Warum die nächste Rezession bevorsteht und nicht abwendbar ist!?
Immer wieder wird uns seitens Politik und diverser Experten erzählt, dass sich die Konjunktur nur abkühlen wird aber keine Rezession zu erwarten sei.
Dies sehe ich anders und denke, dass ich dies auch mathematisch beweisen kann.
Wenn ich mich mathematisch solchen oder ähnlichen Problemen widmet, sei es die Schuldenproblematik, Niedriglöhne, Renten, uvm. so führt dies meiner Meinung nach immer wieder zu dem Ergebnis, dass die Umverteilung DEN entscheidenden Faktor darstellt und je größer die Umverteilung wird, desto mehr läuft die Verschuldung vor allem staatlicherseits nach oben, desto mehr stagnieren die Löhne und desto dünner wird die Mittelschicht, was am Ende den Untergang einer Volkswirtschaft bedeutet, wie wir sie Anfang des 20.Jhd. hatten.
Nun aber wieder zu meiner These, dass eine Rezession unumkehrlich scheint und mathematisch belegbar ist.
Fernab der Umverteilungsproblematik möchte ich die Betrachtung auf einen kurzen Zeitraum von wenigen Jahren legen, denn die Umverteilung ist sicherlich nicht Auslöser einer Rezession, verkürzt jedoch die Zyklen von Rezession bis zum Boom und umgekehrt.
Kurzfristiger betrachtet haben wir in Aufwärtsphasen steigende Unternehmensgewinne. Das Geldvermögenswachstum steigt zwar ebenfalls, wiederum weit weniger stark wir die Unternehmensgewinne.
In Rezessionen wiederum brechen die Unternehmensgewinne ein und werden häufig zu Verlusten. Die Geldvermögen wiederum steigen zwar weniger stark, doch Verluste gibt es hierbei nicht bzw. eigentlich nur dann, wenn Bankenpleiten zugelassen werden würden. So sank dank der Lehman-Pleite das Geldvermögen 2008, was es in vorangegangenen Krisen nicht gab. http://de.wikipedia.org/w/...gen.PNG&filetimestamp=20111027113426 Woher kommen dann in der Rezession die wachsenden Geldvermögen, wenn doch die Unternehmen Verluste schreiben? Im Grunde gibt es nur eine Instanz, welche hier einspringt, nämlich Vater Staat sowie Bund und Länder, welche mit Rettungsschirmen und diversen Hilfsgeldern dieses Geldvermögenswachstum aufrecht erhalten, was sich dann in Form von steigenden Neuverschuldungen zeigt. Dies bedeutet jetzt aber nicht, dass in Rezessionen der Staat ansonsten keine Schulden machen müsste, denn dies wäre zu einfach und nicht realistisch. Wiederum müssten die Schulden nicht derartig stark steigen, wie sie im Regelfall in Krisenzeiten steigen. Die Krux an der Sache ist, dass der Staat in Zeiten der Rezession es nicht schafft bzw. zulässt, dass Geldvermögen verloren gehen können und das Risiko des Geldhortens der Geldhorter selbst trägt.
Indem der Staat das Risiko des Geldhortens nimmt, setzt er die eigentlichen Regeln eines freien Marktes außer Kraft und lässt so die Schulden deutlich steigen. Würde der Staat Geldvermögen "verloren" gehen lassen, so könnten Schuldenberge klein bleiben und zudem hätte es den positiven Nebeneffekt, dass Geldhortung vor allem in Krisenzeiten unattraktiv und lieber wieder investiert oder konsumiert wird, Käufe evt. vorgezogen statt in schierer Unsicherheit hinten angestellt werden.
Nun wieder zurück zum Thema, "mathematischer Beweis der bevorstehenden Rezession"
Wir können anhand der Geldvermögenswachstumskurve festhalten, dass Geldvermögen einer gewissen annähernd linearen Steigerung unterliegen und diese Steigerung in Krisenzeiten lediglich etwas geringer ausfällt.
Wenn wir also davon ausgehen, dass die Geldvermögen weiter steigen, so MUSS zwangsläufig die Verschuldung egal ob privatwirtschaftlich oder staatlich weiter steigen.
Ein Blick in die Privatwirtschaft zeigt die Tage eindrucksvoll, wie die Gewinne wegbrechen. Sinkende Gewinne und negative Ausblicke sogen für sinkende Investitionstätigkeiten und damit einhergehend sinkende Neuverschuldungen bei den Unternehmen. Aber damit nicht genug, ist mit den Ergebniseinbrüchen ein Anstieg der Insolvenzen zu erwarten. Steigende Insolvenzen wiederum lassen die Kreditvergabe schwächeln.
D.h. Banken werden trotz des billigen Geldes der EZB dennoch weniger Kredite vergeben, weil sie den Zahlungsausfall fürchten. Ferner kommt hierbei noch hinzu, dass viele Banken immer noch derartig an der Kante laufen, dass paar wenige Prozente an Zahlunsausfällen genügt um die Liquidität zu gefährden und die wenigen Eigenkapitalanteile weiter aufzehrt. Die Alternative hierzu besteht wohl nur darin, dass man es den Banken erlaubt, geringere Eigenkapitalanteile haben zu dürfen, was wiederum den Nachteil hat, dass Banken zunehmend unendliche Summen an Geld bei der EZB aufnehmen können und der Grad der Spekulation steigt.
Privatwirtschaftlich sieht es also ziemlich schlecht aus und so bleibt für das Geldvermögenswachstum lediglich der Staat und hier ist der mathematische Beweis derartig offensichtlich, als dass eine Rezession ohne eine politische 180°-Wende schon garantiert scheint. Denn die Spar- und Konsolidierungspolitik in der EU entsprechen genau dem Gegenteil von Dem, was man bräuchte um einer Rezession (eventuell) entkommen zu können. Die Sparpolitik ist die das Benzin, welches man ins Feuer schüttet, d.h. damit besiegelt man die Rezession. Lustig hierbei ist, dass vor allem Deutschland die treibende Kraft ist, dabei aber verkennt, dass die Geldvermögen vor allem in Dtl. besonders stark gestiegen waren und dementsprechend Deutschland in einer Rezession stark zu leiden haben wird und das scheinbar unumstößliche Deutschland plötzlich mit einem Minus von 5% im BIP negativ überrascht, denn es gibt nun kein Südeuropa, welches die eigenen Geldvermögen richtig kräftig nach oben treibt.
Mathematisch bedeutet dies:
Sinkende Gewinne + steigende Insolvenzen/Kreditausfälle + schwächelnde Kreditvergabe + staatlich verordnete Sparpolitik UNGLEICH wachsende Geldvermögen?
Dies bedeutet weiter, dass Banken auf Geldvermögen entweder keine Zinsen mehr zahlen (stagnierende Geldvermögen), was wiederum unwahrscheinlich scheint, weil dann Geldvermögen die Geldhäuser wechseln.
Ergo gibt es mathematisch nur folgende Möglichkeiten: - man lässt Banken Pleite gehen, so dass sinkende oder stagnierende Geldvermögen mathematisch möglich werden und die Gleichung kein unzulässiger Zustand mehr ist.
Erscheint jedoch unwahrscheinlich, weil dann die Halter der großen Geldvermögen die Hauptverlierer wären. Dies sind im Übrigen NICHT die Unternehmen, denn die Unternehmen sind zum großen Teil verschuldet.
- man subventioniert die Rezession durch, so dass die Gewinne der Unternehmen (staatlich begründet) wieder steigen und damit die Insolvenzen sinken, die private Verschuldung (Investitionstätigkeiten) wieder zunehmen, so dass wachsende Geldvermögen wieder möglich werden. Erscheint schon realistischer, würde Europa vermutlich aber Summen in Billionenhöhe kosten und kommt einer Explosion der Schuldenberge gleich, wogegen man sich sträubt, da das Vertrauen in den EURO damit gefährdet sein könnte.
- man subventioniert die Rezession durch, holt sich das Geld jedoch über Steuern sofort wieder zurück,so dass die Verschuldung trotz der Subventionen nicht explodiert. Erscheint ziemlich unwahrscheinlich, weil es eine Vermögens- sowie Kapitalsteuern obligatorisch macht, wogegen es zu großen Widerstand gibt vor allem seitens der regierenden Oberschicht, da dies einer Kappung der Geldvermögen gleich käme.
Meiner Meinung nach wird man versuchen die Krise durchzusubventionieren und gleichzeitig zu sparen, was die Schuldenberge weiter aufbläht UND zu einer deftigen Rezession führt, weil mathematisch es dann keine andere Möglichkeit gibt. Wenn man 10 Stücken Fischfutter in einen Teich wirft, die Fische aber 20 Stücken brauchen um zu überleben, so kann man nicht darauf hoffen, dass aus den 12 Stücken evt. 20 Stücken werden, so werden zwangsläufig Fische sterben müssen ODER man nimmt ein paar Fische vorher aus den Teich heraus. |