Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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neuester Beitrag: 18.04.14 08:52
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 16677
neuester Beitrag: 18.04.14 08:52 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 611559
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20752 Postings, 3799 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
76
04.11.12 14:16

Wirtschaftswissenschaften: Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind immer mehr Ökonomen überzeugt. Viele von ihnen sehen in der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich auch die Ursache für die weltweite Finanzkrise.

BerlinDer Klassenkampf war lange verschwunden aus dem Vokabular der Ökonomen. Die meisten Forscher interessierten sich nicht mehr für die Unterschiede zwischen den einzelnen Schichten der Gesellschaft, zwischen Armen und Reichen, Arbeitenden und Vermögenden. Die Stoßrichtung gab Nobelpreisträger Robert Lucas vor: Ökonomen sollten sich nicht von der gefährlichen Versuchung verführen lassen, sich mit Verteilungsfragen zu beschäftigen, schrieb er vor gut zehn Jahren. Wer den Wohlstand mehren wolle, der solle nicht umverteilen, sondern für Wachstum sorgen.

 

Inzwischen aber findet in der ökonomischen Zunft ein Umdenken statt - immer mehr Volkswirte nehmen auch Verteilungsfragen wieder ernst, wie eine Konferenz des "Forschungsnetzwerks Makroökonomie" zeigt, die in der vergangenen Woche in Berlin stattfand. Auf Einladung der Hans-Böckler-Stiftung diskutierten mehr als 300 Volkswirte über die Zukunft der makroökonomischen Forschung. Die Einkommensverteilung war dabei eines der zentralen Themen. Schließlich ist die Kluft zwischen Arm und Reich vor der Krise massiv gewachsen - vor allem in den USA, aber auch in vielen anderen Industrieländern.

Wenn die Ungleichheit in einer Volkswirtschaft zu groß wird, wird diese instabil, zeigte Michael Kumhof, Vizeabteilungsleiter beim Internationalen Währungsfonds (IWF). Zusammen mit Kollegen hat er ein makroökonomisches Standard-Modell um Verteilungsfragen erweitert. Anstelle von homogenen Haushalten, die einheitliche Interessen haben, gibt es in diesem Modell Arbeiter und Vermögende.

 
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16651 Postings ausgeblendet.

30989 Postings, 5286 Tage KickyKiev: Military operation in Ukraine to go on

 
  
    #16653
17.04.14 20:19

7279 Postings, 2141 Tage FillorkillAL, unsere beiden kalten Krieger

 
  
    #16654
6
17.04.14 20:29
sind schwer enttäuscht, weil Putins Russland die im zugeschriebene Rolle als 'Katalysator' einer neuen militarisierten Weltordnung offenbar gar nicht erfüllen will. Einerseits hofft man natürlich, dass doch noch was entgleist, andererseits bereitet man bereits den taktischen Rückzug vor durch Transformation der Wende hin zur Deeskalation in eine ernste Niederlage des Adolf Putin. Wie seinerzeit übrigens bei der kurz mal von Obama angedachten Strafexpedition gegen Assad....
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'Being a contrarian is tough, lonely and generally right'

7279 Postings, 2141 Tage FillorkillKicky, es gibt

 
  
    #16655
1
17.04.14 20:35
überhaupt keine 'Military operation in South-East Ukraine'. Diese war zwar gewollt, geplant und verbalisiert, aber die Leute draussen haben nicht gemacht. Und genau dies hat die Wende zur Deeskalation fundiert...
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6806 Postings, 1169 Tage zaphod42fill

 
  
    #16656
2
17.04.14 20:41
Wie AL richtig analysierte handelt es sich um einen klugen Schachzug. Putin spielt aber eine ganze Partie. Deine grenzenlose politische Naivität schmerzt mich, der ich sie lesen muss.

Deine Hoffung, dass der gordische Knoten nun zerschlagen ist (PiepPiepPiep--wir haben uns wieder lieb) wird sich nicht erfüllen. Meine Analyse der Zeitenwende wird sich erfüllen, wenn auch langfristig. Denn Russlands Reputation ist im Eimer - jeder weiß nun, wen er vor sich hat. Die NATO muss und wird den strategischen Wechsel vollziehen - zumindest solange Russland eine Bedrohung bleibt und da ist im Moment kein Ende absehbar.

Zudem wird Putin die nationalfaschistischen Geister die er im eigenen Land und nahe dessen Grenzen rief nicht mehr los werden. Ich wage daher zu behaupten, dass diese Entspannung nur kurzfristiger Natur sein wird. Möglicherweise kommt es wieder zu Provokationen - wobei ich gewillt bin, Putin eine persönliche Nichtbeteiligung diesmal abzukaufen. Er hat den Zug angeschoben - den Rest erledigt die Schwerkraft.  

35077 Postings, 3634 Tage Anti LemmingFill

 
  
    #16657
7
17.04.14 21:13
Was mich wundert, ist deine in Sachen US-Außenpolitik in Osteuropa durchaus ideologie-kritische Betrachtungsweise - die Hintergründe differenziert ausleuchtet, statt auf vordergründige Parolen und Propaganda reinzufallen - , während du in Sachen US-Geldpolitik (inkl. geplantem Draghi-QE) die auch in diesem Bereich dringend nötige Kritikfähigkeit vermissen lässt.

Dazu zählen u. a. Deine "QE ist neutral"-Analysen, die sich - in ganz und gar nicht quellen- bzw. ideologie-kritischer Vorgehensweise - u. a. auf Fed-Publikationen als Informationsquelle stützen.

Das ist ungefähr so, als würde man sich beim Teufel erkundigen, ob es im Himmel mit rechten Dingen zugeht ;-)


 

6806 Postings, 1169 Tage zaphod42Ganz wie von mir erwartet ;-)

 
  
    #16658
1
17.04.14 21:13
spielen die Separatisten nun ihr eigenes Spiel. Denn die saßen nicht in Genf und mögen es sicher ganz und garnicht, von Russland nun den Dolch in den Rücken gestochen zu bekommen. (Ich erinnere auch an die nun wie die Dorftrottel dastehenden Panzerjungs von gestern - dass die die Panzer abgeben und in den Knast wandern wird kaum der Fall sein)

"Im Osten der Ukraine haben sich die pro-russische Separatisten allerdings bislang geweigert, ein besetztes Regierungsgebäude in Donezk zu räumen. Sie zögen erst dann ab, wenn die Unterstützer der neuen Regierung ihr Lager auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew aufgegeben hätten, erklärte einer der Anführer am Donnerstag. "Wir warten ab, was sie tun, bevor wir hier Entscheidungen fällen", sagte Alexander Sachartschenko. "

http://www.welt.de/politik/ausland/...ow-von-illegal-Bewaffneten.html  

3388 Postings, 1980 Tage daiphong#46 Korrektur, unten wars nicht richtig

 
  
    #16659
17.04.14 21:15

"in Kiew hat das ukrainische Parlament alle nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen für illegal erklärt" nach der Schießerei im Hauptquartier. Das musste der Sektor daraufhin unter Polizeiaufsicht auch endgültig räumen.

"In der Begründung wurde allerdings weniger auf den „Rechten Sektor“ verwiesen als auf „ständige Provokationen durch ausländische Staatsbürger in der Südostukraine und in Kiew“.
Der  Rechte Sektor hat sich außerdem als Partei registrieren lassen.   FAZ

 

9025 Postings, 1471 Tage sleepless13Den Zug haben die Amis und einige Europäer

 
  
    #16660
3
17.04.14 21:16
angeschoben,sonst niemand.  

6806 Postings, 1169 Tage zaphod42AL #57

 
  
    #16661
17.04.14 21:16
Ich erkenne da keinen Widerspruch. Der löst sich nämlich auf, wenn du fill bezüglich der Ukraine realistischer sehen würdest ;-)  

9025 Postings, 1471 Tage sleepless13Dazu einmal mehr.

 
  
    #16662
2
17.04.14 21:17
Bei der Berichterstattung über den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland gebe es "entlarvende Automatismen", erklärt die Dozentin für Journalistik, Gabriele Krone-Schmalz.
 

3388 Postings, 1980 Tage daiphong#54 Fill, du bodenloser Spinner,

 
  
    #16663
3
17.04.14 21:40
mich interessiert doch keine "neue militarisierte Weltordnung" oder ein "Kalter Krieg".
Jeder, der meine posts auch liest, weiß das.
Natürlich freu ich mich über diese Genfer Einigung, hoffentlich gehts in die richtige Richtung.

mit deiner Aldi-Rhetorik, einem jede Aussage ins Gegenteil zu verkehren, machst du vielleicht Eindruck auf Pappnasen wie AL, der dann in der Klinik immer seine Pickelhaube aufsetzt...
 

35077 Postings, 3634 Tage Anti LemmingZaphod # 661

 
  
    #16664
5
17.04.14 21:41
In Osteuropa argumentiert Fill im Sinne der Russen.

In der Geldpolitik argumentiert Fill im Sinne/Interesse der Amerikaner.

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Euro-QE schadet Europa und nützt vor allem den Amis.

Ein Krieg in der Ukraine, den die Russen gerade diplomatisch verhindert haben, hätte ebenfalls Europa geschadet und damit den Amis genützt.

In beiden Fällen geht es um die Destabilisierung der Eurozone. Geldpolitisch sind den Amis die Masstricht-Stabilitätskriterien ein Dorn im Auge. Denn ein stabiler Euro, der sich weiterhin an den Maastricht-Kriterien orientiert, gefährdet den Weltleitwährungs-Status der US-Dollars.

Euro-QE würde voraussetzen, dass sich die Bundesbank von den Maastricht-Kriterien, auf die sie zurzeit noch pocht, verabschiedet.

Die Amis haben das Problem, dass sie zwingend den Weltleitwährungs-Status des US-Dollars erhalten müssen, damit die von ihnen betriebene hemmungslose Inflationierungs-Politik zumindest für sie selber profitabel ausgeht.

Und dazu wird auch gern die Eurozone mit falschen Geldpolitik-Empfehlungen und/oder destabilisierenden Kriegen fertig gemacht.
 

7415 Postings, 3611 Tage lumpensammlerAbstrakt

 
  
    #16665
4
17.04.14 21:44
Ein unbedeutender Russischer Flecken Land ist heimgekehrt (worden) zu Mama.

Die halbe Welt hat sich - obwohl faktisch nichts passiert ist - in die wildesten Eskalationsszenarien verstiegen und findet jetzt nur ungern und schwerlich zurück in die Realität.

Ich bin gespannt, unter welchen Verrenkungen die Eskalateure jetzt ihre verbeulten Pickelhauben wieder einmotten werden, insbesondere beim Spiegel. Wahrscheinlich legt der so lange Sonderhefte über Adolf Putin auf, bis selbst Zap die Nase voll hat.    

6806 Postings, 1169 Tage zaphod42Es ging eher

 
  
    #16666
4
17.04.14 21:48
um den Level an Naivität. Ist aber sicher Geschmackssache.

Bei mir es es so: Was QE betrifft bin ich eher bei fill und den Amis wenn ich auch deine Bedenken teile. Was die Weltpolitik angeht eher gegen fill und für die Amis. Insofern kannst du mir unterstellen, bei mir hätte die Idiotie wenigstens durchgehend Methode ;-)

Im Zeitalter der Postmoderne ist das alles aber eh irrelevant. Jeder entscheidet von Fall zu Fall, auf wessen Seite er stehen möchte. Gestern noch wegen NSA Ami-Feind, heute wegen der Ukraine Ami-Freund. Oder umgekehrt. Alles kein Problem.  

35077 Postings, 3634 Tage Anti LemmingGeldströme

 
  
    #16667
1
17.04.14 21:53
entscheiden in der Postmoderne, die gleichzeitig die Ära der "Finanzialsierung" allen Weltgeschehens ist.

Nehmen wir die Oligarchen. Die wollen vor allem Geldströme. Solange die Ukraine noch ost-kapitalistisch war, konnten sie sich hemmunglos an den Privatisierungen bereichern. Dazu sangen sie auch gern Loblieder auf Putin. Inzwischen ist die Ukraine aber ein ökonomisches Wrack. Putin hilft nicht, also wird nun auf Geldströme aus dem Westen (IWM, EU) geschielt. Politische Präferenzen werden dabei in Wendehalsmanier nötigenfalls ins Gegenteil verkehrt.

Hauptsache ist, dass die Geldströme in die eigenen Taschen nicht abreißen, egal woher sie gerade kommen. Das ist übrigens eher eine Steinzeit-Methode als Frühkapitalismus.
 

7415 Postings, 3611 Tage lumpensammlerIch höre schon die Reifen quietschen

 
  
    #16668
1
17.04.14 22:01
beim Versuch, die 180 Grad Wende schnell genug zu schaffen. Na hoffentlich fliegt da keiner argumentativ aus der Kurve.  

6806 Postings, 1169 Tage zaphod42Du wirst überrascht sein,

 
  
    #16669
1
17.04.14 22:07
aber ich denke auch dass das ein wichtiges Motiv der neuen Machthaber ist. Diese Leute in Kiew haben viele Geschäftsbeziehungen in den Westen und wollen ihr Land auf West-Niveau trimmen. Denn dann würde ihr Wohlstand ebenfalls exorbitant steigen, sicher deutlich mehr als mit der russischen Option. Insofern ist deren Strategie nicht die dümmste. Ich persönlich habe kein Problem damit, immerhin würde der Rest der Ukrainer ebenfalls profitieren. Der Nachteil für uns Alteuropäer ist allerdings, dass wir da Unsummen reinbuttern müsten. Ich sehe die Ukraine daher auf absehbare Zeit nicht in der EU - davon redet auch meines Wissens niemand (ausser Kiew natürlich).  

35077 Postings, 3634 Tage Anti Lemming# 659

 
  
    #16670
3
17.04.14 22:12
Der FAZ-Artikel will irrsinnigerweise weis machen, dass die Russen mit faschistischen Nationalisten vom "Rechten Sektor" kooperiert hätten und dies bis heute tun.

Die Argumentationslinie in dem Artikel ist unschlüssig.

Da wird zunächst der Rechte Sektor als Haupttriebfeder gegen das alte Janukowitsch-System genannt. J. war aber pro-russisch und lebt dort ja auch im Exil. Folglich muss der rechte Sektor gegen J. und damit "westorientiert" gewesen sein. Der Rechte Sektor stellte aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Scharfschützen, die mit gezielten Tötungs-Schüssen auf beliebige Maidan-Demonstranten und -Polizisten die jetzige Oligarchenregierung an die Macht geputscht haben.

Da aber in Westmedien die Schauerstory kolportiert wurde, die Russen hätten die Scharfschützen geordert und bezahlt - während gleichzeitig eine forensische Untersuchung der Kugeln in den Maidan-Toten trotz zig Anfragen unterblieb - , muss die Realität jetzt - passend zu den eigenen Vorurteilen - zurechtgebogen werden.

Solche Artikel sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind.

Und wer mit solchen Artikeln argumentiert, stellt sich in trauriges Licht.
 

7279 Postings, 2141 Tage FillorkillPhong, sorry

 
  
    #16671
1
17.04.14 22:29
Ausnahmsweise. Auch wenn Du gerne auf Stereotypen des kalten Krieges zurückgreifst, geht es Dir letztlich um das 'emanzipatorische Projekt' und dies tendenziell global. Ich weiss das und bestätige es hiermit. Ich kritisiere Dich tatsächlich nicht in diesem Motiv, sondern in der Wahl deiner ideellen Bündnispartner, die Du zu einem Werkzeug humanistischer Missionen umdeutest - was sie jedoch nicht sind. Damit unterscheidest Du dich übrigens erheblich von Zaps fixer Idee des Survival of Fittest, ohne allerdings diesen Dissens deutlich zu machen...
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6806 Postings, 1169 Tage zaphod42Es gibt keinen Dissens

 
  
    #16672
17.04.14 22:46
denn es handelt sich um zwei Seiten derselben Medaillie, nämlich dem Wissen oder dem Gefühl, historisch, humanistisch und moralisch auf der richtigen Seite zu stehen. Hier kämpfen wir als Europäer in erster Linie für uns selbst. Die Amis stehen uns bezüglich der genannten Werte am nächsten und sind folglich Interessen- und Bündnispartner, zumindest wenn man die eine oder andere kleine Schweinerei ausblendet. Non licet bovi, quod licet Jovi.

Wenn daiphog in der Ukraine den Maidan als Interessen- und Bündnisparter der EU identifiziert, so liegt er goldrichtig. Die Überschneidung ist nicht 100%, aber die Auswahl ist eben beschränkt. Zudem gibt es in der EU ja auch genügend Rechte, die sozialverträglich integriert sind. Orban, die FPÖ oder Le Pen z.b.

 

7279 Postings, 2141 Tage FillorkillZap: Naivität

 
  
    #16673
2
17.04.14 22:48
Das Malen einer abgründigen Welt, in der es von bösartigen Adolf-Putins nur so wimmelt und nur der überleben wird, der ihre Karte spielt, nennst Du Realismus. Von mir aus - aber ich denke, Du nimmst die Narrative für die Sache selbst. Die Sache selbst aber ist das Business as usual und zwar deshalb, weil es das primäre Interesse aller Akteure in einer Welt ohne echte Systemgegensätze repräsentiert. So marschieren auch die US ständig irgendwo ein, beharken irgendjemand mit ihren Drohnen oder fabrizieren Regime Changes wie zuletzt in Kiew. Ihre Reputation entwerten sie damit periodisch, insbesondere beim jeweiligen Adressaten und seinem Anhang. Das Business läuft derweil ungerührt weiter, wenn auch manchmal über Umwege...
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7279 Postings, 2141 Tage FillorkillAL,

 
  
    #16674
18.04.14 06:08
QE sei 'neutral' ist wirklich das letzte, was die Fed öffentlich behaupten würde. Die Befürworter vertreten vielmehr einen radikalen Monetarismus, demzufolge das excessive Angebot an Zentralbank-Geld monetär wie makro kausalen Einfluss ausübe. Alle Gegner von QE mit Ausnahme der modernen Geldtheorie teilen diese Auffassung und bewerten nur die Resultate negativ. Ähnliches gilt für Akteure im Markt, wenn es heisst: Never fight the Fed. Dass ich also Fed-Positionen vertrete bleibt absoluter Nonsense, auch wenn Du dies ständig wiederholst...
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35077 Postings, 3634 Tage Anti LemmingSurvival of the fittest...

 
  
    #16675
18.04.14 07:53
Gilt das auch für Pentagon-Schildkröten?

www.spiegel.de/politik/ausland/...gipfeltreffen-in-genf-a-965170.html

 
Angehängte Grafik:
hc_874.jpg
hc_874.jpg

6806 Postings, 1169 Tage zaphod42business as usual

 
  
    #16676
18.04.14 08:00
ist die Sache diesmal eben nicht, weil es die erste Grenzverschiebung in Europa mit Waffengewalt bzw. unter Androhung derselben seit 1945 ist. Ich rede von der Krim, die du verwerflicherweise bereits gedanklich Russland zugeschlagen hast.

Und genau das meine ich mit Naivität: Wenn man erstens diese Tatsache verleugnet und zweitens aus Dämlichkeit, Ignoranz oder Kalkül nicht durchschaut, dass hinter diesem Wahnsinn eine Methode steckt.

In beidem unterscheidet sich dieser Fall übrigens auch vom üblichen Vorgehen der USA. Deren Einfallen und Beharken ist nämlich stets temporär beschränkt. Sie kommen grundsätzlich niemals um länger als notwendig zu bleiben. Putin kommt, "um historische Irrtümer zu berichtigen".  

35077 Postings, 3634 Tage Anti Lemming"hysterische" SPON-Propaganda

 
  
    #16677
18.04.14 08:52
www.spiegel.de/politik/ausland/...-der-genfer-beschluss-a-965182.html

SPON: "Manche in der Ostukraine sind inzwischen fast hysterisch, aufgepeitscht durch die Propaganda der kremlnahen Fernsehkanäle. Sie glauben, dass die Menschen in der Westukraine Faschisten seien, die sie töten wollten. Die Nato wolle die Ostukraine zerstören wie Irak oder Afghanistan, hört man immer wieder. Diese Hysterie scheint mit jedem Tag ein wenig schlimmer zu werden. "

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A.L.: Wer glaubt, in Kiew regieren Faschisten, ist also hysterisch....

Der Spiegel ist nur noch ein matter Abklatsch einstiger Zeiten. Inzwischen ist er ein Sammelbecken pickel-häubiger und -gesichtiger Jungredakteure, die sich in ihrer freiwilligen Gleichschaltung in geradezu hysterischer Weise wechselseitig zu überbieten versuchen. Genau wie manche Pickelhauben bei Ariva. Hysterie, wo man hinschaut.  

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