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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1269
neuester Beitrag: 27.01.15 22:17
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 31718
neuester Beitrag: 27.01.15 22:17 von: Sternzeichen Leser gesamt: 2059184
davon Heute: 971
bewertet mit 82 Sternen

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20752 Postings, 4084 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
82
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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31692 Postings ausgeblendet.

5472 Postings, 2265 Tage daiphongoh sancta simplicitas, Kicky!

 
  
    #31694
27.01.15 09:13
Das hört natürlich erst auf, wenn die Atomweltmacht und europäische Militärgroßmacht Russland ihre Kriegsziele in Ukraine begrenzt, ihren Krieg dort herunterfährt und einfriert, ihre fiktiven Angriffe, ihren gewaltige Aggressivität und Kriegsgeilheit in Europa herunterfährt.
Es ist ja nun wahrlich nicht so, dass das Sowjetimperium und dessen Elend und Schrecken überall einfach vergessen ist, bei Putin offenbar auch nicht. Der spielt damit.

Der Unsinn hört auf, indem Russland
sein Kriegsziel "Krim + Neurussland + Regierungsumsturz in Kiew + x" reduziert
seine Angriffe auf, seine Okkupationen und Zerstörungen in Ukraine stoppt  
einen stabilen Waffenstillstand an neuen Landesgrenzen in Ukraine herstellt
seine Luftwaffen-Scheinangriffe auf die Baltischen Länder stoppt
seine Angriffs-Großmanöver auf Polen mit taktischen Atombomben stoppt
seine militärischen Transnistrien-Moldavien-Expansionen stoppt
seine gleichgeschalteten Medien aus dem Hass- und Kriegsmodus zurückholt
sein Neurussland in ein ziviles Land verwandelt und international oder in Ukraine reintegriert
und letztlich auch seinen  totalitären nationalen Kriegs- und Opferkult herunterfährt

So, und was kann man im Westen dafür tun?
-  ein dauerhafter Waffenstillstand muss her, dazu müssen dann neben den russischen Angriffen auch die ukrainischen Gegenangriffe stoppen.
- Reform und Demokratisierung in Ukraine müssen vorankommen
- die Verhältnisse zwischen Ukraine, Russland, EU, Neurussland, Krim müssen neu verhandelt werden.
 

39060 Postings, 3919 Tage Anti LemmingDu hast einfach einen Knall, Daiphong.

 
  
    #31695
2
27.01.15 09:15

10292 Postings, 2426 Tage Fillorkill# 93 Waffen sind nicht alles

 
  
    #31696
2
27.01.15 09:16
Die irakische Armee hat davon bis über beide Ohren und türmt trotzdem, sobald ein organisierter Gegner auftaucht - ein paar hundert Mann reichen da bei hinreichender Entschlossenheit aus. Auch Südvietnam verfügte einst über eine massive Überlegenheit an Leuten, Material und Waffen - die Kampfkraft seiner Armee war jedoch nach Abzug der Marines bekanntlich gleich null.  
-----------
"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

5472 Postings, 2265 Tage daiphong#92 unser Malko glaubt doch tatsächlich,

 
  
    #31697
1
27.01.15 09:25
unser Phong rebelliere gegen Putin genau in der Form, wie er gegen Obama rebelliert.
Da täuscht er sich.
Ich brauche keine Alptraumfigur.
Ich hatte auch noch nie ein Parteibuch oder ein Blauhemd.
Da spinnt sich einer hübsch was zusammen.
 

5472 Postings, 2265 Tage daiphong#92 wie armselig muss ein Geist eigentlich sein,

 
  
    #31698
27.01.15 09:39
um sowas zu schreiben? Und wie armselig, sowas auch noch für "gut analysiert" zu halten?  Da muss es doch schon quietschen, wenn man das nicht mehr merkt.
 

5472 Postings, 2265 Tage daiphong#96 auch intellektuell hübsch, mit "Moral"

 
  
    #31699
27.01.15 09:46
das Rätsel der ungeheuere Kampfkraft von ein paar "Separatisten aus den Bergwerken" ständig und immer wieder neu vergeblich verzweifelt erklären zu wollen.

Die ja rein zufällig einer hochgerüsteten russischen 40.000-Mann Armee entspricht.  

5472 Postings, 2265 Tage daiphong#91 der Fill muss als Kind mit der Fernsteuerung

 
  
    #31700
2
27.01.15 10:03
Probleme gehabt haben,
der kennt die Halbwertszeit seines Vehikels noch ganz genau. Wenn er den Carrera gegen die Wand gefahren hatte aufgrund dessen Verselbständigungstendenzen, trotz aller verantwortungsvollen Führung durch die Aufsicht führende Instanz, musste für den Totalschaden gegenüber dem Übervater wohl immer eine Erklärung her. "Die inneren Widersprüche des Vehikels" seien an dem Unfall schuld, behauptete er dann frech, sämtliche Teile hatten sich verselbständigt und wären in Antagonismen verfallen. Da der Übervater auch keine Ahnung von Technik hatte, hielt er das für plausibel. Und kaufte -aufgrund der geringen Halbwertszeit dieser Modelle - einen neuen Carrera.  

10871 Postings, 4822 Tage lehnaMan kann sich nur wundern...

 
  
    #31701
2
27.01.15 10:58
über all die Putin Schwärmer hier im Fred.
Dabei fährt der Jung grad sein Weltreich wieder mal an die Wand. Und die Schiffe verlassen die sinkenden Ratten...
ariva.de


 

34091 Postings, 5571 Tage KickyEU droht mit neuen Sanktionen

 
  
    #31702
2
27.01.15 11:35
http://www.tagesschau.de/ausland/sanktionen-russland-103.html

Die 28 Staats- und Regierungschefs teilten mit, sie würden "angemessene Handlungen in Betracht zu ziehen, insbesondere weitere restriktive Maßnahmen".

die sind doch alle mit dem Klammerbeutel gepudert wie man in Berlin sagt.Kann da nicht endlich mal jemand einen Schritt vorwärts machen statt die Situation noch zu verschlimmern?

meine junge Englischlehrerin,die aus Moskau als Gast bei mir war und meinte sie habe da ein gutes Gehalt -wieviel hat der Rubel an Weret verloren? Mitte Dezember schon 60%  Zugleich beklagen viele Russen in die Höhe schnellende Preise. Die Inflation betrug im vergangenen Jahr nach Regierungsangaben 11,4 Prozent - die höchste Teuerungsrate seit 2008. Lebensmittelpreise erhöhten sich gar um mehr als 15 Prozent.  http://www.faz.net/aktuell/finanzen/...hoehung-verpufft-13324915.html  

34091 Postings, 5571 Tage KickyMariupol 30 Tote -Rakete Irrtum der Ukrainer?

 
  
    #31703
27.01.15 11:55
Das am Sonntag gezeigte Video ist die Befragung eines gefangenen Separatisten der den Text abliest und wenig glaubwürdig scheint zumal die angegebene Richtung aus der die Gradrakete abgeschossen wurde wohl kaum stimmen dürfte
Mariupol spotter ?confession? another fake by Kiev ? Russian Defense Ministry
?The SBU needed 24 hours to force this story out of a man, which ? as we see in the clip ? is read by the detainee from a piece of paper located left to the screen,? the statement by the Russian Defense Ministry said.  In the video, the person ? identified by the SBU as Valery Kirsanov ? says he has been working as a spotter for the self-defense forces of the Donetsk People?s Republic since being contacted by a rebel unit commander nicknamed Pepel (?Ash?) two weeks ago.

During this period, the man in the video said that several checkpoints of the Ukrainian military were shelled after he sent their coordinates via text messages to the rebels...
?At 1:42 of his ?confession? video, Kirsanov said that he sent his contacts the coordinates of a stationary checkpoint of Ukrainian troops in Vinogradnoe village...At 2:22 of the clip, when answering the question: ?From where did the fire come?? Kirsanov said with confidence: ?From the direction of Vinogradnoe.? In other words, from the direction where the Ukrainian military checkpoint was stationed,? the statement said. The Defense Ministry also pointed out that Vinogradnoe is located 3.5 kilometers away from the shelled residential areas in Mariupol, which is just about the minimum range of Grad missile launchers, which were allegedly used in Saturday?s bombardment.  
http://rt.com/news/226451-ukraine-mariupol-spotter-confession/

?Our militias have no weapon systems near Mariupol that would be able to shell that region. Our positions are simply too far away,? a spokesman for the Donetsk militia headquarters told RIA Novosti.

?According to our intelligence, the artillery fired from the Stariy Krim neighborhood [less than 10 kilometers from central Mariupol]. Ukrainian troops are stationed there. We believe it was a provocation committed by the Ukrainian troops,? the spokesman added.... "It is all clear, who shelled Mariupol: from which regions they are, from which spot and where the artillery was located. As far as I know, [rockets were] fired by a Grad multiple rocket launcher. Our militia units don?t have artillery capable of reaching the location of the shelling,? Pushilin said.
http://rt.com/news/225891-mariupol-eastern-ukraine-shelling/  

34091 Postings, 5571 Tage KickyDie Separatisten, Kiew und Moskau im Blame Game

 
  
    #31704
4
27.01.15 12:08
Wird der Raketenangriff auf Mariupol ein weiteres Ereignis, das den Konflikt eskalieren lässt? Zwar sind die Scharfschützenmorde auf dem Maidan und der Abschuss der MH17 noch nicht aufgeklärt, ebenso wenig wie der Brandanschlag in Odessa, aber es wird kräftig mit den Toten von Mariupol Politik gemacht - nicht gegen die Separatisten, sondern gegen Russland, das aus Sicht der Ukraine, der Nato, der USA und zumindest von Teilen der EU die Hauptverantwortung für den Krieg in der Ostukraine haben soll. Schon droht US-Präsident Obama mit weiteren Sanktionen, der Nato-Generalsekretär Stoltenberg weist auf eine "groß angelegte Offensive" der "von Russland unterstützten Separatisten" und ganz allgemein auf die wachsende Präsenz russischer Soldaten und Waffen hin.

Tatsächlich haben die Separatisten nicht nur in Mariupol, sondern etwa auch in Debaltseve und anderen Orten eine Offensive gestartet und wohl auch erfolgreich. Das wurde auch von der Führung der "Volksrepublik" Donezk erklärt, die aber weiterhin die Schuld an dem Raketenangriff auf Mariupol zurückweist und behauptet, man habe danach Artilleriestellungen der ukrainischen Streitkräfte ausschalten wollen. Das wurde auch bestätigt. Stellungen der rechtslastigen, mit dem Rechten Sektor verbundenen Asow-Miliz, die vor allem für den Schutz von Mariupol sorgen soll, sind beschossen worden.

Wie vonseiten der Separatisten, so verlautete auch aus der Duma die Behauptung, dass der Beschuss von Mariupol eine "Provokation" sei. Es wird sogar die Mitteilung der OSZE-Beobachter, dass die Raketen aus von Separatisten kontrollierten Gebieten abgeschossen worden sind, ins Gegenteil verkehrt. Der ukrainische Präsident Poroschenko verkündete hingegen, man habe "unwiderlegbare Beweise" für die russische Unterstützung der Separatisten und Russlands Beteiligung an dem Raketenangriff von Mariupol, natürlich ohne diese vorzulegen. Es gebe abgehörte Funk- und Telefongespräche, die belegen würden, dass "der Angriff von Separatisten, die von Russland unterstützt werden, organisierte wurde". Schnell wurde in Kiew auch ein Trauertag ausgerufen, was man bei vielen anderen Vorfällen in den "Volksrepubliken" nicht gemacht hat.....

Es ist der übliche Schlagabtausch, der die jeweiligen Bevölkerungen, Alliierten und Sympathisanten auf die eigene Seite ziehen soll. Klar ist jedoch, dass die Ukraine wieder einmal, wie schon vor dem Abschluss des Minsker Abkommens, militärisch weniger stark ist, als die patriotischen Verlautbarungen verkünden. Auch innerhalb der Regierung wurden Fehlentscheidungen des militärischen Kommandos kritisiert, die Truppen und Milizen gehorchen nicht unbedingt den Befehlen. Vorgeworfen wurde den Truppen vom Präsidentenberater Yurii Biryukov auch, zu feige und zu betrunken zu sein.Zudem desertieren Eingezogene schon gerne einmal . Die Separatisten geben Erfolgsmeldungen vom Vormarsch an den gesamten Frontlinie. ......
Viel zu lange haben Russland und Nato-Westen den Konflikt in der Ukraine als Konflikt zwischen dem Westen und Russland laufen und sich eskalieren lassen. Letztlich werden die Menschen in der Ukraine in dem klassischen Proxy-Krieg verheizt, in dem es kein Richtiges im Falschen gibt. Kiew müsste einräumen, dass die nationale Einheit nicht gegeben ist, die Separatisten, dass der Wunsch nach Unabhängigkeit geringer als der nach einem friedlichen und auskömmlichen Leben ist, Moskau und der Westen müssten aufhören, ihren Bündnispartnern alles durchgehen zu lassen und jede militärische Unterstützung einstellen. Wenn das nicht geschieht, wird es keine Umsetzung des Minsker Abkommens geben. Das würde nämlich bedeuten, die politische Realität anzuerkennen. Die Alternative wäre, in den Krieg zu ziehen.  http://www.heise.de/tp/artikel/43/43961/1.html  

34091 Postings, 5571 Tage KickyOSZE: Raketenbeschuss auf Mariupol

 
  
    #31705
27.01.15 12:12
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43955/1.html
Nach Angaben der Beobachtermission kamen die Grad- und Urugan-Raketen aus den von den Separatisten kontrollierten Gebieten

Gestern wurde Mariupol von Raketenwerfern beschossen. Die OSZE zählte 19 Raketenangriffe, geht aber davon aus, dass es mehr waren. Es habe sich um einen extrem heftigen, aber kurzen Angriff gehandelt. Offenbar sollte ein Kontrollpunkt der ukrainischen Armee über 8 km nordöstlich des Stadtzentrum getroffen werden. Die Raketen schlugen aber einige hundert Meter daneben. Eine Untersuchung der Einschlagkrater habe sich ergeben, dass die Grad-Raketen aus dem Gebiet von Oktyabr, 19 km nordöstlich der Olimpiiska-Straße, und die Urugan-Raketen aus dem Gebiet von Zaichenko, 15 km östlich, abgefeuert wurden. Beide Gebiete würden von den Separatisten kontrolliert.

Die Separatisten streiten dennoch weiter ab, dass sie für den Raketenangriff verantwortlich sind.....  

2420 Postings, 725 Tage SternzeichenAusschwitz wird zum politischem Kalkül.

 
  
    #31706
6
27.01.15 16:10
Auschwitz-Überlebender beklagt "politische Instrumentalisierung"

Auslöser war folgender Satz: Der polnische Außenminister Schetyna löst Empörung aus: Er schrieb die Befreiung des Konzentrationslagers ukrainischen und nicht sowjetischen Soldaten zu.

Polnischer Außenminister verursacht Eklat

Unterdessen hat der polnische Außenminister Grzegorz Schetyna mit einer Äußerung einen Eklat verursacht: Er schrieb in einem Radiointerview die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ukrainischen und nicht sowjetischen Soldaten zu. Das russische Außenministerium verurteilte diese "Verhöhnung der Geschichte" scharf.

In Deutschland erhob sich dagegen kaum Protest. Der Historiker Götz Aly sprach in einem Gastbeitrag der Berliner Zeitung von einem "geschichtspolitischen Skandal".

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...instrumentalisierung-1.2322555

Und nun ein Schwenck nach Westen über den Teich.

Noch nie wurden wegen eines Schneesturmes ganze Städte gesperrt. Niemand  in NY kann sich daran erinnern. N-TV sucht verzweifelt den meterhohen Schnee der einfach nicht fallen will. In Stuttgart oder München hatten wir schon mehr Schnee und nichts wurde gesperrt. So kann man auch seine Übungen abhalten, das Volk für dumm verkaufen unter der Tarnung eines Schneesturmes.

Wenn es da keinen Zuzammenhang gibt. Der Schwabe würde sagen da ist ein Geschmäckle dran!

So werden die Medien auf ein bestimmtes Thema getrimmt.

Und so wurde das politischem Kalkül gesteuert.

"Ukrainische Front und Ukrainer waren, die das Lager befreiten. Ukrainische Soldaten waren an dem Januartag dort und öffneten die Tore des Lagers."
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43967/1.html

Für mich ist dieses Kapital Geschichte für immer durch, weil so eine Geschichtsfälschung will ich nicht lesen.

Man kann wirklich alles kaputt machen! Fehlt nur noch das Deutschland das Lager befreit hat!

Normaler weise schreibe ich keine Beleidigungen, aber das "A" Wort würde mir bei diese Politiker ohne Reue gerne über die Zunge gehen.

Sternzeichen  

4991 Postings, 2786 Tage relaxedHat der Gröfaz

 
  
    #31707
2
27.01.15 16:22
in der "neuen polnischen Geschichtsschreibung" auch nur zurück geschossen oder bleibt da alles wie gehabt ?
-----------
Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.

2420 Postings, 725 Tage SternzeichenDie Effizienz der kapitalistischen Marktwirtschaft

 
  
    #31708
3
27.01.15 16:35
Ein weiteres Paradebeispiel für die sagenumwobene Effizienz der kapitalistischen Marktwirtschaft: Hunderte von Milliarden an US-Dollar sind in einen strukturell unrentablen Energiesektor geflossen, um das ökologisch desaströse Erdölzeitalter etwas zu verlängern und die geopolitischen Ambitionen Washingtons zu untermauern (Mit TTIP zurück in die imperiale Vergangenheit) - und schon erschallt der Ruf nach Subventionen. Nicht auszudenken, diese Gelder wären für den Aufbau einer regenerativen Industrie aufgewendet worden.


Der große Ölkrieg

Der massive Einbruch der Rohölpreise ist Ausdruck eines verbissenen geführten Kampfes im globalen Energiesektor

Trotz Preisverfall scheint die globale Ölindustrie buchstäblich am Limit zu produzieren. Die Preise für den fossilen Energieträger gaben am vergangenen Donnerstag abermals nach, nachdem die OPEC bekannt gab, im Dezember täglich 30.2 Millionen Fass Rohöl (million barrels per day - mbpd) gefördert zu haben Damit lag die Organisation erdölexportierender Länder, auf deren Mitgliedsländer rund ein Drittel der globalen Ölproduktion entfällt, über ihrem selbst gesteckten Förderlimit von 30 mbpd.

Die OPEC-Prognose für das kommende Jahr geht von einem globalen Überangebot an Rohöl von 1,0 mbpd aus. Die globale Nachfrage nach dem Energieträger werde zwar - langsamer zunächst als erwartet - auf 92.3 mbpd steigen, doch würde diese steigende Nachfrage durch den Anstieg der Ölförderung in Ländern außerhalb der OPEC kompensiert, die auf 1,28 mbpd geschätzt wurden.

Ein Großteil dieser zusätzlichen Fördermenge ist auf den Anstieg der unkonventionellen - und besonders umweltschädlichen - Ölproduktion (Fracking, Ölsand) in den Vereinigten Staaten und Kanada zurückzuführen, sodass die USA mit einer Fördermenge von 11 mbpd Mitte 2014 Saudi-Arabien als den größten Ölproduzenten überflügelten. Bis 2019 sollen die USA laut einer Prognose der Internationalen Energieagentur IEA ihre Ölförderung sogar auf 13,1 mbpd ausweiten.

Diesen Anstieg des globalen Angebots korrespondiert eine langsamer wachsende globale Nachfrage. Neben Europa, das in konjunktureller Stagnation und Deflation versinkt, ist dieses langsamere Nachfragewachstum vor allem auf China zurückzuführen. In der vergangenen Dekade erlebte die Volksrepublik ein halsbrecherisches Wachstumstempo mit jährlichen Wachstumsraten von 10 bis 12 Prozent, das mit einer rasanten Motorisierung des Landes einherging. Dieser kontinuierliche Nachfrageschub war ursächlich für den langwierigen Anstieg der Ölpreise in den vergangenen Jahren. Doch inzwischen geht diese Wachstumsdynamik zurück, für die kommenden Jahre wird in China ein Wirtschaftswachstum von "nur" 6,5 bis sieben Prozent erwartet.

Die Weigerung der OPEC, angesichts dieser Tendenzen die Fördermenge zu begrenzen, ist vor allem auf die unnachgiebige Haltung Saudi-Arabiens und der arabischen Golfstaaten zurückzuführen. Mitte Januar betonte Suhail al-Mazrouei, Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate, dass die OPEC künftig nicht dazu übergehen werde, durch Förderkürzungen die globalen Rohölpreise zu stabilisieren. Stattdessen müssten die Vereinigten Staaten die Produktion von Energieträgern aus unkonventionellen Quellen einschränken:


weiter unter nachfolgenden link: http://www.heise.de/tp/inhalt/politik-x/default.html  

34091 Postings, 5571 Tage Kickyein bischen Schneematsch-Big Apple in Panik?

 
  
    #31709
27.01.15 18:43

5472 Postings, 2265 Tage daiphong#08 "sagenumwobene Effizienz der kapitalistischen

 
  
    #31710
1
27.01.15 18:47
Marktwirtschaft"
Kannst ja mal probeweise virtuell anfangen mit deiner weltweiten Planwirtschaft:

wie teilt man den Kontinenten, Ländern, Städten, Personen das Öl denn zu?
Und wie ist die Verteilung, wenn dann irgendwo die Bevölkerung stark anwächst? wieviel MÜSSEN dann andere wie etwa Russland Öl exportieren? und wieviel an Industrie- und Lamdwirtschaftsproduktem, Verkehrswegen, Film, Musik, Urlaubsreisen und Ferienhäuschen bekommen sie dafür?
wer legt den Wert und den Sinn aller weltweiten Arbeiten, Arbeitsprodukte, Rohstoffe fest? nach welchen Kriterien? Welche Behörde?

es gibt global überhaupt keine Chance für eine Planwirtschaft

und was hat das alles mit Washington und den USA zu tun? Der sie der "Imperator" der Welt, die "Zentralbehörde" der Welt wäre", wie die Russen glauben? ;-o))
 

5472 Postings, 2265 Tage daiphong"Weil sie der "Imperator" der Welt...wären?"

 
  
    #31711
27.01.15 18:48

34091 Postings, 5571 Tage KickySaudi Oil Minister trifft russische,finnische,

 
  
    #31712
2
27.01.15 18:49

5472 Postings, 2265 Tage daiphong#10 das Spektrum der "Putinisten"

 
  
    #31713
27.01.15 19:12
umfasst tendenziell alle, die keinen blassen Schimmer von Märkten, Marktwirtschaft, Demokratie, gesellschaftlicher Kultur haben.
Und mit ihrem Glauben an Zentralplanung allen Zentral-Verschwörungstheorien ausgesetzt sind.
Also insbesonder Sowjet"Linke", nationalistische Rechte, Katholische Kirche, Orthodoxe Kirche...


 

10292 Postings, 2426 Tage Fillorkill# 06 die Lügenpresse

 
  
    #31714
3
27.01.15 19:28
hat's ja auch nicht leicht. Während man in der Geostrategie das bedenkenlose Paktieren mit dem sich als Staatsstruktur organisierenden Faschismus der Ukraine als emanzipatorischen Move verkaufen will, demonstriert man praktischen Antifaschismus durch Überskandalisierung und Überdramatisierung des armseligen Pegida-Haufens, dem man mindestens sehr gerne den Mund verbieten würde.

Und während der Bündnispartner aus Kiew unwidersprochen in der Tagesschau den WK II in zeitgemässe Form - Überfall der Sowjetunion auf Deutschland und Ukraine - bringen darf, wird andererseits seitenlang rührseliges Auschwitz-Gedenken gepflegt. Wobei die Lektion des 'Nie Wieder' dann wieder Putin, den natürlichen Hitler-Nachfolger adressiert.  
-----------
"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

10292 Postings, 2426 Tage Fillorkillwe are going to destroy the oligarchy system

 
  
    #31715
1
27.01.15 19:39

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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

10292 Postings, 2426 Tage FillorkillPutinisten

 
  
    #31716
2
27.01.15 20:17
Es gibt im Westen keine Putinisten. Es gibt ein wachsendes kollektives Unbehagen, welches sich - wie immer - aus der Differenz zwischen der behaupteten politischen Ethik und der praktischen Lebenserfahrung speist. Das Gewahrwerden dieser Differenz ist der Ausgangspunkt allen emanzipatorischen Denkens, ihre Leugnung wirkt wie eh und je als dessen Verstärker. Die Suche nach ihren Gründen beginnt naiv und bedient sich dabei auch derjenigen ideologischen Instrumente, die der ehemalige linke Antiimperialismus verwaist zurückgelassen hat. Das ist er schon, der ganze Putinismus, nämlich ein ganz normaler diskursiver Vorgang in demokratischen Gesellschaften...

Es gibt im Westen anders als in den Kolonien auch keine echten Faschisten (mehr). Was es gibt sind totalitäre Impulse, die in der Verselbstständigungstendenz von Kontroll- und Sicherheitsapparaten von hausaus angelegt sind und die in der Peripherie zum Paktieren mit Antidemokraten aller Couleur aus geostrategischen Gründen verführen. Die linken Antiimperialisten von einst haben die sittliche Rechtfertigung dieser Tendenz übernommen, dabei belanglos supportet von Rechtsradikalen, die den ideologischen Anschluss verpasst haben oder nicht kapieren wollen, das Geostrategie heute - als militärischer Humanismus - links buchstabiert wird.  
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

2420 Postings, 725 Tage SternzeichenFracking: WBH Energy ist die erste Pleite.

 
  
    #31717
3
27.01.15 22:11
"Der Sieger wird der sein, der am meisten einstecken kann"

Immer wieder verweist etwa Saudi-Arabien auf den Fracking-Boom als Ursache des Preisverfalls - die Weigerung des Saudis, einer Fördermengen-Reduktion der Opec zuzustimmen, wird deshalb auch als Versuch gewertet, die Fracking-Industrie in den USA kaputt zu fördern - auch wenn es Spekulationen gibt, dass es nach dem Tod des Monarchen Abdullah eine Änderung dieser Strategie geben könnte. Andere wiederum sehen Saudi-Arabien sogar auf der Seite der USA und als verdeckten Agenten innerhalb der Opec, mit dem Ziel, Russland durch den niedrigen gehaltenen Ölpreis zu schaden.

Doch wer wird am Ende den Preiskampf gewinnen - das USA-, oder das Russland-Lager? Die Putin-Regierung ist auf einen Ölpreis von etwa 105 Dollar pro Barrel angewiesen, um einen ausgeglichenen Staatshaushalt zu erreichen. Die politische Elite in den USA und Europa reibt sich womöglich bereits die Hände, angesichts eines unausweichlich scheinenden Bankrotts des Systems Putin - die russische Wirtschaft ist auf Gedeih und Verderb auf die Öl-Industrie angewiesen, rund drei Viertel der russischen Exporte hängen am Ölpreis.

Doch der Fall der kleinen, pleite gegangenen Fracking-Firma in den USA könnte ein erstes Zeichen dafür sein, dass am Ende nicht die USA, sondern Russland als Sieger aus dem Preiskampf hervorgeht - wie etwa Leonid Bershidsky von Bloomberg prognostiziert.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/...Oel-Preiskampfs-article14334461.html  

2420 Postings, 725 Tage SternzeichenS&P: Russland auf "Ramsch-Status" heruntergesetzt.

 
  
    #31718
3
27.01.15 22:17
Tatsächlich kritisiert S&P unter anderem die schlechten politischen Rahmenbedingungen sowie die mangelhafte demokratische Gewaltenteilung. Die chinesische Ratingagentur Dagong zum Vergleich bewertet allein die wirtschaftlichen Daten, was zur Folge hat, dass Russland mit "A" solider dasteht als die USA, die nur ein "A-" halten.

Der Kreml verbrennt Geld

Richtig ist der Einwand Russlands, dass die Wirtschaft immer noch solider dasteht als die anderer Staaten. Die Schuldenquote gemessen an der Wirtschaftsleistung liegt unter 20 Prozent. Selbst Deutschland weist eine Quote von über 70 auf, Amerika sogar von rund 100 Prozent. Und die Devisen- und Goldreserven betragen gut 379 Milliarden Dollar. Trotz Krise hat der Kreml im vergangenen Monat sogar seine Goldreserven deutlich ausgebaut.

Es ist aber auch richtig, dass Moskaus Reserven noch vor einem Jahr 498 Milliarden wert waren. Der Kreml verbrennt Geld - viel Geld. Das trübe die Aussichten für die Zukunft, begründen die Bonitätsprüfer ihr Urteil. Die Rubel-Abwertung und die vom Westen auferlegten Sanktionen schwächten das Finanzsystem. Das begrenze die Möglichkeiten der Notenbank in der Geldpolitik.

Die Frage ist, wie lange die russischen Währungsreserven reichen werden. Moskau hofft, dass das Geld aus dem Ölexport das Land zwei Jahre über Wasser halten wird. Der US-Ökonom Kenneth Rogoff warnte aber bereits davor, dass es auch deutlich früher ausgehen könnte.

Sicherlich erhöht die Ratingagentur den Druck auf die ohnehin angeschlagene russische Wirtschaft. Die Herabstufung bedeutet, dass russische Staatsanleihen bei bestimmten Investoren automatisch aus dem Portfolio genommen werden. In der Folge droht eine Zunahme der Kapitalflucht, die bereits im vergangenen Jahr ein Rekordniveau erreicht hatte.

Aber verantwortlich für die aktuelle Misere ist Putin selbst. Er zahlt die Zeche für den jahrelang verpassten Strukturwandel im Land. Wäre Russland nicht so auf die Öleinnahmen angewiesen, müsste es nicht das Abrutschen in die Rezession befürchten. Dass die erste Krise seit der Finanzkrise droht, hat nicht der Westen zu verantworten. Die einseitig auf Rohstoffe ausgelegte Wirtschaft wäre der Regierung früher oder später sowie um die Ohren geflogen, jetzt geht es wegen des Ölpreisverfalls schneller.

Auch Europa zahlt für Sanktionen

Die neuen Sanktionsdrohungen mögen für den Kreml ins Muster passen: ein weiterer Beleg für ein koordiniertes politisches Vorgehen, um das Land zu destabilisieren. Aber Europa zieht keinen Vorteil daraus, wenn Russland als Handelspartner wegfällt. Für Deutschland schlagen die Folgen der Sanktionen negativ mit sechs Milliarden Euro zu Buche.  2014 seien den jüngsten Zahlen zufolge die deutschen Exporte nach Russland "um 18 Prozent oder umgerechnet mehr als sechs Milliarden Euro gesunken", beziffert der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes die Einbußen. Perspektivisch sieht bis zu 60.000 Arbeitsplätze in Gefahr.

Nicht umsonst hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier kürzlich trotz der aktuellen Kämpfe in der Ukraine die von Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeschlagene Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok unterstützt. "Wir dürfen solche Perspektiven nicht für alle Zeiten verwerfen und auch nicht als Geschenk an Russland betrachten", sagte der SPD-Politiker.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/...-aus-Washington-article14402342.html  

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