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Porsche: verblichener Ruhm ?

Seite 1 von 456
neuester Beitrag: 27.04.15 10:58
eröffnet am: 02.04.08 14:12 von: fuzzi08 Anzahl Beiträge: 11385
neuester Beitrag: 27.04.15 10:58 von: FredoTorped. Leser gesamt: 1680885
davon Heute: 982
bewertet mit 55 Sternen

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9966 Postings, 4121 Tage fuzzi08Porsche: verblichener Ruhm ?

 
  
    #1
55
02.04.08 14:12
Nach dem Kursdebakel an den Weltbörsen erholen sich die Aktien auf breiter Front.
Der einstige Champion und Superstar Porsche aber steht im Abseits. Der Ruhm
vergangener Tage ist verblichen und den Aktionären bläst ein kalter Hauch ins
Gesicht. Gründe, ein Engagement in der Aktie zu überdenken und neu zu bewerten
gibt es genug:
- anhaltende Unsicherheit wegen der VW-Übernahme bzw. Nicht-Übernahme.
- aufziehende Machtkämpfe in den AR-Gremien
- Umwandlung in eine Holding. Das bedeutet: Holding-Abschlag anstelle von
  Premium-Zuschlag (je ca. 15%).
- Unsicherheit wegen des geplanten neuen VW-Gesetzes
- Mobbing von Seiten der VW-Belegschaft/Betriebsräte/Gewerkschaft

Alles Dinge, die die Börse hasst und fürchtet. Und nun auch noch der Einbruch im
US-Geschäft. Zwar pflegen sich Erfolgsmeldungen im Porsche-Kurs in fast schon
fatalistischer Weise so gut wie nie im Kurs niederzuschlagen - die Börse scheint
den nicht enden wollenden Erfolgsmeldungen nicht zu trauen. Oder sie nehmen sie
abgestumpft zur Kenntnis. Wie auch immer: sie bewirken fast nichts. Umgekehrt
scheint die Horrornachricht vom 25%-igen Einbruch des Geschäfts wie eine Erlösung
zu wirken: haben wir's doch immer gesagt... - Ich bin gespannt, ob Porsche nun
vollends zur Hölle geschickt wird.

Eines scheint mir aber sicher: egal wie und wann, es wird sehr lange dauern, bis
Porsche wieder zur Erfolgsstory wird. Jedenfalls nicht, bevor alle die genannten
Punkte geklärt und im Sinne von Porsche geregelt sind. Bis dahin wird den Aushar-
renden Geduld und Leidensbereitschaft abverlangt werden.

Ob ich solange abwarte, lasse ich offen. Es gibt aktuell Chancen en Masse. Leider
gehört Porsche nicht (mehr) dazu.  
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11359 Postings ausgeblendet.

414 Postings, 293 Tage Eifelhexe#11357

 
  
    #11361
24.04.15 13:09
Wenn ich das richtig gelesen habe, liegen die Cashbestände derzeit als Sichteinlagen, d.h. Bankguthaben, vor. Muss man sich das so vorstellen, dass dieBankkonten von Porsche SE mit Milliardenbeträgen gefüllt sind und derzeit negative Zinsen abwerfen?

Vielleicht habe ich auch schon zuviel Lösungsmittel aus dem Geschäftsbericht eingeatmet. Werde demnächst wohl besser noch das pdf-File lesen...  

9966 Postings, 4121 Tage fuzzi08Eifelhexe, diesmal

 
  
    #11362
1
24.04.15 13:59
gebe ich Dir recht: Du scheinst zu viel Lösungsmittel eingeatmet zu haben: Du kommst plötzlich mit Cashbeständen als Replik auf meinen #11357 an, obwohl ich die in diesem Beitrag mit keinem Wort erwähnt habe.

Ich darf aber trotzdem erwiedern, dass Cashbestände kein grundsätzlich strategischer Fehler sind, auch wenn sie null Zinsen abwerfen. Es ist ja nicht die Aufgabe von Zinsen, Cashbestände zu vermehren, es ist die kluge Anlage, die Reinvestition. Andernfalls wäre ja Apple, das weltweit die höchsten Cashbestände hat (soviel ich weiß 250 Mrd. USD), bescheuert.

Auch die Ausschüttung an die Aktionäre ist nicht klug bzw. kein kluges Argument von Dir: dann stehst Du ja erst recht vor der Problematik der Wiederanlage/Verzin-
sung.
Mir persönlich war es immer das Liebste, wenn meine Aktiengesellschaft die Gewinne thesauriert bzw. auf neue Rechnung vorgetragen hat. Während ich mit zB 300,- Euro wenig anfangen kann, kann ein Unternehmen mit zB 20 Mio. mal 10,- Euro (=200 Mio. Euro) seine Position strategisch arrondieren.
Ich pflichte jenen Analysten bei, die Ausschüttungen für zu fantasielos halten.

P.S.:
Ich stimme Dir zu: Porsche ist keine Berkshire Hathaway. Gottseidank. Wenn Du aber glaubst, dass man B.H. heißen muss, um "Erfahrung im Bereich von Unterneh-mensbewertung und Wertgenerierung durch Zukäufe von Beteiligungen" zu haben, dann drängt sich mir der Eindruck auf, dass Du eher keine Ahnung hast: Irgendwie wirkt das, wie aus einem Börsenblättchen abgeschrieben.
Am meisten Ahnung haben immer die Praktiker, Ingenieure, Techniker, Wissen-schaftler und Unternehmer von ihrer Branche. Die Möchtegern-Fuzzis der Finanzari-stokraten sind dazu viel zu praxisfern und abgehoben. Was die drauf haben, hat man ja in der Subprimekrise gesehen. Vor Geld können viele dieser "Analysten" zwar nicht laufen, der Verstand ist aber leider nicht mitgewachsen.
Im übrigen ist B.H. ja auch nur eine Holding, oder besser gesagt: ein unsäglich sortierter Gemischtwarenladen.  

9966 Postings, 4121 Tage fuzzi08Gegenwind für Piech...?

 
  
    #11363
1
24.04.15 18:55
Wie FOCUS berichtet, hat sich nach einem Artikel Im SPIEGEL "das Blatt für den Patriarchen gewendet":
"Gegenwind aus Kontrollgremium - Piëch gerät unter Druck
14.49 Uhr: Im Machtkampf bei Volkswagen gerät nach einem "Spiegel"-Bericht VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch unter Druck. Er sei als Aufsichtsratsvorsitzender des VW-Konzerns nicht mehr tragbar, sagten mehrere Mitglieder des 20-köpfigen Kontroll-gremiums, wie der "Spiegel" berichtete..."

Weiter hier:
http://www.focus.de/finanzen/...en-vw-patriarch-piech_id_4636961.html

Ich habe aber den Eindruck, das Piech nicht irgendjemand ist, sondern Anteilseigner der Porsche AG und der Volkswagen AG. Piech gehören
- 13,2 % an der Porsche AG
- 10 % an der Porsche Holding
- 21,2% an der VW AG

Quelle: http://www.focus.de/finanzen/...en-vw-patriarch-piech_id_4636961.html

Mit so einem Mann legt man sich nicht an, solange man alle Tassen im Schrank hat.
Piech könnte den "Tsipras von Wolfsburg" spielen und den Konzern nach Belieben erpressen. Ob die Porsches, Osterlohs und andere Heroen dann immer noch zu Winterkorn halten? Dass ich nicht lache. Von denen ist doch jedem das Hemd näher als die Hose.  

5129 Postings, 3462 Tage FredoTorpedoWenn das alles auch nur ansatzweise stimmen sollte

 
  
    #11364
1
24.04.15 19:10
was da in den letzten Tagen an Meldungen erscheint und wieder dementiert wird, so ist die Schlammschlacht in vollem Gange.
Einiges müßte dabei direkt aus den Familien Piëch/Porsche durchgesickert sein, anderes aus höchster  Managementebene bei VW (oder einige Reporter haben an geeigneten Stellen Wanzen installiert).

Erinnert mich mal wieder an die Fernsehserie Dallas, die die Älteren von euch noch kennen dürften. Jedenfalls ebenso wie die VW/Porsche-Schlacht durchaus wieder filmreif.  

486 Postings, 1320 Tage Zonk911gerade auf n-tv.de gelesen!

 
  
    #11365
1
25.04.15 17:52
 
Angehängte Grafik:
25-04-_2015_17-50-56.jpg (verkleinert auf 56%) vergrößern
25-04-_2015_17-50-56.jpg

486 Postings, 1320 Tage Zonk911hier der Artikel!

 
  
    #11366
25.04.15 17:58

38503 Postings, 3365 Tage RadelfanDas Szenario, dass in #11363 angerissen wurde,

 
  
    #11367
25.04.15 18:06
könnte nun Wahrheit werden.

Keine gute Nachricht für den Konzern...

Die HV in Hannover dürfte dramatisch verlaufen.
-----------
Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.

5129 Postings, 3462 Tage FredoTorpedoTrauerflor dran und Halbmast geflaggt. Damit habe

 
  
    #11368
1
25.04.15 20:15
absolut nicht gerechnet. Der Familienclan fällt auseinander. Der Steuermann verläßt das Schiff, nachdem ihn der Rest der Mannschaft hindert, den Kurs zu ändern um die voraus liegenden Klippen zu umschiffen.
Ein schwarzer Tag für den riesigen Tanker VW.

Ich werde mittelfristig mein Investor von Übergewichtes auf normalrunter fahren. Bin gespannt, wie am Montag der Kurs darauf reagiert. Hoffentlich gibt es viele, die das genau anders sehen als ich und froh sind, dass "der Stänker FP" weg ist. Dann würde der Kurs sogar anziehen und ich könnte sogar kurzfristig einiges loswerden.

Wahrscheinlich wird nun jemand aus der Porsche-Familie versuchen, den AR-Vorsitz zu übernehmen. Das wäre schlimm, da ich dort niemanden sehe, der nur annähernd die Kompetenz von FP hätte. Da wär's besser, wenn gleich Winterkorn das Amt übernähme. Oder gleich der GBR-Chef Osterloh. Dem traue ich das auch zu. Er ist nach FP und Winterkorn sicher der beste Kenner der VW-Gegebenheiten (einschließlich der voraus liegenden Klippen).

Hoffentlich fährt FP nicht noch eine Retourekutsche (z.B. Aktienverkauf -> Kurs drücken -> erforderliche Kapitalerhöhung erschweren).
 

9966 Postings, 4121 Tage fuzzi08der Supergau

 
  
    #11369
3
25.04.15 23:28
ist eingetreten. Nun übernehmen die Schwätzer, Jasager und Wirbellosen die Macht. Zu allem Überfluss noch ein altkluger Kommentar des MP von NDS, dem seine Antei-le ja zugeflogen sind und der nichts tun muss als ungebetene Ratschläge zu geben.

Ich mache mir nichts vor: nach Piech kommt das Mittelmaß, denn wenn ausgerech-net derjenige, der viele Missstände zu vertreten hat, am Ende auf den Schild geho-ben wird, weil er den Kleingeistern vor Dankbarkeit aus der Hand fressen wird, kann einem nur grauen.
Dass ausgerechnet derjenige aus dem Porsche-Clan, der etwas bewegt und nicht nur Geld gezähl hat, wie die anderen, jetzt geopfert wird, stellt der Porsche-Familie imo ein schlechtes Zeugnis aus.

Ich vermute, dass Piech sich keineswegs geschlagen geben sondern jetzt erst recht nachtreten wird. Winterkorn dürfte seinen letzten Tagen als CEO entgegensehen - als "Lame Duck" auf Zeit. Wundern würde es mich nicht, wenn Teil eines Deals mit dem Porsche-Clan wäre. Denn allzu lange hätte FP sowieso nicht mehr drangehängt. Und falls der AR nicht mitspielt: Piech kann ihn immer noch mit seinen Anteilen am Nasenring durch die Manege führen und ärgern bis zur Weißglut. Notfalls sogar neutralisieren.

Eine Lehre daraus: einmal mehr sieht man, dass Fundamentalanalyse bestenfalls etwas fürs Poesiealbum ist; für Anleger ist sie im Ernstfall untauglich.

Mein Tip für die kommende Woche: ein Kursabschlag von  mindestens 15%. Ich fürchte, alles andere ist Pfeifen im Walde.  

453 Postings, 1475 Tage Svedek1966These

 
  
    #11370
2
26.04.15 06:53
Was ist wenn FP die Nase derart voll hat und den Bettel auch finanziell hinwirft? (Fredo Du hast es ja indirekt schon angesprochen mit ...Retourkutsche....Aktienverkauf....etc)

Was ist, wenn sein Bruder Hans Michael es ihm gleichtut? (Er machte ja immer was FP vorgab und war FPs einzige Stütze in den letzten Wochen).

Dann werden 26% fällig und die restliche P+P Sippschaft hat Probleme ihr Vorkaufsrecht auszuüben. Nicht nur dies, es ist dann DIE Gelegenheit die ewigen Cash Rufe der immer größer werdenden Berechtigenden der PP Familien in der 4. und 5. Generation durch einen Gesamtverkauf zu erfüllen.

Wenn dies eine Option werden sollte (und der 78jährige hat ggf. dann nicht die Zeit dann das Thema lange vor sich her zu schieben), ja dann, dann sind amerikanische Geldhäuser noch schneller in Salzburg und Zell am See und bieten Lösungen an.

Warum noch schneller? Weil Börsen nicht nur immer Recht haben, sondern wesentliche Geldentscheidungen auch immer schnell getroffen werden um vor der Konkurrenz zum Zuge zu kommen. Deshalb könnten dort bereits jetzt die Strategen Konzepte entwerfen um die einmalige Chance zu wahren das beste Autohaus in der Welt in die Hand zu bekommen (50,7% genügen langfristig). Die Anglo-Amerikanische Seite sind immer die ersten. Andere Tiefe Taschen in der Welt folgen dann wie China oder Ölländer und Runden dann vielleicht den Preis nach oben ab.

Preis, welchen Preis?
Sollte dies wirklich eine These werden und die Chance haben Realität zu werden, ja dann wird der wahre Preis von P SE ans Licht kommen.

Die doppelte Unterbewertung könnte dann sein Ende finden:
A) VW selbst trägt eine latende Unterbewertung mit sich mit einem KGV von unter 10 (und auf 15 und 16 hochgerechnet von sicher unter 8 oder gar 7)
B) P SE wiederum, die pro Stück round about 50% des VW Kurses entsprechen sollten unterlaufen dies mit vielen zig-Prozenten.

Beides zusammen gerechnet ergibt nicht die momentanen 85?, sondern eher das doppelte. Daran wird sich ein Preis orientieren, wenn man ich Salzburg erfolgreich verhandeln will. Ist dies so für die in der Macht des PP Clan stehenden P SE Stämme, dann wird dies a) der Markt nicht verheimlichen können und b) die P SE Vorzüge können nicht zu ganz anderen Preisen gehandelt werden.

Porsche SE Vorzugsaktien ist nichts für Hosenscheisser
-only for forward looking Savvy Mavericks-
 

9966 Postings, 4121 Tage fuzzi08neue Perspektiven...?

 
  
    #11371
5
26.04.15 13:22
Im Nachhinein scheint klar, dass die Übernahme der Porsche AG durch die VW AG die Revanche dafür war, dass die "echten Porsches" (das sind die, die auch diesen Namen tragen) Piech nie wirklich in ihrem Kreis haben wollten und ihn letztlich nach WOB "abschoben" (Wo Piech dann prompt seinen eigenen Sportwagen kreierte: das Audi TT Coupé. Zudem garnierte er "sein Imperium" mit allerlei Strass (Lamborghini, Bugatti).

Den Versuch der Porsche-Familie, die VW AG zu kapern, konterte er mit einem "grausamen Hieb": er kooperierte mit dem MP von NDS (damals Chr. Wulff) und verhinderte, dass das VW-Gesetz -wie von Porsche-CEO Wiedeking geplant- fällt. Die Folgen waren für Porsche verheerend: Porsche konnte nun nur noch max. 20% der Stimmrechte ausüben, womit Sinn und Hintergrund der Übernahme mit einem Schlag ad absurdum geführt worden waren. Doch damit fing die Porsche-Malaise erst richtig an: der Wert der bis dahin von Porsche eingesammelten VW-Stämme, die bis dahin ins Endlose gestiegen waren, fiel schlagartig wie ein Stein. Die Darlehen, die Porsche zur Finanzierung der VW-Anteile aufgenommen hatte, wurden notleidend.

In dieser Situation traf es sich, dass -rein zufällig- ein weißer Ritter des Wegs kam: Ferdinand Piech. Er lieh den Porsches generös 10 Miliarden. Rückzahlbar mit VW-Aktien...
Womit Ritter Ferdinands Rachefeld- und Beutezug begann. Die Porsches müssen vor Schmerzen gebrüllt und sich gekrümmt haben und ihm das bis heute nicht vergessen, denn ihrer traditionsreichen Zuffenhausener Sportwagenschmiede wurde das Gesicht geraubt.

Ich stelle mir vor, wie die Porsche-Familie danach über Jahre vor sich hin leidend auf eine passende Gelegenheit gewartet hat, Piech zu demütigen und endgültig ins Aus, in den Orkus zu stoßen. Den Stein des Anstoßes kennen wir jetzt.

Als unternehmerisch denkender Anleger (habe selbst 25 Jahre lang ein Unternehmen geführt) steht für mich außer Frage, dass von Ressentiments getragene  Entschei-dungen der vorgeführten Art immer Gift für das Unternehmen sind. Von den Por-sches traue ich keinem zu, VW weiter zu entwickeln. Wolfsburg und die VW-Welt ist den Salzburgern fremd. Die Nr. 1 in der Welt zu werden, hake ich ab - spätestens, seit ich die Sektkorken von Aichi (Japan) bis hierher habe knallen hören.

Piech dürfte sich jetzt erst einmal darauf konzentrieren, sowohl bei Porsche, wie auch bei VW mit Hilfe alter Seilschaften Einfluss auszuüben. Ich wette, der ist ungleich größer, als der der Porsches. Ohne Piech -soviel steht für mich fest- geht auch in Zukunft nichts.

Ich denke, wenn alle Beteiligten wieder bei Sinnen sind und nachdenken, werden sie erkennen, dass über Piech hinweg nichts geht. Je länger man nachdenkt, desto klarer wird dabei eine Vision, die mir schon lange vorschwebt: die Ausgründung der Sportwagenmarken im VW-Konzern als eigenständige, börsennotierte Unternehmen. Was bedeutet, dass die Porsche AG wieder eigenständig wird.
Auf einem anderen Blatt steht natürlich, was dabei mit der Porsche SE geschieht. Ich könnte mir aber eine elegante Lösung vorstellen: die SE tauscht ihre VW-Anteile in Anteile der Porsche AG -womit wir SE-Aktionäre wieder "echte" Porsche-Aktionäre wären. Eine Vision, aber mit Visionen fängt alles an.  

38503 Postings, 3365 Tage Radelfan#11371 Können wir hoffen,dass die Verantwortlichen

 
  
    #11372
26.04.15 14:11
bei VW / Porsche diese kluge Analyse zu Gesicht bekommen, begreifen, und evtl. auch danach handeln?
-----------
Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.

60 Postings, 1151 Tage burhan1978Vw/Porsche Kurs

 
  
    #11373
26.04.15 15:23
Nach dem Aus von Piëch dürften beide Aktien statt den von vielen erwarteten Rückzug eher wieder nach vorne spurten!  Bin der Meinung das nun Ruhe einkehren wird da nun endgültig die Machtverhältnisse geklärt sind! Ein monatelanges Gerangel hätte doch immense Turbulenzen auslösen können ! Piëch wird auch niemals seine Aktien auf den Markt werfen ! Vw/Porsche  ist sein Lebenswerk ! Deshalb wird er seine Anteile nie und nimmer auf den Markt schmeißen !!! Nur meine Meinung :)  

1301 Postings, 2178 Tage magmarotAber es kann doch keiner ernsthaft glauben....

 
  
    #11374
26.04.15 17:07
....das Volkswagen mit all seinen Marken nur mit Piech vorne mit dabei sein werden?
Der Mann ist 78, was wenn ihn moirgen der Schlag trifft?

Nein, VW wird auch ohne FP seinen  Weg weiter gehen.

Morgen grün.  

9966 Postings, 4121 Tage fuzzi08burhan, wer glaubt

 
  
    #11375
26.04.15 17:08
dass nun Ruhe einkehren könnte, irrt gewaltig: Ruhe war noch nie eingekehrt, seit Ferry Porsche nach seinem Tod 1951 ein Testament hinterließ, das alle vom Hocker haute, indem er sein Erbe auf Sohn UND Tochter aufteilte, wobei er zu allem Über- fluss nicht einmal Zuständigkeiten regelte. Damit war endlose Jahre andauernden Streitigkeiten Tür und Tor geöffnet. In genau diesem Kontext sind der aktuelle Coup Piechs und der Gegencoup der Porsches zu sehen.

Da sich an diesem Kontext rein gar nichts geändert hat und nie ändern wird, können wir dem nächsten Kapitel der Diadochenkämpfe mit Spannung entgegen sehen. Ruhe wird mit Sicherheit nicht einkehren: sowieso prinzipiell nicht und erst recht nicht mit einem waidwunden Wolf (ich hätte lieber Tiger gesagt, aber es heißt eben Wolfsburg und nicht Tigerburg), der nichts vergisst und in seinen Möglichkeiten (oder in seiner Skrupellosigkeit?) jedem Porsche überlegen ist.  

1301 Postings, 2178 Tage magmarotIch stelle mir vor...

 
  
    #11376
26.04.15 17:22
... F.P. hat tatsächlich erste Anzeichen von Demenz oder einer anderen Krankheit und seine Frau nimmt ihn aus der Schusslinie.

Sein Verhalten in Salzburg wo er Winterkorn des Nachspionierens beschuldigte und andere Porsches beschimpfte passt eher zu einer altersbedingten Psychischen Krankheit als zu Piech wie man ihn kennt. Sowas kommt oft schleichend, aber dann mit voller Wucht.

Also ich würde mal abwarten ob da überhaupt noch was zu hören ist.

Sollte er Gesund sein verstehe ich dennoch nicht wie er in Salzburg so ausrasten konnte. Auch das er nicht nach Braunschweig geflogen ist sondern mit dem Auto gefahren wurde deutet auf eine Krankheit hin. Immer darf man nach einem Schlaganfall auch nicht fliegen.

Mal sehen was passiert,  verkaufen kann er ja nicht ohne die Aktien den Porsches anzubieten.  

453 Postings, 1475 Tage Svedek1966Halbwissen... Nächster Part

 
  
    #11377
1
26.04.15 20:23
Ferry Porsche ist der Sohn des Gründers Dr. Ing.h.c. Porsche und Ferry starb Ende der 90er Jahre.  

5129 Postings, 3462 Tage FredoTorpedoNoch einige Stunden, dann werden wir es

 
  
    #11378
1
27.04.15 00:34
wissen, wie die Einschätzung der großen Anleger ist.

magmarot, ich stimme dir zu, dass VW auch ohne FP weiterleben wird. Wahrscheinlich sogar noch einige Zeit recht gut, weil Herr Winterkorn zB die Ernte für den modularen Querbaukasten noch garnicht eingefahren hat. Deshalb werde ich auch nicht zu denjenigen gehören, die nach Börsenbeginn hier panisch aussteigen.

Die Übergewichtung bei VW Porsche in meinem Depot rührt jedoch daher, dass sich mit dem Visionär und Langfriststrategen FP und dem Macher Winterkorn ein Team gefunden hatte, was sich hervorragend ergänzte und lange Zeit super harmonierte. In einem anderen Posting habe ich mal bildhaft geschrieben, FP bereitete den Boden und säte (und zwar fast immer das richtige), während Winterkorn groß zog und erntete. Das war vereinfacht das Erfolgsrezept der letzten Jahre.

Wenn nun nur noch geerntet wird und keiner so richtig weiß, welche Saat heute ausgebracht werden muß, die sich in 10 bis 20 Jahren erfolgreich verkaufen läßt, so ist es wahrscheinlich, dass VW nach und nach die Überholspur verlassen wird. Der Effekt wird, wie gesagt, nicht von heute auf morgen eintreten aber im Laufe der nächsten Zeit kann es sein, dass VW wieder zu einer ganz "normalen" Firma wird.

 

9966 Postings, 4121 Tage fuzzi08Fredo, klar wird VW weiterexistieren

 
  
    #11379
27.04.15 01:40
irgenwie eben. Wobei die bloße Existenz ja nichts erstrebenswertes an sich ist. Alle sollten sich darüber im Klaren sein, dass es ein Weiterleben nach dem bisherigen Modell nicht geben wird. Das bisherige Modell lebte von F. Piech und seinem Ziel, die Krone zu erringen. Die Diamanten dazu sammelte er über Jahre ein.

Kein anderer wird je in der Lage sein, dieses Ziel erfolgreich weiter zu verfolgen. Ergo sind viele der Diamanten überflüssig und damit wertlos geworden. Automarken wie Lamborghini oder Bugatti waren typische Ersatzhandlungen Piechs, der zeitle-bens durch die elitären Porsches gekränkt war - vor allem, weil die ihn aus Zuffen-hausen fernhalten wollten, gekränkt war. Zeitlebens hätte Piech gerne bewiesen, dass er der bessere Sportwagenbauer ist. Mit dem Audi TT konnte er das nur unzureichend.

Jetzt, wo seine Motive, seine Dynamik und seine Visionen fehlen, wird VW wieder auf Normalmaß schrumpfen. Ich find's schade, weil Piech einer der wirklich interessan-ten Freigeister war, unangepasst und durchsetzungsfähig (was er seiner harten Schule in einem Schweizer Internat zu verdanken hatte), ohne den die Welt ärmer wird und VW sowieso.

Ob die Börse das alles ignoriert...ich kann es mir nicht vorstellen. Es wird davon abhängen, inwieweit die Börse fähig ist, die Tragweite der Ereignisse die zu beur-teilen. Dass die Entscheidung der Porsches nicht der Gipfel der Weitsicht war, sieht man schon am Alter Winterkorns: mit fast 68 ist man im täglichen operativen Geschäft zu nahe am Zenit, als dass man da noch viel reißen könnte. Besonders dann nicht, wenn sich gewisse Fehler in letzter Zeit gehäuft haben.
Meiner Meinung nach hat sich diese Retourkutsche der Porsches nicht gelohnt. Piech wäre ohnehin bald von selbst gegangen. So bleibt außer Pulverdampf und Verletzun-gen nichts von Wert.

Ich werde zunächst abwarten, ob sich eine Chance abzeichnet, dass die Porsche AG wieder eigenständig wird. An VW dagegen habe ich das Interesse verloren.  

5129 Postings, 3462 Tage FredoTorpedoDas mit den Automarken/Diamanten sehe ich

 
  
    #11380
27.04.15 09:05
anders, als du. Bis auf Bugatti sind meines Wissens alle in den schwarzen Zahlen. Sie waren sicher ein "Hobby" FP's aber nicht in der Hauptsache. Ziel war, den Status von VW insgesamt deutlich zu heben.
Das hat er in seiner Zeit als VV bei Audi begonnen, wo er Audi wegführte vom "Opa-Auto-Image". Einige seiner Neuerungen dort, wie der Vierradantrieb und die Aluminiumkarrosserie waren zunächst auch umstritten, ummauerten aber den Slogan " Vorsprung durch Technik" und brachten Audi im Laufe der Jahre fast auf Augenhöhe mit BMW.
Als er den Volkswagenkonzern als VV übernahm, stand die Marke Volkswagen in Konkurenz zu Opel und Ford, vielleicht vom Image sogar noch etwas darunter. Mittlerweile dürfte Marke Volkswagen sicher als der Massenhersteller mit dem weltweit besten Image sein. Als Opel/Ford-Konkurent tritt Skoda mit Erfolg auf.
Diese deutliche Aufstufung hängt neben dem mittlerweile deutlichen technischen Vorsprung auch mit der Strahlekraft der Luxusmarken zusammen.
Umgekehrt ist es ja ähnlich: Wer würde heute schon einen Smart kaufen, wenn der nicht von Mercedes käme?

Solange die Luxusmarken keine Verlustbringer werden, wird sie deshalb auch eine neue Managementmannschaft weiter führen. Allenfalls den Phaeton, der auch FPs Baby war, es aber nie auch nur annähernd in die Höhen zB des Audi A8 schaffte, dürfte man auslaufen lassen.
Aber dass ein wesentlicher Impulsgeber von Bord ist, sehe ich ähnlich wie. Und deshalb werde ich, wie schon gesagt, den Anteil im Depot bei guten Kursen auf ein Normalmaß zurück führen.  

38503 Postings, 3365 Tage RadelfanUnd SO sieht bei bild.de eine Analyse aus!

 
  
    #11381
27.04.15 09:06
Da könnten sich die Herren/Damen Schreiberlinge bei fuzzy eine sehr große Scheibe abschneiden - oder noch besser: ein bis zwei Jahre bei ihm in die Lehre gehen!
	Bild Analysiert die Lage: Verkauft Ferdinand Piëch jetzt alle VW-Aktien? -	Wirtschaft -	Bild.de
Das VW-Drama um Firmen-Patriarch Ferdinand Piëch: Nach dem plötzlichen Rückzug Piëchs als Aufsichtsrats-Chef zittert ganz Wirtschafts-Deutschland.
-----------
Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.

5129 Postings, 3462 Tage FredoTorpedoUnd so wie es sich heute entwickelt, könnte

 
  
    #11382
27.04.15 09:08
ich dazu schon bald Gelgenheit haben. Vielleicht täusche ich auch noch einen Teil der VW-Vorzügen in Stämme um. Möglicherweise komme ja da jetzt auch nochmal Phantasie rein.  

9966 Postings, 4121 Tage fuzzi08welche Fantasie? - die einzige Fantasie

 
  
    #11383
27.04.15 10:18
die mich elektrisieren könnte, wäre die, die ich schon angesprochen habe: der Eintausch von VW-Stämmen gegen Aktien der Porsche AG bei der PSE.
Die Übernahme war seinerzeit der Coup von F. Piech. Ohne ihn hätte es sie nie gegeben. Umgekehrt wird mancher sagen: ohne ihn wäre auch die Übernahmen von VW durch Porsche nicht gescheitert. Das bezweifle ich aber: auch ohne die Kungelei Piechs mit Wulff wäre das VW-Gesetz nicht gefallen, wie man heute weiß. Und dass es fällt, war die Voraussetzung für das Gelingen des ganzen Coups.

Mit dem Abdanken Piechs ist der Spiritus Rector des Porsche-Coups von Bord. Was spräche dagegen, dass man Porsche (AG) wieder "zurückgibt"? Immerhin hat der Beutezug seinerzeit (2009/2012) kursmäßig nichts eingebracht. Ob VW allerdings ihre Cash-Cow wieder rausgibt, scheint fraglich. Ohne Porsche sähe es ziemlich mies aus. Und Winterkorn stünde gar nicht mehr so gut da.

Wie die Börse das heute derart euphorisch feiern kann (VW plus 4,3%), ist mir ein Rätsel. Langfristig wird es Ärger geben, da wette ich. Piech hat nichts mehr zu verlieren und er wird alles mögliche tun, nur eines nicht: als geprügelter Hund vom Hof schleichen und Rosen züchten.  

187 Postings, 7 Tage Frank72Volkswagen-Aktie nach Rücktritt

 
  
    #11384
27.04.15 10:45

5129 Postings, 3462 Tage FredoTorpedoIch hoffe nur, dass bei Volkswagen nicht

 
  
    #11385
2
27.04.15 10:58
Ähnliches passiert, wie bei der Deutschen Bank (deren Geschehen ich auch aufmerksam verfolge). Dort gelang es Ackermann, alle Probleme unter den Teppich zu kehren, solange er VV war. Dann trat er als stählender Gewinnertyp ab und seine Nachfolger können seitdem den Scherbenhaufen zusammenkehren.
Wer wird Winterkorn nun in seinen letzten Jahren auf die Finger schauen?  

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