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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1494
neuester Beitrag: 04.08.15 21:52
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 37335
neuester Beitrag: 04.08.15 21:52 von: daiphong Leser gesamt: 2839191
davon Heute: 2398
bewertet mit 86 Sternen

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20752 Postings, 4272 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
86
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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37309 Postings ausgeblendet.

14571 Postings, 3304 Tage Malko07Der Versuch der USA mittels TTP und TTIP

 
  
    #37311
6
03.08.15 06:57
ihren Einfluss in Asien und Europa zu sichern könnte in die Hose gehen. In Asien bröckelt die Zustimmung massiv und immer mehr flüchten sich in die Arme Chinas. Auch in Europa sinkt die Zustimmung in der Bevölkerung massiv und wahrscheinlich können sogar die Stellvertreter Washingtons in Berlin und in anderen Hauptstädten diese Einflusssicherung nicht mehr retten, trotz dem Aufbau des Schreckgespenst Putin. Wenn eine Weltmacht wie die USA nur noch glaubt ihren Einfluss durch den Abbau der Demokratie bei ihren Partnern sichern zu können, sind sie auf einer schiefen Abwärtsebene. Erneut ein tolles Obama-Projekt!
USA: Wikileaks-Dokumente aus TPP-Verhandlungen - Wirtschaft - Süddeutsche.de
Nahverkehr, Wasser, Abfall, Krankenhäuser, Rundfunk: Geheime Wikileaks-Dokumente zu TPP zeigen, was die USA auch für TTIP anstreben könnten.
 

4364 Postings, 2194 Tage learnerImmer diese Falschmeldungen, dass

 
  
    #37312
3
03.08.15 07:28
gerade französische und deutsche Banken in den Pigs investiert waren! Nie haben diese Banken Staatsanleihen gekauft, und das Geld ist nie in sinnlose Infrastrukturprojekte gelandet.

-----------
Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"

14571 Postings, 3304 Tage Malko07Die Einwanderung

 
  
    #37313
3
03.08.15 12:14
(nicht Flüchtlinge) verschiebt sich immer stärker zu Personen mit höherer Bildung. Diesen volkswirtschaftlichen Gewinn muss man den Verlustren gegenüberstellen, die man in manche Migrante investieren muss. Ich glaube diesbezüglich sieht die Bilanz sehr gut aus. Weitere Einwanderungstore sind, solange der Flüchtlingsstrom so groß bleibt und viele Arbeitnehmer in der EU Arbeit suchen, nicht diskussionswürdig. Wir sollten uns anstrengen die Flüchtlinge die mit großer Wahrscheinlichkeit hierbleiben gut zu integrieren und weitere Investitionen in deren Ausbildung zu tätigen. Die Fehler, welche mit den "Gastarbeitern" gemacht wurden, sollten wir nicht unbedingt wiederholen.  
Jeder Fünfte hat einen Migrationshintergrund - Politik - Süddeutsche.de
20 Prozent der deutschen Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Die meisten von ihnen sind Deutsche.
 

14571 Postings, 3304 Tage Malko07Abschreckung

 
  
    #37314
2
03.08.15 12:18
Wird sie funktionieren?
Großbritannien: David Cameron will illegale Migranten auf die Straße setzen - SPIEGEL ONLINE
Die britische Regierung setzt weiter auf Abschreckung: Nur Flüchtlinge mit gültiger Aufenthaltserlaubnis sollen künftig eine Wohnung mieten können. Sonst drohen Strafen für die Hausbesitzer.
 

1010 Postings, 619 Tage exact@learner

 
  
    #37315
2
03.08.15 13:01

zitat:" Immer diese Falschmeldungen, dass gerade französische und deutsche Banken in den Pigs investiert waren! Nie haben diese Banken Staatsanleihen gekauft.."

Wo hast du denn das "aufgeschnappt"? :-)
Inzwischen hat die EZB ja die Staatsanleihen den Banken in großem Stil "abgenommen" und so die Verluste "der Allgemeinheit" aufgebürdet, aber hier nochmal einige historische Fakten aus 2011 dazu,

.....wohlgemerkt, hier allein zum Thema Griechenland !!!:

(...)
Deutsche Banken
Die deutschen Kreditinstitute gehören zu den größten privaten Gläubigern Griechenlands. Laut Bundesbank-Statistik besaßen sie Ende März griechische Staatsanleihen im Ursprungswert von rund zehn Milliarden Euro...

Französische Banken
Die französischen Banken sind ebenfalls große Gläubiger des griechischen Staates. Zusammengenommen dürften sie ähnlich viele Staatsanleihen in ihren Büchern haben wie die deutschen Institute.
.."

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...-traegt-a-770392.html

 

13246 Postings, 2614 Tage Fillorkilleinige historische Fakten aus 2011 dazu

 
  
    #37316
03.08.15 13:51
-----------
'das ganze ist das unwahre'
Angehängte Grafik:
greece-exp1.jpg (verkleinert auf 78%) vergrößern
greece-exp1.jpg

14571 Postings, 3304 Tage Malko07Und was bringt uns die Erkenntnis, dass

 
  
    #37317
3
03.08.15 15:25
auch europäische Banken in Griechenland aktiv waren? Hätte man sie deshalb Pleite gehen lassen sollen und mit ihnen die Spareinlagen der kleinen und großen Leuten? Und das alles nur weil die Griechen kriminell waren und sind? Es gab damals noch keine sinnvolle gesetzliche Regeln bei uns um die Banken mit ins Boot zu nehmen. In diesem Sinne ist es mMn eine idiotische Aussage, die Hilfen waren nur für die Banken. Ca. 1/3 der Hilfen kam ausländischen Banken zu Gute, ein weiteres Drittel diente der Rettung des griechischen Finanzsystems und ca. ein Drittel versickerte spurlos im griechischen Sand.

Es ist absolut lustig, wenn besonders die Griechen immer vorwurfsvoll darauf hinweisen, dass ein Großteil der Rettung der Banken diente. Wie wollen sie mit dieser Mentalität jemals wieder ihre Schulden am freien Markt rollen? Glauben wohl, der europäische Steuerzahler ist für ewig dran. Raus mit der Bagage!  

14571 Postings, 3304 Tage Malko07Der Verfassungsschutz liebt

 
  
    #37318
2
03.08.15 15:32
offensichtlich Faschisten. Deshalb müssen alle Spuren zum NSU-Verfahren vernichtet werden. Es sind für ihn die einzigen aufrechten Menschen. Und deshalb beißt die Bundesoberdogge wie verrückt in der Medienlandschaft rum. Mit Demokratie nichts am Hals!
Nebenkläger verlangen Klarheit über Aktenvernichtung - Politik - Süddeutsche.de
NSU-Prozess: Nebenkläger fordern vom Gericht, eine fragwürdige Schredderung von Verfassungsschutzakten aufzuklären.
 

41350 Postings, 4107 Tage Anti Lemming50.000 Euro Spenden an Netzpolitik.org

 
  
    #37319
1
03.08.15 19:19

41350 Postings, 4107 Tage Anti LemmingEin Klassiker: A. Paul Weber "Der Denunziant"

 
  
    #37320
1
03.08.15 19:26
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch...

https://s.qwant.com/thumbr/0x640/7/7/...6.jpg&q=0&b=1&p=1

Weitere Bilder von A. Paul Weber: https://www.google.de/...ed=0CAcQ_AUoAWoVChMIq5mP77aNxwIVyv5yCh3wrAxu  
Angehängte Grafik:
b_1_q_0_p_1.jpg (verkleinert auf 89%) vergrößern
b_1_q_0_p_1.jpg

6557 Postings, 2453 Tage daiphong"Exposure" sind nicht nur Staatsanleihen

 
  
    #37321
1
03.08.15 19:40
Die alten französischen Bank-Freunde Griechenlands sind längst verschunden, nur Michel, UK, US blieben treu.  
Angehängte Grafik:
banks-greece-exposures.png
banks-greece-exposures.png

6557 Postings, 2453 Tage daiphongdie Eurogruppe hat Griechenlands Staat

 
  
    #37322
1
03.08.15 19:45
längst übernommen ("private Investoren" sind griechische Versicherungen, griechische Banken halten gerade noch für 22 Mrd nach 60 Mrd ehedem)  
Angehängte Grafik:
infografik-griechische.jpg (verkleinert auf 54%) vergrößern
infografik-griechische.jpg

13246 Postings, 2614 Tage Fillorkillthe only other option, of course, is breakup

 
  
    #37323
03.08.15 20:03
Raus aus der teutonischen Union, solange es noch geht:

Autor: Philippe Legrain, economic advisor to the president of the European Commission from 2011 to 2014 - https://foreignpolicy.com/2015/07/31/...ne-integration-is-a-bad-idea/

'..The conceit in Paris is that a eurozone government would be shaped by France. But why would it be? Berlin rules the roost in the eurozone, so it is scarcely going to subordinate itself to a Franco-European institution in Brussels. When German officials talk about fiscal union, what they have in mind is not the Keynesian eurozone treasury that France would like, but a supranational fiscal enforcer that could rewrite national budgets at will. That would entail an extension of German power, not a reclaiming of French influence.

Traditionally, Germany was loath to go it alone in European politics. It needed to proceed hand in hand with France, to banish fears that it was trying to dominate Europe. But now Berlin is openly seeking a Germanic Europe. It has a coalition of the willing ? German economic satellites such as the Netherlands and Slovakia ? to provide political cover for its unilateralism. And its policy establishment is much more united, confident, and determined to get its way than France?s is. So until Paris is willing to provoke a rupture, Berlin is in the driver?s seat...

Let?s face it: The differences between the German ordoliberal concept of fiscal policy and the French Keynesian one are irreconcilable. Berlin wants a watertight system of rules that strips policymakers of discretion, whereas for Paris economic and political discretion are paramount. Since Germans attribute their postwar economic success to ordoliberalism, they are scarcely going to compromise on this, especially because they have since told themselves a morality tale about the crisis in which their behavior is virtuous and others? is sinful. But ordoliberalism cannot work as a governing principle for a currency union with different intellectual traditions and divergent economies. Nor is it viable for an unbalanced 10 trillion euro ($11 trillion) economy with a mercantilist German core to outsource its stabilization to the rest of the world. So why not allow greater flexibility at the national level? Germany can pursue one policy and France another.

The traditional argument against fiscal flexibility is that excessive French borrowing would spill over into higher interest rates for the German government. But the crisis showed the opposite: Capital flooded into Germany as a safe haven, pushing down German yields...
-----------
'das ganze ist das unwahre'

3476 Postings, 2452 Tage Dreiklang#37323 Den Artikel mal zu Ende lesen

 
  
    #37324
1
04.08.15 01:07
Der Autor schließt: "Zurück zu Maastricht" , mit der Wiedereinsetzung der No-Bailout-Regel. Die EZB müsse Kredithilfen an der Solvenz festmachen. Folglich wäre Griechenland bereits 2010 ein Insolvenz-Fall geworden. (Ob Griechenland dann noch im Euro hätte bleiben können, dazu schweigt sich der Autor aus.)

Die "Alternative" im jetzigen System, dass nämlich Deutschland irgendwann der de-facto alleinige Gläubiger im Euro-System ist, wird vom Autor als Gefahr gesehen, und er warnt Frankreich davor. Schön und gut, aber die bisherige Politik in Frankreich führt ja genau dort hin. Im Prinzip möchte man in den Süd-Staaten einen permamenten Abschreibungsmechanismus für diese Schulden installieren. Auch ein Weg des Transfers.

Wenn der Autor sein "zurück zu Maastricht" weiter durchdenkt, dann wird sich dies nur mit und in einem "Nord-Euro" durchsetzen lassen - im Grunde sagt er nichts anderes. Die logische Konsequenz wäre die Teilung des Euro-Raumes in Nord und Süd.

Seit den 80ern haben sich Norden und Süden weit auseinanderentwickelt. Der Norden hat sich global aufgestellt - er braucht den Süden nicht (mehr) für Agrarprodukte , er braucht ihn nicht mehr als verlängerte Werkbank (Portugal war ab den 60ern für dt. Unternehmen so eine Werkbank) - an dessen Stelle ist längst Osteuropa getreten und Asien. Ebenso wurden die Absatzmärkte globalisiert.

Game over.  

6557 Postings, 2453 Tage daiphong#07 das Gegenstück der US-Defizit-Ökonomie

 
  
    #37325
1
04.08.15 01:40
die nebenher auch als globale Bank funktioniert - aber irgendwie verschwinden die riesigen Bilanzgewinne ausgerechnet mit QE alle wieder  ;-o)

32 Billionen Vermögen in den USA oder volle 100.000 pro Kopf gehören inzwischen Ausländern. 25 Billionen oder 77.000 pro Kopf gehören ihnen im Ausland, .

Mag durch Steuerflucht und Kapitalanonymisierung etwas verzerrt sein, die positive deutsche Bilanz aber sicher auch.  
Angehängte Grafik:
nipus.jpg (verkleinert auf 71%) vergrößern
nipus.jpg

6557 Postings, 2453 Tage daiphong#24 einen "Süd-Euro" würde es sofort sprengen,

 
  
    #37326
2
04.08.15 02:32
das macht keiner, dann müssten sie schon alle zu nationalen Währungen zurück.

Die dann alle schnell hoch inflationieren würden, Vermögende, Staat, Banken würden sich mit Kredit in der neuen Währung vollpumpen und kaufen, was da ist, zunächst mal würden Investitionen und Reallöhne verfallen, Vermögen, Renten wären weg, aber die hohen Euroschulden zum Ausland blieben bestehen, es gäbe besonders hohe Steuern - ein Desaster für die große Mehrheit. Kennt man alles von früher, will man nicht mehr haben, außer ein paar Anarchisten, Banker, Überschuldete, Spekulanten. Und nach der großen Ponzi-Umverteilung, und wenn sich alles wieder beruhigt hat, steht man dann vor den gleichen Grundproblemen wie heute, nur eine Etage tiefer. es wäre sozusagen überall eine Art Grexit.  

also bleiben alle Südländer hübsch im Euro.

und kotzen über die teutonische Union und Austerity. Natürlich inflationiert der Norden nicht schnell genug, betreibt die EZB keine Hochinflationspolitik, verschwinden die Schulden nicht einfach. und Kredit bekommen plötzlich nur noch diejenigen, die bereits etabliert sind und keine Not haben. Natürlich hat der Staat nie genug Geld, und alle müssen irgendwie sparen und dazu auch noch hohe Steuern zahlen... ,-o) total gruselig, diese teutonische Union.
Man wird dann halt zum Ausgleich ein bisschen Revolution und ganz große europäische Politik versuchen mit Transfereffekten: gemeinsame Rentenkassen, gemeinsame Arbeitslosenkassen, gemeinsame Steuern...

 
 

2048 Postings, 3590 Tage AriaariWashington hat nun ein eigenes Griechenland

 
  
    #37327
1
04.08.15 08:07
Es ist die viertgrößte Staatspleite der Geschichte: Die mit den USA assoziierte Karibikinsel Puerto Rico ist laut Ratingagentur Moody's zahlungsunfähig. Washington hat nun ein eigenes Griechenland.

http://www.huffingtonpost.de/2015/08/04/...ref=germany&ir=Germany  

6557 Postings, 2453 Tage daiphongein paar Kleinigkeiten auf einen Blick:

 
  
    #37328
2
04.08.15 15:26

Sowjets: die Partei übernimmt Staat, Gericht, Polizei, Militär, Kapital, "Systemmedien"
AnarchoLinke: erst Polizei und Militär, dann Kapitalismus und Staat zerschlagen
DieLinke "Subventionen für jeden und alles" durch verstaatlichte Banken, Konzerne
SPD: möglichst hohe Löhne, allg. Grundsicherung, Besteuerung der Vermögen
FDP: für Besserverdiener höhere Freiheiten, Löhne, Gewinne, niedrigere Steuern für alle
Grün: bessere Bedingungen für Niedrigverdiener, Jugendliche, Frauen, Ausländer, alle  
CDU: möglichst bescheidene Löhne, Sozialhilfe im Notfall, Anonymität der Vermögen DieRechte: Staat weitgehend auf Polizei und Militär reduzieren
AnarchoLibertäre: Polizei und Militär abschaffen, Kapitalismus pur, selbst bewaffnen
Nazi: die Partei beherrscht Staat, Gericht, Polizei, Militär, Kapital, "Systemmedien"

 

13246 Postings, 2614 Tage Fillorkillund kotzen über die teutonische Union

 
  
    #37329
04.08.15 20:33
Es gibt jenseits der etwas verrückten Phantasie, das deutsche Exportwunder durch Kopieren der Michelphilosophie und Einübung der gepredigten Sekundärtugenden (keine Schulden!) wiederholen zu können, für Europäer keinen positiven Grund, der teutonischen Union und ihrer Währung die Stange zu halten.

Denn einerseits zeigt die empirische Realität einen stetigen Transfer von Wealth von der Peripherie zum deutschen Zentrum, der nicht nur durch den Missbrauch des Euros als faktisch abgewertete DM zementiert wird, sondern auch durch die aufgenötigte Rückabwicklung der materiellen Produktionsbasis, deren Potential dann deutscherseits übernommen und weitergeführt wird. In der teutonischen Union werden die Europäer also stetig ärmer, während ihre Schulden stetig wachsen.

Und andererseits wurde am Exempel Griechenlands klar gemacht, dass die Zeit der angedachten Alternativen und Diskussionen, der mitunter mühseligen Konsensfindung endgültig vorbei ist. Vielmehr wird heute in Berlin durchgegeben, was Sache ist und europäische Regierungen dürfen dann mit eigenen Worten den Entscheid gegenüber dem eigenen störrischen Fussvolk verdolmetschen.

Was also einem europäischen Mitglied der teutonischen Union an Perspektive bleibt ist, ärmer und verschuldeter zu werden, sprich faktischer Zahlmeister der Michels zu bleiben, aber nicht mehr mitreden zu können. Umgekehrt enthielte der Ausstieg wenigstens die theoretische Chance auf Besserung. Diese Chance werden die Europäer suchen, wenn sich die Botschaft gesetzt hat und mit - vermutlich - dann anderen, explizit deutschfeindlichen Regierungen.  
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'das ganze ist das unwahre'

6557 Postings, 2453 Tage daiphong#08 "Die Bank kann dabei soviel Kredit

 
  
    #37330
1
04.08.15 20:42
aus dem Nichts schöpfen wie immer sie will, vorausgesetzt sie findet jemanden, der ihr das Zeug abnimmt. Dieser unkontrollierte Geldschöpfungsprozess unter Privaten stiftet überhaupt den Grund für alle zyklischen Krisen im Cap."

...deswegen heißt es ja auch Kreditgeld. ;-o) Und natürlich kommt es auch hier nicht aus dem Nichts.
Bankkredite unterstellen nämlich solvente und absehbar erfolgreiche Kreditnehmer. Bankkredite erwarten bereits gespartes und pfändbares Eigenkapital in Form von Unternehmen, Arbeitsvermögen samt  Arbeitsplatz mit gesichertem Einkommen, oder Immobilien. Dieses Eigenkapital wird im Kredit durch Fremdkapital im Umfang erweitert und in der Rendite gehebelt. Banken erzeugen per Kredit also verzinstes Fremdkapital.
Fremdkapital dient als vorgezogenes Einnahmevolumen mit nachgelagertem Sparen.
In Investitionen dient es dem Betrieb zur Zahlung von Löhnen und Anlagen, im Hypokredit der Immobiliennutzung, im Konsumkredite dient es dem Aufbau oder Erhalt eines Lebensstils. Jeweils durch den Austausch vom vorgelagertem, freiwilligem Sparen von Eigenkapital zum nachgelagerten, erzwungenem Sparen von Eigenkapital als Bedienung und Tilgung von Fremdkapital. Alle Bankkredite unterstellen den finanziellen Erfolg von Unternehmen und Arbeitenden.

Einem heftig überzogenen, sektoriell überinvestiertem Kreditboom folgt also ein heftiger Sparboom. Eine Deflation kann das Bankensystem abmildern durch allgemeine Umschuldung auf niedrigere und langfristigere Zinsen, wenn die Zentralbank viel Zentralbankgeld ins Spiel bringt. Bürgern, Unternehmen, Staat verschafft es dadurch neue Spielräume, Liquidität.

Im Ponzi-Schneeball geht die gesamte Ökonomie mit einem überdrehten Finanzsystem in die Kredit-Geld-Lohn-Preis-Asset-Spirale und hohe Inflation über und verheizt mit der Geldinflation finanzielle Schulden wie Vermögen in eigener Währung. In einer großen Gemeinschaftswährung klappt aber das nationale Ponzi-Spiel nur zur Hälfte. Dann crashen Wirtschaft und der Staat, steigt die Außenverschuldung rapide an, viel neues Geld flüchtet ins Ausland oder als Bargeld in die Tresore, sehr viele bleiben privat und alle Nichtausgewanderten zusammen öffentlich auf erheblichen Schulden sitzen. Um die Kreditdeflation zu umgehen, hat ein Land sich selbst zerstört und statt der Inflation die Deflation verdoppelt und verdreifacht, es wurde von Abzockern in Staat, Unternehmen, Banken zerstört.

Die griechische Linke um Tsipras und Mr. Ponzi Varoufakis haben dieses Spiel auf die Spitze getrieben, indem sie auf einen Schlag eine große bedingungslose Entschuldung und damit die griechische Freiheit zur Neuverschuldung Griechenlands durchsetzen wollten.
Sie haben damit der Bevölkerung einerseits die Fortsetzung von Ponzi versprochen, andererseits den nationalen Totalcrash an die Wand gemalt. Natürlich zahlte seither möglichst keiner mehr Steuern oder Zinsen oder arbeitete an realen Lösungen, nur der Totalcrash rückte erheblich näher.

DieLinke in Deutschland ist hell empört - nicht über Tspras, sondern über das u.a. Griechenland noch stützende und schützende Deutschland. Denn Griechenland und Ponzi ist das Mustermodell dieser Art der Linken.
Sie verspricht staatliches Geld für alle und blühende Landschaften, wenn dem "geizigen Kapitalismus und und Arbeiter-Michel" ein großzügiger Staat gegenüber träte, der sich durch die Zentralbank und verstaatlichte Banken von Steuern auf Lohn und Gewinn und auch von der demokratischen Macht der Arbeitenden und Vermögenden unabhängig gemacht hätte. Sobald er dies aber irgendwo tut - siehe Griechenland.
Und sobald er dies europaweit oder als europäischer Zentralstaat tut - ginge ganz Europa im beschleunigten Wettbewerb des Kreditaufblasens und gegenseitigen Aufkaufs von Immobilien, Unternehmen, Waren in vollständiges Ponzi über, das wäre dann bis zur sehr schnellen und völligen Entwertung des Euro nicht mehr zu stoppen.

Also wollen wir hoffen, dass DieLinke und Leute wie Fillorkill politisch niemals etwas zu sagen haben und sich nur in subalternen Foren ausmähren.


 

13246 Postings, 2614 Tage FillorkillRaus mit der Bagage !

 
  
    #37331
04.08.15 20:45
Autor: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45620/1.html

'..In Frankreich steht die sozialistische Regierung angesichts der Tatsache unter Druck, dass sie den deutschen Kurs in der Griechenland-Frage unterstützt hat. Das führte nun dazu, dass der französische Finanzminister als erstes Regierungsmitglied seinen deutschen Kollegen klar kritisiert hat. Mit dem Ausstieg würde die Büchse der Pandora aufgemacht und andere Problemländer könnten das Heil in einer Abwertung suchen. Derweil wird in der Öffentlichkeit darüber debattiert, die Deutschen "allein im tiefen Wald auszusetzen", damit sie "ganz allein mit der geliebten Euro-Mark und ihren Konvergenzkriterien" spielen können...'

Anmerkung: der Dexit ist natürlich keine realistische Option, weil die überkommene EU das Deutschland der Michel als Zentrum formuliert hatte - der kausale Konstruktionsfehler, der nur mehr Ausstieg und Reset, dann natürlich ohne Deutschland & Satelliten, als Konsequenz zulässt.  
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'das ganze ist das unwahre'

13246 Postings, 2614 Tage Fillorkillgerman should exit

 
  
    #37332
04.08.15 20:54
Autor: Ashoka Mody is a visiting professor in international economic policy at Princeton University. Previously, he was a deputy director at the International Monetary Fund

Link: http://www.bloombergview.com/articles/2015-07-17/...uld-exit-the-euro

'...Perhaps the greatest gain would be political. Germany relishes the role of a hegemon in Europe, but it has proven unwilling to bear the cost. By playing the role of bully with a moral veneer, it is doing the region a disservice. Rather than building "an ever closer union" in Europe, the Germans are endangering its delicate fabric. To stay close, Europe's nations may need to loosen the ties that bind them so tightly...'
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'das ganze ist das unwahre'

13246 Postings, 2614 Tage Fillorkillder Ponzi-Schneeball

 
  
    #37333
04.08.15 21:14
Die Trennung von ehrlichem Kredit, der so grundehrlichen wie solventen Kreditnehmern bei ihren gesunden Geschäften ein wenig unter die Arme greift und den verrückten Ponzi-Exzessen verantwortungsloser Spekulanten gibt es leider nur in der Morallehre der Michel. In der empirischen Welt hingegen gibt es diese Trennung ebenso wenig wie die zwischen verruchten Finanzkapital und ehrlichem Handwerk. Tatsächlich entwickeln sich Kreditexzesse stets aus (scheinbar) kerngesunden, stabilen Märkten, was mit menschlicher Psychologie viel und einem Mangel an Reglementierung sehr wenig zu tun hat:

In the first stage, soon after a crisis, banks and borrowers are cautious. Loans are made in modest amounts and the borrower can afford to repay both the initial principal and the interest.

As confidence rises banks begin to make loans in which the borrower can only afford to pay the interest. Usually this loan is against an asset which is rising in value.

Finally, when the previous crisis is a distant memory, we reach the final stage - Ponzi finance. At this point banks make loans to firms and households that can afford to pay neither the interest nor the principal. Again this is underpinned by a belief that asset prices will rise.

(Minskys 'Ponzi')
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'das ganze ist das unwahre'

13246 Postings, 2614 Tage Fillorkillordofans von links

 
  
    #37334
04.08.15 21:27
Freiheit statt Kapitalismus ist ein Buch der Politikerin Sahra Wagenknecht

Nach Wagenknecht könne der freie Markt nicht von selbst Verteilungsformen hervorbringen, in denen Einzel- und Gesamtinteressen aufeinander abgestimmt seien. Dabei bezieht sie sich auf die ordoliberalen Wirtschaftspolitiker Walter Eucken, Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard.[3]

In Wagenknechts Interpretation ruht die Soziale Marktwirtschaft auf vier Fundamenten:

Ordnung statt Mitleid: Die Vertreter des Ordoliberalismus seien davon ausgegangen, dass eine Marktwirtschaft dem Allgemeinwohl dienstbar gemacht werden könne, wenn sie in strikte Regeln und ordentliche Sozialgesetze eingebunden sei...

Weiter wer will: https://de.wikipedia.org/wiki/Freiheit_statt_Kapitalismus  
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'das ganze ist das unwahre'

6557 Postings, 2453 Tage daiphongWagenknecht ;-o))

 
  
    #37335
04.08.15 21:52
ne reine Lachnummer wie Fill.
die will jetzt den bösen Kapitalismus also Gassi führen ;-o)
 

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