Nach der Kaufpanik ist vor der Kaufpanik

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neuester Beitrag: 15.04.14 19:10
eröffnet am: 18.05.09 14:06 von: Libuda Anzahl Beiträge: 4128
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33574 Postings, 3396 Tage LibudaNach der Kaufpanik ist vor der Kaufpanik

 
  
    #1
37
18.05.09 14:06
Guter Artikel:

"Der flotte Spruch beschreibt recht treffend das Geschehen an den Finanzmärkten in den letzten Wochen. Der Markt will einfach nicht „richtig“ korrigieren. Bis auf ein, zwei schwache Tage und schon geht es munter weiter. Hinter den Kulissen der Indizes findet sehr wohl eine Konsolidierung statt. In einer wahnsinnig schnellen Branchenrotation gibt es auf der einen Seite Ausbrüche, während andere Branchen solide korrigieren. In der Summe der Indizes geht diese differenzierte Entwicklung leider unter.



Der Markt tut wieder einmal nicht das, was die meisten von ihm erwarten. Und was erwarten „die meisten“? Neben den bekannten Indikatoren bieten Schlagzeilen einen Hinweis. Dazu zitierte ich in der letzten Ausgabe der Investment Ideen willkürlich einige Schlagzeilen (Auszug):

Die „Vermögensprofis trauen der Aktien-Rallye nicht“ titelt Welt Online in ihrer Ausgabe vom 8. Mai 2009. „…erfahrene Vermögensverwalter sind skeptisch: Die Rallye könnte schon bald ein jähes Ende haben“ fährt der Verfasser fort.

Auch das Handelsblatt fragt sich in der Onlineausgabe vom 9. Mai: „Dax-Ausblick: Rally – wie lange noch?“ Darin heißt es weiter „…Marktbeobachter bleiben vorsichtig und warnen vor Rückschlägen. Denn eine solche Entwicklung gab es schon einmal.“

Bei Spiegel Online warnen Experten gleich vor dem nächsten Crash: „Jetzt drängen Großinvestoren mit Macht zurück in den Markt, aus Angst, den Boom zu verpassen. Experten halten die Hausse allerdings für einen Zwischenspurt - und warnen vor dem nächsten Crash.“ (Quelle: Spiegel Online vom 9. Mai 2009).

Wohin man auch schaut, der Pessimismus hat Hochkonjunktur. Stimmungsindikatoren bestätigen das negative Sentiment. Positive Nachrichten und Anzeichen einer Stabilisierung der Weltwirtschaft finden kaum Gehör. Bei so viel Pessimismus ist es kein Wunder, das die Börsen bisher nicht "richtig" korrigieren wollen. Man muss kein Hellseher sein, dass die gleichen Schwarzseher ihre „Prophezeiungen“ unter dem Druck des Marktes um 180 Grad drehen oder anpassen werden, wenn die Börsen weiter steigen.

Bekanntlich haben jene Experten immer Recht, zumindest im Nachhinein. Schade nur, dass selbst einige der klügsten Wirtschaftwissenschaftler das Debakel der Finanzkrise nicht in vollem Umfang haben kommen sehen oder zumindest davor gewarnt haben. Meine Hochachtung gilt denjenigen Konjunkturforschern, die öffentlich zugeben, dass Sie davon überrascht wurden. Die Wirklichkeit ist zu komplex, um sich mit idealisierten Modellen 100prozentig einfangen zu lassen. Die Geschichte der Finanzmärkte ist voll von Beispielen, wo Elfenbeintürme einstürzten. Etwas mehr Bescheidenheit bei unseren Prognosefähigkeiten stünde uns allen gut. Die aktuelle Krise dürfte wie so viele vorher bald in Vergessenheit geraten und die Gläubigkeit an unfehlbare Modelle zur Risikosteuerung sowie die Beherrschbarkeit des Marktes wieder die Oberhand gewinnen – bis zum nächsten Debakel.

Warum richtet man sein Handeln nicht an dem tatsächlichen Verhalten des Marktes aus, zumindest wenn man als Händler Geld verdienen möchte? Vielleicht weil der Mensch es nicht wahrhaben will, mit der Unsicherheit zu leben? Nur so lässt sich die Prognosesucht und Gottgläubigkeit an selbsternannte Gurus erklären. Neurologen begründen solche Verhaltensweisen mit Dopamin und anderen Wirkstoffen in unserem Körper. Eine weitere Erklärung könnten die in unserer 10.000jährigen Geschichte antrainierten menschlichen Verhaltensweisen sein, die zwar einem Neandertaler im Überlebenskampf halfen, aber in der Börsenwelt des 21. Jahrhundert zu kostspieligen Fehlentscheidungen führen. Keine Frage, Prognosen sind durchaus hilfreich, um bestimmte Chance- / Risikoverhältnisse einschätzen zu können, aber man sollte realistisch bleiben: Es bleibt eine Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten. Keiner kennt die Zukunft. "  
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4102 Postings ausgeblendet.

33574 Postings, 3396 Tage LibudaMit den 12,5 oder 13,5 meine ich Millionen

 
  
    #4104
12.01.14 08:28
- nicht Milliarden wie bei der Rettung der verrotteten Banksauställe wie der HSH, die man endlich zuscheissen sollte.
 

33574 Postings, 3396 Tage LibudaAuch von der Deutschen Bank kann Vernünftiges

 
  
    #4105
12.01.14 22:18

33574 Postings, 3396 Tage LibudaSelbst Robert Shiller ist noch drin

 
  
    #4106
26.01.14 11:06

33574 Postings, 3396 Tage LibudaWeiss jemand von Euch, welche Gewinndefinition

 
  
    #4107
26.01.14 11:46
Robert Shiller verwendet (G+V-Gewinn bzw net-income/net-loss) oder das Betriebsergebnis (das um neutrale, vor allem außerordentliche, Erträge und Aufwendungen bereinigts ist)?Denn ohne das zu wissen, sind alle Aussagen Flachschippen).

"Shiller said that his own long-term valuation metric for stock markets, which measures price-to-earnings based on average inflation-adjusted earnings over the previous 10 years, was currently high at 25. But it was still well below the record high of 46 reached in 2000."  

33574 Postings, 3396 Tage LibudaEin interessanter Text zum Thema aus 2009

 
  
    #4108
26.01.14 12:38
der das momentare Gemäre der Weltuntergangsfraktion über ein angeblich zu hohes Shiller-KGV relativert und uns aufzeigt, warum selbst Robert Shiller noch drin ist:

http://www.handelsblatt.com/finanzen/...en-seite-all/3270392-all.html  

33574 Postings, 3396 Tage LibudaUnd natürlich ist auch dieses KGV von 140

 
  
    #4109
26.01.14 12:48
aus 2008/2009 und ähnliche Werte aus den Jahren 2002 (wenn man, wie in den meisten Angaben der Fall, noch etwas zuruckhängt), 2003 und 2004 im 10 Jahre zurückblickenden Shiller-KGV enthalten:

"Derzeit errechnen die Datenspezialisten für den weltweit wichtigsten Index S&P 500 ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 140. Investoren bezahlen die Konzerne durchschnittlich mit dem 140-fachen bereinigten Nettogewinn aus den vergangenen vier Quartalen. Das ist das höchste Niveau seit mehr als 75 Jahren."

Quelle: Text in #4108  

33574 Postings, 3396 Tage LibudaUnd natürlich bleibt der Knackpunkt "Gewinnbegriff

 
  
    #4110
26.01.14 17:27
"Aber Achtung! Zufälligerweise hat das Handelsblatt ebenfalls vom Shiller KGV berichtet. Dabei wird ein Analyst zitiert, der von einem Shiller KGV von 19 spricht. Demnach wäre die Überbewertung nicht über 50%, sondern nur 15% zum Mittel."

http://de.investing.com/analysis/...---sind-wir-in-einem-bubble-15662

Was mich insbesondere interessieren würde: Wie fließen die gigantischen Verluste der Banken in den letzten zehn Jahre ein?

Ohne das genau geklärt zu haben, kann man alle Erörterungen um das Shiller-KGV getrost vergessen.
 

33574 Postings, 3396 Tage LibudaDer Witz des Jahres 2014 = Stefan Baron

 
  
    #4111
01.02.14 12:39

- zuletzt tätig als Kommunikationschef der Deutschen Bank, also ausgerechnet dieser Bursche, fordert vom Staat einen Rahmen, der Moral zum Bestandteil von Wettbewerb macht.

Das kommt mir so ähnlich vor, als ob der Teufel zum täglichen Morgen-, Mittags- und Abendgebet aufrufen würde.  

33574 Postings, 3396 Tage Libuda"Leistung" muss sich wieder lohnen

 
  
    #4112
01.02.14 18:34

Denn einen dümmeren und dreisteren Spruch wie "Leistung muss sich wieder lohnen" kann man unter den vorhandenen Gegebenheiten nicht erfinden.

Auf der einen Seite über Zins- und Devisenabsprachen zu bescheissen ohne Ende und mit Wetten über Schrottkredite, wobei man auf der anderen Seite steht, den Kunden den Schrott auf der anderen Seite anzudrehen, und trotzdem dabei den Shareholdervalue der Aktionäre zu versenken, ist schon eine einmalige "Leistung".

Völlig unanständig, frech und dreist wird das Ganze dann, wenn es mit Dummsprüchen von der Sorte Baron garniert wird.  

33574 Postings, 3396 Tage LibudaZustimmung für Woflgang Münchau

 
  
    #4113
02.02.14 16:29

33574 Postings, 3396 Tage LibudaKeiner hat je mehr bei Libuda "abgeschrieben"

 
  
    #4115
13.02.14 21:24
als der folgende Autor:

http://finance.yahoo.com/blogs/daily-ticker/...urtzman-181728603.html

Aber Libuda hat den Vorteil, dass Ihr das dort einige Jahre früher lesen konntet.  

33574 Postings, 3396 Tage LibudaWir-stehen-erst-am-Beginn-einer-neuen-Aera

 
  
    #4116
15.02.14 21:30

33574 Postings, 3396 Tage LibudaFinanzterrroristen stoppen ist das Gebot der Stund

 
  
    #4117
24.02.14 22:23

33574 Postings, 3396 Tage LibudaEine hervorragende Entscheidung

 
  
    #4118
26.02.14 16:12
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...niert/9540540.html

Denn Deutschlands mit Abstand beste Bankenexpertin wird den Null-Bock-auf-Eigenkapital-Finanzterrroristen um Nain, Fitschen und anderen Chaoten, die das Risiko auf Lieschen Müller, Dich und mich abwälzen wollen, auf ihre schmutzigen Drecksfinger hauen.  

33574 Postings, 3396 Tage LibudaIch war weniger überrascht

 
  
    #4119
27.02.14 00:03

33574 Postings, 3396 Tage LibudaWo wir von den Amis lernen können

 
  
    #4120
09.03.14 11:20
"DIE EWIGE MONDFAHRT

Einmal hatte Astro Teller ein Frage: Er wollte wissen, was seines Labors Google X ist. "Sind wir ein Forschungszentrum?"

Nein, das klingt langweilig, sagte Larry Page.

"Sind wir ein Inkubator für neue Unternehmen?"

Nein, sagte Page.

"Planen wir Mondflüge?"

Ja, sagte Page.

Teller, der diese Episode dem US-Magazin "Bloomberg Businessweek" schilderte, ist der Enkel des Physikers Edward Teller, der einst die Wasserstoffbombe mitentwickelte. Viellleicht erstaunt uns Google immer wieder, weil solche Sanktnimmerleinstag-Labore in viele Konzernpläne nicht mehr passen. Diese Pläne heißen zwar gern mal "Future2020", aber oft verbirgt sich dahinter ein Sparprogramm."  

33574 Postings, 3396 Tage LibudaFreiheit für Bankräuber dürfte morgen

 
  
    #4121
10.03.14 10:39
die Fortsetzung der Serie mit Carsten Marschmeyer auf der letzten Handelsblatt-Seite lauten, die heute mit entsprchenden Forderungen für Steuersünder startete. Und zwar folgt morgen nicht der Titel "Freiheit für Finanzterroristen", weil die im Gegensatz zu den von Summen her um einiger Zehnerpotenzen harmloseren Bankräubern eh noch alle frei herumlaufen und frei herumlaufen werden.    

33574 Postings, 3396 Tage LibudaLiest Gottfried bei Libuda mit oder umgekehrt?

 
  
    #4122
18.03.14 23:25

33574 Postings, 3396 Tage LibudaVon einer Blase zu reden grenzt an Dummheit

 
  
    #4123
18.03.14 23:29
"Trotzdem wuchsen zuletzt die Zweifel. Einige Unternehmen haben mit ihren Zahlen enttäuscht.

Die Gewinnschätzungen werden sicher noch etwas gedämpft. Zum Jahresanfang sind die Analysten fast schon traditionell etwas zu optimistisch und korrigieren ihre Prognosen dann im Jahresverlauf nach unten. Aber selbst wenn wir nur noch von zehn Prozent Gewinnwachstums ausgehen, steht der Dax mit seinem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 bis 14 gut da. Zum Vergleich: Der historische Durchschnitt liegt bei einem KGV von 16. Davon sind wir noch ziemlich weit entfernt. Und von einer Blase zu reden, grenzt an Dummheit. Im Jahr 2003 hatten wir eine Blase bei einem KGV von 33. Natürlich ist der Dax heute nicht mehr billig, aber er ist auch noch nicht zu teuer. "  

33574 Postings, 3396 Tage LibudaDas führt längerfistig zu einer

 
  
    #4124
19.03.14 12:00
Euro-Abwertung, umsomehr als der Euro über seiner Kaufkraftparität, die zwischen 1,20 und 1,25 liegen dürfte, notiert:

http://finance.yahoo.com/news/...yes-u-production-hike-100443896.html  

33574 Postings, 3396 Tage LibudaDie Märkte fangen sich, weil die

 
  
    #4125
24.03.14 21:16
Kriegshetzer selbst in den USA an Einfluss verlieren, denn das in der Ukraine Russen leben war vielen Amis bei den dort vorhandenen Standard-Erdkunde-Kenntnissen bisher noch nicht klar - aber langsam dämmert es auch ihnen.

http://www.ariva.de/forum/...Verbloedungen-496771?page=3#jump17684810  

33574 Postings, 3396 Tage Libudacrowdsourced-stock-opinions-beat-analyst

 
  
    #4126
30.03.14 12:11

33574 Postings, 3396 Tage Libudatechnologieaktien-vom-fallenden-messer-profitieren

 
  
    #4127
08.04.14 13:38

33574 Postings, 3396 Tage Libudanasdaq-falls-buying-opportunity-arises

 
  
    #4128
15.04.14 19:10

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