Top-Foren

Forum Stunde Tag
Gesamt 64 206
Talk 21 117
Börse 40 73
Hot-Stocks 3 16
DAX 11 15

Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 2253
neuester Beitrag: 27.06.16 07:25
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 56317
neuester Beitrag: 27.06.16 07:25 von: Dreiklang Leser gesamt: 4382467
davon Heute: 958
bewertet mit 92 Sternen

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
2251 | 2252 | 2253 | 2253  Weiter  

20752 Postings, 4600 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
92
04.11.12 14:16

Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Beitrages, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 

 
Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
2251 | 2252 | 2253 | 2253  Weiter  
56291 Postings ausgeblendet.

42151 Postings, 6087 Tage KickyKrawallnacht in Berlin: Autos in Flammen, Randale

 
  
    #56293
2
26.06.16 20:15
die Autonomen....
http://www.tagesspiegel.de/berlin/...randale-in-wedding/13789134.html

Henkel sagte

"Ich bin überrascht, dass es bislang nur wenige politische Reaktionen auf die Straftaten der vergangenen Tage gibt. Wir brauchen eine breite Front gegen diese Anschläge. Wenn solche Angriffe von rechts kämen, wäre das Konsens. Das muss es aber auch jetzt sein.

das wird noch ein Thema im Wahlkampf Berlins  

19947 Postings, 2942 Tage FillorkillHaushaltskonsolidierung über exorbitante Zinsen er

 
  
    #56294
26.06.16 20:34
Öffentliche Haushalte konsolidieren anders als im Lehrbuch der Ordosekte behauptet nicht diskretionär aufgrund irgendeiner Disziplin oder einer finalen Schuldenbremse, sondern nur dann, wenn ein anderer identisch ins Defizit geht. Entsparen die Privaten fröhlich in der zyklischen Kreditsause, dreht der öffentliche Saldo auf pari oder sogar ins surplus, wie bei den Piigs (mit Ausnahme der Griechen) bis 2008 mustergültig der Fall - wobei sich das fröhliche Entsparen der Privaten typischerweise in einem Zinsanstieg (Kredit wird nachgefragt, also steigt sein Preis) niederschlägt.

Heute ist in der Eurozone das Gegenteil der Fall: Die Privaten sparen, also entspart die öffentliche Hand und eben dies drückt den Zins. Notenbanken spielen in diesen Verhältnissen bekanntlich keine (kausale) Rolle, wohl aber die Gemeinschaftswährung, die den Preis für Kredit nivelliert und regional verzerrt.  
-----------
we interface

42151 Postings, 6087 Tage KickyEU-Staaten wollen London mehr Zeit geben

 
  
    #56295
26.06.16 20:35

42151 Postings, 6087 Tage KickyJuncker will Brexit für Euro-Vollendung nutzen

 
  
    #56296
1
26.06.16 20:39
In der Europäischen Union soll es nur noch eine Währung geben: den Euro.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...lendung-nutzen-14309932.html

ja genau das war zu erwarten die politischen Eliten setzen sich über das hinweg, was die Mehrheir der Bevölkerung will :weniger Kompetenzen für die EU  

6511 Postings, 1217 Tage Canis AureusMigration: Das Letzte, was die EU jetzt braucht

 
  
    #56297
6
26.06.16 20:40
sind weitere Flüchtlinge oder neue Subventionsempfänger wie die Türkei!

Wenn diese EU also nicht innerhalb der nächsten Monate auseinanderfliegen möchte, müssen jetzt ganz andere Maßnahmen gegen Flüchtlinge zum Einsatz kommen!

Erst wenn das Migrationsproblem endgültig gelöst und jedwede Beitrittsverhandlung gestoppt wird, kann man die notwendigen Reformen angehen.

 

6511 Postings, 1217 Tage Canis AureusOrban: EU-Flüchtlingspolitik ist schuld am Brexit

 
  
    #56298
4
26.06.16 20:41

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hält die Flüchtlingskrise für den entscheidenden Faktor beim Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union. Die Briten seien mit der EU-Flüchtlingspolitik unzufrieden. Sie hätten eine Antwort auf die Frage gesucht, wie man die "moderne Völkerwanderung" aufhalten und wie sie "ihre Insel erhalten" könnten, sagte der rechtspopulistische Politiker in einem Interview des ungarischen Staatsrundfunks.

Man müsse die Entscheidung der Briten respektieren, denn jedes Volk habe das Recht, über das eigene Schicksal zu bestimmen. "Europa ist nur dann stark, wenn es auf so bedeutende Fragen wie die Einwanderung Antworten geben kann, die es nicht schwächen, sondern stärker machen. Diese Antworten hat die EU nicht gegeben, im Gegenteil", sagte Orban. ...

Orban: EU-Flüchtlingspolitik ist schuld am Brexit - FOCUS Online
Nach der Schließung der Balkanroute wagen immer mehr verzweifelte Flüchtlinge die gefährliche Reise über das Mittelmeer. Hunderte Menschen ertrinken dadurch pro Woche an Europas Außengrenze. Im Norden Griechenlands bilden sich wiederum neue Flüchtlingslager ? als Ersatz für das geschlossene Camp in I ...
 

44977 Postings, 4435 Tage Anti Lemming# 294

 
  
    #56299
1
26.06.16 20:47
linke Tasche, rechte Tasche, Maultasche.  

42151 Postings, 6087 Tage KickyNeo-Nationalisten sind keine Neonazis

 
  
    #56300
3
26.06.16 20:48
....Es gibt keinen Weltplan. Deshalb haut daneben, wer jetzt durch das Netz twittert, der Brexit sei der erste große Sieg für die Rückwärtsfraktion. Solch kecke Überheblichkeit trägt gerade dazu bei, dass die neuen Angst-, Wut- und Stimmbürger glauben, dass es heute darum geht, ?das Volk? gegen ?Eliten? zu verteidigen, die sich in gemeinsamer sogenannter Verantwortung in die Staatsapparate zurückgezogen und ihre Wähler sich selbst überlassen hätten, wie der Soziologe Wolfgang Streeck gerade in einem fulminanten Vortrag über ?Kapitalismus und Demokratie? mahnte. Wie viel Hochmut zeigt sich, wenn jetzt allerorten verächtlich über die ungebildete und überalterte englische und walisische Landbevölkerung und Arbeiterschaft hergezogen wird.
Wenn Linke so reden, dann offenbaren sie, was ihnen Demokratie, Volkssouveränität und die ?kleinen Leute? wert sind. ,,,,,,,

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...ll-verurteilen-14308246.html
 

1894 Postings, 947 Tage exactBrexit...

 
  
    #56301
1
26.06.16 21:57

Damit der Humor auch nicht zu kurz kommt...cool

"Keine Region in Großbritannien bekommt so viel Subventionen von der EU wie Cornwall. Doch die Region stimmte entschieden für den EU-Austritt. Jetzt fordert Cornwall Ersatz-Geld aus London...

?Vor der Abstimmung hat uns die 'Leave'-Kampagne versichert, dass eine Entscheidung für den Austritt nicht die EU-Zuschüsse betreffe, die Cornwall schon bekommen hat, und dass Cornwall künftig in Sachen Investitionen nicht schlechter dasteht?, heißt es jetzt in der Mitteilung. Und: ?Wir hoffen auf eine eilige Bestätigung von den Ministern, dass dies der Fall ist.?

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/subventionen-gefordert-cornwall-stimmt-fuer-brexit-und-will-jetzt-geld-14308009.html

 

8870 Postings, 2781 Tage daiphong#94 Fills lustige Weltformel:

 
  
    #56302
1
26.06.16 22:24

Man schneidet eine geschlossene Ökonomie in zwei Sektoren, und betrachtet die offene Forderung der einen Seite am Ende eines Zeitraums. Sie entspricht natürlich der offenen Verbindlichkeit der anderen.
Beispielsweise:
der Überschuss der Bäcker letzten Jahres entspricht in diesem Land dem Defizit der Nicht-Bäcker.

Bei Fill heißt das dann seit eh und je:
Der Überschuss der Privaten = Defizit der Öffentlichen

Voraussetzung:  
Die tatsächlichen Zahlungen und Leistungen spielen "keine Rolle"
Das Bankensystem samt Notenbank spielt  "keine Rolle"
Sämtliche Wertveränderungen "spielen keine Rolle"
Die gesamte restliche Welt spielt "keine Rolle"

"Private" sind nebenher sämtliche Unternehmen Konzerne, sämtliche Arbeiter, Banken, Kirchen, Ladenbesitzer, Versicherungen, Rentner, Bürger, Stiftungen, Arbeitslose....
"öffentliche" sind Städte, Länder, Bundesstaat, Rentenkassen....

 

8870 Postings, 2781 Tage daiphong#01 theoretisch sollte London

 
  
    #56303
26.06.16 22:57
über das EU-Geld für Cornwell nach dem Brexit nun selber verfügen. Die EU verschenkt in UK ja keinen einzigen Cent, den sie nicht selbst eingezahlt hätten. Insofern liegt der Humor noch auf Brexit-Seite. Cornwell tut aber sicher gut daran, sich jetzt schon laut zu positionieren und auf sein stolzes Brexit-Abstimmunsgergebnis zu verweisen.  Denn praktisch geht jetzt das allgemeine Hauen und Stechen um diese Brexit-Budgets los - die es durch die Währungsabwertung aber vielleicht auch gar nicht mehr gibt. Dann läge der Humor auf welcher Seite?  

8870 Postings, 2781 Tage daiphongwas ist denn da los in England?

 
  
    #56304
26.06.16 23:14

1894 Postings, 947 Tage exact@Fill

 
  
    #56305
1
26.06.16 23:40

zitat: "Heute ist in der Eurozone das Gegenteil der Fall: Die Privaten sparen, also entspart die öffentliche Hand und eben dies drückt den Zins. Notenbanken spielen in diesen Verhältnissen bekanntlich keine (kausale) Rolle, wohl aber die Gemeinschaftswährung"

Vielleicht sollte man sich erstmal einigen, über welche "Zinsen" man spricht. Ich bezog mich auf die Zinsen, die ein Staat für seine Schuldenaufnahme zur Haushaltsfinanzierung (Saatsanleihen) zahlt. Die grundsätzliche Idee Draghis, diversen "notleidenden Ländern", weiterhin günstige Zinsen zu sichern, anstatt sie Pleite gehen zu lassen, bzw. den "privaten" Kreditgebern Wucherzinsen zu ermöglichen, finde ich richtig. Dass dahinter natürlich auch eine "Rettung" der Kreditgeber steht, ist klar, aber eine Konsolidierung unter Niedrigzinsen fällt leichter, als zu hohen Zinsen. Dass "die EU" dafür ein Mitspracherecht bei gewissen Haushaltsentscheidungen jener Notleidenden verlangt, sehe ich auch noch ein. Schnürt man, wie im Falle Griechenland, einem Land durch asoziale Forderungen ( Kürzungen von Kleinst-Renten etc.) die Binnen-Luft gleich mit ab, und rettet überwiegend diverse Banken...stößt dies selbst dem IWF mittlerweile deutlich auf.

Gerade wir Deutschen ....haben die "heiligen Maastricht-Kriterien" schließlich zuerst gebrochen, (und brechen sie in puncto Verschuldungsquote eigentlich immernoch)...haben uns aber zur wirtschaftlichen Lokomotive mit ausgeglichenem Haushalt entwickelt. Nun ist unser Leistungsbilanzüberschuss innerhalb der EU allerdings das -Defizit anderer, für uns der Euro zu billig, für andere zu teuer....das alles auch Dank Euro und EU - und nicht nur wegen "unserer Tüchtigkeit". Also, einige ganz "knifflige" Angelegenheit, dat Janze.

..und wie sich zeigt, ....kein Fall für ein Referendum, sondern für Fachleute.

Tja, und da haben wir das nächste zentrale Problem. Unsere Politiker,... beraten von Fachleuten, die die meisten garnicht kennen, und schon garnicht deren "Vernetzungen". Hier muss wesentlich mehr Transparenz und öffentlicher Diskurs stattfinden: Der politische Vertrauensvorschuss: "meine Partei ist"... (diese, oder jene), "denen kann man vertrauen", auf dem sich letztlich alle Parteien bequem ausruhen konnten,... beginnt in (ebenso inkompetentes) Misstrauen umzuschlagen.

Also, wo wir jetzt schon die "Industrialisierung 4.0" angehen, sollte die Politik wenigstens mal langsam die "Demokratie 2.0" planen. Sonst gibt´s die bald nicht mehr. Wär doch schade. oder?


 

19947 Postings, 2942 Tage Fillorkilldu hast da schon dne richtigen riecher

 
  
    #56306
27.06.16 00:26
Man sagt ja nicht umsonst: Sie wissen nicht was sie tun, aber sie tuns. Die Phantasien, Verschwörungstheorien und Irrlehren über diese Produktionsweise und ihre Widersprüche sind jedoch in der Regel eine moralische Produktivkraft, insofern sie den Zyklus von Sause im Wechsel mit bekümmerten Aufräumarbeiten mit Leben und Sinn erfüllen. Ohne würden wohl nur die wenigstens morgens um 5.00 unter dem obligatorischen Genörgel zur Arbeit tackern und auch der Schatzbildner hätte vermutlich nur wenig Freude an seinem Fetisch. Das implizite Risiko dabei ist jedoch die Verlockung, diese Widersprüche barbarisch aufheben zu wollen und genau dieses Risiko wird aktuell explizit.

Und die Zinsen: Diese sind eine Funktion der privaten Kreditnachfrage, nicht der öffentlichen. Sie sind also auch keine Funktion eines ordentlichen Haushaltens, wie das Beispiel Japans sehr eindrucksvoll belegt. Sinkt die private Kreditnachfrage, sinken die Einnahmen der öffentlichen Hand, weil dies mit sinkender Investitions- und Konsumneigung der Privaten zusammenfällt. Gleichzeitig steigen eben deshalb die öffentlichen Ausgaben, was aufaddiert das öffentliche Schuldenproblem ergibt. .  
-----------
we interface

19947 Postings, 2942 Tage Fillorkillhier kannst du basics finden

 
  
    #56307
27.06.16 00:47

1894 Postings, 947 Tage exact@Dai

 
  
    #56308
27.06.16 00:50

"Die EU verschenkt in UK ja keinen einzigen Cent, den sie nicht selbst eingezahlt hätten"

Du meinst, weil sie "Nettozahler" sind? Wegen dieses buchhalterischen Missverständnisses denken ja viele Deutsche auch, uns hat die EU-Mitgliedschaft "geschadet", weil wir ja "Nettozahler" sind.

Is aber nicht so...sondern im Gegentum!

 

1894 Postings, 947 Tage exact@fill

 
  
    #56309
27.06.16 00:52
#56307
thx...werde ich mir später mal anschauen.  

6399 Postings, 1636 Tage Zanoni1#302 Gibt da noch viele weitere

 
  
    #56310
1
27.06.16 01:00
kuriose Voraussetzungen und Vernachlässigungen in Fill's Modellen, die m.E. entweder ganz bewußt so weit von ihm vereinfacht werden, dass sie einfach falsch werden, oder tatsächlich nur halb von ihm verstanden, dafür dann aber umso selbstbewußter vorgetragen werden.



 

6399 Postings, 1636 Tage Zanoni1Reihe Ökonomie für Milchmädchen

 
  
    #56311
2
27.06.16 01:03
oder Das 1. Buch Fill 4. Psalm:

"Öffentliche Haushalte konsolidieren anders als im Lehrbuch der Ordosekte behauptet nicht diskretionär aufgrund irgendeiner Disziplin oder einer finalen Schuldenbremse, sondern nur dann, wenn ein anderer identisch ins Defizit geht."


Dies könnte als Annahme allenfalls dann richtig sein, wenn alle anderen Haushalte auf der Welt über 0 Guthaben verfügen würden (...oder sogar ebenfalls über eine negative Bilanz -  nur der Vollständigkeit halber angemerkt) und daher überall erst einmal Schulden aufgenommen werden müssten, um Investieren oder konsumieren zu können, was natürlich Unsinn ist.
Die Defizite der einen bedeuten ja notgedrungen, dass anderswo auch Überschüsse aufgelaufen sind!

Um diese Reinvestition oder die Rekonsumtion der Überschüsse der Anderen muss man sich als Volkswirtschaft eben bemühen, wenn man seine hohen Defizite und die Verschuldung als solche bei gleichzeitigem Sparen der Privaten verringern möchte ohne die Steuern zu erhöhen, nicht mehr und nicht weniger.

Es ist im Kleinen wie im Großen im übrigen ein Kernelement jeder wirtschaftlichen Unternehmung, darauf abzuzielen, dass andere ihre Überschüsse bei einem verkonsumieren oder investieren. Da ist nun nichts originelles, ausgefallenes oder absonderliches dran und auch nichts unanständiges.

Anders kommt ein nachhaltiger Wirtschaftskreislauf nunmal nicht zu Stande.
Man kann nicht fortlaufend negative Handelsbilanzen produzieren, ohne dass sich im Laufe der Zeit erhebliche Schieflagen und Stabilitätsrisiken ergeben.




 

1894 Postings, 947 Tage exact@fill

 
  
    #56312
27.06.16 01:07

#56307

Wie jetzt, ist da alles...die Flassbeck-Startseite?

Danke, er wird sich sicher darüber freuen.cool

 

42151 Postings, 6087 Tage KickyRajoy ist der Verlierer der Wahl

 
  
    #56313
27.06.16 01:33
Will es nur nicht wahrhaben: Rajoy ist der Verlierer der Wahl

Einer kann sich als Sieger sehen: Pablo Iglesias, Gründer und Chef der Linkspartei Podemos. Er ist an den Sozialisten vorbeigezogen. Und nicht nur das. Mit der PSOE könnte es für eine Mehrheit im Parlament reichen. Und dann wäre da noch Mariano Rajoy, der amtierende Ministerpräsident. Seine Volkspartei ist schon wieder stärkste Kraft, im letzten Moment noch befeuert vom Brexit. Er ist nicht davon abzubringen, dass ohne ihn in Spanien nichts geht. Das Gegenteil ist wahr: Sollte eine Alternative zum Linksbündnis zustande kommen, etwa eine Große Koalition, ist sie nur denkbar ohne Rajoy, ......

http://www.badische-zeitung.de/kommentare-1/...ierung--123546646.html

das dürfte ja vielen Politikern in der Eu wie Schulz und Juncker schon gar nicht schmecken,,sie werden eine Drohkulisse aufbauen, um ei n Referendum zu verhindern  

19947 Postings, 2942 Tage FillorkillWie jetzt, ist da alles

 
  
    #56314
27.06.16 01:39
versteh ich nicht, versuch es mal in einfachen worten
-----------
we interface

19947 Postings, 2942 Tage Fillorkillsie habens vielleicht mal gelearnt,

 
  
    #56315
27.06.16 02:02
glauben aber, es hat mit der Realität nichts weiter zu tun: Y = C + I + G + (X ? M). Entscheidet ein Sektor, zb G, diskretionär sein Budget zu kürzen, muss damit er die erhoffte Ersparnis auch realisieren kann, ein anderer Sektor sein Budget identisch erhöhen. Simpelste Logik und dennoch wird die Phantasie gelebt, als sei Ersparnis das Resultat des guten Willens eines Finanzministers, der 'seine Hausaufgaben' gemacht habe. .

-----------
we interface

6399 Postings, 1636 Tage Zanoni1Meinen Einwand oben hast Du jedenfalls

 
  
    #56316
1
27.06.16 03:49
offenbar nicht wirklich verstanden. Du redest zumindest daran vorbei.
Dennoch bleibe ich gespannt, ob der Groschen vielleicht doch noch mal irgendwann etwas weiter fällt.

Eine Regierung könnte z.B. auch versuchen, Investitionshemnisse für  ausländische Investoren abzubauen, einen günstigen institutionellen Rahmen mit effizienten Verwaltungsstrukturen, niedriger Korruption und einem hohen Maß an Rechtsstaatlichkeit zu bieten. Es könnte eine unternehmensfreundliche Politik verfolgen. Es könnte alle möglichen als geeignet erscheinenden Schritte unternehmen, Mittelzuflüsse aus dem Ausland zu fördern, etc.etc.
...um nur mal ein paar allgemeine Grundsatzüberlegungen zu formulieren.

Wenn das Verschuldungsniveau einen Stand erreicht hat, bei dem die Stabilität bereits als gefährdet erscheint, kann es geradezu kontraproduktiv sein, den Einbruch bei den Privaten durch eine schuldenfinzierte Erhöhung der staatlichen Nachfrage kompensieren zu wollen. Vor allem wenn damit am Ende nur Aussenbilanzdefizite weiter finanziert würden, also der Stimulus über weitere Importe ins Ausland abwanderte.

Man unternähme in diesem konkreten Fall, dann sogar das Gegenteil dessen, was sinnvoll wäre. Man würde sich hier nicht darum bemühen, dass abgeflosssene Mittel aus dem Ausland wieder zurückflössen, sondern man sorgte sogar noch für weitere Abflüssse, auf der Grundlage einer Inkaufnahme von weiteren Stabilitätsrisiken, die mit einer in diesem Falle nicht nur real sondern auch nominal immer weiter ausufernden Verschuldung einhergingen.

Bei dem Fall, von dem ich hier spreche, übersetzt sich eine Erhöhung der Staatsausagen G also in einer daraus gleichzeitig erfolgenden Erhöhung der Importe M, so dass sich Y seinerseits eben gar nicht nennenswert dadurch erhöhte, während G und M jedoch weiter anstiegen.
Stabilitätsrisiken, die von einer übermäßigen Erhöhung von G erfolgen, werden durch das Modell indessen systematisch gar nicht erfasst, was durchaus problematisch zu sehen ist.

Wenn sich hier Probleme ergeben während Konsum C und Investment I der Privatwirtschaft gerade zurückgehen, ist es am besten, wenn man sich darauf konzentrieren würde, nach Möglichkeit X zu erhöhen und M zu verringern. Wobei man sich hier nicht mit Importen und Exporten sondern vielmehr insgesamt mit Mittelzu- und abflüssen beschäftigen sollte.
Hierfür bedürfte es dann allerdings im Schwerpunkt einer angebotsorientierten und weniger einer nachfrageorientierten Politik, die dann auch an der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität arbeitet.
Zudem vergisst Du dann auch, dass es bei manchen Ländern aufgrund der Problematik bei der Schuldentragfähigkeit gerade vorrangig darum ging, G zu reduzieren und erst dahinter natürlich auch um eine Erhöhung von Y.

Was indessen richtig ist, dass es auch nicht hilft, einfach nur G zu reduzieren, wenn C und I ebenfalls eingebrochen sind, und man sich gleichzeitig nur unzureichend mit X und M beschäftigt.

In dem hier angesprochenen Fall, dass eine Erhöhung von G über eine damit weitgehend korrelierende Erhöhung von M nur wieder abflösse, so kann man zwar darüber diskutieren was hier wohl die schlechteste Lösung und was wohl die zweitschlechteste Lösung wäre.
Die beste wäre jedoch sicher eine Verbesserung des Verhältnisses X - M über eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, was für manche Länder innerhalb der Gemeinschaftswährung m.E. ein deutlich schwierigeres Unterfangen, ist als es das mit einer eigenen Währung wäre.

Auch dies sind übrigens alles Überlegungen die sich im weitesten Sinne auch aus den Parametern Deines IS-XM- Modelles gewinnen ließen.

Bei dem was Du simpleste Logik nennst ziehst du dann doch einige sehr vorschnelle Schlüsse, die sich mit dem Modell zwar als Möglichkeit modellieren lassen, sich angesichts der flexiblen Zusammenhänge der einzelnen Größen auf- und untereiander z.B. die Wirkung von Staatsausgaben, Investitionen oder Konsum auf Import und Export. nicht zwangsläufig so ergeben.

Auch der Ricardo Effekt ließe sich übrigens im Rahmen dieser Gleichung modellieren (und zwar sogar unabhängig davon ob diese Figur richtig ist oder nicht!) In solch einem Fall würden sich C + I bei einer Erhöhung von G systematisch mit hoher Korrelation verringern, so dass sich Y am Ende nicht groß verändern würde.

Du behandelst die einzelnen Größen bei Deinen Annahmen implizit als Konstanten, was dann natürlich im Modell dazu führt, dass sich Y bei einer Erhöhung von G ebenfalls immer entsprechend erhöhen muss. Interaktionen bei denen die Veränderung der einen Variable jedoch zu einer  gegenläufigen Veränderung einer anderen Variable führen kann, die das ganze wieder neutralisiert, lässt Du dabei jedoch außen vor und dadurch werden Deine Folgerungen, die Du als zwingend betrachtest, logisch am Ende inkonsistent und unzutreffend.
 

3784 Postings, 2780 Tage DreiklangSehr guter Beitrag, Zanoni (#316)

 
  
    #56317
27.06.16 07:25
du hast es verstanden. Wobei noch anzufügen wäre, dass für ein produktives Investment noch das   Abwertungspotenzial der Währung einzubeziehen wäre. Venezuela wäre somit ein Traumziel von Investoren (das Abwertungspotenzial der Währung wurde nachgewiesen), jedoch in Venezuela Eine Regierung könnte z.B. auch versuchen, Investitionshemnisse für  ausländische Investoren abzubauen, einen günstigen institutionellen Rahmen mit effizienten Verwaltungsstrukturen, niedriger Korruption und einem hohen Maß an Rechtsstaatlichkeit zu bieten. Es könnte eine unternehmensfreundliche Politik verfolgen. Es könnte alle möglichen als geeignet erscheinenden Schritte unternehmen, Mittelzuflüsse aus dem Ausland zu fördern, etc.etc.
...um nur mal ein paar allgemeine Grundsatzüberlegungen zu formulieren.


mangelt es an allem anderen. Korruption dürfte in Venezuela maximiert sein, die Rechtssicherheit hingegen minimiert.
Zum Abwertungspotenzial noch:
Wenn das Verschuldungsniveau einen Stand erreicht hat, bei dem die Stabilität bereits als gefährdet erscheint, kann es geradezu kontraproduktiv sein, den Einbruch bei den Privaten durch eine schuldenfinzierte Erhöhung der staatlichen Nachfrage kompensieren zu wollen. Vor allem wenn damit am Ende nur Aussenbilanzdefizite weiter finanziert würden, also der Stimulus über weitere Importe ins Ausland abwanderte.

Wenn Aussenbilanzdefizite monetär, d.h. von außen, gestützt werden, dann wirkt dies wie eine Verbilligung von Importen und stört damit die im Inland befindlichen Standorte. Tatsächlich wird der Stimulus fehlgeleitet (er  geht in das Ausland). Er geht dahin, wohin er nicht gehen soll. (Das Euro-System systematisiert dieses Vorgehen).

Das Abwertungspotenzial stabilisiert letztlich Volkswirtschaften und sorgt für die Bestands-Sicherheit der Investition. Das erklärt zum Beispiel, warum das Potenzialwachstum für die Staaten der Ost-Erweiterung der EU in den letzten 15 Jahren positiv blieb, während es für (fast) alle Staaten im neuen Euro-System negativ wurde.




 

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
2251 | 2252 | 2253 | 2253  Weiter  
   Antwort einfügen - nach oben