Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 18.04.14 23:00
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 111034
neuester Beitrag: 18.04.14 23:00 von: Schoko65 Leser gesamt: 7849236
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35094 Postings, 3634 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
410
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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111008 Postings ausgeblendet.

30998 Postings, 5286 Tage KickyDie Genfer Erklärung zur Ukraine-Krise

 
  
    #111010
17.04.14 20:10

35094 Postings, 3634 Tage Anti LemmingCanadas new marijuana laws set stage for growth

 
  
    #111011
17.04.14 20:51
www.marketwatch.com/story/...ana-laws-set-stage-for-growth-2014-04-17

Das wäre doch auch eine schöne Exportalternative für unsere PIIGS:

Statt "free float" von Draghi ab jetzt: "free dope"!

Canada"s new marijuana laws set stage for growth

For 11 years, Brent Zettl and Prairie Plant Systems Inc. cornered the market for government-approved medical marijuana in Canada.

Now, after a change this month in Canada"s production and distribution laws made it legal for any licensed company to grow and ship medical marijuana to patients, and illegal for patients to grow their own, Zettl finds himself competing with a dozen new entrants in an industry that could be worth as much as $1.2 billion in a decade. Already, it is drawing investments from hedge funds and private-equity firms in the U.S. and Canada.

Unlike the U.S., where a patchwork of laws vary from state to state, Canada"s new pot laws are federally regulated and uniform, making it more palatable to institutional investors, who have already taken notice. While Colorado and Washington have gone further by legalizing recreational marijuana, the Canadian prime minister"s office has said it would not seek to decriminalize the drug.

The 12 companies that have been granted licenses by Health Canada, the government body overseeing the program, are now turning away potential investors, whereas just a year ago they were struggling to get potential backers to return their calls.

"It"s a much different time now than it was a year ago," says Mark Gobuty, the chief executive of Peace Naturals Project Inc., a medical marijuana company based in Clearview, Ontario. "Before, it was a reputational risk. Today they"re lining up and telling me I"m very tall and handsome." ...  

35094 Postings, 3634 Tage Anti LemmingWas kostet die Ukraine? Ist teuer als Griechenland

 
  
    #111012
1
17.04.14 20:57
mMn - als Antwort zu # 009

Wirtschaftlich ist die Ukraine extrem verschuldet und hat trotz einiger Bodenschätze unterm Strich wohl einen negativen Gesamtwert. D.h. selbst wenn man die Ukraine "geschenkt" bekäme, würde man noch fortlaufend Verluste machen.

Man bindet sich damit ein unendliches Geld-Loch ans Bein, das mMn noch weit tiefer ist als Griechenland.

Hat die EU zuviel Geld, dass sie sich das jetzt auch noch aufbürdet, nur um den Amis gefällig zu sein?  

6820 Postings, 1169 Tage zaphod42Man müsste mal

 
  
    #111013
17.04.14 21:01
herausfinden, wieviel Geld die EU normalerweise in Assoziierungs-Staaten pumpt, um eine EU-Aufnahme vorzubereiten. Dürfte nicht unerheblich sein. Die Rendite kommt dann später.

Im Falle der Ukraine ist das pikante, dass eben noch gar keine Assoziierung ansteht. Ich würde das Ganze deshalb eher als eine Art Schutzgeld ansehen. Damit die Jungs kein Gas abzweigen wie weiland 2009.  

35094 Postings, 3634 Tage Anti LemmingIm SP-500 hat es übrigens den von mir

 
  
    #111014
7
17.04.14 21:24

am So, d. 13. April beim Stand von 1815 erwarteten Abpraller nach oben gegeben. Ich hatte bis Mitte der Woche mit 1850 gerechnet, was eintrat. Heute ist der SP-500 sogar auf 1868 gestiegen und damit nur noch 25 Punkte vom ATH entfernt - gerade rechtzeitig übrigens zum Optionsverfall an diesem WE (Karfreitag haben die US-Börsen zu).

Womit ich nicht sagen will, dass ich zum Bullen mutiert wäre ;-)

Sieht man sich den Chart an, dürfte ein Doppeltop bei 1900 drin sein.


 
Angehängte Grafik:
sc.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
sc.png

35094 Postings, 3634 Tage Anti LemmingFalscher Link im letzten Posting

 
  
    #111015
17.04.14 21:29
Hier der korrekte Link mit Ansage von 1850 beim Stand von 1815:

www.ariva.de/forum/...r-Verteilungsfrage-472111?page=656#jumppos16406  

6820 Postings, 1169 Tage zaphod42Dammbruch in China

 
  
    #111016
2
18.04.14 08:05
Zehntausende Arbeiter in chinesischer Schuhfabrik im Streik | Aktuell Wirtschaft | DW.DE | 17.04.2014
Ausbleibende Löhne hatten Angestellte in der Volksrepublik von Zeit zu Zeit auf die Straße getrieben: Jetzt streiken sie auch für bessere Sozialleistungen. Experten sprechen schon von einem Dammbruch in China.
 

6818 Postings, 417 Tage hamburger59köstliche ESP Tricks

 
  
    #111017
2
18.04.14 08:41
Quelle: Spiegel


In Spanien registrieren die Behörden schon seit einiger Zeit eine wirtschaftliche Erholung. Wie das sein kann? Auch hier gibt es bei Jim Knopf die Antwort. Der Scheinreise der spanischen Erholung entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein statistischer Trick. Der wundersame Anstieg der Produktivität dort liegt an einer Entlassungswelle. Wenn eine kleinere Anzahl von Menschen dieselbe Arbeit verrichtet, dann steigt die geleistete Arbeit pro Arbeiter automatisch. Von echten, technologisch getriebenen Produktivitätssteigerungen gibt es dort keine Spur.  

35094 Postings, 3634 Tage Anti LemmingStimmt

 
  
    #111018
18.04.14 09:05
Diese These stand, wenn ich mich recht erinnere, Mitte bis Ende letzten Jahres zuerst im Tagesanzeiger-Blog. Zuletzt hat sie Münchau vertreten. Dessen SPON-Artikel hatte ich bereits in # 994 auszugsweise zitiert.

 

3789 Postings, 2246 Tage PalaimonDer Weg nach unten......

 
  
    #111019
7
18.04.14 10:14
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Platzende Immobilienblase in China, Eskalation in der Ukraine, und bad News aus dem Techsektor sind die Zeichen an der Wand :: foonds.com
Platzende Immobilienblase in China, Eskalation in der Ukraine, und bad News aus dem Techsektor sind die Zeichen an der Wand :: foonds.com
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An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

7477 Postings, 2737 Tage StöffenDas Truthahnproblem

 
  
    #111020
10
18.04.14 12:45
Es ist ein Riesenproblem zu glauben, dass man auf der Grundlage des Wissens aus der Vergangenheit meint, die Zukunft erkennen zu können. Nassim Nicholas Taleb nannte diesen Umstand in seinem Buch "Der schwarze Schwan" das Truthahnproblem.

Stellen wir uns einen Truthahn vor, so Taleb, der jeden Tag gut und ausgiebig gefüttert wird. Jede einzelne dieser täglichen Fütterungen wird das Federvieh in seiner Überzeugung bestärken, dass es eine Grundregel des Lebens ist, jeden Tag von freundlichen Menschen gefüttert zu werden, die klarerweise dabei nur "sein Wohl im Auge haben", wie ein Politiker sagen würde. Am Nachmittag des Tages vor dem Erntedankfest (Thanksgiving) wird dem Truthahn allerdings eine böse Überraschung widerfahren, und er wird seine Überzeugung revidieren müssen.

Was kann also ein Truthahn aus den Ereignissen von gestern über das lernen, was der nächste Tag ihm bringen wird? (Wobei sich das Truthahnproblem übrigens auf alle Situationen verallgemeinern lässt, wo die Hand, die uns füttert, auch durchaus diejenige sein kann, die uns den Hals umdreht)

Denn das Sicherheitsgefühl des Truthahns war ja gerade in dem Moment am stärksten ausgeprägt, als das Risiko für ihn am größten war.

Merke: Wir halten sehr oft Beobachtungen aus der Vergangenheit fälschlich für etwas, was definitiv oder repräsentativ für die Zukunft ist.

Ableitend aus dieser Erkenntnis lassen sich eben auch Kursverläufe an den Börsen nicht vorhersagen, erst Recht nicht aus Pseudokorrelationen der Vergangenheit. Bestenfalls lässt sich das Verhalten der "Märkte" interpretieren.

Daher deutet die Ausgabe von Kurszielen, das Anpreisen von Geheimtipps oder die Angabe von Crash-Zeitpunkten auf eine gewisse Selbstüberschätzung hin. Kritisch betrachtet, könnte man es auch schlichtweg unseriös nennen. Die eigene Zeit sollte jedoch tunlichst nicht mit mit dem Bekämpfen von Prognostikern, Börsenanalysten, Ökonomen und Konsorten verschwendet werden, es sei denn, um ihnen Streiche zu spielen. Über die Unvorhersagbarkeit zu stöhnen ist ineffektiv: Die Leute werden weiter dumme Vorhersagen machen insbesondere wenn sie dafür bezahlt werden, und institutionalisierten Betrug wird man eh nicht ausmerzen können.

Das übergeordnete Lernziel wäre, Meinungen und Anschauungen nicht nach ihrer Plausiblität einzuordnen, sondern nach dem Schaden, den sie anrichten können, so Nassim Taleb.
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Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

3789 Postings, 2246 Tage PalaimonHmm, Truthahn, da gibt's noch was.....

 
  
    #111021
8
18.04.14 18:42
Was Gewinner von Verlierern unterscheidet

Von dem Amerikaner Fred C Kelly, dem Autor des Buchs Why you win or lose, stammt folgende Anekdote:

Ein kleiner Junge ging die Straße hinunter, als er einen alten Mann erblickte, der versuchte, wilde Truthähne zu fangen. Dazu hatte der Mann eine Truthahn-Falle gebaut. Diese Falle bestand aus einer Transportkiste, die mit einer Falltür versehen war. Die Tür wurde durch einen Pfosten gestützt, an dem eine lange Reißleine befestigt war. Eine dünne Spur von Getreidekörnern hatte der Mann so gelegt, dass sie in die Kiste führte, um die Truthähne genau dorthin zu locken. Wenn nun genügend Truthähne in der Kiste waren, brauchte er nur noch die Reißleine zu ziehen und die Tür fiel zu.  

Der Mann saß also nun vor seiner Falle und wartete, dass sein Plan aufging und möglichst viele Truthähne in seine Falle tappten. Und tatsächlich, eines Tages befanden sich ganze 12 Truthähne in der Kiste und der alte Mann freute sich riesig! Er wartete darauf, dass vielleicht noch ein weiterer Truthahn in die Falle tappen würde, dann wollte er sie zuschnappen lassen. Leider verließ aber ein Truthahn die Kiste und er ärgerte sich, dass er sich nicht mit zwölf Truthähnen zufrieden gegeben hatte: »Ich hätte bei zwölf Schluss machen sollen«, sagte der Mann »Ich werde noch einen Moment warten, vielleicht geht er ja wieder rein.«

Doch es kam leider anders. Nicht nur, dass der Truthahn nicht wieder in die Kiste zurückging.Stattdessen türmten noch zwei weitere Vögel aus der Falle. »Zehn würden mir auch reichen. Sobald einer von den dreien wieder drin ist, werde ich die Reißleine ziehen«, dachte der Alte Die Truthähne kehrten jedoch nicht wieder zurück. Die Anzahl der in der Kiste befindlichen Vögel nahm stetig ab. Immer wieder hoffte der Mann, nur einen Truthahn mehr zu fangen, als sich gerade in der Falle befanden.Immer wenn ihm ein weiterer Truthahn entwischte, war er fürchterlich enttäuscht.
Er konnte sich nicht damit abfinden, dass von den ursprünglichen Truthähnen keiner mehr zurückkehrte. Als schließlich nur noch ein einziger Vogel in der Falle saß, sagte sich der Mann resignierend: »Ich warte jetzt entweder solange, bis der auch draußen ist oder aber es kehrt doch noch ein Truthahn zurück. Dann werde ich die Falle zuschnappen lassen.« So verließ auch der letzte Truthahn die Kiste, um sich seinen Artgenossen anzuschließen. Der Mann kehrte mit leeren Händen nach Hause zurück.

http://www.amazon.com/Why-You-Lose-Fred-Kelly/dp/0870340026
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André Kostolany

MfG
Palaimon

6820 Postings, 1169 Tage zaphod42Mir würde es schon reichen

 
  
    #111022
4
18.04.14 18:48
wenn nur ein Truthahn in meine Falle liefe. aber selbst das klappt nicht.

Anmerkung zu stöffens Truthahn: Mag sein, dass der Truthahn die Motive seine Versorger fehl schätzte.  Tatsache ist jeoch dass er bis zu seinem Ableben ein schönes und sorgenfreies eben hatte.  Hätte er von den Motiven gewußt hätte er ein sehr betrübliches Leben gehabt und wäre am Ende ebenfalls geschlachtet worden.

Moral von der Geschichte: Mehr Wissen macht dich nur unglücklich, bringt dir unterm Strich aber sonst nichts.  

35094 Postings, 3634 Tage Anti LemmingTruthähne

 
  
    #111023
1
18.04.14 19:27
sind nichts anderes als geschickt getarnte schwarze Schwäne, die in derartiger Camouflage unbemerkt das westliche Finanzsystem aus den Angeln heben wollen.

www.pm-magazin.de/sites/www.pm-magazin.de/files/...tbox/images/Wilder Truthahn.jpg

 
Angehängte Grafik:
wilder_truthahn.jpg
wilder_truthahn.jpg

35094 Postings, 3634 Tage Anti LemmingJapans Verbrauchervertrauen bricht ein

 
  
    #111024
3
18.04.14 19:54
Der Langzeit-Chart des japanischen Verbrauchervertrauens unten zeigt, dass Gelddrucken allenfalls für einen kurzfristigen Stimmungsaufschwung ("Strohfeuer") gut ist. Aktuell geht's bergab wie nach Fukushima.

Da die Interessengruppen aus Wirtschaft und Politik aber immer kurzfristiger denken, geben sie sich zunehmend mit Strohfeuern zufrieden, da diese auf die Schnelle erfolgreiche "Heilung" suggerieren.

Das Ganze wird dann noch garniert von ökonomisch hanebüchenen Erklärungen, wonach Wirtschaftswachstum aus der Druckerpresse sich von organischem Wachstum prinzipiell nicht unterscheide. In beiden Fällen "brennt es". Beim Gelddrucken brennt leider zusätzlich das Essen an...

Mehr als bloße Strohfeuer werden in der "Alternativlos-Ära" offenbar nicht mal mehr angestrebt.

Wifrt man ein brennendes Streichholz auf einen Strohhaufen, brennt es lichterloh, wärmt aber nur für Stunden. Doch im schnell und grell erzeugten Flammenschein drängen die Streichholzwerfer ins Licht und sonnen sich als "Helden": "Wir tun was, und es passiert was!"

Unterm Strich bleibt es blinder Aktionismus. Die Wahrheit erkennt man in den Langzeit-Charts:
 
Angehängte Grafik:
20140417_japam.png (verkleinert auf 70%) vergrößern
20140417_japam.png

35094 Postings, 3634 Tage Anti LemmingUrsache des Vertrauenschwunds

 
  
    #111025
18.04.14 20:03
in Japan sind die geplante Mehrwertsteuererhöhung zum 1. April 2014 sowie, man höre und staune, die steigenden Preise - also genau das, was bei der Inflationserzeugung aus der Druckerpresse von den Zentralbanken als vermeintliche ökonomische Wohltat angestrebt wird.

Wenn Japan doppelt so viel Geld druckt wie der Fed (relativ zum BIP), bleibt es halt nicht aus, dass die Preise steigen. Das gilt insbesondere für die steigenden Importpreise (Energie, Nahrung) infolge des durch Japan-QE schwächelnden Yens.

Diese Geldpolitik dient vor allem den Banken: Wenn die Notenbanken mit QE die Assetpreise hochtreiben, befreit dies die Banken sukzessive von faulen Schulden.

Tatsächlich jedoch gibt es in der Gesellschaft außer Bänkern, die von den steigenden Preisen geradezu (parasitär) leben, auch noch jede Menge Normalbürger, die bei steigenden Preisen halt das (Verbraucher-)Vertrauen verlieren - zumal wenn ihre Reallöhne nicht mitsteigen und der Staat jetzt auch noch bei der Mwst. zulangt.

www.zerohedge.com/news/2014-04-18/consumer-confidence-collapses-japan  

1776 Postings, 2400 Tage Schoko65Da beisst sich

 
  
    #111026
1
18.04.14 20:13
die Katze in den Schwanz. Aufgrund der billigen Zinsen und der immer höher
ausufernden Staatsverschuldung, werden gerade von denen die die ldverschreibungen
besitzen höhere Steuer verlangt, damit man dann wiederum die Zinsen der Schulden
bezahlen kann.
Da kann ich nur sagen, na unter welchem Hütchen ist nun die Kugel.  

1776 Postings, 2400 Tage Schoko65das sollte Schuldverschreibung heissen

 
  
    #111027
18.04.14 20:14
frohe Ostern  

1776 Postings, 2400 Tage Schoko65ich lese hier schon sehr lange

 
  
    #111028
1
18.04.14 20:24
interessiert mit und finde die Beiträge großartig. Zwar setze ich momentan auch noch
auf steigende Kurse, jedoch gehe ich nach der Dividendensaison flat. Ich möchte
nicht dem Beispiel des Truthahnjägers folgen.
Im nachhinein wäre es für den Jäger besser gewesen wenigsten mit 10 Truthähnen
nach Hause zu gehen. Er hätte die gegen neue Fallen tauschen können. Auch wenn
ihm während dieser Zeit der eine oder andere Truthahn entging. Es gibt immer wieder
Chancen dumme Truthähne einzufangen.  

35094 Postings, 3634 Tage Anti LemmingChinas Geisterstädte wachsen in den Himmel

 
  
    #111029
18.04.14 22:06
In kleineren Orten sinken die Immo-Preise bereits, weil das von Schattenbank-Investoren bereit gestellte Angebot die Nachfrage deutlich übersteigt.

Im Gegensatz zu USA sind die chin. Käufer aber im Schnitt mit ca. 30 % EK beteiligt. In USA erfolgten die Blasenkäufe um 2005 oft ohne EK. Dennoch droht auch den chin.
Hauskäufern die Pleite, falls die Immo-Preise so weit fallen, dass das EK ausgelöscht wird. Dieses EK ist aber immerhin als Puffer vorhanden. In USA schlugen die Immopreis-Rückgänge ab 2005 ohne Puffer auf die "Investoren" (ABS-Käufer) zurück, was 2008 letztlich den Banken-Crash auslöste.

Marktauguren rechnen lt. WSJ (unten) in China nicht mit einer vergleichbaren Pleite-Serie wie in USA. Ich bin mir da nicht so sicher: Die Preise haben sich vielerorts in wenigen Jahren verdoppelt bis verdreifacht, so dass die 30 % Minus, die zum Aufzehren des mittleren EKs erforderlich sind, schon bei einer Rückkehr auf das Preisniveau des Vorjahres erreicht werden könnten. Wenn die Preise erst mal sacken, gewinnen Bewegung im Immo-Markt schnell eine Eigendynamik, siehe auch in Spanien.

www.wsj.de/article/SB10001424052702304117904579503242043655738.html  

1776 Postings, 2400 Tage Schoko65mal eine Frage an alle die hier schreiben,

 
  
    #111030
18.04.14 22:13
was ist Eure Motivation ? Seit Ihr alle Short, oder habt Ihr genauso wie Ich etwas
gegen den Mainstream, oder wollt Ihr nicht mehr belogen werden, oder welche Gründe
bewegen Euch ?  

326 Postings, 404 Tage Berix#30 Danke für diese Frage, ich handele lieber ..

 
  
    #111031
1
18.04.14 22:37
Short ohne eigentlich zu wissen weshalb. Selbst der damit verbundene mäßige Erfolg hat daran nicht geändert. Vielleicht ist es ein gewisser Pessimismus oder ein tiefsitzendes Misstrauen oder gar eine unterschwellige Vermeidungshaltung etwas zu gewinnen. Man sieht: es ist Zeit für mich mal nachzudenken. Die in diesem Thread meistens für die Erwartung fallender Kurse angführten schlechten Fundamentaldaten halte ich eigentlich für irrelevant. Und zwar weil die großen AGs immer die Möglichkeitkeit haben durch Geschäftsreduktion und -reorganisation als Unternehmen weiterzubestehen und dann auch Erträge zu erwirtschaften. Und dadurch stellen sie eigentlich die sicherste Vermögensanlage dar. Zumal eigentlich immer klarer wird das die per politischer Entscheidung als sicher erklärten Staatsanleihen genau dies nicht sind. Ein produzierendes Unternehmen wird sogar den Zusammenbruch eines Währungssystems überstehen. T`schuldigung, das muss ich an dieser Stelle schon wieder mal rauskramen:
http://www.ariva.de/forum/...eilungsfrage-472111?page=201#jumppos5041
Abgesehen davon können allein das Verhalten der Wertpapiermarktakteure ohne das es dafür IRGENDEINEN Grund gibt morgen die Indices in Keller rauschen. Überhaupt nicht einschätzen kann man das Verhalten der Derivatemärkte. Die Derivate haben insgesamt Volumina erreicht die die der Anleihen, Aktien und sonstigem um ein Vielfaches übersteigen.  

1776 Postings, 2400 Tage Schoko65Berix

 
  
    #111032
18.04.14 22:49
man könnte denken es handelt sich hier um einen Club der Depressiven.
Gerade den Depressiven wird die Eigenschaft der Feinfühligkeit vorhergesagt.
Leider habe ich mit dem Problem auch zu kämpfen. Die Feinfühligen haben die
Antennen überall. Sie lesen die Zeilen zwischen den Zeilen. Bisher erfolglos, kein
Wunder wenn herrschende Intelligenz mit Geld zugeschüttet wird. Ich gebe aber die
Hoffnung nicht auf, dass die Realität ans Tageslicht kommt.  

326 Postings, 404 Tage BerixIntelligenz mit Geld zugeschüttet ist gut ...

 
  
    #111033
18.04.14 22:56
... dann bin ich entweder bar jeder Intelligenz oder es wurde ständig an mir vorbeigeschüttet.  

1776 Postings, 2400 Tage Schoko65wenns

 
  
    #111034
18.04.14 23:00
an Dir vorbei geschüttet wurde, hätte ich doch was abbekommen müssen.
Irgendetwas stimmt hier nicht !  

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