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Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 4573
neuester Beitrag: 19.12.14 14:40
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 114322
neuester Beitrag: 19.12.14 14:40 von: derunwissend. Leser gesamt: 8854845
davon Heute: 2561
bewertet mit 418 Sternen

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38696 Postings, 3879 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
418
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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114296 Postings ausgeblendet.

8520 Postings, 2703 Tage wawiduUS Paketdienste Index

 
  
    #114298
6
17.12.14 17:34
Der plötzliche Fall der Indexkurve ist mE ein deutlicher Warnschuss.  
Angehängte Grafik:
_djusaf12md.png (verkleinert auf 82%) vergrößern
_djusaf12md.png

33629 Postings, 5531 Tage KickyEZB s Coeure im Inteview zu nötigen Aufkäufen

 
  
    #114299
1
17.12.14 18:08
offenbar hat er seine Meinung zu QE geändert
http://blogs.wsj.com/economics/2014/12/17/...rd-member-benoit-coeure/

ECB executive board member Benoît Coeuré sent one of the clearest signals to date that the ECB is poised to embark on large-scale asset purchases centered on government bonds early next year.
für die Kapitalisten:http://www.wsj.com/articles/...g-signal-on-asset-purchases-1418828832

As The WSJ reports,

   In an interview with The Wall Street Journal, Mr. Coeuré also provided details of the ECB?s plans to publish minutes of its policy meetings starting next year, saying the accounts should be released four weeks after meetings and will be ?substantial? in providing the balance of views among officials.

     ?I see a broad consensus around the table in the governing council that we need to do more? to raise inflation and boost the economy, Mr. Coeuré said in the interview, conducted late on Tuesday at his office in the ECB?s new skyscraper headquarters in Frankfurt.

    ?It?s not that much of a question on whether we should do something, but more a discussion on the best way to do it,? he said. ?If we want to do more we obviously have to reach out to market segments where there is more liquidity and that is why the government bond market is the baseline option, which doesn?t necessarily mean we would only buy government bonds.?

   ?What has changed is the confirmation of low growth and low inflation, and the oil shock which is obviously new,? Mr. Coeuré said.

   ?We were able to design [OMT] the right way because we took concerns on board, and we are now going through exactly the same process,? Mr. Coeuré said. ?The more governors standing by this new instrument, the safer you feel that the pros and cons have been weighed in the right way.?
via zerohedge  

33629 Postings, 5531 Tage KickyRussian Stocks Soar 17% - Most Since 2008;

 
  
    #114300
2
17.12.14 18:10

33629 Postings, 5531 Tage KickyQE ganz einfach

 
  
    #114301
3
17.12.14 18:15
...Currently, the US has over $17 trillion in debt. The US can never pay this off. That is not some idle statement? we issued over $1 trillion in NEW debt in the last eight weeks simply because we don?t have the money to pay off the debt that is coming due from the past.

Since we don?t have that kind of money, the US is now simply issuing NEW debt to raise the money to pay back the OLD debt.

This is why the Fed NEEDS interest rates to be as low as possible? any slight jump in rates means that the US will rapidly spiral towards bankruptcy. Indeed, every 1% increase in interest rates means between $150-$175 billion more in interest payments on US debt per year.

So the Fed wants interest rates low because it makes the US?s debt load much more serviceable.

However, there?s an even bigger story here.

Currently US banks are sitting on over $236 trillion in derivatives trades.

Of this, 81% ($191 TRILLION) are based on interest rates.

Put another way, currently US banks have bet an amount equal to over 1,100% of the US GDP on interest rates.

Guess which banks did this?

The BIG FIVE: JP Morgan, CitiGroup, Goldman Sachs, and Bank of America.  

In other words? the Too Big To Fails? the very banks that the Fed has bailed out, and done everything it can to prop up.

What are the odds that the Fed is going to raise rates significantly and risk blowing up these firms? Next to ZERO...
The real story is the $100 trillion bond bubble (more like the $200 trillion interest rate bubble based on bonds). When it breaks, it doesn?t matter what the Fed says or does.
http://www.zerohedge.com/news/2014-12-17/...ng-191-trillion-time-bomb  

33629 Postings, 5531 Tage KickyErdöl in Kanada und die heiligen Kühe

 
  
    #114302
4
17.12.14 18:28
http://www.nzz.ch/meinung/reflexe/...n-und-heiligen-kuehen-1.18445302

Über dem Sitz der Provinzregierung in Edmonton bauen sich Gewitterwolken auf. Rund ein Fünftel der budgetierten Einnahmen stammt nämlich aus dem Energiesektor; das letzte Budget rechnete mit einem Erdölpreis von 98 $ pro Fass. Zurzeit liegt dieser aber deutlich tiefer. Ob er weiter fallen wird und wie weit, wird sich zeigen; Morgan Stanley glaubt, er könnte im zweiten Vierteljahr 2015 sogar auf 43 $ pro Fass sinken. Jeder Dollar, um den der Erdölpreis sinkt, kostet die Regierung schätzungsweise 215 Mio. kan. $. Bereits jetzt geht also die Rechnung nicht mehr auf; sollte Morgan Stanley tatsächlich recht behalten, käme es im Budget der Provinz Alberta, das sich auf rund 40 Mrd. $ jährlich beläuft, zu astronomischen Fehlbeträgen......

Jack Mintz von der Universität Calgary meint, eine Verkaufssteuer von 1% brächte 1 Mrd. $ pro Jahr und jede einprozentige Erhöhung der Einkommenssteuer weitere 300 Mio. $. Prentice könnte die Chance ergreifen und gleichzeitig die Abhängigkeit vom Erdölpreis reduzieren. Er wird es kaum tun: Denn heilige Kühe werden auch in Kanada nicht geschlachtet.  

11 Postings, 33 Tage derunwissende"Geduldige" Zinsversprechen

 
  
    #114303
5
17.12.14 20:56
Geduld und Versprechen; benötigt die FED möglicherweise einen Logopäden? Vielleicht hat man sich versprochen, oder ist einfach nur Meister der Wortklaubereien, wie dem auch sei, hirnrissige Bewertungen allerorten, währenddessen es im Osten gemütlich, bzw. geduldig ungemütlich wird. Eine wirklich geduldige Idee, dass der Westen demnächst Waffengeschäfte mit Kiew macht. Ob Putin die gleiche Geduldigkeit an den Tag legen wird? Als Unwissender wäre mir Transparenz lieber, wer erkennt hier schon die Zusammenhänge, wieso das ungeliebte Kuba gerade jetzt nun zum Liebling Obamas avisiert. Immerhin wartete man hier offensichtlich auch geduldige 50 Jahre, welche Interessen hat hier Putin mit seinem Bruderstaat? Auch wir werden uns noch etwas gedulden müssen, demnächst ab 1.1. greift die Bankenunion, gab es da nicht irgendeine Zugriffsmöglichkeit auf Kundenkonten bei Bankenpleiten? Wie gut, dass da gerade jetzt Russland abschmiert und die aggressiven Russen hier den Konflikt so richtig anheizen. Soll hier jemandem eine Schuld für üble Verwerfungen untergeschoben werden? Wirklich bemerkenswert, dass Russland nun 17 % bietet, während unsere westlichen superverschuldeten Staaten sich zum Nulltarif finanzieren. Machen wir es wie die FED. Geduldig abwarten. Oder können wir von der EU Transparenz erwarten, was zum Vorteil der europäischen Bürger wäre, hier vielleicht die Antwort:
http://www.ariva.de/news/kolumnen/Rettet-Europa-vor-der-EU-5242183
Mal sehen, ob man uns noch überhaupt ein griechisches Wahlergebnis meldet.....
Wie schön doch mal die freie Marktwirtschaft gewesen ist, wo gibt es eigentlich noch wirklich Angebot und Nachfrage, vielleicht beim Ölpreis? Vielleicht gehe ich mal in die heute-Show, als Gernot Hassknecht würde ich auch so richtig mal .................

 

7624 Postings, 2982 Tage StöffenDie schwache Perfomace hier im Thread

 
  
    #114304
7
18.12.14 00:36
nach den jüngsten Fed-Bekundungen ruft bei mir unwillkürlich den Satz "All is quiet at the western front" ins Gedächtnis. Wieso eigentlich?

Der Leitzins soll noch für eine "beträchtliche Zeit" nahe null bleiben, so hat es die Fed-Chefin Yellen heute angedeutet, möglicherweise könnte sich dies im nächsten Jahr ändern, hört, hört. Leider kann Angela Merkel nicht US-Präsidentin werden, denn in gemeinsamer Team-Work mit Janet Yellen würde da eine Power entstehen, die möglicherweise ....., nun gut, ich wage es hier kaum auszusprechen..... Wenn Hillary Clinton da noch im Verbund zustossen würde, also quotentechnisch gesehen würde AL das ganz sicherlich befürworten, nachdem er in einer Augenscheinnahme seiner Zehennägel am Wustrower Strand diese für mittlerweile doch pedikürbar hält. Ok, ich schweife ab, aber wichtig ist hier der vorweihnachtliche Wohlfühl-Konsens, und den haben sich ja alle Hau-Ruck Investoren nach der heutigen Fed-Sitzung wohl mehr als verdient. Alles wird gut und Aktienmärkte steigen ja immer oder hat da irgendwer Zweifel? Over and out!
-----------
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

38696 Postings, 3879 Tage Anti Lemming"lowflationary pressures"

 
  
    #114305
3
18.12.14 06:07
Diese neue Kunstwort von Rex Nutting, Marketwatch, darf der hiesigen Bärengemeinde nicht vorenthalten bleiben. Vielleicht wird es ja noch schnell Unwort des Jahres 2014. Es ist jedenfalls noch viel schöner als "Sollinflation".

www.marketwatch.com/story/...and-flexible-at-the-same-time-2014-12-17

Opinion: Why the Fed tries to be firm and flexible at the same time
By Rex Nutting

WASHINGTON (MarketWatch)?The Federal Reserve is trying to do two contradictory things: Offer firm guidance, while maintaining flexibility.

That?s what?s behind the change in the Fed?s forward guidance toward a stance of ?patience? announced Wednesday.

The Fed is going to be patient, Chairwoman Janet Yellen promised. The first rate hike won?t come for at least ?a couple of meetings.? And ?a couple means two.?

So does that mean that the Fed definitely won?t raise rates in January or March? Does it mean that the Fed will definitely raise rates in April or June?

Maybe. Definitely maybe. For sure.

Yellen and her colleagues don?t think they?ll need to raise rates before the summertime, but they don?t want to promise not to. Just as they don?t want to promise that they will raise rates in mid-2015. They won?t pre-commit.

So we get a coy dance from Yellen: Two steps to the dovish side, one step to the hawkish side.

The officials on the Fed really want to raise rates next year. But, remember, they always think they?ll be able to raise rates pretty soon. Except that time never comes. Something always stops them. [siehe Stöffens letztes Posting]

Raising rates too quickly could increase lowflationary pressures. And it could doom millions of workers to years of subpar incomes, underemployment or unemployment. [Ach wie rührend, Nullzinsen bei 2 % Sollinflation ohne ausreichenden Lohnausgleich soll also "arbeitnehmerfreundlich" sein?? LOL].

On the other hand, raising rates too slowly could theoretically increase inflationary pressures, but the real danger in the minds of Fed officials is that low rates encourage risky financial behavior, the kind of risky behavior that led to the last couple boom-and-bust cycles. [Schon längst im vollem Schwange, A.L.]

The good news is that the economy is improving [LOL, A.L.], and the Fed is getting closer to its objectives on employment and?believe it or not?inflation. If nothing horrible happens between now and then (a very big if), the Fed will definitely raise the federal funds target rate at its June meeting.

Maybe.
 

38696 Postings, 3879 Tage Anti LemmingStöffen # 304

 
  
    #114306
5
18.12.14 06:18
Gut beobachtet und süffisant auf den Punkt gebracht. Eine weniger launische Darstellung findet sich bei Kicky in # 301. Tenor: Die US-Verschuldung ist bereits viel zu hoch, als dass jemals von Nullzinspolitik Abstand genommen werden könnte.

Daher wird die Fed auch weiterhin "rumeiern" - mit Zinserhöhungen definitely maybe ;-)

Die Strategie, stets "unmittelbar bevorstehende Zinserhöhungen" anzukündigen und deren Notwendigkeit zu betonen, täuscht zentralbankerische Redlichkeit vor. Es dann doch immer wieder zu unterlassen zeugt von Pragmatismus bzw. Scharlatanerie.

ZH hat vermutlich Recht, dass erst ein US-Bondcrash den Blick für die Realitäten "frei gibt". Die Aggression der Amis in Ukraine/Russland (inkl. Wirtschaftssanktionen) dient nicht zuletzt dazu, ihren wegbröckelnden Großmachtstatus und das sieche Dollar-Imperium über die Runden zu retten.  

248 Postings, 148 Tage venividivici_th82China, Russland

 
  
    #114307
5
18.12.14 08:04
China Prepares To Bailout Russia

Tyler Durden's pictureSubmitted by Tyler Durden on 12/17/2014 23:17 -0500

BRICs Central Banks China CRA Private Equity Yuan

Earlier this evening China's State Administration of Foreign Exchange's (SAFE) Wang Yungui noted "the impact of the Russian Ruble depreciation was unclear yet, and, as Bloomberg reported, "SAFE is closely watching Ruble's depreciation and encouraging companies to hedge Ruble risks." His comments also echoed the ongoing FX reform agenda aimed at increasing Yuan flexibility which The South China Morning Post then hinted in a story entitled "Russia may seek China help to deal with crisis," which which noted that Russia could fall back on its 150 billion yuan ($24 billion) currency swap agreement with China if the ruble continues to plunge, that was signed in October..

http://www.zerohedge.com/news/2014-12-17/china-prepares-bailout-russia  

6721 Postings, 665 Tage NikeJoeDie russische Börse ist vermutlich derzeit ein BUY

 
  
    #114308
18.12.14 11:05
Spekulativer Kauf!
Erholt sich auch der Rubel wieder ein wenig wäre es ein win-win.

Vielleicht besser einen retest des Tiefs von vorgestern abwarten ??




 

11 Postings, 33 Tage derunwissendeDAX in 2015 ein Halbierer?

 
  
    #114309
4
18.12.14 11:11
Krieg scheint unausweichlich, siehe hier:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/...as-13327320.html

Und nebenbei holt man sich im Wege der Bankenunion von allen Kontoinhabern die Guthaben ab, einige Billionen, die die Schuldenlast erträglicher machen. Wer kann solch einer Versuchung nicht widerstehen?

Wer schon seine Grenzen um den Preis eines Krieges endlos nach Osten ausdehnen muss, der wird sicherlich auch keine Moral kennen, marode Staatshaushalte und Bankbilanzen zu Lasten aller zu sanieren.

Die Geschichte schreibt der Sieger. Mit dem Argument von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten geht alles. Gut zu wissen, dass die wichtigsten Redakteure der Medien stets Mitglieder der Atlantikbrücke sind. Nur wird leider meist vergessen, dass die vielen Kriegstoten und unendlich vielen zerstörten Städte stets keinen Sprecher haben. Alle Feldzüge brachten Elend. Die Gewinner sitzen stets woanders, war das jemals anders? Erfreulich, dass wir in den Medien nicht die Gräuel sehen, die unsere Regierungen und Bündnisse zustandebringen, dafür diese aber stets mit dem Finger auf die anderen zeigen.

Gut, dass wir auf der Seite des Siegers stehen. Klingt vielleicht egoistisch, aber als Unwissender kann man sich sein Schicksal eben auch nicht aussuchen.

Wer jedoch denkt, dass mit Shorts nun die riesigen Gewinne einzufahren wären, könnte bitter enttäuscht werden. Kommt es tatsächlich zu einem breitangelegten Bankreset, sind Bankguthaben wie auch Derivate weg. Aber das ist noch besser, als für irgendeinen, aus was für einen Vorwand auch immer geführten Krieg, sein Leben samt Hof zu verlieren. In den letzten 100 Jahren hatte wohl nur Gerhard Schröder die (sorry) Eier, sich einem inszenierten (Irak) Krieg zu widersetzen.

Das moderne Raubrittertum kennt viele Gesichter, willkommen im modernen Mittelalter.....freie Marktwirtschaft als lächerlicher PR Gag?

Eine echte Alternative wäre es mal, wenn es Rechtsstaatlichkeit auch im Großen geben würde...... dann hätten wir Unwissenden auch an der Börse mal ne Chance und vielleicht würde es dann auch gelingen, jene an den Pranger zu stellen, die so sehr im Trüben fischen......Kriege schüren und Börsen nach Belieben treiben und nebenbei so gut wie keine Steuern zahlen.....

"Wenn es ernst wird, muss man lügen", wenigstens mal einer der das sagte und noch heute auf einem so ziemlich wichtigen Posten klebt:
http://de.wikiquote.org/wiki/Jean-Claude_Juncker
http://www.ariva.de/news/kolumnen/Rettet-Europa-vor-der-EU-5242183




 

8520 Postings, 2703 Tage wawiduGlobale Pro Kopf Staatsverschuldung

 
  
    #114310
2
18.12.14 11:57

8520 Postings, 2703 Tage wawiduStaatsverschuldung der EU-Länder in % BIP

 
  
    #114311
18.12.14 12:14

7624 Postings, 2982 Tage StöffenRichtig, AL

 
  
    #114312
8
18.12.14 15:22
und die Reaktion der Junkies aufgrund der weiteren Aussichten auf die Verabreichung der Droge "Ultra-Billig-Geld" darf man ja nun als eindeutig betrachten. Und wenn wir uns vor Augen führen, dass weltweit die führenden Zentralbanken, sprich Fed, EZB, BoJ und die chinesische Notenbank bei den geringsten Anzeichen einer Krise sofort wieder die Geld-Schleusen sperrangelweit aufreissen werden, so wird das mMn auch kurz-und mittelfristig weiter die Börsen befeuern (Langfristig werden wir eh alle gestorben sein) Und ob man es wahrhaben will oder nicht, aber diese Geldpolitik sichert quasi die Kurse nach unten ab.

Desweiteren befinden sich die USA 2015 im Vorjahr zur Präsidentschaftswahl. Da wird auch seitens der Fed sicherlich darauf geachtet, hier nicht durch derartige Spirenzchen wie beispielsweise massivere Zinserhöhungen für dementsprechende Moll-Töne in einem wirtschaftlichen Umfeld zu sorgen, dass mittlerweile sehr verstärkt auf den Bezug der Droge Billig-Geld ausgelegt ist. Und der "Dealer", sprich die Fed, wird sehr wahrscheinlich an diesem Zustand in der nächsten vor uns liegenden Zeit bis mindestens zur Wahl da auch garantiert nichts grundlegendes ändern, sprich der "Stoff" wird wie gehabt weiter geliefert.

Geld zum Nulltarif begünstigt Investitionen, die unter normalen Umständen nicht sinnvoll wären und es schafft Anreize, erheblich höhere Risiken einzugehen. Und eine weiter laufende Zinsnullung erlaubt eben auch logischerweise die Preistreiberei von Titeln, solange deren dabei kinderleicht zu erwirtschaftende Renditen höher sind als der bei der Zentralbank zu entrichtende Null-Zins.

In einem von Zentralbanken beherrschten Markt sollte man sich von daher keinerlei Gedanken mehr um Konjunkturzyklen, KGVs, gleitende Durchschnitte oder ähnliches mehr machen, es erscheint nämlich an dieser Stelle so etwas von garantiert sinnfrei.

Aktuell können wir das an der recht hochgeschossenen Shiller-Cape für den US-Aktienmarkt ablesen. Die Shiller-CAPE ist zwar ganz eindeutig KEIN Timing-Instrument, denn eine hohe Shiller-CAPE wird uns niemals verraten, ob wir uns am Vorabend eines Börsen-Crashs befinden und man sich daher zwingend aus dem Aktienmarkt verabschieden sollte.

Was das Shiller-KGV jedoch in recht ordentlicher Weise leisten sollte, das wäre der indikatorische Hinweis für künftige Aktienmarktrenditen auf Sicht der nächsten Jahre. Dieser Zusammenhang wird jedem halbwegs kundigen Börsen-Interessierten wohl klar sein: Wer in Zeiten hoher Aktienbewertungen einsteigt, der konnte auf Sicht kommender Jahre nur mit unterdurchschnittlichen sprich niedrigen Renditen rechnen. Momentan scheinen aber speziell die US-Börsen historische Erfahrungen da außer Kraft setzen zu wollen.

Ich habe mir vor fünf Jahren selbst in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, dass eine solche Entwicklung bzgl. des ultra-billigen Geldes sich über einen derart langen Zeitraum hinziehen kann bzw. sich auch noch weiter hinziehen wird. Und das Spiel der Zentralbanken kann in Anlehnung an einen bekannten Spruch von Keynes ja noch durchaus länger andauern als manch einer am heutigen Tag vermutet.

Das gegenwärtige monetäre Experiment wird in Tränen enden, soviel ist gewiss. Es werden zu rekordtiefen Zinsen ja auch munter weiter Schulden aufgetürmt. Die Notenbanken mögen einen enorm langen Atem haben, das Perpetuum Mobile haben sie jedoch nicht erfunden. Die Prognose von Felix Zulauf, dass viele Anleger eines Tages schmerzhaft aus ihrer Wohlstandsfiktion erwachen werden, weil die unverantwortliche Wirtschaftspolitik, die historische Manipulation der Finanzmärkte an manchen Orten dann zu derart massiven Verwerfungen geführt hat, die dann grössere dirigistische Eingriffe der Behörden und damit eine völlig veränderte Welt zur Folge haben werden, ist so weit hergeholt sicherlich nicht.
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

38696 Postings, 3879 Tage Anti LemmingOma beim Bärenmelken

 
  
    #114313
18.12.14 20:14

38696 Postings, 3879 Tage Anti LemmingLöschung

 
  
    #114314
18.12.14 20:19

Moderation
Moderator: ly
Zeitpunkt: 19.12.14 15:15
Aktion: Löschung des Postings
Kommentar: Erotischer Inhalt

 

38696 Postings, 3879 Tage Anti LemmingSchweizer Notenbank hat Negativzins eingeführt

 
  
    #114315
18.12.14 20:36

38696 Postings, 3879 Tage Anti LemmingAus der Abteilung "Wunderkerzen"

 
  
    #114316
1
19.12.14 09:46
- gerade noch rechtzeitig zum Christfest.

Chart des Russell 2000 (= US-Nebenwerte)  
Angehängte Grafik:
wunderkerzen.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
wunderkerzen.png

38696 Postings, 3879 Tage Anti LemmingAber noch ist alles offen...

 
  
    #114317
19.12.14 09:50
Angehängte Grafik:
image-791359-galleryv9-vlhq.jpg (verkleinert auf 60%) vergrößern
image-791359-galleryv9-vlhq.jpg

4215 Postings, 2491 Tage PalaimonOil Prices: A Fall that's Hardly "Out of the Blue"

 
  
    #114318
1
19.12.14 10:30

38696 Postings, 3879 Tage Anti Lemming# 318

 
  
    #114319
1
19.12.14 11:08
Mag ja sein, dass großte Staatsfonds (SWF) aus Ölstaaten das Öl shorten, um auch an fallendem Öl zu verdienen. Ihren Reichtum verdanken sie jedoch vor allem steigendem Öl. Wenn sie Öl shorten, kann das wohl nur als Hedge oder kurzfristiger Trade durchgehen.

Unerwähnt bleibt in dem Artikel in # 318, dass mit dem sinkenden Ölpreis auch geostrategische Ziele ("Aushungern" von Russland, Iran, Venezuela, Fracking-Industrie) verfolgt werden. Die haben mit "Markt" aber überhaupt nichts mehr zu tun. Kann sogar sein, dass kurzfristige Verluste in Kauf genommen werden, weil die geostrategischen Ziele intern als höherwertig veranschlagt werden.

 

4215 Postings, 2491 Tage Palaimon#319 Darüber schrieb Moors vor 2 Tagen

 
  
    #114320
1
19.12.14 11:17
Artikel vom 16.12.14:

(.....)

Low Oil Prices Have Sent the Kremlin Scrambling
As it stands, Moscow relies on the taxation of oil and natural gas exports for at least 50% of its central budget. An additional amount is garnered from proceeds indirectly dependent upon both the internal and external trade in oil.

The problem is the current budget planning in the Kremlin had been based on a price of at least $85 a barrel for the Urals Export Blend, Russia?s only genuine graded crude. As an inferior grade compared to the Brent benchmark, it trades at discount.

That means Brent needs to trade at more than $90 to arrive at a price that can make Moscow?s central budget work. This scenario is hardly likely with Brent trading below $70 these days.

So the Kremlin has been scrambling. The combination of low oil prices and increasingly painful Western sanctions over Ukraine has put a major strain on the Russian economy.

As it all unfolded, first it was met with bravado. But that didn?t last long.

With the Ministry of Finance (MinFin) already indicating a recession would hit in the first quarter of next year, the contraction in oil has made the situation even worse and the responses more serious.

Second, President Vladimir Putin announced cuts on the expenditure side in the budget. Most of these remain to be identified, but they will certainly hurt those who can least afford it the most ? pensioners, those needing medical care, employees of companies reliant upon government contracts, and the local authorities that have been laboring under heavy expenses to provide for well over 200,000 refugees from Eastern Ukraine.

You see, the Russian government still operates much of its economy as ?extra budgetary.? This means essential services, infrastructure, even the production of necessary materials remains off the books. A strain in finance, therefore, has a magnifying effect beyond the ?official? figures.

Then came the most serious sign the wheels were beginning to fall off in Moscow.
The Ruble Goes Into a Freefall

In the wee, small hours of the morning last night, the Russian Central Bank (RCB) met and raised the primary interest rate to 17%, up from a 10.5% rate introduced just a few weeks ago.

The reason was simple. After allowing the ruble to float, the RCB had seen a significant weakening in the currency?s buying power. The ruble had declined by some 50% and was trading at a record low 65 to the dollar. Commentators started to compare the situation to 1998 ? when Moscow defaulted on its debt and the ruble plunged.

Now, inflation is accelerating and officials are privately estimating that capital flight will exceed $135 billion a year.

As it stands, the Russian rate jump has failed to stop the ruble?s plunge.

The ruble dropped all the way to 80.10 per dollar this morning, marking a record low.  It?s become so volatile, retail currency trading platform FXCM halted ruble trading this morning, saying it expects major traders of the currency to stop pricing the ruble this week in anticipation of capital controls.

The costs of this plunge will be staggering in terms of economic retrenchment, interbank credit freezes, rising unemployment, and the reversal of new business development.

And some of my contacts in Europe are already expressing concerns that the sudden Russian crisis may have an adverse impact on economies farther to the west.

This can become dangerous, both for the domestic cohesiveness of Russia and the security of its immediate neighbors.

(......)

-----------
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

8520 Postings, 2703 Tage wawiduSehr interessanter Monatsbericht des

 
  
    #114321
19.12.14 12:25
Bundesfinanzministeriums zu privaten (private Haushalte und nicht-finanzielle Unternehmen) und öffentlichen Schulden in ausgewählten Eurozone-Ländern:

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/...?view=renderPrint  

11 Postings, 33 Tage derunwissendeAlles steht mit dem Rücken an der Wand.....

 
  
    #114322
19.12.14 14:40
Jede von den Notenbanken geschaffene Liquidität wandert sofort in Staatsanleihen, Investoren lechzen nach immer neuen Worthülsen, damit auch noch das letzte Hemd investiert werden kann. In China kann der Kredithunger gar nicht mehr so schnell gestillt werden, wie der normale Chinese nun zu Zocken beginnt. Und unser gute Freund Juncker hebelt mit geringem Kapital, welches ja noch nicht mal vorhanden ist, mittlere dreistellige Milliardenbeträge. Geostrategische Interessen, wie Ukraine, müssen demnächst mit Geberkonferenzen finanziert werden, natürlich wieder mit nicht vorhandenem Geld.

Fracking zeigt schon mal, wie so was endet. Kaum sinken die Preise, wackeln erste Kreditmärkte.

Eigentlich ist der ganze Globus mittlerweile ne richtig fette Krediteiterbeule. Der Pickel in der Mitte ist schon sowas von reif, mal sehen, wann der globale Markt kapiert, dass die Kredite von Japan bis Europa und Amerika verloren sind.

Dann schreit alles nach Liquidität, die dann aus den Aktienmärkten durch ein ganz schmales Schlüsselloch entweichen muss.....apropos Schlüsselloch, quasi schon jedes banale Vorkommnis kann besagte Krediteiterbeule zum Platzen bringen.

Ein Hoch auf denen, die Dax und Co. in 2015 steigen sehen, die Aussichten sind phantastisch, alles vertraut auf Notenbanken und deren Druckerei. Irgendwie erinnert das schon wieder an 1929 und den Folgejahren.

Es kann eigentlich nur in einem Fiasko enden. Und auch für diejenigen, die mit ihren Shortderivaten richtig liegen, letztlich gibt es in 2 Wochen eine Bankenunion, da werden schon so einige darauf warten, dass sie bald an echte Guthaben gelangen können, ganz legal, versteht sich. Bei Bankenpleiten sind Derivate dann auch weg, hoffentlich weiß das jeder.

Es zählt nur der schnelle Zock. Alles andere ist egal. Mit dieser Einstellung allerdings sollte o.g. Szenario beizeiten greifen. Abenomics jetzt der Hit, später der Shit. Wie immer, wenn eine Sau durchs Dorf getrieben wird, und irgendein Rohstoff irreal hochgezogen wird, damit am Ende die Masse zahlt. Vielleicht noch Draghinomics?

Cash ist knapp, sehr knapp. Das Verhältnis zur globalen Kreditwelt irreal. Hier scheint demnächst besagte Sau durchs Weltall gejagt zu werden, scheint ja schließlich unendlich zu sein, oder nicht?

Wie immer nur die Meinung eines Unwissenden. Wie sagte Einstein: Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich ...

Als Unwissender liege ich natürlich dumm daneben, schließlich kann es ja nur nach oben gehen, funktioniert ja mittlerweile seit Jahrzehnten.....


 

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