Wie Du oben bereits mehrfach ganz richtiger Weise dargelegt hast, sind die QE Gelder eben nicht in die Realwirtschaft geflossen.
Es handelt sich in erster Linie schlicht und ergreifend um Staatsfinanzierung, nicht mehr und nicht weniger.
Die Gelder werden dabei nicht einfach verteilt; sie müssen in Form von Schulden von den Staaten aufgenommen werden.
Da diese Schulden niemals getilgt werden (können) müssen sie bei Fälligkeit immer weiter umgeschichtet werden. Wenn die Zinsen nicht dauerhaft bei 0 stehen, entstehen in der Zukunft alleine nur durch solche Umschichtungen gigantische Zinszahlungsverpflichtungen, die nur durch weitere Schuldenaufnahmen finanziert werden können. Diese Zinszahlungverpflichtungen schränken dabei den Ausgabenspielraum der Staaten immer weiter ein.
Wenn man sich die vergleihsweise zarte konjunturelle Erholung anschaut, die u.U. durch die Staatsfinanzierung mittels QE entstanden sein könnte, stellt sich die Frage nach der Verhätnismäßigkeit im Hinblick auf die zukünftigen Folgen, dieser Maßnahmen, nämlich diesen gigantischen Zinszahlungsverpflichtungen, die irgendwann entstehen werden.
Wenn man einen Blick auf Japan wirft, so wird man zum einen feststellen, dass man auch mit einer Deflation ganz gut zurechtkommen kann, und zum anderen dass QE Maßnahmen eben keine Garantie bieten, diese zu verhindern.
Ich halte dies sogar im Grundsatz sogar eher für unwahrscheinlich. |