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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1213
neuester Beitrag: 19.12.14 10:26
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 30313
neuester Beitrag: 19.12.14 10:26 von: Kicky Leser gesamt: 1814341
davon Heute: 2645
bewertet mit 82 Sternen

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20752 Postings, 4044 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
82
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Postings, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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30287 Postings ausgeblendet.

5338 Postings, 2225 Tage daiphongfür einen Militaristen wie dich ist

 
  
    #30289
18.12.14 16:46
immer alles viel zu einfach, Fill. Da fehlt es dir einfach an Intelligenz.
 

5338 Postings, 2225 Tage daiphongLumpi, deine PEGIDA macht es sich da etwas einfach

 
  
    #30290
18.12.14 16:49

5338 Postings, 2225 Tage daiphong..deine "Barbarossa-Friedenbewegung" ganz genauso.

 
  
    #30291
18.12.14 16:51

5338 Postings, 2225 Tage daiphongLearner. "Man sollte sich und anderen

 
  
    #30292
1
18.12.14 16:59
dann nichts mehr vormachen und endlich mal sagen, dass das christliche Abendland am Arsch ist"

Darin scheint sich ganz "Links" und ganz Rechts und sogar eine angebliche "Mitte" mal wieder einig zu sein. Pegida, Barbarossa-Friedensbewegung, Spießerwelt, Katholische Kirche sowieso...

am Arsch sind aber nur die billigen Weltrsichten. das ist reparabel.



 

9828 Postings, 2386 Tage FillorkillLearner

 
  
    #30293
1
18.12.14 17:28
Ist doch völlig klar, wie er es oben gemeint hat. Chef-Diffamierer Daiphong macht daraus 'Pegida'. Aber das sind ja irgendwie alle, die seinem Kriegsgeschrei nicht beipflichten wollen...
-----------
"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

9828 Postings, 2386 Tage Fillorkillwir sind das volk

 
  
    #30294
3
18.12.14 18:17
Dieser gern benutzter Imperativ hatte schon am Ende der DDR einen bedrohlichen völkischen Unterton, auch wenn man darin zuerst eine ironisierende Replik auf den SED-Anspruch erkennen wollte, im 'Volksauftrag' Republik zu machen. Wenn nun Pegida unter diesem Imperativ aufmarschiert will es nicht allein für die beteiligten Akteure sprechen, sondern behauptet einen Stellvertretungsanspruch für das Volk schlechthin. Im Umkehrschluss folgt logisch, dass alles, was Pegida-Ziele nicht teilt, nicht zum Volk gehören kann. Dies ist die Grundform des faschistischen Denkens, darüber sollten keine Illusionen bestehen...
-----------
"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

5338 Postings, 2225 Tage daiphong#93 habe weder einfach "Pegidia daraus gemacht",

 
  
    #30295
18.12.14 18:42
noch dieses elende "Kriegsgeschrei" produziert so wie Fill immer. lesen statt lügen.
 

5338 Postings, 2225 Tage daiphongDem Lumpi habe ich sein furchtbares Gekreische...

 
  
    #30296
1
18.12.14 18:49
"Unabhängig, wer hier zu welchem Thema sein Recht einfordert, es ist doch überflüssig .... Grundrechte, pah, drauf gesch... "
aus pädagogischen Gründen auf Pegida bezogen:  Dort hört man nämlich wörtlich exakt dasselbe Gekreische....  das sollte ihm zu denken geben.  

4147 Postings, 1966 Tage learnerDaiphong, billige Weltsichten haben Konjunktur,

 
  
    #30297
3
18.12.14 18:57
ansonsten gäbe es in der Ukraine keine militärische Auseinandersetzung begleitet von billiger Propaganda auf beiden Seiten.

Da bin ich bei Fill, dass es darum gehen sollte diese Mechanismen zu demaskieren, um die Grundlage für einen fruchtbaren Diskurs zu schaffen.

Der hier zelebrierte Pöbel-Stil führt zu nichts und hilft auch nicht den Menschen, die unmittelbar der Gewalt ausgesetzt sind. Erkenntnis und öffentlicher Druck auf die Entscheidungsträger der beteiligten Gesellschaften wäre eine Möglichkeit.
-----------
Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"

14166 Postings, 3076 Tage Malko07Noch tragen die

 
  
    #30298
3
18.12.14 20:55
Pegida-Jünger Kreuze in Schwarz-Rot-Gold. Aber wie so etwas enden kann wissen wir von jenseits des Teiches.  
Angehängte Grafik:
pegida.jpg (verkleinert auf 85%) vergrößern
pegida.jpg

10585 Postings, 4782 Tage lehna#97 Naja learner....

 
  
    #30299
2
18.12.14 21:09
wer den Fred verfolgt, ahnt, dass sich hier Grobschmiede ohne Ärmelschoner behaken.
Bidetwascher suchst vergebens.
Aber bald ist Weihnachten, dann gewinnen die Cremeschnittchen- Esser hier die Oberhand.
Zumal Santa Claus uns Investoren wieder mal vor dem Fest beglückt. Zumindest darauf ist Verlass...
ariva.de



 

38693 Postings, 3879 Tage Anti Lemmingna wenn's denn noch passt...

 
  
    #30300
1
18.12.14 21:33
Angehängte Grafik:
funny-santa-claus-2.jpg (verkleinert auf 85%) vergrößern
funny-santa-claus-2.jpg

76 Postings, 465 Tage Joe PesciAch, mit den Faschisten ist das so eine Sache.

 
  
    #30301
18.12.14 22:06
Was ist Faschismus?

Ein Begriff nur für rechtsgerichtete Übertreibungen (in Politik, Weltanschauung etc. pp.)?

Oder gibt es auch einen Linksfaschismus?

Oder auch einen Ökofaschismus etc. pp.?

Faschismus ist für mich ganz einfach:

Faschisten sind für mich Personen jeglicher Couleur, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen, gegenläufige Meinungen verunglimpfen und sich - aufgrund ihrer Ignoranz für Andersdenkende -  nicht auf sachlich-argumentativer Grundlage in Diskussionen einbeziehen lassen.

Ob sie dabei ein Hakenkreuz zur Schau tragen, Biolatschen u. Müsli propagieren oder die Verstaatlichung des Großkapitals fordern, ist für mich einerlei.

Sie alle sind für mich letzten Endes Faschisten in dem Sinne, als das sie von einem faschistoiden Gedankengut beseelt sind.

Wohlgemerkt: Ein derartiges Gedankengut muss nicht nur aus den äußersten Ecken (= Extremansichten)  unseres Landes kommen, sondern kann auch der - angeblich so sozialen - liberalen Mitte entspringen (Stichwort: Political Correctness).

Gn8






 

9828 Postings, 2386 Tage FillorkillJoe, das ist leider nonsense

 
  
    #30302
18.12.14 22:28
Die ganze Welt wimmelt von Leuten, die (vermeintliche) Tatsachen nicht zur Kenntnis nehmen, andere verunglimpfen und nicht sachlich diskutieren wollen. Die Kategorie Faschismus wird um so sinnloser, je weiter sie gedehnt wird. Heutzutage ist diese ein Synonym für 'amoralisch' oder 'bösartig', weshalb Gegner jedweder Cöuleur unter Faschismus gelabelt werden - was umgekehrt die eigenen Reaktionen welche auch immer zum Antifaschismus aufwerten...

Diese Inflationierung von Faschismus haben wir historisch der Linken zu verdanken, die ursprünglich damit eine partiell zutreffende NS-Kontinuität in der frühen BRD kennzeichnen wollte. Einen echten, eliminatorisch aufgelegten Faschismus gibt es in westlichen Gesellschaften jedoch nicht mehr, wohl aber in der westlichen Peripherie. In der Ukraine zB, der jedoch in der Linken, die hier punktuell mit dem Faschismus paktiert, zum Antifaschismus verklärt wird. Die so adressierten Russen und Prorussen sehen den Vorgang genau umgekehrt, was anzeigt, dass auch sie die Antifa-Karte beherrschen...
-----------
"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

5338 Postings, 2225 Tage daiphongBloodlands

 
  
    #30303
19.12.14 02:45

Als Stalin Hitlers Verbündeter war
Präsident Putin hat die Tradition der Angriffskriege in Europa wiederbelebt. Das Geschichtsbild wird dieser Entwicklung angepasst - und der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt vom 23. August 1939 rehabilitiert.

Ein Gastbeitrag in der FAZ von TIMOTHY SNYDER [u.a. ?Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin?]http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/...-13320814-p7.html
....
....
Derzeit konzentriert sich die Berichterstattung über Putins historische Kehrtwende nicht auf den Zusammenhang zwischen dem Hitler-Stalin-Pakt und dem Krieg, sondern auf die Befürchtungen Polens, Litauens, Lettlands und Estlands, jener vier Staaten, die 1939 und 1940 gemäß den Bestimmungen des Pakts von der Roten Armee besetzt wurden. Am 17. September 1939 sprang Stalin seinem Verbündeten Hitler mit einem Angriff auf Polen zur Seite: Von Osten her rückte die Rote Armee nach Polen ein. Sie traf in der Mitte des Landes auf die Wehrmacht, und man veranstaltete eine gemeinsame Siegesparade. Die sowjetische und die deutsche Geheimpolizei kamen überein, die polnische Widerstandsbewegung zu vernichten. Hinter den neuen Grenzlinien organisierte das sowjetische NKWD die Massendeportation einer halben Million polnischer Bürger in den Gulag. Außerdem exekutierten die Sowjets Tausende polnische Offiziere, von denen viele gerade noch gegen die Wehrmacht gekämpft hatten.

Die Zerstörung des polnischen Staates ist in der Geschichte Polens verständlicherweise in Erinnerung geblieben. Dabei wird aber oft übersehen, dass sich die polnische und die jüdische Geschichte überlappen. Die vom NKWD ermordeten polnischen Bürger, meist Reserveoffiziere mit höherer Bildung, wurden getötet, weil sie die Elite des polnischen Staates darstellten. Viele von ihnen waren Juden, deren Familien nun ohne sie der deutschen Besatzung ausgeliefert waren.
...
Allem Anschein nach sieht er im Münchener Abkommen und im Hitler-Stalin-Pakt, auf die er gerne gleichzeitig verweist, positive Beispiele. Die russische Kampagne gegen die Ukraine des Jahres 2014 hat erstaunliche Ähnlichkeiten mit der deutschen Propaganda gegen die Tschechoslowakei 1939: Da sind der Rückgriff auf einen ethnischen Nationalismus und die Erfindung historischer Regionen, die erst nach dem Einsatz von Gewalt als gesichert gelten (?Sudetenland? und ?Noworossija?). Hinzu kommt die Unterstützung von Separatisten, die ohne ausländische Hilfe keinerlei Chancen hätten. Und nicht zu übersehen ist der Wunsch, ein europäisches System durch die Zerschlagung eines europäischen Staates zu zerstören.
...
Am 12. September 1938 sprach Hitler in einer Rede davon, die Deutschen müssten vor der tschechischen Ausrottungspolitik geschützt und das Land vollständig zerschlagen werden. Drei Tage später beschleunigte das Sowjetregime die ethnischen Säuberungen in seinen an Polen angrenzenden Regionen. Sowjetische Staatsbürger, die Mehrzahl davon ethnische Polen, denen man Spionage für das Nachbarland vorwarf, wurden kurzerhand hingerichtet.

In mündlichen Anweisungen an das örtliche NKWD hieß es: ?Die Polen sind vollständig zu vernichten.? So prüften die sowjetischen Behörden der Stadt Woroschilowgrad (heute Luhansk) im Rahmen der polnischen Operation während der Sudetenkrise 1226 Fälle und ordneten 1226 Exekutionen an. In den unmittelbar an Polen grenzenden Gebieten der sowjetischen Ukraine gingen sowjetische Einheiten im September als Todesschwadronen von Dorf zu Dorf. Polnische Männer wurden erschossen, polnische Frauen und Kinder in den Gulag geschickt. In der Region Schytomyr verurteilten sowjetische Behörden am 22. September einhundert Menschen zum Tode, am 23. September weitere 138 und am 28. September nochmals 408. Das war der Tag, den Hitler als letzten Termin für den Einmarsch in die Tschechoslowakei festgelegt hatte.

Die ?Sudetenkrise? wurde gelöst. In München beschlossen die Führer Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und Deutschlands, dass die Tschechoslowakei die von Hitler verlangten Gebiete abtreten müsse. Diese Schande ist bis heute nicht nur in Prag, sondern auch in London, Paris und Washington als solche in Erinnerung geblieben. Die sowjetische Politik in diesen Wochen ist dagegen vollkommen in Vergessenheit geraten. Doch die Säuberungen und die Mobilmachung waren das Vorspiel für die Politik, die Moskau ins Werk setzte, sobald die nächste von Hitler ausgelöste europäische Krise die Chance bot, Polen zu zerschlagen.
...
Schon immer gab es zwei Versionen des Zweiten Weltkriegs, da die Sowjetunion auf beiden Seiten kämpfte. Von 1939 bis 1941 war die Sowjetunion ein Verbündeter Nazideutschlands, der Erze, Erdöl und Nahrungsmittel lieferte, damit die Deutschen Krieg gegen Norwegen, Dänemark, die Niederlande, Belgien, Luxemburg und vor allem gegen Frankreich und Großbritannien führen konnten. In dieser Phase des Krieges war Stalin darauf bedacht, Hitler zu gefallen. Er erfüllte nicht nur alle Verpflichtungen aus dem Hitler-Stalin-Pakt wie auch aus dem Grenz- und Freundschaftsvertrag, sondern auch spezielle Bitten seiner deutschen Verbündeten - mit einer größeren Ausnahme. Stalin wusste sehr genau, in welcher Notlage sich die Juden in der deutschen Zone in Polen befanden. ...
...
Als Hitler Stalin verriet und die Wehrmacht im Juni 1941 die Sowjetunion überfiel, stand Moskau plötzlich auf der anderen Seite und befand sich schon bald in einer Großallianz mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Die sowjetische Propaganda überging den ersten Krieg mit Schweigen und feierte die sowjetischen Heldentaten im zweiten. Der Sieg im ?Großen Vaterländischen Krieg? wurde gleichsam zu einem zweiten Gründungsmythos der Sowjetunion und ist es in Russland und Weißrussland bis heute. In dieser Lesart musste der Hitler-Stalin-Pakt verleugnet werden, und zwar nicht so sehr, weil er ein Verbrechen war, sondern ein Fehler. Schließlich hatte der Pakt den Deutschen die Möglichkeit eröffnet, schon lange vor der Invasion 1941 an die Sowjetunion heranzurücken.
...
Zwischen 1939 und 1941, als die Sowjetunion und Nazideutschland befreundete Staaten waren, hörte man in der sowjetischen Gesellschaft auf, die deutsche Politik zu kritisieren, und begann Nazi-Reden zu veröffentlichen. An Gebäuden oder sogar auf Plakaten mit Porträts sowjetischer Führer tauchten Hakenkreuze auf.

Ein ähnliches Maß an Verwirrung zeigt sich heute in Russland. Im Staatsfernsehen gibt man den Juden die Schuld am Holocaust; dem Kreml nahestehende Intellektuelle rehabilitieren Hitler als Staatsmann; russische Neonazis veranstalten Aufmärsche zum 1. Mai; Versammlungen im Stil der Nürnberger Parteitage, mit Hakenkreuzen aus brennenden Fackeln, werden als antifaschistische Veranstaltungen präsentiert, Kampagnen gegen Homosexuelle werden als Verteidigung der wahren europäischen Zivilisation gefeiert. Im Zusammenhang mit der Invasion der Ukraine ruft Moskau die einheimische und europäische extreme Rechte dazu auf, sein Vorgehen zu unterstützen und seine Version des Geschehens zu verbreiten. Bei den jüngsten Wahlfarcen in den Oblasts Donezk und Luhansk wie auch bei dem früheren Scheinreferendum auf der besetzten Krim waren Politiker der extremen europäischen Rechten, darunter auch Faschisten, anwesend, um als ?Beobachter? die Gewinne in Russlands Krieg zu bestätigen. Diese ?Beobachter? sind durchaus kein exzentrisches Detail, sondern enthüllen die fundamentale aktuelle Bedeutung des Hitler-Stalin-Pakts. Tatsächlich hat erst die Ausrichtung an der extremen europäischen Rechten und gegen den europäischen Mainstream die Rehabilitierung des Hitler-Stalin-Pakts unvermeidlich gemacht...
...
Als Stalin sein Bündnis mit Hitler schloss, verfolgte er damit ein politisches Ziel. Er stellte sich vor, wenn er den Nazistaat bei dessen Kriegsbemühungen unterstütze, könne er die deutschen Truppen gen Westen richten und von der Sowjetunion fernhalten. So würden die der kapitalistischen Welt innewohnenden Widersprüche zum Vorschein kommen, und Deutschland, Frankreich und Großbritannien würden gemeinsam zusammenbrechen. Putin versucht heute auf seine Weise dasselbe.

Wie Stalin Adolf Hitler, die radikalste europäische Kraft, gegen Europa zu wenden versuchte, so versucht Putin heute dasselbe mit einem Mischmasch rechtsgerichteter Kräfte. Seine Verbündeten auf der extremen Rechten sind genau jene politischen Kräfte, die der Europäischen Union den Garaus machen und Europa ins Zeitalter der Nationalstaaten zurückwerfen wollen: Separatisten in ganz Europa (einschließlich der Putin bewundernden Ukip-Führung), große antieuropäische, rechtspopulistische Parteien (deren wichtigste ist der französische Front National) sowie der rechtsextreme Rand einschließlich Faschisten und Nazis.

Aber es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Stalin 1939 und Putin 2014. Man kann Stalin zugutehalten, dass er ein reales Problem zu lösen versuchte. Hitler wollte tatsächlich die Sowjetunion vernichten. Putin dagegen hat keinen europäischen Feind. Aus Gründen, die bis heute rätselhaft sind, hat die russische Außenpolitik beschlossen, die Europäische Union als Gegner darzustellen. Aus Gründen, die im Augenblick niemand zu erklären vermag, hat Russland in der Ukraine einen Krieg begonnen und dadurch eine aus der Sicht elementarer russischer Interessen vollkommen unsinnige Entfremdung gegenüber dem Westen herbeigeführt. Die fruchtlose Suche nach einer strategischen Rechtfertigung für dieses Desaster hat dazu geführt, dass Russland eine der elementaren moralischen Grundlagen der Nachkriegspolitik über Bord geworfen hat: die Verurteilung von Angriffskriegen in Europa im Allgemeinen und des Angriffskriegs der Nazis 1939 im Besonderen. Die Rehabilitierung des Hitler-Stalin-Pakts ist nicht Ausdruck einer klaren Ideologie, sondern möglicherweise etwas noch Schlimmeres: eine Flucht in den Nihilismus als Abwehr des Vorwurfs der Unfähigkeit. Den Hitler-Stalin-Pakt billigen, heißt die Grundlage wechselseitigen Verständnisses in der westlichen Welt zugunsten einer kurzlebigen Taktik aufzugeben, die nur zerstören kann, aber nichts zu erschaffen vermag.

 

48 Postings, 1435 Tage mingusPutin = Stalin

 
  
    #30304
4
19.12.14 07:35
Die Verblödung die uns die Amis zumuten, wird immer abenteuerlicher.

 

48 Postings, 1435 Tage mingusSorry

 
  
    #30305
2
19.12.14 07:36
Putin = Stalin + Hitler  

38693 Postings, 3879 Tage Anti LemmingÜble Geschichtsklitterung in # 303

 
  
    #30306
5
19.12.14 07:48
Nachdem Putins Dämonisierung als "Linker" - die auch die Amis (und bislang Daiphong) favorisieren, da sie wunderschöne Anknüpfungspunkte an die im Kalten Krieg bewährten "Stalin-Sowjetunion"-Feindbilder liefert -, ins Leere gelaufen ist, versucht der FAZ-Autor nun geschichtsklitternd, Putin als "Rechten" zu dämonisieren.

Gemeinsam ist beiden Strategien, dass der Hass auf die Person Putins konzentriert werden soll. Die westliche Geostrategie braucht für ihre Kriegs- und Kreuzzüge halt immer einen Vorzeige-Bösewicht - so wie einst Saddam Hussein und Gadaffi.

Da hat das Pentagon viel von Hollywood gelernt. In Wild-West-Filmen, in denen auch Ronald Reagan, bevor er US-Präsident wurde, als Cowboy um sich schoss, ist stets dramaturgisch zweifelsfrei festgelegt, wer "der Schurke" ist. Man darf das unbedarfte Publikum (hier: Zaphod) schließlich nicht überfordern.

Vor allem die Schlussfolgerungen des FAZ-Autors sind hanebüchen:

"Aus Gründen, die bis heute rätselhaft sind, hat die russische Außenpolitik beschlossen, die Europäische Union als Gegner darzustellen."

Des Rätsels Lösung besteht darin, dass die Behauptungen schlichtweg falsch sind. Die Amis haben mit ihren Provokationen in der Ukraine bewusst einen Keil zwischen Europa und Russland getrieben. Und die Ami-hörigen EU-Vasallen inkl. Merkel haben den Konflikt dann amtlich-ordnungsgemäß eskaliert.

"Aus Gründen, die im Augenblick niemand zu erklären vermag, hat Russland in der Ukraine einen Krieg begonnen..."

Auch hier gilt: Wenn etwas "Rätsel aufgibt" und ein Sachverhalt von "niemand erklärt" werden kann, dann ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die zugrunde liegende Behauptung falsch. Objektiven Beobachtern stellt sich die Sachlage denn auch exakt umgekehrt dar: Sie haben keinerlei Zweifel, dass Poroschenko den schamlosen Bürgerkrieg gegen seine Mitbürger im Osten begonnen hat - und zwar vor allem deshalb, weil der IWF die Gewährung eines von der Ukraine dringend benötigten Milliarden-Hilfskredits in perfider Weise davon abhängig gemacht hatte, dass Poroschenko im Osten einmarschiert.

Und siehe da: Unter diesem - weniger "Nato-besoffenen" - Blickwinkel gibt das Geschehen in der Ukraine plötzlich überhaupt keine "Rätsel" mehr auf....
hilfen.

"...und dadurch eine aus der Sicht elementarer russischer Interessen vollkommen unsinnige Entfremdung gegenüber dem Westen herbeigeführt."

Auch hier wundert sich der FAZ-Autor letztlich über sich selbst. Die Entfremdung ist in der Tat vollkommen unsinnig. Sie wurde aber nicht von den Russen, sondern - wie oben beschrieben - von den Amis betrieben. Ziel der Amis war und ist, einen ökonomischen Keil zwischen Europa und Russland zu treiben. Logischerweise ist das nicht im Interesse Russlands, und nicht einmal im Interesse Europas. Es geschieht vor allem im Interesse der Amis. "Unsinnig" kann daher, von der Warte Russlands und Europas aus gesehen, stehen bleiben. Nur "rätselhaft" ist es eben nicht, sondern - aus Ami-Sicht - sogar beklemmend "folgerichtig".

Das Interesse der Amis besteht darin, die sich auftuenden Lücken ihrer Ukraine/Russland-Aggression ihrerseits zu füllen und zu besetzen - geostrategisch, politisch und vor allem ökonomisch (russische Rohstoffe). Sogar personell wie kürzlich in Gestalt der als "ukrainische Finanzministerin" installierten ehemaligen US-Hedgefondsmanagerin. Oder mit dem Sohn von US-Vizepräsident Biden im Vorstand des größten privaten ukrainischen Gaskonzerns. Seit der "Befreiung" und "Demokratisierung" sitzt kein einziger Ukrainer mehr in diesem Vorstand.

Unterm Strich bleibt die amerikanische Neokolonialisierung Osteuropas samt Rohstoff-Ausbeutung. Wenn sich überhaupt Rätsel auftun, dann dieses: Wieso lassen sich die Europäer von den Amis derartig auf der Nase rumtanzen?  

38693 Postings, 3879 Tage Anti Lemming# 305

 
  
    #30307
2
19.12.14 07:49
Lautet die Gleichung vielleicht

Stalin = Putin minus Hitler?  

38693 Postings, 3879 Tage Anti LemmingDemagoge Snyder behauptet im FAZ-Artikel

 
  
    #30308
5
19.12.14 08:52
"Dabei war die Krim über Jahrhunderte eine Bühne, auf der sich vielerlei europäische Kulturen präsentierten. Ihr russischer Charakter ist im Wesentlichen das Ergebnis der mörderischen Vertreibung der Krimtataren 1944 durch das Stalin-Regime. "

Infamer geht's kaum. Die Krim ist russisch seit 1783. Dazu Wiki:

Am 8. April 1783 wurde sie  [die Krim] formell von Katharina II. ?von nun an und für alle Zeiten? als russisch deklariert. Dies wurde vom Osmanischen Reich jedoch erst mit dem Vertrag von Jassy am 6. Januar 1792 anerkannt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Krim

1954 schenkte Nikita Chruschtschow die Krim der Ukraine, die damals ein Kernland der Sowjetunion war. Für Chruschtschow war es nicht denkbar, dass die Sowjetunion je auseinanderbrechen und dass zwischen Russland und der Ukraine je eine Staatsgrenze verlaufen könnte. Die Schenkung muss auch unter diesem Aspekt bewertet werden.

In Jahren gerechnet zählt die Krim länger zu Russland als etwa Kalifornien zu USA.

Kalifornien war von 1542 bis 1821 eine spanische Kronkolonie. Als Mexiko sich 1821 von Spanien unabhängig erklärte, wurde auch Kalifornien mexikanisch. 1846 annektierten US-Amerikaner das Land. Im 1847 geschlossenen Friedensvertrag zwischen USA und Mexiko wurde besiegelt, dass Kalifornien und alle anderen ehemals mexikanischen Provinzen in Nordamerika für eine Ausgleichszahlung von 18 Mio. Dollar permanent den Amis überlassen wurden.

Kalifornien ist daher seit 168 Jahren amerikanisch (1846 bis 2014).

Die Krim war bereits 1954 seit 171 Jahren russisch (1783 bis 1954)


Helmut Schmidt liegt daher goldrichtig, wenn er die Krim als "ur-russisches" Gebiet bezeichnet. Den Russen die Krim streitig zu machen ist ähnlich hanebüchen, wie den Amis Kalifornien streitig zu machen.  

38693 Postings, 3879 Tage Anti LemmingAnmerkung: Snyder ist Autor des Artikels in # 303,

 
  
    #30309
19.12.14 08:56
aus dem auch das Zitat am Anfang von # 308 stammt.  

4981 Postings, 2746 Tage relaxed#30308 Hier ist der Merkel-Putin-Deal:

 
  
    #30310
1
19.12.14 09:05
Russland bekommt die Krim und Deutschland bekommt Königsberg zurück ... wurde vom deutschen Orden im 13. Jahrhundert gegründet ... das ist 700 Jahre her ... der Anspruch ist damit 4 mal so berechtigt wie die 170 Jahre Ansprüche auf Krim und Kalifornien.

... und die Mazedonen wollen Alexandria von Ägypten zurück ... immerhin ist der Anspruch 2300 Jahre alt.
-----------
Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.

9828 Postings, 2386 Tage FillorkillSnyder,

 
  
    #30311
3
19.12.14 09:37
der als scharfer Hund einschlägig bekannt ist, zeigt hier nochmal schön das daiphong'sche Dilemma auf: Niemand wolle Krieg und Kriegshetze wolle man sich deshalb keinesfalls nachsagen lassen. Gleichzeitig habe es man aber mit einem Feind im Osten zu tun, der gleichsam Wiedergänger nicht nur Stalins, sondern auch Adolfs sei und damit den Menscheitsfeind schlechthin verkörpere...

Niemand will und wollte jemals Krieg, aber manchmal wird man doch dazu gezwungen, weil die Bösartigkeit des Feindes keine andere Wahl zulasse. Auch Adolf, der sich lange als Friedenspolitiker sah, hat bekanntlich nur 'zurückgeschossen'. Ein modernes Kriegsgeschrei findet sich deshalb in der dämonisierenden Erzählung vom Feind, nicht im Säbelrasseln. Krieg ist in dieser Erzählung als logische Unausweichlichkeit enthalten und kann dabei als ein positives Ziel komplett verschwiegen werden...

Der erste Schritt zu seiner Mobilisierung besteht darin, die dämonisierende Erzaählung vom Feind in der Zivilgesellschaft durchzusetzen - und eben dies ist der Job von Daiphong und seiner exmaoistischen Stichwortgeber in den Chefredaktionen. Es sind stets die Intellektuellen, die auf diese Weise Krieg moralisch und ideologisch vorbereiten..
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

9828 Postings, 2386 Tage FillorkillThüringer Heimatschutz

 
  
    #30312
19.12.14 09:46
' Neonazi Brandt wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

Tino Brandt hat Minderjährige missbraucht und für Sex an andere Männer vermittelt. Der geständige Rechtsextreme wurde in 66 Fällen schuldig gesprochen.'

Streng nach Freud: Wer Rübe ab für Pädophile fordert, ist selber einer...
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"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

33619 Postings, 5531 Tage KickyNatalie Jaresko,neuer Finanzminister der Ukraine

 
  
    #30313
19.12.14 10:26
gegen sie läuft derzeit ein Verfahren am Colorado Gericht wegen Lügen im Scheidungsprozess gegen ihren Mann  Ihor Figlus (1989-2011 geboren in der Ukraine ,jetzt in Denver lebend) wo sie behauptete ,die 10 jährige Tochter sei ukrainische Bürgerin ,auch der Pass sei mit falschen Angaben gegenüber den Behörden ausgestellt worden über die amerikanische Botschaft in Kiew
aber der eigentliche Skandal ist dies:
At issue were differences over the division of assets and debts accumulated during their 21-year marriage; the value of the divorce estate was estimated by the courts to be worth about $6 million. The inventory recorded in the court documents included a house in Kiev; a land plot; antique furniture; Caucasian rugs; Ukrainian art; car; investments; and loans from Horizon Capital, an entity which the couple set up in Kiev in the mid-1990s with a US Government grant of $150 million.
dass sie eine Subvention über 150 Millionen von der Regierung in USA erhielten für Horizon Capital ,die sie in Kiew gründeten ...
Three of the court records are from the Shevchenko District Court of Kiev; the fourth is from the appeals court of Kiev. They are dated June 17, 2011;
November 25, 2011; February 19, 2013; and May 22, 2013. From the beginning of the Ukrainian proceedings, the court recorded evidence that Jaresko, Figlus and their two children were US citizens; that they had moved between the US and Ukraine frequently, living and working in both countries. Jaresko?s employment by the US Government was not revealed in the records. Her residence in Kiev, along with the two children, is attested from 2011......
Jarexsko ist inzwischen bei Horizon Capital ausgeschieden
http://johnhelmer.net/?p=12437
 

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