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Porsche: verblichener Ruhm ?

Seite 1 von 460
neuester Beitrag: 02.07.15 21:17
eröffnet am: 02.04.08 14:12 von: fuzzi08 Anzahl Beiträge: 11492
neuester Beitrag: 02.07.15 21:17 von: fuzzi08 Leser gesamt: 1722981
davon Heute: 137
bewertet mit 55 Sternen

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10072 Postings, 4191 Tage fuzzi08Porsche: verblichener Ruhm ?

 
  
    #1
55
02.04.08 14:12
Nach dem Kursdebakel an den Weltbörsen erholen sich die Aktien auf breiter Front.
Der einstige Champion und Superstar Porsche aber steht im Abseits. Der Ruhm
vergangener Tage ist verblichen und den Aktionären bläst ein kalter Hauch ins
Gesicht. Gründe, ein Engagement in der Aktie zu überdenken und neu zu bewerten
gibt es genug:
- anhaltende Unsicherheit wegen der VW-Übernahme bzw. Nicht-Übernahme.
- aufziehende Machtkämpfe in den AR-Gremien
- Umwandlung in eine Holding. Das bedeutet: Holding-Abschlag anstelle von
  Premium-Zuschlag (je ca. 15%).
- Unsicherheit wegen des geplanten neuen VW-Gesetzes
- Mobbing von Seiten der VW-Belegschaft/Betriebsräte/Gewerkschaft

Alles Dinge, die die Börse hasst und fürchtet. Und nun auch noch der Einbruch im
US-Geschäft. Zwar pflegen sich Erfolgsmeldungen im Porsche-Kurs in fast schon
fatalistischer Weise so gut wie nie im Kurs niederzuschlagen - die Börse scheint
den nicht enden wollenden Erfolgsmeldungen nicht zu trauen. Oder sie nehmen sie
abgestumpft zur Kenntnis. Wie auch immer: sie bewirken fast nichts. Umgekehrt
scheint die Horrornachricht vom 25%-igen Einbruch des Geschäfts wie eine Erlösung
zu wirken: haben wir's doch immer gesagt... - Ich bin gespannt, ob Porsche nun
vollends zur Hölle geschickt wird.

Eines scheint mir aber sicher: egal wie und wann, es wird sehr lange dauern, bis
Porsche wieder zur Erfolgsstory wird. Jedenfalls nicht, bevor alle die genannten
Punkte geklärt und im Sinne von Porsche geregelt sind. Bis dahin wird den Aushar-
renden Geduld und Leidensbereitschaft abverlangt werden.

Ob ich solange abwarte, lasse ich offen. Es gibt aktuell Chancen en Masse. Leider
gehört Porsche nicht (mehr) dazu.  
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11466 Postings ausgeblendet.

5178 Postings, 3532 Tage FredoTorpedo10.000 Stück ist ganz nett - mehr als nur das

 
  
    #11469
10.06.15 20:31
Taschengeld. Wernerg wird jedes Verständnis dafür fehlen. Weshalb kauft der Porsche und nicht Volkswagen direkt?  

10072 Postings, 4191 Tage fuzzi08in Berneckers TB

 
  
    #11470
1
12.06.15 17:19
(Terminbörse) wird heute ein Call-Zertifikat auf Porsche empfohlen. Folglich muss da was im Busch sein, denn B.'s TB liegt mit ihren Zertis fast immer richtig.
Leider liegt mir (noch) nicht der vollständige Text vor.  

5178 Postings, 3532 Tage FredoTorpedoIch habe privat eine kleine Wette

 
  
    #11471
1
12.06.15 21:24
laufen: Griechenland-Rettung in letzter Minute. Bin überzeugt, dass Obama Frau Merkel und Herrn Holländer die Order gegeben hat, Griechenland in keinem Falle aufzugeben. Ist strategisch zu wichtig.  (Habe auch das Gefühl, dass Herrn Tsipras das gesteckt wurde, deshalb kann er bis zuletzt pokern).

Sollte es so kommen, so wird der Call sicher aufgehen, denn kurzfristig wird die "Griechenland-Rettung" positive Auswirkungen auf die Börsen haben. Der Langfristig-Effekt wirkt sich erst aus, wenn man weiß, welcher Preis letztendlich bezahlt wurde.

Aber letztlich ist das Geld sowieso nicht mehr wichtig - wenn man keins mehr hat, drückt man neues. Und solange sich alle wichtigen Player rund um den Globus daran halten, könnte das sogar funktionieren.  

2928 Postings, 2321 Tage under-dogGuten Morgen

 
  
    #11472
13.06.15 06:44
fuzzi, der Text würde mich auch sehr interessieren..

@ Fredo : Sicherlich würde das die Börsen beflügeln, wobei ich nicht unbedingt
Calls von PSE favorisieren würde. Für dieses Szenario sollte es erfolgversprechendere
Werte geben...  

2928 Postings, 2321 Tage under-dog@ fuzzi

 
  
    #11473
15.06.15 10:45
" KOs unter 78,- Euro sind imo vertretbar/risikoarm. "

Bei dem heutigen Stand musste ich an obiges Post von dir denken zum Thema risikoarm...  

10072 Postings, 4191 Tage fuzzi08under-dog, den Text

 
  
    #11474
15.06.15 12:24
konnte ich leider bisher nicht auftreiben. Und nur wegen PSE will ich mir den Brief nicht kaufen.

Noch zu meinem Statement " KOs unter 78,- Euro sind imo vertretbar/risikoarm.":


Im Kontext ging es um die Diskussion, ob man Calls vor Pfingsten glattstellen sollte. In diesem Zusammenhang meinte ich, dass 78,- Euro risikoarm sind. Waren sie damals auch, denn das war am 22. Mai und der Kurs stand bei rund 85,- Euro. Die Frage war also, ob das Risiko bestand, dass er über Pfingsten um 7,- Euro (= rd. 8,2%) fällt. Tat er nicht. Insofern war die Einschätzung richtig.

Dass der Kurs später die 200 TL (bei 78,50 Euro) unterschneiden würde, hatte ich allerdings nicht erwartet. Ich bezweifle aber eher, dass die Unterschneidung nachhaltig ist.  

2928 Postings, 2321 Tage under-dogDanke für Deine Antwort

 
  
    #11475
15.06.15 12:42
Bernecker favorisiert ja im Moment in den Medien sehr stark die Deutsche Bank.
Ist überall nachzulesen.
Diese Einschãtzung teile ich übrigens....

Anmerkung zu PSE : Im Moment unternehme ich hier überhaupt nichts.
Aktien sind mit leichtem Verlust im Depot. Put Absicherung habe ich keine.
Calls kaufen traue ich mich aber auch nicht.
Ist mir im Moment alles zu undurchsichtig.....
 

10072 Postings, 4191 Tage fuzzi08Aktien: die Kurse sind im Moment

 
  
    #11476
3
15.06.15 13:11
irrational. Ich befürchte, dass sich daran auch im Falle einer "Rettung" Griechenlands langfristig nichts ändern wird, da Griechenland faktisch bankrott ist und sich daran auch nichts ändern wird, egal, wieviel Geld reingepumpt wird. Das Land ist unregier-bar, hat keine funktionierende Verwaltung und keine konkurrenzfähigen Produkte, mit denen es richtig Geld verdienen könnte.
Zu allem Übel ist es zur Zeit in der Hand von Polit-Clowns, die sich darin gefallen, Europa -wenn man schon pleite ist und nichts zu sagen hat- dauergrinsend am Nasenring durch die Arena zu ziehen und vorzuführen.

Die "Rettung" Griechenlands hat imo vor allem den Zweck, die förmliche Insolvenz zu vermeiden, weil dann in einigen Ländern (nicht nur in Deutschland!) eine ziemlich unangenehme Berichtigung der Bücher fällig wäre, die man vermeiden kann, solange das Faktische nicht evident ist. Das allerdings müssen sich die Gläubiger-Länder nun Jahr für Jahr einige zig Milliarden kosten lassen. Vermutlich wird das mindestens ebenso teuer wie die Abschreibung ad hoc.

Denkt man aber lange genug nach, wird man am Ende des Tunnels einen Lichtblick sehen, der die Schulden atomisieren könnte: die Inflation.
Gegen die wiederum gibt es eine sehr gute Medizin: Aktien.  

10072 Postings, 4191 Tage fuzzi08VW: Gewinnsteigerung um 20-22% ?

 
  
    #11477
15.06.15 14:18
Hans Bernecker bewertet heute in seiner AB-Daily die neue Konzernstruktur von VW, in der er die Erfüllung von Piechs Vermächtnis sieht, als deren Ergebnis er eine Gewinnsteigerung von bis zu 22% und damit das niedrigste KGV der Branche für möglich hält:

"VW präsentiert heute seine neue Konzernstruktur. Es ist das Ergebnis dessen, was
der alte AR-Chef wollte, aber offenbar nicht durchsetzen konnte. CEO Winterkorn hat
gleichwohl schnell geschaltet. In den Details liegt das Problem, und darauf hatten wir uns bereits fokussiert. Die Kernmarke VW arbeitet mit zu geringer Produktivität. Das war fast immer so, was auf die vielfältigen Privilegien der Wolfsburger Belegschaft zurückzuführen ist.
Piëch schaffte es einst aus diesem Teufelskreis dadurch auszubrechen, dass er mit dem umstrittenen Rationalisierungsfachmann Lopez (von GENERAL MOTORS) den Durchbruch schaffte, dem fast alle Autobauer irgendwie gefolgt sind. Dieses Programm war aus der Not geboren und gegen den sehr starken Betriebsrat und den problematischen AR durchzusetzen. Darin lag der Verdienst von Piëch. Ob Herr Winterkorn dies mit dem jetzt vorliegenden Strukturumbau erreicht, lassen wir ausdrücklich offen. Die andere Seite: Schafft er es, die Kernmarke VW auf die durchschnittliche Rentabilität im Konzerndurchschnitt zu heben, dürfte sich der Konzerngewinn um etwa 20 bis 22 % erhöhen. Das ergäbe eine durchaus sensa-tionelle Verbesserung des Gewinns je Aktie auf über 27/28 ? je Aktie und somit das niedrigste KGV im Sektorvergleich weltweit. Ob es möglich sein wird, werden wir sehen."  

77 Postings, 1221 Tage burhan1978Porsche übernimmt Kuka

 
  
    #11478
1
19.06.15 16:25
Leider kann man bisher nicht erkennen, ob es die Porsche AG ist oder Holding ?! Kurs steigt trotz heutiger  allgemeiner Marktschwächen! :) Vielleicht profitieren wir ja von dieser Nachricht !  

500 Postings, 4176 Tage silber.. #11478 ...es kauft wohl die Porsche AG

 
  
    #11479
19.06.15 17:06

61 Postings, 1644 Tage hudlwickVW Gesetz nur für VW?

 
  
    #11480
20.06.15 13:22
Kommt dieses Gesetz nur für VW zum Ansatz oder auch für die restlichen Marken?
Ich frage, weil die Konzernstruktur ja dezentralesiert werden soll. VW ist dann mit Skoda und SEAT zusammengefasst.
Audi mit Lamborgini und Ducati und Porsche mit Bugatti und Bentley.
Könnte dann die Porsche SE ohne VW Gesetz auf die Einheiten um Audi und um die Porsche AG Einfluß nehmen?
Was meint Ihr?  

5178 Postings, 3532 Tage FredoTorpedoDas VW-Gesetz gilt für den Volkswagen-Konzern

 
  
    #11481
1
20.06.15 15:20
Die Marken, gleich in welcher Struktur, hängen darunter. Zur Zeit werden die Marken sehr zentralistisch geführt, obwohl sie auch einige Freiheitsgrade haben. Zukünftig werden diese Freiheitsgrade aber auch die Verantwortung größer werden. Den Misch-/Masch, dass Marke-Volkswagen in großem Maße Vorleistungen erbringt, die andere sehr kostengünstig bzw. kostenfrei übernehmen und dann Supererträgen glänzen können (wie zB Skoda bei mehreren Modellen oder Porsche beim Macan), wird es so sicher nicht mehr geben. Da wird genauer abgerechnet.
Da diese Synergien jedoch letzlich dem Gesamtkonzern zugute kamen, muß die Konzernführung darauf achten, dass siedurch die höheren Freiheitsgrade der Markengruppen nicht untergebuttert werden.
Es wird auch daruf zu achten sein, dass die Marke Volkswagen, die sich im letzen Jahrzehnt zwischen den übrigen Massenherstellern und Marken wir Audi, BMW und Daimler plaziert hat, nicht runtergezogen wird durch die Zusammenlegung mit Skoda und SEAT. Ich bin deshalb noch skeptisch, ob dass mittel-/langfirstig der richtige Weg ist.

Als ein großes Problem werden ja immer die fehlenden Freiheitsgrade bzgl. der länderspezifischen Unterschiede, zB insbesonder im US-Markt, beschrieben. Wie das mit der neuen Struktur besser werden könnte, hab ich noch nicht erkannt.

Zudem muß man sehen, dass es ja bei den Nutzfahrzeugen genau anders herum geht - dort erfolgt eine Zentralisierung von MAN-/Scania und VW-Nutzfahrzeugen (allerdings auf einer untergeodneten Ebene), um Synergien zu erzeugen.

Ach und zum VW-Gesewtz, hudlwick, kannst du sicher sein, dass sowohl der Arbeitnehmerflügel als auch die Niedersachsenvertreter im Aufsichtsrat sicherstellen werden, dass sich dort nichts verschlechtern wird.

Also wie gesagt, die große Euphorie kommt bei mir da noch nicht auf. Außer im Nutzfahrzeugbereich bei VW-Nutzfahrzeugen/MAN/Scania  

61 Postings, 1644 Tage hudlwickPiech's Rolle?

 
  
    #11482
1
20.06.15 17:42
Natürlich kann man aktuell den Eindruck gewinnen, dass NDS
(also die Politik) und der BR den VW Konzern lenken. In der Presse kommen mehrheitlich diese Lager zu Wort. Ich beobachte ja nun auch schon viele Jahre die Porsche SE und deren Umfeld. Nie und nimmer glaube ich, dass Piech hier etwas Unüberlegtes getan hat. Für mich wollte Piech bewusst Abstand zum VW Konzern in der öffentlichen Wahrnehmung erzeugen. Ich frage mich nun warum? Eines ist klar, durch diese Aktion hat sich eine Abgrenzung zur Politik und zum BR ergeben, da diese beiden Institutionen Ihn nicht unterstützt haben. Wird sich nun Piech auf sein Altenteil zurückziehen oder wird Piech seine Rolle als Hauptaktionärs stärken und entsprechend hierüber Einfluss nehmen? Wie würde er dann diese tragende Rolle einnehmen können? Über die Porsche SE oder gründet er gar eine neue Gesellschaft auf Basis seiner PSE Stammaktien? Hat er also Interesse an einer starken Porsche SE oder eben nicht, weil ihm zumindest offiziell auch Wolfgang P. die Gefolgschaft verweigert hat. Konkret stelle ich mir die Frage, ob eine starke Porsche SE für Piech in der aktuellen Situation vorteilhaft ist (in diesem Falle würde mein Engagement bei der PSE weiter Aufstocken) oder, ob von Ihm sogar das Gegenteil bevorzugt sein könnte? Leider habe bis dato keinerlei Antwort auf diese Frage gefunden.  

5178 Postings, 3532 Tage FredoTorpedoIch meine, Piech ist schon länger

 
  
    #11483
20.06.15 18:18
dabei, für die Zeit nach ihm Vorsorge zu treffen, Meines Wissens hat er für seine Firmenanteil bereits eine Stiftung gegründet, um zu verhindern, dass einige seiner Nachkommen ihre Anteile verscherbeln. Ich glaube deshalb nicht, was manche vermuten, dass er ganz austeigen wird.

Im Volkswagenkonzern war er sicher in der Lage, den Riesenladen zu überschauen und zu steuern. Allerdings dürfte er dies seinen Nachfolgern, auch Herrn Winterkorn, nicht zugetraut haben. Deshalb bin ich überzeugt, dass eine Umstrukturierung auch in seinem Sinne war. Allerdings nicht unbedingt so, wie sie jetzt zwischen Winterkorn und dem BR ausgeklüngelt wird.
Sein ursprüngliches Ziel war die Positionierung im gehobenen Segment von Audi (emotional gesteuerte Kaufentscheidung) gegen BMW und Volkswagen(vernunftgesteuerte Kaufentscheidung) gegen Daimler und im mittleren Segment Seat (emotional) und Skoda (vernunftgesteuert).
Dieses Ziel hat er nicht erreicht, ua weil bei VW der Einstieg nach oben mit dem Phaeton sich sicher nicht so entwickelte, wie er sich das erhofft hatte und auch, weil sich Daimler gerade mit den letzetn Modellreihen sehr stark aus der "Vernunftecke" ind die "emotionale Ecke" bewegt hat.
Trotzdem kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass er die MArke Volkswagen wieder abstufen wollte in eine Kiste mit Skoda und Seat (um dann später möglicherweise das Budgetcar auch noch mit diese Kiste zu stecken). Durch solche Abwertung wird es schwer, die realtiv hohen Preise für Modelle der Marke Volkswagen zu rechtfertigen.

Piechs Umstrukturierung hätte deshalb nach meiner Einschätzung anders ausgesehen. Wieviel Einfluß er zur Zeit noch nehmen kann, bzw. in welchem Umfang man ihn wirklich ausgebremst hat, vermag ich nicht zu sagen. Aus der Tatsache, dass man zur Zeit garnichts mehr von ihm hört, könnte man schließen, dass er zur Zeit keine scharfen Waffen hat, um seine Interessen zur Geltung zu bringen oder  dass er tatsächlich gesundheitlich angeschlagen ist und ihn das hindert oder, als dritte Variante, dass er damit rechnet, dass sich Schwächen in der derzeitgen Strategie von Winterkorn, vereint mit dem BR, schon kurzfristig auftun werden und er dann die Möglichkeit zur Revanche hat.

Letztere Variante wäre natürlich kurzfristig für die Volkswagen/Porsche-Kurse die ungünstigste.

 

61 Postings, 1644 Tage hudlwickWas Zählt!

 
  
    #11484
21.06.15 11:32
Ich denke am Ende geht es einfach um Macht und Geld. Piech ist bekannt für seinen Machtinstinkt, das muss man nicht näher ausführen. Auch das Geld wird letztlich eine gewaltige Rolle spielen und der P&P Clan geht bei dessen Vermehrung durchaus sehr erfolgreich vor.
306 mio PSE Aktien. Davon sind 53 mio Stammaktien im Besitz der P&P Familie. Diese stellen aktuell einen Wert von 12 MRD ? dar. Die PSE besitzt nun ca. 53% der VW Stammaktien die wiederum einen aktuellen Wert von 62 MRD ? darstellen. Anteilig entfallen hier auf die P&P Familie ein Wert von 31MRD ?. Ich bin überzeugt, dass die auf Zeit gewählten Volksvertreter aus NDS und der BR Vorsitzende bzw. auch der eingesetzte VV hier letztlich den Kürzeren ziehen werden und die P&P's weiterhin ihre Macht und Ihr Vermögen ausbauen werden. Als kleiner PSE Aktionär würde ich hierbei gerne partizipieren. Aber wie gesagt, beim FP kann sich nie sicher sein was er als Nächstes vorhat.
 

61 Postings, 1644 Tage hudlwickFehler!

 
  
    #11485
21.06.15 11:37
Richtig ist 31MRD ist der zurechenbare Wert für die PSE. Demnach entfallen aktuell 15,5MRD ? auf den Familienclan.  

61 Postings, 1644 Tage hudlwickBlamage

 
  
    #11486
1
21.06.15 12:38
Ich meinte natürlich 153mio PSE Aktien entfallen auf den Familienclan. Ich bin wohl noch im gestrigen Abend...  

10072 Postings, 4191 Tage fuzzi08vergessen sollte man aber nicht,

 
  
    #11487
1
21.06.15 17:31
dass Piechs "Gastspiel" bei VW eigentlich nur eine Verlegenheitslösung war. Piechs heimliche (und offene) Liebe galt immer Porsche und dem Porsche-Sportwagen. Die Porsche-Familie indes ließ ihn nicht vor, d.h. sie verwehrte ihm die ersehnte Karriere als Sportwagenbauer, der er so gerne gewesen wäre. Piech hat sich immer dazu berufen gefühlt, die Sportwagen in eine neue Äre des Erfolgs zu führen. Doch den Porsches war er, der vermeinliche Parvenu, nicht gut, nicht elitär genug und setzten daher alles daran, ihn zu blockieren. Die Fehde wurde 1972 damit befriedet, dass man sich darauf einigte, dass KEINER -weder Piech, noch ein Mitglied der Familie Porsche- das Porsche-Werk führen sollte. Stattdessen einigte man sich auf einen Außenstehenden: Wendelin Wiedeking.
Ferdinand Piech gründete zunächst ein eigenes Unternehmen (Motorenentwicklung für Daimler-Benz) und wechselte kurz darauf zu Audi-NSU, wo er 1988 Vorstands-vorsitzender wurde.
Fünf Jahre später wurde er bei der VW AG Nachfolger von Carl Hahn. Ab 2002 übernahm er den Vorsitz im Aufsichtsrat.

Ich betrachte das Ganze so, dass Ferdinand Piech bei Volkswagen eine neue Aufgabe gefunden hat, die er höchst erfolgreich bewältigte und die ihn wohl ausgefüllt und befriedigt haben dürfte - besonders, nachdem ihm der Husarenstreich gelungen war, den gesamte Porsche-Clan vorzuführen, indem er (VW) die Porsche AG übernahm.

Fazit:
Hinter ALLEN Winkelzügen im Carrée Porsche-Piech-Volkswagen-Porsche-AG steck-ten immer die besonderen Befindlichkeiten und die Revanchegelüste der Protagonis-ten, der deutschen Variante des "Denver-Clans".
Niemand kann mir weismachen, dass sich das mit dem "Rausschmiss" Piechs, der ja auch nur ein weiterer Ellenbogencheck der Porsches war, erledigt hätte. Das nächste Kapitel wird schon geschrieben.  

61 Postings, 1644 Tage hudlwickGenau diese Frage treibt mich um

 
  
    #11488
21.06.15 18:41
Das nächste Kapitel wird schon geschrieben, davon bin ich auch überzeugt. Aber in welche Richtung kann es gehen? Die Antwort auf diese Frage treibt mich um. Eine meiner Ansätze dabei ist, dass sich FP nicht zufällig von VW zurückgezogen hat. Basierend auf dieser These, stellt sich dann die Frage nach dem Sinn und Zweck dieser Aktion. Könnte FP jetzt Interesse an einer starken Porsche SE haben oder ist das gänzlich ausgeschlossen? Hält der Clan P&P via der Porsche SE zusammen und verfolgt gemeinsame Ziele oder wird sich u.U. der Piech Zweig von der Porsche SE abspalten wollen? Wenn hier eine Gefahr besteht könnte das vermutlich gravierende negative Einflusse auf uns Kleinaktionäre haben. Bei einem gemeinsamen Vorgehen allerdings, würde das auch für uns erhebliche Vorteile bringen.  

5178 Postings, 3532 Tage FredoTorpedoFuzzi, FP hat neben Porsche noch einige

 
  
    #11489
1
21.06.15 20:10
andere Liebschaften.
Eine davon, und die war sicher nicht kleiner als die Porsche, war die Technikverliebtheit und zwar zur Automobiltechnik. Ich glaube, es gibt wenige oder keine Personen im Automobilbau der letzten zwei Jahrzehnte, die mehr die Technik am und um das Auto (= Fertigungsprozesse) voran getrieben haben. Und die dritte Liebe sind schöne/exklusive Automarken (+ Ducati), bei Alpha Romeo ist er noch nicht zum Zuge gekommen.

Wie sein Verhältnis zu Porsche war, vermag ich nicht mit Sicherheit einzuschätzen. Immerhin hat er bei VW den Touareg so entwickeln lassen, dass Porsche ihn mit relativ wenig Erweiterungen als Cayenne mit einer vielfach höheren Gewinnspanne verkaufen konnte und damit den Kapitalgrundstock zur versuchten Übernahme von Volkswagen aufbauen konnte. Ich erinnere mich noch an die VW-JHVs, auf denen einige Aktionäre FP bitterböse kritisierten, dass er mit VW-Mitteln einen Porsche Erfolgsschlager entwicklen ließ, ohne dass VW ausreichend am Erfolg beteiligt wurde.
Ich hatte einige Zeit den Eindruck, dass der von Porsche bei VW durchaus mit Wissen und Zustimmung von FP betrieben wurde.

Falls FP nicht durch eine Krankheit gehandicapt sein sollte, stimme ich dir zu, dass das letzte Kapitel in der Geschichte noch nicht geschrieben ist. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich FP jemals etwas wegnehmen ließ oder auch selbst weggab, was er einmal in Besitz hatte. Selbst SEAt, die von vielen anderen Managern wegen Dauerverlusten schon längst in den Wind geschossen worden wären, würde immer mit durchgezogen. Ebenso FPs Einstieges Lieblingskind, der Phaeton, wurde noch nicht beerdigt.  

10072 Postings, 4191 Tage fuzzi08nur eine These?

 
  
    #11490
1
21.06.15 21:27
Warum und wie Piech den Porsches einst ihre Porsche AG "wegnahm", nämlich mit Hilfe der VW AG und ihrer Kriegskasse und die Vorgeschichte dazu, ist bekannt.. Warum sollte Sam (Piech) es jetzt nicht ein zweites Mal machen? Diesmal natürlich in umgekehrter Richtung, nämlich von WOB nach Zuffenhausen. Der einstige (vordergründige) Grund, nämlich Porsche zu entschulden, existiert ja jetzt nicht mehr. Und der Spiritus Rector, der die Übernahme seinerzeit betrieb und managte, ist jetzt von Bord.

Sollte also einer in WOB aufmucken und befinden, das Portfolio sei eigentlich zu groß, könnte aus Zuffenhausen schnell der Vorschlag kommen, am besten gleich als erstes Porsche auszugliedern. Aus Piechs Sicht wäre das geradezu kongenial: damit würde er VW kastrieren und Winterkorn als "lame duck" dastehen lassen.
Ein Coup, so perfekt wie fies und genial. Eben ein "echter FP".  

61 Postings, 1644 Tage hudlwickWarum nur die Porsche AG

 
  
    #11491
21.06.15 22:11
in der PSE? Warum nicht auch, sein Ihm persönlich anrechenbares Wunder, die Audi AG? Nebenbei umfasst dieser Schritt dann auch die VIC's der Sportwagen Liga im Gesamtpackage und eine Motorradfirma gibts ob drauf.  

10072 Postings, 4191 Tage fuzzi08Porsche SE: kommt jetzt die Übernahme von...

 
  
    #11492
02.07.15 21:17
...Fiat?
Die Porsche SE hat -wie alle wissen- eine prall gefüllte Kriegskasse. Doch für uns und andere Unbedarfte sieht es fast so aus, als ob Porsche nicht recht wüsste, was anfangen damit. Doch nun kommt etwas ganz Neues ins Spiel: Fiat - wie Hans Bernecker in seiner heutigen AB-Daily schreibt:

"Die spannende Frage zum Thema Auto, wenn auch gelegentlich unter den Tisch
gekehrt: FIAT-Chef Sergio Marchionne sucht intensiv nach einem Partner. GM hat
vor zwei Wochen abgelehnt, eine Zusammenarbeit zu suchen. DAIMLER und BMW
sind für eine solche Partnerschaft eigentlich nicht geeignet. Das Manager Magazin
hatte zum Jahresanfang darüber berichtet, dass es Annäherungen zwischen VW-Vertretern und dem FIAT-Chef gegeben habe.
Das Ganze wäre ein riesiger Brocken, aber Männer wie Piëch können sich so etwas sehr wohl denken. Folgende Variante kursiert in Kreisen, die damit zu tun haben, was wir ausdrücklich anmerken:
FIAT-CHRYSLER hat zurzeit einen Marktwert von etwa 16 Mrd. ?. Umsatz ca. 90
Mrd. $ = rd. 70 Mrd. ?, Marktanteil in den USA ca. 11 %, auf dem Euro-PKW-Markt
wohl um 6 bis 7 %. Diese 11 % Marktanteil in den USA sind das, was VW gerne
erreichen würde, aber aus eigener Kraft mit Sicherheit nicht erreichen kann. Was ist
dieser Marktanteil wert?
Produktionstechnisch ist alles möglich. Die Familie Agnelli möchte nur einen maß-
geblichen Anteil behalten, aber firmenstrategisch ist Agnelli-Erbe Elkann zu jedem Deal bereit....VW selbst kann dies nicht machen. Dann gerät die PORSCHE SE in den Fokus. Alle Eckdaten dazu sind bekannt und in der Actien-Börse beschrieben worden. Marchionne wäre einverstanden, wenn PORSCHE SE nur 25 % an FIAT-CHRYSLER erwirbt, um die strategische Brücke zu VW zu bilden. Finanztechnisch ist dies machbar und Marchionne möchte in zwei Jahren in den Ruhestand treten. Ab jetzt ist in dieser Sachfrage Phantasie gefragt. Jeder im Autobau weiß, die Marktpositionen sind allesamt vergeben. Neue Marktanteile können nur gekauft, aber nicht mehr erobert werden. Was ist der Preis dafür?"

Ich meine: das wird eine spannende Kiste. Vor allem wird spannend, wie sich Ferdinand Piech in der Angelegenheit verhält. Wird er forcieren? Oder gar mauern?
 

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