Was ist die Commerzbank wert?

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neuester Beitrag: 16.05.12 14:34
eröffnet am: 08.11.11 16:27 von: fuzzi08 Anzahl Beiträge: 3097
neuester Beitrag: 16.05.12 14:34 von: fuzzi08 Leser gesamt: 237614
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8596 Postings, 3046 Tage fuzzi08Was ist die Commerzbank wert?

 
  
    #1
44
08.11.11 16:27
Zunächst ein paar Worte pro domo:
Nachdem im Hauptthread zu Commerzbank das Niveau immer mehr verflachte und sich zeitweilig auf Grundschülerniveau bzw. Treppenhaus-Tratschniveau bewegte, mit Beiträgen, die oft nicht über einen Ein- oder Zweizeiler hinausgingen, war es für mich Zeit, diesem Thread den Rücken zu kehren und einen eigenen zu eröffnen. Damit trage ich gleichzeitig dem Wunsch vieler anderer Coba-Interessierten Rechnung, die sich mangels geeigneter Diskussionsplattform bisher in Passivität geübt haben.

Mit meinem neuen Thread möchte ich allen Interessierten eine Plattform bieten, auf der sie mit substanzhaltigen Beiträgen das Für und Wider dieser umstrittenen Aktie dialektisch diskutieren können. Darunter verstehe ich, dass sich die Autoren auf der Basis ihrer kontroversen Meinungen ein übergeordnetes Urteil bilden. Dazu gehört selbstverständlich, dass jeder Teilnehmer seine Meinung mit Fakten unterlegt und begründet.
Nicht erwünscht sind das übliche Gejammere und Gekeile, mit dem sich viele, die ihr Geld durch ungeschicktes Traden verloren haben, in den verschiedenen Threads abzureagieren versuchen, aber auch distanzlose Lobhudeleien oder Euphorieausbrüche.
Lasst uns also Fakten zusammentragen und die Bewertung dem Einzelnen überlassen.

Zu den Fakten aus meiner Sicht:
Die Commerzbank hat aktuell 5.113.429.053 Aktien gemeldet. Das entspricht per heutigem Tageskurs von 1,65 Euro einer Marktkapitalisierung von rund 8,44 Mrd. Euro.

Das Eigenkapital beträgt 26,6 Mrd. Euro. Die Zinserträge liegen bei rund 7 Mrd. Euro, die
Provisionsüberschüsse bei knapp 4 Mrd. Euro.
Laut Bernecker ist die Kernkapitalquote mit 10,5 % und die EK-Quote mit 14,6 % anzunehmen. Damit entspricht die COBANK allen neuerdings geforderten besonderen Sicherheitsmaßnahmen inkl. Basel lll und den EBA-Regeln.

Meine erste These lautet:
Der Börsenwert einer Bank mit diesen Zahlen ist mindestens mit dem Eigenkapital anzusetzen. Mithin mit den erwähnten 26,6 Mrd. Euro, was einem Aktienkurs von rund 5,20 Euro entspräche, also mehr als dem Dreifachen des aktuellen Kurses.

Meine zweite These:
Commerzbank hat durch die Krise nicht mehr viel zu fürchten; jedenfalls, soweit es die heute bekannten Tatsachen anbelangt. Rund 13 Mrd. Euro beträgt aktuell noch der Portfolioanteil von Anleihen der PIIGS-Staaten. Davon sind die Griechenpapiere abzuziehen, da sie bereits auf 48% abgeschrieben sind. Bleiben rund 12 Mrd. Euro. Der Anteil der aktuell in Rede stehenden Italo-Anleihen ist mir unbekannt, dürfte sich aber im unteren einstelligen Milliardenbereich bewegen. Selbst wenn auf diesen 50% abgeschrieben werden müssten, wäre das für Coba nicht dramatisch schlimmer, als die Abschreibung im Fall Griechenland. Selbst die Abschreibung sämlicher PIIGS-Anleihen um 50% wären alleine durch die Zinsüberschüsse eines Jahres auszugleichen.

Meine dritte These:
Angstkurse gehören zur Börse, wie der Schnupfen zum Herbst. Aber niemand mit Schnupfen käme auf den Gedanken, dass er nun ewig Schnupfen hat.
An der Börse verhalten sich manche Kurse so, als ob sie nur noch fallen wollten. Dennoch kann man fast darauf wetten, dass auch der heftigste Kursverfall irgendwann einmal ein Ende hat.
Ich wage keine Prognose, wann das bei Coba der Fall sein wird. Ich bin mir aber sicher, DASS es der Fall sein wird. Der Kursverfall ab März 2009 samt Revival innerhalb eines halben Jahres auf das fast Vierfache mag hier ein Muster sein.

Fazit:
Der Coba-Kurs ist derzeit von Angst und Panik getrieben. Fundamentale Betrachtungen haben keine Konjunktur. Aber das wird sich mit Sicherheit wieder ändern. Und dann wird Coba wieder korrekt bewertet. Wie das aussieht, habe ich oben beschrieben.  
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3071 Postings ausgeblendet.

289 Postings, 2654 Tage der_matzeUps!

 
  
    #3073
1
24.04.12 12:53
"Auf Basis des Gordon Wachstumsmodells werde das 12-Monats-Kursziel von 1,60 auf 1,50 EUR zurückgesetzt. Das Chance/Risiko-Profil der Commerzbank-Aktie bleibe unattraktiv."
http://www.wallstreet-online.de/nachricht/...g-stuft-commerzbank-sell

Informationen zum Gordon-Wachstumsmodell:
http://www.hans-markus.de/finance/82/...videndendiskontierungsmodell/

"Je weiter man dieses Spiel treibt, desto wichtiger werden die zukünftigen Dividendenzahlungen für den heutigen Aktiepreis und desto weniger wichtig wird der zukünftige Aktienkurs. Wenn wir die Aktie ewig halten, spielt der Verkaufskurs schließlich gar keine Rolle mehr. Der heutige Wert der Aktie ergibt sich als Barwert aller zukünftigen Dividenden."

Auf lange Sicht sind wir alle tot. Das Gordon’sche Modell greift nach starken Kurseinbrüchen NICHT, weil es kurzfristige Kurssteigerungen NICHT berücksichtigt. In solchen Fällen liefert die Formel ein fehlerhaftes, weil viel zu niedriges Ergebnis. Die Analysten dürften das wissen.  

3134 Postings, 3863 Tage bullybaer@fuzzi

 
  
    #3074
1
24.04.12 14:22
so wie es momentan aussieht wirds nichts mit der Zwischenerholung.
Die CoBa ist wieder mal im freien Fall.  
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1984 was not meant as an instruction manual

544 Postings, 1264 Tage pepaskLangsam wird es ungemütlich

 
  
    #3075
24.04.12 14:25
da pfeift ein kalter Wind, der Sturm kann nicht mehr weit sein.
Zu immer neuen Tiefen, jeden Tag ein bisschen südlicher.........OPEN END ?

                                                In der Ruhe liegt die Kraft.  

1030 Postings, 1120 Tage RandfigurWas haben die Amis vor?

 
  
    #3076
24.04.12 15:50

8596 Postings, 3046 Tage fuzzi08matze, solche Wachstumsmodelle

 
  
    #3077
2
25.04.12 09:56
sehe ich als Versuch, den Aktienkursen mit wissenschaftlichen Methoden auf die Schliche zu kommen. In den meisten Fällen dürfte das aber scheitern, wie man an den aktuellen Kursverläufen sehen kann, die überwiegend erratisch aussehen, obwohl sich fundamental nichts oder wenig getan hat. Den Grund dafür sehe ich darin, dass es Perioden gibt (so wie die aktuelle), in denen Angst, Panik und Skepsis die Kurse bestimmen. In diesen Perioden interessiert sich niemand für Fundamentales.
Der zweite Grund dürfte darin liegen, dass 80 Prozent (so habe ich es kürzlich gelesen) der Anlagen nach technischen Kriterien (Charttechnik, Trigger, Indikatoren usw.) erfolgen.
Aus diesem Grund habe ich meine Beiträge zur Coba zuletzt fast nur noch an der Technik festgemacht. Wohin es fundamental geht, wage ich im Moment nicht (mehr) vorherzusagen, was aber nicht nur an Coba selbst liegt, sondern an den zunehmenden monetären Problemen der Eurozone.  

8596 Postings, 3046 Tage fuzzi08bully, die Zwischenerholung

 
  
    #3078
3
25.04.12 10:03
sehe ich (noch) keineswegs als gescheitert oder abgeblasen. Eigentlich habe ich sie bei 1,50...1,55 Euro erwartet, aber ein Durchschläger an einem hektischen Tag (wie gestern) ist immer mal drin. Also abwarten. Falls die Erholung aber ausbleibt: die 1,40 Euro sind nicht mehr weitab. Die Gegenreaktion würde dann eben dort einsetzen und umso heftiger.  

8596 Postings, 3046 Tage fuzzi08Eurohypo offenbar auf gutem Weg

 
  
    #3079
1
25.04.12 10:21
Wie heute früh gemeldet wird, gibt es bei der Abwicklung erste Hoffungssignale, die zur heutigen Kurserholung beitragen dürften: die Immo-Kredite in den USA sind offenbar auf Kaufinteresse gestoßen. Ein Konsortium aus Blackstone und Wells Fargo will die Kredite mit nur wenig Abschlag im vermutlich 1-stelligen Bereich übernehmen.
Ich denke, wenn der Deal klappt, wäre das ein erstes positives Signal. Nicht liebt die Börse mehr, als positive "Enttäuschungen".  

8596 Postings, 3046 Tage fuzzi08positiv fällt heute früh auf, dass

 
  
    #3080
3
27.04.12 10:11
die Abstufung Spaniens durch S&P um gleich 2 Stufen von A auf BBB plus an der Börse niemand mehr interessiert. Ein sehr gutes Zeichen.  

148 Postings, 132 Tage FD2012CoBank noch mal auf 1,55?

 
  
    #3081
1
30.04.12 17:12

fuzzi08/bullybaer: Aufmerksam lese ich Eure Artikel. Offenbar geht Ihr von einer Bodenbildung aus, die gar EUR 1,40 (fuzzi08) erreichen kann.Bei mir steht ein Rundungskauf an (Industrie- gg. Bankaktien), deshalb warte ich jetzt noch ab. Letzter Kauf bei mir 1,44 / 1,441. Allerbeste Grüße vom Rhein.

 

8596 Postings, 3046 Tage fuzzi08FD2012, mein Kursziel

 
  
    #3082
2
02.05.12 17:04
errechnet sich aus der oberen (SKS-) Umkehrformation. Man muss aber bedenken, dass
alle technischen Signale ausschließlich Wahrscheinlichkeiten begründen - keine Sicherheiten (wie übrigens auch fundamentale Signale). Das bedeutet, dass der Kursverlauf auch bereits oberhalb drehen kann, ebenso, wie er auch noch tiefer als 1,40 gehen kann.
Bitte auch berücksichtigen, dass noch Themen zur Entscheidung ausstehen, die den Kurs noch erheblich belasten können:
- der Wahlausgang in Frankreich
- die Wahlen in Griechenland
- die Wahlen in NRW
- die Divergenzen in den europäischen Nationalbanken durch die schleichende
  Desintegration.  

24 Postings, 27 Tage Petar321Entscheidungen

 
  
    #3083
02.05.12 19:04

das gebashe ist genau so sinnlos wie das pushen.

hallo es stehen noch entscheidungen aus die den kurs belasten können???

was soll das bitte?

 es entstehen genauso noch entscheidungen aus die den kurs nach oben schiessen können.

soll ich die jetzt auch aufzählen???

das könnten zum beispiel positive meldungen sein :D

 

 

8596 Postings, 3046 Tage fuzzi08selbstverständlich gibt es

 
  
    #3084
1
02.05.12 20:15
immer wieder positive News. Leider ist es aber eine traurige Wahrheit, dass negative News deutlicher wahrgenommen werden, zumal, wenn der Markt prinzipiell negativ eingestellt ist, so wie derzeit.

Die von mir oben genannten Entscheidungen haben das Potenzial, Europa und seine Finanzstrukturen grundlegend zu verändern. Man muss schon sehr blauäugig sein, das zu verdrängen. Das zu erwähnen, hat mit Bashing nicht das geringste zu tun. Ich rede hier nämlich nicht über die Qualitäten von Coba, sondern über den Markt an sich und wie er voraussichtlich rezipieren wird. Wie es aussieht, wird er in den nächsten Wochen noch einige Kapriolen hinlegen.  

8596 Postings, 3046 Tage fuzzi08die Würfel sind gefallen

 
  
    #3085
3
07.05.12 09:17
und zwar so, wie ich es vor wenigen Tagen in meinem Beitrag 3082 angesprochen habe.
Was wir heute früh an den Börsen erleben, ist die Quittung auf die Wahlausgänge in Frankreich und in Griechenland.
In Griechenland lassen die Mehrheitsverhältnisse immer noch eine Koalition der Vernünftigen und Sparwilligen zu. Dass aber der Willen der Geberländer ungeschmälert druchgesetzt werden kann, glaubt wohl niemand mehr. Wir müssen deshalb davon ausgehen, dass ein weiterer Schuldenschnitt folgen wird, vermutlich der letzte: totaler Schuldenerlass. Hauptbetroffener wäre übrigens Frankreich...

Apropos Frankreich: die Lage dort wird dramatisiert. Was wir gestern Abend erlebt haben, war die Wahl des Präsidenten, nicht mehr und nicht weniger. Das Maßgebliche, die Parlamentswahlen -Wahlen zur Nationalversammlung-  werden erst noch folgen:
am 10. und 17. Juni in 2 Wahlgängen.
Monsieur Hollande wird wohl sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Und die sind: steigende Verschuldung (2011: 86 % d. BIP) mit hoher Dynamik (5,2 %). Steigende Arbeitlosigkeitszahlen von aktuell rund 10 %.
Die Merkozy-Aufführung mag den Franzosen vorgegaukelt haben, Frankreich verhandle mit Deutschland auf Augenhöhe. Davon kann aber keine Rede sein. Wenn Président Hollande das seinen Landsleuten klar macht, wird das für viele ein traumatisches Erkenntnis werden.
Gleichwohl: neben dem Sparen werden sich die Europäer um Wachstum kümmern müssen. Doch Deutschland darum angehen, zeigt völligen Realitätsverlust der anderen EU-Länder: Deutschland hat seine Hausaufgaben schon vor Jahren gemacht und über Wachstum brauchen wir uns keine predigten der Anderen anhören.
Den Franzosen kann man nur raten, endlich in die neue Welt einzutreten, anstatt überholten Allmachtsfantasien der ehemaligen Grande Nation nachzuhängen. Aber ich bin sehr zuversichtlich: unsere Freunde in Frankreich werden es schaffen. Ja, sogar mit ihrem neuen Präsident. Heute früh titeln die Zeitungen bereits, Hollande müsse ein "fränzösischer Schröder" werden. Na bitte...

Solange der neue Kurs aber nicht abgesteckt ist -und das wird er erst nach den Wahlen zur Nationalversammlung sein- werden die Börsen verunsichert bleiben. Verunsicherung heißt: Druck auf die Kurse. Wie ich schon in meinem # 3082 erwähnt habe.  

3134 Postings, 3863 Tage bullybaer@fuzzi

 
  
    #3086
2
07.05.12 14:12
sollte es auch in Dtl. nächstes Jahr ebenfalls zu einem Linksruck kommen, dann werden in Europa die Druckerpressen für Banknoten anfangen zu glühen.

Leider ist es so, dass SPD und Grüne bzw. in Europa die Sozialisten Geld in die Hand nehmen werden, dass keiner erwirtschaften wird. Sie werden nicht sparen sondern die  Abgaben dort erhöhen, wo noch etwas zu holen ist. Man wird weiter über die Verhältnisse leben und nein... es sind nicht die Großkonzerne, sondern es ist der deutsche Michl und der ausblutende Mittelstand die dafür aufkommen müssen.  
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1984 was not meant as an instruction manual

8596 Postings, 3046 Tage fuzzi08bully, da kann ich fast nichts

 
  
    #3087
3
07.05.12 14:57
hinzufügen, weil Du sowas von Recht hast.
Wir können nur hoffen, dass kommendes Jahr die wahrscheinlichste Lösung zum Zug kommt: eine große Koalition. Dass die Union im Bund nicht schlecht abschneiden wird, wird bereits jetzt bei den Landtagswahlen vorgezeichnet, bei denen die Union regelmäßig abgestraft wird. Erfahrungsgemäß ist es dann bei den BT-Wahlen genau andersrum.
Ich frage mich auch, mit welcher bahnbrechenden Politik sich Grüne und SPD bei den nächsten BT-Wahlen empfohlen hätten; bis jetzt habe ich nichts gefunden...:-((

Vielleicht werden sich die Franzosen auch eines berühmten Vorbilds erinnern, der Weltmeister im Gelddrucken - der USA. Die haben, verteilt auf die QI und QII Billionen an Dollars gedruckt. Der Effekt bis heute in der Wirtschaft: Null. Stattdessen dümpeln sie vor sich hin. Der rückständigen Franzosen-Wirtschaft wird es kein Jota anders gehen. Nur dass eben das Geld entwertet wird: sein Wert wird -ähnlich wie bei Aktien- durch die steigende Anzahl von Anteilen (Geldeinheiten) verwässert und der effektive Zuwachs damit zunichte gemacht. Eigentlich eine einfache Binsenweisheit. Aber die meisten kapieren es leider nicht.  

3134 Postings, 3863 Tage bullybaerfuzzi

 
  
    #3088
3
07.05.12 15:21
das beste Beispiel für Rot/Grüne Finanz- und Wirtschaftspolitik ist NRW.  Und wenn die eigene Kohle nicht reicht müssen halt die anderen Bundesländer ran.

Tja und die Wählerschaft hat es immer noch nicht begriffen, weil alle Welt mein es reicht aus Geld wie Robin Hood von den Reichen zu nehmen und es den Armen zu geben. Vermutlich auch deshalb weil von mir geschätzte 95+% der Bevölkerung die Zusammenhänge der Banken- undf Schuldenkrise gar nicht oder nur aus der Bildzeitung oder der Tagesschau kennt.
 
In den Medien entsteht das Bild die bösen Banken hätten die Schuldenstaaten ausgeraubt. Dabei habe diese Länder vergessen, dass man seine Schulden auch zurückzahlen muss und man nicht dauerhaft mehr ausgeben kann als man einnimmt.

Was jetzt geschieht ist, dass diese Staaten anfangen werden Dtl. auszurauben wenn eine mögliche zukünftige linke Bundesregierung das zulässt.
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8596 Postings, 3046 Tage fuzzi08was viele nicht geglaubt haben

 
  
    #3089
1
15.05.12 16:21
steht jetzt unmittelbar vor der Realsierung: die Erreichung des Kursziels von 1,40 Euro.
Das ist -wohlgemerkt- ein Minimalziel, das sich aus dem Break der SKS-Formation ergeben hat. Es impliziert, dass auch niedrigere Kurse erreichbar sind. Ein solcher wäre zB die Aufwärtstrendlinie aus den Tiefs vom November, Dezember und Januar; sie verläuft im Moment bei etwas 1,35 Euro und ist schon deswegen nicht aus der Welt, weil sie sich in Schlagdistanz zum Minimalziel befindet.
Bei Erreichen der Kursziele 1,40 und ggf. 1,35 Euro baue ich gestaffelte Hebelpositionen auf, mit Stop unterhalb des Novembertiefs. Und das Ganze verstehe ich (nur) als TRADE!  

1312 Postings, 4091 Tage powerbrokerZahltag in Athen

 
  
    #3090
2
15.05.12 16:49
HINTERGRUND: Zahltag in Athen - Die Rechnung der Spekulanten geht auf
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   ATHEN (dpa-AFX) - Unglaublich aber wahr: Griechenland steht am Abgrund, doch Athen zahlt hunderte Millionen Euro an internationale Investoren aus. Ausgerechnet Spekulanten, die zu Schnäppchenpreisen gekauft haben, profitieren. Im Zentrum Athens scheint von den europäischen Hilfsmilliarden kein Cent angekommen zu sein: Die Geschäfte sind geschlossen, Obdachlose schlafen vor bröckelnden Hausfassaden auf den Straßen. Doch um Hedgefonds auszuzahlen, hat Griechenland offenbar noch Mittel über. Dabei hält sich der Krisenstaat nur durch Rettungsgelder seiner Euro-Partner über Wasser. Wie kann das angehen?



   Als stecke das regierungslose Euroland dieser Tage nicht schon tief genug im Schlamassel, muss in Athen schon wieder entschieden werden, ob man sich für zahlungsunfähig erklärt. Am heutigen Dienstag stehen 435 Millionen Euro zur Rückzahlung an internationale Anleihe-Gläubiger an. In der vergangenen Woche sind bereits fällige Zinsen an die Halter eines 20 Milliarden Yen (192 Millionen Euro) schweren griechischen Staatspapiers geflossen. Hatten Griechenlands private Gläubiger ihre Anleihen nicht erst vor rund zwei Monaten in niedriger verzinste neue tauschen müssen, die erst ab September bedient werden?



   Im Prinzip schon, aber nicht alle: Die Wertpapiere, um die es nun geht, unterliegen ausländischem Recht. Sie sind vom Forderungsverzicht, mit dem Athen seinen Schuldenberg auf einen Schlag um knapp 107 Milliarden Euro abgebaut hat, nicht betroffen. Bei den meisten Anleihen hatte Griechenland leichtes Spiel und konnte die Investoren mit Umschuldungsklauseln zur Teilnahme am Schuldenschnitt zwingen. Bei den internationalen Titeln nicht.



   Hedgefonds und andere Spekulanten hatten davon schnell Wind bekommen und regelrecht Jagd auf die entsprechenden Papiere gemacht. Mit Erfolg: Anleihen im Wert von insgesamt etwa 6,5 Milliarden Euro befinden sich in den Händen widerspenstiger Anleger, die sich nicht zum Forderungsverzicht drängen ließen. Und für die ist nun Zahltag. Wie wird Athen reagieren?



   Bis vor kurzem gab man sich noch knallhart: Für die Auszahlung sei kein Geld da, betonte die Regierung stoisch. Mittlerweile hat sich die Lage aber verändert: Nach den Wahlen droht das Land im politischen Chaos zu versinken. Eine handlungsfähige Regierung gibt es nicht. Dennoch dürften Spekulanten bei der fälligen Anleihe, die britischem Recht unterliegt, erfolgreich sein. Das berichtet jedenfalls die staatliche Nachrichtenagentur ANA.



   Ein Zahlungsboykott wäre auch sehr riskant: Denn sollte sich Griechenland weigern, ist Rechtsstreit programmiert, vor internationalen Gerichten und mit Profis, die sich auf eben diese Fälle spezialisiert haben. Würden die Anleihe-Schulden nicht bezahlt, hätte der griechische Staat noch 30 Tage, bis weitere Konsequenzen folgen. Letztlich dürften hinter den Entscheidungen aus Athen jedoch ohnehin die Geldgeber aus Brüssel und Frankfurt stehen. Und auch für die sind die Gefahren bei einem Zahlungsausfall hoch. Denn wenn nur eine Anleihe nicht rechtzeitig bedient wird, können theoretisch alle anderen auf einen Schlag fällig gestellt werden.



   Zwar wären die im Rahmen des Schuldenschnitts neu aufgelegten Papiere von diesem, in der Fachsprache "Cross Default" genannten, Szenario nicht betroffen. Allerdings befinden sich auch Titel in den Händen öffentlicher Gläubiger, bei denen die Sachlage nicht abschließend geklärt ist.



   Doch selbst wenn offizielle Institutionen wie die nationalen Notenbanken nichts zu befürchten hätten, steht noch etwas Wichtiges auf dem Spiel: Das durch den Schuldenschnitt bereits erschütterte Vertrauen in Staatsanleihen aus Euro-Krisenländern. Würden internationale Großanleger weiter vergrault - und ein Zahlungsstopp dürfte in diese Richtung wirken - bliebe außer der Europäischen Zentralbank und den von ihr mit Geld ausgerüsteten Banken der Problemstaaten überhaupt kein Käufer mehr für diese Papiere.



   All das wissen die Spekulanten. Sie wähnen Griechenland und seine Partner deshalb am kürzeren Hebel. "Sie haben sich selbst in die Enge getrieben, es wird schwer, uns loszuwerden", zitiert die britische "Financial Times" einen Hedgefonds-Manager. "Nun werden sie die Zahlungen aufrechterhalten müssen." Diese Rechnung könnte wohl aufgehen. Für die gebeutelte griechische Bevölkerung wäre das ein weiterer Schlag ins Kontor. Auch bei den vielen privaten Gläubigern, die beim Schuldenschnitt mehr als 70 Prozent ihrer Forderungen abschreiben mussten, dürfte der Ärger groß sein./hbr/tt/bgf/zb          --- Von Hannes Breustedt, dpa-AFX ---  

71 Postings, 42 Tage UppercutzDie Comba...

 
  
    #3091
2
15.05.12 18:39

...ist für mich soetwas wie die "badbank" der ganzen Eurozone.

Kursziel: 0,0 Euro!!

 

8596 Postings, 3046 Tage fuzzi08das (Minimal-) Kursziel ist erreicht

 
  
    #3092
3
16.05.12 10:14
Das sich aus dem Break der von Januar bis März aufgebauten SKS-Formation abgeleitete errechnende Kursziel von 1,40...(1,38/1,39) Euro ist heute früh erreicht worden. Ob die Marke Halt bietet, muss sich erst noch erweisen. Der Slow Stochsatik steht bereits wieder sehr tief und deutet eine Umkehr an.
Alternativ käme ein Durchrutscher auf die Aufwärtstrendlinie der Verlaufstiefs vom November, Dezember und Januar in Betracht.
Ganz klar bietet aber die Lage in Griechenland noch derart erhebliches Drohpotenzial,
dass auch ein Test der vorgenannten Tiefs nicht (mehr) ausgeschlossen werden kann.  
Angehängte Grafik:
coba6m-160512.gif (verkleinert auf 93%) vergrößern
coba6m-160512.gif

36 Postings, 43 Tage bolllingermir scheint

 
  
    #3093
1
16.05.12 12:19
ein Ausbrechen gegen Norden für alle Bankentitel kaum mehr wahrscheinlich. Nach ein paar Tagen jeweils ist die Party vorbei. Ein Konglomerat aus Zukunftsernüchterung. Euroängsten und Tradermentalität hält die Kursbandbreiten in engen Kanälen. Die Bandbreite der Coba wird vermutlich zwischen 1,1 und 2,5 liegen. Darauf sollte sich jeder Aktionär einstellen und entsprechend agieren. Was will man weniger?  

8596 Postings, 3046 Tage fuzzi08bollinger, was die Märkte belastet

 
  
    #3094
1
16.05.12 12:54
ist doch eher die Unsicherheit. Sobald sich das Schicksal Griechenlands entscheidet, werden  sich die Märkte erholen. Das Beste, das den Märkten passieren könnte, wäre ein Austritts Griechenlands aus der Eurozone. Das wäre zwar ein radikaler Schritt, aber es käme auch wieder Klarheit ins Spiel und die "bleierne Zeit" wäre fürs erste zu Ende.
Der Effekt Deutschlands läge laut Berichten bei etwa 36 Milliarden. Richtig dicke käme es dagegen für die Franzosen, die mehr als 100 Milliarden wegstecken müssten.
Ein höchst willkommener Nebeneffekt wäre dagegen die künftige Exit-Option für andere Kandidaten; so etwas hat ungemein disziplinierende Wirkung!  

148 Postings, 132 Tage FD2012Anleihentausch : Coba-Aktien

 
  
    #3095
16.05.12 13:46

fuzzi08/bullybaer: Ich erwäge den Verkauf d. Commerzbank-Anleihe, die auch gebeutelt ist (Jahreszinsverlust bei mir!), um die Aktien zu kaufen. Die sollten aber dann tatsächlich äußerst schwach sein. Wunschdenken? Bei 1,20 - 1,25 wäre es dann für mich "höchste Zeit". Letzter, d.h. größerer Kauf, der erfolgte meinerseits mit 1,44 . Bei mehr als 1,90 hatte ich seinerzeit auch nicht verkauft! Da den Vorstellungen der EBA entsprochen wurde, wäre das doch jetzt eine Gelegenheit. Wie seht ihr das? GR kann m.E. nicht mehr das Problem sein, eher, da stimme ich bullybaer zu, bei unseren westlichen und südlichen Nachbarn, die offenbar nicht so abschreibungsfreudig waren. .....  Noch beste Grüße vom Rhein.  

 

7168 Postings, 1098 Tage goldfatherdas wird jetzt die nächsten Tage und Wochen

 
  
    #3096
2
16.05.12 13:59
ganz langsam, Stück für Stück, zwei vor und eins zurück, nach oben gehen, wahrscheinlich über 2 Euro, vielleicht sogar über die 2,22

Nächste Woche HV zählt, da ist der Vorstand gefordert eine goldene Zukunft aufzuzeigen und so die Investoren bei der Stange zu halten. Wenn es normal läuft und sich die Krise so ganz langsam wieder in ihr Loch verkriecht, dann sollte die Commerzbank eine ordentliche Bank werden und Gewinne abwerfen. Dividende erwarte ich für das Jahr 2012 nicht, oder wenn, dann nur eine symbolische Mini-Dividende. 2013  (Auszahlung in 2014) aber muss ordentlich Dividende gezahlt werden, sonst werden institutionelle Anleger aussteigen.  

8596 Postings, 3046 Tage fuzzi08die Erholungsbewegungen

 
  
    #3097
1
16.05.12 14:34
werfen am meisten Gewinn ab, wenn man sie gehebelt absurft. Wenn man nahe am Trigger  (hier: 1,38/39 Euro) einsteigt, ist der Trade relativ risikoarm. Erst nach erreichen der nächsten Etappe bzw. Beendigung der Korrektur würde ich zu Langzeitengagements (also der Aktie) raten.
Insgesamt dürfte die Coba nach Bewältigung des Griechendramas ganz gut dastehen: die Eurohypo wird ausgegliedert, die Giftpapiere sind wohl schon weitgehend ausgekehrt und das Business as usual kann wieder Einkehr halten. Sobald sich diese Erkenntnis durchgesetzt hat, wird es wieder aufwärts gehen. Und zwar bei den Banken sehr deutlich.  

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