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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1176
neuester Beitrag: 27.11.14 02:47
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 29386
neuester Beitrag: 27.11.14 02:47 von: Fillorkill Leser gesamt: 1679301
davon Heute: 1208
bewertet mit 82 Sternen

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20752 Postings, 4022 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
82
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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29360 Postings ausgeblendet.

390 Postings, 2076 Tage patsmelvGutes Geld fuer Hass-daiphong

 
  
    #29362
2
26.11.14 18:27
Und zap-Archivar: Ihr beide Glueckspilze wisst es ja haargenau wer's war, so'n Dussel :-)
MH17: Privatermittler Resch erhöht Belohnung um 17 Millionen Dollar - SPIEGEL ONLINE
Der Privatermittler Josef Resch hat die Belohnung für Hinweise zum Absturz von Flug MH17 auf 47 Millionen Dollar erhöht. BND-Aussagen, wonach Separatisten die Boeing abgeschossen hätten, bezeichnete er dem Magazin "Capital" gegenüber als "Schmarrn".
 

9491 Postings, 2364 Tage Fillorkill# 58 insane

 
  
    #29363
2
26.11.14 18:48
'Man unterstellt, dass der Westen überall Revolutionen gegen Despotien nicht nur unterstützt, sondern "geostrategisch verursacht". Tatsächlich entstehen überall Aufstände, "bunte Revolutionen",..'

I wo, Aufstände und farbige Revolutionen sind immer dann völlig authentisch, wenn ihnen ein 'prowestliches' Label aufgepappt werden kann. Die Geostrategie hilft bekanntlich gerade in diesen Fällen nicht mit Geld, Waffen und Luftkrieg, wie die jüngste Geschichte vom Irak über Lybien bis nach Syrien eindeutig belegt...

Ganz anders natürlich die bunten Aufstände, denen dieses begehrte Label vorenthalten werden muss. Die sind ausnahmlos vom feindlichen Ausland gesteuert, während die so in Geiselhaft genommenen Einheimischen tatsächlich um ihre Zentralregierung zittern wie gerade jetzt die russischen Ostukrainer um ihre über alles geliebten Oligarchen in Kiew. Dasselbe gilt für den kriegsunwilligen Mainstream in westlichen Gesellschaften selbst, den es gar nicht gibt, eben weil er das Werk bezahlter Subversiver ist...
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

38412 Postings, 3857 Tage Anti LemmingUkraine "empfiehlt" EU Kündigung aller Gazprom-

 
  
    #29364
2
26.11.14 18:58
Verträge

Ukraine empfiehlt der EU Kündigung aller Verträge mit Gazprom

Die EU-Länder sollen einseitig alle Verträge mit Gazprom kündigen. So könne ein gemeinsamer freier Energiemarkt* zwischen der Ukraine und EU entstehen, so der Chef des staatlichen Gaskonzerns Naftogaz. Zudem fordert er die Slowakei auf, noch mehr russisches Gas in die Ukraine umzuleiten, obwohl die Verträge dies verbieten.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/...raege-mit-gazprom/

* "der freie Energiemarkt" ist jenes ukrainische Wirtschaftssubjekt, bei dem der Sohn von US-Vizepräsident Biden im Vorstand sitzt.

--------------

Der Artikel ist ein weiterer Beleg für meine These, dass es sich um einen Energiekrieg mit Russland handelt.


DWN:

Der Chef des staatlichen ukrainischen Gaskonzerns Naftogaz hat die EU-Länder zur einseitigen Änderung aller Gaslieferverträge mit Russland aufgefordert. ?Mit (dem russischen Gaskonzern) Gazprom zu verhandeln ist unrealistisch. Die Verträge müssen einseitig geändert werden?, sagte Naftogaz-Chef Andrij Kobolew in einem Interview der slowakischen Tageszeitung Pravda.

Anstelle bisher bestehender bilateraler Verträge von EU-Ländern mit Gazprom solle ein gemeinsamer Markt der EU inklusive der Ukraine entstehen, in dessen Rahmen Gas frei gehandelt werde.
 

9491 Postings, 2364 Tage FillorkillIhr beide Glückspilze wisst ja haargenau wer's war

 
  
    #29365
3
26.11.14 19:00
Ja, die beiden Falangisten haben wirklich Dussel, ne schnelle Mio nebenbei zu machen. Erst neulich haben sie den wasserdicht konstruierten Indizienbeweis (via Youtube) hier akribisch für uns beschämte Prorussen aufbereitet, die Natopresse hat einhellig die Korrektheit bestätigt und damit liegt bereits alles nötige vor. Bleibt nur noch, die Kohle bei Esch abzuholen. Der Markt hat das so gewollt !
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

14112 Postings, 3054 Tage Malko07#58: Wenn man den

 
  
    #29366
3
26.11.14 19:02
wirtschaftlichen Teil des EU-Assoziierungsvertrages (derjenige von vor dem Putsch - beim jetzigen ist der wirtschaftliche Teil noch nicht in Kraft) gelesen hat stellt man fest, dass faktisch Russland wirtschaftlich von der Ukraine abgeschnitten wird. Auch besteht in diesem Vertrag die Verpflichtung der Ukraine für die NATO-Mitgliedschaft zu sorgen (alles Standards dieses Vertrages und deshalb jetzt auch der Konflikt mit Serbien). Man sollte also nicht so naiv tun! Das Ergebnis ist bekannt - nicht wirklich überraschend!

Etliche Staaten, die als Abfallprodukt von der Sowjetunion entstanden sind (z.B. die Ukraine, Moldavien, Georgien, Armenien, ...) ist sich die Bevölkerung über ihre eigene Zukunft alles andere als einig. Große Teile drängen nach Westen, andere große Teile wollen die engen Beziehungen zu Russland beibehalten. Egal, ob der Westen oder Russland an diesen Staaten zerrt entsteht großes Leid und alles andere als eine friedliche Lage in der sich diese Staaten entwickeln könnten. Man muss sich mMn diesbezüglich mit Russland über eine Finnlandisierung dieser Gebiete einigen. Diese Staaten sollten politisch und militärisch neutral sein und Russland und die EU sollten die Probleme gemeinsam lösen die den gleichzeitigen wirtschaftlichen Beziehungen mit beiden Blöcken entgegen stehen. Eine EU-Mitgliedschaft braucht es dazu nicht. Mehrheitsentscheidungen zu den Außenbeziehungen bringen uns in diesen Staaten, die sich erst zu wirklichen Staaten über die Zeit entwickeln können, nicht weiter. Sie führen nur zu Verhältnissen wie in der Ukraine. In der Moldau kann man momentan diese Zerrissenheit im Wahlkampf schön beobachten.  

Estland und Lettland sollte endlich die Auflagen der EU und der Europäischen Menschenrechtskommission gegenüber ihrer russischen Minderheit erfüllen, ihnen die Staatsbürgerschaft zugestehen und Russisch als 2. Amtssprache anerkennen.

Wenn man allerdings hochgradig Geil auf einen großen kalten Krieg ist mit etlichen kleinen aber blutigen heißen Kriegen verlangt ist, man von Russland den Verzicht seiner eigenen Interessen und glaubt man ist unheimlich modern. In Wirklichkeit träumt man von der Pickelhaube.





 

10503 Postings, 4760 Tage lehnaHey-- Pickelhauben und Emanzipationsprozess...

 
  
    #29367
26.11.14 20:10
mal kurz beiseite.
Mal zur Realität:
Wir hatten 10 Plustage. Aktien sind beim Rudel wieder IN. Shorties spürten des Bullen hartes Horn....
ariva.de
 

5170 Postings, 2203 Tage daiphong"faktisch Russland wirtschaftlich von der Ukraine

 
  
    #29368
26.11.14 20:38
abgeschnitten wird"  Quatsch.

Selbst wenn hier alle plötzlich nur noch in Kategorien des Kriegs denken wollen: selbst de EU.-Mitglieder werden wirtschaftlich keineswegs von Russland abgeschnitten, ganz Im Gegenteil boomten diese Geschäfte regelrecht.

Auch nicht in der Rüstungsindustrie, wie die Gefechtsstände von Rheinmetall oder die französischen Mistral-Schiffe zeigen.
Und man sollte schon wissen, dass sogar die EU-Mitglieder Irland, Schweden, Finnland, Malta, Österreich NICHT der Nato angehören.

Umso weniger gilt das für eine Assoziation.

die Lüge vom großen Krieg gegen Russland erscheint manchem allerdings logischer  

1496 Postings, 520 Tage Wolfsblapropo Aufstand

 
  
    #29369
1
26.11.14 20:40
habt ihr denn den Aufstand der Parteien gegen unser Demokratieprinzip des Ein-Mann/Frau-eine Stimme-Grundsatzes mitbekommen?

Ich habe zumindest hier nichts darüber gelesen.

unsere Familienministerin hat doch vorgeschlagen, dass Familien pro Ehepartner eine Stimme mehr pro Kind bekommen.

Was das bedeutet?

Ich befürchte, dass damit ein neuer Grundsatz in die Demokratie eingeführt werden soll: Je wichtiger ein Mitglied für die Gesellschaft ist, desto mehr Stimmen soll dieses erhalten bzw. desto weniger soll die Stimme unwichtiger Mitglieder zählen. Was sind Milliardäre für die Gesellschaft wert? Was Politiker? Was kritische Denker?  

Das ist ein Angriff auf unsere Demokratie!

Eine Analyse in den Mainstream-Medien ist nicht annähernd zu finden.

 

5170 Postings, 2203 Tage daiphongHasss-Patsmelv erinnert sich

 
  
    #29370
26.11.14 20:53
gar nicht mehr daran,
dass nahezu alle russischen Theorien des Generalstabs wie der Medien bisher wiederlegt wurden, die hier mit viel Tumult begründet wurden?
Und dass ich wie Zap hier immer von einem zwar sehr plausibel belegten, aber keineswegs wasserdicht bewiesenem versehentlichen Abschuss durch Separatisten bzw. eine russische BUK-Besatzung sprachen?

Diesen Resch und seine Millionen kannst du die sonstwo hinstecken, Hasss-Patsmelv.  

5170 Postings, 2203 Tage daiphongDer nächste Lügner heißt natürlich Fill

 
  
    #29371
26.11.14 20:55
"Falangisten .... Erst neulich haben sie den wasserdicht konstruierten Indizienbeweis..."  

38412 Postings, 3857 Tage Anti Lemmingzum Öl-Krieg der Saudis

 
  
    #29372
26.11.14 21:01
der sich nicht nur gegen USA, sondern auch gegen Russland richtet:

www.ariva.de/forum/...SA-Baeren-Thread-283343?page=4561#jumppos114035  

5170 Postings, 2203 Tage daiphong#63 I wo, nur sozialistische Militärregimes

 
  
    #29373
26.11.14 21:20
und sozialistische Aufstände unter Roten Fahnen und Roten Armeen kann ein Fill akzeptieren.

Besonders, wenn russische Ultranationalisten, Urlauber und Geheimdienstler wieder mal fremde Völker befreien. Dann ist ihm sogar ein Massenmörder-Despot und Landesvernichter wie Assad wie ein guter Kumpel. Wahrscheinlich erfüllt der Omnipotenz-Wünsche, etwa so wie Putin. Es liegt wohl am Alter, dass so viele angebliche "Sozialisten  ;-o))" hier im Forum einen massiven Hang zu Despoten und Militärregimes fast aller Art zeigen.

Bürgerliche Aufstände sind hingegen immer unvollkommen... ;-o)  also peinlich, und dieses ganze Bunte ist sowieso schwul und amerikanisch, der übliche CIA halt.  

5170 Postings, 2203 Tage daiphongübrigens Freunde: "Nerven behalten!

 
  
    #29374
26.11.14 21:30
Nehmt Euch ein Beispiel an Putin!"
(Kicky #51)  

38412 Postings, 3857 Tage Anti LemmingDas prall-bunte bürgerliche Leben

 
  
    #29375
2
26.11.14 21:46
für Edelmann Daiphong:

www.bunte.de/royals  
Angehängte Grafik:
hc_1116.jpg (verkleinert auf 49%) vergrößern
hc_1116.jpg

38412 Postings, 3857 Tage Anti LemmingCarl Gustaf von Schweden verkauft seinen Ferrari

 
  
    #29376
2
26.11.14 22:00

5170 Postings, 2203 Tage daiphongdas gehört alles zur Freiheit dazu, werter AL

 
  
    #29377
26.11.14 22:04
Was du alles abschaffen wolltest,
weil du es nicht ansatzweise und noch nicht einmal in der Ahnung verstehst, ist hier gut bekannt. Und das ist sehr sehr viel.
Unglaublich viel, das riesige Spektrum fast aller Medien gehört schon mal dazu.
Fill hat oben dafür die brachial dämliche DDR - Medientheorie bereits abgeliefert. Zum Glück habt ihr keinerlei Chance.
 

5170 Postings, 2203 Tage daiphong#57 Malko, das ist eine glatte Lüge:

 
  
    #29378
26.11.14 22:32
"Auch besteht in diesem Vertrag die Verpflichtung der Ukraine für die NATO-Mitgliedschaft zu sorgen."


 

14112 Postings, 3054 Tage Malko07#29368: Wenn einem nichts mehr einfällt

 
  
    #29379
3
26.11.14 22:38
ist es Quatsch. Eine tolle Argumentation. Ansonsten soll man nicht so rumschwadronieren sondern sich der Mühe unterwerfen konkrete Dokumente selbst zu lesen - sie sind verfügbar. Klar gibt es "neutrale" Staaten in der EU. Hat allerdings nicht mit den heutigen EU-Assoziierungsverträgen zu tun. Manche können es nicht glauben aber die Entwicklung ist nicht stehen geblieben. Und wie war die Argumentation bei dem 2. EU-Assoziierungsvertrag (nach dem Putsch) bezüglich der Verschiebung des Wirtschaftsteil und der Weglassung des NATO-Beitrittsteil? Nach Aussagen unseres Außenministers soll die Zeit genutzt werden die Probleme einer Lösung zuzuführen welche Russland wirtschaftlich abgeschnitten hätten. Also unser Außenminister erzählt Quatsch und unser kalter Krieger liegt richtig?

Dass die EU-Staaten vorher fleißig Handel mit Russland getrieben haben, auch mit Waffen, ist bekannt. Auch ein Grund für die Disziplinierung dieser Staaten durch die USA. Und dieses ist bezüglich den Regierungen gut gelungen. Man erinnere sich nur an die anfänglichen Entrüstungen unserer Regierung bezüglich der NSA und wie sie zwischenzeitlich in Deckung gegangen ist. Die USA haben sie schön im Griff. Allerdings spielt damit die Bevölkerung noch lange nicht mit. Da sinkt die USA im Ansehen auf den tiefsten Stand seit den Fünfziger und hier halten nur noch 2 arme Kreaturen den Sternenbanner hoch, begeisterte Anhänger der Massenüberwachung. Demokratie wird eben nicht von allen geliebt.  

5170 Postings, 2203 Tage daiphongEuropa, Nato - Russland,

 
  
    #29380
26.11.14 22:45
mal die Versuche und Strukturen zur gesamteuropäischer Sicherheit und Zusammenarbeit studieren

Partnerschaft für den Frieden (Partnership for Peace; PfP)
Euro-Atlantische Partnerschaftsrat (EAPR) (Euro-Atlantic Partnership Council, EAPC
NATO-Russland-Rat 
 (NRR, engl.: Nato-Russia Council,
OSZE (
OSCE) Institutionen und Strukturen 
Europarat (
Council of Europe)


.....  

14112 Postings, 3054 Tage Malko07Der politischen Teil des

 
  
    #29381
1
26.11.14 22:47
EU-Assoziierungsvertrages regelt die Form des Verteidigungssektors. Wortwörtlich spricht man nicht von der Nato aber die geforderte Zusammenarbeit ist nur über die NATO möglich. Die Bundesregierung:

Die Charta über eine besondere Partnerschaft sei die Grundlage für die Arbeit der NATO-Ukraine-Kommission, unter deren Dach "eine weit verzweigte Struktur von Gremien, Mechanismen und Programmen" geschaffen worden sei.

 

5170 Postings, 2203 Tage daiphongDu erzählst gerne böse Märchen, Malko,

 
  
    #29382
26.11.14 23:06
wenn sie dir ins böse Bild passen.

Zum Militär sind ein paar Dinge mit Ukraine vereinbart worden, aber nicht das, was du behauptest, und eine ganze Menge wurde mit Russland vereinbart.

1997 z.B. die NATO-Russland-Grundakte, sie verbietet unter anderem der Nato die dauerhafte Stationierung von "substanziellen Kampftruppen" in den neuen Nato-Ländern in der Mitte und im Osten Europas.
Daran hat sich die Nato streng gehalten.
Trotzdem erzählst du sachlich völlig falsch von einer "Einkreisung" und einem "Angriff der Nato" auf Russland - grad als würdest du für eine Propaganda-Abteilung oder "Russland heute" arbeiten.
 

5170 Postings, 2203 Tage daiphongAssoziierungsabkommen Ukraine- EU auf Deutsch

 
  
    #29383
26.11.14 23:13

9491 Postings, 2364 Tage FillorkillMärchen

 
  
    #29384
27.11.14 01:05
Selbstverständlich fällt die Perspektive einer EU-Mitgliedschaft der Ukraine mit der Nato-Integration zusammen - bekanntlich gibt es keine militärisch 'neutralen' EU-Staaten. Hintergrund war, dass die von Bush favorisierte Nato-Option ohne EU-Assozierung seinerzeit nicht durchsetzbar war. Praktisch geht es nicht um Texte, sondern darum vertragliche wie physische Institutionen zu schaffen, die sukzessive aber irreversibel die Ukraine in die Nato-Sphäre transferieren...

Ob irgendwo substantiell Kampftruppen stationiert werden spielt dann keine Rolle, wenn die dafür notwendige Struktur und Infrastruktur bereits existiert, also binnen kurzen das entsprechende Gerät plus Bedienung aufgefahren werden kann. Dass die Ostausdehnung der Nato sich nicht gegen Russland richte ist ein Witz, insofern Obama dieses Land irgendwo zwischen Ebola und Islamischer Staat, also als explicites Target einordnet...

Anders als vielleicht Malko würde ich hingegen eine EU-Perspektive der Ukraine dann supporten, wenn es dafür einen breiten gesellschaftlichen Konsens ebenso gäbe wie einen spürbaren Move aus dem Land selbst heraus Richtung demokratischer Verfasstheit - beides ist bekanntlich nicht der Fall. Allerdings unter Rückabwicklung der spätestens seit 1990 entgleisten Nato-Geostrategie, die emanzipatorische Aufbrüche nicht nur wie zuletzt beim Euro-Maidan sabotiert, sondern auch den Westen als hässliche Fratze zeigt und damit als Entwurf diskreditiert...
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

5170 Postings, 2203 Tage daiphong"Nato...Obama...als explicites Target einordnet"

 
  
    #29385
27.11.14 02:27
Das ist eine äußerst leichtfertige und absurde Denk- und Redeweise, die in der Kneipe vielleicht ccol wirkt, aber nicht stimmt. Tatsächlich kann man gar nicht und will auch niemand Krieg gegen die geostrategische Atomweltmacht Russland führen, auch nicht die USA oder die Nato.
(New York, LA, Berlin, Paris, London, Moskau würden dann nicht mehr existieren)

Es geht in Europa umgekehrt darum, dass Russland seine militärische Macht nicht politisch ausspielt. Indem es Bedrohungsszenarien erfindet, aus denen heraus es gegen seine Nachbarn und auch ganz Europa  "legitimiert" aggressiv werden kann. Und sich etwa mit seiner Öl- und Atommacht im Rücken wieder eine "militärisch-politische Einflusssphäre in Europa" verschafft, in der andere Länder ihre Freiheit verlieren.
Das große erklärte Ziel in der russischen Öffentlichkeit wie auch der westlichen Gegen-Öffentlichkeit, die USA aus Europa zu vertreiben, ist immerhin ambitioniert.
Dazu wird das offizielle politische Europa wie auch die USA als potentiell faschistischer Aggressor, internationale Terror-Zentrale und Kriegstreiber "seines nächsten Weltkriegs" denunziert. Klingt besonders in deutschen Ohren cool, nach Anti-NSA-CIA, und höchstens auto-aggressiv und insofern scheinbar unschuldig. Ist tatsächlich aber eine äußerst leichtfertige, absurde, gefährliche Denk- und Redeweise.
 

9491 Postings, 2364 Tage Fillorkillmembership action plan

 
  
    #29386
27.11.14 02:47
Es geht seit Mitte der 90'er (Nato-Ukraine Charta) um die Nato-Option, die EU-Assoziierung ist insbesondere für Deutschland dafür Bedingung immer schon gewesen:

'...Infolge der Wahl Wiktor Juschtschenkos zum Präsidenten im Dezember 2004 verbesserten sich die Beziehungen der Ukraine zu den USA und zur NATO noch stärker als die Beziehungen zur EU. Im Februar und im April 2005 traf Juschtschenko den damaligen US-Präsidenten George W. Bush in den NATO-Hauptquartieren in Brüssel und Washington. Daraufhin wurde das Verhältnis im Mai 2005 offiziell zum Intensivierten Mitgliedschaftsdialog, der Vorstufe des MAP (Membership Action Plan) hinaufgesetzt...

Im Januar 2008, am Vorabend des NATO-Gipfels in Bukarest, bat die Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko gemeinsam mit Wiktor Juschtschenko und dem Parlamentssprecher Arsenij Jazenjuk die NATO um die Aufnahme in den MAP....Um seine Unterstützung zu unterstreichen, reiste Präsident Bush vor dem NATO-Gipfel nach Kiew. Außenministerin Condoleezza Rice schrieb in ihren Memoiren, "der ukrainische Präsident weinte beinah. ?Es wird eine Katastrophe, eine Tragödie, wenn wir den Aktionsplan nicht bekommen?, flehte er." Auf dem Gipfel bot die NATO weder Georgien noch der Ukraine einen MAP an, sondern verlegte sich auf einen Kompromiss zwischen denen, die einen Aktionsplan für die Ukraine befürworteten (v. a. die osteuropäischen Staaten, die USA, Großbritannien und einige andere) und denen, die sich dagegen aussprachen (u. a. Deutschland und Frankreich): die Ukraine und Georgien würden in Zukunft Mitglieder werden...

Sechs Faktoren beeinflussten den Antrag der Ukraine auf einen MAP in Bukarest zum Negativen. Erstens gab die politische Instabilität (wie im Jahr 2006) einigen westeuropäischen Skeptikern in der NATO Anlass, auf mangelnde Einheit innerhalb des reformorientierten Lagers hinzuweisen. Die US-Außenministerin berichtete, dass Deutschland sich gegen einen Aktionsplan für die Ukraine aussprach, weil "die ukrainische Regierungskoalition ein einziges Chaos" sei. Zweitens befürworteten nur ca. 25?% der ukrainischen Bevölkerung eine NATO-Mitgliedschaft. Besonders niedrig waren die Zustimmungsraten im von der Partei der Regionen dominierten Osten und Süden des Landes. Die Informationskampagne, die stärkere Unterstützung einer NATO-Mitgliedschaft einwerben sollte, war aus Sicht der US-Botschaft in Kiew "kraftlos und schwach organisiert" und hatte ein geringes Budget zur Verfügung, das zudem auf unsachgemäße Weise ausgegeben wurde. Drittens hatte George Bush im Jahr 2008 geringeren Einfluss innerhalb der NATO, da er sich in seinem letzten Amtsjahr befand und die optimistische Vorstellung, die Orange Revolution würde die Ukraine rasch in den Westen eingliedern, nur noch eine blasse Erinnerung war. Viertens führten anti-NATO- und antiamerikanische Demonstrationen auf der Krim dazu,...'

http://www.bpb.de/internationales/europa/ukraine/...iehungen-zur-nato  
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

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