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Die Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

Seite 1 von 30
neuester Beitrag: 29.06.17 01:20
eröffnet am: 01.05.16 00:56 von: lumpensamm. Anzahl Beiträge: 737
neuester Beitrag: 29.06.17 01:20 von: lumpensamm. Leser gesamt: 38872
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8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerDie Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

 
  
    #1
15
01.05.16 00:56
Ich habe lange damit gerungen, dem Thema ein weiteres Forum zu geben. Einmal, weil ein Skeptiker oder Kritiker der ganzen Klimahysterie für gewöhnlich als Verschwörungstheoretiker abgestempelt oder gleich in eine rechte, wenn nicht noch dubiosere Ecke gestellt wird. Aber auch, weil das Thema in allen Foren und Facetten schon ausführlich diskutiert wird und ein Zugewinn an Erkenntnissen fast nicht mehr möglich ist.

Was mich letztendlich doch dazu bewegt hat, ist erstens die steigende Unverfrorenheit der AGW (Anthropogenous Global Warming) Protagonisten in dieser Debatte gerade in den letzten Jahren. Und es ist die kritiklose Akzeptanz der kontraproduktiven Maßnahmen, die auf Basis dieser Propaganda getroffen werden. Wie Lämmer werden wir hier zur Schlachtbank geführt und keiner murrt, weil keiner merkt, was wirklich geschieht: Der größte antidemokratische und antikapitalistische Coup seit der Nachkriegsordnung.

Für die Mehrheit dürfte das schwer vorstellbar sein, zumal alle Medien und alle politischen Parteien, und das sogar fast weltweit unisono meinen, dass die CO2 Emissionen unser Klima in einer für uns gefährlichen Art und Weise beeinflussen. Garniert wird diese Einstimmigkeit von einem breiten wissenschaftlichen Konsens (97% der Klimawissenschaftler bestätigen das).

Deshalb kann nur ein Narr sein, der hier dagegen hält. Nun ja, ich bin so ein Narr. Ich kann mittlerweile sogar verstehen, wie man mit dieser spin story so weit kommen kann. Wenn in unseren Schulen offiziell der Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit", der mehr Lügen als Wahrheiten enthält (das IPCC selbst hat mit der bestätigten Unnachweisbarkeit der Zunahme von Extremwetterereignissen die meisten Hauptthesen des Films widerlegt), gezeigt werden darf, dann wird man quasi immunisiert gegen die AGW-Kritik. Wenn fast alle globalen Temperaturrohdaten geheim in den Händen der AGW Protagonisten (Nasa GISS - Hanssen bzw. Hadcrut - Phil Jones) sind, denen aber von den Medien uneingeschränktes Vertrauen entgegengebracht wird, obwohl die daraus errechneten historischen Temperaturen sich mit schöner Regelmäßigkeit und haarsträubenden Begründungen auf wundersame Weise nachträglich hin zu mehr Erwärmung ändern, dann ist es auch kein Wunder, dass wir glauben, die Erde könnte durch unser CO2 verglühen, wo doch schon vor Jahrmillionen das Zigfache an CO2 Konzentrationen herrschten, ohne dass genau das geschah, was wir jetzt erwarten. Also Hut ab! Es hat geklappt. Alle sind eingelullt und es wird bereits kräftig an der politischen Umsetzung gearbeitet.

Die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen sind eigentlich leicht absehbar. Aber es stört offensichtlich niemanden, dass Kritiker der AGW Thesen mittlerweile nicht mehr nur beruflich sondern auch rechtlich belangt werden (Roger Pielke Jr. https://theclimatefix.wordpress.com/ oder Lennart Benngston http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/...-gwpf-aus-a-969382.html). Es stört auch niemanden, dass wir eine Energiepolitik aufsetzen, die uns erstens abhängig vom Ausland macht, mit der wir zweitens den zukünftigen Bedarf gar nicht mehr decken können und die drittens die Energiepreise steigen lassen wird, so dass große Teile der Bevölkerung deutliche Einschränkungen werden hinnehmen müssen. Und zu allerletzt stört es jemanden, dass selbst, wenn alles so wäre wie behauptet, gar keine Lösung zu dem Problem existiert. Denn wir erzeugen derzeit (und das schon trotz aller jüngsten Maßnahmen seit 20 Jahren konstant!) 13% der globalen Energie nicht fossil. Bis zum Jahr 2050 müsste dieser Wert bis auf 80% steigen, wenn wir die befürchtete Klimakatastrophe vermeiden wollten. Der Glaube macht sicher selig. Das Beste daran ist jedoch, dass auch den AGWlern dieses Dilemma bewusst ist und im Kleingedruckten ganz unverblümt von der notwendigen Transformation der Gesellschaft und Wirtschaft gesprochen wird. Also zurück in die Steinzeit!

SChließlich und gleichzeitig als Einstieg in den Zweifel will ich nur mal die globalen CO2 Emissionen direkt den vom IPCC (Basis = Hadcrut bzw. GISS) veröffentlichten globalen Temperaturen gegenüberstellen. Die einzelnen Phasen, in denen CO2 und Temperatur gleich- bzw. gegenläufig waren, habe ich farblich gekennzeichnet.

More to follow.
 
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711 Postings ausgeblendet.

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammler#712

 
  
    #713
20.06.17 00:34
Ich will dir der Reihe nach antworten.

1. Noch nie da gewesener Co2 Anstieg, Augen zu und durch
In grauer Vorzeit hat die Erde diesbezüglich schon Schlimmeres gesehen. In den letzten 800.000 Jahren sicher nicht, da hast du recht. Aber muss es deshalb automatisch schlecht sein? Co2 ist kein Gift, im Gegenteil, es fördert das Pflanzenwachstum. Und es macht die Erde ein bisschen  wärmer, das wars schon. Der Trigger zur Eiszeit wird so oder so gezogen. Glaubst du ernsthaft, wir könnten ewig im Interglazial bei konstanten Temperaturen leben, wenn wir unser Co2 reduzieren? Die Geschichte lehrt uns etwas anderes.

2. Energiewende wegen knapper Rohstoffe
Wir brauchen tatsächlich eine Energiewende, nur eine andere. Die Regenerativen schaffen es nicht, soviel Realismus muss da sein. Dazu ist deren Energiedichte einfach zu niedrig, die Bereitstellung zu erratisch und ihr Rohstoffbedarf zu hoch. Deutschland schafft trotz ca. 30% EE Anteil nicht mal eine Co2 Reduktion. Die Einsparung an fossilen Rohstoffen ist nicht viel besser, die Erzeugung der EE eingerechnet vielleicht sogar noch schlechter. Aus diesem Grund sind sie auch für den wachsenden Energiebedarf der Schwellenländer vollkommen ungeeignet.

Die einzig derzeit verfügbare und zukünftig ausbaubare Quelle ist die Kernkraft. Sie löst das Problem der begrenzten fossilen Verfügbarkeit, schont die Umwelt und kann, wenn man schon daran glaubt, die potenzielle Klimabedrohung bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit abwenden. Sie sollte die Grundlast bilden, EE kann man zu 20 % beimischen. Damit bleibt man am Kostenideal, das deren Kapazitätsfaktor in D vorgibt.

3. Situation wie 2008 durch steigende Rohstoffpreise
Ich glaube, das ist nicht vergleichbar. Ich halte die fragile Versorgungssicherheit der EE und das damit einhergehende Preisrisiko für wesentlich größer. Selbst die obersten Klimaritter tun das und verordnen deshalb die Transformation zu einer Low energy Gesellschaft. Das ist nicht nur ein Rückschritt sondern es löst auch eine Dauerdepression aus und erfordert quasi automatisch ein totalitäres Regime zur Durchsetzung.



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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerAntiautopropaganda aus München

 
  
    #714
20.06.17 22:41

Die Süddeutsche sieht sich wie die Zeit gerne als grüner Anwalt der Menschen und der Erde. Ebenso wie die Zeit ist sie bei der Verbreitung haltloser Propaganda immer ganz vorne mit dabei.

In ihrem Beitrag "Die Vertuschung geht einfach immer weiter" wird vollkommen faktenfrei mit Gefühlsduseleien Stimmung gemacht, als befinde man sich im Krieg. Auszüge: "Wenn es noch eines Belegs bedarf, dass Deutschlands Nobelmarken beim Umweltschutz kein Trick zu billig ist - die jüngsten Enthüllungen [bei Audi] in der Abgasaffäre lassen daran keinen Zweifel mehr... Der Skandal erreicht mit diesen Enthüllungen eine neue Dimension ... Doch mit juristischen Spitzfindigkeiten stufte der Konzern die Software als "nicht illegal" ein. Rascher Rückruf? Rasche Information der Öffentlichkeit? Fehlanzeige! ... Immer klarer zeichnet sich ab, dass die Vertuschung weitergeht, dass etwas nur ans Licht kommt, wenn sich das nicht mehr verhindern lässt. Damit schlittert das Land weiter in einen der größten Umwelt-, Verbraucher- und Industrieskandale seit vielen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten."

Das ist nicht nur faktisch falsch, das ist Beleidigung, maßlose Übertreibung und Agitation. Wie so gut wie alle anderen Medienbeiträge kann auch die Süddeutsche nicht zwischen Recht und eingebildetem Betrug unterscheiden (siehe auch mein Beitrag hier). Sie schmeißt das Vorgehen VWs in den USA wahllos in einen Topf mit den rechtlich zulässigen Unterschieden zwischen Testzykluswerten und Betriebswerten in Europa. Dabei sind das gänzlich unterschiedliche Sachverhalte, sowohl rechtlich als auch technisch. Um hier differenzieren zu können, müsste man recherchieren, wenn man schon nicht vom Fach ist. Da die eingebildete Katastrophe besser verkäuflich ist, unterlässt man die eigentliche journalistische Arbeit und steigert sich in einen Feldzug gegen die Autoindustrie. Das erinnert mich stark an die Antiatomkraftbewegung, die mit Null Belegen solange Angst und Terror verbreitet hat, bis die Technologie gesellschaftlich beerdigt war.

Wie ahnungslos der Autor ist, bestätigt der erste Absatz des Beitrags. "Selbst bei sehr teuren Autos der Oberklassemarke Audi stellten Behörden nun nach eigenen Angaben Betrugssoftware fest. Bauteile machen es möglich, dass Autos einiger Reihen bei Abgastests auf dem Prüfstand sauber sind - im realen Betrieb auf der Straße aber das Doppelte ausstoßen." Selten so gelacht, welche Bauteile mögen das wohl sein? Legobausteine? Schrauben? Achsen? So einen Mann kann man vielleicht Kongresse von Hagebuttenzuchtvereinen kommentieren lassen, aber hier ist er vollkommen fehl am Platze.

Der Punkt ist, dass der EU Testzyklus den einzig verfügbaren, fest definierten Betriebszustand des Autos vorgibt, anhand dessen der Nachweis der Grenzwerterfüllung erbracht werden kann. Weicht der spätere Betriebszustand durch den jeweiligen Fahrer davon ab, bekommt man auch automatisch abweichende Werte. Deshalb liegt weder Betrug vor, noch wurden da dubiose Tricks angewandt. Anders verhält es sich, wenn das Auto durch seine bereits vorhandene Sensorik (z.B. Lenkwinkel, Steigung, Gierwinkel, Beschleunigung, Drehzahl, Last) und deren Auswertung in der Motorsteuerungssoftware den Prüfzyklus erkennt und aufgrund dessen ein vom normalen Fahrbetrieb abweichendes Steuerungsprogramm aktiviert, um die Grenzwerte zu erreichen. Das ist eine Abschalteinrichtung und genau das, was VW in den USA wegen den dort härteren Nox-Vorschriften gemacht hat und das ist dann auch Betrug! Kann gut sein, dass auch in Europa solche schwarzen Schafe rumfahren. Die Masse der zitierten Fahrzeuge weisen nur Unterschiede zwischen Testzyklus und Fahrbetrieb auf. Das alleine ist aber noch kein Beweis für eine Abschaltvorrichtung. Diese 2. Differenzierung (neben dem, was tatsächlich Recht ist) ist dem Autor natürlich auch nicht geläufig. Für ihn ist der rechtlich zulässige Unterschied zwischen Prüfzyklus und Realität gleich vorsätzlicher Betrug. Typisch für einen beleidigten Michel mit Schaum vorm Mund.

Eigentlich sollten sich die Konzerne zusammentun und die Medien rigoros bei jedem Fall auf Unterlassung dieser Propaganda verklagen. Man hat wahrscheinlich nur Angst, dass man damit den bereits radikalisierten Mob noch mehr gegen sich aufbringt und nimmt diese Agitation lieber hin, als Image einzubüßen. Ein großer Fehler, m.E.!

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/abgasskandal-die-vertuschung-geht-einfach-immer-weiter-1.3532223


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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerInformationen zum NOx

 
  
    #715
1
20.06.17 22:49

Der Dieselskandal hat nicht nur die technische Seite der Hersteller, die vollkommen falsch wiedergegeben wird. Die andere Seite über die Gesundheitsgefährdung durch die Nox-Emissionen ist mindestens genauso dürftig. Deshalb hier nochmal ein paar Fakten zum einzigen wirklich gefährlichen Gas der Stickoxide, dem NO2, Stickstoffdioxid:

  • Wir haben seit Mitte der 80er Jahre sinkende Stickstoffdioxidbelastungen
  • Der von der WHO/EU gesetzte Grenzwert liegt bei 40 µg/m3, das sind 0,000003%
  • Derzeit liegen wir im Jahresmittel (Land / Stadt / Verkehr) bei 10 / 21 / 39 µg/m3
  • In extrem befahrenen Gebieten (Stuttgart Neckartor) geht es hoch bis 89 µg/m3
  • NO2 gilt als gesundheitsschädlich ab bestimmten Konzentrationen. Diese sind:
    - erste Hinweise auf leichte Entzündungsreaktion, ab 870 µg/m3 (= 41 x Istwert D)
    - erhöhter Atemwiderstand, ab 2.900 µg/m3 (= 136 x Istwert D)
    - Wahrnehmungsschwelle & Bronchitis, ab 36.250 µg/m3 (= 1.670 x Istwert D)
    - zum Vergleich: Zigarettenrauch, ca.240.000 µg/m3 (= 11.000 x Istwert D)
    - letales Lungenödem, ab 435.000 µg/m3 (= 20.000 x Istwert D)
  • Langzeitstudien mit direkten medizinisch festgestellten Folgen gibt es nicht. Es gibt nur statistische (epidemiologische) Untersuchungen, wo manche einen theoretisch möglichen Bezug zur Sterblichkeit finden, andere gar nicht.  Eine direkte Kausalität zwischen Nox-Konzentrationen und Sterblichkeit konnte noch nirgends plausibel anerkannt festgestellt werden (EPA und Untersuchungsausschuss des Bundestags erkennen die verfügbaren Studien, die so etwas nahelegn, nicht an)  
  • Es gibt deshalb auch keine Verbindung zwischen Nox und der Entstehung von Asthma, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen etc., nicht einmal die hypersensible US-Umweltbehörde EPA (das sind die mit den schärfsten Nox-Vorschriften) lässt diesen Schluss zu.
  • Trotzdem  nimmt die WHO aus dem Vorsorgeprinzip heraus an, dass pro 10 µg mehr Nox 5,5% mehr Menschen sterben können. Das wird jedoch durch die Realität oft genug widerlegt. Das ist eine Art worst case Absicherung, weil man keine zuverlässigen Kenntnisse hat und einen Grenzwert etablieren wollte. Gerade Stuttgart ist hier das beste Beispiel. Höchste Nox Werte bei gleichzeitig höchster Lebenserwartung in Deutschland.
  • Ebenso Deutschland, das in den 80ern in weiten Teilen Deutschlands Konzentrationen von 60-80 µg/m3 hatte. Damit müsste die deutsche Sterblichkeitsrate seit den 50ern um fast 40% gestiegen sein.
  • Die tatsächlichen Auswirkungen des angeblichen Dieselskandals sind vernachlässigbar. Gerade einmal 11% Nox würde man hierzulande einsparen, wenn die Autos im Betrieb den offiziellen Grenzwert erfüllten. Das entspricht, hemdsärmlig auf die Konzentrationen umgelegt, gerade einmal 1 / 2 / 4 µg/m3 in den jeweiligen Zonen, Land / Stadt / Verkehr, um die wir jetzt niedriger liegen würden, wenn es die Diskrepanz zwischen Grenzwert und Realemissionen nie gegeben hätte. Nur zum Vergleich: Der Schwellwert für die geringste medizinische Reaktion liegt über 200 Mal so hoch.

Das alles wären Fakten, die ich mir von einem Journalisten, der sich des Themas annimmt, erwarten würde. Stattdessen werden nicht existente Gefahren heraufbeschworen, grundlos Firmen des Betrugs bezichtigt bzw. implizit für Todesfälle verantwortlich gemacht, irrwitzige Verschwörungstheorien in die Welt gesetzt und am Ende die Leser verdummt und radikalisiert.

Im Anhang dargestellt, was sich bezüglich Emissionen bereits Ende letzten Jahrhunderts getan hat und in den letzten 20 Jahren hat man nochmal richtig Gas gegeben. Vieles war sicher notwendig wie die Entschwefelung der Kraftstoffe oder die Ruß- und Partikelfilter. Aber jetzt ist so gut wie nichts mehr übrig, was noch sinnvoll zu reduzieren wäre. Und genau da liegt das Problem: Umweltverbände, Parteien und Ämter wie das Umweltbundesamt verlören die Legitimation, wenn nicht immer neue Gefahren an die Wand gemalt würden. Nur deshalb haben wir diese Diskussion überhaupt erst.

Quellen:

http://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/...adstoffe/stickstoffoxide

www.bfr.bund.de/cm//343/...tersaeure_haltigen_reinigungsprodukten.pdf

https://www.stmuv.bayern.de/themen/...igungen/feinstaub/doc/greim.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/...ben_.C3.BCber_Tabakrauch-Komponenten


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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität
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emissionsreduktionen_d_bis_2000.jpg

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerBiosprit Ethanol total sinnlos?

 
  
    #716
21.06.17 16:53

Eine neue Studie soll das belegen:


"As biofuel production increases, both the environmental and economic impacts need to be continually monitored. When comparing the energy, our results indicate that corn used for ethanol has both lower energy production yields and overall net energies than corn used for livestock feed and other food products in Illinois and across the U.S. on average. Likewise, the environmental benefits of corn-based ethanol compare to only a tenth of the benefits estimated for corn feed/food (Figure 10). This statement accounts for avoided fossil fuels, the main incentive for the movement to ?greener? transportation fuels. Thus, according to the findings of this study, biofuels, derived for the purpose of producing energy with little environmental impacts, actually use more energy at a higher environmental cost than the alternative crop use. As technology stands now, in terms of energy and environmental sustainability, the benefits of switching land uses to the production of corn-based transportation biofuels are not as favorable as continuing to produce corn for feed/food consumption."

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8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerWieder Erschreckendes von Dieselgate

 
  
    #717
21.06.17 20:23

Ich liebe den Dieselskandal.

Er offenbart, wie niederträchtig, verantwortungs- und ahnungslos Medien und Politik wirklich sind. Ein toller Nebenkriegsschauplatz des großen Umweltkrieges mit Brennglascharakter.

Die Wirtschaftswoche und der Untersuchungsausschuss des Bundestages haben heute wieder ganz ?erschreckende? Banalitäten zu Tage gefördert. Nämlich das, was ich hier schon seit Ewigkeiten predige. Die Autobauer sind mit den Nox-Emissionen ihrer Autos in der Masse im Recht. Die Norm erlaubt das, was auf den Straßen gemessen wird. 658 Seiten braucht der Ausschuss dazu, Wow! Die Hersteller hatten nach diesen bahnbrechenden Erkenntnissen bei der Definition der Euro Norm mit einem angeblichen Verhältnis von 10:1 ein sehr gewichtiges Wort mitzureden, um nicht zu sagen, sie haben es diktiert. Vielleicht haben sie die Beamten und Politiker sogar über den Tisch gezogen. Zumindest der Eindruck entsteht. 

Natürlich fühlt sich der gemeine Michel da sofort verarscht. In seinem Hinterkopf flammen reflexartig Bilder von qualmenden Auspuffrohren, an Krebs sterbenden Kindern und hinterhältigen Industriekonzernen samt deren sinistren Lenkern auf.  Emotion geht eben vor Vernunft. Der Michel in den Amts- und Schreibstuben startet eine emotionale Kettenreaktion statt sich die nächstliegenden Fragen zu stellen. Um was geht es eigentlich? Wie hoch ist die Gefahr tatsächlich? Was ist das Ergebnis auf den Straßen tatsächlich? Was wären die Konsequenzen gewesen, wenn der Grenzwert auch in der Realität gelten würde? Ist die Umsetzung nach Wünschen der Autobauer auch deren Schuld? Welchen Benefit hatten die Autobauer dadurch eigentlich oder anders, was war deren Motiv? Auf der anderen Seite muss die Frage erlaubt sein, wieso man sich auf EU-Seite nicht an den USA orientiert hat und hart geblieben ist? Was hat die Politik dazu bewogen, sich die Norm diktieren zu lassen und wie lange geht das schon so? Warum beteiligt man überhaupt die Autobauer an den Gesprächen? Was ist eigentlich die Grundlage der Norm? Welche Gefährdung geht vom Nox aus und welche Verbesserung erhält man? Wussten die Beamten und die Politiker, dass ein Unterschied zwischen Prüfzyklus und Realität zulässig ist? Wie lange wussten sie es schon? Wieso verschärfen sich die Umweltnormen für die anderen Bereiche (Energieerzeugung, Haushalte, Industrie) nicht auch im 2-3-Jahresrhythmus? Ist man dort nicht an Verbesserungen interessiert?

Da all diese Fragen unterbleiben, scheitert man zwangsläufig an der objektiven Analyse der Sachlage und steigert sich in eine Verschwörungstheorie mit dem Paradeopfer der Autobauer als Sündenbock für die Unfähigkeit in Medien und Politik. Die Leser werden sofort bei ihrem Gewissen und ihren schlimmsten Instinkten gepackt, bevor sie auch nur ansatzweise nachdenken können.

Bezeichnend ist auch, dass eine Wirtschaftswoche ? man möchte dort instinktiv eher Support für als Opposition gegen die Industrie verorten ? das Öko-Schwert zückt und vollkommen haltlos auf die Industrie eindrischt. Das ist insofern erstaunlich, dass sie die Rechtmäßigkeit der Fahrzeuge im selben Artikel enthüllt, indem sie den Herstellern Betrug vorwirft. Das ist, milde gesagt, schizophren.

Aber sei?s drum. Dann will ich eben anstelle der Wirtschaftswoche den moralischen Rechtsanwalt der Hersteller mimen und ihre Fahnen hochhalten. Das sollte dem unter Generalverdacht gestellten Angeklagten schon zugestanden werden. Siehe nächstes posting.

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerDer Dieselskandal, nur Kuhhandel statt Skandal?

 
  
    #718
21.06.17 20:26

Die Euro 6 Norm wurde im September 2014 wirksam. Ich schätze, dass die wesentlichen Bestandteile der Norm bereits 2010, wenn nicht noch deutlich früher für die Hersteller verfügbar waren. Anders hätten sie ihre Motoren nicht entwickeln und planen können. Ich schätze auch, dass sich die Verhandlungen zwischen Behörden, Politik und Herstellern über die Norm locker 2 Jahre hinzogen. Damit bekommt man ein besseres Gefühl, wie weit im Voraus man technische Lösungen, Konzepte und Realisierungsanalysen parat haben musste, um zu beurteilen, ob die Vorgaben überhaupt erreichbar sein werden. Die Zukunft ist eben schwer absehbar und der Mensch, der zu Zusagen gedrängt wird, versucht automatisch, seine Zusagen so klein wie möglich zu halten.

Wie sieht so eine Verhandlung aus? Die Behörden entwickeln nach den Vorgaben der nationalen und europäischen Umwelt- und Verkehrsabteilungen einen Vorschlag, der das in ihren Augen realistische Maximum an Umweltschutz beinhaltet. Das ist der Startpunkt der Verhandlungen. Aber direkt danach geht schon der erste Riss durch die Zielrichtung der Politik. Eine zu strikte Nox-Regelung killt potenziell den von den CO2-Gegnern geliebten Diesel, da er im Vergleich zum Benziner zu teuer und zu unkomfortabel (häufige Adbluebetankung) würde. Die Hersteller werden deswegen unverzüglich zurückgemeldet haben, dass eine Gleichbehandlung von Nox bei Benzin und Diesel mit einer Lockerung der CO2 Vorgaben für ihre Flotte einhergehen muss. Also werden Politik und Umweltbehörden vor die Frage gestellt, zwischen Nox- und Klimagefahr zu entscheiden. Das dürfte schon ganz am Anfang die Diskussion auf EU-Seite gewesen sein. Die Festlegung auf unterschiedliche Werte für Benzin und Diesel durch die Behörden legt den Verdacht nahe, dass man sich offiziell auf die Seite des Klimas und damit des Diesels geschlagen hat. Voilà, die erste Aufweichung der Norm ist da und eine sehr schizophrene, wenn man sich ansieht, in welches Horn die Politik aktuell bläst.

Die Gegenseite sieht da nicht viel homogener aus. Da gibt es die reichen Hersteller mit üppigen Entwicklungsabteilungen, die überwiegend die technischen Trends bestimmen und es gibt die Armen, die sich schon freuen, wenn sie eine schwarze Null schreiben und die Mannschaft nicht reduzieren müssen. Im ersten Fall ist man wahrscheinlich gar nicht einmal so abgeneigt, eine hohe Anforderung zu unterschreiben, bestärkt es doch tendenziell die eigene Marktposition. Außerdem bedeutet mehr Technik auch mehr Kosten und mehr Umsatz. Erreicht man das Ziel vor den anderen, winkt sogar noch eine höhere Marge. So hatte BMW z.B. bereits 2013 die ersten Euro 6 Fahrzeuge auf der Straße. Der Teil der Hersteller, der entwicklungsseitig nicht aus dem Vollen schöpfen kann, wird hingegen jede unnötige Verschärfung torpedieren. Unterstützung bekommt dieses Lager vor allem von Unternehmen, die das vielleicht hätten umsetzen können, aber die in Sachen Gewinn durch den Hype der letzten Jahre stark vom Dieselabsatz abhängig sind. 

Ich gehe auch davon aus, dass sich die jeweils nationale Politik auf Drängen der jeweiligen Unternehmen und Behörden kräftig eingemischt hat, um den ein oder anderen Kompromiss im Sinne ihrer Schäfchen zu forcieren oder zu torpedieren. Wirtschafts- und Verkehrspolitiker mögen sich vielleicht auf die Seite der Unternehmen geschlagen haben, Umweltpolitiker wollten wahrscheinlich nicht von den Forderungen abrücken um sich im Lichte der Zahlen zu sonnen. Die armen Beamten und Behördentechniker, die da zwischen allen Stühlen gesessen haben, werden bestimmt manchmal Klötze gestaunt haben, welche Konstrukte an Vorschlägen da herauskamen. Niedrige Grenzwerte mit großen Schlupflöchern ist der Kompromiss, der so viele Mäuler gleichzeitig stopfen kann. Die berühmte Klausel über die Möglichkeit, die Abgasreinigung in bestimmten Zuständen zum Schutze des Motors abzuschalten, ist so ein Bestandteil, den ich mir als Ergebnis eines solchen Kuhhandels vorstelle. Die erodierenden Anforderungen beim Prüfzyklus ebenso. Dessen Ausgestaltung hat sich bestimmt bis kurz vor die Verabschiedung hingezogen, wo vielleicht einige Hersteller nach ihren Tests und/oder Aufwandsabschätzungen mit großen Augen aufgewacht sind und Nachbesserungen verlangten. 

Irgendwann ist es aber so weit, dass man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt hat. Danach kommen die Rechtsabteilungen zur Prüfung dran. Da verhandeln nochmal die Anwälte zwischen Behörden und Unternehmen den letzten Feinschliff, bevor das Ganze mit großem Pomp und Getöse verabschiedet wird. 

Am Ende, und das will ich damit sagen, ist die Norm ein Kompromiss des kleinsten gemeinsamen Nenners von ganz vielen Stakeholdern und sie ist ein Konstrukt, das, sobald es da ist, alle bis zum letzten Jota ausnutzen werden. Das gebensowohl seine Ausgestaltung als auch der Markt vor. Daraus folgt:

? Nationale und europäische Politiker waren ganz sicher in die Normgestaltung und deren Konsequenzen involviert

? Nationale und europäische Behörden ebenso wie alle Hersteller

? Der Fingerzeig auf die Hersteller ist damit nur ein sehr kleiner Ausschnitt 

? Jedem (!!!) der Beteiligten musste klar sein, dass am Ende der Prüfzyklus und die Ausnahmeregelungen als das Maß für die Umsetzung angesehen werden müssen

? Im Moment der Verabschiedung der Norm war somit die Diskrepanz zwischen Norm und Betrieb besiegelt und rechtlich abgesegnet.


Was haben die Unternehmen verbrochen? Sie haben sicherlich alle politischen Strippen gezogen, um Wettbewerbsvorteile oder zumindest keine Nachteile zu bekommen. Ist das richtig oder falsch? Zunächst einmal zwingt der Wettbewerb sie dazu. In dem Moment, in dem die Behörden die Industrie einlädt oder sich Teile davon über ihre Verbindungen zur Politik Zugang verschaffen, ist es auch klar, dass hier alle mit im Boot sitzen wollen, um das eigene Süppchen zu kochen oder es sich nicht versalzen zu lassen. Das gleiche gilt für die Politik und die Behörden. Dieser Prozess führt automatisch zu einem Minimalkompromiss, der aber, und das behaupte ich steif und fest, nicht nur seit Euro 6 sondern seit Jahrzehnten gelebte Praxis ist.

Wenn sich jetzt Umweltaktivisten, Politik und Medien plötzlich einhaken und die Hersteller mit Teer und Federn durchs Dorf jagen, ist das nicht nur scheinheilig sondern niederträchtige Agitation. Erstens: Was haben die Hersteller (von potenziellen schwarzen Schäfchen mit tatsächlicher Abschalteinrichtung abgesehen) falsch gemacht bzw. was hätten sie anders machen sollen? Ganz eindeutig: Nichts! Zweitens: Die Wendehälse der Politik schieben in dem Moment die Schuld auf die anderen, in dem die jeweilige Person des aktuellen Politikers persönlich nicht betroffen ist, wohlwissend, wie der Kuhhandel zustande kam und wie man dadurch dem politischen Gegner schaden kann.

Drittens, und dazu mache ich einen neuen Absatz, die Medien versagen hier auf kompletter Linie. Hier kann man nur noch den Kopf schütteln. Sie haben vollkommen kritiklos die extreme Meinung einiger Umweltaktivisten als Nullpunkt im Koordinatensystem der Wahrheit definiert und von da aus gegen jeden gehetzt, der von diesem Nullpunkt abweicht. Dass weder die gelebte noch die rechtliche Praxis mit diesem Extrempunkt kongruiert, hat sie nicht eine Sekunde gestört. Es bleiben nur die Verdachtsalternativen, hier bewusst, also ideologisch getrieben, oder unbewusst, also vollkommen inkompetent, gehandelt zu haben. 

Den rechtlichen Sachverhalt herauszufinden, hätte nur eines Nachmittags und eines Anrufs in der Rechtsabteilung bedurft. Noch einfacher wäre es gewesen, zu recherchieren, was sich denn in den letzten Jahrzehnten und Jahren in Sachen Emissionen getan hat und was für Auswirkungen tatsächlich zu befürchten sind. In den fast 2 Jahren, die der Dieselskandal jetzt dauert, hat sich aber keiner genötigt gefühlt, das absolute Minimum an journalistischer Arbeit zu verrichten. In Gesprächen mit den Herstellern und Behörden hätte man dann auch herausgefunden, dass da kein Betrug und keine industrielle Verschwörung im Gange sind, sondern dass der Skandal in Europa eigentlich keiner ist. Er ist schlichtweg das banale Resultat eines seit Jahrzehnten gelebten und im Endeffekt sogar halbwegs bewährten Prozesses. Stattdessen waren die Medien von der ersten Sekunde an auf Krawall gebürstet und haben vollkommen faktenfrei mit Unterstellungen und Beschuldigungen um sich geschlagen, als würde die Welt untergehen. Politisch und emotional eindeutig konditioniert, zielten die Verleumdungen und reihenweisen Falschmeldungen nur in eine Richtung. M.E. ist so eine Agitation der Presse gesetzeswidrig. Sie nutzt hier ihre Macht aus, um Politik zu machen, statt ihrer Informationspflicht nachzukommen. Das fällt auch nicht mehr unter die Meinungsfreiheit. Wie kann einer der Eckpfeiler der Demokratie Glaubwürdigkeit für sich in Anspruch nehmen und anderen fake news unterstellen, wenn er selbst nachweislich und permanent das Gegenteil davon macht?Ich behaupte, dieses Ausmaß an Versagen ist mit Inkompetenz nicht mehr erklärbar, hier handelt man überwiegend von einer kruden Ideologie getrieben. Ein weiterer Hinweis auf diese Ursache ist die Parallelität zum Klimazirkus. Dasselbe Handlungsschema. Unsachlich, ideologisch und identitär.

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

3413 Postings, 1658 Tage MotzerInterview zum Thema Klimawandel

 
  
    #719
21.06.17 21:03
Ich kann dieses exzellente Interview mit Prof. Kirstein nur empfehlen.

Kirstein entlarvt schonungslos die Falschaussagen der Klima-Ideologen.


https://www.youtube.com/watch?v=hPVT7iihMTs  

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammler@Motzer

 
  
    #720
22.06.17 09:30
Kirstein hat mit einigen seiner Punkte sicher recht, bei anderen bewegt er sich eher auf sehr dünnem Eis. Dem CO2 den Treibhausgascharakter abzuerkennen, ist z.B. sehr gewagt. Da hätte ich schon gerne ein paar Begründungen dazu gehört. Genauso mit der Angabe, dass nur 3% (aktuell sind es glaube ich eher 4%) vom Menschen stammen, ist zwar richtig, aber nur auf Jahresbasis. Seine implizite Schlussfolgerung, dass deshalb quasi alles an CO2 Konzentration natürlich sei, ist mindestens genauso gewagt. Wenn die CO2-Konzentrationen der Paleodaten stimmen (Fluktuieren zwischen 180 und knapp 300 ppm), muss der überwiegende Teil des zusätzlichen CO2 seit ca. 1900 von uns kommen. Der Henry-Anteil (natürliche Ausgasung) ist rel. klein (15-20 ppm) und selbst davon geht noch ein Teil auf die CO2 induzierte Erwärmung.

Theoretisch könnte er natürlich trotzdem recht haben und zwar in dem Moment, in dem er beweist, dass CO2 kein Treibhausgas ist und dass das zusätzliche CO2 aus anderen Quellen kommt. Solange das fehlt, bleibt es nur eine abwegige Behauptung.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

69213 Postings, 6456 Tage seltsam@lumpensammler

 
  
    #721
1
22.06.17 09:48
halt dann auf diesem Weg etliche grüne Sterne für "interessant" und "informativ" und einige für "gut analysiert". Wenn es nicht direkt geht.
Immer wieder sehr erhellend... auch wenn ich sicherlich die Zusammenhänge nicht so erkenne (oder auch nur mir merken kann)  

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerE.mobility / Dieselskandal

 
  
    #722
22.06.17 10:03
Das Getöse um den Diesel erzielt langsam die erwartete Wirkung. Anscheinend wollen schon 28% der Privatkäufer ein E-Mobil kaufen. Der Diesel fällt in der Gunst der Privaten auf 18%. Momentan kann er sich nur noch mit den Dienstwagenkäufern über die Runden retten. Auf den politischen Druck in diese Richtung (Entfall Dienstwagenprivileg) im Laufe des Wahlkampfes kann man setzen.

Ich wette mal gegen Mutti und setze auf die 1 Million Stromer in 2020. Mal

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/...to-kaufen-a-1153320.html
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11164 Postings, 4982 Tage inmotionKlimasteuern für die EU

 
  
    #723
2
22.06.17 10:36
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/...streichen-a-1153312.html

Oettinger will Klimasteuern für die EU

Durch den Brexit und neue Aufgaben fehlen der EU bald 25 Milliarden Euro. Als neue Einnahmequelle schlägt Haushaltskommissar Oettinger im Gespräch mit dem SPIEGEL die CO2-Besteuerung vor. Deutschland könne davon profitieren.

...........
Danach die NOX und Sauerstoff Steuer?

Ich glaub Oettinger hat Weingeist inhaliert???  

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammler@inmotion

 
  
    #724
1
22.06.17 14:37
Ja, das ist ja das Schöne an so einer Panik. Man kann damit alles ohne Widerstand durchwinken.
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8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerDas erste Eingeständnis der Klimaritter

 
  
    #725
1
23.06.17 23:10
Zum ersten Mal gibt die AGW Wissenschaft zu, dass ihre Modelle die Zukunft im Vergleich zu den Satellitenmessungen zu warm rechnen. An sich eine banale Erkenntnis. Denn jeder der Augen im Kopf hat (s. Anhang) kann das erkennen.

Warum kommt das Eingeständnis jetzt und warum hat man sich fast 10 Jahre wie ein Ertrinkender gegen die Pause in den Temperaturen gewehrt?

Ich habe dafür nur 2 Erklärungen:

A: sie merken, dass die Täuschung der Öffentlichkeit nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Entweder weil sie schon andere, noch nicht veröffentlichte Forschungsergebnisse kennen, die sie nicht mehr abstreiten können. Oder, weil sie vielleicht Gefahr laufen, seriöse Wissenschaftler an die Gegenseite zu verlieren.

B: Das ist eine Finte. In 2 Monaten veröffentlichen sie dann eine Studie, die beweist, dass die Satellitendaten falsch waren. Die Anpassung der Daten würde wieder die Modelle bestätigen. Damit erschienen sie offen und kritisch und würden den Modellen noch mehr Glaubwürdigkeit verschaffen. Der einzig verbleibende Datensatz, der nicht mehr mit den Modellen übereinstimmt, wäre dann der UAH Satz der Skeptiker Christy und Spencer. Der hätte plötzlich erhebliche Glaubwürdigkeitsprobleme.

Dem Gesetz der Serie folgend tippe ich auf B: Hier wird nix dem Zufall überlassen.

https://www.nature.com/ngeo/journal/vaop/ncurrent/full/ngeo2973.html
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Angehängte Grafik:
img_4141.jpg (verkleinert auf 38%) vergrößern
img_4141.jpg

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerGanz vergessen

 
  
    #726
23.06.17 23:23
Der Grund, wieso ich eine Finte vermute, ist das Autorenteam der oben verlinkten Studie. Das ist nicht eine von Zehntausenden. Da ist die Creme de la Creme der Klimaritter dabei, die Gralshüter sozusagen. Bevor die auch nur das kleinste Zugeständnis machen, liegt Afrika unter einem Kilometer Eis.  
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8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerDie Energiewende

 
  
    #727
25.06.17 00:41
kostet nicht nur die EEG Umlage. Die steigenden Netzentgelte sieht noch keiner so richtig. Von den teuren Speichern in der Zukunft gar nicht zu reden.

"BAYREUTH (dpa-AFX) - Der Stromnetzbetreiber Tennet musste in den ersten vier Monaten des Jahres deutlich mehr Noteingriffe zur Stabilisierung des Stromflusses in Deutschland vornehmen. Die Kosten seien zu Jahresbeginn auch wegen des windreichen Januars im Vorjahresvergleich um mindestens 50 Prozent gestiegen, sagte Tennet-Deutschlandchef Urban Keussen der Deutschen Presse-Agentur. "Die Anspannung im Netz ist hoch, und sie wird mit der Abschaltung weiterer Kernkraftwerke noch zunehmen", betonte Keussen.

Die Kosten für die Netzeingriffe lagen 2015 bereits bei rund einer Milliarde Euro bundesweit, davon etwa 700 Millionen Euro im Tennet-Netzgebiet, das in der Mitte Deutschlands von Schleswig-Holstein bis zum Süden Bayerns reicht. Im windschwachen Jahr 2016 sank der Aufwand bei Tennet nur leicht auf 660 Millionen Euro. Jetzt steigt er wieder deutlich. Die Eingriffskosten könnten nach der Abschaltung der letzten Atomkraftwerke 2022 laut Bundesnetzagentur auf bis zu vier Milliarden Euro bundesweit im Jahr anwachsen. Zahlen muss das der Verbraucher über den Strompreis."

http://www.ariva.de/news/...fe-ins-stromnetz-tennet-warnt-vor-6296106

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17621 Postings, 3572 Tage BRAD P007Klimawandel aktuell

 
  
    #728
25.06.17 12:28

https://www.washingtonpost.com/news/capital-weather-gang/wp/2015/07/30/iran-city-hits-suffocating-heat-index-of-154-degrees-near-world-record/?utm_term=.99b0c7246afc

 

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerLöschung

 
  
    #729
25.06.17 16:05

Moderation
Moderator: st
Zeitpunkt: 26.06.17 08:45
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerBrad

 
  
    #730
25.06.17 16:13
Na und, das sind 46 Grad an einem Ort der Erde. Was sagt dir das über die Ursache oder wie abnormal das in einer Warmzeit ist? Nichts. Das nennt man Wetter.  
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8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerCooler Schachzug aus Frankreich

 
  
    #731
26.06.17 12:21
Macron will die CO2-Emissionen mit 30 ?/Tonne besteuern. Im Prinzip, wenn man an die CO2 Horrorstory und den möglichen Kampf dagegen glaubt, das einzig Richtige. Man fragt sich eher, wieso das noch nicht gemacht wurde. Ein Schelm, wer Böses dahinter vermutet.

Unabhängig davon, wieso es noch nicht gemacht wurde, was würde das denn bedeuten? Frankreich mit seinem hohen Anteil an Atom- und Wasserkraft in der Stromerzeugung würde es quasi nichts kosten. Die CO2-Emissionen in Frankreich liegen bei 50-100 g/kWh. Im Vergleich dazu liegt Deutschland mit seiner hochgelobten Energiewende bei 300-700 g/kWh ca. 7 mal so hoch, Tendenz steigend, da die verbleibenden Atomkraftwerke überwiegend durch fossile Kraftwerke ersetzt werden müssen.

Die im Welt-Artikel unten zitierten "Energieexperten" erwarten durch die CO2-Steuer einen Strompreisanstieg um 40% in Deutschland. Als direkte Auswirkung sehe ich aber nur 4-5 ct/kWh mehr für ein Kohlekraftwerk, im Strommix also vielleicht 2-3 Ct und damit ca.7-10% höhere Preise. Ich glaube nicht, dass dadurch die Erneuerbaren in Deutschland deutlich profitieren würden bzw. dass sich die fossile Erzeugung deutlich reduzieren ließe. Darauf ist unser Netz ohne Speicher und ohne Nord-Südtrasse einfach nicht vorbereitet. Auch das europäische Netz platzt wegen der deutschen Volatilität praktisch aus allen Nähten. Ein weiterer Ausbau der Erneuerbaren wäre vermutlich ohne Blackouts oder eine Revolte aus Polen und Tschechien nicht mehr zu handeln. Würde man tatsächlich in Erneuerbare und Speicherlösungen investieren, dürften 40% Erhöhung bei weitem nicht ausreichen. Da kann man gleich nochmal ne Null hinten dran hängen.

Die einzig machbare Alternative wäre, die Grundlast der Kohlekraftwerke auf die Kernkraftwerke zu verteilen, d.h. die Laufzeit der bestehenden Kernkraftwerke zu verlängern und sukzessive in neue Kernkraftwerke zu investieren. Doch dieser Ausstieg ist für die Grünen längst besiegelt. Ihr Vorschlag, unter der Prämisse eines Atomausstiegs jetzt endlich auch die Finger von der Kohlestromerzeugung zu lassen, ist deswegen bedenkenlos in die Rubrik "fortgeschrittene Realitätsverweigerung" einzuordnen.

Ich bin gespannt, wie sich die Energiewende da herauswendet, ohne ihre Befürworter komplett lächerlich zu machen.

https://www.welt.de/wirtschaft/article165845053/...ie-Bredouille.html
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8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerDie Energiewende funktioniert nicht!

 
  
    #732
1
27.06.17 17:11
Noch nicht mal im Versuchsstadium auf Mikroebene funktioniert sie, wie die gescheiterten Modellversuche im Brandenburgischen Feldheim oder auf der Miniinsel Pellworm zeigen. Wie soll es dann auf Landes-, EU- oder Weltebene funktionieren?

Was für den halbwegs Physik-bewanderten auf Anhieb über die Erntefaktoren und die Energiedichte der EE ersichtlich ist, wird aber von den Anhängern, selbst wenn es sich im Praxisversuch noch so oft manifestiert, nicht ums Verrecken geglaubt.

Feldheim habe ich weiter vorne schon einmal beleuchtet. Dort wird das, was weiß ich, 100-fache der Energie erzeugt, um die Einwohner autark zu machen. Den exorbitanten Invest in den Schildbürgerstreich haben EU, Staat und Land spendiert.

Ein ähnliches Bild, nur "smarter", liefert Pellworm. 12,5 Millionen Euro haben Staat, Land und E-On für die 1.177 Einwohner versenkt, um die Insel mit EE energieautark zu machen. Geschafft haben sie nur 97%. Das hört sich besser an, als es ist. Denn das bedeutet, dass an einem Tag/Monat oder eine 3/4 Stunde pro Tag kein Strom fließt. Die verbleibenden 3% hätte man vielleicht mit einer Verdoppelung des Speichers geschafft, aber da war den Initiatoren längst die Lust vergangen. Die Anlagen werden abgebaut. Die Kosten ohne Instandhaltung und ohne die Inanspruchnahme von extern bezogenem Strom lagen bei in etwa dem 3-fachen des heutigen Endverbraucherstrompreises. Würde man es noch in Industrie- und Verbraucherpreise aufteilen, dürfte die Rate sogar noch steigen. Extrapoliert man das auf den Globus, können zwar partiell noch Skaleneffekte, z.B. bei den Batterien ,dazukommen, die aber von den exorbitant steigenden Strompreisen aufgrund der geringen Energiedichte (geringer Erntefaktor) überkompensiert werden, z.B. wenn man 2 Solarmodule braucht, um den Nutzstrom von einem zu bekommen. Mit anderen Worten, die Pellworm Energie war nur deswegen "nur" 3 x teuer wie unser derzeitiger Strom, weil die Solarmodule mit billigem Kohlestrom aus China und der Beton für die Windräder mit billigem Kohlestrom aus Deutschland hergestellt wurden. Würden diese ebenso durch EE ersetzt, ist nicht mit Skaleneffekten sondern mit exponentiellen Kostensteigerungen und ebensolchen Rohstoffverbräuchen zu rechnen.

So pompös Pellworms Energieautarkie vor einigen Jahren in den Medien propagiert wurde, so duckmäuserisch wird über das Scheitern berichtet.

Die EE-Sause
https://www.welt.de/hamburg/article108791211/...Selbstversorgung.html
https://www.welt.de/wirtschaft/article133742949/...Energie-Insel.html
http://www.wiwo.de/technologie/green/tech/...eutschland/13547328.html
http://www.wiwo.de/technologie/green/tech/...rgieautark/13553446.html
http://www.taz.de/!5059543/

Der EE-Kater
http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/...Energiewende-und-zurueck.html

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8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerDie Süddeutsche hetzt weiter

 
  
    #733
28.06.17 13:31
Die SZ mausert sich langsam zur Greenpeace Pressestelle. Sie hat eine neue "Affäre" entdeckt. Diesmal ist, wen wundert's, das CO2 Gegenstand der Hetze.

Bei zwei Fahrzeugen (Opel Zafira und ein Smart Fortwo) hat man CO2 Werte gemessen, die 8% bis 9% über den Herstellerangaben liegen. Dass sich die CO2-Emission proportional zum Verbrauch verhalten, und die Verbrauchsangaben (man beachte die Parallele zum Nox Skandal) in einem unrealistischen EU-Normzyklus gemessen werden, dürfte selbst den letzten Urwaldbewohner in Brasilien nicht mehr schocken! Eine Abweichung von 9% ist im Vergleich zu den 200-500% im Nox-Skandal auch eine ganz andere Hausnummer, vor allem wenn man bedenkt, dass die Konsequenzen des CO2 im Ausmaß unbekannt und am Ende sowieso unvermeidbar sind. Und selbst wenn alle worst case Annahmen der Klimaritter zuträfen und die Entdeckung der SZ repräsentativ für den globalen Verkehr wäre, sprechen wir hier über einen Effekt von 0,005% an den jährlichen CO2-Gesamtemissionen.

Aber das tangiert einen Umweltindianer auf dem Kriegspfad nicht. Der spricht von einem "großen Problem für die Umwelt" und es wird sofort die Affärenkeule ausgepackt. Quasi als Beweis für diese maßlose Übertreibung wird den Unternehmen Betrug am Kunden (Verbrauchsangaben) und am Staat (Kfz-Steuer) unterstellt, obwohl selbiges bisher erst bei Abweichungen von größer 10% geahndet wurde.

Im weiteren Verlauf erfährt man nebenbei, dass die 2 Abweichler einer Stichprobe von 19 getesteten Fahrzeugen entstammen, wobei die 17 anderen den Test bestanden. Das ist natürlich für einen Klimaritter vollkommen inakzeptabel. Also wird auf dem Normzyklus herumgeritten und dessen fehlender Praxisbezug kritisiert. Das ist zwar richtig, aber die Frage, ob das wirklich das Problem der Hersteller ist, stellt man sich natürlich nicht. Selbstverständlich betrügen hier alle Hersteller den armen Umweltmichel. Der schnappt quasi seit Jahrzehnten vergebens nach Atemluft, die ihm die sinisteren Autohersteller durch eine perfide, in dunklen Clubräumen ausgeheckte Vernichtungsstrategie verpesten.

D.h. unterm Strich ist das Ganze eine totale Nullnummer. Es gibt weder ein formales Vergehen, noch ist das Ganze in irgendeiner Form tatsächlich auch nur annähernd ein Problemchen. Trotzdem will man eine CO2-Affäre konstruieren. Ich warte noch auf den zukünftigen statistischen Massenmord des CO2.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...d-opel-zum-problem-1.3562388
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerGlobal warming

 
  
    #734
28.06.17 20:36
Das können nur die Briten. Right to the point und zum Bepissen :-))

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerSchade, ariva mag anscheinend kein vimeo

 
  
    #735
28.06.17 20:38
https://vimeo.com/124391891
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerTeil 2

 
  
    #736
28.06.17 20:45
https://vimeo.com/124392955
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8982 Postings, 4779 Tage lumpensammlerWieso die Temperaturmessungen Müll sind

 
  
    #737
29.06.17 01:20
Anhand einer simplen, vereinfachten Rechnung möchte ich zeigen, dass die Fixierung auf die in der KlimaWissenschaft und den Medien veröffentlichten Temperaturen absoluter Nonsens ist.

1. Die Thermodynamik
Unter Vernachlässigung der thermodynamischen Vorgänge im Erdinneren und auf der Erdoberfläche durch den Menschen bekommt unser Planet seine Wärme ausschließlich von der Wärmestrahlung der Sonne. Diese würde er nachts zum größten Teil wieder abgeben, wenn unsere Atmosphäre nicht den Treibhauseffekt bereitstellen würde. Dadurch reduziert sich die Wärmestrahlung von der Erde in den Weltraum. Unterm Strich landen so im Schnitt ca. 240 Watt/qm auf der Erde. Um die Erde im thermodynamischen Gleichgewicht zu halten, muss die Erde  die gleiche Leistung bzw. über die Zeit die gleiche Energie an den Weltraum abgeben.

Wohin geht die Energie? Es gibt nur 3 Möglichkeiten: A: Land, B: Wasser, C: Atmosphäre (Luft). Letztere ist vom Energiegehalt her am kleinsten. Den bestimmt die spezifische Wärmekapazität und die Masse. Nimmt man die entscheidenden 80 km der Atmosphäre und vergleicht sie mit dem Wärmeinhalt der Meere bei angenommener gleicher Temperatur, übertrifft der Wärmespeicher der Meere den der Atmosphäre um den Faktor 135. In Wirklichkeit dürfte das Verhältnis sogar noch deutlich größer sein, da ich die steigende Dichte des Wassers durch Meerestiefe und Salzgehalt sowie die abnehmende Dichte der Luft mit der Höhe gar nicht berücksichtigt habe.

D. H. wenn man die Lufttemperatur misst, erhält man so gut wie keine Aussage über den Wärmeinhalt der Erde und dessen Änderungen. Gerade das jedoch müsste man messen, um z. B. den Effekt eines stärkeren Treibhauseffektes nachweisen zu wollen.

Angenommen mein Verhältnis zw. Meer und Atmosphäre von 135 würde stimmen, dann würden das bedeuten, dass 1,35 Grad wärmere Luft durch ein 0,01 Grad kälteres Meer kompensiert wird.

Das Meer wird aber halbwegs großräumig erst seit 2003 durch die Argobojen vermessen. Und selbst das liefert nur einen groben Abriss des Zustandes. Davor gab es nur sehr sporadische Messungen und Schätzungen, die allesamt ein Vielfaches der geforderten Toleranz haben. D. H. selbst wenn heute Daten zum Wärmeinhalt der Meere veröffentlicht werden, ist die Unsicherheit so groß, v. a. vor 2005, dass man damit gar nichts anfangen kann.

2. Der Beweis über den El Nino
El Nino und La Nina sind natürliche Meeresoszillationen. Bei einem El Nino unterbinden Passatwinde vor der Küste Perus das Aufsteigen kalter Meereströme aus der Tiefe. Dadurch erwärmt sich das Oberflächenwasser lokal überproportional. Diese Wärme verteilen Oberflächenströmungen und Winde anschließend über die ganze Erde. Thermodynamisch betrachtet erhöht sich der Wärmeinhalt der Erde bei einem El Nino nicht. Wäre die Oberflächentemperatur oder die der Atmosphäre ein geeignetes Maß für den Wärmeinhalt der Erde, dürften sie den El Nino bei der Ermittlung der globalen Durchschnittstemperatur nicht zeigen. Denn es ist nur ein Wärmetransport von einem Flecken der Erde zum nächsten. Weder Treibhauseffekt noch Sonne spielen hier eine Rolle. Aber das Gegenteil ist der Fall. Egal ob Oberflächen- oder Atmospärentemperaturen, alle Datensätze spielen bei einem El Nino verrückt. Und erstaunlicherweise kehren sorgen die El Ninos für die großen Anstiege im letzten Jahrhundert. Danach folgt meist eine Seitwärtsbewgung auf höherem Niveau als vor dem El Nino.

3. Das Meer, die Sonne und das CO2
Wasser ist durchlässig für kurzwellige Sonnenstrahlung. Bis zu 100m dringt das Licht ein und erwärmt das Meer. Langwellige Strahlung, wie sie vom CO2 ausgeht durchdringt das Wasser nur im nano bis Mikrometerbereich. Eine großartige Erwärmung dürfte damit nicht zu erzielen sein. Konduktion dürfte zu langsam sein und für Konvektion fehlt der Dichteantrieb. Vorstellbar ist eher, dass durch die hohe Strahlungskonzentration Wasser verdampft wird und darüber Wärme per Strahlung in anderen Bändern an die Luft abgegeben und den Weltraum verloren wird. Ich glaube deshalb nicht, dass das CO2 im Meer richtig viel ausrichtet.

4. Schlussfolgerung
Die veröffentlichten Temperaturen sind weder Maß noch Beweis für eine Erderwärmung, da der Elefant im Raum (das Meer) im Verborgenen bleibt. Gerade im Meer richtet das CO2 vermutlich nicht soviel aus. Der Einfluss der El Ninos und der Atlantikströmungen auf die Erdtemperaturen zeigt aber gerade die Bedeutung des Meeres. Dort liegt einer der Schlüssel unseres Klimas begraben. Solange wir den Einfluss der Meeresströmungen auf unser Klima nicht verstehen und dessen Wärmeinhalt nicht bestimmen können, ist alle andere Forschung brotlose Kunst. Da ist von himmelhochjauchzend bis zutiefst deprimiert alles an Analysen möglich und am Ende doch nicht richtig.  
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