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Porsche: verblichener Ruhm ?

Seite 1 von 435
neuester Beitrag: 21.10.14 21:12
eröffnet am: 02.04.08 14:12 von: fuzzi08 Anzahl Beiträge: 10867
neuester Beitrag: 21.10.14 21:12 von: Zonk911 Leser gesamt: 1545945
davon Heute: 26
bewertet mit 54 Sternen

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9591 Postings, 3935 Tage fuzzi08Porsche: verblichener Ruhm ?

 
  
    #1
54
02.04.08 14:12
Nach dem Kursdebakel an den Weltbörsen erholen sich die Aktien auf breiter Front.
Der einstige Champion und Superstar Porsche aber steht im Abseits. Der Ruhm
vergangener Tage ist verblichen und den Aktionären bläst ein kalter Hauch ins
Gesicht. Gründe, ein Engagement in der Aktie zu überdenken und neu zu bewerten
gibt es genug:
- anhaltende Unsicherheit wegen der VW-Übernahme bzw. Nicht-Übernahme.
- aufziehende Machtkämpfe in den AR-Gremien
- Umwandlung in eine Holding. Das bedeutet: Holding-Abschlag anstelle von
  Premium-Zuschlag (je ca. 15%).
- Unsicherheit wegen des geplanten neuen VW-Gesetzes
- Mobbing von Seiten der VW-Belegschaft/Betriebsräte/Gewerkschaft

Alles Dinge, die die Börse hasst und fürchtet. Und nun auch noch der Einbruch im
US-Geschäft. Zwar pflegen sich Erfolgsmeldungen im Porsche-Kurs in fast schon
fatalistischer Weise so gut wie nie im Kurs niederzuschlagen - die Börse scheint
den nicht enden wollenden Erfolgsmeldungen nicht zu trauen. Oder sie nehmen sie
abgestumpft zur Kenntnis. Wie auch immer: sie bewirken fast nichts. Umgekehrt
scheint die Horrornachricht vom 25%-igen Einbruch des Geschäfts wie eine Erlösung
zu wirken: haben wir's doch immer gesagt... - Ich bin gespannt, ob Porsche nun
vollends zur Hölle geschickt wird.

Eines scheint mir aber sicher: egal wie und wann, es wird sehr lange dauern, bis
Porsche wieder zur Erfolgsstory wird. Jedenfalls nicht, bevor alle die genannten
Punkte geklärt und im Sinne von Porsche geregelt sind. Bis dahin wird den Aushar-
renden Geduld und Leidensbereitschaft abverlangt werden.

Ob ich solange abwarte, lasse ich offen. Es gibt aktuell Chancen en Masse. Leider
gehört Porsche nicht (mehr) dazu.  
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10841 Postings ausgeblendet.

33 Postings, 1043 Tage wolgaporsche SE

 
  
    #10843
10.10.14 14:58
Kursziele zu nennen ohne Begründung finde ich auch unseriös, aber, ich denke, dass der Weg an der Börse vorgezeichnet ist, es ist so von der "Staatengemeinschaft" gewollt, wie immer der Kleine wird verlieren und die Großen werden gewinnen, das war immer so, und so wird es auch bleiben, ein Narr, wer etwas anderes denkt.  

386 Postings, 2178 Tage niccolofuzzi...

 
  
    #10844
10.10.14 15:18
Komm schon, Dax unter 6000 ist doch nicht annähernd worst-case und ich bin alles andere als endzeitlich-pessimistisch, sondern realistisch. Ein Dax bei 6000 wäre ein sehr vernünftiges Bewertungsniveau für ein leichtes Wirtschaftswachstum ohne Zentralbankspielgeld. Kommt es zu einer ernsthaften Rezession und wird die Zentralbank nicht wieder massenhaft mit Geld gegenlenken (das wird ja jetzt nicht immer passieren...), dann würden wir ganz andere Bewertungen und Dax-Niveaus sehen.
Klar hätte ich nie gedacht, dass wir auch 2014 und 2015 noch bei 0 Prozent FED funds rate sein würden und das Zentralbankgeld fließt und fließt, dass erst jetzt QE unendlich endet. Und ich im Jahr 2009 oder 2011 hätte nie einen Dax von 10.000 im Jahr 2014 für möglich gehalten. Aber diese Bewertungen im Dax als gerechtfertigt zu bezeichnen.... dann waren die Bewertungen vor 2014 also alle viel zu niedrig??  

2704 Postings, 2065 Tage under-dogniccolo

 
  
    #10845
10.10.14 17:35
um Deine Frage zu beantworten : Ja, wenn Du DAX - Performance Index - meinst .........

 

9591 Postings, 3935 Tage fuzzi08Niccolo, Du behauptest

 
  
    #10846
1
10.10.14 19:03
Du seist realistisch. Behaupte ich von mir auch. Und jetzt? Solche Argumente führen nirgendwo hin und sind keine Diskussionsbasis. Jeder kann, soll, darf hier Kursziele nach Lust und Laune verbreiten, aber er soll es jeweils bitte begründen, auch Du. Meinetwegen schreib dazu, dass das einfach son Gefühl von Dir ist. Auch gut, dann weiß ich Bescheid.

Die durchschnittliche Bewertung im Dax lag beim Stand von knapp unter 10.000 bei 14,3.
Zu teuer? Wo wäre preiswert? Bei 7,8? Klar. Bei 2,1 wäre es noch preiswerter. Und vor wenigen Wochen lag die Bewertung im Dax sogar am Schluss der europäischen Indizes. Das, obwohl Deutschland die höchsten Exportüberschüsse auswies. Woran das wohl liegt?

Daran:
Die Anlagequote deutscher Kleinanleger beträgt maximal 2 %, vermutlich weniger. Der Anteil der Publikumsfonds kann auf 3-4 % veranschlagt werden. 90-95 % entfallen auf die "großen Drehscheiben", insbesondere London und NY (Bernecker, heutige AB-Daily).
Das bedeutet: der Dax ist ein Spieltisch ausländischer Vermögensverwalter, darunter, als größter, Blackrock. Diese Adressen sind es, die vorgeben, wann unser Dax steigen darf und wann er abverkauft und fallen gelassen wird. Wir Deutschen selbst sind nur Zuschauer, die gerne ihr Geld einbringen dürfen und es mit viel Glück nicht verlieren. Aber zu "gestalten" gibt es für uns nichts. Also bilden wir uns alle (auch Du) bitte nicht ein, wir könnten hier mit irgendwelchem "Können" irgendetwas bewirken.
Die üblichen Bewertungsdiskussionen sind aus diesem Grund nur Alibigeplänkel machtloser Schafe. Oder auf Deutsch: wenn die Amis Geld in den Dax stecken möchten, interessiert sie die Bewertung vermutlich einen feuchten Kehricht. Gemessen an den US-Indizes sind unsere Bewertungen ohnehin immer ein Witz. Immer. Es ist uns aber nicht erlaubt, allzu stark daher zu kommen.

Weil das so ist, sind auch alle Diskussionen irrational, die den Punktestand im Dax betreffen. Verdient hätte er jetzt schon mehr als 15.000, wenn die Amis die selben Maßstäbe bei ihm anlegen würden, wie an ihren eigenen Indizes.
Paradoxerweise wird der Dax aus genau dem selben Grund nicht auf 6.000 fallen: die Amis würden das nicht zulassen, dazu haben sie zuviel Geld reingesteckt. Aber letzten Endes hängt das Schicksal des Dax immer an der Liquidität der US-Märkte. Wird die Kohle knapp, kommen Margin-Calls, wird immer zuerst im Dax liquidiert. Hat man die letzten Tage sehr schön am Euro beobachten können. Warum ist der wohl plötzlich wieder gestiegen, genau in dem Moment, wo im Dax liquidiert wurde? Klickt's?

Bernecker sieht im aktuellen Kurseinbruch eine "fantastische Chance" und die Voraussetzung für einen weiteren Anstieg auf 10.000...12.000...15.000.
Es gibt gute Gründe, warum das nicht unmöglich ist: erstens arbeitet die EZB wie besessen an der weiteren Abwertung des Euro. Zweitens werden klammheimlich faule Anleihen an die Bad Bank ausgelagert. Gleichzeitig wird der Markt mit Geld geflutet, was kritisch zu sehen ist. Aber alleine die Abwertung dürfte im kommenden Jahr für deutlich anziehende Exporte sorgen.
 

386 Postings, 2178 Tage niccolofuzzi...

 
  
    #10847
11.10.14 01:00
Ich halte nicht viel davon, Bewertungen zu vergleichen, v.a. mit Blick auf 2015 oder 2016. Halbiert sich der Gewinn, und das passiert ruck-zuck, ist die Bewertung plötzlich eine ganz andere. Und gibt es statt eines Gewinns einen Verlust (und auch das passiert bei einem Industrieunternehmen sehr schnell), dann haben Deine Bewertungen plötzlich ein negatives Vorzeichen. Was, wenn 30% der Dax-Unternehmen 2015 Verlust machen - undenkbar? 6000 habe ich genannt, weil es ein etabliertes Niveau für den Dax ist. Von langfristig steigenden Aktienkursen gehe ich nicht aus, diese Zeit ist vorbei, sondern von einer Schwankung innerhalb von Spannen abhängig von der Liquidität.
Was wirklich nur zählt, ist die Liquidität und historische Maßstäbe. Beides ist im Moment extrem überdehnt, in USA noch mehr als hier. Und ich habe wenig Zweifel, dass die Fed die Geldpolitik jetzt recht schnell "normalisieren" wird. Alle Anzeichen deuten darauf hin. Denn sie erkennen in Washington, dass sie in einem riesigen Dilemma stecken. Die Fed muss in der Lage sein, auf eine Rezession zu reagieren, indem sie dann Zinsen senkt. Dazu müssen die Zinsen aber erst mal deutlich rauf. Schau mal, wie hoch die Zinsen 2008 waren, bevor Lehman pleite ging. Zyklusmäßig könnte bereits in wenigen Jahren eine Rezession in USA anstehen, deshalb werden 2015 und 2016 die Zinsen sehr viel schneller erhöht in USA, als man es sich derzeit vorstellen kann - und zwar ohne Rücksicht auf die Finanzmärkte, die sich an das billige Geld als Droge gewöhnt haben. Dieses ganze Geld wird aus Aktien wieder abgezogen werden.  

2704 Postings, 2065 Tage under-dog6000 dürften nmM vielleicht ein

 
  
    #10848
11.10.14 08:38
angemessener Stand beim Kursindex sein. Beim Performanceindex werden die Dividenden reinvestiert und somit waren die bisherigen Höchststãnde weder unrealistisch,
noch sind erneute Anstiege auf 10.000 - 15.000 nicht auszuschließen.....
Ich bin hier bei Bernecker der, wie fuzzi ausgeführt hat, den jetzigen Einbruch als Chance
sieht......

 

2704 Postings, 2065 Tage under-dogIn wenigen Wochen steht in Australien

 
  
    #10849
11.10.14 09:14
das G20 Treffen an und bis dahin wird auch mit Russland eine Einigung hinsichtlich der Ukraine Krise gefunden sein und somit die Sanktionen wegfallen.
Die USA brauchen ganz einfach die Russen um das IS Problem zu lösen......
Da die Börse ja bekanntlich solche Ereignisse vorwegnimmt, könnte bereits im Oktober
eine wunderschöne Ralley beginnen.
Jetzt gilt es für mich einen schönen Einstieg in ein paar netto Turbos zu finden, weil ich
gerne diese Welle, vielleicht mit einem 6 - 10er Hebel absurfen möchte.....  

9591 Postings, 3935 Tage fuzzi08niccolo, Dein Kursziel für den Dax

 
  
    #10850
13.10.14 23:55
kann ich leider nicht ernst nehmen. Es ist eines der vielen in den verschiedenen Foren geposteten Bauchgefühl-Kurszielen, mit denen ich nichts anfangen kann, zumal wenn sie nicht stichhaltig begründet sind.

Wenn Du vorgibst, 2015/2016 vorhersehen zu können: fast alle "Wirtschaftsexperten" lagen und liegen chronisch-regelmäßig schief. Niccolo als Ausnahme-Experte?

Ich erinnere Dich daran, dass wichtige Weichenstellungen in der EU bevorstehen: die bereits im vollen Lauf befindliche Euro-Abwertung und die Verlagerung von europäischen Schrottanleihen in die Bad Bank. Beides wird GRAVIERENDE Auswirkungen sowohl auf den Außenhandel wie auch auf die Binnenkonjunktur haben. In welchem Umfang...keine Ahnung. Aber aller Voraussicht nach dürfte sich die Euro-Zone gravierend erholen, was sich in Zahlen allerdings frühestens im Frühjahr 2015 ausdrücken wird.

Die FED wird hingegen ihre Geldpolitik nicht normalisieren, weil die US-Wirtschaft noch viel zu schwach ist. Kein QE mehr UND die Zinsen hoch...das wäre zuviel. Davon abgesehen würde dadurch der Dollar noch stärker und der Export vollends kastriert.

Deine These eines Gewinneinbruchs von 30 Prozent: Ich verzichte als höflicher Mensch ebenso auf Kommentierung, wie zur These, dass die Erde jederzeit von einem Asteroiden vernichtet werden kann (Prof. Harald Lesch). Stimmt, es gibt nichts, was es nicht gäbe. Aber ich beschäftigemich lieber mit Dingen, die mir auch für die nächste Zeit wahrscheinlich erscheinen.

Zum Schluss habe ich Dir noch eine nette Grafik gefertigt, die zeigt, dass die 6.000 für den Dax aus der Luft gegriffen sind: die Zonen darüber sind genauso manifest, wie die darunter. Und bei 6.000 sehe ich keinerlei Haltemarken. Wohl aber bei 7.500 und 8.300, weshalb ich davon ausgehe, dass die aktuelle Korrektur genau dort endet.
Warten wir also ab, wer Recht behält.

 
Angehängte Grafik:
dax15y131014.gif (verkleinert auf 47%) vergrößern
dax15y131014.gif

9591 Postings, 3935 Tage fuzzi08niccolo, noch ein Nachtrag zur FED

 
  
    #10851
14.10.14 23:30
und ihrer Konjunkturploitik. Du hast in #10847 geschrieben:

"Und ich habe wenig Zweifel, dass die Fed die Geldpolitik jetzt recht schnell "normalisieren" wird. Alle Anzeichen deuten darauf hin. Denn sie erkennen in Washington, dass sie in einem riesigen Dilemma stecken."

Was für "Anzeichen" Du meinst, weiß ich nicht. Vielleicht das wöchentliche Geschwalle der FED, das nur der Verneblung dient?  Dass die FED ständig flunkert und die Welt an der Nase rumzieht, müsstest auch Du bemerkt haben.

Folker Hellmeyer schreibt heute in seiner täglichen Kolumne:

"Der Verweis auf die schwächere Weltkonjunktur ist einmal mehr lediglich Ausdruck dafür, dass eine simple Entschuldigung für eine zu erwartende Wende der Wende der Zinspolitik generiert wird, um die Thematisierung des Mankos an Reformpolitik zu umgehen.

Der Konjunkturabschwung könnte nach Einschätzung von Vertretern der Federal Reserve die per 2015 erwartete Zinserhöhung hinauszögern. "Wenn das Wachstum im Ausland schwächer ausfällt, könnte das dazu führen, dass der Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik länger als üblich dauert", sagte Fed-Vizepräsident Stanley Fischer. Auch Fed-Gouverneur Daniel Tarullo zeigt sich nachdenklich: "Ich bin über das weltweite Wirtschaftswachstum besorgt. Es gibt mehr Abwärts- als Aufwärtsrisiken. Diese Entwicklung müsse die Fed bei ihrer Geldpolitik berücksichtigen.? Fed-Mitglied Charles Evans betonte, dass der Anstieg des Dollars kombiniert mit schwachem globalen Wachstum zu niedrigerer Inflation in den USA führen könne. Damit wäre eine Zinserhöhung weniger gerechtfertigt.
...
Die daraus kurzfristig abgeleitete Tendenz eines festeren USD hat nicht unerhebliche innere Schwächen, sowohl konjunkturell, strukturell als auch politisch...."

Dieser letzte Satz bestätigt meine oben (#10850) geäußerte Thesen
"Die FED wird hingegen ihre Geldpolitik nicht normalisieren, weil die US-Wirtschaft noch viel zu schwach ist..."

und

"Davon abgesehen würde dadurch der Dollar noch stärker und der Export vollends kastriert."

 

9591 Postings, 3935 Tage fuzzi08ein vielsagendes Statement der FED

 
  
    #10852
15.10.14 12:52
von San Franciso bestätigt ebenfalls meine Annahme, wonach die USA ihre Geldpolitik auf absehbare Zeit eben NICHT normalisieren (können). Zitiert von F. Hellmeyer:

"Der Präsident der Federal Reserve San Francisco John Williams hat ein neues Anleihekaufprogramm der US-Notenbank nicht ausgeschlossen. Sofern eine längere Phase der Deflation vorhergesagt würde, müsse man das "ernsthaft in Betracht ziehen".

Hellmeyer nennt zudem einige Daten zur Verschuldung der USA, die den behaupteten Aufschwung in Zweifel ziehen:
Staatsverschuldung 2008: 10.000 Mrd. 2014: 17.850. Steigerung: 78%
Bilanzsumme FED (=Intervention) 2008: 800 Mrd. 2014: 4.414 Mrd. Steigerung: 550%
Dazu im Vergleich das BIP: 2008: 14.963 Mrd. 2014: 16.010 Mrd. Steigerung: 7% (!)



Schaut man sich dazu noch die Zahlen für Essensmarken an Familien (+50%) sowie die Privatkredite (+ 50-90%) an, so kann man allein schon daran ablesen, dass der "Aufschwung" in der US-amerikanischen bürgerlichen Gesellschaft gar nicht angekommen bzw. eine Erfindung der FED ist.

Quelle:
http://www.goldseiten.de/artikel/...t-bezueglich-Daten-und-mehr-.html

Vor diesem Hintergrund ist an eine "Normalisierung" nicht einmal zu denken.

 

33 Postings, 1043 Tage wolgaan fuzzi08

 
  
    #10853
1
15.10.14 14:02
Das dürfte jetzt doch jeder gemerkt haben, die Amis sind wirtschaftlich mehr als Bankrott, einem Unternehmer hätte man den Prozess wegen "betrügerischem Bankrott" gemacht,  bei Staaten geht das leider nicht. Die Amis kommen da nur raus durch a) einen Krieg oder b) eine Inflation die es in sich hat, der Greenback ist mehr als tot! Da haben es die Chinesen viel cleverer angefangen, Investitionen und $ Geschenke in Afrika, die haben ja genug von dem amerikanischen Monopolygeld und bringen es unter die Leute! Die Amis können ja nur Kriege führen zu etwas vernünftigem sind die einfach... naja ich würde sagen, die überwiegende Mehrheit der US-Bevölkerung scheint mir aus einer bildungsfernen Schicht zu kommen.  

386 Postings, 2178 Tage niccolofuzzi...

 
  
    #10854
16.10.14 01:26
die Situation in den USA hat sich etwas verbessert, aber wie Du richtig schreibst zu einem sehr hohen Preis (Verschuldung etc.), der diese Verbesserung in keiner Weise gerechtfertigt. Diese von Dir gepostete Gegenüberstellung von BIP-Wachstum und Verschuldung, die kennt auch die FED. QE ist der FED in der Bilanz zu teuer, es wird quasi als gescheitert betrachtet, vor allem weil man auch nicht so leicht runterkommt davon.
Fazit: Es wird nie wieder ein QE geben, es wird auch im Falle einer Bankenkrise nie wieder eine breit angelegte Bankenrettung geben. Die Fed sagt das auch, bislang noch durch die Blume, um die Börsen nicht zu sehr zu verschrecken. Die Zinserwartungen der FED für 2016 sind über einen Prozentpunkt über den Markterwartungen.
Die FED hat klammheimlich eine ziemliche Kehrtwende vollzogen, lustigerweise unter der eher den Tauben zugerechneten Yellen. Sie wird die Zinsen ungeachtet der Marktreaktion hochtreiben, um in einer erneuten Phase des Abschwungs das Instrument der Zinssenkung zu haben und nicht wieder QE machen zu müssen. Sie werden versuchen, rhetorisch gegenzulenken, falls die Märkte zu sehr in Panik geraten, aber nicht mit Taten. Die Liquidität in den Aktienmärkten wird über die nächsten Jahre abnehmen, die Kurse werden sich wieder im historischen Kontext zu einer vernünftigeren Bewertung hin anpassen. Die Zeit der "Märkte über alles"-Poliltik der Fed ist vorbei.  

9591 Postings, 3935 Tage fuzzi08niccolo, dann weißt Du

 
  
    #10855
16.10.14 11:16
mehr als die FED selbst. Das gestrige Massaker an den Börsen dürfte selbst den größten Optimisten (nicht nur in den USA) die Augen geöffnet haben. Vor einem solchen Hintergrund die Zinsen zu erhöhen, wäre Selbstmord. In Deutschland wäre das öllig anders. Aber die amerikanischen Bürger haben praktisch keine Ersparnisse/Spargutehaben, so wie der bundesdeutsche Michel. Während die Negativverzinsung den Michel enteignet, leiden die Amerikaner kaum darunter. Sie können das billige Geld zum Zocken an der Börse nutzen, wovon sie ja auch reichlich Gebrauch machen. Die Börse war deshalb schon immer ein Standbein des amerikanischen Bürgertums. "Der Deutsche" macht das nicht - weshalb er aktientechnisch auch keinerlei Rolle an den Märkten spielt. Während die Deutschen zutiefst börsenabstinent leben, sind die Amerikaner die Börsennation schlechthin. Ein Grund dafür, dass ihre Aktien chronisch hoch und unsere eher schwach bewertet sind. Und in Crashszenarien -wie derzeit- werden zuallererst deutsche Aktien liquidiert, denn dort gibt es am schnellsten Geld. Und der Dollar steigt.

Würden in den USA die Zinsen erhöht, bekämen die Aktien a) Konkurrenz und b) würde ihnen das Wasser abgegraben werden. Keine US-Regierung würde das überleben.  

637 Postings, 393 Tage DinobutcherBernecker meint

 
  
    #10856
16.10.14 11:48
die astronomisch hohen Lombard Kredite der Amis werden gerade reduziert. Alles wird verkauft, Quartalszahlen spielen überhaupt keine Rolle mehr in diesem Szenario.  

386 Postings, 2178 Tage niccolofuzzi...

 
  
    #10857
16.10.14 13:18
es wird zu einem Machtspiel zwischen der Fed und den Märkten. Es ist kein Zufall, dass die Einbrüche immer dann kamen und kommen, wenn QE (1, dann 2, dann unendlich) endete. Der Markt will die Fed an einer sehr kurzen Leine als seine Sklavin halten und geht davon aus, dass dies auch so bleibt.
Die Fed will aber keine Sklavin der Märkte mehr sein, vor allem dann, wenn die wirtschaftlichen Kennzahlen (Arbeitslosenquote) wieder deutlich besser geworden sind. Yellen hat immer das Hauptaugenmerk auf den Arbeitslosenzahlen gehabt, sie kommt, so weit ich weiß, auch nicht von der Goldmann Sachs Connection wie Bernanke und Draghi.
Und Du siehst es schon sehr vereinfacht, wenn Du meinst, dass die bürgerliche Schicht in USA keine Ersparnisse hat. Gerade aus dieser Schicht und von vielen Finanzmarktakteuren wurde Bernankes QE und Ewignullzinspolitik am meisten kritisiert. Warum? Weil sie nicht nachhaltig sein kann. Hohes Börsenwachstum durch Liquidität führt notgedrungen zu einem Absturz, wenn diese Liquidität wieder eingezogen wird. Und dass sie irgendwann eingezogen werden muss, ist dir doch klar, oder?
Stell dir vor, der Dax wäre auf 12000 gestiegen. Dann wäre ein "Absturz" auf 10000 eine gefühlte Katastrophe, 20%, alles schreit. Würde ich dann ein Kursziel von 8000 nennen, würdest Du es worst-case nennen und mich einen Schwarzseher schimpfen. So sehe ich das auch mit den 10000. Vor einem Jahr wurde von den Profis übereinstimmend der Bereich knapp unter 9000 als "absolute Decke" für den Dax genannt, was mich darauf einstimmte, dass es wahscheinlich noch mal deutlich darüber gehen wird. Jetzt sind wir bei 8400 und Du findest, das war ein Massaker??
Die Fed würde erst wieder nervös, wenn der Dow deutlich unter 10000 geht - und das wird bestimmt in den nächsten Jahren passieren.  

9591 Postings, 3935 Tage fuzzi08niccolo, Du zitierst mich

 
  
    #10858
1
16.10.14 14:49
falsch, vielleicht weil es besser zu Deinen Argumenten passt:
"Und Du siehst es schon sehr vereinfacht, wenn Du meinst, dass die bürgerliche Schicht in USA keine Ersparnisse hat."

Das habe ich nicht behauptet. Ich habe es verglichen mit den Sparguthaben der Deutschen, die ja Sparweltmeister sind ("...so wie die Deutschen"). Natürlich haben auch Amerikaner Sparguthaben, aber die spielen eben nicht die Rolle wie bei uns. Die Amerikaner investieren wesentlich mehr in Sachwerte (Aktien) als die Deutschen.

Ob/dass die Liquidität in den USA wieder eingezogen wird/werden kann, ist mir beileibe nicht klar. Ich halte das für unmöglich und die Chinesen würden es auch garnicht zulassen
(Abwertungskrieg). Ich gehe vielmehr davon aus, dass es eine andere Lösung geben wird: der Dollar verreckt oder er wird entwertet, dann ist der Drops gelutscht und Amerika wäre mit einem Schlag schuldenfrei.

Wer das nicht glaubt, soll mal nachgucken, welche Währung 100 Jahre alt wurde. Ich kenne keine. Der moderne US-Dollar entstand im "Currency Act" von 1900 und hauchte sein Leben als goldgedeckte Währung 1971 aus. Von da an lebte er bis heute nur als wertloses bedrucktes Papier weiter. Ausgerechnet das sollte sich lohnen, es zu erhalten? Ich meine: nie im Leben. Die Menschen brauchen Werte, kein buntes Papier.
Die Chinesen bereiten sich derweil schon auf den Schlussakt vor, indem sie ihre faulen Dollars in Gold umtauschen.

Ein Dax-Absturz von 12.000 auf 10.000 ist übrigens kein 20%-Absturz, sondern "nur" einer von 16,7%. Eher eine Standard-Korrektur.
Der aktuelle Absturz, denn ich auf 20% taxiere (also noch bis ca. 8.000 gehen dürfte, ist imo nicht ungewöhnlich. Er hat auch mit dem aktuellen Wirtschaftseinbruch nichts zu tun, da die 20% jenseits von Gut und böse sind. Er hat mit der Lombard-Blase zu tun, wie Dinobutcher schon geschrieben hat.
Das ist aber alles nichts im Vergleich zu den von Dir ursprünglich genannten 6.000 Punkten im Dax, die "von unten gesehen werden", was ja einen Punktestand von 5.xxx bedeuten würde und eine Korrektur von bis zu 50% voraussetzte. Das würde praktisch eine Sachlage wie 2008 bei der Subprime- bzw. Lehman-Krise voraussetzen. Bei allem was recht ist: so weit sind wir dann doch nicht, denn damals war Kreditklemme, jetzt ist das Problem eher umgekehrt.  

386 Postings, 2178 Tage niccolofuzzi...

 
  
    #10859
16.10.14 16:11
ich meinte eigentlich knapp 10000 Punkte (das zu den 20% vs. 16,7%), bitte geh davon aus, dass ich Prozentrechnung kann.
Was ich damit sagen will: Es ist wurscht, wie hoch die Übertreibung durch exzessive Liquidität geht (ob 12000 oder 15000 oder 20000) - theoretisch ist im Wahn alles möglich, kehrt aber doch zu den Ausgangswerten zurück. Die "Korrektur" ist abhängig von der vorherigen Übertreibung.
Was mich wundert: Du siehst eine Rückkehr zu einem Niveau 5000-6000 im Dax, das normalen Bewertungen im historischen Kontext entsprechen würde, als eine Art worst-case, sprichst aber entspannt von ganz anderen Szenarien wie vollständige Dollarschmelze, die für alle doch wesentlich dramatischer wären.
Ich sehe die Börse eben nicht langfristig steigen, ebenso wenig sehe ich Unternehmensgewinne immer steigen.
Und für mich ist eine teilweise Normalisierung der Geldpolitik, die für die verwöhnten Märkte hart wird, wesentlich wahrscheinlicher, als dass man sich auf das baldige Ende des Dollar und anderer Papierwährungen vorbereiten soll.  

9591 Postings, 3935 Tage fuzzi08niccolo, diese Diskussion

 
  
    #10860
16.10.14 16:54
um Daxstände ist hochgradig überflüssig: der Dax macht langfristig nur eines: er steigt.
Und bei meinem Korrekturziel von 8.000 bleibe ich auch, Du darfst dafür bei Deinem von >6.000 bleiben und am Schluss werden wir sehen, ok?

Deine These "Ich sehe die Börse eben nicht langfristig steigen" kann irgendwann eintreffen.
Wer weioß schon, wann was sein oder nicht sein wird. Irgendwann wird auch die Sonne erkalten und die Erde sterben. Wen interessiert das? Mich nicht; beides werde ich nicht mehr erleben. Hingegen habe ich erlebt, wie es bisher war: da ist der Dax gestiegen, von 500 (1986) auf 10.000 (2014). Das sind immerhin 1.900 Prozent. Was zwischendrin war interessiert nicht. Hier das Bildchen dazu:  
Angehängte Grafik:
dax55y161090.gif (verkleinert auf 64%) vergrößern
dax55y161090.gif

386 Postings, 2178 Tage niccolofuzzi...

 
  
    #10861
1
16.10.14 17:31
weiss nicht, warum die Diskussion überflüssig sein sollte. Schau in Deinem Schaubild die Zeit 1960-1980 an, in der die Wirtschaft zum Teil richtig geboomt hat und die Inflation hoch war. Der Dax bewegte sich kaum.
Noch vor zwei Jahren hätten die wenigsten Leute der Aussage zugestimmt, dass Märkte langfristig steigen. Dafür waren 1999 alle der Meinung, dass Märkte langfristig steigen. Der Anstieg 2012-2014 ist nur und wirklich NUR auf eine fake-Liquidität zurückzuführen, auf sonst gar nichts.  

9591 Postings, 3935 Tage fuzzi08niccolo, das ist doch

 
  
    #10862
16.10.14 18:18
vollkommen wurscht. Entscheidend ist, dass der Dax jetzt schon seit 30 Jahren steigt. Mag ja sein, dass es zwischendurch Pausen gibt, aber die Generalrichtung ist klar.

Du hast behauptet, der Dax steige LANGFRISTIG nicht. Ich behaupte das Gegenteil und habe das mit einer Grafik glasklar nachgewiesen, während Du Deine Behauptung mit keiner einzigen Zahl belegt hast.
Schaut man auf die Gründe für den Anstieg (neue Märkte wie China, Russland, Ostasien, Indien, Südamerika, allgemeines Bevölkerungswachstum, Globalisierung, Mobilität etc.etc.) leuchtet er sofort ein; wenigstens mir.

Jetzt versuch bloß nicht, das wegzudiskutieren, sonst wüsste ich nicht, worüber wir noch reden sollten.
 

9591 Postings, 3935 Tage fuzzi08schöner Satz nach oben heute, aber

 
  
    #10863
17.10.14 19:52
ich denke, wir haben noch nicht fertig. Heute war erst mal Shortsqueeze allerorten angesagt. Fakt ist allerdings, dass die Lage schwärzer gesehen wird, als sie tatsächlich ist. Aber die Börse neigt eben nun mal zum Übertreiben.

Nächste Woche werden wir sehen, wie weit die Erholung trägt.  

9591 Postings, 3935 Tage fuzzi08weiterhin Niedrigzinsen

 
  
    #10864
20.10.14 15:57
davon ist Folker Hellmeyer überzeugt, wie er heute in seiner tägöichen Kolumne schreibt:

"Die Zinsveränderungserwartungen in den USA und UK sind deutlich moderater als zuletzt erwartet und an den Finanzmärkten diskontiert. Anders ausgedrückt bleibt es bei Vollkaskoversicherungen seitens der Zentralbanken der USA und des UK. Hintergrund sind unausgeprägte selbsttragende Kräfte der jeweiligen Konjunkturen.

Gekoppelt mit den Maßnahmen der EZB, die jetzt zum Tragen kommen werden, bleiben die Finanzmärkte auf absehbare Zeit durch extreme Niedrigzinspolitik als auch höhere Liquidität alimentiert."

Das als Nachtrag zur vorangegangenen Diskussion um eine etwaige Rückkehr der USA zur "Normalpolitik" beim Dollar.  

453 Postings, 1134 Tage Zonk911welche Bewandtnis ...

 
  
    #10865
21.10.14 16:05
... hat es denn, wenn Bid und Ask- Preise schon vor Handelsschluss auseinander laufen? Ist das ein Systemfehler?

Gruß

Zonk

 
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9591 Postings, 3935 Tage fuzzi08Zonk911, Geld und Brief

 
  
    #10866
21.10.14 16:37
weisen immer einen gewissen Spread auf. Je vorsichtiger die Käufer sind, desto größer der Spread. Aktien mit geringem oder (fast) ohne Spread werden vom Markt als klarer Kauf eingeschätzt (Nachfrageüberhang). Ein Indikator für die Tendenz.  

453 Postings, 1134 Tage Zonk911diesen Unterschied...

 
  
    #10867
21.10.14 21:12
... habe ich aber bei der PSE während normalen Handelszeiten wirklich noch nie gesehen!  

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