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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 1046
neuester Beitrag: 22.09.14 02:54
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 26144
neuester Beitrag: 22.09.14 02:54 von: daiphong Leser gesamt: 1211779
davon Heute: 4373
bewertet mit 82 Sternen

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20752 Postings, 3956 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
82
04.11.12 14:16
Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html

Moderation
Moderator: st
Zeitpunkt: 18.06.14 08:56
Aktion: Kürzung des Postings
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 
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26118 Postings ausgeblendet.

3498 Postings, 992 Tage Zanoni1#032

 
  
    #26120
2
21.09.14 23:41
"Lupenreine Stalinisten wie Zaphod oder Armitage" IST GLASKLAR eine "vulgäre, antiintellektuelle Diffamierung und Denunziationen" jenes äußerst merkwürdigen Herren FillorKill."

So glasklar, wie es zugleich absurd ist. Man wird dem Spiel mit dem Absurden - im Gegensatz zur reinen Polemik - jedoch gerade nicht gerecht, wenn man bei seiner Interpretation über die vordergründige Ebene der Bedeutung des Wortlautes nicht hinauskommt.
 

8653 Postings, 2298 Tage Fillorkillden coolen Zap en passant psychoanalysiert

 
  
    #26121
2
21.09.14 23:46
The ego-defense mechanism of projection occurs as indicated when that person avoids self-reference of the anxiety-producing id impulse, by displaying them onto "inferior" minority groups in the given culture (projectivity), with associated beliefs that are highly evaluative (power and toughness), and rigid (stereotypy).

Additionally, there is a cynical view of humanity and a need for power and toughness resulting from the anxieties produced by perceived lapses in society's conventional norms (destructiveness and cynicism). Other characteristics of this personality type are a general tendency to focus upon those who violate conventional values and act harshly towards them (authoritarian aggression), a general opposition to subjective or imaginative tendencies (anti-intraception), a tendency to believe in mystic determination (superstition), and finally, an exaggerated concern with promiscuity.

http://en.wikipedia.org/wiki/Authoritarian_personality
-----------
"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

8653 Postings, 2298 Tage FillorkillSo glasklar, wie es zugleich absurd ist

 
  
    #26122
4
22.09.14 00:00
Ja, Zan. Es tut einfach gut, Leuten, die alles, was ihre Obsession nicht teilt, als lupenreine Prorussen, Putinisten, RAf-Sympathisanten usw qualifizieren müssen, beim Coming Out ein wenig unter die Arme greifen zu dürfen. Das wunderbare Echo ist Belohnung genug...
-----------
"History that repeats itself turns to farce. Farce that repeats itself turns to history."

3498 Postings, 992 Tage Zanoni1Ukraine-Konflikt: ARD-Programmbeirat bestätigt

 
  
    #26123
2
22.09.14 00:18
Publikumskritik.

"Fragmentarisch", "tendenziös", "mangelhaft" und "einseitig": Der Programmbeirat teilt über weite Strecken die Publikumskritik an der Berichterstattung


Der Programmbeirat der ARD kritisierte auf seiner Sitzung im Juni 2014 die Berichterstattung der größten öffentlichen Medienanstalt über den Ukraine-Konflikt. Die ausgestrahlten Inhalte hätten teilweise den "Eindruck der Voreingenommenheit erweckt" und seien "tendenziell gegen Russland und die russischen Positionen" gerichtet, heißt es im Resümee aus dem Protokoll (PDF) des neunköpfigen Gremiums, das Telepolis vorliegt. Wichtige und wesentliche Aspekte des Konflikts seien von den ARD-Redaktionen "nicht oder nur unzureichend beleuchtet" worden, insgesamt zeigte sich die Berichterstattung "nicht ausreichend differenziert", urteilen die Medienkontrolleure.

Der Programmbeirat der ARD soll die Interessen der Zuschauer gegenüber den Programmverantwortlichen vertreten und dafür sorgen, dass der Programmauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks umgesetzt wird. Das Ziel von Deutschlands größter Medienanstalt ist es, allen Zuschauern "hochwertige Information" anzubieten. Die neun Landesrundfunkanstalten der ARD entsenden aus ihren jeweiligen Rundfunkräten jeweils ein Mitglied sowie einen Stellvertreter in den Beirat. Die Entscheidung darüber, welche Person die regionalen Rundfunkräte in den nicht öffentlichen Sitzungen vertritt, fällt per Wahl.

Vor seiner Juni-Sitzung analysierten die Mitglieder des beratenden Gremiums "eine ganze Reihe von Beiträgen" über die Krise in der Ukraine. Anlass für diese Maßnahme, welche der Beirat selbst als "ungewöhnlich" bezeichnet, war die breite Kritik aus den Reihen des Publikums an der Ukraine-Berichterstattung im Ersten. Die Zuschauer beklagten "Einseitigkeit zulasten Russlands, mangelnde Differenziertheit sowie Lückenhaftigkeit", heißt es dazu im Bericht. Die Ergebnisse dieser internen Medienanalyse sorgten für eine äußerst scharfe Debatte auf dem Treffen des Beirates mit dem stellvertretenden Programmdirektor Thomas Baumann. Einzelne Publikumsvertreter bezeichneten dort die Berichterstattung der ARD als "naiv, einseitig und gefährlich". Ihre schriftliche Kritik verabschiedeten die Delegierten im ARD-Beirat zudem einstimmig.

Wesentliche Aspekte vernachlässigt

Insgesamt musste der Programmbeirat nach einer umfangreichen inhaltlichen Analyse in zehn Punkten eine unzureichende Arbeit der ARD feststellen. Differenzierende Berichte über die Verhandlungen der EU über das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine hätten gefehlt. Die "politischen und strategischen Absichten der NATO" bei der Osterweiterung seien kaum thematisiert worden. Die Legitimation des "sogenannten Maidanrats" und die "Rolle der radikal nationalistischen Kräfte, insbesondere Swoboda" hätten ebenso wenig eine Rolle gespielt wie deren Aktivitäten beim Scheitern "der Vereinbarung zur Beilegung der Krise in der Ukraine vom 21. Februar".

Weiterhin moniert der Beirat, dass die "Verfassungs- und Demokratiekonformität" der Absetzung Janukowitschs sowie die Rolle rechtsradikaler Kräfte bei dessen Sturz nicht hinreichend Gegenstand der ARD-Berichterstattung waren. Zudem hätte sich der Beirat eine kritische Analyse von Politikern wie Julia Timoschenko und Vitali Klitschko gewünscht. Gerade in jüngster Zeit fehlten "belastbare Belege für eine Infiltration durch russische Armeeangehörige".

Chancen für solide Darstellung vertan

Besonders der letzte der zehn aufgeführten Kritikpunkte dürfte der Chefredaktion der ARD persönlich zu schaffen machen: Die Mitglieder des Beirats vermissen "einen längeren Beitrag, um die tieferen Ursachen der Krise" verständlich zu machen. Als die Kritik an der Auslandsberichterstattung der ARD bereits hohe Wellen geschlagen hatte, sendete man am 19. Mai mit "Zwischen Chaos und Krieg - Wer zerstört die Ukraine?" eine solche Dokumentation. Der Chefredakteur des Hauses, Dr. Kai Gniffke, verteidigte in einem Blog-Eintrag unmittelbar vor der Ausstrahlung dieser Sondersendung seine bisherigen redaktionellen Entscheidungen. "Entscheidend ist für mich, dass die Gesamtleistung stimmt", argumentierte der Chefredakteur der ARD und kam zu dem Ergebnis, dass "wir uns um größtmögliche Unvoreingenommenheit und Unabhängigkeit bemüht haben".

Genau dieses Resultat können die Mitglieder des Beirates nicht bestätigen. "Nach Auffassung des Programmbeirats", heißt es im Resümee aus dem Protokoll seiner Juni-Sitzung, hat diese Dokumentation erneut "die Chance vertan, die Entwicklung der Krise in der Ukraine solide darzustellen". Ausdrücklich monieren die Kontrolleure die Auswahl der darin auftretenden Experten.

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42784/1.html

Auch in ganzer Länge äußerst lesenswert.

Alles in allem eine mehr als berechtigte Kritik, die vielleicht auch hier den ein oder anderen zum Nachdenken bringen könnte, wenn sich nun sogar selbst der Programmbeirat in solchen Maße von der allgemeinen Berichterstattung distanziert.

Diese Kritik könnte man dabei durchaus auch hier an den ein oder anderen richten, mit der Ausnahme natürlich, dass es hier keinen Informationsauftrag gibt, zu dem die Poster verpflichtet wären.

Man könnte nun nachdenklich werden oder auch einfach die Scheuklappen ein Stück enger zurren und weiter auf Fill et al. einprügeln und für verantwortungs- und kinderlose Singles oder gleich für die Wreckers of Civilisation halten.

Totalitäre Tendenzen ließen sich in diesem Falle allerdings kaum noch bestreiten....

 

3498 Postings, 992 Tage Zanoni1Trying To Be Cool

 
  
    #26124
22.09.14 00:29

8403 Postings, 1326 Tage zaphod42Ich

 
  
    #26125
1
22.09.14 00:29
kann kein Englisch. Ich lern grad Russisch.  

8403 Postings, 1326 Tage zaphod42#23

 
  
    #26126
22.09.14 00:31
Ich hab mich da auch beschwert. Es kann nicht sein, dass die russische Sicht der Dinge, also die richtige,  so dermaßen unter den Tisch fällt.  

3498 Postings, 992 Tage Zanoni1So Cool?

 
  
    #26127
2
22.09.14 00:31

4642 Postings, 2137 Tage daiphong#20 Zan, ein ästhetisches Spiel mit Bedeutungen

 
  
    #26128
1
22.09.14 00:39
ist etwas völlig anderes als ein Holzhammer, wie ihn Fill täglich 10 mal  in die Köpfe schlägt mit
"NATO, NATO-Kläffer und Stalinisten. sie wollen eine Kriegsgesellschaft und Krieg"
gegen die Medien, Politik, "Eliten", und natürlich hier ganz speziell gegen unsereinen.

Ich halte diese Bilder für abgrundtief falsch und extrem destruktiv gegen de Demokratie gerichtet und begründe das hier auch sehr ausführlich. Daraus eine "Polemik" zu machen, weil "man bei seiner Interpretation über die vordergründige Ebene der Bedeutung des Wortlautes nicht hinauskommt" - das ist schon sehr polemisch.  Aber "das wunderbare Echo ist Belohnung genug..."  

3498 Postings, 992 Tage Zanoni1#126 Witziger Spruch

 
  
    #26129
1
22.09.14 00:40
er lässt nur leider vermuten, dass Du den Artikel überhaupt nicht verstanden hast, was rational eigentlich kaum noch zu erklären ist.  

8403 Postings, 1326 Tage zaphod42Ja

 
  
    #26130
22.09.14 00:49
es ist schwer ein Prorusse und Anarchist nach fills Geschmack zu werden. Gebt mir etwas Zeit, ich arbeite dran. Und dann mach ich mit in eurem Club....  

4642 Postings, 2137 Tage daiphong#23 die Berichterstattung war in beide

 
  
    #26131
22.09.14 00:50
Richtungen und aus Ukraine selbst heraus schlecht, oberflächlich, verkürzt, was aber nicht immer falsch bedeuten muss. Insgesamt kam das der russischen Propaganda sehr zu Gute, denn sie konnte den Darstellugsmangel, die Naivität, Angst und Unwissenheit im Westen zu Russland und Ukraine, die Phantasie mit falschen Spekulationen, Märchen und VT füllen. Eine tägliche sehr ausführliche und einseitige Berichterstattung zu diesem Krieg gab es eben nur in Russland. Schließlich ist man direkt Nachbar und voll beteiligt. Wenn ich Details recherchieren will, muss auch ich dort suchen.  

3498 Postings, 992 Tage Zanoni1#128 Dann hast Du mich nicht richtig verstanden,

 
  
    #26132
22.09.14 00:54
hatte es allerdings auch bewußt nur abstrakt und gewissermaßen als Wink formuliert.
So hatte ich es dabei allerdings nicht gemeint. Ich wollte auf etwas anderes hinaus.

Die letzten beiden Absätze aus #123 veranschaulichen es dann vielleicht noch etwas weitergehender, worauf ich dabei abzielte. Auch hier wird allerdings immer noch eine gewisse eigene Transferleistung für das Verständnis vorausgesetzt.

Entweder willst Du es verstehen, oder Du willst es nicht.
Wie genau man es nun versucht Dir zu erklären, spielt dabei eigentlich keine Rolle.


"Daraus eine "Polemik" zu machen, weil "man..."
Zu dieser habe ich das, was Fill macht, doch gerade abgegrenzt!?

Dies war nun übrigens wohl das vermeidbarste aller denkbaren Missverständnisse.
Deutlicher als mit der Formulierung "Im Gegensatz zu" kann man eine Abgrenzung wohl kaum einleiten.

Wobei wir, wenn man Dir keinen völligen Unverstand unterstellen darf,  wieder bei jenen Methoden wären, über die Du Dich bei Lumpi letztens so beschwert hattest.



 

4642 Postings, 2137 Tage daiphong#21 zum Beispiel zum Thema

 
  
    #26133
22.09.14 01:00

Das Scheitern "der Vereinbarung zur Beilegung der Krise in der Ukraine vom 21. Februar". Am 18. Februar, war es zu Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten und der Polizei gekommen. Dann fielen die ersten Todesschüsse. Am 19. Februar liegt die Zahl der Toten schon bei über 20. Kiew ist im Trauer und Wut. Auf dem Maidan werden neue Molotowcocktails gemischt und Barrikaden gebaut. Fast die Hälfte des Platzes ist aber schon durch die Polizei geräumt. Es herrscht Hektik in der prachtvollen Residenz von Janukowitschs "Meschigorje". Eine Überwachungskamera zeigt, wie seine Mitarbeiter riesige Vasen und Gemälde aus dem Haus weggetragen haben. Eine blonde Frau checkt die Gemälde, die eingepackt werden. Am 20. Februar sterben trotz eines von der parlamentarischen Opposition und Präsident Janukowytsch ausgehandelten und erklärten Waffenstillstands gegen 70 weitere Menschen. In Kiew treffen Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), sein polnischer Kollege Radoslaw Sikorski und Frankreichs Außenminister Laurent Fabius für Vermittlungsgespräche ein. Janukowitsch verlässt seine Residenz um 19.17 Uhr, seine Sachen werden weiter gepackt. Er fährt zum Präsidentenpalast in die Bankowa-Straße, der schon seit Wochen von der Sonderpolizei umstellt wird. In dieser Zeit spielen sich blutige Szenen auf dem Maidan ab: Die Demonstranten versuchen, ins Regierungsviertel zu kommen. Scharfschützen schießen von Dächern auf sie. Die Zahl der Toten steigt rapide. Die EU-Außenminister treffen sich mit der Opposition. Zunächst heißt es, sie würden wieder abreisen, ohne mit Janukowitsch gesprochen zu haben. Doch dann treffen sie ihn doch. Der Präsident telefoniert auch mit Merkel, welche die Gewalt verurteilt und auf Gespräche dringt. Er telefoniert mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Vier Stunden lang spricht er mit den EU-Außenministern, die danach wieder zu der Opposition fahren. Die EU beschließt Sanktionen gegen die ukrainische Führung. Anführer der Opposition, die selbst keine vollständige Kontrolle über die Demonstranten auf dem Maidan haben, fordern den Rücktritt von Janukowitsch. Inzwischen ist das die Hauptforderung auf dem Maidan. Auch die EU-Außenminister versuchen, Janukowitsch zu einem früheren Rücktritt zu bewegen. Am späten Abend erklärt er sich zu einem Rücktritt in diesem Jahr bereit. In der Nacht telefoniert er mit US-Vizepräsident Joe Biden, der mit Sanktionen gegen die Verantwortlichen für die Gewalt droht. Am Nachmittag des 21. Februar wird das Abkommen im Präsidentenpalast von Präsident Wiktor Janukowytsch sowie die Oppositionsführer Jazenjuk, Klitschko und Tjahnybok unterzeichnet. Die Außenminister Polens und Deutschlands, Radosław Sikorski und Frank-Walter Steinmeier, bezeugten den Vertrag durch ihre Unterschriften. An diesem Tag sterben durch Scharfschützen mindestens weitere 77 Menschen am Maidan. Man einigt sich auf die vorgezogene Wahl im Dezember. Zudem muss eine Übergangsregierung mit Vertretern der Opposition gebildet werden. Die Macht des Präsidenten soll stark beschränkt werden – laut dem Abkommen ist die Rückkehr zu der Verfassung von 2004 vorgesehen. Niemand weiß, wie lange diese Vereinbarung hält. Steinmeier und Sikorski fahren mit der Opposition zu der Sitzung des Maidan-Rats, um für das Abkommen zu werben. Für Janukowitsch ist zu diesem Zeitpunkt klar, das er nicht mehr eigenmächtig regieren kann. Die Korruption und das Vorgehen gegen Demonstranten werden zwangsläufig untersucht. Auch die Maidan-Aktivisten wollen nicht bis Dezember warten und fordern seinen sofortigen Rücktritt. In der Residenz werden die Sachen weiter gepackt. Ikonen, Gemälde, Waffen werden rausgetragen. Dokumente, die den Präsidenten kompromittieren können, werden vernichtet. Die Polizei zieht sich aus dem Regierungsviertel zurück. Das ukrainische Parlament kommt zu einer Sondersitzung zusammen. Janukowitschs Partei der Regionen ist nicht mehr auf seiner Seite. Schon in den Tagen davor gab es Rücktritte aus Protest gegen die Gewalt in Kiew. Das Parlament stimmt für Beschlüsse ab, die das Land verändern. Die Verfassung von 2004 wird wieder gültig. Die Teilnehmer der Proteste erhalten eine Amnestie. Der verhasste Innenminister tritt zurück. Das Strafgesetzbuch wird so verändert, dass die ehemalige Regierungschefin Julia Timoschenko vorzeitig aus der Haft entlassen werden kann. Die Sitzung wird auf dem Maidan übertragen. Die Menschen jubeln, aber sie sind auch wütend wegen ihrer getöteten Mitstreiter. Die Opposition im Parlament wird ausgepfiffen. Auf einmal springt ein junger Demonstrant auf die Bühne und fordert den Rücktritt von Janukowitsch bis zum nächsten Morgen. In der Residenz "Meschigorje" filmt eine Überwachungskamera, wie Janukowitsch um 21.24 Uhr kurz schaut, wie die Gemälde verpackt werden. Er stellt einen Koffer auf den Boden, der gleich von seinen Mitarbeitern abgeholt werden wird. In der Nacht werden die Sachen von kleinen Lastwagen weggebracht. Janukowitsch setzt sich in den Hubschrauber und flieht mit seinen Leibwächtern. Er fliegt nach Charkow in die Ostukraine. Am Samstag, dem 22. Februar, sind auf Kiews Straßen überraschend wenige Polizisten unterwegs. Demonstranten fahren jubelnd durch die Innenstadt. Die Residenz von Janukowitsch steht jetzt allen offen. Er ist weg. Unmittelbar nach Janukowitschs Flucht aus Kiew am 22. Februar meldete die russische Marine, dass ein Landungsschiff mit Marineinfanteristen und Schützenpanzern nach Sewastopol verlegt worden sei. Auf einer zentralen Verkehrsachse der Krim wurden Panzersperren gesichtet. Und an der russischen Schwarzmeerküste nahe der Halbinsel trafen Fallschirmjäger aus Moskau ein. Die Invasion der Krim hatte begonnen. Nach amerikanischen Berichten wurde das Weiße Haus erstmals im Dezember 2013 vor einer Invasion der ukrainischen Halbinsel gewarnt. Die Nachrichtendienste hatten beobachtet, wie Spezialkräfte über Monate hinweg in kleinen Gruppen dorthin verlegt worden waren. Sie fanden Unterschlupf in den Einrichtungen der russischen Schwarzmeerflotte, die in Sewastopol und Umgebung stationiert war. Im selben Monat äußerte sich Putin erstmals besorgt über das Schicksal seiner "Landsleute" auf der Krim... faz welt wiki

 

3498 Postings, 992 Tage Zanoni1#131 Dann ist der Groschen bei Dir immerhin weiter

 
  
    #26134
22.09.14 01:03
gefallen, als bei Zap. Irgendwo klemmt es aber immer noch.

"die Berichterstattung war in beide selbst heraus schlecht, oberflächlich, verkürzt, was aber nicht immer falsch bedeuten muss."

Der erste Halbsatz stimmt voll und ganz. Beim zweiten kann man sich aber nur noch an den Kopf fassen.

Was soll es denn sonst bedeuten?

Es wäre genau so sinnvoll und im übrigen auch genau so aufschlussreich, wenn jemand sagen wollte, dass Halbwahrheiten nicht immer falsch sein müssen.




 

7779 Postings, 3768 Tage lumpensammlerLumpis Methoden haben jetzt Pause

 
  
    #26135
1
22.09.14 01:04
Ich habe genug erfahren und auch genug zu dem Thema diskutiert. Mich interessiert jetzt nur noch, wie sich Presse und Politik aus der Sackgasse herausmanövrieren.  

3498 Postings, 992 Tage Zanoni1Da habe ich dich vergurgt zitiert, auf welchen

 
  
    #26136
22.09.14 01:07
vollständigen Satz ich mich dabei beziehe ist aber denke ich trotzdem klar.  

3498 Postings, 992 Tage Zanoni1Interessant, so kann man sowas natürlich

 
  
    #26137
22.09.14 01:09
auch umschiffen. Wenn man dies bei Dir kritisiert hat das Thema also plötzlich Pause.
Wann ist die Pause beendet? Wenn sie jemand anders mal wieder bei Dir anwendet?  

3498 Postings, 992 Tage Zanoni1Sorry Lumpi, nun habe ich Dich gerade mit Daiphong

 
  
    #26138
22.09.14 01:15
verwechselt, und Sorry Daiphong vice versa.

Lumpi, ich wollte mich da ja gar nicht über Dich beschweren. ich finde es nur witzig, dass Daiphong in dieser Richtung einerseits so empfindlich ist, sie andererseits aber selber immer wieder einschlägt.
In letzter Zeit dann auch immer öfter.  

3498 Postings, 992 Tage Zanoni1#131 revisited

 
  
    #26139
22.09.14 01:32
im zweiten Teil Deines Beitrages versuchst du dann den Spieß sogar noch umzudrehen.

Die "schlechte" westliche Berichterstattung ist plötzlich nicht nur nicht notwendiger Weise "falsch" sie ist sogar auf ein mal eine wichtige Vorraussetzung, die Putins eigener Propaganda nur in die Hände gespielt hat.

Dieser Medienskandal ist eine durch und durch innere Angelegenheit, die alleine mit UNS und UNSEREN Medien zu tun hat, und Du schaffts es sogar bei solch einem Thema schon wieder bei PUTIN zu landen und mit dem Finger auf IHN zu zeigen.

Es ist wirklich ein Witz.

 

7779 Postings, 3768 Tage lumpensammlerSchon ok zan

 
  
    #26140
22.09.14 01:35
Wäre ja auch z.T. bei mir zutreffend gewesen. ;-)  

4642 Postings, 2137 Tage daiphong#32 Zan, du weißt, was meine Reaktion

 
  
    #26141
1
22.09.14 02:09
beinhaltete, ich habe es ja einfach geschrieben, wenn dein Beitrag darin nicht erfasst wird, SORRY.
#34 Du kannst dich an den Kopf fassen, du kannst mit ihm auch nachdenken. Wen in der Tagesschau eine kurze Nachricht über den Ukraine-Konflikt kommt, die z.B. so lautet: "Ukraine-Konflikt: In den Kämpfen zwischen Separatisten und der ukrainischen Armee um Slawiansk wurden mehrere Wohngebäude beschädigt, es gab Verletzte", dann ist sie schon von Hause aus verkürzt, oberflächllich, nichtssagend, und absolut jeder, der es will, kann von jedem Begriff und jedem Bild und von allem, was fehlt, tödlich beleidigt sein. Tag für Tag.
Diese Nachricht erinnert das große Publikum aber nur an diesen Konflikt, an dieses Land, das dort gekämpft wird, sonst eigentlich nichts. Die Aufgabe, diesen Konflikt zu erklären, hat nicht die Nachricht, sondern der Zuschauer selbst.

Auch alle Wertungen in Berichten können völlig richtig sein, ohne dass sie begründet werden. Wenn die großen Medien NICHT davon ausgehen, dass in Ukraine Faschismus herrscht, werden sie anders beschreiben, als wenn sie davon ausgehen oder das bewusst offen halten wollen. Das heißt nicht, dass diese Frage in den Berichten offen durchdiskutiert werden kann. Diese Frage wird immer im Hintergrund, bei den Journalisten und Redaktionen vorbeantwortet, in jedem Medium. Sämtliches Vorwissen geht hier ein, auch das des Zuschauers, der immer notgedrungen ununterbrochen "falschen" und "manipulativen" Berichten ausgesetzt ist, und sich wie wir hier auch durchpflügen muss mit seinem Wissen und seinen Interessen.
Er wird Medien, Formate, Journalisten suchen, denen er aus Erfahrung mehr vertraut, die dem Thema den für den Zuschauers/Lesers angemessenen Status zwischen Desinteresse, Vorurteil, Aufklärung, Grundsatzfragen, Erkenntnisfragen, hohem Detailinteresse geben.
Und die Vernetzung des Themas mit anderen Themen so betreiben, wie der es braucht und bereits besitzt.
Hab jetzt keine Lust, das besser zu schreiben.

Aber vielleicht das noch: völlig absurd ist es, zu erwarten, man bekäme in Medien eine saubere "obkjektive" Abbildung von so einem Konflikt, sozusagen eine "einfache Widerspiegelung" - völlig ausgeschlossen, absurd. NUR individuelle und kollektive Interesse der Zuschauer erzeugen letztendlich deren Bild, dazwischen liegt Kritik und Korrektur, das redliche Bemühen - und die Identität oder Gegensätzlichkeit der Interessen. Die Abwägungen unendlich vieler Interessenarten stecken in allen Bildern - für Medienschelte beliebig viel Raum - oder keiner.  

4642 Postings, 2137 Tage daiphong#39 merkst du nicht, wie abgedreht das ist:

 
  
    #26142
22.09.14 02:37
"und Du schaffts es sogar bei solch einem Thema schon wieder bei PUTIN zu landen"
- ich habe kein Wort zu Putin gesagt
"und mit dem Finger auf IHN zu zeigen"
- hä? der interessiert mich gar nicht, die Großbuchstaben stammen von dir - ER scheint dir aber SEHR wichtig und HEILIG zu sein?

Unsere Medienprobleme haben mit uns zu tun, klar, denn sie sind geistige, kulturelle, politische  Probleme. Und die Interpretationsmacht von Russland oder USA etc eben auch. Oder meinst du im Ernst, russische Politik, Kultur und Medienmacht kommt im Ukraine-Konflikt und damit in unseren Medien nicht vor, und sei es nur negativ, aber dadurch unbemerkt wirksam?   "Es ist wirklich ein Witz." achja?   Die virtuelle Realität ist wohl nicht so ganz ohne...  

4642 Postings, 2137 Tage daiphong#33 hat der Editor zerschossen

 
  
    #26143
22.09.14 02:39
liest sich aber dadurch etwas postmodern  

4642 Postings, 2137 Tage daiphong#34 es gibt überhaupt nur Halbwahrheiten

 
  
    #26144
22.09.14 02:54
du hast übrigens ne große Klappe  

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