Mit einem Bündel von noch härteren Sparmassnahmen will die Regierung in Athen heute die Geldgeber-Troika zufriedenstellen. Die geplanten Milliarden-Einsparungen treffen die Alten und die Kranken.
Analysten von Citigroup sehen mittlerweile eine Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent für einen Austritt Griechenlands aus dem Euro in den nächsten 12 bis 18 Monaten.
Erleichterung in Athen: Die internationalen Geldgeber haben Eckpunkte des neuen griechischen Sparprogramms genehmigt. Ob Athen allerdings neue Milliarden aus dem Euro-Rettunsfonds erhält, wird erst im September endgültig geklärt.
20:09 Griechenland: Nach einem Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung" will Athen die Renten weiter kürzen. Zudem sollen die Bedingungen für den Renteneintritt verschärft werden.
20:03 Griechenland: Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs lehnt weitere Notkredite der EZB ab. Wenn die Griechen die mit der Troika vereinbarten Auflagen nicht einhalte, könne "die EZB auch keine Leistungsmöglichkeiten eröffnen und Gelder bereitstellen, die die Griechen ansonsten nicht von den Rettungsfonds EFSF oder ESM bekommen würden", sagte er im "Handelsblatt"-Interview.
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Mit einer Schatzwechselauktion im maximal erlaubten Volumen wird Griechenland am Dienstag sicher stellen, dass es bis zur Auszahlung der nächsten Hilfsgelder zu einer Staatspleite kommt. Die Banken dürften dabei mitspielen.
Griechenland hat mit kurzfristigen Schuldtiteln mehr als 4 Milliarden Euro eingespielt. Damit zieht das überschuldete Land zunächst seinen Kopf aus der Schlinge.
Kurz vor neuen Spitzentreffen zwischen Griechenland und EU-Vertretern sind erste Details durchgesickert, wie das hoch verschuldete Land 11,5 Milliarden Euro sparen will. Vermutlich werden wieder Rentner und öffentliche Angestellte die Hauptlast tragen. Dabei müssen sie schon jetzt mit bis z ...
Das internationale Gutachterteam der Troika, das zurzeit den Haushalt in Griechenland prüft, erkennt Sparvorschläge über rund 2 Milliarden Euro nicht an. Jetzt ist die Regierung in Athen abermals gezwungen, ihre Finanzpläne zu überarbeiten, um die Geldgeber zufriedenzustellen ...
Griechenland bekommt seine Staatsfinanzen nicht in den Griff. Trotz aller Sparpakete beträgt das Defizit im laufenden Jahr laut einem Magazinbericht 20 Milliarden Euro. Ministerpräsident Samaras bittet demnach um einen weiteren Schuldenerlass.
12:32 Griechenland: Nach Angaben des Finanzministers wurde eine grundlegende Einigung über das Sparpaket erzielt. Jetzt müssen noch Griechenlands Partner zustimmen.
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mamex7
: Koalition in Athen einigt sich auf Sparpaket
#52
27.09.12 15:36
Die drei griechischen Koalitionsparteien haben sich einen Tag nach dem Generalstreik grundlegend auf das lange angekündigte Sparpaket verständigt. "Wir sind uns in den Hauptpunkten einig", sagte Finanzminister Yannis Stournaras in Athen. Zuvor hatten sich die Parteichefs des Dreierbündnisses getroffen, um über die neuen Einsparungen zu diskutieren. Auch Ministerpräsident Antonis Samaras war als Vorsitzender der konservativen Nea Dimokratia an dem Gespräch beteiligt.
Finanzminister Stounaras will sich jetzt um die Zustimmung der EU-Partner bemühen. Die geplanten Kürzungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro sind Voraussetzung für weitere Raten aus dem Rettungsprogramm von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF). Die Hauptlast der Kürzungen werden erneut die Rentner und die Mitarbeiter des öffentlichen Diensts tragen müssen, die bereits kräftige Einschnitte hinnehmen mussten. So soll das Renteneintrittsalter auf 67 von bisher 65 Jahren heraufgesetzt werden.
Allerdings muss dem auch noch das griechische Parlament zustimmen. Der Chef des kleinen Koalitionspartners, der linken Dimar-Partei, machte aber nach dem Treffen deutlich, dass noch nicht alle Unstimmigkeiten ausgeräumt sind. "Wir haben eine Einigung in grundlegenden Punkten. Aber es gibt noch einige ungeklärte Probleme", sagte Fotis Kouvelis.
In den vergangen Tagen hieß es in verschiedenen Medienberichten, dass die Finanzierungslücke für die kommenden beiden Jahre viel größer sei und eigentlich 20 Milliarden Euro eingespart werden müssten. Die drei Parteien stehen national wie international unter großem Druck. Während immer weniger Bürger den rigiden Sparkurs unterstützen, drücken die internationalen Geldgeber des Landes aufs Tempo.
Am Wochenende sollen die Inspektoren der Troika von EU, Europäischer Zentralbank und IWF nach Athen zurückkehren. Erst wenn sie grünes Licht geben, kann Griechenland auf die Auszahlung der geplanten 31 Milliarden Euro hoffen. Damit wird in Brüssel aber nicht mehr vor Ende Oktober gerechnet.
Die internationalen Gläubiger drücken aufs Tempo, während gleichzeitig die Bevölkerung auf die Barrikaden steigt. Doch es nützt nichts: Die Griechen müssen ein Sparprogramm auflegen, wollen sie neues Geld. Jetzt ist eine Einigung da, zumindest eine grundlegende.
Koste es was es wolle: Trotz neuer Milliardenlöcher und nicht umgesetzer Reformen soll Griechenland nach Medienberichten die nächste Tranche von 31 Milliarden Euro aus dem Euro-Hilfspaket erhalten. Kanzlerin Angela Merkel gibt das Pochen auf Reformen angeblich auf.
Die griechische Regierung verhandelt mit der Troika über weitere Finanzhilfen und muss den Haushaltsentwurf 2013 durchs Parlament bringen. Das Land steuert auf das sechste Rezessionsjahr zu. Im Entwurf für 2013 sind neue Einsparungen und Rentenkürzungen in Höhe von 7,8 Milliarden Euro geplant.
Griechische Staatsanleihen haben nach einer leichten Korrekturbewegung am Dienstagmorgen weiter zugelegt. Die Rendite auf zehnjährige Papiere des Landes fiel zehn Basispunkte auf 17,14 Prozent.
Griechenland könnte schon im ersten Halbjahr 2013 aus der Eurozone austreten. Diese Einschätzung äußerte Megan Greene, Direktorin für europäische Volkswirtschaften bei Roubini Global Economics LLC,...
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