Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 4442
neuester Beitrag: 19.04.14 15:44
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 111044
neuester Beitrag: 19.04.14 15:44 von: NikeJoe Leser gesamt: 7851729
davon Heute: 2376
bewertet mit 410 Sternen

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
4440 | 4441 | 4442 | 4442  Weiter  

35098 Postings, 3635 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
410
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
4440 | 4441 | 4442 | 4442  Weiter  
111018 Postings ausgeblendet.

7479 Postings, 2738 Tage StöffenDas Truthahnproblem

 
  
    #111020
10
18.04.14 12:45
Es ist ein Riesenproblem zu glauben, dass man auf der Grundlage des Wissens aus der Vergangenheit meint, die Zukunft erkennen zu können. Nassim Nicholas Taleb nannte diesen Umstand in seinem Buch "Der schwarze Schwan" das Truthahnproblem.

Stellen wir uns einen Truthahn vor, so Taleb, der jeden Tag gut und ausgiebig gefüttert wird. Jede einzelne dieser täglichen Fütterungen wird das Federvieh in seiner Überzeugung bestärken, dass es eine Grundregel des Lebens ist, jeden Tag von freundlichen Menschen gefüttert zu werden, die klarerweise dabei nur "sein Wohl im Auge haben", wie ein Politiker sagen würde. Am Nachmittag des Tages vor dem Erntedankfest (Thanksgiving) wird dem Truthahn allerdings eine böse Überraschung widerfahren, und er wird seine Überzeugung revidieren müssen.

Was kann also ein Truthahn aus den Ereignissen von gestern über das lernen, was der nächste Tag ihm bringen wird? (Wobei sich das Truthahnproblem übrigens auf alle Situationen verallgemeinern lässt, wo die Hand, die uns füttert, auch durchaus diejenige sein kann, die uns den Hals umdreht)

Denn das Sicherheitsgefühl des Truthahns war ja gerade in dem Moment am stärksten ausgeprägt, als das Risiko für ihn am größten war.

Merke: Wir halten sehr oft Beobachtungen aus der Vergangenheit fälschlich für etwas, was definitiv oder repräsentativ für die Zukunft ist.

Ableitend aus dieser Erkenntnis lassen sich eben auch Kursverläufe an den Börsen nicht vorhersagen, erst Recht nicht aus Pseudokorrelationen der Vergangenheit. Bestenfalls lässt sich das Verhalten der "Märkte" interpretieren.

Daher deutet die Ausgabe von Kurszielen, das Anpreisen von Geheimtipps oder die Angabe von Crash-Zeitpunkten auf eine gewisse Selbstüberschätzung hin. Kritisch betrachtet, könnte man es auch schlichtweg unseriös nennen. Die eigene Zeit sollte jedoch tunlichst nicht mit mit dem Bekämpfen von Prognostikern, Börsenanalysten, Ökonomen und Konsorten verschwendet werden, es sei denn, um ihnen Streiche zu spielen. Über die Unvorhersagbarkeit zu stöhnen ist ineffektiv: Die Leute werden weiter dumme Vorhersagen machen insbesondere wenn sie dafür bezahlt werden, und institutionalisierten Betrug wird man eh nicht ausmerzen können.

Das übergeordnete Lernziel wäre, Meinungen und Anschauungen nicht nach ihrer Plausiblität einzuordnen, sondern nach dem Schaden, den sie anrichten können, so Nassim Taleb.
-----------
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

3791 Postings, 2247 Tage PalaimonHmm, Truthahn, da gibt's noch was.....

 
  
    #111021
9
18.04.14 18:42
Was Gewinner von Verlierern unterscheidet

Von dem Amerikaner Fred C Kelly, dem Autor des Buchs Why you win or lose, stammt folgende Anekdote:

Ein kleiner Junge ging die Straße hinunter, als er einen alten Mann erblickte, der versuchte, wilde Truthähne zu fangen. Dazu hatte der Mann eine Truthahn-Falle gebaut. Diese Falle bestand aus einer Transportkiste, die mit einer Falltür versehen war. Die Tür wurde durch einen Pfosten gestützt, an dem eine lange Reißleine befestigt war. Eine dünne Spur von Getreidekörnern hatte der Mann so gelegt, dass sie in die Kiste führte, um die Truthähne genau dorthin zu locken. Wenn nun genügend Truthähne in der Kiste waren, brauchte er nur noch die Reißleine zu ziehen und die Tür fiel zu.  

Der Mann saß also nun vor seiner Falle und wartete, dass sein Plan aufging und möglichst viele Truthähne in seine Falle tappten. Und tatsächlich, eines Tages befanden sich ganze 12 Truthähne in der Kiste und der alte Mann freute sich riesig! Er wartete darauf, dass vielleicht noch ein weiterer Truthahn in die Falle tappen würde, dann wollte er sie zuschnappen lassen. Leider verließ aber ein Truthahn die Kiste und er ärgerte sich, dass er sich nicht mit zwölf Truthähnen zufrieden gegeben hatte: »Ich hätte bei zwölf Schluss machen sollen«, sagte der Mann »Ich werde noch einen Moment warten, vielleicht geht er ja wieder rein.«

Doch es kam leider anders. Nicht nur, dass der Truthahn nicht wieder in die Kiste zurückging.Stattdessen türmten noch zwei weitere Vögel aus der Falle. »Zehn würden mir auch reichen. Sobald einer von den dreien wieder drin ist, werde ich die Reißleine ziehen«, dachte der Alte Die Truthähne kehrten jedoch nicht wieder zurück. Die Anzahl der in der Kiste befindlichen Vögel nahm stetig ab. Immer wieder hoffte der Mann, nur einen Truthahn mehr zu fangen, als sich gerade in der Falle befanden.Immer wenn ihm ein weiterer Truthahn entwischte, war er fürchterlich enttäuscht.
Er konnte sich nicht damit abfinden, dass von den ursprünglichen Truthähnen keiner mehr zurückkehrte. Als schließlich nur noch ein einziger Vogel in der Falle saß, sagte sich der Mann resignierend: »Ich warte jetzt entweder solange, bis der auch draußen ist oder aber es kehrt doch noch ein Truthahn zurück. Dann werde ich die Falle zuschnappen lassen.« So verließ auch der letzte Truthahn die Kiste, um sich seinen Artgenossen anzuschließen. Der Mann kehrte mit leeren Händen nach Hause zurück.

http://www.amazon.com/Why-You-Lose-Fred-Kelly/dp/0870340026
-----------
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

6831 Postings, 1170 Tage zaphod42Mir würde es schon reichen

 
  
    #111022
5
18.04.14 18:48
wenn nur ein Truthahn in meine Falle liefe. aber selbst das klappt nicht.

Anmerkung zu stöffens Truthahn: Mag sein, dass der Truthahn die Motive seine Versorger fehl schätzte.  Tatsache ist jeoch dass er bis zu seinem Ableben ein schönes und sorgenfreies eben hatte.  Hätte er von den Motiven gewußt hätte er ein sehr betrübliches Leben gehabt und wäre am Ende ebenfalls geschlachtet worden.

Moral von der Geschichte: Mehr Wissen macht dich nur unglücklich, bringt dir unterm Strich aber sonst nichts.  

35098 Postings, 3635 Tage Anti LemmingTruthähne

 
  
    #111023
3
18.04.14 19:27
sind nichts anderes als geschickt getarnte schwarze Schwäne, die in derartiger Camouflage unbemerkt das westliche Finanzsystem aus den Angeln heben wollen.

www.pm-magazin.de/sites/www.pm-magazin.de/files/...tbox/images/Wilder Truthahn.jpg

 
Angehängte Grafik:
wilder_truthahn.jpg
wilder_truthahn.jpg

35098 Postings, 3635 Tage Anti LemmingJapans Verbrauchervertrauen bricht ein

 
  
    #111024
7
18.04.14 19:54
Der Langzeit-Chart des japanischen Verbrauchervertrauens unten zeigt, dass Gelddrucken allenfalls für einen kurzfristigen Stimmungsaufschwung ("Strohfeuer") gut ist. Aktuell geht's bergab wie nach Fukushima.

Da die Interessengruppen aus Wirtschaft und Politik aber immer kurzfristiger denken, geben sie sich zunehmend mit Strohfeuern zufrieden, da diese auf die Schnelle erfolgreiche "Heilung" suggerieren.

Das Ganze wird dann noch garniert von ökonomisch hanebüchenen Erklärungen, wonach Wirtschaftswachstum aus der Druckerpresse sich von organischem Wachstum prinzipiell nicht unterscheide. In beiden Fällen "brennt es". Beim Gelddrucken brennt leider zusätzlich das Essen an...

Mehr als bloße Strohfeuer werden in der "Alternativlos-Ära" offenbar nicht mal mehr angestrebt.

Wifrt man ein brennendes Streichholz auf einen Strohhaufen, brennt es lichterloh, wärmt aber nur für Stunden. Doch im schnell und grell erzeugten Flammenschein drängen die Streichholzwerfer ins Licht und sonnen sich als "Helden": "Wir tun was, und es passiert was!"

Unterm Strich bleibt es blinder Aktionismus. Die Wahrheit erkennt man in den Langzeit-Charts:
 
Angehängte Grafik:
20140417_japam.png (verkleinert auf 70%) vergrößern
20140417_japam.png

35098 Postings, 3635 Tage Anti LemmingUrsache des Vertrauenschwunds

 
  
    #111025
3
18.04.14 20:03
in Japan sind die geplante Mehrwertsteuererhöhung zum 1. April 2014 sowie, man höre und staune, die steigenden Preise - also genau das, was bei der Inflationserzeugung aus der Druckerpresse von den Zentralbanken als vermeintliche ökonomische Wohltat angestrebt wird.

Wenn Japan doppelt so viel Geld druckt wie der Fed (relativ zum BIP), bleibt es halt nicht aus, dass die Preise steigen. Das gilt insbesondere für die steigenden Importpreise (Energie, Nahrung) infolge des durch Japan-QE schwächelnden Yens.

Diese Geldpolitik dient vor allem den Banken: Wenn die Notenbanken mit QE die Assetpreise hochtreiben, befreit dies die Banken sukzessive von faulen Schulden.

Tatsächlich jedoch gibt es in der Gesellschaft außer Bänkern, die von den steigenden Preisen geradezu (parasitär) leben, auch noch jede Menge Normalbürger, die bei steigenden Preisen halt das (Verbraucher-)Vertrauen verlieren - zumal wenn ihre Reallöhne nicht mitsteigen und der Staat jetzt auch noch bei der Mwst. zulangt.

www.zerohedge.com/news/2014-04-18/consumer-confidence-collapses-japan  

1776 Postings, 2401 Tage Schoko65Da beisst sich

 
  
    #111026
2
18.04.14 20:13
die Katze in den Schwanz. Aufgrund der billigen Zinsen und der immer höher
ausufernden Staatsverschuldung, werden gerade von denen die die ldverschreibungen
besitzen höhere Steuer verlangt, damit man dann wiederum die Zinsen der Schulden
bezahlen kann.
Da kann ich nur sagen, na unter welchem Hütchen ist nun die Kugel.  

1776 Postings, 2401 Tage Schoko65das sollte Schuldverschreibung heissen

 
  
    #111027
18.04.14 20:14
frohe Ostern  

1776 Postings, 2401 Tage Schoko65ich lese hier schon sehr lange

 
  
    #111028
2
18.04.14 20:24
interessiert mit und finde die Beiträge großartig. Zwar setze ich momentan auch noch
auf steigende Kurse, jedoch gehe ich nach der Dividendensaison flat. Ich möchte
nicht dem Beispiel des Truthahnjägers folgen.
Im nachhinein wäre es für den Jäger besser gewesen wenigsten mit 10 Truthähnen
nach Hause zu gehen. Er hätte die gegen neue Fallen tauschen können. Auch wenn
ihm während dieser Zeit der eine oder andere Truthahn entging. Es gibt immer wieder
Chancen dumme Truthähne einzufangen.  

35098 Postings, 3635 Tage Anti LemmingChinas Geisterstädte wachsen in den Himmel

 
  
    #111029
3
18.04.14 22:06
In kleineren Orten sinken die Immo-Preise bereits, weil das von Schattenbank-Investoren bereit gestellte Angebot die Nachfrage deutlich übersteigt.

Im Gegensatz zu USA sind die chin. Käufer aber im Schnitt mit ca. 30 % EK beteiligt. In USA erfolgten die Blasenkäufe um 2005 oft ohne EK. Dennoch droht auch den chin.
Hauskäufern die Pleite, falls die Immo-Preise so weit fallen, dass das EK ausgelöscht wird. Dieses EK ist aber immerhin als Puffer vorhanden. In USA schlugen die Immopreis-Rückgänge ab 2005 ohne Puffer auf die "Investoren" (ABS-Käufer) zurück, was 2008 letztlich den Banken-Crash auslöste.

Marktauguren rechnen lt. WSJ (unten) in China nicht mit einer vergleichbaren Pleite-Serie wie in USA. Ich bin mir da nicht so sicher: Die Preise haben sich vielerorts in wenigen Jahren verdoppelt bis verdreifacht, so dass die 30 % Minus, die zum Aufzehren des mittleren EKs erforderlich sind, schon bei einer Rückkehr auf das Preisniveau des Vorjahres erreicht werden könnten. Wenn die Preise erst mal sacken, gewinnen Bewegung im Immo-Markt schnell eine Eigendynamik, siehe auch in Spanien.

www.wsj.de/article/SB10001424052702304117904579503242043655738.html  

1776 Postings, 2401 Tage Schoko65mal eine Frage an alle die hier schreiben,

 
  
    #111030
18.04.14 22:13
was ist Eure Motivation ? Seit Ihr alle Short, oder habt Ihr genauso wie Ich etwas
gegen den Mainstream, oder wollt Ihr nicht mehr belogen werden, oder welche Gründe
bewegen Euch ?  

326 Postings, 405 Tage Berix#30 Danke für diese Frage, ich handele lieber ..

 
  
    #111031
4
18.04.14 22:37
Short ohne eigentlich zu wissen weshalb. Selbst der damit verbundene mäßige Erfolg hat daran nicht geändert. Vielleicht ist es ein gewisser Pessimismus oder ein tiefsitzendes Misstrauen oder gar eine unterschwellige Vermeidungshaltung etwas zu gewinnen. Man sieht: es ist Zeit für mich mal nachzudenken. Die in diesem Thread meistens für die Erwartung fallender Kurse angführten schlechten Fundamentaldaten halte ich eigentlich für irrelevant. Und zwar weil die großen AGs immer die Möglichkeitkeit haben durch Geschäftsreduktion und -reorganisation als Unternehmen weiterzubestehen und dann auch Erträge zu erwirtschaften. Und dadurch stellen sie eigentlich die sicherste Vermögensanlage dar. Zumal eigentlich immer klarer wird das die per politischer Entscheidung als sicher erklärten Staatsanleihen genau dies nicht sind. Ein produzierendes Unternehmen wird sogar den Zusammenbruch eines Währungssystems überstehen. T`schuldigung, das muss ich an dieser Stelle schon wieder mal rauskramen:
http://www.ariva.de/forum/...eilungsfrage-472111?page=201#jumppos5041
Abgesehen davon können allein das Verhalten der Wertpapiermarktakteure ohne das es dafür IRGENDEINEN Grund gibt morgen die Indices in Keller rauschen. Überhaupt nicht einschätzen kann man das Verhalten der Derivatemärkte. Die Derivate haben insgesamt Volumina erreicht die die der Anleihen, Aktien und sonstigem um ein Vielfaches übersteigen.  

1776 Postings, 2401 Tage Schoko65Berix

 
  
    #111032
1
18.04.14 22:49
man könnte denken es handelt sich hier um einen Club der Depressiven.
Gerade den Depressiven wird die Eigenschaft der Feinfühligkeit vorhergesagt.
Leider habe ich mit dem Problem auch zu kämpfen. Die Feinfühligen haben die
Antennen überall. Sie lesen die Zeilen zwischen den Zeilen. Bisher erfolglos, kein
Wunder wenn herrschende Intelligenz mit Geld zugeschüttet wird. Ich gebe aber die
Hoffnung nicht auf, dass die Realität ans Tageslicht kommt.  

326 Postings, 405 Tage BerixIntelligenz mit Geld zugeschüttet ist gut ...

 
  
    #111033
1
18.04.14 22:56
... dann bin ich entweder bar jeder Intelligenz oder es wurde ständig an mir vorbeigeschüttet.  

1776 Postings, 2401 Tage Schoko65wenns

 
  
    #111034
18.04.14 23:00
an Dir vorbei geschüttet wurde, hätte ich doch was abbekommen müssen.
Irgendetwas stimmt hier nicht !  

6831 Postings, 1170 Tage zaphod42Bullenmärkte

 
  
    #111035
19.04.14 08:38
haben stets die Tendenz, weiter zu laufen als es logisch erscheint. Blätter mal zurück auf die ersten Seiten dieses Threads. Im Moment ist der Newsflow schlicht nicht bärisch genug, um die in 5 Jahren Hausse konditionierten Anleger vom Gegenteil zu überzeugen. Wobei sie letztlich nur eines vollends überzeugt: Fallende Kurse.  

4561 Postings, 421 Tage NikeJoeWas bitte unterscheidet uns Menschen

 
  
    #111036
2
19.04.14 10:05
...von den Truthähnen?

Jeder denkt, er wir sehr alt und wird "gesund" sterben.
Doch für viele kommt das Ende unerwartet und rasch (Unfall, schwere Krankheit, oder gar eine Fremdeinwirkung).
Das Bewusstsein, dass es auch schnell zu Ende sein könnte, nützt uns gar nichts.

Carpe Diem, wie es letzten Endes auch die Truthähne tun…

An den Finanzmärkten gilt ähnliches: So lange wie möglich an der Party teilnehmen, statt unglücklich auf den Crash zu warten, vor dem man sich dann letzten Endes doch nicht schützen kann.
 

7479 Postings, 2738 Tage StöffenÜbrigens

 
  
    #111037
2
19.04.14 10:58
Aufgrund eines Gen-Defekts können Truthähne während starker Regenfälle ertrinken, weil sie zu lange in den Himmel starren.

http://www.kabeleins.de/tv/abenteuer-leben/.../unnuetzes-wissen-tiere
-----------
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

35098 Postings, 3635 Tage Anti LemmingGenau

 
  
    #111038
19.04.14 11:11
und schwarze Schwäne schauen stur nach unten.

Ich bin übrigens in keinster Weise depressiv.  

3791 Postings, 2247 Tage Palaimon"I want my money back"

 
  
    #111039
2
19.04.14 11:33
O-Ton Olaf Scholz, als die Stadt Hamburg im letzten Jahr größter Anteilseigner von Hapag-Lloyd wurde, weil sie verhindern wollte, dass die Reederei NOL die Anteile von der TUI übernimmt und somit der Standort Hamburg in Gefahr gewesen wäre.

Die Fusion mit CSAV, der größten chilenischen Reederei, ist nun fast in trockenen Tüchern, nur das Kartellamt muss noch zustimmen, was wohl ne reine Formsache ist. Somit ist Hapag-Lloyd zur viertgrößten Reederei der Welt aufgestiegen. Aber die Probleme in der Schiffahrt bleiben. Es werden noch immer zu viele Schiffe gebaut, die Charterraten sinken weiter, da die Reedereien sich einen ruinösen Preiskampf liefern, und Hapag-Lloyd schreibt immer noch und seit Jahren rote Zahlen. Ob Going Public nächstes Jahr die Lösung bringt, also, ich würde die nächsten 10 Jahre nicht in Reederei-Aktien investieren. Vielleicht überhaupt nicht mehr. Obwohl man ja sagt, und das kam die letzten Jahrzehnte ungefähr so hin, dass es in der Schiffahrt 7 fette und 7 magere Jahre gibt. Die 7 mageren wären 2015 vorbei. Es ist lange her, aber ich war ja auch mal bei "Kuddl Hapag". Vielleicht kaufe ich mir eine Aktie und rahme sie ein *ggg*
Gibt aber wohl keine Tafelgeschäfte mehr?

Mit meinen Schiffsfonds bin ich genug gebeutelt. Die CSAV-Aktien, die wir Anteilseigner anstelle von 33% der Charterraten für 2 Schiffe akzeptiert hatten, konnten 2011 sehr gut mit Gewinn verkauft werden, das hat aber nichts rausgerissen. CSAV hatte eine Option, bis Mai 2014 diese 2 Schiffe zum Restwert (ca. 30 Mio USD) zu kaufen. Die Option haben sie letzte Woche ausgeschlagen. Denen gehts auch nicht gerade gut.

Wir waren im Februar mit drei CSAV-Geschäftsfreunden meines Mannes in Valparaiso zum Essen. Die Sorge geht um, dass durch die Fusion Personal abgebaut wird.

Dies ist übrigens das Bürogebäude von CSAV, ein Glasbau aufgesetzt auf ein denkmalgeschütztes Gebäude im Kolinialstil.  
-----------
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
Angehängte Grafik:
dsci3281.jpg (verkleinert auf 55%) vergrößern
dsci3281.jpg

3791 Postings, 2247 Tage PalaimonKoli..........

 
  
    #111040
1
19.04.14 11:42
.
hört sich echt witzig an. Muss natürlich KolOnialstil heißen.  
-----------
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

2 Postings, 2136 Tage shutdownauch ich lese hier

 
  
    #111041
1
19.04.14 12:20
mit großem vergnügen still mit.
allerdings gelang es mir bisher noch nicht, herauszufinden welche motivation hinter all den " depressiven " post steckt. ich amüsier mich halt darüber - und vrediene für unsere anleger weiter geld. es ist mir völlig egal, ob all die zahlen gefaked oder geschönt sind, ob die fed mal so oder anders entscheidet. die börse lief die letzten jahre sensationell gut. also spielen wir mit. alles andere ist schlicht profilneurose, selbstbestätigung für viele, wie toll sie all die entwicklungen durchschauen. ich hoffe ernsthaft für all die krisenfreaks nur, dass sie nicht allzuviel geld mit ihren short verlieren.
 

6831 Postings, 1170 Tage zaphod42China

 
  
    #111042
19.04.14 13:45
Die Auto-Party ist schon bald vorbei « China-Blog
Besonders rosig sieht es wirtschaftlich auch in China nicht mehr aus. Der Immobiliensektor schwächelt, die Wachstumsraten sinken, die Schuldenstände der Staatsunternehmen steigen stark, darunter leiden die Banken – nervöse Stimmung, in welche Bereiche man auch schaut.
 

7479 Postings, 2738 Tage StöffenLong oder short?

 
  
    #111043
1
19.04.14 14:46
Egal, Hauptsache es geht aufwärts! (mit dem eigenen Konto)

;-))
-----------
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Angehängte Grafik:
anlegerfallen.png (verkleinert auf 51%) vergrößern
anlegerfallen.png

4561 Postings, 421 Tage NikeJoeFür den kleinen Aktien-Anleger gilt

 
  
    #111044
19.04.14 15:44
derzeit wohl: "Ah, der Kurs steigt, mal den Markt beobachten."

Oder doch schon: "Wenn ich noch länger warte, profitiere ich nicht vom Trend. KAUFEN" ??


Beim Gold sind wird m.E. nach bei: "Es wird trotzdem abstürzen!"
"Zum Glück habe ich alles verkauft!" hatten wir vermutlich am 31. Dez. 2013.
 

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
4440 | 4441 | 4442 | 4442  Weiter  
   Antwort einfügen - nach oben

  2 Nutzer wurden vom Verfasser von der Diskussion ausgeschlossen: Fillorkill, Zanoni1