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Praktiker - von nun an darf gezockt werden -

Seite 1 von 89
neuester Beitrag: 06.02.16 21:49
eröffnet am: 10.07.13 21:47 von: KarstenBarth Anzahl Beiträge: 2207
neuester Beitrag: 06.02.16 21:49 von: Tom1973 Leser gesamt: 239360
davon Heute: 61
bewertet mit 11 Sternen

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122 Postings, 1662 Tage KarstenBarthPraktiker - von nun an darf gezockt werden -

 
  
    #1
11
10.07.13 21:47

Nachdem die Insolvenz der Praktiker AG soeben über die Ticker gelaufen ist darf nach dem zu erwartenden massiven Kurssturz die nächsten Tage und Wochen ordentlich gezockt werden.

Kommt die rettende Hand aus dem Nichts, selbst wenn eines ist klar die Altaktionäre werden nach Abschluss jedweden Verfahrens so gut wie mit leeren Händen dastehen!!!

Auf in den nächsten Inso-Zock!

good investing

KarstenBarth
Moderation
Moderator: Pichel
Zeitpunkt: 05.08.13 12:19
Aktion: Forumswechsel
Kommentar: Falsches Forum

 
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2181 Postings ausgeblendet.

1 Posting, 171 Tage schokoladenpudding@all

 
  
    #2183
24.08.15 18:40
Schon erstaunlich wie die anleihe heute auf einmal anspringt...
ich hatte meine Position schon fast abgeschrieben..
vielleicht wird es ja doch noch was mit der großen Überraschung...
 

20145 Postings, 2136 Tage tbhomyDie Aktionäre....

 
  
    #2184
24.08.15 19:22
...nehmen nur dann an einer Verteilung restlichen Vermögens teil, sobald nach Abzug aller Verfahrenskosten und sämtlicher Gläubigerforderungen auch tatsächlich noch Vermögen vorhanden ist. Aktionäre sind schließlich keine Gläubiger.

Lt. SdK Newsletter 8: "Mit Stand am 22. Mai 2014 sind insgesamt 2710 Gläubiger mit einem Volumen von etwa 2,3 Mrd. Euro zur Tabelle erfasst worden."

Und lt. SdK Newsletter 9 vom 9.April 2015 liegt immer noch Masseunzulänglichkeit vor. Und selbst wenn es am Ende eine Quote zwischen 1 und 99% gäbe, gingen die Aktionäre leer aus. Das sei zu bedenken.

Zusammen mit den Infos aus den vorherigen SdK-Newslettern bzgl. verwertbarer Assets sehe ich eine erfolgreiche Klage gegen die Verantwortlichen der Misere als wenig zielführend für die Aktionäre. Woraus sollen derart hohe Ersatzleistungen generiert werden? Aus D&O Policen eher nicht...

Zudem gehe ich davon aus, dass falls die SdK Recht behält mit dem Hinweis auf die Beratungssituation der Verantwortlichen VOR Insolvenz, es lt. Gutachten eigentlich nur zu einer Absage an Ersatzansprüchen kommen kann.

Nur meine Meinung...    

81 Postings, 3430 Tage ThomasZuernTrennung von Straf- und Zivilrecht

 
  
    #2185
26.08.15 10:12
Ich mache meine persönlichen Ansichten nicht von der SdK e.V. abhängig, welche die ehemaligen Vorstandsmitglieder der Praktiker AG zu decken versucht. Als Aktionär der Praktiker AG erwarte ich von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken, dass die Strafverfolgungsbehörde endlich Anklage gegen die Beschuldigten - wegen Insolvenzverschleppung, Untreue usw. erhebt. --- Die Vorstandsmitglieder der Praktiker AG haben die Insolvenz wissentlich verschleppt: daher müssen sie sich einem strafrechtrechtlichen Verfahren unterziehen. Nochmals: die Meinung der SdK e.V. ist irrelevant, da die SdK e.V. selbst schon gegen Geld irgendwelche Bewertungsgutachten (für verschiedene Aktiengesellschaften) angefertigt hat.  

20145 Postings, 2136 Tage tbhomyThomasZuern

 
  
    #2186
1
26.08.15 10:21
Und die Zahlen zum Insolvenzverfahren? Forderungen gegen liquidierbare Assets?

DARAN wird sich der Erfolg/Untergang der Aktionäre orientieren. Nur die Quote zählt.

Wie hoch schätzt du eine mögliche Ersatzleistung durch die Vorstände, wenn es zur Verurteilung käme?    

81 Postings, 3430 Tage ThomasZuernDas Strafrecht ist maßgeblich

 
  
    #2187
31.08.15 12:48
tbhomy schreibt: "Nur die Quote zählt".  Diese Aussage stammt aus der Gedankenwelt des Zivilrechts.  Als Aktionär der Praktiker AG weiß ich, dass für mich nur das Strafrecht wichtig ist. Maßgeblich ist, dass die Staatsanwaltschaft Saarbrücken Anklage wegen Insolvenzverschleppung und wegen des Verdachts auf schweren Bankrott -gemäß § 283a StGB - erheben wird.  - Die 43 Millionen ? teuren Beraterverträge, welche die Vorstände der Praktiker AG in den Jahren 2011 und 2012 aufgebürdet haben, können den Tatbestand des besonders schweren Falls begründen: Ein solcher Fall liegt vor, wenn gem. § 283a (2) StGB  ...."  der Täter wissentlich viele Personen (=Aktionäre und Gläubiger der Praktiker AG) in die Gefahr des Verlustes ihren ihm anvertrauten Vermögenswerte  (=Totalverlust von Aktien und der Praktiker-Anleihe) ...bringt.

Das Strafrecht ist  entscheidend!  

20145 Postings, 2136 Tage tbhomyThomasZuern

 
  
    #2188
2
31.08.15 14:01
Da bleibt zu hoffen, dass es dem Strafrecht gelingt, gleichermaßen Gläubiger, Aktionäre und Kostenträger in finanzieller Hinsicht aus dem "Finanzpolster" der hier als Beschuldigte bezeichneten zu bedienen. Verfahrensdauer und Aussichten nur am Rande erwähnt...

Den strafrechtlichen Aspekt hatte ich zudem bereits in meinem Posting #2184 anklingen lassen.

Schadenersatzansprüche fristgemäß geltend machen...


 

620 Postings, 2521 Tage Jamannn@tbhomy, @ThomasZuern

 
  
    #2189
1
05.10.15 12:34
Es liegen weiter keine öffentliche Informationen zum Sondergutachten vor, diese sind längst überfällig, auch trotz der notwendigen Anmerkungen - ist seit Juli nichts darüber bekannt. Dies ist Schade, da der IV keine Informationen darüber herausgibt. Über die Hintergründe kann man nur spekulieren. Ich sehe es gleich wie ihr, hier ist der strafrechtliche Rahmen relevant, im Zuge dessen auch die D&O Versicherungen (siehe #2149: "Fristwahrend hat der Insolvenzverwalter vor dem 31.12.2014 die gezeichneten D&O-Versicherungen schriftlich in Anspruch genommen."). Nachfolgend wiederhole ich meinen Post #1924, die Fristsetzu­ng von Schadenser­satzansprü­chen im Bezug der Insolvenzv­erschleppu­ng waren bis Ende 2014 zu stellen, dies wurde auch fristgerecht vorgenommen. Weiteres zum aktuellen Verfahrensstand ist nicht bekannt, da das Sondergutachten m.M. nach der entscheidende Faktor für die Zulassung und Aufnahme des Verfahrens ist. Noch ergänzend ein Punkt zu den angemeldeten Forderungen (siehe SdK von 2,3 Mrd.), diese sind "ungeprüfte" Forderungen, nur angemeldet, der Großteil dieser Forderungen ist von verbundenen Unternehmen (Tochtergesellschaften), ob hier überhaupt ein Anspruch vorliegt, muss erstmal geprüft werden. Dies heißt, konkrete Zahlen über die Erlöse des IV ist nicht viel Bekannt (ausländische Töchter, Immobilien, Markenportfolio, etc.) genauso wenig über die Höhe von "geprüften" Forderungen, somit ist aktuell auch keine verlässliche Aussage über die Quote möglich. Mich würde der Zeitplan der IVs interessieren, da es für alle Anteilseigner (Gläubiger oder Aktionäre) natürlich sehr zäh ist, wenn es wie im Fall von Arcandor (Insolvenzanmeldung Mitte 2009, ca. 5 Jahre bis zum Verfahrensbeginn gegenüber Manager und ca. 6 Jahre gegenüber Prüfer/Berater dauert, vgl.: 20.07.2015: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arcandor-101.html,  noch ausstehende Forderungen 18 Mrd.). Ich sehe hier bislang keine richtungsweisende Entscheidung und neutral gesehen, noch alle Möglichkeiten, da wie beschrieben seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens realisierten Erlöse und möglichen Ansprüche nicht quantifiziert sind, teilweise muss den Ansprüche auch richterlich stattgegeben werden, dies ist Aufgabe des IV, die Interessen aller Gläubiger zu vertreten. Daher kann für den Fall der Praktiker AG, durchaus der Ablauf und leider vielleicht auch die Geschwindigkeit der Arcandor AG richtungsweisend sein. Es steht alles in den Startlöchern, das Wichtigste ist das Sondergutachten für den weiteren Verlauf der Verfahren und genau auf dieses warte ich und habe deswegen hier zur Unterstützung (Anschreiben des IV) aufgerufen und bitte dies bochmalig zu tun: Bitte nachlegen und freundlich den IV kontaktieren (siehe Konatktdaten der IVs [#2180] unter Bezugnahme auf [#2164]: "The experts survey, ordered at the time of excessive indebtedness and illiquidity, unfortunately could not be published yet because of several issues and remarks which have
to be added in the survey first. A release by the colleague Mr. Seagon should have been done until end of July 2015, the insolvency administrator anticipates."). Dank an alle, im Besonderen an @tbhomy und @ThomasZuern für eure Meinungen.


---
Frist Schadensersatzansprüche bis Ende 2014 (!) 20.11.14 #1924  
Justiz ermittelt wegen Insolvenzverschleppung
Inzwischen ermitteln die Staatsanwaltschaften in Saarbrücken und Hamburg gegen frühere Manager der Baumarktkette. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung stehen fünf ehemalige Vorstandsmitglieder des Unternehmens im Verdacht der Insolvenzverschleppung, unter ihnen die früheren Praktiker-Chefs Thomas Fox und Armin Burger. Falls sich der Verdacht bestätigt, könnte es Schadensersatz geben - so die Hoffnung des Insolvenzverwalters.

Auch die Berater im Visier der Insolvenzverwalter
Und nicht nur die Vorstände könnten belangt werden, sondern unter Umständen auch die Berater. „Die Manager werden sich mit Sicherheit auf die Berater zurückziehen“, sagt Insolvenzverwalter Groener. Doch gerade der hohe Berateraufwand stehe ja auch in der Kritik, „und dieser Aufwand muss sich natürlich in Ergebnissen niederschlagen“, so der Insolvenzverwalter. „Wenn man hier beraten hat um des Beratens will und um Honorar abzukassieren, dann wird man das auf Schadensersatzansprüche prüfen müssen.“ 

Die Zeit läuft
Zurzeit wird im Auftrag der Insolvenzverwalter ein Gutachten von einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen zu dem Fall erstellt. Auf dieses Gutachten wartet nun auch die Staatsanwaltschaft. Das Gutachten soll im Herbst vorliegen. Und die Zeit läuft: Schadensersatzansprüche können nur noch in diesem Jahr angemeldet werden.

Auszug aus: http://www.sr-online.de/sronline/sr3/uebersicht/.../praktiker116.html
10.07.2014: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...n-praktiker-pleite-1.2038332
10.07.2014: http://www.welt.de/wirtschaft/article129990918/...aktiker-Pleite.html
11.07.2014: http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/...hefs_id_3979811.html  

620 Postings, 2521 Tage JamannnFragen zur Klärung - Praktiker AG

 
  
    #2190
1
05.10.15 16:46
Ich nehme Bezug auf mein Posting #1855 (24.10.14):

Man kann man im Moment nicht genau sagen, welche Masse auf der Erlösseite stehen wird:
- Muss Holding für Gläubigeransprüche einzelner Töchter (z.B. Praktiker Deutschland GmbH) haften?
- Wie hoch waren die Erlöse aus dem inländischen und ausländischen Verkauf der Töchter?
- War der Verkauf der ausländischen Töchter rechtens, keine Zustimmung der Gläubigerversammlung?
- Welche Gewinne der ausländischen Töchter bis Verkauf angefallen und gehören der Holding?
- Umflaggung von Praktiker in Max Bahr Märkten ohne Kaufpreis rechtens (konzerninternes RG)?
- Wie hoch ist der Wert der Immobilien und die daraus erzielten Erlöse?
- Welche Forderungen stehen der Holding zu und inwieweit können diese erbracht werden?
- Wie hoch ist der Wert bzw. die Erlöse aus dem Verkauf der Marken- und Schutzrechte
- Haftung der Verantwörtlichen bezgl. Beraterkosten und Involvenzverschleppung -> Managementhaftpflicht  (D&O Versicherung) [Strafrecht]
- Vorsätzliche Täuschung über Zeitpunkt der Insolvenzreife -> Involvenzverschleppung -> private Haftung / persönlicher Schadenersatzanspruch [Zivilrecht]
- Haftung der Wirtschaftsprüfer wg. Falschbewertung der Werthaltigkeit der Beteiligungen und Wertgutachten bezgl. Zeitpunkt der Insolvenzreife -> Involvenzverschleppung
- etc.

Verzweigte Geschäftsstruktur - alle ausländischen Töchter WURDEN verkauft - Ansprüche der Töchter an Mutter angemeldet, aber auch begründet? Wie hoch sind die Bankverbindlichkeiten, mit forderem Rang? Ich sage mal so: Gesamtforderungen um die 1 Mrd, sollten wirklich locker durch durch liquidierte Vermögenswerte zu decken sein, man beachte die Forderung der Anleihegläubiger beträgt 250 Mio. (siehe nachfolgende Quelle). Freue mich über eure Diskussionsbeiträge!

- Quote / Masseunzulänglichkeit
"Keine kurzfristig verwertbaren Vermögensgegenstände vorhanden sind, und aktuell wohl keine verteilbare Masse vorhanden ist, jedoch bestehen eventuell eine Reihe von Ansprüchen, wodurch Gelder für die Insolvenzmasse generiert werden könnten."

- Passivseite:
[..] "ausstehende Verbindlichkeiten in Höhe von nahezu 1 Mrd. Euro. Ein Großteil davon stammt jedoch aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der größte Posten an Verbindlichkeiten gegenüber außenstehenden Dritten ist die Anleihe mit einem Volumen von ca. 259 Mio. Euro [..]"

-Aktivseite:
[..] "Der weitaus größte Teil der Aktiva sind Anteile und Forderungen an verbundenen Unternehmen, die aktuell jedoch wohl aufgrund der Insolvenzen der Tochtergesellschaften, vor allem von Max Bahr, mit Null Euro angesetzte werden." [..] (Quelle: SdK 10.12.2013: http://www.sdk.org/assets/Glaeubigervertretung/...r-Newsletter-7.pdf)

- Gläubigervolumen
[..] "Stand 22. Mai 2014 Gläubigervolumen von 2,3 Mrd. - größte Gläubiger die Praktiker Deutschland GmbH mit 651 Mio. Euro. Der Großteil der weiteren Forderungen von verbundenen Unternehmen. Anleihegläubiger "nur" mit Gesamtforderung von 250 Mio zzgl. Zinsen." [..] (Quelle: SdK 04.08.2014: http://www.sdk.org/assets/Glaeubigervertretung/...r-Newsletter-8.pdf)

- Schadensersatz
[..] "Ob sich an der Tatsache der Masseunzulänglichkeit bis zum Verfahrende noch etwas
verändern wird, kann aktuell nicht belastbar eingeschätzt werden. Abhängig
dürfte dies vor allem davon sein, inwieweit aufgrund möglicher Schadensersatzforderungen
noch die Masse gemehrt werden kann." (Quelle: SdK 09.04.2015: http://www.sdk.org/assets/Glaeubigervertretung/...r-Newsletter-9.pdf)  

81 Postings, 3430 Tage ThomasZuernAusbleibende ad-hoc-Meldungen bei Praktiker AG

 
  
    #2191
1
17.10.15 13:48
----der Insolvenzverwalter kann wichtige Meldungen als ad-Hoc-Mitteilungen an das Bafin verschicken. Der Insolvenzverwalter der Arcandor AG , Hans-Hubert Görg, veröffentlichte geschäftlich relevante Nachrichten, die das Insolvenzverfahren betrafen regelmäßig. --- Gemäß WpHG gilt die Publizitätspflicht für alle börsennotierten Aktiengesellschaften. Im Prinzip gilt diese Veröffentlichungspflicht auch im Insolvenzverfahren weiter? --- Der Praktiker-Insolvenzverwalter mag treu, pflichtbewusst und verschwiegen sein. Dennoch nützt es den Kapitalanlegern nichts, wenn er über alle wichtigen Geschäftsvorgänge Stillschweigen einhält. Nie haben wir erfahren, ob z.B. beim Verkauf der Praktiker Baumärkte in Rumänien, in Bulgarien oder in der Ukraine ein Verkaufserlös eingetroffen ist.  Als Görg bei Arcandor die Touristiksparte "Thomas Cook" verkauft hatte, stand in allen Zeitungen der Verkaufserlös: es waren 1,5 Milliarden ? im Gespräch gewesen.  Der Praktiker-Insolvenzverwalter hat der Öffentlichkeit nie einen Verkaufspreis oder eine Schadenersatzsumme genannt. ---Vielleicht kann der Verwalter darauf aufmerksam gemacht werden, dass er zumindest das Recht auf eine Bafin-Veröffentlichung -gemäß WpHG - hat. Oder besteht für ihn sogar eine Veröffentlichungspflicht?  

20145 Postings, 2136 Tage tbhomyThomasZuern

 
  
    #2192
2
17.10.15 15:01
Generell gilt §11 WpHG ebenso wie §43 BörsG.

http://dejure.org/gesetze/WpHG/11.html
http://dejure.org/gesetze/BoersG/43.html

Im Falle der Regelinsolvenz (Auflösung der AG nach §262 Aktiengesetz) wird aber spätestens im Berichtstermin (§156 InsO) entschieden, ob der Unternehmenszweck der AG zu ändern ist. Ändert sich der Zweck der AG von der operativen Geschäftstätigkeit auf die Abwicklung (u.a. §157 InsO), bestehen seitens des Insolvenzverwalters lediglich Berichtspflichten an die Gläubiger und Beteiligten des Insolvenzverfahrens (z.B. Gericht, bestellte Sachverständige, Sonderinsolvenzverwalter etc.). Aktionäre sind keine Gläubiger. Daher...

Ab Beginn der Insolvenz sind die §§ der Insolvenzordnung ab §151 maßgeblich. Zur Rechnungslegung etc. gelten dann meines Wissens andere Maßstäbe, welche sich auch aus §155 InsO ergeben.

Nur meine Meinung.

 
 

81 Postings, 3430 Tage ThomasZuernInsolvenzhausse bei der Ymos AG-Aktie

 
  
    #2193
19.10.15 21:30
WKN 784.730  ---Die Ymos AG stellte einst Zulieferteile für die Automobilindustrie her. Ich glaube, dass Ymos einst Türgriffe bzw. Türschlösser für Autos produziert hat. Nach der Insolvenz wurde das Werksgelände von dem Senioren-Zentrum Cura übernommen, die zur WCM AG gehört hatte. Jedenfalls geriet die Grundstücks- und Beteiligungsgesellschaft Ymos AG im Jahr 2009 in die Insolvenz. --- Die Ymos-Aktien notierten lange Zeit im Bereich zwischen einem und fünf Cent. Noch im Juli 2015 stand die Ymos-Aktie bei 0,05 ?  ---- jetzt haben wir Kurse um die 0,75 ?, und dabei werden jeden Tag mehrere tausend Aktien umgesetzt. Weiß jemand, worin die Gründe für die Insolvenzhausse bei Ymos liegen?
 

81 Postings, 3430 Tage ThomasZuernIch habe Ymos nur erwähnt um zu verdeutlichen, wie

 
  
    #2194
1
19.11.15 18:01
weit eine Insolvenzaktie steigen kann. Ymos ist zumindest ebenso Pleite wie die Praktiker AG, dennoch wird die Ymos-Aktie mit ca. 66 bis 70 Cent gehandelt. Unternehmenswert der Ymos AG i.Ins. = 16,4 bis 19 Millionen ?    Börsenwert der Praktiker AG i. Ins. nur 570.000 ?     ---- die eine Insolvenzaktie steigt, und die andere steigt eben nicht! Warum das so ist, kann niemand erklären!  

963 Postings, 510 Tage freu_michbald kommt auch hier bewegung

 
  
    #2195
1
25.11.15 14:23

20145 Postings, 2136 Tage tbhomyThomasZuern

 
  
    #2196
1
15.12.15 12:05
Ich habe bei der Aktie lt. #2194 einen Beitrag gepostet. Es gibt aus meiner Erfahrung  heraus eine mögliche Erklärung.  

620 Postings, 2521 Tage JamannnArtikel 11.12.2015 ?!

 
  
    #2197
1
23.12.15 02:44
17.10.2013: Kein Geld aus Insolvenzmasse für Gläubiger der Praktiker AG
http://www.kn-online.de/News/...asse-fuer-Glaeubiger-der-Praktiker-AG

11.12.2015: Praktiker-Gläubiger können hoffen
Die Gläubiger der operativen Geschäftseinheiten des insolventen Baumarktriesens Praktiker können auf Geld hoffen. Auch stehen die Ermittlungen wegen Insolvenzverschleppung gegen frühere Praktiker-Manager vor dem Abschluss.
http://www.lebensmittelzeitung.net/handel/...er-koennen-hoffen-121034

Wer hat Zugang zum Artikel und kann den Inhalt hier nennen??  

50 Postings, 1851 Tage FrankyyVielleicht

 
  
    #2198
23.12.15 09:23
klingt das ja nach Weihnachtsgeschenk  

20145 Postings, 2136 Tage tbhomyKann mir nicht vorstellen...

 
  
    #2199
23.12.15 10:31
...dass die Gläubigerforderungen zu 100% gedeckt sind. Erst jenseits der 100% haben die Aktionäre Grund zur Hoffnung.

"...können auf Geld hoffen."

Ja, aber auf wie viel Geld? 1%, 10%, 20% Quote ?  

3033 Postings, 1408 Tage Monaco1Totes Kapital hier

 
  
    #2200
04.01.16 21:06

81 Postings, 3430 Tage ThomasZuernProbeabonnement für die Lebensmittelzeitung

 
  
    #2201
15.01.16 10:00
Der Artikel wurde am 11.12.2015 in der Deutschen Lebensmittelzeitung veröffentlicht. Wenn wir über die Praktiker-Insolvenz eine interessante Neuigkeit erfahren wollen, müsste ein Praktiker-Kapitalanleger bei der Lebensmittelzeitung ein zehntägiges Probeabonnement abschließen. Dieses Probeabonnement sollte nach sieben Tagen schriftlich gekündigt werden.  Ansonsten gelangen wir nicht an diese wichtige Information!  (Antwort für Jamannn vom 23. Dez. 2015)  

20145 Postings, 2136 Tage tbhomyWären dort wichtige Informationen...

 
  
    #2202
15.01.16 13:27
...mit positiver Auswirkung auf die Schlussrechnung des Insolvenzverwalters, täte sich das spürbar im Chart auswirken.

Ich gehe weiterhin davon aus, dass Praktiker zu gegebener Zeit vom Kursblatt verschwinden wird.

NmM.  

620 Postings, 2521 Tage JamannnErlöse v. Abverkauf ca. 300 mEUR für IV

 
  
    #2203
18.01.16 15:09
12.01.2016: Praktiker-Insolvenz: Zwei Drittel der Beschäftigten haben wieder einen Job
[..] "Der PCG-Geschäftsführer verweist in diesem Zusammenhang auf die erheblichen wirtschaftlichen Effekte für Gläubiger und Insolvenzverwalter. „Mit Hilfe der Transferträger wurde die Praktiker- Belegschaft motiviert, sich auch in dieser deprimierenden Lage für einen erfolgreichen Abverkauf zu engagieren. Fast 300 Mio. Euro wurden dabei erlöst bei weniger als 50 Mio. Euro Kosten für die Transfergesellschaften.“ [..]
http://www.gabot.de/index.php/News-Details/52/0/...45cee43770cdf71930
http://www.creditreform-bonn.de/nc/news/news/...r-insolvenz-2295.html  

620 Postings, 2521 Tage JamannnPraktiker Ungarn hat neuen Eigentümer - 21.01.2016

 
  
    #2204
22.01.16 11:04
21.01.2016
Praktiker Ungarn hat neuen Eigentümer
Die Wallis-Gruppe aus Ungarn und Geschäftsführer Karl-Heinz Keth übernehmen die Immobilien sowie das operative Geschäft mit den 19 Standorten und 1.100 Beschäftigten. Der Geschäftsbetrieb wird auch in Ungarn unter der Marke Praktiker fortgeführt.

Praktiker Heraklion
Die Wallis-Gruppe aus Ungarn und der Geschäftsführer der Praktiker Kft. Ungarn Karl-Heinz Keth übernehmen die beiden ungarischen Auslandsgesellschaften von Praktiker von den Holding-Gesellschaften der deutschen Baumarkt-Kette. Entsprechende Kaufverträge hat Rechtsanwalt Christopher Seagon, Insolvenzverwalter der BM Praktiker International GmbH und der BM Praktiker Grundstücksbeteiligungsgesellschaft mbH, mit den jeweils Verantwortlichen der Käuferinnen unterzeichnet. Über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Transaktion haben die jeweiligen Seiten Stillschweigen vereinbart.

Geschäftsführer Keth übernimmt im ersten Schritt den operativen Geschäftsbetrieb, die Wallis-Gruppe übernimmt vom Insolvenzverwalter die drei im Eigentum von Praktiker stehenden Immobilien in Ungarn. Die Wallis-Gruppe und Keth teilten dem Insolvenzverwalter zudem mit, dass sie unter Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung vereinbart haben, das operative Geschäft und die Immobilien künftig in einer gemeinsamen Gesellschaft betreiben zu wollen. Mehrheitseigner dieser Gesellschaft soll sodann die Wallis-Gruppe werden.

Insolvenzverwalter Seagon hat mit dem Verkauf in Ungarn nun alle sieben Auslandsgesellschaften erfolgreich verkauft, die bei Insolvenzantrag im Oktober 2013 unter der BM Praktiker International GmbH operativ tätig waren. „Wir haben damit sowohl für die Gläubiger der deutschen Holding BM Praktiker International GmbH als auch für insgesamt etwa 6.600 Beschäftigte in den sieben Auslandsgesellschaften die bestmöglichen Ergebnisse erzielt“, sagt Seagon.

Mit dem Verkauf von Praktiker Ungarn kann Seagon die 19 Standorte und alle 1.100 Arbeitsplätze sichern. Nach einem strukturierten Bieterverfahren für Praktiker in Ungarn hatte Seagon bereits Anfang 2015 einen Kaufvertrag mit einem Investor unterzeichnet. Da der Investor nach Unterzeichnung des Vertrages aber verschiedene Bedingungen nicht erfüllte, die Voraussetzung für ein Inkrafttreten der Übernahme waren, trat Insolvenzverwalter Seagon vom Vertrag zurück und eröffnete den Investorenprozess neu.

Seagon hat als Insolvenzverwalter der insolventen deutschen Holdinggesellschaft BM Praktiker International GmbH die Geschäftsführung der nicht insolventen Praktiker-Gesellschaft in Ungarn bei der Fortführung des Geschäftsbetriebes unterstützt und konnte in den fast 2,5 Jahren mit verschiedenen Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen sogar den Jahresumsatz von ca. 80 Millionen Euro in 2014 auf ca. 100 Millionen Euro in 2015 steigern.

Quelle: http://www.baumarktmanager.de/...arn-hat-neuen-eigentuemer/150/37843/

Ich dachte die Papag AG (Schweiz) hat bereits Anfang 2015 die Märkte in Polen und Ungarn übernommen.
Kann das hier jemand aufklären? Ist über den Kaufpreis näheres (trotz vereinbartem Stillschweigen) bekannt?  

620 Postings, 2521 Tage Jamannn..

 
  
    #2205
22.01.16 11:05
Ich dachte die Papag AG (Schweiz) hat bereits Anfang 2015 die Märkte in Polen und Ungarn übernommen. Kann das hier jemand aufklären? Ist über den Kaufpreis näheres (trotz vereinbartem Stillschweigen) bekannt? Quelle: https://www.property-magazine.de/...e-auslandsgesellschaft-64626.html  

20145 Postings, 2136 Tage tbhomyJamannn...#2205

 
  
    #2206
1
22.01.16 11:40

1 Posting, 5 Tage Tom1973neue infos

 
  
    #2207
06.02.16 21:49
gibt es was neues für die Anleihe gläubiger
 

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