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Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 4756
neuester Beitrag: 31.07.15 23:29
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 118884
neuester Beitrag: 31.07.15 23:29 von: skues Leser gesamt: 9753922
davon Heute: 923
bewertet mit 425 Sternen

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41323 Postings, 4104 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
425
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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118858 Postings ausgeblendet.

41323 Postings, 4104 Tage Anti LemmingWindows 10 ist sehr gelungen

 
  
    #118860
6
30.07.15 18:28
und läuft bei mir jetzt auf zwei neueren Desktop-PCs und einem HP-Notebook 350 G1.

Ich habe in allen drei Fällen online von "Win 8.1 pro 64" upgedatet.

Zweimal schlug das Windows-10-Update im ersten Versuch fehl. Auf einem Rechner war das System  so "zerschossen", dass ich die alte Win-8.1-Installation, die ich zuvor mit dem Paragon HD-Manager auf einer externen Festplatte abgesichert hatte, "zurück-clonen" musste. Beim 2. Mal hat dann auch bei dem Rechner geklappt.

Insgesamt bin ich mit Windows 10 pro 64 sehr zufrieden, zumal es das Update für Nutzer mit registriertem Win 7 oder 8 gratis gab. Windows 10 läuft schneller als Win 8.1 und Win7, vermutlich weil der Kernel abgespeckt wurde, damit auch Smartphones damit klar kommen. Vor dem Update ist ein gründliches Backup Pflicht!
 

36330 Postings, 5756 Tage KickyDie Finanzkrise in Südamerika 2015

 
  
    #118861
2
30.07.15 18:37
Derzeit werden die Südamerikanischen Länder zerrieben zwischen dem Kollps der Rohstoffpreise und dem stark steigenden Dollar. Während der guten Zeiten haben die Länder sich total verschuldet grösstenteils in amerikanischen Dollar .Jetzt brauchen sie viel mehr Geld um die Zinsen und Rückzahlungen zu leisten.Gleichzeitig sind die Rohstoffe weniger gefragt.Deswegen fallen die südamerikanischen Staaten gerade in eine volle Finanzkrise ,die Jahre voller Schmerzen bringen werden. Ähnlich war es schon mal in den 80ern. Jetzt ist zu erwarten,dass Brasilien demnächst auf Junkstatus abgestuft wird
http://etfdailynews.com/2015/07/30/...rican-financial-crisis-of-2015/

   Brazil?s real plummeted to a 12-year low of 3.34 to the dollar, reflecting the country?s heavy reliance on exports of iron ore and other raw materials to China.

   The devaluation tightens the noose on Brazilian companies saddled with $188bn in dollar debt taken out during the glory days of the commodity boom. The oil group Petrobras alone raised $52bn on the US bond markets.
Today, Brazil has the 7th largest economy on the entire planet.
So a major financial crisis in Brazil would be extremely significant.
It is being projected that Brazilian government debt will soon be reduced to junk status, Brazilian stocks have already entered ?correction territory?, and economic forecasters say that the Brazilian economy is heading into its worst recession in at least 25 years?

Und Venezuela wird in Kürze pleite gehen, die Inflation beträgt 68,5% "They may get over the October payments but nobody?s thinking they?ll get over the 2016 payments."Venezuela and its state oil company have about $5.6 billion in bond payments due in the last three months of this year and about $10 billion in 2016,...
http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-07-27/...e-default-in-16?

 

10698 Postings, 1639 Tage zaphod42@AL

 
  
    #118862
30.07.15 18:54
Wie sieht es mit den Datenschutzeinstellungen aus?

Wieviel schneller läuft es gefühlt? Die Programme scheinen ja kaum schneller zu werden: http://www.cnet.com/news/windows-10-performance-numbers-story/

 

10698 Postings, 1639 Tage zaphod42Ich werde es übrigens

 
  
    #118863
30.07.15 18:57
komplett neu aufsetzen, dafür muss man aber leider wohl erst einmal updaten.  

41323 Postings, 4104 Tage Anti LemmingDatenschutz und Grundeinstellungen

 
  
    #118864
2
30.07.15 22:32
Ich habe bei der Grundinstallation immer "Custom" als Einstellung gewählt und alle Optionen (Fehlerberichterstattung, Fotos für Werbung verwenden, Standort-Kontrolle usw.) per Schiebebutton abgewählt. Cloud benutze ich nur bei Google, und ohnehin nur mit Dokumenten, die ich auch sonst frei ins Netz stellen würde.

Das Tempo von Win 10 ist messtechnisch geringfügig höher (vielleicht 1 %), aber das System läuft flott ohne "Hakler". Hab nach Win 8.1 nicht das Gefühl, mich tempo-mäßig zu verschlechtern. Inzwischen ist alles auf drei Rechnern eingerichtet und abgesichert, hat fast den ganzen Tag gekostet.  

10698 Postings, 1639 Tage zaphod42ok

 
  
    #118865
1
30.07.15 22:55
danke für die Info. Ich warte wegen der Zero-Day-Patches noch ein paar Wochen ab und grade dann auch Rechner für Rechner up, allerdings mit Neuinstallationen, das ist sauberer und muss eh mal wieder sein.  

41323 Postings, 4104 Tage Anti LemmingRechtliche Besonderheiten Windows 10

 
  
    #118866
3
31.07.15 08:05
Bei Win 7/8/8.1 erwirbt der Nutzer eine personalisierte Nutzer-Lizenz. Er kann die Hardware beliebig oft wechseln und das System jeweils neu installieren. Er muss es nur jeweils neu aktivieren (evtl. telefonisch), wobei er verpflichtet ist, die Version auf der alten Hardware löschen.

Bei Win10 hingegen ist die Lizenz an die Hardware gebunden. Wenn ich z. B. in einem Jahr ein neues Mainboard kaufe (ich baue meine Rechner seit 2002 selber), dann muss ich eine neue Windows 10 Lizenz für diese neue Hardware kaufen.

Das "Gratis-Update" auf Win 10 hat daher den Pferdefuß, dass man sich obige rechtliche Nachteile einhandelt. Man kann allerdings im Prinzip das alte Win8.1 noch etliche Jahre lang weiter jeweils neu installieren und aktivieren, weil die alte Lizenz weiterhin personengebunden gültig bleibt.

Bis Juni 2016 besteht die Umgehung der obigen Einschränkung darin, erst Windows 8.1 auf neuer Hardware zu installieren und zu aktivieren (was möglich bleibt) und diese Aktivierung dann via Win-10-Update auf Win-10 zu portieren. Ab Juli 2016 geht das jedoch nicht mehr, weil die einjährige Übergangsperiode endet.

Microsoft registiert in einer Datenbank, auf welcher Hardware der User Windows 10 installiert und aktiviert hat. Ist dies einmal erfolgt, kann der User Windows 10 auf dieser Hardware auch neu ("clean") installieren, und Microsoft aktiviert sie dann automatisch. Das ist ein Vorteil der hardwarebezogenen Aktivierung.

Da ich ein Hardware-Freak bin und im Schnitt alle 18 Monate die Hardware (Mainboard, CPU, evtl. auch RAM) wechsle, ist die neue Lösung unter Windows 10 für mich "teurer". Man sollte sich durch das Gratis-Update daher nicht blenden lassen.

Große Unterschiede zur Clean-Installation gibt es übrigens nicht, weil sich Windows 10 und Windows 8.1 im "Kern" sehr ähnlich sind. Man könnte Win 10 auch als eine Art "Servicepack 2" für Windows 8 bezeichnen, also als Windows 8.2. Doch das will Microsoft deshalb nicht, weil Win8 ein sehr schlechtes Image in der Community hat ("nervige Kacheln").

So war es schon bei Windows 7. Windows 7 ist im Prinzip ein inoffizielles "Servicepack 3" des unbeliebten (weil störanfälligen) Vista. Aus Marketing-Gründen wurde es dann Windows 7 genannt, weil das Vista-Image so ramponiert war.

Geändert hat sich bei Win10 vor allem das Vertriebskonzept. Softie will damit "Windows as a service" einführen - ähnlich dem Mietprinzip von Office 365. Windows 10 wird es also im Prinzip "ewig" weiter geben, wobei Neuerungen regelmäßig durch teils kostenpflichtige Update eingebaut werden.  

36330 Postings, 5756 Tage KickyAllianz der nationalen Bewegungen wird GR rächen ?

 
  
    #118867
2
31.07.15 09:19
http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/...nge-Greek-defeat.html
Ambrose Evans-Pritchard
Für den Anführer der Podemos Bewegung ist die Lektion aus Griechenland ,dass revolutionäre Kräfte eine eiserne Faust zeigen müssen.

Derzeit klagt der Staatsanwalt in Griechenland Varoufakis an, weil er so kühn war einen Plan B zu entwickeln für den Fall , dass es zum Grexit komme. Es ist schwer zu sehen wie eine Finanzunion, die zusammengehalten wird durch Richter und Furcht, eine Zukunft haben kann in den alten europäischen Staaten. Die Kriminalisierung jeglicher Grexitdiskussion schliesst die Möglichkeit der Rückkehr zur Drachme aus , obwohl die Wahrscheinlichkeit gross ist, dass das neue Hilfspaket nicht reichen wird und der Weg des Exits innerhalb eines Jahres bereits vorgegeben ist.

Die Anklage beinhaltet Pflichtverletzung, Verletzung geltender Gesetze und Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation sowie Verletzun von Datenschutz durch Hacking in das griechische Steuersystem.Es ist nichts anderes als der Versuch Varoufakis zu zerstören falls er je die Idee hat, wieder Politiker zu werden.
Der Plan B war von Beginn an gebilligt von Premierminister Tsipras
Er basierte auf dem IOU Sytem,das Kalifornien benutzt hatte (und das auch Schäuble im Sinn  hatte) Varoufakis Absicht war, die Wirtschaft wieder anzukurbeln innerhalb der Eurozone , nicht sie zu verlassen, aber das hätte auch sofort in die neue Drachme gewechselt werden können.

Pablo Iglesisas , der Mann mit dem Pferdeschwanz, hat seine eigenen Schlussforderungen daraus gezogen. Die Lektion ist, dass man Stärke zeigen muss . Die Art und Weise wie man die linke Regierung in Griechenland behandelt hat, hat auch die nationalen Bewegungen in anderen Ländern erschüttert. Podemos ist auf 17% abgesunken und hat die führende Stelle verloren....

Speaking to the Left, prof Galbraith said Spanish voters should not delude themselves that they would secure better terms merely because their country is bigger. The creditors have shown themselves to be fanatically rigid, insisting on the exact terms of their Memorandum regardless of economic science and common sense.  For Spain, there would be the same sudden-stop in capital flows from EMU banks, leading to the same liquidity rationing by the ECB, the same internal bank-run, ending in the same "death spiral".

Personally, I doubt that radicals will sweep Spain (or Portugal) in elections later this year. It is too soon.

 

36330 Postings, 5756 Tage KickyItalien ist anders Grillo mit Plan B

 
  
    #118868
2
31.07.15 09:38
Hier gibt es keine Erholung.Output ist noch immer 11% unter Prelehmann auf dem Niveau von 2010. Das rührt aus der unwiderruflich verlorenen Wettbewerbsfähigkeit in den frühen Jahren der EMU

Stefano Fassina, der Ex-deputy Finazminister in der regierenden Democratic Partei von  Matteo Renzi, schlägt bereits eine kontrollierte Desintegration der Eurozone vor, um  von den Fesseln des Neoliberalen Merkantilismus ,der von Deutschland verhängt wird, wegzukommen. Wir stehen an einer historischen Wasserscheide sagte er. Dank Syriza und den Griechen wurde der Schleier von der europäischen Rhetorik gerissen.
In einem Rückfall in die Spürache des Guerillakrieges ruft Fassino zu einer Allianz der nationalen Befreiungsfronten der Linken auf in Übereinstimmung mit den Parteien der  demokratischen Rechten

Auch Beppo Grillo ist noch immer eine führende Macht mit seiner 5 Sterne-Partei und stimmt in den gleichen Tenor ein über Italiens Euro-Mitgliedschaft.Abgestossen durch die Entwicklungen in GR  hat er einen vollen Plan B entwickelt für die Rückkehr zur Lira

The lesson for Italy - he argues - is that it must draw up its own battle lines to prevent neo-colonial occupation and seizure of its national assets. It must take the fight pre-emptively to the creditors and force an exit from the euro on Italian terms.

This ideological rearmament is the unintended result of the eurozone's refusal to seek any modus vivendi with Syriza even where there was plenty of common ground. They were so determined to chastise Greece for lese majeste that they completely lost sight of the greater European interest.

Donald Tusk, the EU president, concedes that a pre-revolutionary mood is taking hold across much of Europe, comparing it to the Left-Right alliances of the late 1930s. ?It was always the same game before the biggest tragedies in our European history," he told the Financial Times....

So we now have a Europe where the political temperature is rising to boiling point: where the EMU elites are refusing to shift course; and where mischievous lawyers are concocting criminal charges against anybody daring to explore a way out of the trap.

This is a recipe for a European civil war.

http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/...nge-Greek-defeat.html

 

36330 Postings, 5756 Tage KickyGriech.Krise escaliert IMF hält Gelder zurück

 
  
    #118869
2
31.07.15 09:43
http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/...ew-bail-out-deal.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/...rmen-13727331.html
Der Fonds macht beim dritten Hilfspaket für Griechenland vorerst nicht mit. Er setzt die europäischen Gläubiger unter Druck. Der IWF macht weitere Hilfen für Griechenland von einer Vereinbarung zwischen der Regierung in Athen und den europäischen Partnern über die Schuldentragfähigkeit abhängig. ....  

41323 Postings, 4104 Tage Anti LemmingChinas SSE sinkt erneut

 
  
    #118870
1
31.07.15 09:50
Nach dem gestrigen Dead Cat Bounce geht es weiter gen Süden.

Das bisherige Jahres-Tief vom 10. Juli lag bei bei 3400; dort verläuft auch die 200-Tage-Linie (daily).

Aktuell notiert der SSE noch ca. 260 Punkte (= ca. 8 %) über dem Tief vom 10. Juli.

Anfang Juni hatte der SSE bei knapp 5200 sein bisheriges Jahreshoch erreicht. Der aktuelle Stand von 3663 liegt rund 30 % unter dem Jahreshoch und ist damit im "Bear-Territory".
 
Angehängte Grafik:
hc_242.jpg (verkleinert auf 46%) vergrößern
hc_242.jpg

41323 Postings, 4104 Tage Anti Lemming# 869

 
  
    #118871
3
31.07.15 10:02
Das heißt im Klartext: Der IWF will nur weiter "helfen", wenn Europa die Maastricht-Stabilitätskriterien über Bord wirft und via Teilschulden-Erlass (für die Griechen) sukzessive eine Transferunion einführt.

Das politische Ziel des IWF ist, Europa in Zwietracht zu stürzen (hier:
"ewige" Streits über Transferzahlungen) und den Euro damit zu zerstören.


-----------------------------

In der Ukraine machte der IWF die Kreditvergabe davon abhängig, dass Poroschenko im Osten des Landes "für Ruhe und Ordnung" sorgt - sprich: die Ostukraine militärisch angreift. Um den nötigen Vorwand dafür zu schafffen, verbot Poroschenko Russisch als Amtssprache. Die Ostukraine setzte sich dagegen erwartungsgemäß zur Wehr, und Poroschenko bekam einen Vorwand, militärisch in die Ostukraine vorzudringen. Es gab also Geld gegen Krieg.

Das politische Ziel des IWF war auch hier, Europa in Zwietracht zu stürzen (hier sogar militärischer Krieg) und die Gemeinschaft zu zerstören, ebenso das zuvor gute wirtschaftliche Verhältnis Europas zu Russland.
 

41323 Postings, 4104 Tage Anti LemmingDas große Paradoxon

 
  
    #118872
1
31.07.15 10:06
ist, dass die Linken

1. über den IWF-Vorschlag eines Schuldenerlasses für die Griechen "begeistert" sind, aber

2. die IWF-Politik in der Ukraine als Kriegstreiberei erkennen und entsprechend verurteilen.

Sie übersehen dabei, dass der IWF in beiden Fällen die gleichen Europa-feindlichen Grundsatzinteressen (im letzten Posting unterstrichen) verfolgt.  

41323 Postings, 4104 Tage Anti Lemming"Never fight the Fed"?

 
  
    #118873
2
31.07.15 10:50
www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/...ie-auf-die-notenbank/12086050.html

In den Finanzmärkten gibt es die Regel "Never bet against the Fed" - wette niemals gegen die Notenbanken. Geboren aus der Gewissheit, dass die Notenbanken über unbegrenzte Feuerkraft verfügen. Aber das ist eine Illusion.

Nicht nur das. Banken, Spekulanten und Investoren konnten sich immer darauf verlassen, dass sie im Zweifel rausgehauen werden. ?Greenspan-Put? hieß dies zunächst, mittlerweile sind wir beim Yellen- und Draghi-Put. Nur so lassen sich angesichts der ungelösten Schuldenkrise und der objektiven Überschuldung von Ländern wie Portugal die rekordtiefen Zinsen erklären.

Die Märkte vertrauen darauf, dass man mit immer mehr und immer billigerem Geld Probleme zwar nicht lösen, aber zumindest unter Kontrolle halten kann.

Solche Gewissheiten zu haben, ist natürlich für alle Marktteilnehmer praktisch. Alleine ihre Existenz reicht, damit der erwartete Effekt eintritt. Kündigt die Fed oder die EZB eine bestimmte Maßnahme an, so reagieren die Märkte sofort entsprechend, bevor mit der Umsetzung überhaupt begonnen wurde. Schön zu beobachten  war das beim Programm des ?Quantitative Easing? der EZB, wo die Effekte ? sinkende Zinsen ? schon in Erwartung des Programmes eingetreten sind. Im Extremfall muss die Notenbank gar nichts machen, es genügt schon das Versprechen, ?whatever it takes? zu tun, und der Euro ist gerettet.

Damit ist aus Sicht der Investoren heute klar, was zu tun ist: Rein in Aktien und andere riskantere Anlagen, weil diese nicht nur mehr Ertrag versprechen als Anleihen, sondern auch, weil im Falle eines Falles die Notenbanken wieder einspringen werden, um größere Verluste zu verhindern. Offiziell getragen von Sorgen um die Konjunktur, faktisch wohl eher aus Sorge um die Vermögenspreise. Wer da nicht mitmacht, ist selber Schuld.

Allerdings ist das mit den Gewissheiten so eine Sache. Schauen wir nach China. In nur sieben Jahren haben sich dort die Schulden von sieben auf rund 28 Billionen US-Dollar vervierfacht. Im selben Zeitraum wuchs die Wirtschaft um fünf Billionen. Die Fehlinvestitionen in Anlagenkapazitäten und leerstehende Immobilien seit 2009 werden auf atemberaubende 6,8 Billionen US-Dollar geschätzt.

Unsere Aufmerksamkeit wird von Griechenland absorbiert. Aber die chinesische Wirtschaft ist vierzigmal so groß wie die griechische und hat siebzigmal so viele Schulden. Sollte es zu einer Schuldenkrise in China kommen, so wären die weltweiten Auswirkungen massiv. Weder die Finanzmärkte, noch die Realwirtschaft kämen ohne deutliche Blessuren davon....  

41323 Postings, 4104 Tage Anti Lemmingweitere Zitate daraus:

 
  
    #118874
3
31.07.15 10:57
...Trotzdem notiert der chinesische Markt über dreißig Prozent unter dem letzten Höchststand. Die Realwirtschaft wächst immer langsamer und die Produzentenpreise fallen, was die hoch verschuldete Wirtschaft zusätzlich unter Druck bringt. Die Gewissheit, dass die Chinesen alles im Griff haben, dürfte nach den letzten Monaten deutlich gesunken sein. Setzt sich der Abschwung fort ist  das nicht nur schlecht für die Exporteure von Rohstoffen wie Australien ? der Preis für Eisenerz verlor immerhin 20 Prozent in der letzten Woche ? sondern auch für die Exporteure von Maschinen und Autos. Der Markt für Autos ist schon jetzt im freien Fall.

Bleibt der chinesischen Regierung am Ende nichts anderes übrig, als dem japanischen Vorbild zu folgen und in einer deutlichen Abwertung des Renminbi die Rettung zu suchen, kommt es zum Test der Gewissheiten bei uns: können die Notenbanken im Westen uns wirklich nochmal heraushauen?

Nicht wenige Beobachter gehen davon aus, dass die Fed die Zinsen nur erhöht, um sie wieder senken zu können. Nicht zu unrecht. Sollte es heute zu einer neuen Krise an den Finanzmärkten oder einer Rezession kommen, so haben die Notenbanken keine Munition mehr. Natürlich können die Zinsen weiter unter Null gedrückt werden, wie es die Schweiz vormacht. Natürlich können die Notenbanken anfangen, alle Arten von Wertpapieren zu kaufen. Nicht nur die Anleihen guter Qualität, sondern auch offiziell ?Junk Bonds? oder Aktien wie es die Bank of Japan schon tut. Die Notenbanken können auch Immobilien kaufen oder Mindestpreise festlegen, zu denen sie alles kaufen würden. Oder sie überweisen uns allen direkt Geld. Das berühmte ?Helicopter Money?.

Über alle diese Maßnahmen wird schon diskutiert. Sie zeigen aber vor allem eines: die Notenbanken sind am Ende ihrer Leistungsfähigkeit. Fordern die Märkte die Gewissheit ein, werden wir Maßnahmen sehen, die die Glaubwürdigkeit unseres Geldsystems gefährden. Schwindet diese, ist über Nacht auch die Gewissheit in die Allmacht der Notenbanken dahin. Wollen die Notenbanken in einem solchen Szenario ihre Existenz sichern, müssen sie die Märkte enttäuschen. Eine Enttäuschung, die zu massiven Kursverlusten bei allen Vermögenswerten führen muss. Beschreiten die Notenbanken den anderen Weg, vernichten sie den Geldwert.

Investoren stehen vor einem Dilemma. ?Never bet against the Fed?? In der Tat: Noch lohnt es sich auf der Welle der Gewissheit der allmächtigen Notenbanken zu reiten. Aktien und Immobilien sind die Gewinner. Diese Gewissheit auch für die nächste Krise zu Ende gedacht, heißt aber: Durch immer drastischere Maßnahmen droht der Kollaps des bisherigen Geldsystems . Wer glaubt, dass die Notenbanken auf ihrem bisherigen Kurs bleiben, muss also physisches Gold im Portfolio haben. Dank der derzeitigen Marktmanipulation gar günstig zu erwerben.

Ziehen die Notenbanken doch die Notbremse, bleiben nur noch Liquidität und Anleihen von Top-Schuldnern, um den Sturm zu überstehen. Nur eines ist gewiss:  Die Tage der vermeintlichen Gewissheiten sind gezählt. Dann könnte die neue Gewissheit jederzeit heißen: ?Never bet on the Fed!?  

41323 Postings, 4104 Tage Anti LemmingChinas Regierung bittet Versicherungen,

 
  
    #118875
31.07.15 11:45
ihre Aktienverkäufe "falls möglich" einzustellen, nachdem der Downtrend in Chinas Aktienmarkt heute erneut an Fahrt gewonnen hat (# 870).

www.zerohedge.com/news/2015-07-30/...lators-asking-insurers-stop-net-

Das ist zwar immer noch "Planwirtschaft 2.0", aber schon etwas milder als die kürzlich von Chinas Regierung verlautbarte Drohung, man wolle alle Shortseller hinter Gitter bringen... ;-)

Man stelle sich das mal in D. vor: Wer Put-Papier kauft, wird "wegen Staatsfeindlichkeit" angezeigt...  

41323 Postings, 4104 Tage Anti LemmingSchweizer Notenbank macht 50 Mrd. Franken Minus

 
  
    #118876
4
31.07.15 12:02
Planwirtschaft funktioniert auch bei den Eidgenossen nicht. Grundursache sind allerdings die "spukhaften Fernwirkungen" von Draghis ruinöser Euro-Geldpolitik

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...franken-minus-a-1046131.html

...Der starke Franken hat der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ein Minus von 50,1 Milliarden Franken eingebrockt, teilte die SNB mit. Bereits für das erste Quartal wies die Notenbank einen Verlust von rund 30 Milliarden Franken aus.

"Der Verlust auf den Fremdwährungspositionen betrug 47,2 Milliarden Franken", teilte die SNB mit: "Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsverlust von 3,2 Milliarden Franken." Das Ergebnis der Nationalbank sei überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig, heißt es weiter in der Mitteilung. Für das Jahresergebnis 2014 hatte die SNB noch ein Plus von 38,3 Milliarden Franken ausgewiesen.

Grund für die hohen Verluste ist der sogenannte Frankenschock Mitte Januar. Bis dahin hatte die Schweizer Notenbank die eigene Währung an den Euro gekoppelt und damit den Frankenkurs künstlich niedrig gehalten. Diese Linie gab die Notenbank Mitte Januar auf, die Folge war ein massiver Kurssprung: Der Franken verteuerte sich um rund 20 Prozent...




.
Kommentar A.L.

Gewinn-Verlust-Rechnung der Schweizer Notenbank:

2014: 38,3 Mrd. Plus

2015: bislang 30 Mrd (1. Q) und 47,2 Mrd (2. Q) Verlust, also insgesamt -77,2 Mrd.

Verrechnet man das Plus aus 2014 mit dem Minus aus 2015, ergibt sich für die letzten 1,5 Jahre ein Gesamtverlust von 38,9 Milliarden Franken.

Bei 8 Millionen Schweizer Bürgern entspricht dies einem Pro-Kopf-Verlust von 4860 Franken = 4587 Euro (Kurs 1,06). In nur 1,5 Jahren...  

36330 Postings, 5756 Tage KickyItaly Youth Unemployment Hits Record High 44.2%,

 
  
    #118877
3
31.07.15 20:34
Concerns Rising "Recession Exit May Be Unsustainable"
Earlier today, Eurostat released the two most important data points for Europe: inflation and unemployment. On the former,  there was no surprise at the headline level which remained at 0.2% for the another month,..But it was the unemployment number which showed something unexpected. While the overall unemployment rate for the Eurozone also stayed unchanged at 11.1%, fractionally worse then the consensus estimate of a decline to 11.0%.it was renewed concern about what is going on in Italy, where unemployment rose from 12.5% to 12.7%, proving consensus expectations about a strong improvement to 12.3% dead wrong... . and posing a question just what is going on in the country with the biggest debt load in Europe, and more importantly how is it that Rome is still unable to benefit from the ECB's QE which has pushed Italian yields far below those of the US despite an economy which is suddenly taking on water.

And nowhere was this more visible than in Italy's youth unemployment rate, which surprisingly jumped by nearly 2% to 44.2%,....

..On Monday, the International Monetary Fund said in a report that "without a significant pick-up in growth," it would take Italy ?nearly 20 years to reduce the unemployment rate to pre-crisis? levels of about half the current one.
http://www2.freerealtime.com/content/...ising-recession-exit-may-be-2  

36330 Postings, 5756 Tage KickyEdwards:Gold is a must-have holding in this world

 
  
    #118878
3
31.07.15 20:37
Via SocGen's Albert Edwards,

The Chinese have clearly shown investors that using Yoga-like mind games (or indeed loose money) to elevate the stock-market will end in tears.

This is undoubtedly a global story and I have not one scintilla of doubt that the western central banks have set us up for an even bigger version of the 2008 Great Financial Crisis/Recession - but this time rock bottom interest rates and large fiscal deficits will mean only one thing; QE will be stepped up to such a pace that you will hear the roar of the printing presses from Mars.

Gold is a must-have holding in that world. via zerohedge  

27105 Postings, 4566 Tage Börsenfan..das sich der DAX so stark hält, Hammer.

 
  
    #118879
31.07.15 20:45

9177 Postings, 2928 Tage wawiduDrei "Augenöffner" (1)

 
  
    #118880
1
31.07.15 22:29
Eben habe ich einmal die Charts der drei großen Subindizes des SPX, Industrials, Financials und Retailers mit dem SPX zu Ratiocharts korreliert. Deren Interpretation möchte ich klügeren Köpfen überlassen. Ich bin ja nur ein alter kranker Mann ohne Anlegerambitionen, der ja die Hausse seines Lebens verpasst hat.  
Angehängte Grafik:
_spi-_spx_10jw.png (verkleinert auf 82%) vergrößern
_spi-_spx_10jw.png

9177 Postings, 2928 Tage wawiduDrei "Augenöffner" (2)

 
  
    #118881
31.07.15 22:31
 
Angehängte Grafik:
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9177 Postings, 2928 Tage wawiduDrei "Augenöffner" (3)

 
  
    #118882
1
31.07.15 22:45
Da dieser Chart extrem bullish aussieht, überlege ich doch, ob ich nicht noch in Einzelhandelswerte einsteigen sollte. Das Dumme ist jedoch, dass das Gros der Einzelhandelswerte überhaupt nicht bullish aussieht, sondern lediglich ein paar Index-Zugpferde mit hohen Marktkapitalisierungen und hohen Preislevels. Wenn ich mir diesen Sachverhalt so überlege, kann ich mich des Verdachts eines Fakes nicht erwehren. Ich werde mir also meine u.a. Überlegung noch weiter ... und weiter ...
und weiter überlegen. Mit dem Fassen von Entschlüssen habe ich mich schon immer schwer getan.  
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9177 Postings, 2928 Tage wawiduRetail Index - "Hintergrundmusik"

 
  
    #118883
31.07.15 23:08
Nur ein Beispiel für die "schrillen Dissonanzen" in der "Einlull-Musik" des RLX. Schaut euch auch mal den Chart von WalMart (WMT), dem größten globalen Retailer, an!  
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25 Postings, 2266 Tage skuesKommentar A.L #876

 
  
    #118884
2
31.07.15 23:29

Die Berechnungen in Deinem Kommentar A.L. zu  #876 sind leider so offensichtlich falsch, dass man das so nicht stehen lassen kann.

Mit Stichtag 30.6.2015 betrug der Gesamtverlust der SNB auf Fremdwährungspositionen 

(  also das gesamte bisher aufgelaufene Minus aus 2015 )

-47,2 Milliarden und nicht -77,2 Mrd!

Verrechnet man das Plus aus 2014 mit dem Minus aus 2015, ergibt sich für die letzten 1,5 Jahre somit ein Gesamtverlust von 8,9 Milliarden Franken.

Bei 8 Millionen Schweizer Bürgern entspricht dies einem Pro-Kopf-Verlust von 1112,5 Franken = 1050 Euro (Kurs 1,06). 

Der einstweilige Pro-Kopf- Bewertungsverlust pro Schweizer Bürger zum 30.6.2015 beträgt also weniger als ein viertel des von Dir errechneten Betrages.

Kommentar Skues

Die Partie ist noch längst nicht zu Ende gespielt. Ob am Ende EZB oder SNB der lachende Winner ist, wird sich zeigen. Nur eines ist klar, ohne die (kurzfristig sicherlich schmerzhafte) Entkoppelung des CHF vom EUR durch die Aufgabe des Mindestkurses wäre der SNB eine Umschichtung ihrer Euroblasenbestände in andere Währungen für immer verbaut gewesen.

 

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