Japan will den Weltmarkt mit Yen fluten

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neuester Beitrag: 11.12.12 18:41
eröffnet am: 11.12.12 09:45 von: DAX Indikat. Anzahl Beiträge: 14
neuester Beitrag: 11.12.12 18:41 von: Tony Ford Leser gesamt: 535
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bewertet mit 7 Sternen

2572 Postings, 1285 Tage DAX IndikationJapan will den Weltmarkt mit Yen fluten

 
  
    #1
7
11.12.12 09:45
Geldpolitik : Japan will den Weltmarkt mit Yen fluten - Nachrichten Geld - DIE WELT
Nach der Parlamentswahl am Samstag dürfte die neue Regierung Japans alles daran setzen, den Außenwert des Yen zu schwächen. Eine neue Runde im Krieg der Währungen wäre die Folge.
Zitat: "Notenbank könnte negative Leitzinsen einführen

Da das Land seit Jahren unter einer Deflation leidet, heißt dies, dass die Notenbank alles tun soll, um Inflation zu erzeugen. Sie soll in unbegrenztem Maße Geld drucken und notfalls sogar negative Leitzinsen einführen, damit die Banken mehr Kredite vergeben. Und sollte sie sich weigern, will Abe sie zwingen. "Er erwägt das Notenbankgesetz zu ändern, um die Bank von Japan unter das Diktat der Regierung zu stellen", so Wagner."

Das nenne ich eine Ansage. Jetzt sollte dem Letzten klar sein weshalb die Börsen steigen.  

13936 Postings, 1335 Tage snapplineschöne Ansage der Japaner

 
  
    #2
1
11.12.12 10:23

30138 Postings, 4984 Tage DarkKnightPervers. Absolut schräg. Die Leute, die heute

 
  
    #3
2
11.12.12 10:35
weltweit am Ruder sind, haben vor 25 bis 35 Jahren in ihrem Studium gelernt, dass es nichts schlimmeres, kein größeres Übel gibt als .... Inflation.

Und jetzt, wo man hinsieht: jeder kämpft erbittert um Geldentwertung.

Die Amis haben die FED und Bernanke, wir Europäer haben die Griechen und jetzt kommen auch noch die Nippse.

Und trotzdem wird beim nächsten Whlkampf wieder vom "Sparen" und "ausgeglichenem Haushalt" geschwafelt.

Langsam sollte es jedem reichen. Wird echt Zeit für ne neue Form von Faschismus.  

25551 Postings, 4725 Tage Depothalbiererwenn man das jahrelange perfide treiben

 
  
    #4
11.12.12 10:41
der fed sieht, ist es nur konsequent.

na habt ihr schiß um eure rentenverträge, mit denen ihr euch in 25 jahren den arsch abwischen könnt ??

hahahaha.

kauft sachwerte!!
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gott, vergib uns unsere schuld, unsere gläubiger weigern sich!

jetzt erst recht!! CO2 und spaß dabei !!

"politiker sind nicht an weisungen gebunden, wohl aber an überweisungen"

Clubmitglied, 9151 Postings, 2060 Tage musicus1depot, mit sachwerten...na ja

 
  
    #5
2
11.12.12 11:21
mit engen grenzen,    mobilität ist  stark   eingegrenzt,  und  auch die  immos  werden bzw. können an wert  verlieren,  guck mal nach belgien,lux,  niederlande  etc..... und den süden nicht vergessen,  die alten trennen  sich  verstärkt von ihren immos   und wohnen zur  miete  in wohnungen, altersgerecht.....  

1840 Postings, 3718 Tage Wärnaalso in altersgerechte Wohnanlagen investieren?

 
  
    #6
11.12.12 11:24
Funktioniert aber nur, solange die Senioren auch das Geld haben, um dort zu wohnen...  

12665 Postings, 4736 Tage Tony FordDeflation und Inflation...

 
  
    #7
11.12.12 11:35

weltweit am Ruder sind, haben vor 25 bis 35 Jahren in ihrem Studium gelernt, dass es nichts schlimmeres, kein größeres Übel gibt als .... Inflation.

Dies ist leider nicht ganz richtig, im Gegenteil, Inflation ist zwingend notwendig um Wachstum und Entwicklung aufrecht erhalten zu können.

Deshalb ist Inflation fast ausnahmslos ein Segen und sollte in einem gewissen Maße auch stets angestrebt werden.

Deflation hingegen hemmt das Wachstum, bringt Stagnation und Rückwärtsentwicklung, seien es sinkende Löhne, sinkendes Wachstum, sinkende Dynamik an allen Ecken und Enden.

Tja und genau diesen Weg aus Nullwachstum und Deflation geht Japan seit mehr als 20 Jahren und die Kurse sinken und sinken, von Wachstum seit Jahrzehnten keine Spur mehr. 

Und warum dies Alles? Weil Japan das höchst verschuldete Land der Welt ist, sogar noch höher als Griechenland verschuldet ist und sich mittels der Überhäufung von Geld und der damit ausbleibenden Marktbereinigung in Form von großangelegten Bankenpleiten, Vermögens- sowie Schuldenabbau, weiter am Leben hält.

Doch was ist dies für ein Leben ohne Wachstum, ohne Perspektiven und dem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit?

Es dient letztendlich nur den Eliten, die zu ihrer Bereicherung ein ganzes Volk in den Abgrund stürzen.

Von der Maßnahme, die Märkte mit YEN zu fluten halte ich nix, weil es im Gegensatz der Erwartungen die deflationären Tendenzen sogar noch weiter verschärfen wird, da dieses Geld durch Schulden entsteht und neue Schulden zu einer höheren Belastung führen werden. Des Weiteren werden fast alle Mittel dazu benötigt, damit es nicht zu einer Überschuldung kommt.

Eine Abwertung des YEN wäre nur dann gegeben, wenn man Geld zurückverteilen würde, d.h. den Eliten einen signifikanten Teil enteignen und weiter unten z.B. durc Förderprogramme verteilen würde, so dass mit dem belebenden Konsum und den sinkenden Geldvermögen (damit auch Schulden) eine Inflation entstehen kann.

Einen Beweis, dass Deflation sehr viel gefährlicher als Inflation ist und Inflation sogar wichtig ist, zeigt folgende Analyse:

http://wellenreiter-invest.de/WellenreiterWoche/Wellenreiter121128.htm

Dass wir in der EU ebenfalls deflationären Tendenzen unterliegen zeigt die Reallohnentwicklung (siehe folgende Analyse):

http://wellenreiter-invest.de/WellenreiterWoche/Wellenreiter121205.htm

 

4355 Postings, 1596 Tage exquisitTony, ich weiß als Verbraucher lediglich...

 
  
    #8
11.12.12 12:08
...bei:
Inflation = ich kann mir kaum was leisten (das Geld ist weniger als knapp...oder alles ist teuer)
Deflation =  ich kann mir fast alles leisten (das Geld ist ausreichend vorhanden...oder alles ist billig)

was was fördert, hmmm - ich will mir immer alles leisten können
:-)  

1840 Postings, 3718 Tage Wärnaaber momentan haben wir doch eine InDeflation

 
  
    #9
11.12.12 14:25
Die Verbraucherpreise steigen (inflationär), aber die Zinsen sinken (deflationär).

Ich kann mir immer weniger kaufen wg. der Teuerungsrate, gleichzeitig wird mein angelegtes Geld immer weniger wert (Guthabenzinsen halten nicht mit Teuerungsrate mit). Andererseits wird auf Pump zu kaufen immer billiger.

Nutzt nur demjenigen, der kein Geld hat und sowieso auf Pump lebt.

Der solide Sparer und Barzahler ist angeschissen.

Alles sehr merkwürdig.

Am besten alles Geld ausgeben und auf Pump leben.
Und für die Rente zu sparen hat anscheinend eh keinen Sinn mehr, man wird bis dahin sowieso enteignet. Schleichend (wie derzeit) oder durch Währungsreform.  

12665 Postings, 4736 Tage Tony FordInflation vs. Deflation...

 
  
    #10
1
11.12.12 15:14
...bei:
Inflation = ich kann mir kaum was leisten (das Geld ist weniger als knapp...oder alles ist teuer)
Deflation =  ich kann mir fast alles leisten (das Geld ist ausreichend vorhanden...oder alles ist billig)

was was fördert, hmmm - ich will mir immer alles leisten können
:-)

Dies ist leider zu kurz gedacht, denn durch die von der Deflation verursachten wirtschaftlichen Stagnation sinken die Löhne und der scheinbare Vorteil ist dahin. Kommt ferner noch hinzu, dass damit einhergehend die Schuldenlast steigt, so dass unterm Strich man weniger für seinen Lohn bekommt. Nützen tut dies nur Jene, die viel Geld anlegen und verzinsen lassen können.

Bei einer Inflation hingegen geht oftmals dynamisches Wachstum voraus, so dass durch das Wirtschaftswachstum die Reallohnentwicklung positiv ist und dementsprechend haben die Bezieher von Einkommen unterm Strich mehr davon.

 

Ich kann mir immer weniger kaufen wg. der Teuerungsrate, gleichzeitig wird mein angelegtes Geld immer weniger wert (Guthabenzinsen halten nicht mit Teuerungsrate mit). Andererseits wird auf Pump zu kaufen immer billiger.

Nutzt nur demjenigen, der kein Geld hat und sowieso auf Pump lebt.

Ja und Nein, denn viele der schon auf Pump lebenden bekommen kaum noch neue Kredite, weil die Banken bzw. Kreditgeber natürlich wissen, dass das Ausfallrisiko mit zunehmender Verschuldung steigt. Kommt hier dann noch weiter hinzu, dass durch die sehr niedrige Eigenkapitalisierung die Banken selbst bei geringen Kreditausfällen schon um ihre Existenz bangen müssen.

Dies zieht sich mittlerweile soweit hoch, dass selbst Kleinunternehmer es zunehmend schwer haben, Kredite zu bekommen, obwohl sie selbst eine höhere Solidität aufweisen als viele der Großunternehmen.

U.a. sorgt diese Diskrepanz dazu, dass trotz der gigantischen Geldmittel die die Zentralbanken in die Bankhäuser und Märkte pumpen, unten kaum noch was ankommt und die positiven Effekte bleiben nahezu aus, denn die Eliten werden trotz weiterer Millionen und Milliarden nicht mehr konsumieren als sie es so schon tun.

Ergo wird von den vielen YEN die die japanische Notenbank streuen will, nahezu nix in den Märkten ankommen und man wird die Wirkung kaum spüren.

Letztendlich sind es die letzten vergeblichen Versuche die explodierende Verschuldung irgendwie umzukehren, doch am Ende läuft es nunmal darauf hinaus, dass die die die vielen YEN horten, diese durch Pleiten oder Enteignungen verlieren müssen, denn anders geht es mathematisch nicht, es sei denn man zaubert mal so eben aus dem Hut ein Wirtschaftswachstum von 200% auf Sicht der nächsten Jahre ;-)

 

25551 Postings, 4725 Tage Depothalbiererich sage euch nicht, welche sachwerte man kauft

 
  
    #11
11.12.12 15:18
1. seid ihr alle soo schlau und wißt eh alles besser und

2. bin ich noch nicht voll eingedeckt, nein ich kaufe keinen billigbeton, der wegen der überalterung der gesellschaft immer billiger wird....

ps: diese ganzen billig papp fertich häuser müssen auch noch alle mindestens 60 % runter im wert. was der schrott wirklich wert is, sieht man immer erst bei der ZV.
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"politiker sind nicht an weisungen gebunden, wohl aber an überweisungen"

10191 Postings, 2638 Tage rightwingfind ich gut

 
  
    #12
1
11.12.12 15:23
Video nicht (mehr) vorhanden oder privat: 
http://www.youtube.com/watch?v=ewYKVlaBQdI

 

1840 Postings, 3718 Tage Wärna#10: ja so wird es kommen - bei uns!

 
  
    #13
11.12.12 15:57
Zitat Tony:
"Letztendlich sind es die letzten vergeblichen Versuche die explodierende Verschuldung irgendwie umzukehren, doch am Ende läuft es nunmal darauf hinaus, dass die die die vielen YEN horten, diese durch Pleiten oder Enteignungen verlieren müssen, denn anders geht es mathematisch nicht, es sei denn man zaubert mal so eben aus dem Hut ein Wirtschaftswachstum von 200% auf Sicht der nächsten Jahre ;-)"

Genauso wird es bei uns sein: Alle die Euro horten (also auch diejenigen, die Geld für ihre Rente angelegt haben), werden diese verlieren müssen, also sie werden enteignet. Schleichend oder irgendwann mit gesetzlichen harten Maßnahmen, keine Ahnung, aber es wird so kommen.

Ich frage mich daher immer mehr, ob ich mein Euro-Erspartes nicht lieber (fast) komplett ausgeben soll. Nicht für unnötigen Konsum, sondern für "harte" Sachwerte, wie z. B. wohnwertsteigernde Investitionen ins Eigenheim, Carport fürs Auto, aber auch evtl. n paar Goldbarren in den Keller und Goldmünzen für den schlimmsten Crash...

Keine Ahung ob ich da übertreibe, aber in meinem Umfeld denken immer mehr Menschen so.  

12665 Postings, 4736 Tage Tony Ford@Wärna...

 
  
    #14
11.12.12 18:41
Sachwerte wie Immobilien (sind teils aber schon ganz schön teuer geworden) oder Carport oder vorgezogene Investitionen wie die Sanierung des Hauses, Kauf einer neuen Küche, evt. Kauf eines neuen Autos oder auch sehr gut, Kauf einer Solaranlage oder SolarEis-Heizung, denn damit kann man seinen Heiz- und Energiebedarf zu einem großen Teil ohne fremde Hilfe decken.

Gold kann und darf man ruhig haben, würde ich aber keinen größeren Betrag mehr hineinstecken, da Gold in einem deflationären Umfeld eher zur Schwäche neigt. Laut Statistik sind wir momentan an einem Punkt angekommen, bei dem Gold an seine Grenzen stößt.

http://wellenreiter-invest.de/WellenreiterWoche/Wellenreiter121128.htm

nur meine Meinung  

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