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Nach der Kaufpanik ist vor der Kaufpanik

Seite 1 von 170
neuester Beitrag: 09.02.16 17:37
eröffnet am: 18.05.09 14:06 von: Libuda Anzahl Beiträge: 4242
neuester Beitrag: 09.02.16 17:37 von: Libuda Leser gesamt: 199174
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bewertet mit 37 Sternen

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38673 Postings, 4065 Tage LibudaNach der Kaufpanik ist vor der Kaufpanik

 
  
    #1
37
18.05.09 14:06
Guter Artikel:

"Der flotte Spruch beschreibt recht treffend das Geschehen an den Finanzmärkten in den letzten Wochen. Der Markt will einfach nicht ?richtig? korrigieren. Bis auf ein, zwei schwache Tage und schon geht es munter weiter. Hinter den Kulissen der Indizes findet sehr wohl eine Konsolidierung statt. In einer wahnsinnig schnellen Branchenrotation gibt es auf der einen Seite Ausbrüche, während andere Branchen solide korrigieren. In der Summe der Indizes geht diese differenzierte Entwicklung leider unter.



Der Markt tut wieder einmal nicht das, was die meisten von ihm erwarten. Und was erwarten ?die meisten?? Neben den bekannten Indikatoren bieten Schlagzeilen einen Hinweis. Dazu zitierte ich in der letzten Ausgabe der Investment Ideen willkürlich einige Schlagzeilen (Auszug):

Die ?Vermögensprofis trauen der Aktien-Rallye nicht? titelt Welt Online in ihrer Ausgabe vom 8. Mai 2009. ??erfahrene Vermögensverwalter sind skeptisch: Die Rallye könnte schon bald ein jähes Ende haben? fährt der Verfasser fort.

Auch das Handelsblatt fragt sich in der Onlineausgabe vom 9. Mai: ?Dax-Ausblick: Rally ? wie lange noch?? Darin heißt es weiter ??Marktbeobachter bleiben vorsichtig und warnen vor Rückschlägen. Denn eine solche Entwicklung gab es schon einmal.?

Bei Spiegel Online warnen Experten gleich vor dem nächsten Crash: ?Jetzt drängen Großinvestoren mit Macht zurück in den Markt, aus Angst, den Boom zu verpassen. Experten halten die Hausse allerdings für einen Zwischenspurt - und warnen vor dem nächsten Crash.? (Quelle: Spiegel Online vom 9. Mai 2009).

Wohin man auch schaut, der Pessimismus hat Hochkonjunktur. Stimmungsindikatoren bestätigen das negative Sentiment. Positive Nachrichten und Anzeichen einer Stabilisierung der Weltwirtschaft finden kaum Gehör. Bei so viel Pessimismus ist es kein Wunder, das die Börsen bisher nicht "richtig" korrigieren wollen. Man muss kein Hellseher sein, dass die gleichen Schwarzseher ihre ?Prophezeiungen? unter dem Druck des Marktes um 180 Grad drehen oder anpassen werden, wenn die Börsen weiter steigen.

Bekanntlich haben jene Experten immer Recht, zumindest im Nachhinein. Schade nur, dass selbst einige der klügsten Wirtschaftwissenschaftler das Debakel der Finanzkrise nicht in vollem Umfang haben kommen sehen oder zumindest davor gewarnt haben. Meine Hochachtung gilt denjenigen Konjunkturforschern, die öffentlich zugeben, dass Sie davon überrascht wurden. Die Wirklichkeit ist zu komplex, um sich mit idealisierten Modellen 100prozentig einfangen zu lassen. Die Geschichte der Finanzmärkte ist voll von Beispielen, wo Elfenbeintürme einstürzten. Etwas mehr Bescheidenheit bei unseren Prognosefähigkeiten stünde uns allen gut. Die aktuelle Krise dürfte wie so viele vorher bald in Vergessenheit geraten und die Gläubigkeit an unfehlbare Modelle zur Risikosteuerung sowie die Beherrschbarkeit des Marktes wieder die Oberhand gewinnen ? bis zum nächsten Debakel.

Warum richtet man sein Handeln nicht an dem tatsächlichen Verhalten des Marktes aus, zumindest wenn man als Händler Geld verdienen möchte? Vielleicht weil der Mensch es nicht wahrhaben will, mit der Unsicherheit zu leben? Nur so lässt sich die Prognosesucht und Gottgläubigkeit an selbsternannte Gurus erklären. Neurologen begründen solche Verhaltensweisen mit Dopamin und anderen Wirkstoffen in unserem Körper. Eine weitere Erklärung könnten die in unserer 10.000jährigen Geschichte antrainierten menschlichen Verhaltensweisen sein, die zwar einem Neandertaler im Überlebenskampf halfen, aber in der Börsenwelt des 21. Jahrhundert zu kostspieligen Fehlentscheidungen führen. Keine Frage, Prognosen sind durchaus hilfreich, um bestimmte Chance- / Risikoverhältnisse einschätzen zu können, aber man sollte realistisch bleiben: Es bleibt eine Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten. Keiner kennt die Zukunft. "  
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4216 Postings ausgeblendet.

38673 Postings, 4065 Tage LibudaDas sehe ich auch so

 
  
    #4218
04.01.16 22:45

38673 Postings, 4065 Tage LibudaDiese 2 "Elefanten" sehen steigende Kurse in 16

 
  
    #4219
05.01.16 10:17

38673 Postings, 4065 Tage LibudaDon't worry, stocks may rise 10% this year: Siegel

 
  
    #4220
05.01.16 13:14

38673 Postings, 4065 Tage LibudaFundamental: Alles klar auf der Andrea Doria

 
  
    #4221
07.01.16 23:36

38673 Postings, 4065 Tage LibudaGoldmänner zum Dollar

 
  
    #4222
11.01.16 09:42

38673 Postings, 4065 Tage LibudaKaufkraft nachwievor okay

 
  
    #4223
12.01.16 18:25

38673 Postings, 4065 Tage LibudaChina not affecting fundamentals of U.S. economy

 
  
    #4224
12.01.16 23:00

38673 Postings, 4065 Tage LibudaGute Fragen von Thomas Grüner

 
  
    #4225
14.01.16 12:05
Fragen für 2016

Ist die chinesische Festlandbörse der Indikator für die Entwicklung der globalen Wirtschaft? Warum soll die gezielte Abwertung des Yuan um 0,5 Prozent bemerkenswert sein ? der zum US-Dollar frei gehandelte Euro hat in den letzten beiden Jahren bis zu 30 Prozent abgewertet! Sind die Aussichten für den Rohstoffsektor wirklich so düster - oder hat der in die Zukunft blickende Markt schon einen Großteil der Misere eingepreist? Der Rohstoffsektor hat in den vergangenen Jahren einen knallharten Bärenmarkt erlebt! Ist der Vergleich von 2008 und 2016 legitim ? oder ist die Parallele zum Bullenmarkt der Neunziger Jahre weiterhin zu bevorzugen?  

38673 Postings, 4065 Tage Libuda11% Upside in S&P 500 After an `Emotional' Selloff

 
  
    #4226
14.01.16 14:19

Goldman Sees
Goldman Sees 11% Upside in S&P 500 After an `Emotional' Selloff


Bloomberg
By Elliott Gotkine, Roxana Zega

The plunge in U.S. stock markets are an ?emotional response? obscuring expansion in both the American economy and corporate profits, said Abby Joseph Cohen, president of Goldman Sachs Group Inc.?s Global Markets Institute.

The fair value for Standard & Poor?s 500 Index is 2,100, Cohen said. The benchmark last closed above that level on December 1 and has fallen 10 percent since, after turbulence in China?s stocks and currency spurred a global market rout.

More from Bloomberg.com: U.S. Stocks Tumble as Risk Flight Intensifies, Brent Oil Sinks

?What is happening is really very much an emotional response,? Cohen told Elliot Gotkine on Bloomberg Television. ?We need to put things into perspective. Stocks are probably the best place to be.?




The S&P 500?s worst-ever start to a year sent the index down 7.5 percent in 2016, near lows seen during a rout over the summer. An index tracking volatility is on track for its biggest monthly gain since August.

More from Bloomberg.com: A Fallen Russia Oligarch Sends Warning to Rest of Putin Insiders

With data showing the U.S. economy expanded across most of the country in the past six weeks, Cohen said she prefers stocks to bonds, echoing Goldman colleague Christian Mueller-Glissmann?s comments that investors should turn back to equities once they fall even more.

?The underlying performance of the U.S. economy is actually quite good ? Cohen said. ?We see economic growth, we see the economy continuing to expand. We also see corporate profit continuing to grow.?

More from Bloomberg.com: Trump New Favorite to Take Republican Nomination, Betfair Says

In December, the Federal Reserve raised interest rates for the first time since 2006 as unemployment fell to 5 percent, half of its recession-era high of 10 percent in 2009.

?I don?t think this is a Fed that is anxious to apply the brakes too quickly,? she said. ?We don?t see a recession coming.?
 

38673 Postings, 4065 Tage LibudaOrientierung für Verwirrte

 
  
    #4228
20.01.16 13:22
Ob das Kurnniveau angemessen ist oder nicht, hängt entscheidend vom realen Kapitalmarktzins (nominaler Kapitalmarktins minus Inflationsrate) ab, der sich aufgrund von Kaüitlnachfrage und -angebot ohne Eingriffe der Notenbanken ergeben würde. Dass dieser reale Kapitalmarktzins auch ohne die Notenbankeingriffe heute wohl wesentlich niedriger wäre als in den letzten Jahrzehnten steht wohl außer Frage. Und damit sind auch höhere KGV's gerechtfertigt als zu Zeiten mit hohen realen Kapitalmarktzinsen: Werte zwiscehn 20 und 30 passen durchaus in solche Kapitalmarktlandschaften - so wie wirs sie in den 50er Jahren hatten, wo sich die KGV's auf dem von mir beschriebenen Niveai bewegten.  

38673 Postings, 4065 Tage LibudaBuy low, sell high

 
  
    #4229
1
21.01.16 00:52
Grüner Fisher: "2016: Krisen-Kurse sind Kauf-Kurse!"

17:00 20.01.16



Richtig mit Volatilität umgehen

Volatilität ist der Grund, warum viele Anleger den Aktienmarkt aus Prinzip meiden. Dabei ist eine erhöhte Schwankungsbreite unweigerlich mit der Aktienanlage verbunden - und liefert gemäß dem natürlichen Marktmechanismus die Grundlagen für einen langfristig überlegenen Wertzuwachs. Gerade in kritischen Phasen neigen Anleger allerdings zu einer sehr einseitigen Interpretation der natürlichen Schwankungsbreite. Gerne wird Volatilität mit ?Abwärtsrisiko? gleichgesetzt und als schädlicher Faktor für die langfristige Rendite identifiziert. Historische Daten widerlegen diese Sichtweise.

Eine theoretische Möglichkeit, dieser Schwankungsbreite zu begegnen - sie sogar auszunutzen - legt die Börsenweisheit ?Buy low, sell high? nahe. Kaufe billig, verkaufe teuer. Ein simples und ebenso logisches Prinzip, welches im Vergleich zur reinen Marktrendite sogar noch zusätzliche Chancen eröffnet. Aber schafft man das?

Den Spieß umdrehen

Das Grundproblem: Volatilität ruft bei den Anlegern emotionale Reaktionen hervor. Um das Prinzip ?Buy low, sell high? in der Realität anzuwenden, müssen diese Emotionen ausgeblendet werden. Denn Anleger fühlen sich in Abwärtsphasen in der Regel nicht dazu aufgefordert, ihre Aktieninvestments auszuweiten. Genau das legt die Theorie allerdings nahe: Kaufe billig! Viel eher ruft nach unten gerichtete Volatilität Angst und Skepsis hervor. Die langfristige Strategie wird in Frage gestellt, der Wunsch nach ?sicheren? Alternativanlagen entsteht. Zahlreiche Anleger neigen deshalb in unruhigen Phasen dazu, sich von ihren Aktieninvestments zu trennen. Das Resultat: Sell low!

In der Praxis werden Anleger eher in optimistischen Phasen zum Kauf animiert. Steigende Kurse rufen das nötige ?Sicherheitsgefühl? hervor, welches zu einer erhöhten Risikobereitschaft führen kann. Im laufenden Bullenmarkt waren diese Situationen bislang sehr spärlich gesät. Die Aufwärtsbewegung der letzten sieben Jahre wurde von einer gewissen Grundskepsis begleitet. In der Rückbetrachtung lässt sich jedenfalls feststellen, dass die Kauflaune der Anleger vor allem in signifikanten Zwischenhochs gesteigert wurde. Das Resultat: Buy high! Die in der Theorie simple Börsenweisheit kehrt sich in der Realität oftmals ins genaue Gegenteil.

Die Flut hebt nicht alle Boote

Insgesamt werden somit nicht nur die ?zusätzlichen Chancen? wahrgenommen, auch die Marktrendite selbst gerät durch emotionsgesteuerten Aktionismus in Gefahr. Das Marktforschungsinstitut DALBAR vergleicht in seiner jährlichen Studie ?Quantitative Analyse des Anlegerverhaltens? die Renditen der Aktien- und Anleihemärkte mit den Renditen, die Anleger durchschnittlich mit Investmentfonds in den letzten 20 Jahren erreicht haben. Die Studie 2015 zeigt, dass der typische Anleger seine Investmentfonds im Durchschnitt nur vier Jahre hält. Gerade im Bereich der Aktienanlage ein zu kurzer Zeitraum, um von der langfristigen Renditeüberlegenheit zu profitieren. Zwangsläufig erreichen Aktieninvestoren gemäß der Studie nur eine jährliche Durchschnittsrendite von 5,2 %, während breit angelegte Aktienindizes einen Durchschnittswert von neun bis zehn Prozent pro Jahr erreichen. Renditenachteile durch psychologische Faktoren und fehlgeschlagene Timing-Versuche ? die mangelhafte Durchführung des Prinzips ?Buy low, sell high? zählt zweifelsohne dazu.

Fazit

?Buy low, sell high? ist ein theoretisches Erfolgsrezept, das in der Realität wenig Anwendung findet. Immer wieder macht der Markt zahlreichen Anlegern einen Strich durch die Rechnung und ruft emotionale Handlungen hervor. Der schwache Januar 2016 ist nicht die erste und nicht die letzte Episode dieser Art.

Unsere Kapitalmarktprognose für 2016 ist ab jetzt erhältlich. Sie können sich diese Prognose kostenlos unter anfordern.

 

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Verantwortlich für den Inhalt ist allein der jeweilige Autor.
 

38673 Postings, 4065 Tage Libudagoldman-coo-oil-drop-confusing

 
  
    #4230
21.01.16 23:05

38673 Postings, 4065 Tage LibudaZustimmung in Sachen Indikator

 
  
    #4231
23.01.16 23:08
http://www.onvista.de/news/...ngst-vor-fallenden-oelpreisen!-23392299

Was Risse aber übersieht: Abrupte Veränderungen führen zu Unsicherheit - und Unsicherheit ist immer schlecht für die wirtschaftliche Entwicklung.  

38673 Postings, 4065 Tage Libudaabby-joseph-cohen-goldman-2016-outlook

 
  
    #4232
27.01.16 21:37

38673 Postings, 4065 Tage Libudazu 4232

 
  
    #4233
27.01.16 21:40
we think the U S stock market will have an ok year ... we assume for example that there won't be much in the way if PE multiple expansion ... I think that the earnings growth but in the high single digits and that's where did see a rate of increase we would expect ... in share prices but let's keep in mind ... that those averages ... really mask what happens there's a wide divergence underneath that ... so I assume that wide divergence is what gives investors opportunity I know you can discuss specific stocks you want to read a story for that ... but talk about sectors may be where you see opportunity ... for certain sectors that we think will remain under pressure ... in some cases because of their exposure to the global economy ... we think that there were other areas ... including technology what parts of health care ... ahh and selected companies and a whole host of industries ... that we think will do well keep in mind if you're structural changes under way ... those companies that are taking advantage of the digital revolution ... by and large doing quite well on this regardless of what the industry there in ... the health care had ... wonderful years and then twenty fifteen was a little tough but there's clearly ... a demographic advantage to health care ... aam ... there are more older people who need more health care ... at the moment we have a country as rich enough to pay for it so it seems to me ... that can be a place for prospecting keep in mind there are also enormous technological advantages ... of developments going on in health care ... but it's not just on the pharmaceutical and but also in terms of equipment procedures and so on ... United States has really been
 

38673 Postings, 4065 Tage Libudapanicky-stock-sellers-sorry

 
  
    #4234
28.01.16 22:23

38673 Postings, 4065 Tage LibudaDas sehe ich ähnlich

 
  
    #4235
29.01.16 19:03

38673 Postings, 4065 Tage LibudaGut analysiert von William Blair

 
  
    #4236
30.01.16 22:58
?While China is navigating a growth transition in its economy, we do not believe that there is material downside risk to demand.?

Auch mir ist nicht klar, warum die Märkte die lange von China eingeforderte Umorientierung von exportgetriebenen Wachstum zu vom Binnenkonsum getragenem sehr viel nachhaltigerem Wachstum negativ interpretieren - nur weil es deshalb vielleicht einen Prozentpunktniedriger ausfällt.  

38673 Postings, 4065 Tage LibudaDieser Autor sieht den Ölpreisabsturz sehr positiv

 
  
    #4237
01.02.16 16:20

38673 Postings, 4065 Tage LibudaAngesichts der Unstände ganz ordentliche Were

 
  
    #4238
02.02.16 23:30

38673 Postings, 4065 Tage LibudaBlasengerede kritisch hinterfragen

 
  
    #4239
1
03.02.16 08:59
Ob das Kursniveau angemessen ist oder nicht, hängt entscheidend vom realen Kapitalmarktzins (nominaler Kapitalmarktzins minus Inflationsrate) ab, der sich aufgrund von Kapitalnachfrage und -angebot ohne Eingriffe der Notenbanken ergeben würde. Dass dieser reale Kapitalmarktzins auch ohne die Notenbankeingriffe heute wohl wesentlich niedriger wäre als in den letzten Jahrzehnten, steht wohl außer Frage. Und damit sind auch höhere KGV's gerechtfertigt als zu Zeiten mit hohen realen Kapitalmarktzinsen: Werte zwischen 20 und 30 passen durchaus in solche Kapitalmarktlandschaften, wie wir sie heute haben - so wie wir sie in den 50er Jahren hatten, wo sich die KGV's auf dem von mir beschriebenen Niveau bewegten.

Und um die Zusammenhänge noch weiter zu verdeutlichen: Wären die Kapitalmarktzinsen ausschließlich deshalb so stark gefallen, weil die Inflationsrate so stark gefallen ist, müsste man höhere KGV?s als bisher für nicht angemessen betrachten, weil auch die Umsätze und Gewinne durch die jetzt fehlende oder geringere Inflationskomponente schwächer steigen. Da aber die Kapitalmarktzinsen noch stärker gefallen sind, als dies durch die geringere Inflationsrate gerechtfertigt wäre, was vermutlich auf stärkeres Kapitalangebot und/oder geringere Kapitalnachfrage zurückzuführen ist, werden Ertragsquellen (z.B. Häuser und Aktien), die ihr Ertragsniveau halten, wertvoller. Somit ist das Blasengeschwätz eben zu großen Teilen nur Geschwätz. Nur wenn im Überschwang Vermögenssteigerungen über diese durch niedrigere reale Kapitalmarktzinsen gerechtfertigte Steigerungen hinausgehen, wie z.B. in der Internetblase der Jahrtausendwende oder den Grundstückspekulationen vor 30 Jahren in Japan, liegen Vermögensblasen vor.  

38673 Postings, 4065 Tage LibudaJens Ehrhardt optimistisch

 
  
    #4240
05.02.16 19:10
Der Geldverwalter ist für 2016 optimistisch: Gold hält er für eine interessante Anlage, Chinas Wirtschaft für gesund und einen Dax-Anstieg auf 12.000 Punkte für möglich. Auf welche Aktien er setzt und was ihm Sorge bereitet.  

38673 Postings, 4065 Tage LibudaGute Fragen von Thomas Grüner

 
  
    #4241
07.02.16 21:13

Fragen für 2016

Ist die chinesische Festlandbörse der Indikator für die Entwicklung der globalen Wirtschaft? Warum soll die gezielte Abwertung des Yuan um 0,5 Prozent bemerkenswert sein ? der zum US-Dollar frei gehandelte Euro hat in den letzten beiden Jahren bis zu 30 Prozent abgewertet! Sind die Aussichten für den Rohstoffsektor wirklich so düster - oder hat der in die Zukunft blickende Markt schon einen Großteil der Misere eingepreist? Der Rohstoffsektor hat in den vergangenen Jahren einen knallharten Bärenmarkt erlebt! Ist der Vergleich von 2008 und 2016 legitim ? oder ist die Parallele zum Bullenmarkt der Neunziger Jahre weiterhin zu bevorzugen?    

38673 Postings, 4065 Tage Libuda5-reasons-to-love-the-stock-market-selloff

 
  
    #4242
09.02.16 17:37

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