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"Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt!"

Seite 1 von 7613
neuester Beitrag: 05.08.15 14:24
eröffnet am: 02.12.08 19:00 von: maba71 Anzahl Beiträge: 190310
neuester Beitrag: 05.08.15 14:24 von: harcoon Leser gesamt: 16777215
davon Heute: 5779
bewertet mit 312 Sternen

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5866 Postings, 2821 Tage maba71"Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt!"

 
  
    #1
312
02.12.08 19:00

"Auro loquente omnis oratio inanis est!"

Dieser Thread soll, auch insbesondere zum aktuellen Geschehen an den internationalen Finanzmärkten, das immerwährende Thema Gold und dessen Beziehung und Verflechtung zu Währungen / Währungssystemen/ Zentralbanken genau durchleuchten. Der Entstehung des eigentlichen "Mythos" Gold sind schon zahlreiche Threads gewidmet worden, die dies ausführlichst analysiert haben.

Von großem Interesse dürften die Zukunftsaussichten der Edelmetalle, insbesondere Gold, aufgrund der seit 1 Jahr anhaltenden Finanzmarktkrise sein, welche sich nunmehr rapide über die ganze Welt in eine globale Wirtschaftskrise verwandelt!

Noch immer gilt Gold als der "sichere Hafen" in schweren Zeiten!

Gold erreichte in diesem Jahr 2008 zum ersten Mal sein Allzeit-High im März von 1.032 US-Dollar! Währendessen wurde Gold in gehandelten US-Dollar um rund 25% abgewertet, während hingegen Gold sich in den meisten internationalen Währungen (z.B. Euro) immer noch beim Allzeithoch befindet, und das rund 9 Monate später! Ebenso ist die Nachfrage nach dem Edelmetall signifikant angestiegen im letzten halben Jahr, daß mittlerweile die größten Prägeanstalten der Welt Ihren Verkauf total eingestellt haben! In der Öffentlichkeit wird dies als "Überforderung" der einzelnen Prägeanstalten in Ihrer Produktion verteidigt, doch Insider im Edelmetallmarkt wissen genau, daß vor wenigen Jahren  bei weitem eine viel größere Anzahl von Gold- und Silbermünzen über die Theken gingen, und dies ohne eine Schließung oder Einstellung von Produktionen von statten ging! Es drängt sich der Verdacht auf, daß auch hier eine "regulierende Hand" von Oben in das freie Marktgeschehen eingreift, eingreifen muß, oder das es eine wirklich signifikante Knappheit des Edelmetalles mittlerweile gibt, die  jedoch der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden soll, um einen noch schlimmeren Ansturm auf das gelbe Metall zu verhindern, als er sowieso schon ist! Darüber wird zu diskutieren sein!

Im Moment teilt sich das Goldlager in unterschiedliche Preisgefüge auf! Große Edelmetallexperten wie z.B. Theodore Butler  bezichtigen öffentlich die amerikanische Finanzregierung, insbesondere die damit verbundene "COMEX" der Manipulation! Silber und Gold ist von den Wall-Street-Banken in großem Stile "short" manipuliert! Die 3 größten "Short-Positionen" umfassen mittlerweile mehr Unzen des Edelmetalles Gold, als überhaupt in einem Jahr gefördert werden kann. Bei Silber sind die rund 8 größten Silberhändler mit rund 200 Tagen der Weltminenproduktion "Short"! Das heißt, dass der physische Markt mit Hilfe des Papierhandels sowie von Verleihungen und Verkäufen der Zentralbanken und Bullionbanken von einigen wenigen Akteuren entscheidend beeinflusst werden kann! Auch hierüber gilt es zu diskutieren!

Es werden Hilferufe laut, die Welt benötigt ein neues Währunsgsystem oder zumindest eine Neuregulierung! Ebenso spielt hier Gold mit eine entscheidende Rolle! Goldstandard hat es schon gegeben, wurde 1971 wieder abgeschafft! Initiator war seinerzeit US-Präsident Roosevelt, der in den 30er Jahren dann gleich Nägel mit Köpfen machte und sogar ein "Goldverbot" mit Androhung von Gefängnisstrafe aussprach. Meiner Meinung nach war dies die größte Enteignungsmaschinerie des letzten Jahrhunderts am amerikanischen Volke! Dies soll nur beleuchten, zu was für Möglichkeiten Regierungen der Welt fähig sein können, wenn das so heiß geliebte System des "Fiat-Moneys" ins Wanken gerät!

Gold wird natürlich von den meisten Bankern der Welt "gemieden", aber nur in der Öffentlichkeit! Im Keller der Banken lagern die wahren Schätze und Reserven! Das Geld des kleinen Sparers jedoch sollte schon gefälligst im Kreislauf des Finanzwesens bleiben! Jeder Anstieg des Goldes wirft einen Schatten auf das existierende Papiergeld-System, welches auf Zins und Schulden aufgebaut ist! So gesehen ist Gold trotz seiner Stellung an der Seitenauslinie ein "stiller Wächter" über das Finanzwesen und vor Allem dessen Akteure!

Selbst ein ehemaliger Notenbankchef, Alan Greenspan über Gold (am 24.07.1998 vor dem U.S.House Banking Commitee):

"Papiergeld wird in extremis von niemandem angenommen - Gold dagegen schon!"

"Die USA sollten an Ihrem Goldstandard festhalten, Gold repräsentiert immer noch die höchste Zahlungsform der Welt!"

Oder einer der mächstigsten Bankiers der Welt, J.P.Morgan:

" Gold ist Geld und nichts anderes!"

Wie dem auch sei, Gold hat Jahrtausende überstanden, Kaiser, Kriege und Könige, steht für Sicherheit und Stabilität, ist Mythos und Nährboden zugleich für Theorien aller Art!

Ein Edelmetall, über das es sich zu reden lohnt! Heute und Auch in Zukunft!

Deswegen freue ich mich auf rege Diskussionen, eben wegen der Brisanz des Themas oft auch emotional geführt, jedoch nicht unter die Gürtellinie! Pro und Kontra sind herzlich willkommen, wenn es sachlich und unterlegt geführt wird! Ebenso soll auch das aktuelle Tagesgeschehen hier nicht zu kurz kommen, in der heutigen Zeit ist alle Art von Information wichtig für Anleger am Finanzmarktgeschehen! Leute die sich mit Charts und deren Deutung auskennen, sind herzlich eingeladen, ab und zu hier ein Update als Diskussionsgrundlage einzubringen!

Gold wird natürlich von den meisten Bankern der Welt "gemieden", aber nur in der Öffentlichkeit! Im Keller der Banken lagern die wahren Schätze und Reserven! Das Geld des kleinen Sparers jedoch sollte schon gefälligst im Kreislauf des Finanzwesens bleiben!

-----------
"An der Börse sind 2 + 2 nicht 4, sondern 5 - 1 !"
"Papier ist nicht nur geduldig, es brennt auch gut!"
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190284 Postings ausgeblendet.

4479 Postings, 326 Tage Tischtennisplattensp#190284

 
  
    #190286
05.08.15 11:32
Dann schau nach den Kupferpreisen  

8145 Postings, 1021 Tage JobelAg282 Zeile 5

 
  
    #190287
05.08.15 11:33
bernd2000  

91 Postings, 35 Tage bernd2000#...287

 
  
    #190288
1
05.08.15 11:38
ah, ok !! Ich habe erst gedacht, das wäre ein Scherz. Dann Tischtennisplatzis aber keine Ahnung von den verschiedenen Goldlegierungen :-)  

4479 Postings, 326 Tage Tischtennisplattensp#190283

 
  
    #190289
05.08.15 11:43
3478 Postings, 710 Tage shriekback :

>> @TTPL....#190277  
Nun ja, Polemik bringt niemanden wirklich voran, also bleib bitte bei deinen in der Vergangenheit recht oft fundierten Beiträgen und Ausführungen.....<<
Ok, stimmt.

>> Im Grundsatz stimme ich dir ja zu, insbesondere gilt dies hinsichtlich deiner bereits des Öfteren gemachten Aussagen zum Thema des "sog. Geldes"..... <<

gut

>> Was den "Wert" und den "Preis" von Gold angeht, sehe ich's etwas differenzierter, also ein wenig anders, ist aber ein anderes Thema..... <<

Sind wir wahrscheinlich näher beieinander als Du denkst

>> Das Geldsystem in seiner heutigen Form als "Zinseszins-System" halte auch ich -und ich denke das du sehr genau weißt, dass ich nicht zu den sog. "Verschwörungstheoretikern" zähle- nicht für der Weisheit letzten Schluß.....<<

Ich auch nicht und der Euro war m. E. politisch gut (Einigung Europas), wirtschaftlich ein Fehler. Nun steht die Kuh auf dem Eis. Das ist zuletzt aber wieder etwas dicker geworden (also das Eis, nicht die Kuh).

>> was natürlich nicht bedeutet, dass ich dieses abschaffen und durch irgendetwas imaginäres (und hier im Forum bislang ja auch noch nicht näher definiertes und erklärtes "Irgendwas") ersetzen möchte....<<

Da schwirrt schon genug rum, z.B. Bitcoins etc.

>> Klar aber ist, dass unser Geldwesen/-system deutlich erkennbare Schwächen aufweist. <<

Ja, Zustimmung.

>> Diese möglichst objektiv zu diskutieren sollte m.E. -wenn überhaupt- Thema und Ziel sein um überhaupt eine Vorstellung davon bekommen zu können, welche Alternativen u.U. bestehen..... <<

Einverstanden, aber nicht durch Verschwörugs-Geschwurbel. Damit meine ich nicht deine Beiträge. Auch wenn Akhenate schreibt, der Goldpreis könnte manipuliert worden sein, dann weise ich das als solches nicht zurück. Es wurde sehr viel gedreht, warum nicht auch da. Mich stört diese Angstmacherei. Das dürfte aber bei den meisten seinen Grund im Privaten haben. Da muss eben irgendein ein Sündenbock her.  

4479 Postings, 326 Tage Tischtennisplattensp#190287

 
  
    #190290
05.08.15 11:47
JobelAg :

282 Zeile 5,

besser einfach kopieren und einklammern:    >>  goldgelb, z. B. der Krügerrand  <<  

Geht fix und ist genau.
 

7884 Postings, 1701 Tage 47Protons@Tischtennispl., ''goldgelb'' ...

 
  
    #190291
05.08.15 12:48

1779 Postings, 1639 Tage SG70TTP

 
  
    #190292
2
05.08.15 12:55
Gold ist kein Geld, das wird nur von interessierten Kreisen behauptet. Geld ist allein das gesetzliche Zahlungsmittel, weil das jeder bei Bezahlung akzeptieren muss. Das ist nunmal die Definition von Geld. Gold ist letztlich ein (wertvoller) Tauschgegenstand wie jeder andere Sachwert. Jeder Sachwert, der sich nicht verbraucht, durch Altern kaputt geht usw., hat die Eigenschaft, dass er niemals vollkommen wertlos wird.

Und nun ja, der Wert von Gold ist ebenso wie der Wert einer Immobilie, eines Autos oder was auch immer. Es hat genau den Wert, den ich beim Verkauf als Preis oder Tauschwert bekomme. Ob ich persönlich nun der Meinung bin, dass mein Gold, Immobilie, Auto usw. mehr wert sein müsste, das interessiert niemanden.

Zumindest wenn man die vergangenen wirklich Krisen z.B. 2 Weltkrieg ansieht, dann war Gold damals fast wertlos. Wertvoll waren damals Dinge, die für das Überleben wichtig waren und das ist Gold nun wirklich nicht. Nach den akuten Krisen wurde Gold (wie auch andere nicht lebensnotwendige Güter) wider wertvoll....

 

1779 Postings, 1639 Tage SG70shriek

 
  
    #190293
05.08.15 13:00
Man muss sich leider damit abfinden, dass es Zins und Zinseszins schon seit Anbeginn der Menschheit gibt.

Weil die Frage, die sich jeder Mensch schon seit Beginn der Zeit stellt ist: Warum sollte ich etwas verleihen, wenn ich nicht mehr zurück bekomme? Dann behalte ich es lieber...

Da mit der Verleihende etwas haben will, sondern der etwas leihen will, lautet die Antwort seit Beginn der Menschheit: Ok, ich leihe es dir, wenn ich es nach x Zeit zurück bekomme und ich x dazu bekomme.  

1779 Postings, 1639 Tage SG70sollte

 
  
    #190294
05.08.15 13:01
"nicht" statt "mit" im letzten Absatz 1. Satz sein  

11523 Postings, 3802 Tage harcoonSind Goldanleger Optimisten oder Pessimisten?

 
  
    #190295
2
05.08.15 13:12
Oder einfach nur Realisten?

Es könnte sein, dass sich die pessimistische Weltsicht und Erwartungshaltung gewissermaßen verselbständigt haben. Pessimisten sind heute weniger angesehen als noch vor 30 Jahren. Ein optimistischer Intellektueller war so gut wie undenkbar, denn Optimismus und positives Denken wurde mit Naivität und Oberflächlichkeit gleich gesetzt. Daran hat sich inzwischen einiges geändert, allerdings habe ich den Eindruck, dass viele von uns Älteren das noch nicht bemerkt haben.

Es wäre interessant zu beobachten, wo sich die hier im Forum vertretenen Charaktere auf der Skala zwischen extremem Pessimismus, Realismus und unrealistischem Optimismus verorten lassen.  Dabei handelt es sich im Grunde genommen um das Spannungsfeld zwischen Depression und Manie, und die Frage ist, wo sich auf dieser Skala der Referenzpunkt "Realität" befindet, bzw. ob Pessimismus oder Optimismus näher an der Realität liegt.

Wenn es um Anlageentscheidungen geht, spielt die Psychologie eine viel größere Rolle, als den meisten von uns bewusst ist. Sowohl eine zu geringe als auch eine zu hohe Risikobereitschaft sind in den meiste Fällen negativ für den Erfolg. Es lohnt sich also herauszufinden, ob wir persönlich eher optimistisch oder eher pessimistisch sind und ob diese Grundeinstellung angeboren (also genetisch determiniert) oder erworben ist, z.B. durch negative Erfahrungen in der Kindheit, Fehlschläge usw.,
und ob sie veränderbar ist.

Ich hatte kürzlich etwas provokativ über das Scheitern von Startups geschrieben und darüber, dass Unternehmensgründer eben nicht zu den Pessimisten gehören. Ohne diesen oftmals unrealistischen Optimismus, so lautet eine These, ist kein Fortschritt möglich (sowohl im positiven wie im negativen Sinne).
http://www.ariva.de/forum/...-die-Welt-357283?page=7610#jumppos190260



http://www.zeit.de/zeit-wissen/2010/06/Optimismus-Positives-Denken
Pessimismus zahlt sich nicht aus
Pessimismus ist eine Geisteshaltung, die nur Nachteile hat. Wenn man immer nur das Negative sieht, dann erlebt man viel Negatives.
 

11523 Postings, 3802 Tage harcoonDer Realist als Nutznießer

 
  
    #190296
1
05.08.15 13:20
Um die Realität zu ertragen, muss man Optimist sein. Das ist nichts für Verlierer...

"Trotzdem ist eine spannende Frage, wer mit seiner Einschätzung näher an der Wahrheit liegt: der Optimist oder der Pessimist? Der eingangs zitierte Martin Seligman und seine Mitarbeiter und Kollegen haben in umfangreichen Experimenten untersucht, wessen Realitätseinschätzung besser ist ? und sie kommen zu dem erschütternden Ergebnis, "dass nichtdepressive Menschen die Wirklichkeit zu ihren Gunsten entstellen und depressive Menschen die Wirklichkeit korrekt wahrnehmen. (...) Der Pessimist scheint der Realität ausgeliefert zu sein, während der Optimist über eine starke Abwehr gegen die Realität verfügt, die ihm auch angesichts eines gnadenlos gleichgültigen Universums Zuversicht und Frohsinn ermöglicht." (S. 140)

Pessimisten = Realisten?

Das ist starker Tobak: Danach wäre Pessimismus Realismus und Optimismus eine für das Selbstvertrauen und den Lebensmut nützliche Selbsttäuschung. Aber wegschauen hilft nichts: Genau das ist das Ergebnis, das zahlreiche Untersuchungen erbracht haben. Die stimulierende Wirkung des Optimismus wird offenbar mit dem Preis des Realitätsverlusts erkauft. So erklärt es sich wohl, dass 80 Prozent der männlichen Amerikaner ihre soziale Kompetenz als oberhalb der Mitte einstufen oder dass über 90 Prozent der männlichen Deutschen sich für überdurchschnittliche Autofahrer halten. Und dass sie sich köstlich über diese Umfrageergebnisse amüsieren können, ohne im Geringsten an ihrer Selbsteinschätzung zu zweifeln. "

Optimismus und Pessimismus: Wie wir uns Erfolg und Misserfolg erklären
Wie viel Optimismus oder Pessimismus ein Mensch besitzt, hängt davon ab, womit er sich seine Erfolge und Misserfolge erklärt. Und es hat großen Einfluss darauf, wie er mit Veränderungen umgeht.
 

3480 Postings, 710 Tage shriekback@SG70...#190293

 
  
    #190297
1
05.08.15 13:26
Das ist so weit absolut richtig...!

Dennoch aber bin ich "Pro Fortschritt" (soll nun nicht heißen, dass ich dich als "rückwärtsgewandt ansehe...!), und zwar nicht nur bzgl. Technik, sondern insbesondere auch hinsichtlich "Gesellschaft & Geldwesen".....

Gab vor Jahren mal in "Zeit online" eine m.E. interessante Reihe zum Thema "Das verflixte Geld", einfach, verständlich und meiner Ansicht ein prima Einstieg für ergebnisoffene Interessierte........und die Zukunft -welche ich in diesem Fall dann ziemlich sicher nicht mehr erleben werde- ist ja schließlich nicht schicksalhaft in Beton gegossen......

http://www.zeit.de/online/2007/35/besser-wirtschaften-helmut-creutz

Aber wie schon häufiger geschrieben: Auch ich habe (noch...? ;-) ) keine Lösung für das Problem....
Und auch wenn ich diese hätte, würde es noch immer das Problem geben, diese Lösung der Menschheit als eine vernünftige Alternative näherzubringen und -sollte mir dies dann tatsächlich auch gelingen- die machtvolle Position zu erlangen, diese Lösung dann auch Realität werden zu lassen.....

Und letztendlich bin auch ich "nur Mensch", und was ich im Großen und Ganzen von Menschen halte, habe ich auch hier bereits mehrfach angedeutet......auch ich wäre also unter gewissen Umständen korrumpierbar.....
-----------
--- Nur meine Meinung. Keine Handlungsempfehlung! ---

1 Posting, 0 Tage laStradaSG70 ... 92, Gold als Zahlungsmittel

 
  
    #190298
1
05.08.15 13:29
>>>Gold ist kein Geld, das wird nur von interessierten Kreisen behauptet. Geld ist allein das gesetzliche Zahlungsmittel,...<<<

Vielleicht nicht in DE, aber gilt nicht global wie auch in DE:  
Goldmünzen werden global an jedem Bankschalter zu täglich aktualisierten Preisen angekauft- und ebenso verkauft (oft am Schalter Numismatik).
Der australische Nugget ist in Australien als offizielles Zahlungsmittel gültig.
Die Maple-Leaf-Münzen sind offizielle Zahlungsmittel in Kanada.
Der Kruegerrand ist nach der südafrikanischen Notenbankverordnung ein offizielles Zahlungsmittel in Südafrika.
Also eine Währung tauschbar in lokale Währung prakisch weltweit.
Auch bei den vielen dt. Sparkassen in jeder gr. dt. Stadt.  

4479 Postings, 326 Tage Tischtennisplattensp#190292

 
  
    #190299
1
05.08.15 13:30
SG70 :

>> TTP  
Gold ist kein Geld, das wird nur von interessierten Kreisen behauptet. Geld ist allein das gesetzliche Zahlungsmittel, weil das jeder bei Bezahlung akzeptieren muss. Das ist nunmal die Definition von Geld. <<

So ist es.

>> Gold ist letztlich ein (wertvoller) Tauschgegenstand wie jeder andere Sachwert. Jeder Sachwert, der sich nicht verbraucht, durch Altern kaputt geht usw., hat die Eigenschaft, dass er niemals vollkommen wertlos wird. <<

Ja, aber Gold hat seit jeher einen internationalen Sonderstatus, der aus der Geschichte herrührt. Es wird weltweit gesammelt und von Notenbanken gehalten. Wer Gold hat, kann das eben gegen eine andere als die nationale Währung handeln.

>> Und nun ja, der Wert von Gold ist ebenso wie der Wert einer Immobilie, eines Autos oder was auch immer. Es hat genau den Wert, den ich beim Verkauf als Preis oder Tauschwert bekomme. <<

Zustimmung, aber nicht ganz. Bei Gold kommt eben der internationale Außenwert hinzu. Eine verkrachte Immobilie in einer abgewirtschafteten Volkswirtschaft, die zu 500.00 Euro erworben wurde, kann national und international fast wertlos werden. Gold, das ebenfalls 500.000 Euro kostete und im Safe dieser Immobilie liegt, eben nicht, da es als internationales Handelsgut überall bemessen wird, nämlich in den jeweiligen Währungen.

Das ist die Stärke des Goldes. Das macht Gold als Sachwert zu dem, was fungibel genannt wird. Also bietet Gold unabhängig vom Umfeld seines Besitzers einen gewissen Werterhalt. Das sieht man gut derzeit. In Euro gerechnet, steht das Gold noch einigermaßen gut da. Im Dollar fällt es stärker. In Weichwährungsländern gab es sogar einen "Wertzuwachs", jedenfalls in der Weichwährung.  

4479 Postings, 326 Tage Tischtennisplattensp#190298

 
  
    #190300
05.08.15 13:36
  lastrada

>> Vielleicht nicht in DE, aber gilt nicht global wie auch in DE:  
Goldmünzen werden global an jedem Bankschalter zu täglich aktualisierten Preisen angekauft- und ebenso verkauft (oft am Schalter Numismatik).
Der australische Nugget ist in Australien als offizielles Zahlungsmittel gültig.
Die Maple-Leaf-Münzen sind offizielle Zahlungsmittel in Kanada.
Der Kruegerrand ist nach der südafrikanischen Notenbankverordnung ein offizielles Zahlungsmittel in Südafrika.
Also eine Währung tauschbar in lokale Währung prakisch weltweit.
Auch bei den vielen dt. Sparkassen in jeder gr. dt. Stadt.   <<

Gut gesehen, hätte ich mir meinen Text ja sparen können. Das ist eine Stärke des Goldes, was aber nicht heißt, dass es im Preis steigen muss.
Der Goldgehalt des Krügerrands fängt das Risiko der Währung zumindest etwas auf.

 

1779 Postings, 1639 Tage SG70shriek

 
  
    #190301
05.08.15 13:41
Ich befürchte egal welches System man erfinden würde, die Menschen würden es umgehen. Es verleiht niemand etwas, wenn er nicht mehr zurück bekommen würde. Das ist fast ein "Naturgesetz", weil der Verleihende ja immer eine Alternative hat: Es einfach zu behalten.

Wenn würde Das Verleihen und Zins über Schwarzmarkt oder wie auch immer abgewickelt... aber es würd eimmer passieren...  

1779 Postings, 1639 Tage SG70TTP

 
  
    #190302
05.08.15 13:42
Später... Arbeit...  

11523 Postings, 3802 Tage harcoonWir brauchen beides, Optimismus und Pessimismus

 
  
    #190303
1
05.08.15 13:47
Zum Teil hat unser Optimismus oder Pessimismus nichts mit äußeren Umständen, sondern mit der menschlichen Natur zu tun. Mehrere Millionen Jahre Evolution haben uns ein Gespür für Knappheiten, ja die Angst davor eingeprägt: Haben wir und unsere Familien genug zu essen und genug Holz für das Lagerfeuer? Es ist schwierig, sich vorzustellen, wie die Technik das ändern könnte. Wir neigen zudem dazu, für uns und unsere Kinder ein besseres Leben zu fordern (als unsere Eltern es hatten), was gewöhnlich mehr Ressourcen verschlingt.
Sich eine Wirtschaft vorzustellen, in der eine kleinere Bevölkerung weniger verbraucht, scheint unseren Instinkten zu widersprechen. Selbst die klügsten Köpfe neigen bei Prognosen dazu, derzeitige Trends in die Zukunft zu extrapolieren. Das Bakterium in der Zellkultur aus dem Gedankenexperiment von vorhin wäre dem Untergang geweiht, wenn die Population im selben Maße weiter wüchse. Wir sind jedoch keine Bakterien. Und wenn uns die Geschichte eines lehren kann, dann die Erkenntnis, dass zeitgenössische Trends sich eben nicht fortsetzen. Die Dinge ändern sich in einer Weise, die wir nicht vorhersehen können.
.................................................................­........................

Die Wahrheit lautet: Wir brauchen beides, Optimismus und Pessimismus. Beide befeuern sich gegenseitig, beide arbeiten Hand in Hand. Es ist immer klug, mit Ressourcen sparsam umzugehen ? wie der französische Philosoph Blaise Pascal sagte, sollten rationale Menschen handeln, als ob Gott existierte, auch wenn sie sich nicht sicher seien. Wir sollten uns also auf das Schlimmste vorbereiten und auf das Beste hoffen. Andererseits erfinden wir selten Lösungen ? oder erkennen sie als solche ?, bis wir nicht auf Probleme stoßen, für die wir sie brauchen.
Zukunftsforschung: Der Mensch ist keine bewusstseinslose Bakterie | ZEIT ONLINE
Seite 3 von 3: Der Mensch ist keine bewusstseinslose Bakterie des Artikels mit dem Titel: Optimisten gegen Pessimisten
 

4479 Postings, 326 Tage TischtennisplattenspOhje...

 
  
    #190304
05.08.15 13:52
ich hatte zumindest erwartet, dass es hier tatsächlich User gibt, die Münzen wie den Krügerrand kennen oder schon einmal in der Hand hatten:

>> Die beiden jahrgangsgleichen Krügerrand-Münzen oben wurden nebeneinanderliegend fotografiert also unter gleichen Lichtverhältnissen. Die rechte Münze hat die rotgoldene Farbe prägefrischer, aktueller Ausgaben, während die linke den klassischen Gelbgoldton hat. Beide Münzen sind jedoch unzweifelhaft echt. <<

>> Die Farbe der Oberfläche kann so von Rotgold bis hin zu Gelbgold changieren. <<

http://www.gold-test.de/...and-farbunterschiede-farbabweichungen.html

 

3480 Postings, 710 Tage shriekback@SG70...#190301

 
  
    #190305
1
05.08.15 13:59
"""Das ist fast ein "Naturgesetz", weil der Verleihende ja immer eine Alternative hat: Es einfach zu behalten."""

Auch das ist grundsätzlich richtig, aber (wirtschaftlich gesehen) eben nur so lange, wie die Funktionsweise von Geld eben die ist, die sie eben ist......hier aber würde es anders aussehen....

"""Umlaufgesichertes Geld"""

https://de.wikipedia.org/wiki/Umlaufgesichertes_Geld#Das_Prinzip

Mein diesbezügliches Motto: Versuch macht klug..... ;-)

Aber wie du schon sagtest......später...Arbeit.....
-----------
--- Nur meine Meinung. Keine Handlungsempfehlung! ---

91 Postings, 35 Tage bernd2000#.....304

 
  
    #190306
05.08.15 14:03
Hach, was bist Du schlau !! Da hast Du lange nach gesucht, oder ???  

4479 Postings, 326 Tage Tischtennisplattensp#190306

 
  
    #190307
05.08.15 14:05
nö,

ich wusste es ja  

2723 Postings, 2304 Tage AkhenateJa, Harcoon, da hat Pascal nicht Unrecht

 
  
    #190308
2
05.08.15 14:15
Es ist sicher "klüger" Optimist zu sein, was Gott bzw. ein Leben nach dem Tode betrifft. Was haben die Pessimisten davon, nicht daran zu glauben? Wer von beiden der Realist ist wird sich erst nach dem Tode herausstellen am Ende des berühmten Tunnels mit dem weißen Licht.

Die Optimisten sind auf jeden Fall viel besser dran, denn während ihres ganzen Lebens glauben sie, daß es irgendwie weitergeht und daß sie, wenn sie denn gute Menschen waren, dafür belohnt werden. Falls sie sich irren, haben sie nach ihrem Tode nicht mehr Gelegenheit sich darüber zu ärgern. Sie haben also nichts verloren aber ein Leben mit einem positiven Ausblick gelebt und sich bemüht moralisch gut zu handeln, damit sie gute Karten haben im Jenseits :-)

Die Pessimisten waren ihr ganzes Leben lang miserabel drauf. Wenn sie "Pech" haben, dann geht es ja irgendwie weiter aber da sie als Pessimisten eher eine Tendenz dazu hatten keine so guten Menschen zu sein, wozu auch, vielleicht als Bankster die anderen übervorteilten ohne Angst for Strafe ...  soffen, Orgien feierten, Kokain schnupften, sich mit Weißrussinen austobten, Verschwörungstheorien anhingen, Gold horteten :-))  .... stehen sie jetzt vor dem Kadi und müssen sich rechtfertigen und werden bestraft und kommen in die Hölle, wo ihnen zuallererst ihre Handies konfisziert wird und auch ihr Gold ihnen nicht weiterhilft, denn den Teufel kann man nicht bestechen :-))

Wer hat also das bessere Los gezogen, mehr von seinem Leben gehabt und, sollte es ein Leben danach geben, auch mehr DAvon haben?

Pascal hat recht. Die Franzosen waren schon immer Pragmatiker.

Nur so am Rande, damit ein bischen Farbe und Leben ins Forum kommt ;-)
-----------
Komm lieber Dow und mache die Aktien wi..ie..der grün ;-)

4479 Postings, 326 Tage TischtennisplattenspZu guter Letzt

 
  
    #190309
05.08.15 14:20
... nun deutet vieles auf eine Zinserhöhung in den USA hin. Das Deflations-Szenario bröckelt immer mehr, habe ich ohnehin nie dran geglaubt.

... Das Thema der "Lirarisierung des Euros" ist m. E. zu Unrecht tot. Der Anfang ist nämlich schon gemacht.

Es wird jetzt sehr spannend. Die erste Frage wird sein, wie die Märkte auf den Zinsschritt reagieren. Das hängt von der Höhe ab. Und nie vergessen: Es gibt auch einen Crash nach oben.


Bis  . . (Tag) . . (Monat) . . . .  (Jahr)  

11523 Postings, 3802 Tage harcoonGibt es Beispiele für zinslose Kredite?

 
  
    #190310
05.08.15 14:24
Es muss jemand schon ein wahrer Optimist sein, um überhaupt etwas zu verleihen oder auszuleihen. Der Gläubiger glaubt daran, dass er sein Gut zurück erhält, plus den geldwerten Vorteil als Belohnung für seinen temporären Verzicht, und der Schuldner glaubt daran, dass er in der Lage ist, die Schuld zu begleichen und den vereinbarten Lohn zusätzlich aufzubringen.

Banken müssen also verdammt optimistisch sein.

Es gab und gibt durchaus Einschränkungen und Verbote aus religiösen Gründen. In weiser Voraussicht waren Wucherzinsen oder Zinsen generell innerhalb einer Glaubensgemeinschaft verboten, Anders- bzw. Ungläubigen gegenüber jedoch sind sie oft erlaubt. In christlich dominierten Gesellschaften dienten z.B. Juden als Geldverleiher und hatten den Ansehensverlust zu tragen, auch weil ihnen die Ausübung anderer Berufe nicht erlaubt waren.

Der Koran verbietet den Mehrungszins:   Sure 2, Vers 275

"Diejenigen, die den Mehrungszins verzehren, sollen nicht anders dastehen als wie derjenige, der von dem Satan geschlagen  und zum Wahnsinn getrieben wird. Dies weil sie sagen: Der Verkauf ist dasselbe wie der Mehrungszins. Und Allah hat den Verkauf zugelassen und er hat den Mehrungszins  untersagt. Dann jenem, bei dem  eine Ermahnung von  seinem Herrn eingetroffen ist   und er dann aufhört dem soll verbleiben,   was Vergangenes ist.   Und sein Gebot ist bei Allah. Und wer rückfällig geworden ist, dann sind diese Gefährten des Feuers. Sie sind darin Verbleibende."

Sure 276:

Allah  lässt den Mehrungszins dahinschwinden und vermehrt die Spenden. Und Allah liebt  keinen, der ein hartnäckiger Ungläubiger und Schuldhafter ist.

Sure 278
Oh ihr diejenigen, die überzeugt sind, fürchtet Allah und verzichtet auf das, was noch  verblieben ist an  dem Mehrungszins, falls ihr Überzeugte seid.

@SG70...#190301
"""Das ist fast ein "Naturgesetz", weil der Verleihende ja immer eine Alternative hat: Es einfach zu behalten."""

Nicht, wenn es sich um Staaten und Nullprozentkredite handelt. Manchmal wird die Schuld auch scharf beschnitten...
 

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