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Praktiker - von nun an darf gezockt werden -

Seite 1 von 87
neuester Beitrag: 30.07.15 00:21
eröffnet am: 10.07.13 21:47 von: KarstenBarth Anzahl Beiträge: 2165
neuester Beitrag: 30.07.15 00:21 von: ThomasZuer. Leser gesamt: 215815
davon Heute: 36
bewertet mit 11 Sternen

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121 Postings, 1467 Tage KarstenBarthPraktiker - von nun an darf gezockt werden -

 
  
    #1
11
10.07.13 21:47
Nachdem die Insolvenz der Praktiker AG soeben über die Ticker gelaufen ist darf nach dem zu erwartenden massiven Kurssturz die nächsten Tage und Wochen ordentlich gezockt werden.

Kommt die rettende Hand aus dem Nichts, selbst wenn eines ist klar die Altaktionäre werden nach Abschluss jedweden Verfahrens so gut wie mit leeren Händen dastehen!!!

Auf in den nächsten Inso-Zock!

good investing

KarstenBarth

Moderation
Moderator: Pichel
Zeitpunkt: 05.08.13 12:19
Aktion: Forumswechsel
Kommentar: Falsches Forum

 
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2139 Postings ausgeblendet.

4023 Postings, 1785 Tage Help123Nein

 
  
    #2141
06.03.15 10:03

2789 Postings, 1213 Tage Monaco1bei 0,005 steige ich ein

 
  
    #2142
1
10.03.15 16:42
;-)  

52 Postings, 3235 Tage ThomasZuernNoch keine Meldung aus Saarbrücken?

 
  
    #2144
1
04.04.15 11:03
Bislang kam von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken noch keine Nachricht, ob gegen die Mitglieder (bzw. gegen ehemalige Mitglieder) des Praktiker-Vorstands Anklage erhoben wird. Es wurde über ein Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung, Herbeiführung des Bankrotts - § 283 StGB- , des Vorliegens eines besonders schweren Falls von Bankrott -§ 283a StGB - und Untreue -gemäß § 266 StGB - gesprochen. Untreue liegt vor, da die Vorstandsmitglieder sehr teure Beratungshonorare verausgabt haben: häufig kam es zu unnötigen Doppelberatungen. De facto hat die Praktiker AG noch in den Jahren 2012 und 2013  insg. 40 Millionen ? für überflüssige Unternehmensberater ausgegeben. Dagegen brachte die Kapitalerhöhung netto gerade einmal 57 Millionen ? ein. Sofern Insolvenzverschleppung vorgelegen hat, hätte die Kapitalerhöhung im Dezember 2012 gar nicht mehr durchgeführt werden dürfen. Die Praktiker AG-Aktien wurden im Februar und im März 2013 zu Kursen zwischen 1,25 und 1,70 ? gehandelt. Durch die Insolvenzverschleppung entstand den Käufern von Praktiker-Aktien (während der Kapitalerhöhung und in den Monaten bis Juni 2013) ein großer materieller Schaden. Verwantwortlich wären die Vorstände Josef Schultheiss, Thomas Fox, Cay Haffner und Armin Burger. ---- Wann kommt aus Saarbrücken die erhoffte Nachricht?  

213 Postings, 1056 Tage orpheus27Verheerender Zwischenbericht

 
  
    #2145
2
09.04.15 21:44
Laut SdK-Meldung von heute schaut die Lage für die Gläubiger nicht rosig aus: Die Praktiker-Unternehmensleitung hat sich durch Gutachten abgesichert, deshalb sei der Nachweis der Inso-Verschleppung schwer zu führen. Na, wenn das so ist....!
Kann man also in einem Unternehmen nicht nur die gesamte Substanz aufzehren, sondern auch noch eine MIttelstandsanleihe von 250 Mio bevor man Insolvenz anmelden muss? Dann stimmt etwas mit der Rechtsordnung nicht. Dann kann das Motto nur lauten: Leute, lasst die Finger von deutschen Mittelstandsanleihe!

So etwas kann in einem Rechtsstaat doch nicht vorkommen, oder?  

579 Postings, 2326 Tage JamannnSdK Newsletter Nr. 9 - Praktiker AG i.I.

 
  
    #2146
2
10.04.15 15:23
Danke Thomas Zuern & orpheus27 für eure Beiträge!
Hier für alle zum Nachlesen, die bislang neuen Informationen zur Praktiker AG i.I.

SdK Newsletter Nr. 9 vom 9. April 2015:
- Aktueller Verfahrensstand: nach wie vor Masseunzulänglichkeit
- Bericht des Insolvenzverwalters
- Einschätzung der SdK: Verfahrensende aktuell nicht in Sicht
http://www.sdk.org/assets/Glaeubigervertretung/...er-Newsletter-9.pdf  

52 Postings, 3235 Tage ThomasZuernDas erwähnte Gutachten war auch teuer gewesen

 
  
    #2147
1
10.04.15 15:50
So braucht der Vorstand nur möglichst viele Gutachter beauftragt zu haben, und er ist aus dem Schneider?  ---- Die Beauftragung von Sachverständigen ging zu Lasten der Praktiker AG. Mit keinem Wort geht die SdK e.V. auf die Vergabe von Doppel- und Dreifachaufträgen ein: die Praktiker-Vorstände haben innerhalb von eineinhalb Jahren insgesamt 40 Millionen ? für Beratungsaufträge vergeben: die Firma hat verschiedene Unternehmensberatungen in Anspruch genommen, ohne dass diese Gesellschaften für Praktiker einen Nutzen erbracht hätten!  

213 Postings, 1056 Tage orpheus27Genau das ist der springende Punkt!

 
  
    #2148
1
10.04.15 17:13
Wenn man sich bereits mit einem (letztlich von den Gläubigern) bezahlten Gutachten gegen Klagen der Gläubiger wegen Insolvenzverschleppung absichern kann, dann ist das Ganze doch eine Farce!

Und davon lassen sich die Gerichte überzeugen? Ich kann es nicht glauben....  

579 Postings, 2326 Tage JamannnSchreiben des IV an Aktionäre 30.03.2015

 
  
    #2149
2
12.04.15 13:11
Information für die Aktionäre vom 31.03.2015 (veröffentlicht 01.04.2015)

1. Der Insolvenzverwalter bittet zunächst für das verspätete Veröffentlichungsdatum der
nachstehenden Informationen um Entschuldigung. Mitentscheidend hierfür war u.a. auch die Absicht des Insolvenzverwalters, die weitere Entwicklung, soweit es um etwaige Schadenersatzansprüche geht, abzuwarten.

2. Keine Quotenaussichten für die Aktionäre
Nach heutigem Erkenntnisstand ist davon auszugehen, dass auf die Aktionäre als nachrangige
Gläubiger keine Quote entfallen wird.
Zur Begründung der vorstehenden Aussage wird auf Folgendes hingewiesen:

2.1. In dem vom Insolvenzverwalter verwalteten Insolvenzverfahren ist nach wie vor
Masseunzulänglichkeit zu verzeichnen, d.h. die zur Verfügung stehende Bar-Liquidität reicht nicht
aus, um die derzeit bekannten Masseverbindlichkeiten zu begleichen. Hierbei sprechen wir von
einem Betrag in der Größenordnung vonca. 1 Mio. € (Masseverbindlichkeiten).

2.2. Nach heutigem Erkenntnisstand kann nicht damit gerechnet werden, dass durch
Anfechtungsmaßnahmen oder Realisierung von Schadensersatzansprüchen derartig viel Masse
generiert wird, dass diese ausreicht, um die Forderungen der Insolvenzgläubiger
(mindestens 1 Mrd. €) vollständig zu begleichen. Nur und erst dann, wenn dies der Fall ist, können
die Aktionäre als nachrangige Gläubiger mit einer Ausschüttung rechnen.

2.3. Ob und inwieweit Schadenersatzansprüche, beispielsweise unter dem Gesichtspunkt der verspäteten
Insolvenzantragstellung, erfolgreich durchgesetzt werden können, kann derzeit noch nicht
abschließend gesagt werden.
Im Auftrag der Insolvenzverwalter hat zwischenzeitlich eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die
Frage des Zeitpunktes der Überschuldung und der Zahlungsunfähigkeit sachverständig geprüft.
Das Gutachten, dessen Kosten von der Insolvenzmasse der vom Kollegen Seagon verwalteten
Insolvenzmassen getragen wurden, soll in diesen Tagen an die zuständigen Stellen und Gremien
weitergegeben werden.

3. D&O-Versicherungen
Fristwahrend hat der Insolvenzverwalter vor dem 31.12.2014 die gezeichneten D&O-Versicherungen
schriftlich in Anspruch genommen.
Dies erfolgte parallel mit den Kollegen Seagon und Dr. Schröder, die gleichfalls Ansprüche gegenüber
den D&O-Versicherungen angemeldet haben.
Die Gesamtheit der angemeldeten Ansprüche übersteigt die zur Verfügung stehende
Deckungssumme um ein Vielfaches; im Hinblick darauf, dass das Schwergewicht der angemeldeten
Ansprüche bei den von den Kollegen Seagon undDr. Schröder verwalteten Insolvenzmassen liegt,
bedeutet dies für die Insolvenzmasse der Praktiker AG, dass günstigstenfalls auch hier nur mit einer
verhältnismäßig niedrigen Entschädigung gerechnet werden kann (vorausgesetzt, dass überhaupt
seitens der Versicherungen eine Eintrittsverpflichtung anerkannt wird).
Auch insoweit kann daher nicht mit einer deutlichen Massemehrung gerechnet werden.

SB, 31.03.03.2015 UG

Quelle: http://saarinso-rae.de/ (unter Verfahrensinformationen -> Berichte & Dokumente)


Der IV hat also im Stillen seine Aufgaben gemacht, vor dem 31.12.2014 die Anträge für Anfechtungsmaßnahmen / Schadenersatzansprüche gestellt um Frist der Verjährung aufzuheben. Das Gutachten von Andersch wird Gremien übergeben.  Gezeichneten D&O-Versicherungen (Directors-and-Officers-Versicherung bzw. Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung) in Anspruch genommen (sagt ja schon aus, dass da was nicht ordentlich gelaufen ist). Nach wie vor Masseunzulänglichkeit ("zur Verfügung stehende Bar-Liquidität reicht nicht aus, um die derzeit bekannten Masseverbindlichkeiten ca. 1 Mio. € zu begleichen"). Es dauert also ähnlich wie bei Arcandor noch seine Zeit und die Gerichte werden letztendlich entscheiden, wer und in wie weit handelnde bzw. beauftragte Personen (Vorstand, Aufsichtsrat, Prüfer, Berater, Versicherer, etc.) haftbar gemacht werden können. Klar, kann deswegen keine Prognose gesellt werden (Vorsichtsprinzip) und es wird weiter von Masseunzulänglichkeit ausgegangen, da "Forderungen der Insolvenzgläubiger (mindestens 1 Mrd. €) vollständig zu begleichen" = Quote 100% nicht durch Ansprüche realisierbar ist. Dies ist ja im aktuellen Kurs alles eingepreist, es bleibt jedoch abzuwarten was passiert, wenn auch nur geringfügige Ansprüche angebracht (Aufnahme Gerichtsverfahren) bzw. durchgesetzt (Urteil i.S.d. Praktiker i.I.) werden können, dann gibt es eine Quote für die Gläubiger (Anleiheinhaber), allein diese Hoffnung (2%, 5%, 10%, etc.) wird sich im Kurs der Anleihe und wie zig-fach gesehen auch im Aktienkurs massiv (wenn auch kurzfristig) auswirken, bisher wird von 0% ausgegangen, dies muss nicht so bleiben..  

52 Postings, 3235 Tage ThomasZuernEin Blick nach Essen ist notwendig,

 
  
    #2150
1
12.04.15 19:04
und wir vernehmen die Sache um die Arcandor AG: wir sehen, dass der dortige Vorstandsvorsitzende wegen eines Hubschrauberfluges von Essen in eine Nachbarstadt und wegen eines privaten Flugreise in die USA zu drei Jahren Haft verurteilt worden ist! Im Vergleich zu den Beratungshonoraren, welche die Praktiker-Vorstandsvorsitzenden unnötig verausgabt haben, hören sich die Arcandor-Beträge wie Lappalien an. Middelhoff wurde wegen Untreue -gemäß § 266 StGB- strafrechtlich verurteilt, obwohl der Hubschrauberflug "nur" 75.000 ? gekostet hatte. Die private Flugreise nach Amerika, die Middelhoff seiner Aktiengesellschaft in Rechnung gestellt hatte, hat lediglich 6.000 bis 7.000 ? als Firmenaufwand verursacht gehabt. Dagegen haben vier verschiedene Beratungsgesellschaften der Praktiker AG wie viel Geld in Rechnung gestellt?  --- Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken kann die jüngsten Entwicklungen, die in Essen eingetreten sind, nicht länger ignorieren!  

579 Postings, 2326 Tage JamannnPraktiker vs. Arcandor nach Insolvenz

 
  
    #2151
14.04.15 20:46
Insolvenzanmeldung:
Praktiker: 07/2013 (vor ca. 2 Jahren)
Arcandor: 06/2009 (vor ca. 6 Jahren)

Marktwerte (aktuell):
Praktiker: 0,91 Mio € / Kurs: 0,008€
Arcandor: 7,34 Mio € / Kurs: 0,03€

Kursverlauf seit 2014:
Praktiker: 0,013-0,015€ (Anfang 2014), von 0,07 auf 0,02 (Mitte 2014), abwärts auf 0,08€ (bis jetzt)
Arcandor: 0,01-0,015€ (Anfang 2014), 0,075€ (Mitte 2014), danach abwärts auf 0,03-0,05€ (bis jetzt)

Der Vergleich hinkt natürlich, da keine operativen Ergebnisse verglichen werden können, sondern es an den rechtl. Ansprüchen und deren Durchsetzung hängt. Dennoch bleibe ich dabei, dass aktuell bei Praktiker von Masseunzulängichkeit = 0% Quote für Gläubiger ausgegangen wird, dies ist aktuell natürlich eingepreist, deshalb auch das geringe Volumen zusätzlich zum Tiefstkurs. Sobald nur im Ansatz eine positive Meldung bezgl. der anhängigen Verfahren kommt, kann es einen gleichen Verlauf wie bei Arcandor nehmen, natürlich möchte keiner weitere 3 Jahre warten, aber antizipieren kann man einen Newsflow mit anschließendem Raketenstart eben nicht, daher muss man positioniert sein und ein wenig Beharrlichkeit mit solchen Pennystocks in der Liquidationsphase mitbringen. Klar, jetzt kann man anmerken, dass ist ja alles nichts nachhaltig, aber im Prinzip geht es um doch nur um Eines - billiger einkaufen, teurer verkaufen - ich bleibe dabei, die Zeit von Praktiker wird noch kommen. Nach all meinen Informationen und den Recherchen dazu, ist hier sehr viel Geld (mehr als die letzte Kapitalerhöhung) verschleudert werden, welche für eine Neuausrichtung im Sinne von Restrukturierung und Umflaggung verwendet hätte werden können, genauso wie der Ausgleich des relativ geringen Liquiditätsengpasses durch Investoren (die bereit gestanden hätten), das Bankenkonsortium hätte dies mitgetragen, da bleibt der Eindruck man (Vorstand, Kontrollgremien) wollte diesen Ausgang (Regelinsolvenz, keine Planinsolvenz), welches unter Mit-/Beihilfe und Absicherung der Berater (Freshfields, Roland Berger, Boston Consulting Group, McKinsey) realisiert wurde. Es bleibt nicht die Frage des OB, sondern die Frage nach dem WEN man dafür haftbar machen kann, um seine Ansprüche anzu- und durchzubringen.  

9634 Postings, 2511 Tage kalleariKnacki Middelhoff kein Unschuldslamm

 
  
    #2152
14.04.15 21:15
In der Presse wird fast so getan als säße der zu Unrecht. Schwer erkrankt sei er im Knast oder ist es die Strafe Gottes. Auch Middelhoff hat mit seinem Kumpel Roland Berger Riesenbeträge aus Karstadt  + Quelle gezogen. Die sogenannte Golden Boy Clique, die kriminellen Jungs mit dem goldenem Händchen fürs Geld. Politiker spielten da natürlich auch mit. Geschäfte mit den Kumpels zum Schaden der Aktionäre.  Nun ist Middelhoff angeblich pleite. Mit solchen Wirtschaftskriminellen erspare man sich jegliches Mitleid, Lobbyisten gegen Gesetz und Volk im Verbund mit unseren Politikern. Aber ganz selten wird einer angeklagt. Beim CDU Wulff angeblich auch nur Kleinigkeiten.  Die heiklen Sachen werden garnicht angesprochen. Abwehr der VW-Übernahme mithilfe Wulffs vor den Porsches. Was hat der Kerl dafür bekommen? VW war schon in Porsches Hand deshalb hat sich der Merkle  umgebracht. Konnte nicht ahnen, dass CDU Wulf die Übernahme wieder kippt. Es stinkt bei uns wie beim Fisch am Kopfe !  

16629 Postings, 1941 Tage tbhomyManch einer möchte...

 
  
    #2153
14.04.15 21:31
...sicherlich einen Dead-Cat-Bounce herbeiformulieren. Um die verbliebenen Stücke noch an unbedarfte Zocker und Spekulanten abladen zu können?

Das ist unter finanziellen Erwägungen nachvollziehbar, aber nicht wirklich seriös. Man steht zwar nicht auf einem Treppchen mit den "Großkopferten", aber ist deswegen nicht weniger regel-brüchig.

Die Aktionäre erhalten erst nach Kosten und 100%-InsoQuote eine Ausschüttung. Das dürfte unter den vom IV am 31.3.15 erklärten Bedingungen nicht mehr eintreffen.

Und für einen Kursanstieg ohne fundamentale positive Daten, wie hier auch propagiert, muss man schon den Kurs künstlich hochkaufen.

Man wird sehen, ob sich unter den Markttransparenz-Bedingungen von 2013/2014 noch jemand findet, der wissentlich bereit ist, den Kurs künstlich über ein 3-Monats bzw. 6-Monats-Referenzniveau (bzw. Insolvenzniveau) zu hieven.

Mir täte das im Traum nicht einfallen. Risiko! ;-)  

579 Postings, 2326 Tage Jamannn@Tbhomy

 
  
    #2154
1
14.04.15 23:11
.. ich möchte keinen Hüpfer einer toten Katzen. Es gibt einen Unterschied zwischen Market Reversal vs. Dead-Cat-Bounce. Nimm den Vergleich von Arcandor, klar kam es hier zu einem massiven Kursanstieg Mitte 2014, da Aussichten auf bessere Quote durch Gerichtsverfahren gegeben. Heute steht (über ein Jahr später) der Kurs immer noch doppelt so hoch, wie Anfang 2014, dies ist kein Dead-Cat-Bounce, sondern nur eine neue Realität aufgrund des Newsflows und verbesserte Prognose zur Anbringung von Ansprüchen für die Gläubiger. Dein Wort "herbeiformulieren" (vorheriges Post) nehme ich übrigens persönlich, zusammen mit der damit verbundenen Unterstellung. Zur Info, ich habe weitaus mehr Anleihen als Aktien, d.h. für mich als Gläubiger ist die Quote entscheidend, da mit deutlichem Abschlag zum Ausgabewert gekauft. Wie zig-fach erlebt, ziehen natürlich die Aktien bei verbesserter Newslage für die Gläubiger (Anleiheinhaber) auch deutlich mit/nach, auch wenn es im vorliegenden Fall mit ca. 1 Mrd. € Forderungen der Gläubiger (Rechtmäßigkeit dieser Summe muss auch erst noch festgestellt werden, Forderungen anmelden kann erstmal jeder, gerade ggü. verbundenen Unternehmen, die den Großteil der Summe ausmachen, sehe ich dies hier sehr, sehr kritisch - also nicht wundern, wenn Summe deutlich nach unten korrigiert werden wird) erstmal so aussieht, dass die Aktionäre (=Gläubiger des Eigenkapitals) nachrangig mit keiner Quote befriedigt werden. Ich sage mal: Abwarten! Fazit: Ich wünsche mir KEINE hüpfende tote Katze sondern EINE verbesserte Newslage bei der die Geschehnisse rund um die Insolvenz geklärt und handelnden Personen haftbar gemacht werden. Diese Forderung muss ich Namen aller Gläubiger und Aktionäre erfüllt werden - dafür wird der IV bezahlt!!  

579 Postings, 2326 Tage JamannnSchreiben vom IV - 16.06.2015

 
  
    #2155
3
18.06.15 16:24
a) Information für die Gläubiger und Aktionäre 16.06.2015
b) Rundschreiben an Aktionäre der Praktiker AG 16.06.2015

Abzurufen unter: www.saarinso-rae.de -> Verfahrensinformationen -> Praktiker -> etc.

Kurzer Auszug aus a):
"1. Eine bescheidene Massemehrung konnte zwischenzeitlich dadurch erzielt werden, dass anlässlich der Liquidation der PraktikerBuying GroupHongkong ein Erlös in der Größenordnung von 140.000,00 € erzielt werden konnte. Dieser Betrag ist in voller Höhe der Masse zugeflossen. Dennoch ist nach wie vor Masseunzulänglichkeit zu verzeichnen.
2. Das in Auftrag gegebene Sachverständigengutachten zum Zeitpunkt der Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit kann leider immer noch nicht veröffentlicht werden: Der Grund sind zu ergänzende Sachverhalte und Ausführungen, die im Gutachten noch ergänzend eingearbeitet werden müssen. Mit einer Freigabe durch den Insolvenzverwalterkollegen Seagon rechnet der Insolvenzverwalter bis spätestens Ende Juli 2015. [..]"

Es bleibt spannend was das Gutachten der Andersch AG bezgl. Zeitpunkt der Insolvenzreife und Involvenzverschleppung ans Tageslicht bringt. IV war wohl mit der ersten Fassung nicht zufrieden (Verschiebung der Veröffentlichung). Schadensersatz Klagen wurden in 12/2014 gestellt (vor Fristablauf), um ggf. Management; Kontrolleure, Berater und Wirtschaftsprüfer im Sinne der Gesellschaft haftbar zu machen. Da laufendes Verfahren kann man nicht mit Erlösen aus Rechtsstreitigkeiten rechten, deshalb nach wie vor Masseunzulänglichkeit. Des Weiteren über Erlöse der ausländischen Töchter (alle veräußert) nix bekannt sowie ob die Mehrzahl der Forderungen von "verbundenen Unternehmen" an die Praktiker i.L. rechtens sind. Zum Verkauf steht (soweit mir bekannt) nur noch das Markenportfolio (Praktiker + Töchter) sowie der Hauptsitz in Kirkel. Es kommt also in den nächsten Wochen wieder Bewegung in die Sache - bleibe gespannt - da der Markt (siehe Kurs aktuell) die Masseunzulänglichkeit ohne durchsetzbare Ansprüche eingepreist hat und somit eine positive Chance immer noch besteht.    

48 Postings, 1656 Tage FrankyyDa....

 
  
    #2156
19.06.15 13:48
... lassen wir uns mal überraschen  

16629 Postings, 1941 Tage tbhomyIch rate auch hier, sich einzulesen.

 
  
    #2157
1
19.06.15 14:05
Amtsgericht Saarbrücken, Aussenstelle Sulzbach, Aktenzeichen: 61 IN 41/13  

In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter HRB 15267 eingetragenen Praktiker AG, Am Tannenwald 2, 66459 Kirkel, gesetzlich vertreten durch den Vorstand Armin Burger, Hermann Ulrich Gehrmann und Thomas Heinitz ist am 02.10.2013 bei Gericht die Anzeige des Insolvenzverwalters eingegangen, dass Masseunzulänglichkeit vorliegt (§§ 208 bis 210 InsO).  

61 IN 41/13
Amtsgericht Saarbrücken, 02.10.2013

--> Masseunzulänglichkeit nach §§ 208 bis 210 Insolvenzordnung  

16629 Postings, 1941 Tage tbhomyMasseunzulänglichkeit

 
  
    #2158
19.06.15 14:12
http://www.masseunzulänglichkeit.de

"Mit der Anzeige der Masseunzulänglichkeit durch den Insolvenzverwalter steht auch unwiderruflich fest dass es keine Verteilung von Vermögen mehr auf die Insolvenzgläubiger geben kann. Die Insolvenzquote dieses Verfahrens ist null."

"Die Vollstreckung in Masseverbindlichkeiten ist nicht mehr möglich (§ 210 InsO)
Das Verfahren wird nach Verteilung der vorhandenen Masse eingestellt (§ 211 InsO). Die Einstellung wird als ?Einstellung nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit? bezeichnet."

Masseunzulänglichkeit ist auch ein Augenmerk für die Vermögenslage der AG. siehe hierzu § 394 FAMFG...! Aufgelöst ist die AG bereits mit §262 AktG.  

16629 Postings, 1941 Tage tbhomyIch denke...

 
  
    #2159
19.06.15 14:13
...dass der Kurs da ist, wo er ist, weil der Markt die Gesetze kennt. ;-)  

579 Postings, 2326 Tage JamannnAnleihe dreht nach oben

 
  
    #2160
08.07.15 01:47
Praktiker-Anleihe: 5,875% bis 10.02.2016 (WKN: A1H3JZ)
      Kurs§0,20 +81,82%
  Kurszeit§22:55:33 Uhr
 Kursdatum07.07.2015§
http://www.finanzen.net/anleihen/A1H3JZ-Praktiker-Anleihe
 

48 Postings, 1656 Tage FrankyyViel

 
  
    #2161
1
13.07.15 16:17
tut sich hier auch nicht.
Nur ien langsames abrutschen kann ich sehn  

579 Postings, 2326 Tage JamannnArcandor - Gutachen Ende Juli

 
  
    #2162
2
21.07.15 18:22
Das Gutachten von Andersch für den IV von Praktiker zur Klärung des Zeitpunktes der Insolvenzreife und eventuelle Insolvenzverschleppung soll Ende Juli kommen - das wird ein Fingerzeig - gerade für die Schadensersatzansprüche gegenüber Dritte. Arcandor macht es vor (Insolvenzanmeldung 06/2009) und zeigt wie langwierig das komplizierte Prozedere werden kann - da braucht man einen langen Atem.  Arcandor ist weiter und man traut ihr mehr zu die Vergangenheit im Sinne der Gesellschaft i.L. aufzuklären, siehe Marketcap aktuell (Praktiker ~7,8 Mio.€) und bei Praktiker (~0,9 Mio.€).

21.07.2015  
Insolvenzverwalter verklagt Wirtschaftsprüfer
Ex-Karstadt-Mutter will 100 Millionen von KPMG und BDO

Sechs Jahre nach der Pleite des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor fordert der Insolvenzverwalter Schadenersatz in Höhe von fast 100 Millionen Euro von den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften des Konzerns.

Insolvenzverwalter Hans-Gerd Jauch werfe den Beratungsgesellschaften KPMG und BDO vor, es 2008 pflichtwidrig unterlassen zu haben, den Konzern auf seine bereits damals bestehende Zahlungsunfähigkeit hinzuweisen, berichtete dessen Sprecher am Dienstag. Arcandor hatte erst Mitte 2009 Insolvenz angemeldet.

KPMG und BDO lehnten auf Anfrage eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab. Die "Süddeutsche Zeitung", der WDR und der NDR hatten als erste über die Klagen berichtet. BDO hatte 2008 die Bilanzen des Konzerns geprüft. KPMG war laut Insolvenzverwalter damit beauftragt, die Sanierungsfähigkeit des Konzerns zu untersuchen.

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/...do-a-1044673.html  

1837 Postings, 344 Tage iwanoozeEin kauf wert!

 
  
    #2163
2
28.07.15 21:22

579 Postings, 2326 Tage JamannnInformation for creditors and shareholders

 
  
    #2164
1
29.07.15 10:57
Information for creditors and shareholders
20.07.2015

1. A lowly mass-increase could have been achieved because of thePraktikerBuying Group,
Hongkong, liquidation. Resultant of this, a revenue of 140 000€ accrued to the mass.
However, there is still a mass-insufficiency.

2. The experts survey, ordered at the time of excessive indebtedness and illiquidity,
unfortunately could not be published yet because of several issues and remarks which have
to be added in the survey first.
A release by the colleague Mr. Seagon should have been done until end of July 2015, the
insolvency administrator anticipates.

3. Several requests of shareholders have been occured at the insolvency administrator to
issue a written confirmation for presenting at the fiscal authorities. Therefor, the
shareholders can access, without any hesitation, to the attached writing (circular tot he
shareholders ofPraktikerAG).

Saarbrücken, 10thJune 2015

http://www.glaeubigerinfo.de/Winsolvenz/gis.web/...info.asp?vn=375073  

52 Postings, 3235 Tage ThomasZuernJamann schrieb am 21.7.2015, daß das Gutachten

 
  
    #2165
30.07.15 00:21
von Andersch Ende Juli d.J. vorgelegt werden soll. Es ist für die Praktiker AG sehr wichtig, welchen Inhalt dieses Gutachten hat!  Erhebt die Staatsanwaltschaft Saarbrücken nun Anklage wegen Insolvenzverschleppung? Ja oder Nein?  War solch ein Gutachten überhaupt notwendig gewesen? Hätte die Staatsanwaltschaft auch mit anderen Kriterien (=Indizienbeweis, Untersuchungsverfahren usw.) viel schneller ermitteln können?   Die Staatsanwaltschaft Essen hat im Arcandor-Fall nicht auf ein Sondergutachten eines Wirtschaftsprüfers gewartet.  

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