Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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neuester Beitrag: 24.05.13 19:56
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 8331
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20752 Postings, 3471 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
69
04.11.12 14:16

Wirtschaftswissenschaften: Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind immer mehr Ökonomen überzeugt. Viele von ihnen sehen in der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich auch die Ursache für die weltweite Finanzkrise.

BerlinDer Klassenkampf war lange verschwunden aus dem Vokabular der Ökonomen. Die meisten Forscher interessierten sich nicht mehr für die Unterschiede zwischen den einzelnen Schichten der Gesellschaft, zwischen Armen und Reichen, Arbeitenden und Vermögenden. Die Stoßrichtung gab Nobelpreisträger Robert Lucas vor: Ökonomen sollten sich nicht von der gefährlichen Versuchung verführen lassen, sich mit Verteilungsfragen zu beschäftigen, schrieb er vor gut zehn Jahren. Wer den Wohlstand mehren wolle, der solle nicht umverteilen, sondern für Wachstum sorgen.

 

Inzwischen aber findet in der ökonomischen Zunft ein Umdenken statt - immer mehr Volkswirte nehmen auch Verteilungsfragen wieder ernst, wie eine Konferenz des "Forschungsnetzwerks Makroökonomie" zeigt, die in der vergangenen Woche in Berlin stattfand. Auf Einladung der Hans-Böckler-Stiftung diskutierten mehr als 300 Volkswirte über die Zukunft der makroökonomischen Forschung. Die Einkommensverteilung war dabei eines der zentralen Themen. Schließlich ist die Kluft zwischen Arm und Reich vor der Krise massiv gewachsen - vor allem in den USA, aber auch in vielen anderen Industrieländern.

Wenn die Ungleichheit in einer Volkswirtschaft zu groß wird, wird diese instabil, zeigte Michael Kumhof, Vizeabteilungsleiter beim Internationalen Währungsfonds (IWF). Zusammen mit Kollegen hat er ein makroökonomisches Standard-Modell um Verteilungsfragen erweitert. Anstelle von homogenen Haushalten, die einheitliche Interessen haben, gibt es in diesem Modell Arbeiter und Vermögende.

 
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8305 Postings ausgeblendet.

12620 Postings, 2503 Tage Malko07Angeblich ist der

 
  
    #8307
9
24.05.13 11:38
Euro schuld und verhindert eine Erholung an der südlichen Peripherie der Eurozone. Dazu einige Beispiele von wirklichen armen Ländern im Vergleich zu unseren Problemstaaten.

Sowohl Montenegro als auch der Kosovo haben als Währung den Euro ohne Mitglied der Eurozone zu sein. Ein Staat oder seine Bevölkerung kann sich eben für eine beliebige Währung entscheiden, diese beiden Staaten haben sich für den Euro entschieden. Historisch verständlich. In früheren Krisenzeiten kam man nur mit der DM weiter und noch weiter in der Vergangenheit hatte man den Maria-Theresien-Taler. Und kaum zu glauben, ohne Möglichkeit monetärer Spielereien funktioniert das Ganze. Diese Staaten unterwerfen sich freiwillig einer harten Währung und das ist gut für sie. Die Nachbarrepublik, das frühere jugoslawische Mazedonien dagegen hat eine eigne Spielzeugwährung und verschuldet sich momentan stark wegen dem Aufbau einer Hauptstadt und frönt darüber seine nationalen Träume. Wird wahrscheinlich schief gehen und die Bevölkerung wird sich dann auch für den Euro entscheiden, egal was die Regierung will.

So wird sich auch die griechische Bevölkerung für den Euro entscheiden, sollte ihr Staat in die Pleite segeln und die EU verlassen. Eine Bevölkerung welche die Vorteile einer harten Währung erlebt hatte will eben keine Spielzeugwährung mehr. Wer will schon ernsthaft arbeiten während er zusehen muss wie der Wert seines Lohnes in der Sonne dahin schmilzt.

Auch deshalb ist der Euro eine starke Währung und die Randstaaten der Eurozone versuchen ein stabiles Verhältnis zu ihm zu halten und werden damit faktisch Mitglieder ohne Stimmrecht dieses Währungsraumes und belügen sich mit selbst gedruckten Scheinen.

Und sogar die Schweiz hat sich für den Euro entschieden, heimlich versteckt hinter Fränkli-Papier.  

2428 Postings, 1652 Tage daiphong#301 eine Notenbank hat selbst keine "Schulden".

 
  
    #8308
4
24.05.13 11:49
Gegen wen denn? Mit ihrem Geld kann man bei ihr selbst nichts kaufen.
Durch die Geldschöpfung erwirbt sie nur Vermögen, das steht der Staatsschuld gegenüber.  

5211 Postings, 841 Tage zaphod42AAII sagt

 
  
    #8309
3
24.05.13 12:58
Bären legt euch wieder schlafen. Ist ne Falle.  
Angehängte Grafik:
image002.gif (verkleinert auf 68%) vergrößern
image002.gif

12620 Postings, 2503 Tage Malko07Chef der Raiffeisen Bank geht

 
  
    #8310
2
24.05.13 13:07
Offshore-Leaks: Herbert Stepic tritt zurück - Wirtschaft - Süddeutsche.de
Konsequenz aus Offshore-Leaks: Der Chef von Raiffeisen International, Herbert Stepic tritt nach Bekanntwerden dubioser Geschäfte zurück.  
 

2428 Postings, 1652 Tage daiphong#09 für kurze Bär-Zocks reicht es erstmal,

 
  
    #8311
24.05.13 13:27
vielleicht baut sich eine weitere Konsolidierung auf? Immerhin sind wir im bullish-Extrembereich mit Derivate-Kippgefahr, Japan/China, Nachfrageschwäche in Europa, der höhere Dollar könnten ausbremsen.  

4035 Postings, 1813 Tage Fillorkill# 301 AL Zentralbanken-Insolvenz

 
  
    #8312
4
24.05.13 14:29
Eine Institution, die Geld aus dem nichts in beliebiger Höhe schöpfen kann, wird logischerweise niemals pleite gehen. Allerdings kann die CB - idR vorübergehend - negatives Eigenkapital ausweisen, wenn gehaltene Aktiva an Wert verlieren. Anders als in der freien Wildnis bedeutet dies jedoch nicht der Schritt in die zwangsläufige Pleite. Denn die CB ist keine Bank im üblichen Sinne, auch wenn ihre Bilanzierung deren Modell imitiert. Insofern gibt es auch keinen Automatismus, demzufolge 'Verluste' durch den staatlichen Auftraggeber / Eigentümer ausgeglichen werden müssten....

Der kritische Punkt ist der, dass Effektivität und Werthaltigkeit monetärer Operationen der CB wie des von dieser geschöpften Geldes überhaupt wesentlich aus dem psychologischen Kredit, sprich der Glaubwürdigkeit, dieser Institution hervorgehen. Diese Funktion kann Schaden nehmen, wenn das Eigenkapital signifikant entgleist...

Um es logisch klar zu machen: Werden von der CB gehaltene Assets ( Bonds, MBS...) prekär, wäre die CB theoretisch in der Lage, mit unbegrenztem Volumen solange in dem entsprechenden Märkten zu intervenieren, bis deren Assets wieder im 'plus' sind. Macht die CB aber praktisch nicht, weil ihr Auftrag weder Verlustvermeidung noch Gewinnerzielung ist, sondern Marktsteuerung...

Fill

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Mein Gott, es ist voller Sterne...

4035 Postings, 1813 Tage Fillorkill#311 Daiphong, brauchst Du eine Anlageberatung ?

 
  
    #8313
24.05.13 14:42
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Mein Gott, es ist voller Sterne...

2428 Postings, 1652 Tage daiphongnaja.

 
  
    #8314
2
24.05.13 15:07
aber jedenfalls nicht von einem Hobby-Psychologen.  

4035 Postings, 1813 Tage Fillorkilldann versuchs doch mal mit mir...

 
  
    #8315
2
24.05.13 15:17
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1720 Postings, 507 Tage Zanoni1Fill, 1:0 für Dich

 
  
    #8316
1
24.05.13 15:32
Schöner Konter ;D  

4035 Postings, 1813 Tage FillorkillExit Strategie QE

 
  
    #8317
2
24.05.13 15:34

1. Stop Reinvestment laufender Erträge

2. Erhöhung der Fed Funds

3. Schrittweiser Abstoss der Assets

 

Exit Strategy Principles
         

   
  • The Committee will determine the timing and pace of policy  normalization to promote its statutory mandate of maximum employment and  price stability.
  • To begin the process of policy normalization, the Committee will  likely first cease reinvesting some or all payments of principal on the  securities holdings in the SOMA.
  • At the same time or sometime thereafter, the Committee will  modify its forward guidance on the path of the federal funds rate and  will initiate temporary reserve-draining operations aimed at supporting  the implementation of increases in the federal funds rate when  appropriate.
  • When economic conditions warrant, the Committee's next step in  the process of policy normalization will be to begin raising its target  for the federal funds rate, and from that point on, changing the level  or range of the federal funds rate target will be the primary means of  adjusting the stance of monetary policy. During the normalization  process, adjustments to the interest rate on excess reserves and to the  level of reserves in the banking system will be used to bring the funds  rate toward its target.
  • Sales of agency securities from the SOMA will likely commence  sometime after the first increase in the target for the federal funds  rate. The timing and pace of sales will be communicated to the public in  advance; that pace is anticipated to be relatively gradual and steady,  but it could be adjusted up or down in response to material changes in  the economic outlook or financial conditions.
  • Once sales begin, the pace of sales is expected to be aimed at  eliminating the SOMA's holdings of agency securities over a period of  three to five years, thereby minimizing the extent to which the SOMA  portfolio might affect the allocation of credit across sectors of the  economy. Sales at this pace would be expected to normalize the size of  the SOMA securities portfolio over a period of two to three years. In  particular, the size of the securities portfolio and the associated  quantity of bank reserves are expected to be reduced to the smallest  levels that would be consistent with the efficient implementation of  monetary policy.
  • The Committee is prepared to make adjustments to its exit strategy

more Fed

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4035 Postings, 1813 Tage Fillorkillfinanzielle Repression (inverses Modell)

 
  
    #8318
4
24.05.13 15:53

Kein QE = schwache Konjunktur = Deflation. Wer also im gebenedeitem Namen unserer Kleinsparer unterwegs ist, sollte sich logischerweise für QE stark machen. Denn nur mit QE gibt es auch die Aussicht auf steigende Zinsen...

A premature tightening of monetary  policy could lead interest rates to rise temporarily but would also  carry a substantial risk of slowing or ending the economic recovery and  causing inflation to fall further. Such outcomes tend to be associated  with extended periods of lower, not higher, interest rates, as well as  poor returns on other assets. (Bernanke)

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1720 Postings, 507 Tage Zanoni1Wenn man Hernn Bernanke denn glauben möchte ;)

 
  
    #8319
3
24.05.13 18:11
Wie Du oben bereits mehrfach ganz richtiger Weise dargelegt hast, sind die QE Gelder eben nicht in die Realwirtschaft geflossen.

Es handelt sich in erster Linie schlicht und ergreifend um Staatsfinanzierung, nicht mehr und nicht weniger.

Die Gelder werden dabei nicht einfach verteilt; sie müssen in Form von Schulden von den Staaten aufgenommen werden.

Da diese Schulden niemals getilgt werden (können) müssen sie bei Fälligkeit immer weiter umgeschichtet werden. Wenn die Zinsen nicht dauerhaft bei 0 stehen, entstehen in der Zukunft alleine nur durch solche Umschichtungen gigantische Zinszahlungsverpflichtungen, die nur durch weitere Schuldenaufnahmen finanziert werden können.
Diese Zinszahlungverpflichtungen schränken dabei den Ausgabenspielraum der Staaten immer weiter ein.

Wenn man sich die vergleihsweise zarte konjunturelle Erholung anschaut, die u.U. durch die Staatsfinanzierung mittels QE entstanden sein könnte, stellt sich die Frage nach der Verhätnismäßigkeit im Hinblick auf die zukünftigen Folgen, dieser Maßnahmen, nämlich diesen gigantischen Zinszahlungsverpflichtungen, die irgendwann entstehen werden.

Wenn man einen Blick auf Japan wirft, so wird man zum einen feststellen, dass man auch mit einer Deflation ganz gut zurechtkommen kann, und zum anderen dass QE Maßnahmen eben keine Garantie bieten, diese zu verhindern.

Ich halte dies sogar im Grundsatz sogar eher für unwahrscheinlich.  

1720 Postings, 507 Tage Zanoni1Heute gelingt mir aber auch nirgendwo

 
  
    #8320
1
24.05.13 18:17
ein Beitrag mit halbwegs ordentlicher Rechtschreibung und Grammatik.
Bin vermutlich zu sehr auf die Charts konzentriert ;)

Ich möchte endlich ne Editierungsfunktion!  

260 Postings, 662 Tage InnogyEuro-Krise breitet sich aus

 
  
    #8321
3
24.05.13 18:38
Europas starker Norden bricht weg
MAI 20, 2013 Von ERIC BONSE

Da braut sich etwas zusammen: Der IWF gibt Alarm für die Niederlande! Die Wirtschaft in Frankreich, Belgien, Finnland und sogar Deutschland schwächelt. Die EU rechnet mit noch mehr Arbeitslosen…

http://www.geolitico.de/2013/05/20/...arke-norden-europas-bricht-weg/  

1720 Postings, 507 Tage Zanoni1@ innogy

 
  
    #8322
1
24.05.13 18:46
allerdings kommt das wieder von so einer Seite, von der man nicht ganz weiß, was man davon halten soll.

Würde da lieber den Bericht der IWF im Original lesen. Hättest Du da vielleicht auch ne Quelle?  

1720 Postings, 507 Tage Zanoni1bin schon selber fündig geworden

 
  
    #8323
24.05.13 18:54

2428 Postings, 1652 Tage daiphong#16 seit wann vergeben Sie hier Haltungsnoten,

 
  
    #8324
3
24.05.13 18:56
Herr Zanoni1?  Ist das hier Ihr Wohnzimmer? Sind Sie sein Klient? Ganz rechts ist ein Knopf für Bewertung und Beifall.  

27506 Postings, 4958 Tage Kickyklingt wesentlich gemässigter

 
  
    #8325
1
24.05.13 19:08

27506 Postings, 4958 Tage KickyEric Bonse

 
  
    #8326
1
24.05.13 19:18
http://www.cicero.de/blog/eric-bonse-lost-europe

sehr schön Brüssels neue Gurke.wird Brüssel nun entmachtet? griffiger Journalistenjargon
http://www.cicero.de/blog/eric-bonse-lost-europe/...essels-neue-gurke  

27506 Postings, 4958 Tage KickyIWF sieht Griechenland jetzt als Sündenfall

 
  
    #8327
1
24.05.13 19:26
... weichte das Exekutivdirektorium, dem die Geschäftsführung des IMF obliegt, im Mai 2010 kurzerhand die Zugangskriterien für hohe Kredite auf. Seitdem darf der IMF auch einem Wackelkandidaten einen Kredit gewähren, sofern eine «internationale Ansteckung» befürchtet wird.

Die Fonds-Ökonomen halten diese Aufweichung jedoch für keine gute Idee, wie eine Auslegeordnung zu den jüngsten Erfahrungen deutlich macht, die am Montag vom Board diskutiert wurde. Es möge zwar gute Gründe geben, die Ansteckungsgefahr zu berücksichtigen. Dies dürfe jedoch nicht dazu führen, dass der IMF einem Land mit untragbaren Schulden einen Kredit einräume, ohne dass die Schuldenproblematik angegangen würde.Empfohlen wird stattdessen, die Ansteckungsgefahr mit spezifischen Instrumenten zu bekämpfen. Dazu gehört, dass Länder Banken, die stark in Anleihen eines Krisenstaates investiert haben, vorsorglich rekapitalisieren, dass eine Brandschutzmauer errichtet wird und die Notenbank Liquidität bereitstellt. Die Aufweichung der Zugangskriterien für IMF-Kredite sollte jedenfalls überdacht werden, schreiben die IMF-Ökonomen. Doch man sollte sich keinen Illusionen hingeben: Im Exekutivdirektorium sitzen Vertreter von 24 Länder, bzw. Ländergruppen, darunter eine starke Abordnung aus EU-Staaten. Mit einem Schritt zu härteren Kriterien ist nicht zu rechnen......

http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/...nd-als-suendenfall-1.18086788  

1720 Postings, 507 Tage Zanoni1Herr Daiphong 1:0 für Dich

 
  
    #8328
1
24.05.13 19:29
Leider gibt es rechts nur einen Knopf für die A-Note.

Haltung und Schlagfertigkeit muss man eben gesondert bewerten und wer krumm hinterm Bildschirm sitzt bekommt Punktabzug!  

27506 Postings, 4958 Tage KickyEU will Kundenassets als Collateral f.Banken ein-

 
  
    #8329
2
24.05.13 19:39
schränken und zerohedge meint,das sei heute die wichtigste Nachricht,weil damit das 80 Billionen  Shadow Banking angreift by effectively collapsing collateral chains, and by making wanton asset rehypothecation a thing of the past, permitted only with express prior permission, which obviously will never come:
http://www.zerohedge.com/news/2013-05-24/...eek-collapse-collateral-c

http://www.bloomberg.com/news/2013-05-24/...assets-as-collateral.html  

4035 Postings, 1813 Tage FillorkillZan,

 
  
    #8330
2
24.05.13 19:43
es gibt keine Staatsfinanzierung durch QE oder durch eine andere Form von Zentralbankgeld. Die Fed nimmt lediglich Treasuries vom Sekundärmarkt und drückt auf diese Weise das Zinsniveau. Solange dies gelingt, kann sich der Staatskredit allerdings relativ preiswert refinanzieren. QE ist also in keiner Form Deficitspending. Tatsächlich hat sich das US-Deficit innerhalb von 5 Jahren mehr als halbiert, was gerade von Keynsianern a'la Krugman heftig kritisiert wird...

Fill
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Mein Gott, es ist voller Sterne...

27506 Postings, 4958 Tage KickyOhne Schuldenschnitt kommt EU nicht hoch

 
  
    #8331
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24.05.13 19:56
ZEW-Chef Fuest im Interview mit Spiegel
....Wenn die Rettung nicht von Europa ausgeht, kann Asien helfen?

Fuest: Darin besteht tatsächlich eine Hoffnung für die wirtschaftliche Erholung in Europa: Dass wir aus Asien eine stärkere Nachfrage nach europäischen Produkten bekommen. Allerdings schwindet diese Hoffnung, wenn sich die Konjunktur in China abkühlt, was sich auf den gesamten asiatischen Raum auswirken wird. Dazu kommt noch die aggressive Abwertungspolitik des Yen in Japan - alle diese Faktoren stellen in Frage, dass die Euro-Zone sich durch Exporte aus dem Sumpf ziehen kann.....

Die USA erholen sich, und wir haben in Asien und in einigen Schwellenländern Lateinamerikas noch ganz gute Wachstumsraten. Allerdings nimmt dort auch die Verschuldung enorm zu - beispielsweise in Brasilien -, und damit steigen auch die Risiken. Für Deutschland waren die Exporte in die Schwellenländer zuletzt eine wichtige Stütze - jetzt ist natürlich die Frage, woher kommen die neuen Wachstumsquellen?......

Wir brauchen den Mut zu unpopulären Schritten. In der Euro-Zone droht eine Zombifizierung: Damit ist gemeint, dass wir in Europa günstige Kredite zur Verfügung stellen, als hätten wir ein Problem mit der kurzfristigen Geldversorgung. In Wirklichkeit haben wir in der Euro-Zone Probleme mit der Überschuldung - und die kann man mit neuen Krediten nicht lösen. Um Schuldenschnitte sowohl im privaten Sektor, beispielsweise bei einigen Banken, als auch bei einigen Staaten werden wir nicht herumkommen. Das ist natürlich sehr unangenehm und unpopulär, aber ich glaube nicht, dass es zu einer wirtschaftlichen Erholung kommen kann, wenn die Verschuldung in den Krisenstaaten nicht deutlich gesenkt wird. .....
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/...-in-europa-a-901759.html  

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