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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 3092
neuester Beitrag: 22.10.17 04:15
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 77285
neuester Beitrag: 22.10.17 04:15 von: daiphong Leser gesamt: 7678458
davon Heute: 3225
bewertet mit 100 Sternen

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20752 Postings, 5082 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
100
04.11.12 14:16

Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Beitrages, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 

 
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77259 Postings ausgeblendet.

28690 Postings, 3424 Tage FillorkillEin klassisches Eigentor der EU

 
  
    #77261
3
21.10.17 18:42
Es sollte für jeden überzeugten Europäer selbstverständlich sein, dass die Antwort auf einen abtrünnigen Nationalismus nicht und niemals darin bestehen kann, Schlägertrupps und in der Folge Panzer zu schicken. Insbesondere dann nicht, wenn dieser abtrünnige Nationalismus von gesellschaftlicher Breite getragen wird, sich wie in Katalonien explizit proeuropäisch definiert und die Zentrale die Verlängerung einer klerikalfaschistischen Diktatur in die Demokratie hinein repräsentiert.

Es ist Totalversagen der EU, hier - mit begründeter Aussicht auf Erfolg - nicht vermittelnd eingreifen, zu wollen, weil man offenbar selbst so wenig von der Anziehungskraft der eigenen Erzählungen überzeugt ist, dass man Nachahmer fürchtet. Dabei ist es gerade umgekehrt: Wer alternativen Nationalismus als Irrweg kritisiert, muss mit der katalanischen Zivilgesellschaft solidarisch gegen DIESEN Umgang mit ihrem politischen Willen sein !  

35274 Postings, 6031 Tage Dr.UdoBroemmeNenn mir ein Beispiel, wo Nationalismus

 
  
    #77262
1
21.10.17 19:11
irgendwas positives bewirkt hat, egal, ob er sich wie hier proeuropäisch geriert.

Europa ist der komplette Gegenentwurf zur überwunden geglaubten Kleinstaaterei und es wäre völlig absurd, wenn sich hier die EU noch als Vermittler anbieten würde.
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Everybody Has a Plan Until They Get Punched in the Mouth

28690 Postings, 3424 Tage FillorkillNext country please

 
  
    #77263
1
21.10.17 19:16
Der Siegeszug der postfaschistischen Ideologie (Muslimanteil: 0 %, grösstes Problem: Muslime) ist ausgenommen Sonderfall Österreich ein reines Ostblockphänomen. Gesellschaften, die erst von einem urwüchsigen Klerikalfaschismus, dann vom deutschen Original und dann vom Sowjetsozialismus geprägt wurden, können offenbar Demokratie gar nicht anders verstehen denn als Diktatur der Mehrheit, als Mittel ihrer eigenen defacto Abschaffung in freier Wahl.

Der Kampf gegen eine als Bedrohung empfundene offene Gesellschaft stiftet dabei die überzeugende ideologische Klammer, während die praktischen Programme der diversen, gegeneinander konkurrierenden rechten Agenten als Remix der historischen Erfahrungen widersprüchlicher nicht sein könnten - so finden sich in ein und derselben Programmatik das Lob der realsozialistischen warmen Volxxküche, die alle bis auf die Migranten wärmt und ernährt und gleichzeitig wie gleichberechtigt das marktradikale Topic vom schlanken Staat, der insbesondere die Paupers in die 'Eigenverantwortung' entlassen will.

Dass wer nur irgend kann die Flatter macht, um im 'degenerierten' Westen sein Glück zu suchen, ist da nur allzu verständlich.  

28690 Postings, 3424 Tage FillorkillNenn mir ein Beispiel, wo Nationalismus

 
  
    #77264
1
21.10.17 19:25
Du hast offenbar Tomaten auf den Augen. Ich kritisiere den Umgang mit den katalanischen Nationalisten als contraproduktiv für die Überwindung des Nationalismus.  

35274 Postings, 6031 Tage Dr.UdoBroemmeUnd natürlich spielt die ideologisch verbrämte

 
  
    #77265
21.10.17 19:26
Begründung(Kampf gegen ein nach wie vor in der Tradition der Faschisten agierendes Regime) nur eine Rolle im Kampf um die Verteilung des nationalen Reichtums.

Genauso wie die Lega Nord in Italien als Interessensvertreter des industrialisierten Norden gegen den armen und "faulen" Süden kämpft, so sieht man ja auch in Katalonien nicht ein, die rückständigeren Gebiete Spaniens mitfinanzieren zu müssen.
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Everybody Has a Plan Until They Get Punched in the Mouth

5413 Postings, 3004 Tage learnerEs würde vor allem dazu führen,

 
  
    #77266
2
21.10.17 19:32
dass sich Nationalstaaten immer weiter auflösen, denn es sind oft die wirtschaftlichen Unterschiede, die der wohlhabendere Teil des Staates, der die armen Geschwister nicht länger unterstützen will.

Habe gelesen, dass dies Wohlstandschauvinismus sein könnte.

Ja, ich habe nichts dagegen Syrer in Syrien zu unterstützen und finde es auch o.k. dass Syrer, die nicht mehr durch Krieg und Tod bedroht sind wieder in ihre Heimat gehen.

Genauso wenig hatte ich etwas dagegen diese hier aufzunehmen, als die große Wanderung hier gestrandet ist. Dass sich diese Welle Richtung Europa gesetzt hat haben alle gemeinsam verbockt, weil sie den Menschen damals in den Lagern die Lebensgrundlage entzogen haben.

Wer dann an dieser Stelle kritisiert, dass man das Geld, dass man zwangsläufig in die Hand nehmen musste, um Menschen zu helfen lieber dem Harzer gegeben hätte, ist wieder einmal nur vordergründig Menschenfreund. Auch wenn er dann leutselig behauptet er gäbe gerne.

Was daipong immer so in ein Posting interpretiert ist schon erheiternd. Man sollte die Überspitzung einer Argumentation schon erkennen, um überhaupt eine Antwort zu schreiben.

Schadenersatz? Daipong kann sich vielleicht doch nicht vorstellen, dass Migranten und deren Nachfahren nichts anderes tun als er selbst. Arbeit, Leben und Steuern zahlen, damit der Laden läuft.  

432 Postings, 57 Tage Shlomo SilbersteinTschechien

 
  
    #77267
21.10.17 19:38
als EU-Land hat ein Monopol- und Oligarchieproblem?

Lustig, was unser Flüchtlingshelfer so von sich gibt.  

432 Postings, 57 Tage Shlomo SilbersteinGegenentwurf zur überwunden geglaubten Kleinstaate

 
  
    #77268
1
21.10.17 19:42
Es sind ca. ein Dutzend Kleinstaaten in der EU. Die EU will den "Kleinstaat" Schottland mit Kusshand aufnehmen.

Doctore, du vertrittst nicht allen Ernstes die These, die EU wäre ein Gegenentwurf zur Kleinstaaterei. Zumal die EU ganz klar ein Demokratieproblem hat, weil das EU-Parlament quasi machtlos und die EU-Kommission nur dreifach indirekt vom Volk gewählt wird.

Im Gegenteil, die EU ist der Inbegriff der Oligarchie. Jeder der sich gegen dieses intransparente Konstrukt Souveränität erkämpft, kann nur an Demokratie gewinnen.    

432 Postings, 57 Tage Shlomo SilbersteinEin reines Ostblockphänomen

 
  
    #77269
1
21.10.17 19:46
Nicht ganz, Genosse. In Frankreich (Muslimanteil 0%, größtes Problem Muslime) konnte nur durch Bildung eines Trusts der Siegeszug einer Rechten verhindert werden. In Niederlanden (Muslimanteil 0%, größtes Problem Muslime) ist die PVV stärkste Partei, auch hier keine Regierung aufgrund von Trustbildung. In Spanien eine rechts-nationonale Regierung, in US ein rechter Präsident der LTTBG einheizt. Soll ich fortfahren?

Deutschland ist hier der Geisterfahrer, nicht "der Ostblock"....  

432 Postings, 57 Tage Shlomo Silbersteindass sich Nationalstaaten immer weiter auflösen

 
  
    #77270
21.10.17 19:49
Richtig learner, durch Kleinstaaten lösen sich Nationalstaaten auf. Die Logik ist: Als Feind der Nationalstaaten muss man folglich Separation unterstützen, denn das zerschlägt die Idee jeden Nationalstaates.

Warum bist du nochmal gegen Katalonien? Um den Nationalstaat Spanien zu erhalten? Klingt unlogisch.  

35274 Postings, 6031 Tage Dr.UdoBroemmeDie relative Machtlosigkeit des EU-Parlaments

 
  
    #77271
21.10.17 19:52
war ein Konstruktionsfehler, der aber mittlerweile Schritt für Schritt korrigiert wird.

Und Schottland ist ja wohl nun wirklich kein Argument, wenn die gegen ihren Willen ausgetreten werden.
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Everybody Has a Plan Until They Get Punched in the Mouth

35274 Postings, 6031 Tage Dr.UdoBroemmeBei der Brexitabstimmung gab es eine

 
  
    #77272
1
21.10.17 19:54
nahezu 2/3- Mehrheit der Schotten für den Verbleib in der EU.
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Everybody Has a Plan Until They Get Punched in the Mouth

432 Postings, 57 Tage Shlomo Silbersteinder aber mittlerweile Schritt für Schritt korrigie

 
  
    #77273
21.10.17 19:56
Das fehlt mir jetzt der Nachweis für.  

432 Postings, 57 Tage Shlomo SilbersteinSchottland ist ja wohl nun wirklich kein Argument

 
  
    #77274
1
21.10.17 19:59
Doch ist es insofern, als dort die EU die Abstimmung klar begrüßt hat.

Im Fall Kataloniens, die sogar in der EU bleiben wollen, schlägt man sich aber auf die Seite der Polizeiknüppler-Regierung.

Die Intention dürfte klar sein: Es geht um die reine Macht. Im Falle von Schottland sah man die Chance, GB stark zu schwächen. Im Falle von ESP hat man Angst den treuen Rojoy zu schwächen.

Das Problem: Dadurch fällt die EU als Vermittler in diesem Konflikt flach, denn Katalonien wird keinen parteiischen Vermittler akzeptieren. Die Chance zur Deseskalation hat die EU vertan. Und das ohne Not.
 

39 Postings, 16 Tage Emilia Stivali#272 - Die Schotten wären auch die letzten,

 
  
    #77275
3
21.10.17 20:45
die gegen irgendwelche Sparbeschlüsse protestieren würden.  

28690 Postings, 3424 Tage Fillorkillist die PVV stärkste Partei

 
  
    #77276
1
21.10.17 21:33
Natürlich sind das nur die üblichen Fakenews. Tasächlich ist die PVV eine kleine Ein Mann Partei, die wie das deutsche Pendant eine Minderheit von roundabout 13 % abbildet - die allerdings wie für das Milieu typisch beansprucht, 'das Volk' zu sein. Diesen 13 % stehen in den Niederlanden gut 30% Links-Grüne entgegen.  
Angehängte Grafik:
infografik_8531_ergebnis_der_parlamentswahl_i....jpg (verkleinert auf 53%) vergrößern
infografik_8531_ergebnis_der_parlamentswahl_i....jpg

5413 Postings, 3004 Tage learnerIst natürlich logischer, wenn jeder Jeck

 
  
    #77277
3
21.10.17 22:08
seine Parzelle zu einem Nationalstaat machen kann. Da fällt es mir schwer von Fortschritt zu sprechen.

Das was die Briten wollen und nun auch die Katalanen, oder die Polen, Ungarn usw. ist Rosinenpickerei.

Man möchte alle Vorteile einer starken Gemeinschaft, aber wenn es darum geht auch mal eine Gegenleistung zu bringen die einem abnötigt über den eigenen Schatten zu springen möchte man der Gemeinschaft den Rücken kehren und pocht auf eine Souveränität, die zu Kompromissen nicht fähig ist.

Die Katalanen sind nichts ohne ein wohlmeinendes Spanien und auch Europa. So wie es für jedes andere Land auch gilt, dass man positive Beziehungen braucht.  

11277 Postings, 3263 Tage daiphongder Tagesspiegel liest hier mit

 
  
    #77278
21.10.17 22:11
hab ich erst gestern zu Schlumis "Berlin kaputt, Justiz kapuut" gepostet - heute schon Schlagzeile:

"Schwarzfahrer überrollen Berliner Justiz
Immer mehr Strafanzeigen wegen Beförderungserschleichung werfen die Frage auf, ob das Delikt noch Straftatbestand sein kann - oder besser Zugänge als Tickets kontrolliert würden.
Die Berliner Justiz hat in diesem Jahr mit so viel Schwarzfahrern zu tun wie noch nie. Bis Ende September dieses Jahres hat die S-Bahn mit rund 35.000 bereits so viele Strafanzeigen erstattet wie im gesamten Vorjahr. Die BVG meldete im selben Zeitraum mehr als 8.000 Schwarzfahrer bei Polizei und Staatsanwaltschaft. Während die Quote der Passagiere ohne oder mit ungültigem Ticket gegenüber den Vorjahren weiter leicht sinkt,...."  

432 Postings, 57 Tage Shlomo SilbersteinMan möchte alle Vorteile einer starken

 
  
    #77279
22.10.17 01:29
Als Liberaler gesteht ich Menschen und Völkern zu, für sich zum Schluss zu kommen dass die Nachteile fehlender Souveränität und zentraler Steuerung die Vorteile von EU-Handelsverträgen überwiegen.

Dass die Deutschen - quasi die einzigen der reichen EU-Nationen, die von Europa noch richtig wirtschaftlich profitieren - das naturgemäß anders sehen, berechtigt sie nicht, den Stab über andere zu brechen.

Wenn andere Völker ihren berechtigten Unmut in Wahlen - oder radikaler: in Separationsbestrebungen - artiklulieren so ist das für einen Demokraten (der auch learner oder fill ist) zu akzeptieren. Will man das nicht sollte man ein Gegenangebot machen, z.b. die EU reformieren. Doch diesbezüglich ist nur Fehlanzeige angebracht.

Über Separationen jammern alleine hilft halt nicht, solange es noch Demokratie in Europa gibt. Verständlich dass es einige gibt, die das abschaffen wollen. Mit der Meinungsfreiheit fängt man auch in Deutschland schon mal an.  

 

432 Postings, 57 Tage Shlomo Silbersteinder Tagesspiegel liest hier mit

 
  
    #77280
1
22.10.17 01:38
Die Intention des Artikels bleibt unklar. Soll Schwarzfahren nicht mehr als Betrug bestraft werden? Sondern straffrei werden? Weil die Justiz überlastet ist? Was kommt als nächstes? Taschen- und Ladendiebstahl straffrei? Leichte Körperverletzung? Die Folge ist ein Berlin noch mehr außer Rand und Band als jetzt schon.

Wäre nicht der umgekehrte Weg besser, nämlich mehr Personal in der Justiz einstellen? Oder die Ursachen der Verbrechen bekämpfen indem man Mehrfachstraftäter abschiebt? Oder ist das für RRG zuviel verlangt weil man heimlich mit Kleinkrimminellen und Dealern sympathisiert? Zumindest solange man nicht selbst als Opfer betroffen ist sondern billig seinen Joint bekommt?

Berlin ist am Ende und das ist auch gut so. War neulich auch der Inhalt eines Gespräches von meinereiner. Der Bekannte fährt wie ich nicht mehr nach Berlin weil es schlicht zu dreckig und zu unsicher geworden ist. Für andere Leute wird berlin dagegen immer mehr zum Magneten. Wir in de Provinz sind Berlin sehr dankbar dafür.  

28690 Postings, 3424 Tage FillorkillAls Liberaler gesteht ich Menschen und Völkern zu

 
  
    #77281
22.10.17 01:55
Der Separatismus - Nordirland, Schottland, Katalonien - wendet sich ja gerade nicht gegen die EU, zu der man sich sowohl als Idee wie als praktischem Konstrukt geradezu proaktiv bekennt. Insofern stehen die als Referenz für die EU-Feinde nicht wirklich zur Verfügung. Davon abgesehen hat der Separatismus grundsätzlich ein Legitimationsproblem, weil er in all diesen Regionen bestenfalls nur marginale Mehrheiten, die morgen schon wieder kippen können, hinter sich bringen kann. Der Brexit zeigt, dass man so die Spaltung einer Gesellschaften in Verlaufsform bringt, ohne je ein sicheres Fundament erhalten zu können. Existentielle Entscheidungen mit 51:49 erfolgreich durchzufechten ist nicht möglich, denn die unterlegene Minderheit wird nicht aufgeben - eben deshalb agiert May auch wie gelähmt in den Austrittsverhandlungen.    

28690 Postings, 3424 Tage Fillorkillnoch die graphik dazu

 
  
    #77282
22.10.17 02:34
 
Angehängte Grafik:
dmae2cyuiaedhlf.jpg (verkleinert auf 76%) vergrößern
dmae2cyuiaedhlf.jpg

11277 Postings, 3263 Tage daiphongBrexit ist nicht Separatismus

 
  
    #77283
22.10.17 03:56
Keine Nation muss unbedingt in der EU sein, entweder bietet sie eher erkennbare Vorteile, oder eben nicht. Dazu muss auch die EU an ihren großen Mängeln arbeiten. Etwa wie man das großvolumigen gegenseitigen Absaugen bzw. Vollpumpen der nationalen Arbeitsmärkte abbaut. Wie man die schweren innereuropäischen und weltweiten Auswüchsen des freien Kapital- und Kreditmarkts dämpft. Wie man den ansteigenden Immigrationsdruck von Außereuropa abbremst, oder mit sehr großen humanitären Katastrophen anderswo umgeht. Unter diesen Themen, auch unter der Unübersichtlichkeit und Unbeweglichkeit der EU, leidet Großbritannien, daran ist allerdings nicht unbedingt immer nur die EU schuld.

Anders sieht es bei den Regionen in den Nationen  aus - denn die sind historisch in jeder Hinsicht, ökonomisch und kulturell um viele Dimensionen enger miteinander verzahnt. Keine Region würde es so ohne die anderen geben, der Separatismus wäre für beide Seiten eine schwere Amputation mit kaum zu überblickenden Folgen, und erheblichem Revanchismus.

Mit der EU ist die Illusion entstanden, es gäbe plötzlich für alle bessergestellten Regionen einen billigen Ausstieg aus den inneren Zusammenhängen der Nation - und obendrauf  den ganz großen Steuervorteil. Man erklärt die Nation einfach zum Faschismus, Franco, Adolf, und zum faulen Schmarotzer und sich selbst zur verfolgten Unschuld - und schon hätte man problemfreie eine kleine feine, und alles Unglück und aller Ärger wäre dann nur auf der anderen Seite. Diese dummdreiste Mentalität sollte die EU natürlich nicht unterstützen, und auch sonst niemand. Unterstützen kann die EU nur, dass es in den Nationen faire Autonomieregelungen gibt.

Ein Europa der Regionen als Mini-Nationen liegt nur im Interesse jener EU-Zentristen, die entgegen der EU-Verträge die Nationen in einem EU-Superstaat auflösen und zu Provinzen herabsetzen wollen nach dem Modell USA oder Russland, vielleicht auch Indien oder Brasilien - für Europäer sind diese Modelle alle reichlich uninteressant.
Ganz im Gegenteil müssen die vielen europäischen Nationen bei aller ökonomischen und kulturellen Offenheit weiterhin langsam, gut gesichert und sehr rücksichtsvoll als gute Nachbarschaften zusammenwachsen, untereinander und auch mit dem Rest der Welt - das ist das hochmoderne bürgerliche Grundmodell, das Europa heute der Welt zu bieten hat.

(implizit antiimperialistisch, antifaschistisch, antikommunistisch, antireligionsstaatlich. Großbritannien ist da natürlich immer dabei, so oder so)  

11277 Postings, 3263 Tage daiphongShlomo, falls die das Thema überfordert,

 
  
    #77284
22.10.17 04:13
fasse ich es für dich gerne nochmal schriftlich zusammen - nach Aurich komme dafür nicht extra, weil mir dort alles viel zu dreckig und zu primitiv geworden ist. Aber für andere Leute scheint sowas ja ein Magnet zu sein.

Es gibt in Berlin kaum mehr Schwarzfahrer, weil im Gegensatz zu früher sehr viel kontrolliert wird, aber ständig steigend eine sehr große Anzahl gerichtliche Strafverfahren noch zusätzlich zur Fangprämie von immerhin 60.- . Gleichzeitig klagt die Justiz über Überlastung.

Was liegt näher, als die einzelne Schwarzfahrt im ÖPNV - in Berlin meist wegen abgelaufener Trägerkarten und Schülerausweise, verlegter Tickets und überzogener Kurzstrecken - als Straftatbestand abzuschaffen, und nur eine Serie vor Gericht zu ahnden?

ok, das war jetzt wirklich schwierig.  

11277 Postings, 3263 Tage daiphongder link fehlt zu #80

 
  
    #77285
22.10.17 04:15

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