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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 957
neuester Beitrag: 29.08.14 21:53
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 23915
neuester Beitrag: 29.08.14 21:53 von: lumpensamm. Leser gesamt: 1014160
davon Heute: 8593
bewertet mit 80 Sternen

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20752 Postings, 3932 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
80
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: st
Zeitpunkt: 18.06.14 08:56
Aktion: Kürzung des Postings
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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23889 Postings ausgeblendet.

10115 Postings, 4670 Tage lehna#64 Ähnliche Verhältnisse...

 
  
    #23891
5
29.08.14 20:40
hatte ich in Russland 1989 erlebt.
Armut und bröckelnde Fassaden waren erschreckend. Verschenkte man einen Kugelschreiber, wurden einem fast die Füsse geküsst. Leider hatten wir nicht genügend dabei.
Aber am meisten hängen geblieben ist folgendes:
Wir doofen Westler wollten im Hotel mit Rubel bezahlen und wären wegen Frechheit fast rausgeflogen. Die nahmen alles, Lira, DM, Franc-- nur den wertlosen Rubel wollte keiner.
Und da waren Geschäfte mit Waren-- oh Wunder.
Aber davor sass ein Polizist mit Gewehr, der Russen mit dem Kolben wegtrieb. Es sei denn, er konnte ausländische Währungen zeigen.
Schlimm waren die fürchterlichen Belästigungen von Russen, die verzweifelt den Rubel tauschen wollten. Nicht ungefährlich waren Taxi Fahrten. Denn es gab fingierte Überfälle, um an Westgeld zu kommen.
Im Gum, dem größten Kaufhaus gähnende Leere, Shoppen unmöglich. Aber Arbeitskleidung lag noch in den Regalen.
Vielleicht auch deshalb meine Antipatie gegen alles, was sich Sozialismus schimpft...


 

37328 Postings, 3767 Tage Anti LemmingWenn du zur Staatspleite 2002 in Argentinien

 
  
    #23892
1
29.08.14 20:55
gewesen wärst, wäre dir ähnliches passiert. Keiner wollte den kollabierenden Peso, und alle Regale waren leer, weil die Leute aus Angst, dass es morgen nichts mehr gibt gegen Peso, alles, was nicht festgenagelt war, aufgekauft hatten. Dabei zählt Argentinien zum "Westen". Staatspleiten sehen aber systemübergreifend ähnlich aus.  

7884 Postings, 1302 Tage zaphod42War die UdSSR 1989 staatspleite?

 
  
    #23893
29.08.14 20:57
Wäre mir neu...  

10115 Postings, 4670 Tage lehnaDie Börse hat die Ostukraine abgeschrieben...

 
  
    #23894
1
29.08.14 21:01
deshalb wohl die relative Stärke.
Nato und EU ebenfalls.
Denn kein vernünftiger Mensch wird einen europäischen Krieg um die Ostukraine führen.
Der friedensheuchelnde, aber kriegführende Putin weiss das.
Einem Landkorridor zur annektierten Halbinsel Krim, dem Urlaubsparadies von Stalin und der Sowjet-Nomenklatura, steht nix mehr entgegen.
Kiew muss das nun akzeptieren, es hat gegen den Aggressor keine Chance...


 

7884 Postings, 1302 Tage zaphod42Aha

 
  
    #23895
29.08.14 21:03
"Kiew muss das nun akzeptieren, es hat gegen den Aggressor keine Chance..."

..und der Dax steigt auf 12000.

Wird leider alles nicht passieren, weil Kiew nicht akzeptiert. Wat nu?  

7884 Postings, 1302 Tage zaphod42Mein Vorschlag

 
  
    #23896
1
29.08.14 21:06
Wenn der Dax demnächst wegen Kiew auf 6000 abschmiert wird Kiew durch einen internationalen Gerichtshof zum Schadensersatz verurteilt. An alle Longies, die kein Verständnis dafür hatten, dass sich ein kleines Land aus Nationalstolz nicht einfach dem Aggressor beugt. Ist ja auch Unverschämt!  

10115 Postings, 4670 Tage lehnazaph, Blutdruck messen...

 
  
    #23897
2
29.08.14 21:11
und abregen.
Die Hinterlistigkeit von Putin wurde total unterschätzt, auch von mir.
Nach der Volksabsimmung auf der Krim war ich noch Putin- Befürworter. Schliesslich hatten uns die Russen auch die Einheit genehmigt, trotz aller Massaker der Deutschen im Ostfeldzug.
Aber diese Hinterfotzigkeit, auf Friedenstäubchen zu machen, aber hinter den Kulissen einen Krieg anzuzetteln, stößt nur noch ab...
Der Mann ist gefährlich...

 

8426 Postings, 2274 Tage Fillorkill# 91 Du beschreibst

 
  
    #23898
29.08.14 21:15
ungefähr den Beginn der in die Jelzin'sche wilde Privatisierung einmündende Transformationsphase, die mit einem ungeplanten Zusammenbruch der überkommenen realsozialistischen Strukturen zusammen fiel und den Durchschnittsrussen auf die nackte Subsistenz zurückgeworfen hatte. Eine nachholende Phase der ursprünglichen Akkumulation in einem Land, welches einen kapitalistischen Produktionsprozess auch in der Feudalzeit nur in symbolischer Grössenordnung kannte und die bis heute - dasselbe gilt für die Selbstdefintion als Gesellschaft und Staat - nicht abgeschlossen ist...

Während Russland relativ dazu echte Fortschritte verzeichnen kann, sieht es bei den staatlichen Zerfallsproduktien der UDSSR meist sehr viel ärger aus. Es ist deshalb sachlich ein absoluter Witz, aus geostrategischem Kalkül Gesellschaften wie die ukrainische als 'westlich' anzusprechen, nur weil dort ein Bedürfnis nach westlichen Fetischen wie Smartphone oder Miniskirt angemeldet wird. Praktisch wurde dort durch Manifestation des archaischen Oligarchensystems, welches Land und Leute als Privatbesitz verwalten will, eine echte Westintegration konterkariert. Umso erbärmlicher und heuchlerischer die Lüge, mit dem selbstmörderischen Ostfeldzug der Oligarchen würde der Westen gegen eine Invasion verteidigt...

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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

4344 Postings, 2113 Tage daiphong#79 nicht ganz richtig

 
  
    #23899
4
29.08.14 21:17
Mal kurz einen Versuch dazu: Die Projektion des "großen Feindes" findet weitaus intensiver in Russland ("Genozid", "Atomkrieg", Faschismus") statt als im Westen ("Sowjetunion", "Undemokratisch", "Putin"). Entsprechend ist Russland im öffentlichen Raum auch erheblich aggressiver eingestellt bis hin zur Kriegsfähigkeit, der Westen eher büßrgerlich-empörter, beleidigter, und sogar verständnisvoller für Putins Politik.

Scharfe Töne in Richtung Krieg mit Russland gibt es im Westen praktisch nicht - völlig entgegengesetzt zur Wahrnehmung und zum aggressivern Vorwurf der Putin-Versteher gegenüber den Putin-Kritikern. Diese diametrale Differenz ist frappand - Putin-Versteher werfen Putin-Kritikern Kriegstreiberei vor, obwohl von denen niemand für Krieg spricht.  Das sorgt für böses Blut.
Umgekehrt werfen Russland-Kritiker den Verstehern Parteinahme am aggressivern Vorgehen Russlands vor, von dem Transportvehikel russischer Propaganda bis hin zum intellektuellen und politischen Verrat des Westens, Kriegstreiberei kommt als Vorwurf weniger denn Kriegsverharmloser. Das weisen Russland-Versteher empört zurück, wollen sie doch den Westen nur vor sich selbst schützen, ggf. auch vor Russland.

Die Angst vor Russland oder einem Krieg mit Russland ist im Westen hoch, da man weiß, dass dies zur Selbstzerstörung führen kann. Ein Krieg darf daher auch nicht durch Fehler und Versehen, Beleidigungen, Revanchiusmus, Rache oder echte Kriegstreiber ausgelöst werden. Ein historisches Schuldgefühl gegenüber Russland ist hoch, auch Zuneigung gibt es, ebenso Angst vor Rache oder russischer Destruktivität. Alles in allem führt dies entweder zu einer äußerst verständnisvollen bis ängstlichen und gegenüber den russischen Realitäten ignoranten Reaktion. Oder zu einem gegenüber Russland sehr kritischem, aufmerksamen oder auch aggressivem Verhalten.

Da fast jeder eine moderate Position sucht, je nach Umfeld und Medienauffassung aber seine moderate Position durch radikalere andere gefährdet sieht, ensteht ein schöner Hexenkessel von Projektionen, die der individuellen und gesellschaftlichen psychologischen Austarierung dient. Soweit darin neue Argumente und Sichten generiert oder kombiniert werden, ist dies auch produktiv. Soweit darin die eigene psychische Disposition nur aggressiv und um jeden Preis verteidigt wird, ist dies destruktiv. Soweit echte Argumentationen auch aggressiv durchgesetzt werden, ist das innerhalb von Diskursen ok, im sozialen Raum weniger, natürlich wird beides daher ständig verwechselt.  
Wie man sieht, Krieg ist ein für konstruktive demokratische Gesellschaften eigentlich ein viel zu heißes Thema - und das ist auch gut so. Obwohl Krieg andererseits in seiner Desrtuktivität auch erschreckend primitiv und logisch ist.  

7884 Postings, 1302 Tage zaphod42Lieber zu spät als nie, lehna

 
  
    #23900
1
29.08.14 21:17
Mir kommt es zudem so vor, als habe nach MH17 in der Öffentlichkeit ein breites Umdenken eingesetzt. Die Prorussen - schon vorher recht leise - sind nun noch deutlich leiser geworden. In den Foren der Nachtichtenmagazine liest man nun endlich deutlich contrarussisches. Die letzten Tage mit Putins dreisten Lügen taten ein übriges.  

7884 Postings, 1302 Tage zaphod42Taktik-Analyse

 
  
    #23901
29.08.14 21:27
Ukraine-Krise: Russland und Putin stecken in einem Dilemma - SPIEGEL ONLINE
Mutmaßlich tausend russische Soldaten kämpfen in der Ukraine, der Westen spricht von einer "militärischen Intervention". Welche Ziele verfolgt Wladimir Putin? Russland-Expertin Sabine Fischer spricht über das Dilemma des Präsidenten.
 

8426 Postings, 2274 Tage FillorkillAngebot zum Modus Vivendi, Phong

 
  
    #23902
2
29.08.14 21:29
Du verzichtest darauf, Malko, Lump und mich als 5'te Kolonne Putins zu adressieren und ich verzichte darauf, dich als neostalinistischen oder neomilitaristischen Konterrevolutionär zu spiegeln. Beide Motive enthalten ein implitizites Diskursverbot, von dem wir uns ja auch mal emanizipieren könnten...
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

7884 Postings, 1302 Tage zaphod42EU zieht Sanktionsschraube nochmal an

 
  
    #23903
29.08.14 21:30

37328 Postings, 3767 Tage Anti Lemmingich möchte aber auch verboten werden!

 
  
    #23904
3
29.08.14 21:31

7649 Postings, 3744 Tage lumpensammlerKlingt gut, daiphong

 
  
    #23905
1
29.08.14 21:34
Nur was ist zu tun? Sanktionen immer weiter hochfahren? Natotruppen ins Baltikum und nach Polen? Putin wird immer eins drauf setzen und er wird wahrscheinlich die besseren Nerven haben. Also wie weit würden wir das Ding eskalieren? Es hat nichts mit Angst oder Zuneigung zu tun, wenn jemand diese Eskalation vermeiden will und den Kerl stattdessen bei der Reform der Ukraine mit an den Tisch setzt.  

7884 Postings, 1302 Tage zaphod42Aber

 
  
    #23906
1
29.08.14 21:34
wenn es doch die Wahrheit ist, die Phong ausspricht...  

1274 Postings, 430 Tage Wolfsblpahhhh

 
  
    #23907
1
29.08.14 21:36

7884 Postings, 1302 Tage zaphod42lumpi

 
  
    #23908
29.08.14 21:38
Der Westen hat den längeren Atem. Mehr Sanktionen und Stützpunkte werden kommen und tuem ihn nicht sonderlich weh. Da kann man getrost weitereskalieren, solange es nicht zum Krieg kommt ist alles easy. Und sind Sanktionen oder Stützpunkte ein Kriegsgrund für Moskau? wohl kaum. also locker bleiben.

Natürlich darf Moskau an den Verhandlungstisch wenn es zu Verhandlungen kommt. Kommt es aber nicht solange russische Soldaten kämpfen. Putin ist hier der maßgebliche Player, er agiert, der Westen reagiert.

Es liegt also nicht in der verantwortung des Westens, Vorschläge zum weiteren Modus operandi zu machen und Eskalationen zu vermeiden
 

8426 Postings, 2274 Tage Fillorkillich möchte aber auch verboten werden

 
  
    #23909
1
29.08.14 21:39
Das implizite Diskursverbot für AL gilt natürlich zurecht. Denn er glaubt a daran, die Natokläffer sind  'der Westen' und deswegen b, Putins nachholender Imp sei dessen emanzipatorische Therapie und damit in Wahrheit Antiimp...  
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

37328 Postings, 3767 Tage Anti Lemmingna dann muss ich mich jetzt

 
  
    #23910
3
29.08.14 21:42
wohl geschlagen in die Bärenhöhle zurück begeben. In der Hoffnung dass dort wenigsten ein Index für mich abFÄLLT.  

7649 Postings, 3744 Tage lumpensammlerDas ist ein Irrglaube, zaphod

 
  
    #23911
1
29.08.14 21:48
Putin schätze ich als skrupelloser und in der Sache deutlich motivierter ein als den Westen. Was also tun, wenn er die Aggression hochfährt und z.B. die komplette Ukraine besetzt?  

8426 Postings, 2274 Tage Fillorkillnein, nein - war nicht so ernst gemeint

 
  
    #23912
29.08.14 21:49
Was Dich von Gutmenschen wie Zaphod unterscheidet, die für ihre moralischen Abstraktionen bedenkenlos ganze Gesellschaften (küchenstrategisch) in Geiselhaft nehmen ist die Fähigkeit zur Empathie. Das zählt und ist eine gute Basis. Bei Dir ist noch alles drin !
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

8426 Postings, 2274 Tage Fillorkilljetzt nicht mehr locker lassen, Lumpi !

 
  
    #23913
2
29.08.14 21:50
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

10115 Postings, 4670 Tage lehna#10 Nana AL...

 
  
    #23914
2
29.08.14 21:51
iss nix mit zurückziehn in Höhle...
Wladimir braucht dich auch noch in Zukunft...
ariva.de
 

7649 Postings, 3744 Tage lumpensammlerPssst!

 
  
    #23915
29.08.14 21:53

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