Für meine Betrachtungen aus #306 spielen diese Zusammenhänge aber auch letzlich eine eher untergeordnete Rolle.




 

4124 Postings, 1203 Tage Zanoni1NYSE Investor Credit and the Market

 
  
    #2309
13.04.15 00:32
 
Angehängte Grafik:
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nyse.png

4124 Postings, 1203 Tage Zanoni1Was ich oben in #306 aber an sich meinte ist

 
  
    #2310
1
13.04.15 01:17
das hier: So deutlich übrigens nur im Dax zu sehen. In den US- Indizes muss man etwas genau hinschauen. Zumindest die Februar-Kerzen sind jedoch ebenfalls die dynamischten der gesamten Hausse.

Im Dax sieht es hingegen fast absurd aus. Wohlgemerkt das sind Monatskerzen!
Die letzten stehen dabei vollständig überhalb des BB. Kann mich nicht daran erinnern, sowas überhaupt schon mal gesehen zu haben!

Von wegen keine Übertreibung - Das ist beinahe beispiellos, was da gerade passiert.

Auch in der letzten Hausse von 2003-2008 konnte man am Ende eine ausserordentlich starke Dynamik erkennen, die die stärkste der gesamten Rally gewesen ist.

Überhaupt ein äußerst interessanter Chart. Sept, Okt. Nov. 13 gab es eine Phase in der man sich ebenso schon einmal fragen konnte, ob das nun angesichts der zunehmenden Dynamik bereits schon das Ende der Rally einleiten könnte. Ein halbes Jahr danach ging es dann auch erstmal runter. Im Oktober 2014 war es dann verdammt knapp gewesen. Kurzzeitig wurde das monthly mBB deutlich unterschritten, was schnell zu weiteren Anschlussverkäufen hätte führen können.
Diesen Monat gab es dann allerdings ein heftiges Reversal. Der long Hammer, der dort zu sehen ist, ist wiederrum aus dem Monthly betrachtet zugleich das stärkste und eindeutigste Kaufsignal der gesamten Rally und im Chart sogar darüber hinaus.
Dem entsprechend heftig war dann auch die Ausfwärtsbewegung im Anschluss.

Dieses Reversal dient zugleich als schönes Warnschild, sich nicht zu sehr in seiner Betrachtung zu versteifen.

Mann muss dabei übrigens keineswegs etwa gleich an soetwas wie einen finalen Crash denken. Wenn es bei dieser Übertreibung lediglich runter bis zum mBB ginge wären das schon mehr als 2500 Punkte, was immerhin bedeutete, dass der Dax 1/5 abgeben würde. Ginge es runter zum uBB bei etwa 8.000 Punkten würde der DAX sogar schön über 30% abgeben. Dabei sind 8000 Punkte ein Wert über den man sich 2012 noch ungläubig gefreut hätte und im letzten Jahr sogar bereits schon wieder fast erreicht hätte.

Nur um mal ein paar Relationen aufzuzeigen.

Wie man es auch dreht und wendet, eine absolut aussergewöhnliche Übertreibung, die man da sehen kann und im Auge behalten sollte.


 
Angehängte Grafik:
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dax_monthly.png

4253 Postings, 2089 Tage learnerDer Chart mahnt einen in der Tat

 
  
    #2311
2
13.04.15 08:18
zur Vorsicht. Mehr noch nicht! Die Bullen sind keineswegs mürbe oder ängstlich, aber auch nicht euphorisch.

An den heutigen Daten aus China sieht man, dass die Marktteilnehmer an die ewigen Geldspritzen glauben und die Notenbanken werden den Markt so lange nicht enttäuschen, wie die Inflation niedrig bleibt.

Die Notenbänker glauben diesen Prozess steuern zu können. Sollte sich eines Tages zeigen, dass die Inflation doch nicht so einfach zu steuern ist, wird es die Bullen zerreißen, weil die Notenbanken die Notbremse ziehen müssen.

Es bleibt also bei der Weisheit, dass nur gute Wirtschaftsdaten den Bärenmarkt einleiten werden.
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Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"

11248 Postings, 2509 Tage FillorkillZan, der Dax neigt

 
  
    #2312
13.04.15 09:06
immer zur Übertreibung. Meine Überlegungen wie ernstzunehmende Sentimentanalysen beziehen sich grundsätzlich auf den S&P, als dessen abhängige Variable ich den Dax immer noch begreife. Bleibt es bei der relativen Stärke des Dax, wäre strategisch short auf den S&P für mich eben hier im Dax anzusetzen. Zu bedenken ist, dass Dax und Eurozone makro und im Sentiment im Zyklus weiter zurückgefallen sind, was in der Tat den kommenden Bärenmarkt in der Eurozone mit einer signifikanten Aufhellung makro zusammenfallen lassen kann.

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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

4124 Postings, 1203 Tage Zanoni1Was den nächsten Bärenmarkt Triggern könnte

 
  
    #2313
13.04.15 11:13
ist m.E. kaum zu antizipieren. Ich kann mir da recht unterschiedliche Dinge vorstellen. Meistens ist es etwas, dass man eben gerade nicht hat kommen sehen.

Dass eine Erholung in der Eurozone der Auslöser sein könnte, halte ich zumindest für vorstellbar. Insbesondere, da der Boom an den Börsen ja eben nicht etwa einer Erholungserwartung entspringt, sondern zum einen dem "don't fight the centralbanks"-Glauben und zum anderen sicher auch der Abwertung des Euro.
Die Erwartung ist meine ich jedoch auch keine Erholungserwartung der Eurozone als Ganzes, sondern dass der schwache Euro in erster Linie dem deutschen Export helfen sollte, was sicherlich richtig ist. Für die hochverschuldeten Länder der Eurozone ist es sicher ebenfalls nützlich, jedoch nur beim Handel mit dem nichteuropäischen Ausland. Beim innereuropäischen Handel, der für die meisten europäischen Länder doch eine große Bedeutung hat, entstehen dadurch jedoch leider Vorteile für die wettbewerbsschwächeren  Länder.

Sollte sich nun jedoch tatsächlich die Eurozone insgesamt stärker als erwartet erholen, was ich mir noch nicht ganz vortstellen kann, dann würde das wiederum den Euro stärken. Was sich dann wiederum negativ auf den Dax auswirken könnte/sollte/dürfte.
Die Korrelation zwischen Euro und Dax verläuft nun immerhin schon seit geraumer Zeit negativ.

Vorstellbar ist da sicher vieles. Dass der Dax immer zu Übertreibungen neigt ist schon richtig, und zwar zu beiden Seiten.
So eine Übertreibungen kann man in der Historie jedoch lange suchen. Ich würde das nicht so einfach damit abtun wollen, dass der Dax nunmal gerne übetreibt.
Das scheint mir schon eine wirklich aussergewöhnliche Situation zu sein.

Die Februarkerze im S&P zeigt ebenfalls die größte Dynamik, der gesamten Hausse, wobei der Vorsprung gegenüber anderen dynamischen Upmoves nicht so krass wie im Dax verläuft. Schaut man sich den Veraluf vor dem letzten Bärenmarkt an, so ist am Ende ebenfalls ein Astieg der Dynamik zu erkennen, der jedoch ebenfall zwar erkennbar aber nicht dramatisch erscheint.

So ein Anstieg bedeutet alleine, jedoch keinesfalls dass es schon vorbei sein muss. Er ist am Ende einer hausse lediglich eine notwendige Bedingung. Das letzte Stück verläuft in der Regel gerade am dynamischten, diese Übertreibung kann dabei jedoch länger andauern und weiter hinausführen, als man sich das vielleicht vorstellen mag.
Lerner, bei dem "Mehr noch nicht" bin ich ja wie gesagt ganz bei Dir. Im Augenblick würde ich nicht dagegen shorten wollen.

Aber nun der S&P:  
Angehängte Grafik:
s_p.png (verkleinert auf 32%) vergrößern
s_p.png

4124 Postings, 1203 Tage Zanoni1muss oben natürlich heißen:

 
  
    #2314
13.04.15 11:39
Beim innereuropäischen Handel, der für die meisten europäischen Länder doch eine große Bedeutung hat, entstehen dadurch jedoch leider "keine" Vorteile für die wettbewerbsschwächeren  Länder.  

11248 Postings, 2509 Tage FillorkillWas den nächsten Bärenmarkt Triggern könnte

 
  
    #2315
2
13.04.15 17:30
In der Sentimentanalyse folgt der Trigger auf eine Veränderung im Sentiment, lässt sich also erst nach Vollzug einer Marktbewegung definieren. Der fundamentale Grund ist jedoch stets derselbe, nämlich der zyklische Einbruch in den Earnings, dasselbe gilt natürlich für den Bullmarkt. Im Kreditzyklus übersetzt als eskalierender Zweifel in den Märkten, dass aufkumulierter Kredit noch durch zukünftige Earnings 'gedeckt' sei. Wann diese Zweifel eskalieren, ist jedoch primär eine Funktion psychologischer Faktoren.

Ich denke, bei einem Bullmarkt ohne Überzeugung wie diesem, reichen kleine Veränderungen im Sentiment mittlerweile aus, um die Kaskade auszulösen. So monolithisch wie er aussieht, so prekär ist seine innere Struktur, die über die letzten 2 Jahre allein davon zehrte, dass das zuvor sich sideline haltende Dumb jeden Dip aufkaufte.  
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

11248 Postings, 2509 Tage FillorkillMentalität

 
  
    #2316
2
13.04.15 17:43
Wie du weisst, glaube ich daran, dass ausnahmslos jeder sich entsprechend seiner Mentalität verhält, was auch immer er sich vornimmt. Und ein Trader dann erfolgreich ist, wenn er diese Mentalität versteht - was auch beinhaltet, Börsenphasen definieren zu können, wann diese Mentalität zum Zuge kommen kann und wann nicht. Für mich als natural born contrarian bedeutet dies, das prozyklische Stadium III eines Marktes zu meiden. Es ist die Domäne der Trendfolger. Die Tradermentalität braucht, sucht und findet auch eine Story und meine ist die der Zyklen, die kommen und gehen. Und dies jedesmal ankündigungslos.  
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

11248 Postings, 2509 Tage Fillorkillspeculative asset prices

 
  
    #2317
1
13.04.15 19:18

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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

11248 Postings, 2509 Tage Fillorkillhow human psychology drives the economy

 
  
    #2318
1
13.04.15 19:20

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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

11248 Postings, 2509 Tage Fillorkilltaking radical uncertainty seriously

 
  
    #2319
1
13.04.15 19:34

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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

11248 Postings, 2509 Tage Fillorkillinteressante graphik - investors breakdown

 
  
    #2320
1
13.04.15 21:20
Veränderung der Anlegerstruktur im Bullmarkt, beim SHCOMP im Zeitraffer zu studieren:



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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."
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lower_educated_chinese_buy_stocks.png

11248 Postings, 2509 Tage Fillorkillaverage hourly earnings yoy

 
  
    #2321
13.04.15 21:25
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."
Angehängte Grafik:
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1405 Postings, 1509 Tage stefan1977@Fillorkill

 
  
    #2322
1
14.04.15 10:34
#320:
Interessante Grafik.
Ich frage mich nur, woher irgendjemand wissen kann, welchen Schulabschluss die Anleger haben.
In China könnte ich mir so etwas glatt noch vorstellen, es bleibt aber wohl eher unwahrscheinlich.


#321:
Den Chart kann man, wenn überhaupt, auch wohl nur entgegengesetzt nutzen. Wenn ich auf die letzten 15 Jahre schaue, dann ist ein niedriger Wert wohl eher ein Kaufsignal.


www.daxtrend.blogspot.de  

11248 Postings, 2509 Tage FillorkillStefan, die Entwicklung der Stundenlöhne

 
  
    #2323
14.04.15 22:19
ist ein Makroindikator und beeinflusst Aggregat Demand, aber auch die Fähigkeit zu sparen bzw Schuldensalden rückabzuwickeln. Ein relativ zur Produktivität zu niedriges Lohnwachstum in den US hemmt bei einem immer noch erheblichen Altschuldensaldo und einem kontrahierenden Staatssektor die Akkumulation von Kredit bei den Privaten und stellt so die fundamentale Voraussetzung für die nächste Recession. Für die Börse dann interessant, wenn sich dies in negative Gewinnerwartungen übersetzt (was s.o. noch nicht der Fall ist)
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

11248 Postings, 2509 Tage FillorkillML-Survey of Fund Managers

 
  
    #2324
14.04.15 22:24
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."
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equities_overvalued.png

11248 Postings, 2509 Tage Fillorkillreal earnings per share

 
  
    #2325
14.04.15 22:31
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spxshiller22.jpg

11248 Postings, 2509 Tage Fillorkillstructural destruction

 
  
    #2326
14.04.15 22:49
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frb_gdp_charts.png (verkleinert auf 73%) vergrößern
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4124 Postings, 1203 Tage Zanoni1#223

 
  
    #2327
14.04.15 22:51
Das wäre die nachfrageoriente Theorie, die man dazu vertreten kann, gäbe dann allerdings auch noch ein paar andere Theorien und Gesichtspunkte.
;)

Interessante Grafiken.
Von Robert Shiller halte ich übrigens auch eine Menge.  

11248 Postings, 2509 Tage FillorkillVon Robert Shiller halte ich übrigens auch eine Me

 
  
    #2328
14.04.15 23:05
Ja, er hat viel von dem postkeynesian Zeug drauf. Merkwürdig ist aber, Animal Spirits das Wort zu reden und gleichzeitig den S&P für 2020 ausrechnen zu wollen.  
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

4124 Postings, 1203 Tage Zanoni1Robert Shiller ist einer

 
  
    #2329
1
15.04.15 01:21
der wenigen Ökonomen, die man wohl tatsächlich als unideologisch bezeichnen kann.
Es fällt schwer, ihn irgendwo ganz einzuordnen.
Ich würde ihn am ehesten als einen Vertreter der neoklassischen-keynesiansichen Synthese mit modernen Ansätzen aus den behavioral economics bezeichen.

Prognosen zu treffen ist nunmal u.A. sein Job als macromarkets chief economist der Yale University.

Ziel solcher Prognosen ist es übrigens nicht etwa, tatsächlich die Zukunft vorherzusagen, sondern einen Ausblick darüber zu geben, was man unter bestimmten Prämissen rationaler Weise erwarten darf. Mehr kann man auch leider nicht tun.

Er bewegt sich dabei in seiner Erwartung im Bereich eines über 100-jährigen inflationsbereinigten Durchschnittes. Dies als Erwartungswert zu setzen hat schon durchaus etwas für sich, zwar nicht unbedingt konkret auf das Jahr 2020 oder irgendein anderes Jahr bezogen, aber als übergeordnete langfristige Überlegung.

Es gäbe da sicher weniger bodenständige Ansätze, sich solchen fiktiven Werten rechnerisch zu nähern.
Die animal spirits sind dabei in diesem Durschnitt auch durchaus enthalten, aber eben nur als durchschnittliche Größe
;)
 

11248 Postings, 2509 Tage Fillorkillanimal spirits

 
  
    #2330
1
15.04.15 12:45
Für mich als Postmodernen zählt die ästhetische und physische Präsenz einer Erzählung, die entscheidend dazu beitragen kann, Praxis in bestimmten historischen Situationen mit Sinn zu versehen und so zu initialisieren. Theorien bewegen sich hier nicht zwischen richtig und falsch, sondern zwischen temporär anwendbar oder eben nicht. Animal Spirits, der eigentliche Driver, können ohne diese Sinn-Einbettung nicht funktionieren und eben deshalb ist basic uncertainty auch nicht antizipierbar, der schwarze Schwan nicht planbar. So gesehen finde ich Shiller ziemlich gut.

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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

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