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Die Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

Seite 1 von 60
neuester Beitrag: 26.04.18 15:04
eröffnet am: 01.05.16 00:56 von: lumpensamm. Anzahl Beiträge: 1491
neuester Beitrag: 26.04.18 15:04 von: Tony Ford Leser gesamt: 170223
davon Heute: 595
bewertet mit 22 Sternen

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9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerDie Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

 
  
    #1
22
01.05.16 00:56
Ich habe lange damit gerungen, dem Thema ein weiteres Forum zu geben. Einmal, weil ein Skeptiker oder Kritiker der ganzen Klimahysterie für gewöhnlich als Verschwörungstheoretiker abgestempelt oder gleich in eine rechte, wenn nicht noch dubiosere Ecke gestellt wird. Aber auch, weil das Thema in allen Foren und Facetten schon ausführlich diskutiert wird und ein Zugewinn an Erkenntnissen fast nicht mehr möglich ist.

Was mich letztendlich doch dazu bewegt hat, ist erstens die steigende Unverfrorenheit der AGW (Anthropogenous Global Warming) Protagonisten in dieser Debatte gerade in den letzten Jahren. Und es ist die kritiklose Akzeptanz der kontraproduktiven Maßnahmen, die auf Basis dieser Propaganda getroffen werden. Wie Lämmer werden wir hier zur Schlachtbank geführt und keiner murrt, weil keiner merkt, was wirklich geschieht: Der größte antidemokratische und antikapitalistische Coup seit der Nachkriegsordnung.

Für die Mehrheit dürfte das schwer vorstellbar sein, zumal alle Medien und alle politischen Parteien, und das sogar fast weltweit unisono meinen, dass die CO2 Emissionen unser Klima in einer für uns gefährlichen Art und Weise beeinflussen. Garniert wird diese Einstimmigkeit von einem breiten wissenschaftlichen Konsens (97% der Klimawissenschaftler bestätigen das).

Deshalb kann nur ein Narr sein, der hier dagegen hält. Nun ja, ich bin so ein Narr. Ich kann mittlerweile sogar verstehen, wie man mit dieser spin story so weit kommen kann. Wenn in unseren Schulen offiziell der Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit", der mehr Lügen als Wahrheiten enthält (das IPCC selbst hat mit der bestätigten Unnachweisbarkeit der Zunahme von Extremwetterereignissen die meisten Hauptthesen des Films widerlegt), gezeigt werden darf, dann wird man quasi immunisiert gegen die AGW-Kritik. Wenn fast alle globalen Temperaturrohdaten geheim in den Händen der AGW Protagonisten (Nasa GISS - Hanssen bzw. Hadcrut - Phil Jones) sind, denen aber von den Medien uneingeschränktes Vertrauen entgegengebracht wird, obwohl die daraus errechneten historischen Temperaturen sich mit schöner Regelmäßigkeit und haarsträubenden Begründungen auf wundersame Weise nachträglich hin zu mehr Erwärmung ändern, dann ist es auch kein Wunder, dass wir glauben, die Erde könnte durch unser CO2 verglühen, wo doch schon vor Jahrmillionen das Zigfache an CO2 Konzentrationen herrschten, ohne dass genau das geschah, was wir jetzt erwarten. Also Hut ab! Es hat geklappt. Alle sind eingelullt und es wird bereits kräftig an der politischen Umsetzung gearbeitet.

Die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen sind eigentlich leicht absehbar. Aber es stört offensichtlich niemanden, dass Kritiker der AGW Thesen mittlerweile nicht mehr nur beruflich sondern auch rechtlich belangt werden (Roger Pielke Jr. https://theclimatefix.wordpress.com/ oder Lennart Benngston http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/...-gwpf-aus-a-969382.html). Es stört auch niemanden, dass wir eine Energiepolitik aufsetzen, die uns erstens abhängig vom Ausland macht, mit der wir zweitens den zukünftigen Bedarf gar nicht mehr decken können und die drittens die Energiepreise steigen lassen wird, so dass große Teile der Bevölkerung deutliche Einschränkungen werden hinnehmen müssen. Und zu allerletzt stört es jemanden, dass selbst, wenn alles so wäre wie behauptet, gar keine Lösung zu dem Problem existiert. Denn wir erzeugen derzeit (und das schon trotz aller jüngsten Maßnahmen seit 20 Jahren konstant!) 13% der globalen Energie nicht fossil. Bis zum Jahr 2050 müsste dieser Wert bis auf 80% steigen, wenn wir die befürchtete Klimakatastrophe vermeiden wollten. Der Glaube macht sicher selig. Das Beste daran ist jedoch, dass auch den AGWlern dieses Dilemma bewusst ist und im Kleingedruckten ganz unverblümt von der notwendigen Transformation der Gesellschaft und Wirtschaft gesprochen wird. Also zurück in die Steinzeit!

SChließlich und gleichzeitig als Einstieg in den Zweifel will ich nur mal die globalen CO2 Emissionen direkt den vom IPCC (Basis = Hadcrut bzw. GISS) veröffentlichten globalen Temperaturen gegenüberstellen. Die einzelnen Phasen, in denen CO2 und Temperatur gleich- bzw. gegenläufig waren, habe ich farblich gekennzeichnet.

More to follow.
 
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1465 Postings ausgeblendet.

9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerVergessen

 
  
    #1467
20.04.18 00:12
Du hast natürlich vollkommen recht. Mit Umweltschutz hat das nicht die Bohne zu tun.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerHier einer der Gatekeeper

 
  
    #1468
2
20.04.18 13:37

Ottmar Edenhofer, einer bei dem fast alle Merkmale eines Klimaaktivisten zusammenkommen. Ganz viel Glaube, ganz viel Sozialismus und natürlich die totale Kontrolle inkl. verordneter globaler Umwerziehung des Menschen.

Mit Umweltschutz hält der sich schon lange nicht mehr auf. Zitat: "Aber man muss klar sagen: Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. ... Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. ... in den Industrieländern wird uns klar, dass für ein Klimaschutzziel von zwei Grad weder rein technische Lösungen noch Lebensstilwandel ausreichen."

Der Mann ist aber nicht irgendein Hansdampf in einer miefigen NGO Bude. Hier ein paar seiner Funktionen (Quelle 1, Quelle 2):

Von 2008 bis 2015 war er einer der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe III des Weltklimarates des IPCC

Berater der Weltbank als Mitglied der "Green Growth Knowledge Platform"

Berater der OECD in der Kommission "Growth, Investment and the Low-Carbon Transition"

Stellvertretender Direktor sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Lehrstuhlinhaber für die Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin 

Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), einer gemeinsamen Gründung der Stiftung Mercator und des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)

Viel interessanter sind seine Verbindungen durch seine Funktionen. Z.B. als stellvertretender Direktor des PIK ist er quasi seit Jahrzehnten engster Kollege von Schellnhuber und Rahmstorf, den Klimaextremisten, die ebenso seit Jahrzehnten im wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung sitzen und die Edenhofer'sche Transformation an die Bundesregierung herantragen. Nicht umsonst schwafelt Mutti ständig von globaler Gerechtigkeit.

Über die Mercatorstiftung ist er bestens verlinkt mit den Fördermilliarden von den einschlägigen Foundations (Hewlitt (USA), Packard (USA), Soros Climate Policy Initiative (USA), Mercator (D), Oak (CH)) und deren Link zur grünen Politik und den NGOs in Deutschland, die ECF (die wiederum maßgeblich von den Hewlitt und Packard Foundations getragen wird. Das ist ein bestens organisiertes Netzwerk, das in allen nationalen und europäischen Ebenen an den richtigen Stellen andockt. Vor allem auf europäischer Ebene hat man es leicht, die eigene Politik durchzusetzen, da hier wenig mit demokratischen Störfeuern zu rechnen ist.

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

4126 Postings, 1959 Tage Motzer@Lumpensammler

 
  
    #1469
2
20.04.18 15:30
Ich finde es erstaunlich, dass sich diese Ideologie so hartnäckig hält. Wieviel Geld wird hier nutzlos zum Fenster hinaus geworfen? Und das in einer Welt, wo es überall an Geld fehlt für sinnvolle Investitionen.

Dass Soros diese Ideologie unterstützt, ist auch nicht gerade vertrauensfördernd.

Dr. Kirstein verwendet den Begriff "postnormale Wissenschaft" für die von der Ideologie getriebene Wissenschaft. Unbewiesene Behauptungen werden als Wahrheit verkauft.

Beispiel: "Der Meeresspiegel könnte in 100 Jahre um 2 Meter steigen". Man beachte den Konjunktiv. Langzeitprognosen sind ohnehin unsinnig.

Um die Behauptungen zu untermauern bedient man sich Computersimulationen, die angeblich die Zukunft "berechnen" können. Völliger Unsinn, denn es gibt hunderte Input-Parameter, die miteinander in Wechselwirkung stehen. Es gibt keine exakten Werte, die man einsetzen könnte. Minimale Änderungen führen zu völlig anderen Ergebnissen.

Das kennt man aus der Chaostheorie. Das Verhalten eines hoch komplexen Systems lässt sich nur in geringem Umfang vorhersagen, weil einfach zu viele Faktoren hineinspielen.

 

9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerSo ist es, Motzer

 
  
    #1470
20.04.18 16:08
aber gerade weil es ein Multibillion Dollar Business ist und weil die Klimarettung (was für ein Wort!) heute zum guten politischen Ton gehört und weil es soviele Incentives für Trittbrettfahrer bietet und weil es für viele im Westen zum Religionsersatz geworden ist, ist es auch so hartnäckig in der Öffentlichkeit verankert.

Im täglichen Leben juckt es die Menschen auf der Straße bis auf eine überschaubare Anzahl von Aktivisten und Mitläufern eher weniger. Sie kaufen sich nach wie vor ihr SUV und lassen die Elektropämie links liegen.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24487 Postings, 6199 Tage Tony Ford#1464 ...

 
  
    #1471
20.04.18 20:18
da halte ich dagegen, denn der Preis wird vor allem durch Stückzahlen nach unten getrieben.
D.h. der Vorwerk Staubsauger würde dann statt der 2000 Euro eben nur noch 1000 Euro kosten.
Wenn man noch berücksichtigt, dass bei dem Vorwerk die Lebensdauer deutlich höher liegt und man die Dinger nicht selten der nächsten Generation weiter vererbt, dann relativiert sich der Preis.

Wenn man das Ding dann noch offen gestaltet, d.h. alle Entwicklung, Baupläne, Ersatzteile, Ersatzteiltausch, uvm. zur freien Verfügung stellen würde, würde der Preis langfristig vermutlich auf nahe der Material- und Herstellungskosten sinken.

Effektiv würde unterm Strich weniger Energie aufgewandt werden müssen um deutlich mehr Saugleistung erhalten zu können. Das ist für mich innovativ.

Zum Thema Energieeinsparungen, da kann ich aus eigener Erfahrung ( komme aus einem energieintensiven Bereich ) sprechen, dass das eben nicht so ist wie du beschreibst.
1. werden pauschale Energieverträge mit einem oberen Limit abgeschlossen und Energie nicht kWh für kWh bezahlt. Solch pauschale Verträge bieten relativ günstige Energiepreise und vor allem feste planbare Kosten und werden daher auch gern abgeschlossen.
Wenn nun ein Betrieb z.B. 5% Energie einspart, wirkt sich dies nicht positiv in der Kostenbilanz aus, zumindest nicht im laufenden Jahr.
Zwar können perspektifisch Folgeverträge mit niedrigeren Limits abgeschlossen werden, was schlussendlich auch passiert, hat jedoch nicht selten den Haken, dass der Energielieferant je kWh höhere Preise verlangt, u.a. um die Mindereinnahmen ein Stück weit kompensieren zu können.
D.h. ein Betrieb spart 5% Energie, effektiv bleibt am Ende aber nur die Hälfte davon übrig.
Erschwerend kommt noch hinzu, dass solch Einsparungen unter Umständen einmalig Kosten z.B. für eine Umrüstung verursachen.

Weiteres Beispiel sind z.B. Hüttenwerke welche nach wie vor mit veralteten Öfen arbeiten und eben nicht umrüsten um deutlich an Energie sparen zu können. Auch hier das gleiche Problem, dass die Umrüstungen erstmal hohe Kosten verursachen und der Strompreis mit deutlich sinkendem Verbrauch steigen wird, d.h. der Energielieferant einmal mehr höhere Preise ansetzen wird um die Mindereinnahmen ausgleichen zu können.  

9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerGlaube ich nicht

 
  
    #1472
20.04.18 20:51
Erstens wird überall ein variabler Verbrauch eine Rolle spielen. Reine Pauschalen machen keinen Sinn. Zweitens rutscht man wegen 5% Einsparung nicht gleich in einen anderen Tarif. Drittens, jede Investition muss sich rechnen. Natürlich wird die Energieersparnis dem Mehrpreis gegenübergestellt. Ob alle Hochöfen veraltet sind, weiß ich nicht. Aber es erscheint mir ziemlich logisch, dass die Investitionsbereitschaft bei den gerade herrschenden massiven Überkapazitäten auf dem Stahlmarkt zurecht beschränkt ist. Energieeinsparungen interessieren die mom. gar nicht.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerGanz allgemein

 
  
    #1473
20.04.18 21:24
Der Energieverbrauch hat sich nie dramatisch reduziert trotz stetiger Effizienzsteigerungen. Der Grund ist der findige und neugierige Mensch. Der erfindet nämlich beständig neue Maschinen und Gadgets, die dann manuelle Arbeitsplätze ersetzen oder das Leben des Verbrauchers erleichtern bzw. verschönern. Und schwupps steigt der Energieverbrauch wieder auf das alte Niveau oder sogar noch höher.

Problematisch wird es eher, wenn der Energieverbrauch zu sinken beginnt. Denn das bedeutet, dass die Produkte technologisch ausgelutscht sind (keine Produktivitätssteigerung mehr) und Ersatz/Nachfolger nicht in der Pipeline stehen. Ab da setzen massiv Reallohnverluste und/oder Verlagerungen als ultima ratio ein und die Wirtschaftsleistung geht zurück. Das dürfte uns in D mit unserer notorischen Angst vor neuen Technologien und der Fokussierung auf die old economy bald blühen.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24487 Postings, 6199 Tage Tony Ford#1472

 
  
    #1474
21.04.18 21:00
Ich spreche wiegesagt aus Erfahrung, d.h. dass was ich da schrieb, entspricht den Tatsachen.  

24487 Postings, 6199 Tage Tony Ford#1473 ...

 
  
    #1475
21.04.18 21:18
Wie ich bereits schrieb, es geht gar NICHT um die Reduzierung des gesamten Energieverbrauchs, sondern um notwendige Einsparungen, damit eben die von dir gezeigte Gegebenheit auch weiter in die Zukunft reichen kann.

Ohne die Einsparungsmaßnahmen die stattfinden, wäre der Energieverbrauch mit den neuen Gadgeds deutlich gestiegen und global betrachtet hätten wir den Oil Peak bekommen, dem wir 2008 bereits ziemlich nahe gekommen waren und der u.a. auch mit in die Krise führte.

Solch ein Peak lässt sich nicht mit irgendwelchen Innovationen oder Effizienzsteigerungen kompensieren, weil ein solcher Peak relativ kurzfristig erfolgt und die Trägheit an möglichen Veränderungen dafür viel zu hoch ist.  

9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerDu glaubst doch nicht im Ernst

 
  
    #1476
21.04.18 22:08
dass - global betrachtet - die paar Windräder in der deutschen Landschaft oder der 3%-Anteil der Regenerativen den Ölpeak verhindert hätten. Der war damals nicht nahe und ist es heute auch nicht. Der einzige Grund, wieso der Ölpreis zuerst stieg und dann fiel, war der Switch von Spekulation zur Kapitulation durch den Fracking Boom in den USA. Die Angebotsseite wurde ausgebaut. Der Verbrauch stieg auch kontinuierlich weiter. Von Peak Oil sehe ich da weit und breit nichts.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/...end-barrel-pro-tag/
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität
Angehängte Grafik:
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24487 Postings, 6199 Tage Tony Ford#1476

 
  
    #1477
22.04.18 11:59
Natürlich sind die 3% entscheidend, weil diese 3% dem Zuwachs an benötigtem Öl entgegen wirken.

Fakt ist, dass wir mehrere Millionen Barrel pro Tag mehr oder weniger sehr wohl einen Einfluss auf die Preisentwicklung haben. Allein die Tatsache, dass dem nach wie vor zunehmendem Verbrauch an Öl etwas entgegen steht, führt dazu, dass Spekulanten Abstand nehmen.
Anders wäre es, wenn der Trend ungebrochen stark weiter gestiegen wäre und wir natürlich in einen Engpass gelaufen wären zur damaligen Ölkrise.

http://www.energieverbraucher.de/files/1212/0/0/14653.jpg


 

9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerDas ist nicht logisch, Tony

 
  
    #1478
22.04.18 20:14
Öl wird hauptsächlich für Verkehr, Heizung und als Rohstoff für Bitumen und Kunststoff verwendet. Für die Stromerzeugung spielt Öl so gut wie keine Rolle. Die Energiewende findet vornehmlich im Stromsektor statt. Man sieht es schließlich am Ölverbrauch, der wie an der Schnur gezogen steigt. Ich sehe zu keinem Zeitpunkt eine Beschleunigung, die den Peak oil andeuten sollte. Das Argument es wäre, wenn nicht ..., passiert, ist purer Aberglaube. Alle Fakten sprechen dagegen.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24487 Postings, 6199 Tage Tony Ford#1478 ...

 
  
    #1479
23.04.18 13:52
In den 60er und 70er Jahren gab es einen massiven Anstieg des Verbrauchs, in Folge dessen eine lange und zähe Bärenmarktphase mit mehreren Rezessionen, was man wohl durchaus zu einem guten Maße den Verteuerungen am Rohstoffmarkt zuschreiben kann.

Anschließend flachte sich der Verbrauch spürbar ab und 1990 erreichen wir in etwa wieder das Niveau wie vor Beginn der Krise. Logischerweise wird man in den zurückliegenden Jahren und vor allem in der Krise in Folge der guten Preise weitere Förderkapazitäten aufgebaut haben.

In den 90er-Jahren erfolgte eine deutliche Zunahme des Verbrauchs, was bis ins Jahre 2008 hineinreichte. Bis weit in die 90er-Jahre konnte man die Zuwächse mit den neu aufgebauten Förderkapazitäten kompensieren und sicherlich wurden auch so manch Reserven in der Krise aufgebaut und nun wieder abgebaut.

Doch die Förderkapazitäten gelangten an ihr Maximum und der Verbrauch stieg dennoch weiter, die Folge waren Spekulationen auf eine Verknappung die die Verknappung noch beschleunigte. Ein Peak baute sich auf und gipfelte vorläufig in eine Finanzkrise. Die Trägheit der Anpassungsfähigkeit führte wenige Jahre später zu einem weiteren Peak.
Der Preisdruck blieb einige Jahre weit oben und dämpfte das globale Wachstum.

Heute müssen wir Öl und Gas aus Gesteinsschichten fracken, Rohstoffquellen tief unter dem Meer oder gar in arktischen Gebieten anzapfen um den Trend weiter aufrechterhalten zu können.

Da braucht man kein Prophet zu sein um zu wissen, dass früher oder später auch Arktis, Antarktis ausgebeutet werden wird und man selbst die letzten weitestgehend unberührten Gebiete der Natur ausbeuten muss. Und was kommt danach?

Sieht so etwa Fortschritt aus?  

9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerSieht so etwa Fortschritt aus?

 
  
    #1480
23.04.18 17:38
Antwort: Ja.

Das, was du meinst, ist die Frage, ob eine weitere und kompliziertere Rohölförderung in den Augen des Mainstreams, der energie- sowie rohstoffintensive Windmühlen, Solarpanels und Batterien als modern beurteilen, als Fortschritt empfunden wird.

Dazu lautet die Antwort: Nein.

Die richtige Frage wäre. Ist diese Art des Energieverbrauchs die effizienteste in Bezug auf Umwelt und Kosten?

Da lautet die Antwort wieder ja, weil schon die komplette Infrastruktur dafür existiert und die Rückschrittsvariante mit, Wind, Sonne, Holz und Batterien keinen Deut besser, sondern eher schlechter wäre.


Es wird auch nichts ausgebeutet, sondern ein Rohstoff wird gefördert. Der Planet, Gaia und auch sonst niemand leidet darunter mehr als im regenerativen Szenario, das für alle eine deutliche Mehrbelastung wäre.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerAußerdem

 
  
    #1481
24.04.18 00:13
Unwahrscheinlich aber nicht ausgeschlossen: Öl ist abiotisch und regenerativ

https://www.forbes.com/2008/11/13/...ius08-biz-cz_rl_1113abiotic.html
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerSozialistische Ahnungslosigkeit

 
  
    #1482
24.04.18 09:56
ist anscheinend Programm bei unseren Qualitätsmedien. Ein Paradestück davon leistet sich gerade wieder die Zeit. Zum Glück leitet kein Sozialwissenschaftler ein Autounternehmen. Der Sozialisums ist in diesem Berufszweig anscheinend genetisch verankert. Man denkt dort, dass man Wirtschaft befehlen und verordnen kann. Abgesehen davon ist so gut wie jede Behauptung frei erfunden oder besser gesagt, empfunden. Belege für die Behauptungen braucht man im postfaktischen Sulzzeitalter auch nicht mehr.

https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-04/...arkt-verkauf-bmw-vw/seite-2
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24487 Postings, 6199 Tage Tony Ford#1481 Märchen ...

 
  
    #1483
25.04.18 21:17
was leider nicht der Realität entspricht, zumals man sich dann die Frage stellen müsste, weshalb man trotzdem in Tiefsee und arktischen Gewässern bohren muss.  

24487 Postings, 6199 Tage Tony Ford#1480 ...

 
  
    #1484
25.04.18 21:22
auch ziemlich Abstruß, wenn man berücksichtigt, dass bereits Jetzt eine extremer Aufwand betrieben werden muss um überhaupt noch den Bedarf an Öl TROTZ Klimawandel und Energiewende decken zu können.

Was kommt nach Tiefseebohrungen und der Ausbeutung der Arktis und Antarktis?

Danach kommt eine ordentliche Preisklatsche weil der Aufwand um weiteres Öl zu fördern exponenziell steigen wird.

Mit regenerativen Energien ist dies nur von temporärer Mehrbelastung, sobald die nötigen Kapazitäten einmal aufgebaut sind, ist das ein Selbstläufer.  

9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerEine Richtigstellung des Zeit-Machwerks

 
  
    #1485
1
26.04.18 00:23

Noch einmal eine Richtigstellung im Detail zu den falschen Behauptungen im unterirdisch schlechten Zeit-Artikel über die angebliche Schlafmützigkeit der deutschen Autoindustrie. Dieses Machwerk zählt mit zur frechsten Verleumdungspropaganda, die ich jemals gelesen habe. Wer so fahrlässig mit seiner Glaubwürdigkeit umgeht, muss sich über das hier absolut zutreffende Prädikat der L?presse. nicht wundern.


Es fängt schon richtig gut an.

Die deutschen Autobauer sind zum Wandel nicht fähig.

Wieso? Woran macht man das fest? Es gibt seit Jahren E-Fahrzeuge deutscher Hersteller auf dem Markt. Wer will, kann sich einen E-Golf, einen BMW i3 oder einen der zahlreichen Hybrids kaufen. Nur so gut wie keiner tut?s trotz Subventionen. Welchen Wandel meint man also? Den von Tesla? Dort baut man ein paar Tausend E-Fahrzeuge in teils miserabler Qualität. Die Produktion wird immer wieder mal gestoppt, Termine reihenweise verschoben. Sieht so der Wandel aus?

Doch die Welt um uns kehrt dem herkömmlichen Pkw den Rücken. Wo wollen BMW, Daimler, VW künftig noch Autos verkaufen?

In Deutschland wurden 2017 trotz E-Prämie gerade einmal 25.056 (=0,7%) reine E-Fahrzeuge zugelassen. Die Hits dabei waren (die lächerlichen Verkaufszahlen in Klammern):

BMW i3 ( 4407 Fahrzeuge)

Renault Zoe (4323 Fahrzeuge)

VW e-Golf (3026 Fahrzeuge)

?  Smart Fortwo Electric Drive (2988 Fahrzeuge)

?  Kia Soul EV (2933 Fahrzeuge)

Tesla Model S (2241 Fahrzeuge)

?  Tesla Model X (1091 Fahrzeuge)

?  VW E-Up (1078 Fahrzeuge)

Im Vergleich dazu wurden 3,4 Millionen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zugelassen. Das sind satte 99,3% aller Neuzulassungen. Im Gegensatz zu den E-Fahrzeugen werden diese Autos real nachgefragt und gekauft. Weltweit sieht es sogar noch schlimmer aus. Knapp 100 Millionen Fahrzeuge wurden in 2017 produziert, gerade einmal eine halbe Million (0,5%) davon waren reine Elektrofahrzeuge. Wow! Ein beeindruckender Wandel der Welt um uns herum! Autos mit Verbrennungsmotoren werden von ganz wenigen Nischenmärkten abgesehen noch lange Jahre den Markt dominieren, weil Infrastruktur und Rohstoffmärkte global nicht für eine explosionsartige, flächendeckende Versorgung der E-Fahrzeuge bürgen können. Wo also kehrt die Welt um uns herum dem herkömmlichen PKW den Rücken? Das ist, da im Präsens formuliert, gefühlt-gequirlter Nonsens. Im Gegenteil, die Welt um uns herum ist nach wie vor die Realität. Im Gegensatz dazu wähnt der gemeine, postmoderne Ideologe (Achtung, Oxymoron!) die sozialistische Utopie der Schreib- und Denkstuben seit Jahren für weltlich manifestiert. In diesem feuchten Traum sollten die Unternehmen ihren Kunden planwirtschaftlich eine in komplett ahnungslosen aber umso überzeugteren Kreisen genehme Technologie vor die Nase setzen und zwar ohne Rücksicht auf Verluste oder Realisierbarkeit. Keine Frage, die Mobilität wird sich partiell ändern, aber bisher kam da noch niemand zu spät und kein Hersteller hat es vermocht, alleine den Trend maßgeblich zu beeinflussen, auch Tesla nicht mit seinem gelungenen Marketing Schachzug, ein Spielzeug für Reiche anzubieten, um damit ausreichend Platz für seine überdimensionale Batterie zu haben.

Man stelle sich vor, die deutschen Automobilhersteller Daimler, VW und BMW kämen überein, ihre gesamte Entwicklung und Produktion von Verbrennungsmotoren in ein Gemeinschaftsunternehmen auszulagern.

Wieso um Himmels willen sollten sie das denn tun? Über 99% ihres Umsatzes resultieren aus Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Falls es den Herren Autoren nicht bewusst sein sollte, selbst für den komplett unrealistischen Fall, dass keine Nachfolgegeneration mehr gebraucht würde, müsste der größte Teil der Entwicklung für die noch unfertigen Plattformen und die laufende Serienbetreuung verbleiben. Und gerade in diesen Phasen, wo also schon 90-100% der Technologie gesetzt sind, macht es 0,0 Sinn, das spezifische Entwicklungs Know How von heute auf morgen zu entsorgen und in ein Gemeinschaftsunternehmen einzubringen. Standards, Prozesse, Technologie sind firmenspezifisch. Das Resultat wäre das größt anzunehmende Chaos. Auch die Annahme, dass man Motoren so einfach per Handstreich firmenübergreifend auf Fahrzeuge aller Hersteller appliziert, zeigt, dass die Leute nicht den allerleisesten Blasston eines Schimmers im Automobilbau haben. Das würde nur mit sehr viel Mühe und einem riesigen zeitlichen Vorlauf gehen, wenn man sich für jede Motorklasse auf einen Motor einigen würde, der dann in alle Fahrzeuge aller Hersteller kommt. Nur nochmal die Frage, wieso sollte man das jetzt, wo man die vollen Kapazitäten für den Eigenbedarf braucht, überhaupt tun? Vom Risiko, falls die Batteriefahrzeuge in ein paar Jahren nicht doch noch floppen oder nur schleppend anlaufen, gar nicht zu reden. Die Autobauer sind Konkurrenten und keine Kampfgenossen. Entwicklungskapazitäten sind Menschen, IT, Gebäude, Testeinrichtungen mit spezifischen Funktionen und keine Bytes, die man beliebig verschieben kann.

Die genannten Unternehmen investieren weiter in Otto- und Dieselmotoren und konkurrieren wie gehabt mit dieser Antriebstechnologie um die Gunst der Kunden.

Natürlich investieren sie weiter. Oder sollen sie plötzlich alles liegen und stehen lassen und nur noch E-Fahrzeuge bauen und Mobilitätsdienste anbieten, die die Bedürfnisse aller Kunden entweder nicht erfüllen oder die zumindest nicht in der Masse nachgefragt werden, nur weil ein paar selbst ernannte Zukunftsforscher ihre Vision der Menschheit verordnen wollen? Ja, so ist das in der Marktwirtschaft, man konkurriert um die Gunst der Kunden, um nichts anderes geht es, um das Beste herauszuholen. Die Investitionen für den Diesel wurden schon deutlich reduziert, die für die E-mobility sind seit Jahren auf Anschlag. Aber man kann Fahrzeuge eben nicht auf Knopfdruck auf den Markt zaubern. Selbst bei den lächerlichen Stückzahlen von Tesla sieht man, was das für Probleme nach sich zieht. Eine neue Generation herkömmlicher Autos hat in etwa fünf Jahre Vorlauf, bei einem epochalen Wechsel wie der Elektrifizierung wäre das schon gut.

Wer sich aber auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor als strategisches Zukunftsfeld konzentriert ? und das machen die deutschen Unternehmen ?, muss sich die Frage gefallen lassen, wo diese Zukunft liegen könnte. Sicherlich nicht in Kalifornien und sicherlich auch nicht China.

Die Behauptung der strategischen Konzentration auf den Verbrennungsmotor ist schlichtweg falsch. Zwei von Berufs wegen mit der Mobilität befassten Spezialisten, selbst wenn sie Sozialwissenschaftler sind, muss zuzumuten sein, sich im Internet schlau zu machen. Jeder deutsche Autobauer hat schon E-Fahrzeuge im Markt und plant, die Produktlinien sukzessive bis 2025 zu füllen. Die geplanten Investitionssummen sind riesig, wie z.B. die 15 Milliarden von VW gerade in China. Die Modellpalette wird massiv erweitert, bei BMW z.B. um 25 Modelle bis 2025 (siehe den BMW-Plan anbei) oder die Daimler e-Offensive. Sowohl Daimler als auch VW planen eine eigene Batteriefertigung, BMW will selbst Elektromotoren bauen. Und natürlich ist den Autobauern nicht entgangen, dass sie bis zu 50% ihres Umsatzes im elektroaffinen China machen, gerade VW lenkt den Großteil seiner Investitionen dorthin um. Aber auch in China wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Der Marktanteil von E-Fahrzeugen bei den Zulassungen liegt auch in China unter 1%. 2018 ist aufgrund der Änderung von Subventionsregeln sogar ein regelrechter Absatzeinbruch (s. Bild) der e-mobility von fast 70% (!!!) zu verzeichnen. Ist man wirklich so naiv zu glauben, dass man nur den Schalter umlegen muss, und dann laufen plötzlich weltweit 100 Millionen E-Fahrzeuge vom Markt? Vom synchronen Ausbau der Stromnetze und der Rohstoffverfügbarkeit einmal ganz zu schweigen.

Damit sind aber zwei wichtige Märkte zukünftig versperrt: der Markt mit der höchsten Strahlkraft (Kalifornien) und der mit dem größten Volumen (China). Die Hersteller wollen somit, gemessen am Absatz von 2017, künftig wohl auf 50 Prozent ihres bisherigen Marktvolumens verzichten. Die deutschen Hersteller haben zwar eigentlich die Kompetenz bei der E-Mobilität, sie wollen beim Antrieb aber nicht radikal umsteuern und scheuen auch davor zurück.

Natürlich sind diese Märkte nicht versperrt, wieso sollten sie auch? Erstens sind die Autohersteller dort bereits seit Jahrzehnten präsent und zweitens werden sie ihre Präsenz mit entsprechenden Modellen sukzessive ausbauen, auch in China. Die Joint Ventures dazu existieren schon  seit langem. Etwas anderes lässt die chinesische Regierung nicht zu. Hätten die Autoren nur ansatzweise einen Schimmer, wüssten sie, dass gerade VW schon seit den Siebzigern Autos in China baut. Ihnen vorzuwerfen, sie verstünden den Markt und die Zeichen der Zeit nicht, ist bei der intellektuell und sachlich katastrophalen Beurteilung, die hier abgeliefert wird, etwas vermessen, um es höflich zu formulieren.

Natürlich werden sich die deutschen Autobauer prinzipiell schwerer tun, sich bei E-Fahrzeugen von Wettbewerbern zu unterscheiden. Damit fällt ein wichtiger Kaufgrund für deutsche Fahrzeuge weg. Das hat aber nichts mit dem Timing zu tun, sondern das ist generell so. Selbstverständlich wollen die Autobauer nicht radikal umsteuern, das muss und darf auch gar nicht sein. Im Gegenteil, der Markt für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor wird noch für viele Jahre da sein. Eine Umstellung per Ordre Mufti, wie es den Autoren vorschwebt, wäre Chaos pur, da Infrastruktur und Rohstoffmärkte das gar nicht verkraften würden. Wer würde dann die Nachfrage decken, die die E-Fahrzeuge noch nicht abdecken können? Ein riesiges Finanzloch würde sich auftun. Pleiten wären die sichere Folge. So eine Willkür kann vielleicht ein Politiker bei einem Flughafenprojekt walten lassen, ein verantwortungsvoller Manager kann das aber nicht.

Was die Konzerne aber ausgelagert haben und tatsächlich in ein Gemeinschaftsunternehmen einbringen, sind ihre Carsharing-Aktivitäten. Diese gelten offenbar nicht als sinnstiftender Kern eines Automobilunternehmens. Sie kann man auslagern.

Tja, das macht auch Sinn, denn das sind neue Ansätze, die nicht von Firmen Know How, firmenspezifischen Technologien und komplizierten eigenen Standards geprägt sind. Das Carsharing ist ein wachsender Bereich und man kann Synergien bündeln, ohne eben Know How preiszugeben. So logische Gedankengänge lässt das Ideologiesieb der Autoren aber nicht bis ins Kleinhirn dringen. Für sie ist an der Rinde Schluss, weshalb der gedankliche Kurzschluss, dass Auslagerung und Kooperation gleichbedeutend mit Kapitulation vor dem Sinnlosen sein muss, nicht weiter wundert.

Die Ära der Mobilitätsdienstleister, also von Gemischtwarenunternehmen in Sachen Mobilität, ist anscheinend schon wieder vorbei, bevor sie überhaupt begonnen hat. Google und Apple bauen keine Autos, BMW und Daimler entwickeln keine digitalen Plattformen.

Auch hier trieft die Planwirtschaft aus allen Wortritzen. Wie können es Apple, BMW & Co. wagen, die sozialistischen Planvorgaben zu ignorieren? Wo verdammt nochmal ist der Gulag für witerporstike Mannager? Vielleicht hätte ein Blick in aktuelle Autos genügt. Viele der elektronischen Helferlein wie die Concierge, Park oder Info Services gibt es bereits heute in ganz schnöden Verbrennungsautos. Das gleiche gilt für die noch unausgereiften autonom fahrenden Autos. Und es wird weiter investiert, die Autobauer stecken viel Geld in Mobilitätsdienste, z.B. wieder VW. Zitat aus dem Welt-Artikel: ?Der China-Chef der VW-Gruppe, Jochem Heizmann, nannte ?den Wagen der Zukunft?, den Wolfsburg in China bauen lassen will, ?elektrisch, ausgerüstet mit smarter Technologie und intelligenter Konnektivität.? Ich kenne auch keinen Autobauer, der da nicht gerade massiv Kapazitäten aufbaut und Geschäftsmodelle kreiert. Aber das geht nun mal nicht von heute auf morgen. Es ist ja schließlich Neuland. Manchmal ist die Nachfrage noch kleiner als das Angebot und manchmal hält die Technologie der Nachfrage einfach noch nicht stand (Autonomes Fahren). Carsharing wird von deutschen Herstellern seit mehr als 10 Jahren erprobt und angeboten. Die angebliche Weigerung der Autoindustrie ist schlicht eine frei erfundene Verleumdung.

Der Vorschlag der EU-Kommission vom Herbst 2017, Quoten für Elektrofahrzeuge einzuführen, wurde auf Betreiben der deutschen Bundesregierung abmoderiert. Wie überhaupt in Brüssel bei der Regulierung nichts geschieht, was die Deutschen nicht billigen. Deutschland blockiert nach wie vor die Verschärfung der Schadstoffgrenzwerte und die Einführung einer CO2-Steuer. Deutschland achtet auch darauf, dass die europäischen Messverfahren zur Kontrolle von Schadstoffen und Verbrauch so ausgelegt werden, dass die deutschen Hersteller diese bequem unterschreiten können. ? Die Bundesregierung schützt die Autoindustrie und befindet sich hier offenkundig in guter Gesellschaft mit der Bevölkerung.

Klar kommen Quoten immer gut bei den sozialistischen Planwirtschaftlern an. Den Lümmel von Industrie ziehen wir uns schon noch so, wie wir ihn haben wollen. Und wenn nicht, soll er blechen, bis er schwarz wird oder kapituliert. Das ist die unausgesprochene Denke dahinter. Diese geht einher mit der Verschwörungstheorie, dass die mächtige Autoindustrie die Politik in der Hand hätte und tun und lassen kann, was sie will, obwohl ihre Produkte die Gesellschaft doch so immens schädigen. Das ist, obwohl heute so gut wie jeder Einfaltspinsel damit um die Ecke kommt, ein so dramatisch verzerrtes Bild der Realität, dass einen der generelle Zweifel an der menschlichen Vernunft überkommt.

Tatsache ist vielmehr, dass die Umweltmafia in Brüssel einen politisch motivierten, absolut unnötigen und unlösbaren Grenzwertzielkonflikt aus Schadstoff- und CO2 Emissionen programmiert hat. Den Deal, den man aufgrund der Nichtrealisierbarkeit mit den Herstellern (nicht nur den deutschen) eingegangen ist, lautete, den Nachweis der Erfüllung über den lächerlichen NEFZ Fahrzyklus zu erbringen. Nur so konnten die grünen Brüsseler Bürokraten mit tiefen Grenzwerten und die Autohersteller mit ihrer Erfüllung glänzen. Unter dem Lack des Deals hätte aber der Politik klar sein müssen, dass die Emissions- und Immissionsgrenzwerte nicht zusammenpassen. Folgerichtig ist diese Chose unabhängig vom Dieselskandal in 2015 (dem Jahr, ab dem Sanktionen gegen die Staaten wegen der Nichteinhaltung der Immissionsgrenzwerte eingeleitet werden können) aufgeflogen. Denn dass die Grenzwerte (also die der Luft) nicht einzuhalten waren, war Behörden und Politik schon Jahre vor dem Inkrafttreten per Simulationsrechnungen klar. Aber keiner wollte sich eingestehen, dass ?

  1. die Grenzwerte überhaupt keinen Nutzen haben (da alle Gesundheitsstudien dazu absoluter Murks sind) und
  2. man, selbst wenn diese Grenzwerte wirklich nötig wären, überhaupt keine Mittel zur Hand hätte, diese jemals einzuhalten, ohne vollkommen hirnrissig schlagartig komplett auf e-mobility umzustellen oder einige Hauptverkehrsadern komplett für den Verkehr zu sperren. Das wäre bei einer Hintergrundbelastung von 24 µg/m³ wie z.B. in Stuttgart nämlich erforderlich. Denn mit den verbleibenden 16 µg/m³ darf da nicht mehr viel kreuchen, egal wie sauber diese Vehikel wären und schon gar keine 70.000 davon pro Tag. Viel Spaß bei der Umleitung.

Die Autoindustrie hat damit nicht die Bohne zu tun, das ist allein politisches oder behördliches Versagen. Wenn also die Politik hier jemanden deckt oder schützt, dann sich selbst und die grünen Grenzwertflüsterer.

Das System des motorisierten Individualverkehrs ist nämlich teuer, vor allem ist es mit erheblichen externen Kosten verbunden, beispielsweise für Umwelt- und Gesundheitsschäden und für die Folgen von Unfällen. Verkehrswissenschaftler aus Dresden haben jährliche externe Kosten von rund 90 Milliarden Euro berechnet, die durch den Betrieb der 65 Millionen Fahrzeuge in Deutschland entstehen.

Wo ist die Rechnung für die 90 Milliarden? Ich habe noch keine bekommen für den Schaden, den mein Auto anrichtet. Wo sind die Geschädigten und deren Aufschreie? Die nicht existenten und falsch berechneten Statistikleichen oder die zukünftig ganz furchtbar durch das theoretisch wild werdende Klima Geschädigten etwa? Und wo ist die Gegenrechnung mit den Vorteilen? Was, keine Vorteile? Aha, die freie Mobilität hat also nur Nachteile. Sie bringt einen also nicht zum Arbeitsplatz, sie ermöglicht keinen Einkauf, keinen Transport von persönlichen Gütern, keine Krankenhausfahrt, keine sozialen Kontakte wie Familienbesuche, keinen Urlaub? Alles unberücksichtigt, na dann kann ich guten Gewissens weiter Gas geben. Im Ernst, wie lange will man sich von solch politischer Panikmache und unseriöser Zahlendreherei noch einschüchtern lassen?

Natürlich ist in den Augen dieser Gefahrenwitterer alles ganz, ganz schlecht, was individual ist und irgendwie ein Risiko darstellt, egal, welchen Nutzen es bringt. Ganz sicher findet sich immer irgendwo ein mutwilliger Zahlenverdreher, der die malthusianisch-sozialistische Utopie mit den nötigen Zahlen rechtfertigen könnte. Am besten wir bleiben alle zuhause und verrichten unsere Arbeit in Fußmarschweite, so wie vor der industriellen Revolution. Wir schneiden uns dann alle gegenseitig die Zehennägel und recken die linke Faust zum Gruß, wenn wir mit einem Pfund selbst gemachter Butter von der selbst gemolkenen Kuh den langen Heimweg vom Bauernhof antreten. Natürlich hat uns das Pfund Butter einen Tag Arbeit gekostet und wir sind daheim fix und alle vom Laufen und Butter schlagen, aber ganz bestimmt viel glücklicher, als das Zeugs mit der eigenen Karre in 5 min. beim Supermarkt zu holen, weil damit hätten wir ja, ohne es zu bemerken, bei evtl. vielleicht 0,000000000000000000000001 Rentnern in der Zukunft einen Hustenanfall ausgelöst oder den 3018er Meeresspiegel in Buxtehude für eine Sekunde um einen Billionstel Millimeter erhöht. Also theoretisch zumindest, wenn die rein fiktive Korrelation vielleicht auch Ursache sein könnte, man weiß es nicht so genau, aber es ist ganz bestimmt so oder noch schlimmer, vielleicht sogar viel, viel schlimmer, also worst case ganz sicher eine Katastrophe.

Das System selbst finanziert davon durch Steuern ? im Wesentlichen die Kfz-Steuer und die Energiesteuer (die frühere Mineralölsteuer) ? nur rund 50 Milliarden Euro selbst. Das liegt auch daran, dass der Staat viel dafür tut, damit Autofahren besonders billig ist. Man kann die Fahrt zur Arbeit steuerlich mit 30 Cent pro Kilometer absetzen und damit der Diesel günstig bleibt, erlässt der Staat diesem Treibstoff jährlich rund acht Milliarden Euro an Steuern.

Na da rechnen wir doch gleich mal nach. 50 Milliarden nimmt der Staat also durch Steuern rund um den PKW ein, einen kleinen Teil erlässt er den Bürgern wieder über den Steuerausgleich. Sagen wir mal, es wären ca. 7 Milliarden, das entspräche in etwa der KFZ-Steuer. Dann blieben ca. 43 Milliarden übrig. Das entspricht ziemlich genau den Einnahmen aus der Energiesteuer für Kraftstoffe. Auf der Ausgabenseite für den Verkehr stehen auf Seiten des Bundes 5-6 Milliarden für Straßen, das komplette öffentliche Budget für den Verkehr beläuft sich auf ca. 23 Milliarden. Damit finanziert der Autofahrer 20 Milliarden / Jahr andere Staatsvorhaben. Ich kann nicht sehen, wo hier ungedeckte Kosten wären, oder wieso der Sprit noch höher besteuert werden müsste.

Man kann die Rechnung auch anders machen. Der Steueranteil inkl. Umsatzsteuer am Benzin beträgt (Stand 2016) 78 cent. Das heißt das Benzin selbst inkl. aller Nebenkosten kostet bei einem Spritpreis von 1,40 ? ca. 62 cent. Die Steuerquote beim Benzin liegt damit bei 126%. Beim Diesel beträgt die Steuerquote 84% (Spritpreis 1,23 ?, Steueranteil 56 cent).

Wie war nochmal die Aussage der beiden Parteikader? Der Staat tue viel dafür, damit Autofahren besonders billig sei. Bei einem Steuersatz von im Schnitt über 100% will sich mir diese Aussage irgendwie nicht so recht erschließen. Dass man sogar die 75% Tabaksteuer um Längen übertrifft, spricht Bände. Offenbar nicht für die beiden Autoren, denn wer bei einer Steuer von 84% von Subvention spricht, hat schon einen ganz gewaltigen Riss in der Wahrnehmung. Aber für aufrechte Sozialisten im sozialen Marktwirtschaftsgewand mit ganz tief grünem Gewissen ist das anscheinend noch lange kein Grund, nicht noch weiter an der Steuerschraube zu drehen. Die fossile Lebensader muss offenbar mit Gewalt durchschnitten werden, koste es, was es wolle.

Und alle waren sich über viele Jahrzehnte in dieser Politik einig. Der Traum vom Glück, das bedeutete eine eigene Familie mit Häuschen und Garten und natürlich auch das eigene Auto. (Fast) alle haben mitgemacht. Die Beweglichkeit der Bürger und Bürgerinnen war und ist ein hohes Gut, und die Autoindustrie hat von dieser Politik besonders gut profitiert. Entstanden ist dabei eine Art Komplizenschaft zwischen Industrie, Staat und auch den Bürgern, die kräftig Autos gekauft und gefahren haben und mit dem "Auto im Kopf" auch ihr Häuschen gesucht und gefunden haben.

Nichts offenbart die totalitäre Gesinnung der Schreiberlinge mehr als dieser Absatz. Individuelle Freiheit und Mobilität bedeutet den beiden politischen Extremisten nichts, aber auch gar nichts. Hinter diesem Grundrecht vermuten sie ein konspiratives Komplott aus Staat, Industrie und tollwütigen Bürgern. Ungeschrieben, aber definitiv so gemeint, steht hier die Aufforderung, dieses Kartell zu brechen und endlich ihr sozialistisches Mobilitätskonzept per Zwang umzusetzen, das sie vor lauter Kritik an Autoindustrie, Bürgern und Staat ganz vergessen zu erklären. Oder soll es etwa das sein?

Bike- und Carsharing oder neuerdings auch das Ridesharing, also sozusagen digitale Anrufsammeltaxis, werden immer beliebter. Dort, wo es nutzbare Alternativen zum eigenen Auto gibt, werden diese auch genutzt. Gewiss, in Stadtrandlagen oder auf dem flachen Land ist das schwieriger. Aber die Menschen suchen auch hier nach Alternativen und in Umfragen wird mit steigendem Groll die Autofixierung des Lebens beklagt. Dabei gäbe es mit den digitalen Plattformen so viele Optionen. Menschen könnten beispielsweise andere mitnehmen, wenn beide Seiten bei einer vermittelnden Plattform registriert sind. Um angemessene Anreize für das Autoteilen zu liefern, könnte der Mitnehmer für jeden Kilometer beispielsweise einen Euro kassieren ? Ein großer Teil der gigantischen Fahrzeugflotte könnte sofort eingespart werden. Aber in Deutschland geht das nicht. Das ist verboten! Digitalisierung bitte nur in Maßen und so, dass die geliebte Autoindustrie auf keinen Fall auch nur den geringsten Schaden nimmt.

Wie die beiden Geistesgrößen richtig anmerken, existieren diese Dienste bereits, nur keiner nutzt sie in dem Maße, wie sie es gerne hätten. Weshalb es ihrer Meinung nach, das ist unschwer zu erraten, zu erzwingen wäre.

Ebenso kenne ich kein Gesetz (auch kein ungeschriebenes), das es den Bürgern verbieten würde, die alternativen Mobilitätsdienste zu nutzen. Das ist hanebüchener Blödsinn und offenbart den verqueren Blick dieser Propagandisten auf die Welt.

Egal wie man diesen schrägen Blick der Autoren interpretiert, ihr Konzept ist bereits real und wird sich auch langsam weiterentwickeln, das ist auch gut so. Das war?s dann auch schon. Das implizit geforderte, erzwungene Ausbreiten auf die Mehrheit würde jedoch die Urbanisierung mit allen Nachteilen (Mieten, Preise, Enge, zu geringe Verkehrskapazitäten) über Gebühren forcieren und viele individuelle Freiheiten (variable Arbeitszeiten, Kinder zum wöchentlichen Training/Musikunterricht, ein spontaner Trip oder Besuch etc.) wären eingeschränkt. Wieso sollte man diese Einschränkungen den Menschen vorschreiben? Wer will, kann das gerne machen. Wenn jemand aber die Freiheit will und dafür bezahlt, muss es auch möglich sein, so zu leben. Sinnlose Verbote, weil es ein paar ganz Betroffenen nicht in den politischen Kram passt, sind so überflüssig wie ein Kropf. Wer wie die heutige, bestens etablierte Umweltbewegung, Gefahren an den Haaren herbeizieht, um ihre Ideologie der Mehrheit überzustülpen, spielt am Ende mit der eigenen Glaubwürdigkeit. Diese Masche wird irgendwann auffliegen und dann ist für ganz lange Zeit der Ofen richtig aus.

Zurück in die Realität. Wer den Verkehr aus den Städten haben will, muss die Straßen sowie das Park & Ride dazu auch bauen. Eine verkehrsplanerische Katastrophe wie Stuttgart provoziert geradezu den Overkill. Das Problem wäre auch mit Verboten nicht erledigt, da das öffentliche Netz weder dem Ansturm noch den Mobilitätsbedürfnissen (Zieldichte) gewachsen wäre. Zeit ist einfach ein bedeutender Faktor und öffentliche Verkehrsmittel kosten nun mal im Schnitt deutlich mehr davon, sobald das Ziel mit mehrmaligem Umstieg verbunden ist. Mitfahren kostet Flexibilität, die gerade im familiären Bereich und modernen Jobs, vor allem in Verbindung mit Zeitknappheit, nicht jeder beliebig zur Verfügung stellen kann oder will.

Das ist es auch, was die meisten dieser wohlmeinenden Weltverbesserer kontinuierlich unterschlagen. Die Welt tickt in der Realität einfach nicht so, wie sie selbst. Sie mögen die Zeit, die Geduld und die Flexibilität haben, nach ihren eigenen Kriterien ideal zu leben, dem Rest fehlt entweder Zeit und Flexibilität oder er hat einfach ganz andere, reale Prioritäten und Sorgen. Aber während die Mehrheit der Minderheit keine Vorschriften macht, versucht letztere umgekehrt, die Mehrheit mit übelster Propaganda in ihre ideologische Ecke zu zwingen. Dazu ist jede Lüge recht, gerade heute, wo man seine Meinung, sei sie auch noch so sinnfrei, ungestraft als Faktum verkaufen kann. Dieser Artikel ist das beste Beispiel dazu. Die Wahrnehmung hat sich ideologisch bedingt so weit von der Realität entfernt, dass man beständig glaubt, von Verschwörungen umgeben zu sein. Statt aber Wahrnehmung und ihren ideologischen Trigger zu korrigieren, erhöht man einfach den Druck auf die Realität mittels Erpressung und hofft auf den sich einstellenden Einklang. Diese Hoffnung wird zwangsläufig in Enttäuschung enden und die Ideologie wird deshalb auch scheitern.

Quellen Bilder:

https://www.statista.com/statistics/425458/...-vehicle-sales-by-type/

https://www.bmwgroup.com/content/dam/...-mobility_BMWGroup_London.pdf

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität
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9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerEis Eis Bärli

 
  
    #1486
26.04.18 02:07

Matthias Kraus zerlegt genüsslich die Eisbärenpropaganda:

Dein Spiegel (dem Spiegel-Kindermagazin) Aufmacher-Bildmontage auf der Titelseite: Eine Eisbärenmutter, ihr Junges ängstlich ans Bein gekauert. Beide balancieren auf drei sich auflösenden Eisschollen in Form der Buchstaben SOS.

In der Titelstory bleibt vom düsteren Sinnbild nicht viel übrig. Vage heißt es: ?Einige Forscher glauben, dass es im Jahr 2050 ein Drittel weniger Eisbären geben wird.? Aha. Und was glauben die anderen Forscher so? Dabei liegen Zahlen vor. Ende der 1960er-Jahre, als sie noch gejagt werden durften, gab es geschätzte 12.000 Eisbären, 2005 waren es etwa 22.500 und 2017 tummeln sich bereits 30.000 der putzigen Tapse auf der zerrinnenden Scholle, obwohl in Kanada jedes Jahr 600 Tiere ganz legal erschossen werden. Seit den 80er Jahren schmilzt das arktische Eis im Sommer tatsächlich jedes Jahr ein bisschen mehr ab (wobei sich der Trend nun möglicherweise umkehrt). Das ist nichts Neues ? von 1922 bis 1940 war es am Nordpol im Schnitt 1,7 °C wärmer als noch 1910 ? aber für uns Progressive ein weiterer Grund zur Panik.


Den Rest gibt's hier:

https://www.novo-argumente.com/artikel/eis_eis_baerli



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24487 Postings, 6199 Tage Tony Ford#1485 ...

 
  
    #1487
26.04.18 10:41
Autobauer haben generell erstmal absolut kein Interesse die E-Mobilität zu pushen, mit Ausnahme von z.B. Tesla die ihr Geschäft allein auf E-Mobilität ausgerichtet haben.

Denn Fakt ist, beim E-Auto entfallen eine Reihe von Verschleißteilen, womit auch der Absatz von Ersatzteilen deutlich sinken würde, was sich wiederum negativ auf den Umsatz und Gewinn auswirken wird.
Fakt ist, dass ein E-Motor in seiner Komplexität wesentlich einfacher aufgebaut ist und mit wesentlich weniger Aufwand in riesigen Stückzahlen produziert werden kann.
Die Lebensdauer eines E-Motors liegt zudem ebenfalls deutlich höher und ein Defekt des Motors würde nicht mehr zwangsläufig zu einem wirtschaftlichen Totalschaden führen, sondern liese sich selbst von Hinz und Kunz ohne das halbe Auto zerlegen zu müssen, austauschen.

Die Vorteile von E-Autos sind eklatant und so verwundert es schon, warum z.B. ein E-Golf deutlich teurer ist als das Bezin- und Dieselfahrzeug. Die Herstellung selbst ist eigentlich deutlich günstiger und der teure Akku sein Geld ebenfalls nicht wert.

So hält man über unsinnig teure Preise das E-Auto vom Markt erfolgreich fern.

Würde man das E-Auto wirklich in den Markt bringen, würde man das E-Auto wie auch andere neue Modelle über bestehende Modelle querfinanzieren. Denn mir ist nicht bewusst, dass wenn z.B. ein neuer Golf mit neuem Motor veröffentlicht wird, dass man dieses Modell für deutlich höhere Preise verkauft.
Denn entscheidend für einen günstigen Preis sind große Stückzahlen und lägen die Stückzahlen für E-Autos auf vergleichbar hohem Niveau, wären E-Autos deutlich günstiger zu haben.

Sieht man u.a. auch am Hersteller SonoMotors, welcher die Preise von VW & Co. bereits toppt ohne wirklich im Markt zu sein oder große Stückzahlen realisieren zu können.
https://sonomotors.com

Naja und dann ist da noch die autonome Mobilität. Heute gerade im TV einen netten Bericht über die Deutsche Bahn gesehen, die in einem Berliner Campus-Gelände ein E-Transporter autonom fahren lässt. Das Prinzip ist, dass man das Mobil per App anfordert und es dann angefahren kommt. Funktioniert bereits relativ gut. Sobald solche Mobile oder Autos in der Stadt verfügbar werden, wird CarSharing gänzlich neue Perspektiven bieten, weil man das Auto dann nicht mehr suchen oder Wege zurücklegen muss, sondern man das Auto per Anfrage direkt bis vor die Tür gefahren bekommt.

Damit wird auch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel deutlich komfortabler, weil dann der Gang bis zur Haltestelle z.B. für ältere Leute komfortabel wird.

Die Vorteile sind enorm und werden das Stadtbild wesentlich verbessern können, weil ...

1. die Parkplatzsuche entfällt, das Stadtbild kann von den großen Ansammlungen von Autoszunehmend befreit werden.

2. wesentlich komfortabler für den Nutzer als mit eigenem PKW, weil er sich weder um den Parkplatz noch um alle anderen Dinge kümmern muss die mit einem Besitz eines PKWs anfallen. Er hat zudem den Vorteil, beliebige Autos wählen und nachfragen zu können. Z.B. das Cabrio an einem schönen Sommertag oder den Transporter für größere Transporte

3. Reichweiten spielen kaum noch eine Rolle, kleine Akkus mit geringer Reichweite bieten vermutlich im städtischen Bereich deutliche Vorteile, weil sie leicht sind, den Verbrauch senken und zudem die Ladezeiten gering sind, sich auch relativ schnell austauschen lassen.
Die autonomen Mobile fahren nach einer Fahrt autonom an die Ladestellen oder Akku-Tauschstellen. Verbrennungsmotoren werden hier kaum noch eine Rolle spielen, weil weniger gut autonomisierbar sind, die Wartungsintervalle und Ausfallsicherheit deutlich schlechter sind.

Benzin- und Dieselfahrzeuge werden wenn dann vermutlich eher im Fernverkehr ihren Einsatz finden, z.B. für Geschäftsleute die viel Wege zurücklegen müssen und wenig Zeit haben.
Auch in ländlichen Gebieten wird die Infrastruktur vermutlich deutlich der Entwicklung hinterher sein, so dass auch hier Verbrennungsmotoren weiter eine Rolle spielen werden.
Sicherlich wird auch der Bauer oder Förster einen Verbrennungsmotor weiterhin bevorzugen wollen.

Ich gehe auch nicht davon aus, dass der Trend binnen weniger Jahre erfolgen wird. Doch der Tag wird kommen an dem eine kritische Masse erreicht ist und dann wird der Verbrennungsmotor mit viel Schwung in den Hintergrund gedrängt werden.  

9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerTony, im Prinzip bin ich bei dir

 
  
    #1488
26.04.18 12:21
Aber über einen unpassenden Vergleich schiebst du das Problem bequem per Verschwörungstheorie in Richtung Industrie. Du kannst die immer noch theoretische Blechschachtel Sion nicht dem real existierenden Golf vergleichen. Beide sind mit 20.000 ? zwar gleich teuer, aber spielen wohl in unterschiedlichen Ligen. Der passendere Vergleich wäre mit einem Dacia Dokker. Dann liegen hier mehr als 10.000 ? oder 50% zwischen den Fahrzeugen. Das Model 3 mit marktkonformer Ausstattung samt 500 km Batterie kostet 55.000 $. Da bekommt man dann schon viel Golf fürs Geld. Selbst ein vom Komfort deutlich höherwertiger BMW 3er ist da günstiger und praxistauglicher. Wird wohl noch ein bisschen dauern, bis die E-Fahrzeuge preislich konkurrenzfähig werden und von der Praxistauglichkeit her gleichziehen.

Natürlich bekommt man das autonome Fahren auf einem abgeschlossenen Gelände noch rel. locker hin. In der freien Wildbahn mit allen möglichen unerwarteten Straßenverhältnissen und Behinderungen ist das eine ganz andere Nummer. Das dauert noch Jahre, bis das reibungslos funktioniert. Gerade jüngst hat z.B. ein Uber-Auto eine Fußgängerin getötet. Das ergibt bei den verschwindend kleinen Stückzahlen und den paar Augenblicken, die die Technologie am Markt ist, eine katastrophale Unfallwahrscheinlichkeit. Aber wenn du willst, kauf dir ein entspr. Model 3 für fast 60.000 $. Ich habe kein Problem damit.

Ich verstehe auch den permanenten Fingerzeig auf die Industrie gar nicht. Eine überhastete Komplettumstellung auf e-mobility ist weder machbar noch sinnvoll. Wie oben gezeigt, tickt heute sowohl in Deutschland als auch weltweit der Markt anders. Wieso sollten die Hersteller das ignorieren? Davon abgesehen gibt es zig E-Modelle in fast allen Kategorien. Greif zu, wenn du willst. Nimm die Förderung mit. Gerne auch bei der Abteilung "Jugend forscht". Wo ist das Problem?  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9407 Postings, 5080 Tage lumpensammlerUnd generell zum Realitätsverlust

 
  
    #1489
26.04.18 12:43
Wie ebenfalls oben angedeutet, geht eine bestimmte Schicht, zu der v.a. Journalisten und progressiv eingestellte Menschen zählen, davon aus, dass die eigene Sicht kongruent mit der der gesamten Bevölkerung sein muss. Das mag an der Oberfläche, die man mit belanglosen Umfragen ankratzt, so sein. Darunter sieht es aber offensichtlich vollkommen anders aus.

Oberflächlich befürwortet die Masse der Deutschen die Energiewende und steht damit offiziell für Umweltschutz und Klimaschutzziele. Tatsächlich aber, wenn es an praktische Entscheidungen des eigenen Lebens geht, pfeift jeder drauf. Die Windräder will dann doch keiner vorm Haus haben und die Solaranlage aufm Dach macht für die meisten ohne Subvention keinen großen Sinn. Vor allem, wenn sie zum Autokauf schreiten, kommt nicht der mager ausgestattete Sparfuchs sondern das PS-starke SUV in die Garage. Obwohl jahrzehntelang von uns ausgelacht, folgen wir wie bei allem den kulturellen Trends aus den USA. Auch dort ist der SUV Trend nach wie vor ungebrochen. Er geht mittlerweile sogar so weit, dass FORD gerade alle normalen PKWs radikal aus dem Programm nimmt, weil sie einfach nicht mehr nachgefragt werden. Wer beide im Vergleich fährt, denkt nach gewisser Zeit "zurecht!".

Die Angst vor der Klimakatastrophe, dem Schadstofftod  oder dem Peak Oil wird zwar täglich in immer schrilleren Tönen medial geschürt, aber es scheint so, als ob Otto N immun dagegen geworden ist. Die Frage wird sein, wie die Politik in Europa, die stark auf dieses Terrorpferd gesetzt hat, reagieren wird. Noch mehr Zwang oder schrittweise Kapitulation? Im ersten Fall dürfte die Quittung auf dem Fuße folgen. Im zweiten bestünde Aussicht auf wohltuende Ruhe von den medialen und politischen Erpresseranrufen.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24487 Postings, 6199 Tage Tony Ford#1488

 
  
    #1490
26.04.18 14:51
Naja der Golf ist nach 15 Jahren Schrottreif, während der Sonomotors Sion weitere 15 Jahre mitmacht bzw. vermutlich noch viel mehr, weil ich den Sion selbst reparieren und instandhalten kann. Der Golf hingegen ist nach 15 Jahren Schrott und die Reparatur ist aus Laiensicht überhaupt nicht möglich und auch nicht ergonomisch.

Sobald der Sion in größeren Stückzahlen verkauft wird, wird der Preis deutlich sinken.
Die Offenheit an Entwicklung wird dazu führen, dass weitere Entwickler das Teil weiterentwickeln und der virale Effekt solcher offenen Entwicklungen eine Verbreitung weiter fördert und die Entwicklungskosten auf ein Minimum sinken lässt.  

24487 Postings, 6199 Tage Tony FordVerschwörungstheorie ... #1488

 
  
    #1491
26.04.18 15:04
Sorry aber da muss ich einfach lachen, denn du bist es doch der die ganze Zeit von einer großen Gaia-Verschwörung spricht bzw. diese unterstellt.
Ich für meinen Teil habe nichts von Verschwörung geschrieben, sondern schlichtweg die betriebswirtschaftlichen Tatsachen gezeigt.

Fakt ( und keine Verschwörung ) ist, dass ein fast jedes Unternehmen betriebswirtschaftlichen Zwängen ausgesetzt ist und natürlich Umsatz und Gewinnmaximierung als oberstes Ziel gesetzt hat. Kein Unternehmen wirtschaftet um die Bedürfnisse von Menschen zu erfüllen, sondern es versucht den Umsatz und Gewinn zu steigern und da spielen die Bedürfnisse eine instrumentale Rolle aber kein Unternehmer wird den Kunden dazu anleiten seine Produkte nicht oder weniger zu kaufen weil es für Mensch und Natur nachhaltiger ist.
Nein im Gegenteil, ein jedes Unternehmen wird sich Strategien überlegen, wie man den Absatz auch zukünftig sichern kann. Umweltvorgaben, Arbeitsschutz, usw. sind letztendlich mehr oder minder lästige Notwendigkeiten die soweit wie möglich ausgereizt werden wollen, weil Unternehmen die es nicht tun, handeln sich unter Umständen einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Denjenigen ein, der die Grenzen des Machbaren auslotet.

Dies hat nix mit Verschwörungstheorien zu tun sondern ist die Realität in der sich viele Unternehmen befinden, die eben um ihre Existenz kämpfen bzw. diese erhalten müssen und da kann man sich so manch Weltverbesserungsgedanken schlichtweg nicht leisten.  

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