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Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 4611
neuester Beitrag: 02.03.15 10:06
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 115265
neuester Beitrag: 02.03.15 10:06 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 9173020
davon Heute: 1369
bewertet mit 420 Sternen

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39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
420
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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115239 Postings ausgeblendet.

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingSollte es zutreffen, dass die Überschuldung

 
  
    #115241
3
27.02.15 07:38
in USA die Ursache für die stark gestiegene geopolitische Aggression der Amis ist (# 233), wofür Vieles spricht, dann erhalten Krugmans verlogene Überschuldungs-Empfehlungen für Europa (# 239) noch ein zusätzliches "Geschmäckle".

Denn es ist evident, dass Länder mit niedriger Verschuldung ökonomisch besser dastehen als Länder mit hoher Verschuldung. Man denke nur an die Bonitätseinstufungen. Dementsprechend könnten Krugmans Überschuldungsempfehlungen für Europa auch darauf abzielen, Europa gezielt zu schwächen. Geriete Europa nämlich in einen ähnlichen Schuldensumpf wie USA - wozu Draghis Geldgedrucke ebenfalls stark beitragen könnte -, dann wäre der US-Schuldennachteil (USA ist seit Jahren - in absoluten Zahlen - das am stärksten verschuldete Land der Welt) wieder wettgemacht. USA hätte dann aber immer noch den Joker in der Tasche, die letzte militärische Supermacht zu sein.

Ingesamt würde die Schwächung Europa durch "empfohlene Überschuldung" somit zu einer relativen Überlegenheit der USA führen. Außerdem dürften die laufenden Euro-Querelen (siehe Griechenstreit) mit steigender Überschuldung in Europa noch weiter zunehmen.

Die Zerstrittenheit Europas führt wiederum dazu, dass die Amis im ohnehin von ihnen korrumpierten Brüssel noch besser "durchregieren" können, und zwar

1. geostrategisch (Ukrainekrieg),

2. wirtschaftspolitisch (Durchdrücken von TTIP) und

3. geldpolitisch (EZB-Geldflutungen, die den Euro - stärkster Dollar-Konkurrent - aufweichen)
 

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingFür komplizierte Erklärungen ist Ariva

 
  
    #115242
2
27.02.15 10:14
womöglich nicht die geeignete Plattform.

Daher hier noch einmal "für Alle" die gekürzte Volksausgabe:

www.toonpool.com/user/636/files/griechische_pleite_681535.jpg

 
Angehängte Grafik:
griechische_pleite_681535.jpg
griechische_pleite_681535.jpg

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingBär stirbt im Alter von 109 Jahren

 
  
    #115243
2
27.02.15 14:46
Irving Kahn hatte bereits 1929 erfolgreich den US-Absturz geshortet. Vielleicht hilfreich für Leute, die meinen, Bären würde wegen Nervosität frühzeitig dahingerafft.

www.marketwatch.com/story/...horted-1929-crash-dies-at-109-2015-02-26

SAN FRANCISCO (MarketWatch) ? He gave long-term investor a whole new meaning.

Contrarian investor Irving Kahn, known for making money in the 1929 Crash by shorting stocks, has died at the ripe age of 109. But he left his mark on Wall Street.

Up to the end, Kahn served as chairman of Kahn Brothers Group Inc., which was founded in 1978 and has about $1 billion under management. Kahn reportedly still went to his midtown Manhattan office three times a week, taking a short taxi ride from his Upper East Side apartment.

Kahn?s death was reported through a brief paid obituary in the New York Times on Thursday. No specific cause of death was listed.

According to the firm?s website, Kahn Brothers invests primarily in undervalued and unpopular securities.
 

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingHier ein Bär,

 
  
    #115244
4
27.02.15 15:13
der den Dow Jones erst 1932 prozyklisch geshortet hatte und dann zeitlebens auf  "lower Lows" zum Eindecken wartete.

Timing ist halt Alles.

http://static.panoramio.com/photos/large/18656726.jpg  
Angehängte Grafik:
18656726.jpg (verkleinert auf 72%) vergrößern
18656726.jpg

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingUS-BIP-Wachstum für IV/14 von 5% auf 2,18% runter-

 
  
    #115245
2
27.02.15 15:32
revdiert in zweiter Lesung. In erste Lesung lag es noch bei 2,64%

Q4 GDP Revised Down To 2.2% From 5.0%: Full Breakdown

There was much hope that when Q3 GDP soared to 5%, primarily on the back of Obamacare spending recalendarization and a massive consumption/personal saving data revision, that the US economy would finally enter lift-off mode. Those hopes were reduced by about 60% when moments ago the BEA announced that Q4 GDP was revised from the original 2.64% print to only 2.18%, which while better than expected, was the lowest economic growth rate since the "polar vortex."

The main reason for the revision: a substantial drop in growth contribution from private inventories, which instead of adding 0.82% to the bottom GDP line, only contributed 0.12% in Q4 following the first revision. To be sure, this was perfectly expected...
 
Angehängte Grafik:
gdp_q4_2nd_rev.jpg (verkleinert auf 43%) vergrößern
gdp_q4_2nd_rev.jpg

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingMarktreaktion lässt nicht lange auf sich warten

 
  
    #115246
1
27.02.15 15:34

DOW fällt satte 18 Punkte.

09:32 Dow industrials fall by 18 points, or 0.1% - Marketwatch

 

3096 Postings, 1779 Tage Bafoklingt schon fast nach Ausverkauf

 
  
    #115247
2
27.02.15 15:35

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingLockhard (Fed) offen für Leitzinserhöhung ab Juni

 
  
    #115248
27.02.15 15:36

53 Postings, 1508 Tage mingus#248

 
  
    #115249
1
27.02.15 15:46
die üblichen Spielchen und Sprüche der Notenbanker.  

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingStarker Einbruch beim Chicago PMI

 
  
    #115250
1
27.02.15 15:48
9:46a

BREAKING

Chicago PMI tumbles to 45.8 vs. 59.4  

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingDetails zum PMI-"Absturz"

 
  
    #115251
27.02.15 15:53
www.marketwatch.com/story/...and-half-year-low-in-february-2015-02-27

Chicago PMI tumbles to five-and-half-year low in February

WASHINGTON (MarketWatch) -- The February reading of Chicago PMI tumbled to a five-and-a-half year low of 45.8, MNI Indicators said Friday. The reading, down from 59.4 in January and below the 50 mark measuring contraction, came after double-digit drops in production, new orders, order backlogs and employments. The West Coast port strike and the harsh winter [na endlich, das Wort hätte ich früher im Text erwartet, A.L.) probably had a negative impact in February, although it is difficult to gauge the magnitude, the report said.

-----------

Für Bafo: DOW jetzt schon 32 Punkte im Minus ;-)
 
Angehängte Grafik:
fpdjia-big.gif
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39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingZH: "Chicago PMI crashes most since Lehman"

 
  
    #115252
1
27.02.15 15:55
 
Angehängte Grafik:
20150227_pmi.jpg (verkleinert auf 53%) vergrößern
20150227_pmi.jpg

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingUS Mich. Sentiment fällt auf 95,4 von 98,1 im Jan

 
  
    #115253
27.02.15 16:22
Final Feb. UMich sentiment 95.4 vs. Jan.'s 98.1, reports say
 

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingFed-Speaker kriegen DOW nicht mehr runter

 
  
    #115254
1
27.02.15 16:28
Das ist bärisch. Dann fällt er nämlich, weil niemand mehr damit rechnet ;-)

Dudley holt jetzt schon die Brechstange raus aus und warnt, dass die Leitzinsen irgendwann mal wieder bei 3,5 % ankommen werden. Das sei aber tiefer als das historische Niveau von 4,5 %...

www.marketwatch.com/story/...value-of-fed-funds-rate-at-35-2015-02-27

Fed's Dudley sees long-run value of fed funds rate at 3.5%

NEW YORK (MarketWatch) - The longer-run value of the federal funds rate is 3.5%, well below its historical level of 4.5%, said William Dudley, the president of the New York Fed, on Friday. The longer-run value is where the funds rate would encourage growth without generating inflation pressures. Estimates of the rate are important because it can be a clue to the eventual goal of Fed rate hikes. In a speech at a conference in New York sponsored by the University of Chicago Booth School of Business, Dudley said he was sympathetic to arguments that the Fed should proceed cautiously to hike rates, with short-term rates more likely to rise only gradually. But he said it was important not to overstate this conclusion and that there were also risks from too-slow policy (na immerhin). Dudley said the longer-run value of the Fed funds rate is now lower because the real potential GDP growth rate will be lower over the medium term, held down by slower growth in labor supply and lackluster productivity growth.
 

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingAn "bad news"-Tage zählt, wie üblich, der

 
  
    #115255
27.02.15 22:17
Schlusskurs:
 
Angehängte Grafik:
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39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingUS-Inflation fällt auf -0,1% (yoy)

 
  
    #115256
28.02.15 14:26
Hauptursache sind die stark gesunkenen Energiepreise, die über's Jahr um knapp 20 % sanken und allein im Januar um fast 10 %.

Die Kernrate (ohne Nahrungs- und Energiepreise) lag im Januar bei 0,2 % und über's Jahr bei 1,6%, was dem "Inflationsziel" der Fed von 2 % nahekommt.

-------------------------

www.marketwatch.com/story/...ive-for-first-time-since-2009-2015-02-26

WASHINGTON (MarketWatch) ? Consumer prices fell in January for the third straight month while inflation over the past 12 months turned negative for the first time since 2009, largely because of cheaper gasoline.

The result: paychecks, adjusted for inflation, are stretching further.

Despite the low rate of inflation, the Federal Reserve is laying the groundwork for an increase in interest rates as early as June. The central bank views the steep drop in inflation as a temporary phenomenon that will soon be reversed.

In January, the consumer price index sank by a seasonally adjusted 0.7%, the biggest one-month drop since the end of 2008, the Labor Department reported Thursday. That matched the MarketWatch forecast.

The pace of inflation over the past 12 months, meanwhile, fell to negative 0.1%, and it?s down sharply from 2.1% last summer shortly before crude prices collapsed.

The combination of higher pay per hour and lower inflation boosted real wages by 1.2% in January, the biggest gain in more than six years. Real or inflation-adjusted wages have risen 2.4% over the past 12 months, the fastest pace since 2009.

The turn toward negative inflation has been driven almost entirely by the biggest drop in gasoline prices since the Great Recession. Energy costs slumped 9.7% in January to put the plunge over the past 12 months at a stunning 19.6%.

?The big decline in gasoline prices in recent months will allow consumers to boost their spending on other items in 2015,? said Stuart Hoffman, chief economist of PNC Financial Services.

Food prices have also moderated, showing no increase in the first month of 2015.

Excluding food and energy costs, so-called core consumer prices rose 0.2% in January. They have also risen 1.6% in the past 12 months, closer to the Fed?s preferred 2% inflation level.

In some areas, consumers prices are actually rising quite rapidly. The cost of shelter, for example, jumped 0.3% in January, and it has climbed 2.9% over the past year.

The price of clothing also rebounded after three straight declines, up 0.3% in January
 
Angehängte Grafik:
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8575 Postings, 2776 Tage wawiduKenndaten spielen keine Rolle mehr

 
  
    #115257
4
28.02.15 17:15
Dies scheint seit 2009 die Überzeugung der Investoren in die Werte der US Pharmaindustrie zu sein. (Was brauchen wir P/E, Profit Margin, Operating Marging u.ä. Maßstäbe? Der Chart zeigt doch seit 2009 glasklar, was Sache ist!)

 
Angehängte Grafik:
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39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingDraghi-Wahnsinn

 
  
    #115258
4
28.02.15 19:20
www.fuw.ch/article/franken-wird-nicht-schwacher/

Die Aussicht auf QE beflügelt in diesen Tagen die europäischen Aktien- und Anleihenmärkte, auf den Euro kommen jedoch schwere Zeiten zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) will ab März Eurostaatsanleihen aufkaufen, um damit Geld zu schöpfen (Quantitative Easing, QE). Der Umfang ist dabei entscheidend: Die EZB plant, etwa doppelt so viel aufzukaufen, wie die Eurostaaten neu emittieren. «Das ist wie eine Einladung zu verstehen, Euroanleihen zu jedem Preis zu kaufen», sagt Tom Flury, Devisenstratege der UBS. Kein Wunder sinken die Anleihenzinsen auf Rekordtiefs....

------------------

A.L. Bekanntlich wollen Banken, die Staatsanleihen halten, diese überhaupt nicht verkaufen, bringen sie doch Zinsen. Würden sie verkaufen un das Geld bei der EZB parken, fielen stattdessen NEGATIV-Zinsen an.

Draghi will aber doppelt so viel Staatsanleihen aufkaufen will, wie emittiert werden (Artikel oben).  Wo sollen die herkommen?

Sollte Draghi absichtlich auf einen Shortsqueeze hinarbeiten? Denn wenn eine extreme Nachfrage (1 Billion Euro seitens der EZB über knapp 2 J.) auf einen leer gefegten Markt trifft, dann steigen die Kurse - das ist jetzt schon absehbar - zum Mond. So wie einst die VW-Aktie auf utopische 1000 Euro gestiegen war. Es könnte so weit gehen, dass selbst Griechenland-Anleihen Kurse ähnlich hoch denen von Bunds erreichen.

FAZIT: Nimmt man geistig die sich andeutenden Marktverzerrungen vor Augen hält, wird einem nur schlecht. Draghi wird zum Formel-1-Fahrer in der Geisterbahn, und niemand bremst ihn bei dieser Wahnsinns-Tat.
 

4343 Postings, 2564 Tage PalaimonAnalyse von Jens Klatt

 
  
    #115259
3
28.02.15 23:23
(.....)

Ergänzend und abschließend: längerfristig ins Jahr 2015 projiziert könnte ich mir vorstellen, dass den DAX tatsächlich irgendein ?schwarzer Schwan? trifft, mit welchem derzeit noch niemand rechnet (aber jetzt eventuell bereits rechnen könnte: Grexit, Staatsbankrott der Ukraine infolge weiter Kapitalabflüsse durch einen Krieg, schneller als erwartete Zinsanhebung seitens der FED statt Nullzinspolitik ins Jahr 2016 hinein, etc.) und welcher dann eine größere Korrektur zurück unter 10.000 Punkte auf den Weg bringt.
-----------
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

34606 Postings, 5604 Tage KickyTürkei-die nächste Baustelle

 
  
    #115260
2
01.03.15 19:51
http://blogs.barrons.com/emergingmarketsdaily/...g-lira-outflow-risk/
.....SocGen expect a sell-off in the Turkish lira toward 2.65 over the next 4 weeks. SocGen?s Phoenix Kalen writes today:

   ?Local newspapers including Sabah and Hurriyet have reported today that the government intends to overhaul the structure of the Central Bank of the Republic of Turkey (CBRT), including amending its inflation-targeting objective to include a growth mandate, and appointing new external members into the CBRT. The news follows many months of government pressure and interference in the conduct of the CBRT, which have threatened the institution?s independence, as we and numerous market participants have observed. If true, today?s reports would appear to affirm that the likely strategy of President Recep Tayyip Erdo?an is to revamp the pillars of economic policy in Turkey to more closely align with the unorthodox economic doctrine that he and his group of advisers continue to espouse, while taking advantage of the June parliamentary elections timeline to implement personnel changes. We perceive these efforts to revamp economic policy and administration in Turkey to be potentially devastating to the country?s growth and investment prospects and will likely expose the country to severe investor confidence shocks.

We have closed all our bullish Turkey positions. We previously recommended receiving short-dated Turkish cross-currency rates and being long short-dated Turkish government bonds on the broad rationale of disinflationary dynamics and increasing monetary policy space benefiting these positions. However, near-term political risks have overshadowed all other considerations. We can no longer recommend long positions in Turkish assets ?  

34606 Postings, 5604 Tage KickyHussmann rät jetzt auszusteigen aus Aktien

 
  
    #115261
1
01.03.15 19:58
Plan to Exit Stocks Within the Next 8 Years? Exit Now

Unless we observe a rather swift improvement in market internals and a further, material easing in credit spreads ? neither which would relieve the present overvaluation of the market, but both which would defer our immediate concerns about downside risk ? the present moment likely represents the best opportunity to reduce exposure to stock market risk that investors are likely to encounter in the coming 8 years.

Last week, the cyclically-adjusted P/E of the S&P 500 Index surpassed 27, versus a historical norm of just 15 prior to the late-1990?s market bubble. The S&P 500 price/revenue ratio surpassed 1.8, versus a pre-bubble norm of just 0.8. On a wide range of historically reliable measures (having a nearly 90% correlation with actual subsequent S&P 500 total returns), we estimate current valuations to be fully 118% above levels associated with historically normal subsequent returns in stocks. Advisory bullishness (Investors Intelligence) shot to 59.5%, compared with only 14.1% bears ? one of the most lopsided sentiment extremes on record. The S&P 500 registered a record high after an advancing half-cycle since 2009 that is historically long-in-the-tooth and already exceeds the valuation peaks set at every cyclical extreme in history but 2000 on the S&P 500 (across all stocks, current median price/earnings, price/revenue and enterprise value/EBITDA multiples already exceed the 2000 extreme). Equally important, our measures of market internals and credit spreads, despite moderate improvement in recent weeks, continue to suggest a shift toward risk-aversion among investors. An environment of compressed risk premiums coupled with increasing risk-aversion is without question the most hostile set of features one can identify in the historical record.

Short term interest rates remain near zero, 10-year bond yields have declined below 2%, and our estimate of 10-year S&P 500 total returns has declined to just 1.4% ......http://www.hussman.net/wmc/wmc150302.htm

 

34606 Postings, 5604 Tage KickyBad bank going bad nach 6 Milliarden-Loch

 
  
    #115262
2
01.03.15 20:02

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingORF spricht sogar von miesen 7,6 Mrd.

 
  
    #115263
1
01.03.15 21:20
(ORF ist ein öffentlich-rechtlicher TV-Kanal in Österreich)

http://orf.at/stories/2267206/2267207/

Egalisiert Steuerreform

Die ?Bad Bank? der österreichischen Hypo Alpe-Adria weist eine milliardenschwere Kapitallücke auf und zahlt ihre Anleihen vorerst nicht zurück. Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) ordnete am Sonntag ein bis zum 31. Mai 2016 befristetes Schuldenmoratorium an. Bis dahin solle ein Abwicklungsplan erstellt werden, erklärte die Behörde.

Die Hypo-?Bad Bank? Heta Asset Resolution teilte mit, eine Untersuchung durch Wirtschaftsprüfer habe ersten Ergebnissen zufolge eine Kapitallücke von vier bis 7,6 Milliarden Euro aufgedeckt. Dieses Worst-Case-Szenario übertrifft selbst das oberste Ziel der von der Koalition geplanten Steuerentlastung - bei der von SPÖ und ÖVP zwischen vier und sechs Milliarden Euro angepeilt werden.
Republik will nicht mehr zuschießen.

Im Rahmen der Abwicklung nach dem europäischen Bankenabwicklungsregime können auch die Gläubiger der Heta zur Lastentragung herangezogen werden, betonte wiederum das Finanzministerium. Aufgrund dieser dramatisch geänderten Einschätzung der Vermögenslage habe Österreich entschieden, der Hypo-Bad-Bank kein ?frisches Steuergeld? mehr zukommen zu lassen.

Noch könne die ?Bad Bank? ihre Verbindlichkeiten bedienen, doch sei absehbar, dass die Gesellschaft schon in naher Zukunft nicht mehr in der Lage sein wird, ihre Schulden und Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu begleichen. Österreich als Alleineigentümer sei nicht bereit, weiteres Geld in die Bank zu stecken, teilte die Heta mit.

Von der FMA hieß es, eine Abwicklung sei einer Insolvenz vorzuziehen, da eine Pleite der Bank zusätzliche Werte vernichten würde und die Finanzstabilität beeinträchtigen könnte. Österreichische Oppositionspolitiker hatten zuletzt eine Insolvenz der ?Bad Bank? gefordert.
 

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingGeht Draghis Schuss nach hinten los?

 
  
    #115264
02.03.15 09:44
Draghi will erklärtermaßen ein "Deflationsszenario" abwenden. Doch als die japanische Notenbank im April 2013 Ähnliches versuchte, ging der Schuss nach hinten los: Es kam zu schweren Verwerfungen an Japans Bondmarkt. Dasselbe blüht jetzt auch Europa.

www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/anleihen/...issen/11443402.html

Die Angst vor japanischen Verhältnissen
.
Bald startet das EZB-Ankaufprogramm für Staatsanleihen. Marktbeobachter befürchten bereits Verwerfungen an den Märkten, wenn die Notenbanken Fehler machen. Welche Risiken Währungshüter und Anleger eingehen.

Massive Volatilität. Verwerfungen am Markt. Händler, die Anleihen gehortet hatten, verschleudern ihre Papiere - und die Renditen schnellen in die Höhe. Dieses Szenario fürchten die Anleger, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) ihr angekündigtes Anleihekaufprogramm umsetzt. Den größten Grund zur Sorge liefert die Tatsache, dass sich das schon einmal abgespielt hat: Japans Anleihemarkt wurde erschüttert, nachdem die Zentralbank des Landes ihr Bondkaufprogramm im April 2013 ausgeweitet hatte.

Nachdem die Bondrenditen im Euroraum auf dem niedrigsten Stand überhaupt notieren, könnte mangelnde Transparenz und schlechte Kommunikation seitens der EZB zu ihrem 1,1 Billionen Euro schweren Aktiva-Kaufprogramm Kursausschläge an den Bondmärkten der Region auslösen, erklärt Sandra Holdsworth, Vermögensverwalterin bei Kames Capital in Edinburgh. Das Kaufprogramm könnte bereits in dieser Woche starten. Während das Volumen des Plans bekannt ist, stehen Details zur Aufteilung und zum Verfahren der Käufe noch aus.

Im Falle Japans wurden die zehnjährigen japanischen Bondrenditen nach der Ankündigung des erweiterten Zinssenkungsplans der Notenbank zunächst auf ein Rekordtief gedrückt. Aber dann haben sie sich angesichts der Verwirrung über das Programm bei den am Handel der Wertpapiere beteiligten Banken innerhalb von fünf Wochen mehr als verdoppelt. Daraufhin hatte die japanische Notenbank gesagt, sie würde die Anzahl der Käufe in jedem Monat erhöhen, um die Volatilität einzudämmen.

Japans Währungshüter ?haben sich unklar geäußert, was sie kaufen und wann sie kaufen?, sagt Holdsworth. ?Marktmacher haben sich Bestände zugelegt, um sie an die japanische Notenbank zu verkaufen, und letztere hat sie nicht gekauft. Daher mussten sie sie abstoßen und dann stieg die Volatilität - und das hat sie noch mehr in Panik versetzt.?....
 

39562 Postings, 3952 Tage Anti LemmingDas politische Desaster Europas

 
  
    #115265
2
02.03.15 10:06
http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/...desaster-europas/

...[man kann] zu Recht argumentieren, jedes internationale Abkommen sei mit einer Einschränkung der demokratischen Entscheidungsfreiheit verbunden. In den meisten gewöhnlichen Fällen ist das wenig bestritten, etwa wenn es um Vereinbarungen geht, die allen Ländern nützen oder grundlegende Rechte schützen, die aber die Selbstbestimmung der Länder nicht übermässig beschneiden.

Im Fall der Eurozone ist die Aufgabe der Souveränität aber massiv....Das erste [Problem] besteht darin, auf eine eigene Geldpolitik zu verzichten, das andere eben auf den weitgehenden Verzicht auf politische Selbstbestimmung auf nationaler Ebene.

Für eine wirtschaftliche Integration, die so weit geht, dass sie die Selbstbestimmung einzelner Länder weitgehend ausschliesst, hat der Ökonom Dani Rodrik in seinem sehr zu empfehlenden Buch «Das Globalisierungsparadox» den Begriff der Hyperglobalisierung geprägt...
 
Angehängte Grafik:
589ae3c6-24a7-40c2-b39b-d8ec7134b7ab.jpg (verkleinert auf 51%) vergrößern
589ae3c6-24a7-40c2-b39b-d8ec7134b7ab.jpg

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  4 Nutzer wurden vom Verfasser von der Diskussion ausgeschlossen: Galearis, lehna, Monti Burns, Rene Dugal