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Die Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

Seite 1 von 60
neuester Beitrag: 24.04.18 09:56
eröffnet am: 01.05.16 00:56 von: lumpensamm. Anzahl Beiträge: 1482
neuester Beitrag: 24.04.18 09:56 von: lumpensamm. Leser gesamt: 168718
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bewertet mit 21 Sternen

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9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerDie Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

 
  
    #1
21
01.05.16 00:56
Ich habe lange damit gerungen, dem Thema ein weiteres Forum zu geben. Einmal, weil ein Skeptiker oder Kritiker der ganzen Klimahysterie für gewöhnlich als Verschwörungstheoretiker abgestempelt oder gleich in eine rechte, wenn nicht noch dubiosere Ecke gestellt wird. Aber auch, weil das Thema in allen Foren und Facetten schon ausführlich diskutiert wird und ein Zugewinn an Erkenntnissen fast nicht mehr möglich ist.

Was mich letztendlich doch dazu bewegt hat, ist erstens die steigende Unverfrorenheit der AGW (Anthropogenous Global Warming) Protagonisten in dieser Debatte gerade in den letzten Jahren. Und es ist die kritiklose Akzeptanz der kontraproduktiven Maßnahmen, die auf Basis dieser Propaganda getroffen werden. Wie Lämmer werden wir hier zur Schlachtbank geführt und keiner murrt, weil keiner merkt, was wirklich geschieht: Der größte antidemokratische und antikapitalistische Coup seit der Nachkriegsordnung.

Für die Mehrheit dürfte das schwer vorstellbar sein, zumal alle Medien und alle politischen Parteien, und das sogar fast weltweit unisono meinen, dass die CO2 Emissionen unser Klima in einer für uns gefährlichen Art und Weise beeinflussen. Garniert wird diese Einstimmigkeit von einem breiten wissenschaftlichen Konsens (97% der Klimawissenschaftler bestätigen das).

Deshalb kann nur ein Narr sein, der hier dagegen hält. Nun ja, ich bin so ein Narr. Ich kann mittlerweile sogar verstehen, wie man mit dieser spin story so weit kommen kann. Wenn in unseren Schulen offiziell der Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit", der mehr Lügen als Wahrheiten enthält (das IPCC selbst hat mit der bestätigten Unnachweisbarkeit der Zunahme von Extremwetterereignissen die meisten Hauptthesen des Films widerlegt), gezeigt werden darf, dann wird man quasi immunisiert gegen die AGW-Kritik. Wenn fast alle globalen Temperaturrohdaten geheim in den Händen der AGW Protagonisten (Nasa GISS - Hanssen bzw. Hadcrut - Phil Jones) sind, denen aber von den Medien uneingeschränktes Vertrauen entgegengebracht wird, obwohl die daraus errechneten historischen Temperaturen sich mit schöner Regelmäßigkeit und haarsträubenden Begründungen auf wundersame Weise nachträglich hin zu mehr Erwärmung ändern, dann ist es auch kein Wunder, dass wir glauben, die Erde könnte durch unser CO2 verglühen, wo doch schon vor Jahrmillionen das Zigfache an CO2 Konzentrationen herrschten, ohne dass genau das geschah, was wir jetzt erwarten. Also Hut ab! Es hat geklappt. Alle sind eingelullt und es wird bereits kräftig an der politischen Umsetzung gearbeitet.

Die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen sind eigentlich leicht absehbar. Aber es stört offensichtlich niemanden, dass Kritiker der AGW Thesen mittlerweile nicht mehr nur beruflich sondern auch rechtlich belangt werden (Roger Pielke Jr. https://theclimatefix.wordpress.com/ oder Lennart Benngston http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/...-gwpf-aus-a-969382.html). Es stört auch niemanden, dass wir eine Energiepolitik aufsetzen, die uns erstens abhängig vom Ausland macht, mit der wir zweitens den zukünftigen Bedarf gar nicht mehr decken können und die drittens die Energiepreise steigen lassen wird, so dass große Teile der Bevölkerung deutliche Einschränkungen werden hinnehmen müssen. Und zu allerletzt stört es jemanden, dass selbst, wenn alles so wäre wie behauptet, gar keine Lösung zu dem Problem existiert. Denn wir erzeugen derzeit (und das schon trotz aller jüngsten Maßnahmen seit 20 Jahren konstant!) 13% der globalen Energie nicht fossil. Bis zum Jahr 2050 müsste dieser Wert bis auf 80% steigen, wenn wir die befürchtete Klimakatastrophe vermeiden wollten. Der Glaube macht sicher selig. Das Beste daran ist jedoch, dass auch den AGWlern dieses Dilemma bewusst ist und im Kleingedruckten ganz unverblümt von der notwendigen Transformation der Gesellschaft und Wirtschaft gesprochen wird. Also zurück in die Steinzeit!

SChließlich und gleichzeitig als Einstieg in den Zweifel will ich nur mal die globalen CO2 Emissionen direkt den vom IPCC (Basis = Hadcrut bzw. GISS) veröffentlichten globalen Temperaturen gegenüberstellen. Die einzelnen Phasen, in denen CO2 und Temperatur gleich- bzw. gegenläufig waren, habe ich farblich gekennzeichnet.

More to follow.
 
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co2_emissions_(2).jpg
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1456 Postings ausgeblendet.

35000 Postings, 5332 Tage TaliskerSupi Stil

 
  
    #1458
14.04.18 09:17
Runterreden. Kalter Kaffee. Propaganda.
Und dann noch ad hominem. Ich denke also nicht nach. (den Nonsens mit Bibel und Lehrplan hab ich letztlich nicht verstanden, da zu absurd)
Hey, so lässt sich angemessen diskutieren.

Ich hab nochmal nachgedacht, finde aber immer noch nicht den Fall, als ein zuständiger EU-Kommissar wortgleich ein Papier der Autolobby in seinen Gesetzesentwurf übernommen hat.
Aber das hier hab ich dabei noch gefunden:
http://www.zeit.de/mobilitaet/2013-10/...energielabel/komplettansicht
Is bestimmt kalter Kaffee...  
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Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerWir werden nie zusammen kommen

 
  
    #1459
3
14.04.18 13:09
zumindest von der Argumentationsweise. Ich stelle hier die offizielle Sichtweise in Frage, dekonstruiere ihr Fundament (Logik, Empirie) und stelle Links zu den Fakten dazu. Daraus schließe ich, dass die Berichterstattung, die die offizielle Sichtweise sogar noch mit falschen Behauptungen übertreibt nichts als Propaganda ist. Um diese Kette zu durchbrechen und mir irgendwas zu unterstellen, müsstest du an die Basis, also meine Logik und Fakten, ran.

Da winkst du aber regelmäßig ab und postest stattdessen genau das, was ich als Propaganda dekonstruiert habe, mit dem Brustton der Überzeugung eines Pfarrers. Deine Argumentation ist dabei ausschließlich identitär. Der anerkannte Journalist x muss recht haben. Denn das Gegenteil glaubt schließlich auch der Rechtspopist y. QED

Tut mir leid, aber was soll ich zu so einer Vorgehensweise anderes sagen. Der Rest der Argumente steht hier im Thread.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24483 Postings, 6197 Tage Tony FordDie Welt wird besser - es will nur kaum jemand gla

 
  
    #1460
18.04.18 10:17
Zukunft: Globale Entwicklung - Schluss mit der miesen Laune - SPIEGEL ONLINE
Alles wird schlimmer, mit dieser These stößt man meist auf Zustimmung, bei Rechten wie Linken. Wer das Gegenteil behauptet, gilt als Schönfärber. Warum nur?
 

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerYepp Tony, so ist es

 
  
    #1461
18.04.18 20:11
Stimme dem Artikel in allem zu. Nur müsste sich der Autor auch mal an die eigene Nase packen. Der ist nämlich der schlimmste Katastrophenprediger beim Spiegel, wenn es um Klimawandel geht.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24483 Postings, 6197 Tage Tony Ford#1461 ...

 
  
    #1462
19.04.18 08:25
Ich denke der Mensch braucht einen gesunden Alarmismus um aus seiner Komfortposition herauszukommen und sich für Veränderungen einzusetzen, die am Ende erst zu diversen Verbesserungen führen.

z.B. denke ich nicht, dass es ohne den Ausbau erneuerbarer Energien einen solch bunten Energiemix und Konkurrenzsituation im Energiesektor gäbe. Meiner Meinung nach hätten wir ohne EE eine Dominanz weniger Konzerne die schlussendlich genauso Jahr für Jahr die Preise und damit Gewinne erhöhen würden, was man u.a. in der zurückliegenden Vergangenheit bereits mehrfach tat.

Z.B. Einsparung von CO2. Zwar denke auch ich nicht, dass die Welt daran kaputt gehen wird, doch die Einsparungen sorgen indirekt zu einer Effizienzsteigerung von Verkehrsmitteln sowie Anlagen und Maschinen in der Industrie. Gerade in der Industrie gibt es noch enormes Einsparpotenzial.

Ein schönes Beispiel aus eigener Erfahrung ist z.B. die Reduzierung der zulässigen Leistung für Haushaltsstaubsauger innerhalb der EU auf 900W. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass das völlig übertrieben ist.
Doch ich selbst habe zwei verschiedene Staubsauger, einen Siemens max. 1400W und einen Staubsauger Vorwerk mit weniger als 900W im Maximum.
Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig, der Siemens bringt auf höchster Stufe in etwa so viel effektiver Saugleistung wie der Vorwerk auf kleiner bis mittlerer Stufe.
D.h. du erzielst mit 400W die gleiche Leistung wie mit 1400W.

Ohne den Klimawandel würde man die Vorgaben nicht treffen und demnach würden weiterhin ineffiziente Staubsauger verkauft und keine Verbesserung stattfinden.  

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerTony, das mit dem Einsparpotenzial

 
  
    #1463
2
19.04.18 15:07
in der Industrie wird heillos überbewertet. Halten die, die das behaupten, die Leute in der Industrie für total bescheuert? Da wird um hundertstel Cent Beträge bei der Verpackung gefeilscht. Glaubst du wirklich, dass da nicht auch der Energieverbrauch, der ja nicht unwesentlich zu den variablen Kosten des Maschinenstudensatzes beiträgt, aufm Radar der Prozessingenieure und Werkscontroller ist?
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerDas mit dem Staubsauger ist

 
  
    #1464
2
19.04.18 15:20
Ebenso ein gutes Beispiel. Wir haben auch den Vorwerk. Ist super, aber kostet mit allem Pipapo fast 2.000 Euro. Ein simpler Siemens vielleicht 150. Differenz 1000 Euro minimum, macht 3500 kWh. Bei 0,7 kW Einsparung musst du 5000 h saugen, dass der Differenzpreis rumkommt. Dürfte schwerwerden, die Differenz innerhalb der Lebensdauer wieder reinzusaugen.

Aber ehrlich gesagt haben wir den gekauft, weil er gleichzeitig saugt und putzt, was dann aber wieder mehr Energie verbraucht.  
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4120 Postings, 1957 Tage MotzerGreenpeace

 
  
    #1465
2
19.04.18 15:51
Ich habe bei Greenpeace ein ungutes Gefühl: In fast jedem Artikel geht es um Klimawandel. Sie suggerieren, dass Klimaschutz dasselbe ist wie Umweltschutz. Das ist aber definitiv falsch. Warmzeiten waren in der Erdgeschichte besonders gut für die Artenvielfalt. Umgekehrt sind in Kaltzeiten viele Arten ausgestorben. Wir kennen das von der letzten großen Eiszeit.

Im Grunde könnte man sagen: "was kann es schaden, gegen die Klimaerwärmung zu kämpfen, selbst wenn es nichts bringt?" Der Schaden besteht darin, dass Geld und Mühe in eine Sache investiert wird, von der Fauna und Flora nichts haben. Das Geld wird vom Umweltschutz abgezogen.

Das sieht man an den Grünen: Früher haben sie sich für Umweltschutz engagiert. Jetzt geht es fast ausschließlich um "Klimaschutz". Dabei wäre der Kampf gegen den Artenschwund, die Zubetonierung der Landschaft, Vermüllung der Meere viel wichtiger. Aber das interessiert niemanden.

Bedauerlich ist auch, dass Greenpeace kein Wort zum Thema Geo-Engineering sagt, obwohl weltweit daran geforscht wird und es seit vielen Jahren praktiziert wird unter dem Deckmantel der Forschung. Das liegt vermutlich daran, dass Greenpeace auch Spenden von großen Institutionen bekommt, die nicht wollen, dass dieses heiße Eisen angefasst wird. Zu viele Forschungsinstitute und auch Firmen profitieren vom GE. Einfach mal in Google nach Bill Gates und Geoengineering suchen.
 

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerMotzer, die Klimahysterie

 
  
    #1466
1
20.04.18 00:07
hat viele Ursachen. Die kleinste ist unser Anteil am Klimawandel. Für viele Protagonisten ist der Klimawandel einfach nur Legitimation für die eigene, regulierungswütige Politik oder antikapitalistische Agenda, die man aufs Trittbrett stellt. Für andere ist das Schüren der Angst davor einfach nur opportunistische Abzocke. Zu den antikapitalistischen Abzockern zählen z. B Greenpeace und Teile der Wissenschaft. Ganz wichtig ist auch die Funktion des Religionsersatzes in dieser von den Naturwissenschaften entzauberten Welt. Nicht zuletzt lenkt das Weltuntergangsgejammer vortrefflich von anderen unangenehmen Problemen ab, für die die Politik keine Lösung hat. Mit einem Wort, der Klimawandel ist die eierlegende Wollmilchsau mit den meisten Andockstellen unter den ganzen Umweltnarrativen. Nicht ganz ohne Ironie ist, dass diese Hexenjagd einen der Grundpfeiler biologischen Lebens und menschlichen Wohlstands aufs Korn nimmt, um sie angeblich zu bewahren.

Könnte aber gut sein, dass der erste Schwung von Politikern gerade wegen chronischer Mobilisierungsschwäche in der breiten Masse vom Klimatrittbrett springt und dem ?Putin, the new Adolf? Zug hinterherhechelt. Da spielt man temperaturmäßig in einer ganz anderen Liga.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerVergessen

 
  
    #1467
20.04.18 00:12
Du hast natürlich vollkommen recht. Mit Umweltschutz hat das nicht die Bohne zu tun.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerHier einer der Gatekeeper

 
  
    #1468
2
20.04.18 13:37

Ottmar Edenhofer, einer bei dem fast alle Merkmale eines Klimaaktivisten zusammenkommen. Ganz viel Glaube, ganz viel Sozialismus und natürlich die totale Kontrolle inkl. verordneter globaler Umwerziehung des Menschen.

Mit Umweltschutz hält der sich schon lange nicht mehr auf. Zitat: "Aber man muss klar sagen: Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. ... Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. ... in den Industrieländern wird uns klar, dass für ein Klimaschutzziel von zwei Grad weder rein technische Lösungen noch Lebensstilwandel ausreichen."

Der Mann ist aber nicht irgendein Hansdampf in einer miefigen NGO Bude. Hier ein paar seiner Funktionen (Quelle 1, Quelle 2):

Von 2008 bis 2015 war er einer der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe III des Weltklimarates des IPCC

Berater der Weltbank als Mitglied der "Green Growth Knowledge Platform"

Berater der OECD in der Kommission "Growth, Investment and the Low-Carbon Transition"

Stellvertretender Direktor sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Lehrstuhlinhaber für die Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin 

Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), einer gemeinsamen Gründung der Stiftung Mercator und des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)

Viel interessanter sind seine Verbindungen durch seine Funktionen. Z.B. als stellvertretender Direktor des PIK ist er quasi seit Jahrzehnten engster Kollege von Schellnhuber und Rahmstorf, den Klimaextremisten, die ebenso seit Jahrzehnten im wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung sitzen und die Edenhofer'sche Transformation an die Bundesregierung herantragen. Nicht umsonst schwafelt Mutti ständig von globaler Gerechtigkeit.

Über die Mercatorstiftung ist er bestens verlinkt mit den Fördermilliarden von den einschlägigen Foundations (Hewlitt (USA), Packard (USA), Soros Climate Policy Initiative (USA), Mercator (D), Oak (CH)) und deren Link zur grünen Politik und den NGOs in Deutschland, die ECF (die wiederum maßgeblich von den Hewlitt und Packard Foundations getragen wird. Das ist ein bestens organisiertes Netzwerk, das in allen nationalen und europäischen Ebenen an den richtigen Stellen andockt. Vor allem auf europäischer Ebene hat man es leicht, die eigene Politik durchzusetzen, da hier wenig mit demokratischen Störfeuern zu rechnen ist.

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

4120 Postings, 1957 Tage Motzer@Lumpensammler

 
  
    #1469
2
20.04.18 15:30
Ich finde es erstaunlich, dass sich diese Ideologie so hartnäckig hält. Wieviel Geld wird hier nutzlos zum Fenster hinaus geworfen? Und das in einer Welt, wo es überall an Geld fehlt für sinnvolle Investitionen.

Dass Soros diese Ideologie unterstützt, ist auch nicht gerade vertrauensfördernd.

Dr. Kirstein verwendet den Begriff "postnormale Wissenschaft" für die von der Ideologie getriebene Wissenschaft. Unbewiesene Behauptungen werden als Wahrheit verkauft.

Beispiel: "Der Meeresspiegel könnte in 100 Jahre um 2 Meter steigen". Man beachte den Konjunktiv. Langzeitprognosen sind ohnehin unsinnig.

Um die Behauptungen zu untermauern bedient man sich Computersimulationen, die angeblich die Zukunft "berechnen" können. Völliger Unsinn, denn es gibt hunderte Input-Parameter, die miteinander in Wechselwirkung stehen. Es gibt keine exakten Werte, die man einsetzen könnte. Minimale Änderungen führen zu völlig anderen Ergebnissen.

Das kennt man aus der Chaostheorie. Das Verhalten eines hoch komplexen Systems lässt sich nur in geringem Umfang vorhersagen, weil einfach zu viele Faktoren hineinspielen.

 

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerSo ist es, Motzer

 
  
    #1470
20.04.18 16:08
aber gerade weil es ein Multibillion Dollar Business ist und weil die Klimarettung (was für ein Wort!) heute zum guten politischen Ton gehört und weil es soviele Incentives für Trittbrettfahrer bietet und weil es für viele im Westen zum Religionsersatz geworden ist, ist es auch so hartnäckig in der Öffentlichkeit verankert.

Im täglichen Leben juckt es die Menschen auf der Straße bis auf eine überschaubare Anzahl von Aktivisten und Mitläufern eher weniger. Sie kaufen sich nach wie vor ihr SUV und lassen die Elektropämie links liegen.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24483 Postings, 6197 Tage Tony Ford#1464 ...

 
  
    #1471
20.04.18 20:18
da halte ich dagegen, denn der Preis wird vor allem durch Stückzahlen nach unten getrieben.
D.h. der Vorwerk Staubsauger würde dann statt der 2000 Euro eben nur noch 1000 Euro kosten.
Wenn man noch berücksichtigt, dass bei dem Vorwerk die Lebensdauer deutlich höher liegt und man die Dinger nicht selten der nächsten Generation weiter vererbt, dann relativiert sich der Preis.

Wenn man das Ding dann noch offen gestaltet, d.h. alle Entwicklung, Baupläne, Ersatzteile, Ersatzteiltausch, uvm. zur freien Verfügung stellen würde, würde der Preis langfristig vermutlich auf nahe der Material- und Herstellungskosten sinken.

Effektiv würde unterm Strich weniger Energie aufgewandt werden müssen um deutlich mehr Saugleistung erhalten zu können. Das ist für mich innovativ.

Zum Thema Energieeinsparungen, da kann ich aus eigener Erfahrung ( komme aus einem energieintensiven Bereich ) sprechen, dass das eben nicht so ist wie du beschreibst.
1. werden pauschale Energieverträge mit einem oberen Limit abgeschlossen und Energie nicht kWh für kWh bezahlt. Solch pauschale Verträge bieten relativ günstige Energiepreise und vor allem feste planbare Kosten und werden daher auch gern abgeschlossen.
Wenn nun ein Betrieb z.B. 5% Energie einspart, wirkt sich dies nicht positiv in der Kostenbilanz aus, zumindest nicht im laufenden Jahr.
Zwar können perspektifisch Folgeverträge mit niedrigeren Limits abgeschlossen werden, was schlussendlich auch passiert, hat jedoch nicht selten den Haken, dass der Energielieferant je kWh höhere Preise verlangt, u.a. um die Mindereinnahmen ein Stück weit kompensieren zu können.
D.h. ein Betrieb spart 5% Energie, effektiv bleibt am Ende aber nur die Hälfte davon übrig.
Erschwerend kommt noch hinzu, dass solch Einsparungen unter Umständen einmalig Kosten z.B. für eine Umrüstung verursachen.

Weiteres Beispiel sind z.B. Hüttenwerke welche nach wie vor mit veralteten Öfen arbeiten und eben nicht umrüsten um deutlich an Energie sparen zu können. Auch hier das gleiche Problem, dass die Umrüstungen erstmal hohe Kosten verursachen und der Strompreis mit deutlich sinkendem Verbrauch steigen wird, d.h. der Energielieferant einmal mehr höhere Preise ansetzen wird um die Mindereinnahmen ausgleichen zu können.  

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerGlaube ich nicht

 
  
    #1472
20.04.18 20:51
Erstens wird überall ein variabler Verbrauch eine Rolle spielen. Reine Pauschalen machen keinen Sinn. Zweitens rutscht man wegen 5% Einsparung nicht gleich in einen anderen Tarif. Drittens, jede Investition muss sich rechnen. Natürlich wird die Energieersparnis dem Mehrpreis gegenübergestellt. Ob alle Hochöfen veraltet sind, weiß ich nicht. Aber es erscheint mir ziemlich logisch, dass die Investitionsbereitschaft bei den gerade herrschenden massiven Überkapazitäten auf dem Stahlmarkt zurecht beschränkt ist. Energieeinsparungen interessieren die mom. gar nicht.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerGanz allgemein

 
  
    #1473
20.04.18 21:24
Der Energieverbrauch hat sich nie dramatisch reduziert trotz stetiger Effizienzsteigerungen. Der Grund ist der findige und neugierige Mensch. Der erfindet nämlich beständig neue Maschinen und Gadgets, die dann manuelle Arbeitsplätze ersetzen oder das Leben des Verbrauchers erleichtern bzw. verschönern. Und schwupps steigt der Energieverbrauch wieder auf das alte Niveau oder sogar noch höher.

Problematisch wird es eher, wenn der Energieverbrauch zu sinken beginnt. Denn das bedeutet, dass die Produkte technologisch ausgelutscht sind (keine Produktivitätssteigerung mehr) und Ersatz/Nachfolger nicht in der Pipeline stehen. Ab da setzen massiv Reallohnverluste und/oder Verlagerungen als ultima ratio ein und die Wirtschaftsleistung geht zurück. Das dürfte uns in D mit unserer notorischen Angst vor neuen Technologien und der Fokussierung auf die old economy bald blühen.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24483 Postings, 6197 Tage Tony Ford#1472

 
  
    #1474
21.04.18 21:00
Ich spreche wiegesagt aus Erfahrung, d.h. dass was ich da schrieb, entspricht den Tatsachen.  

24483 Postings, 6197 Tage Tony Ford#1473 ...

 
  
    #1475
21.04.18 21:18
Wie ich bereits schrieb, es geht gar NICHT um die Reduzierung des gesamten Energieverbrauchs, sondern um notwendige Einsparungen, damit eben die von dir gezeigte Gegebenheit auch weiter in die Zukunft reichen kann.

Ohne die Einsparungsmaßnahmen die stattfinden, wäre der Energieverbrauch mit den neuen Gadgeds deutlich gestiegen und global betrachtet hätten wir den Oil Peak bekommen, dem wir 2008 bereits ziemlich nahe gekommen waren und der u.a. auch mit in die Krise führte.

Solch ein Peak lässt sich nicht mit irgendwelchen Innovationen oder Effizienzsteigerungen kompensieren, weil ein solcher Peak relativ kurzfristig erfolgt und die Trägheit an möglichen Veränderungen dafür viel zu hoch ist.  

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerDu glaubst doch nicht im Ernst

 
  
    #1476
21.04.18 22:08
dass - global betrachtet - die paar Windräder in der deutschen Landschaft oder der 3%-Anteil der Regenerativen den Ölpeak verhindert hätten. Der war damals nicht nahe und ist es heute auch nicht. Der einzige Grund, wieso der Ölpreis zuerst stieg und dann fiel, war der Switch von Spekulation zur Kapitulation durch den Fracking Boom in den USA. Die Angebotsseite wurde ausgebaut. Der Verbrauch stieg auch kontinuierlich weiter. Von Peak Oil sehe ich da weit und breit nichts.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/...end-barrel-pro-tag/
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24483 Postings, 6197 Tage Tony Ford#1476

 
  
    #1477
22.04.18 11:59
Natürlich sind die 3% entscheidend, weil diese 3% dem Zuwachs an benötigtem Öl entgegen wirken.

Fakt ist, dass wir mehrere Millionen Barrel pro Tag mehr oder weniger sehr wohl einen Einfluss auf die Preisentwicklung haben. Allein die Tatsache, dass dem nach wie vor zunehmendem Verbrauch an Öl etwas entgegen steht, führt dazu, dass Spekulanten Abstand nehmen.
Anders wäre es, wenn der Trend ungebrochen stark weiter gestiegen wäre und wir natürlich in einen Engpass gelaufen wären zur damaligen Ölkrise.

http://www.energieverbraucher.de/files/1212/0/0/14653.jpg


 

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerDas ist nicht logisch, Tony

 
  
    #1478
22.04.18 20:14
Öl wird hauptsächlich für Verkehr, Heizung und als Rohstoff für Bitumen und Kunststoff verwendet. Für die Stromerzeugung spielt Öl so gut wie keine Rolle. Die Energiewende findet vornehmlich im Stromsektor statt. Man sieht es schließlich am Ölverbrauch, der wie an der Schnur gezogen steigt. Ich sehe zu keinem Zeitpunkt eine Beschleunigung, die den Peak oil andeuten sollte. Das Argument es wäre, wenn nicht ..., passiert, ist purer Aberglaube. Alle Fakten sprechen dagegen.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24483 Postings, 6197 Tage Tony Ford#1478 ...

 
  
    #1479
23.04.18 13:52
In den 60er und 70er Jahren gab es einen massiven Anstieg des Verbrauchs, in Folge dessen eine lange und zähe Bärenmarktphase mit mehreren Rezessionen, was man wohl durchaus zu einem guten Maße den Verteuerungen am Rohstoffmarkt zuschreiben kann.

Anschließend flachte sich der Verbrauch spürbar ab und 1990 erreichen wir in etwa wieder das Niveau wie vor Beginn der Krise. Logischerweise wird man in den zurückliegenden Jahren und vor allem in der Krise in Folge der guten Preise weitere Förderkapazitäten aufgebaut haben.

In den 90er-Jahren erfolgte eine deutliche Zunahme des Verbrauchs, was bis ins Jahre 2008 hineinreichte. Bis weit in die 90er-Jahre konnte man die Zuwächse mit den neu aufgebauten Förderkapazitäten kompensieren und sicherlich wurden auch so manch Reserven in der Krise aufgebaut und nun wieder abgebaut.

Doch die Förderkapazitäten gelangten an ihr Maximum und der Verbrauch stieg dennoch weiter, die Folge waren Spekulationen auf eine Verknappung die die Verknappung noch beschleunigte. Ein Peak baute sich auf und gipfelte vorläufig in eine Finanzkrise. Die Trägheit der Anpassungsfähigkeit führte wenige Jahre später zu einem weiteren Peak.
Der Preisdruck blieb einige Jahre weit oben und dämpfte das globale Wachstum.

Heute müssen wir Öl und Gas aus Gesteinsschichten fracken, Rohstoffquellen tief unter dem Meer oder gar in arktischen Gebieten anzapfen um den Trend weiter aufrechterhalten zu können.

Da braucht man kein Prophet zu sein um zu wissen, dass früher oder später auch Arktis, Antarktis ausgebeutet werden wird und man selbst die letzten weitestgehend unberührten Gebiete der Natur ausbeuten muss. Und was kommt danach?

Sieht so etwa Fortschritt aus?  

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerSieht so etwa Fortschritt aus?

 
  
    #1480
23.04.18 17:38
Antwort: Ja.

Das, was du meinst, ist die Frage, ob eine weitere und kompliziertere Rohölförderung in den Augen des Mainstreams, der energie- sowie rohstoffintensive Windmühlen, Solarpanels und Batterien als modern beurteilen, als Fortschritt empfunden wird.

Dazu lautet die Antwort: Nein.

Die richtige Frage wäre. Ist diese Art des Energieverbrauchs die effizienteste in Bezug auf Umwelt und Kosten?

Da lautet die Antwort wieder ja, weil schon die komplette Infrastruktur dafür existiert und die Rückschrittsvariante mit, Wind, Sonne, Holz und Batterien keinen Deut besser, sondern eher schlechter wäre.


Es wird auch nichts ausgebeutet, sondern ein Rohstoff wird gefördert. Der Planet, Gaia und auch sonst niemand leidet darunter mehr als im regenerativen Szenario, das für alle eine deutliche Mehrbelastung wäre.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerAußerdem

 
  
    #1481
24.04.18 00:13
Unwahrscheinlich aber nicht ausgeschlossen: Öl ist abiotisch und regenerativ

https://www.forbes.com/2008/11/13/...ius08-biz-cz_rl_1113abiotic.html
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9403 Postings, 5078 Tage lumpensammlerSozialistische Ahnungslosigkeit

 
  
    #1482
24.04.18 09:56
ist anscheinend Programm bei unseren Qualitätsmedien. Ein Paradestück davon leistet sich gerade wieder die Zeit. Zum Glück leitet kein Sozialwissenschaftler ein Autounternehmen. Der Sozialisums ist in diesem Berufszweig anscheinend genetisch verankert. Man denkt dort, dass man Wirtschaft befehlen und verordnen kann. Abgesehen davon ist so gut wie jede Behauptung frei erfunden oder besser gesagt, empfunden. Belege für die Behauptungen braucht man im postfaktischen Sulzzeitalter auch nicht mehr.

https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-04/...arkt-verkauf-bmw-vw/seite-2
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