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Hypo Real - Jahrhundertchance oder Niete?

Seite 1 von 382
neuester Beitrag: 07.02.14 17:34
eröffnet am: 19.03.08 14:08 von: fuzzi08 Anzahl Beiträge: 9545
neuester Beitrag: 07.02.14 17:34 von: Radelfan Leser gesamt: 855160
davon Heute: 26
bewertet mit 59 Sternen

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9548 Postings, 3914 Tage fuzzi08Hypo Real - Jahrhundertchance oder Niete?

 
  
    #1
59
19.03.08 14:08
Die Aktien der Hypo Real Estate wurden wie fast kein anderes Unternehmen der Finanzbranche zur Hölle geschickt. Der Vorstand hatte mit seinem unsensiblen
Coaching der im Sommer letzten Jahres aufgekommenen Subprimekrise maßgeblich
zum Beinahe-Untergang des Unternehmens beigetragen.

Zuletzt hatte ein "Brief an die Mitarbeiter" für weitere Verstimmung gesorgt. Die
Frage drängte sich auf, ob hier -allen zuvor abgegebenen gegenteiligen Beteue-
rungen zuwider- eine latente Gewinnwarnung lanciert werden sollte; weil sich der
Vorstand möglicherweise nicht traute, den Aktionären mit offenem Visier entgegen zu treten.

Steht man also vor den rauchenden Trümmern des einstigen Dax-Lieblings, so muss
die alle bewegende Kardinalsfrage lauten: wurde HRE zu Recht zur Hölle geschickt?
Um sich einen Überblick zu verschaffen, sollte man zuerst vergleichen, wie sich HRE
im Vergleich zu anderen stellt. Nehmen wir zum Beispiel den Chart von Commerz-
bank, so erkennen wir einen praktisch kongruenten Kursverlauf bis zum Jahreswech-
sel 2007/2008. Im Januar -genau genommen beim Crash am 21.01.- öffnet sich dann die Schere. Da HRE im Januar aber auch keine schlechtere Faktenlage als COBA bot, kann man den Spread als "Funke-Syndrom" interpretieren. Diese 25 Prozent gingen demnach auf das Konto des Vorstands und seiner windigen Kommunikation.

Kommen wir zur nächsten Frage: rechtfertigen die fundamentalen Fakten erstens die
Abstrafung an sich und zweitens deren Ausmaß?

Dazu wird ein Blick auf das Geschäftsmodell von HRE nötig. HRE ist keine Geschäfts-
bank mit Voll-Dienstleistung, sondern eine international operierende Hypotheken-
bank, die in erster Linie Gewerbeimmobilien und Staatsliegenschaften finanziert.
Das Refinanzierungsmodell hat es ins sich: die Refinanzierung erfolgt nämlich zu
einem Teil durch die Ausgabe von Pfandbriefen und...strukturierten Produkten. Das
ist die Umschreibung für Derivate.
Die Darlehensgewährung unterliegt den strengen Bestimmungen nach dem Abkom-
men Basel II. Man darf daher unterstellen, dass die Darlehen besser besichert sind,
als die meisten anderen Darlehen auf diesem Globus.

Neben dem Kerngeschäft führt HRE -ebenso wie alle Banken- ein Asset-Portfolio. In
dieses hatten sie nach Angaben des Vorstands 40 CDOs (Collateralized Debt Obliga-
tions) im Wert von 1,5 Mrd. US-Dollar (= 960 Mio.EUR) aufgenommen.
Diese Subprimes waren es, die das Desaster auslösten:
Funke beteuerte noch zu Beginn der Subprimekrise, man habe nichts zu befürchten. Ende 2007 jedoch musste man zugeben: ein Teil der CDOs musste wertberichtigt
werden. Im 3.Quartal 2007 sind nach Unternehmensangaben 265 Mio. EURO und im 4. Quartal 390 Mio.EURO an Wertberichtigungen abgeschrieben worden, wovon 295 Mio. auf den Gewinn 2007 durchschlugen.
(Quelle:http://www.ariva.de/...omfortabel_quot_abgedeckt_n2475945?secu=143856
Insgesamt sind somit 555 von möglichen 965 Mio. abgeschrieben. Das mögliche
Restpotenzial im Falle eines Totalverlustes beträgt demnach 410 Mio. EURO. Das wäre im Vergleich zu anderen Banken eigentlich eine fast lächerliche Summe, die auch nur zum Teil auf den Gewinn durchschlagen würde, da man ja den Steuereffekt herausrechnen muss.

So weit, so gut? - Die Antwort darauf hängt von drei Faktoren ab:
Erstens davon, ob der Vorstand die Öffentlichkeit über den Umfang des CDO-Portfo-
lios wahrheitsgemäß informiert hat. Immerhin gibt es bis heute, trotz allergrößten
Misstrauens, keine Anzeichen dafür, dass die Zahl (von 40) falsch ist.
Zweitens von den sonstigen Risiken. Häufig genannt werden die Schwierigkeiten der
Hypothekenversicherer (Monoliner) im Zusammenhang mit den versicherten Risiken
von HRE. Bisher gibt es keinerlei Hinweise auf Ausfälle und ich halte sie auch ehrlich
gesagt für nicht sehr wahrscheinlich, wenn man einen Blick auf das Klientel von HRE
wirft und dabei Basel II im Blick behält.
Drittens etwaige Einbrüche im Stammgeschäft. Hier sehe ich im Moment die größten
Risiken. Das Refinanzierungsmodell mit seinen strukturierten Produkten dürfte
derzeit nicht hoch im Ansehen stehen. Obwohl diese Produkte mit Subprimes fast
nichts gemein haben. Ich vermute, dass sich Funkes Brief an seine Mitarbeiter auch
auf mögliche Schwierigkeiten in dieser Richtung gründet.

Dass HRE nun auch mit der vorige Woche kollabierten Bear Stearns oder mit Carlyle
verglichen wird, zeigt nur die Unfähigkeit der Marktteilnehmer, zu differenzieren.
Bear Stearns war ein Broker und hat mit dem Geschäft von HRE etwa soviel gemein-
sam, wie ein Krawattenladen mit einer Eisengießerei. Und Carlyle ist erst recht nicht mit HRE oder sonst einer Bank zu vergleichen. Carlyle ist ein Fond, keine Bank. Seine Schwierigkeiten haben mit der Subprimekrise unmittelbar nichts zu tun (Carlyle konnte einem Margin-Call nicht nachkommen).

Zusammenfassung:
HRE könnte in den Zwang geraten, entgegen aller früheren Beteuerungen, den Rest
seines CDO-Volumens abzuschreiben, also rund 410 Mio.EURO, die nach Steuern mit
rund 270 Mio. den Gewinn 2008 belasten könnten. DASS die Abschreibung überhaupt
vorzunehmen ist, steht derzeit jedoch definitiv nicht fest.
Berücksichtigt man die restriktive Besicherung der gewährten Darlehen und die
Struktur der Darlehensnehmer, kann man hier kein größeres Risiko erkennen, als
es andere (Hypotheken-) Banken in Europa ebenfalls haben.
Das selbe gilt für die Umsätze/Gewinne im Kerngeschäft.
Daraus kann man nach heutiger Faktenlage nur den einen Schluss ziehen: HRE ist
zu Unrecht stärker abgestraft worden, als alle Anderen - wenn man den "Funke-
Faktor" außen vor lässt. Man sollte davon ausgehen, dass die Börse diese Assy-
metrie früher oder später korrigieren wird. Ob man die sich daraus ergebende
Chance nun "Jahrhundertchance"  nennen möchte, sei dahingestellt. Aber eine
Chance ist HRE, da bin ich mir sicher.  
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9519 Postings ausgeblendet.

9548 Postings, 3914 Tage fuzzi08Sag mir wo die Knete ist

 
  
    #9521
2
09.03.13 19:28
wo ist sie geblieben (frei nach: sag mir, wo die Blumen sind).
Mindestens ein guter Teil ist hier geblieben:

"Berlin - Der drohende Zusammenbruch der deutschen Finanzbranche hat einer ganzen Reihe von Rechtsanwälten, Unternehmensberatern und Banken Millionenaufträge eingebracht. Zwischen Oktober 2008 und Dezember 2012 haben die Verwalter des staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin fast 100 Millionen Euro für externe Beratungs-
aufträge am Mittwoch bekannt wurde.

Die Kosten der Beratungsleistungen müssten die Geldhäuser, denen geholfen wurde, allerdings selbst tragen, teilte die für den Soffin zuständige Bundesanstalt für Finanz- marktstabilisierung (FMSA) mit. Der Großteil der Beratungskosten sei an die Institute durchgeleitet worden. Den Steuerzahlern seien bisher keine Kosten entstanden. Auf der Liste der beauftragten Dienstleister stehen neben renommierten Kanzleien und Unternehmensberatern auch wiederum einige große Banken. Über die Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage des Linken-Politikers Klaus Ernst hatten zuvor das "Handelsblatt" und die "Welt" berichtet. Ernst übte erneut scharfe Kritik und brachte einen Untersuchungsausschuss ins Gespräch. Die FMSA verwies in der "Welt" darauf, dass der Soffin keine dauerhafte Einrichtung sei und deshalb auf die Hilfe externer Berater angewiesen sei.

Profitiert hätten die Deutsche Bank, der US-Bankenkonzern Goldman Sachs und die Finanzgruppe Rothschild, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf das Papier. Auch Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberatungen wie KPMG und Roland Berger sowie eine Reihe von Anwaltskanzleien stünden auf der Liste. Für mehr als 90 Millionen Euro könne zumindest teilweise der Steuerzahler eingestanden haben. 8,7 Millionen Euro seien über Kostenpauschalen von hilfsbedürftigen Geldhäusern selbst gedeckt worden.

Der Soffin war im Herbst 2008 gegründet worden. Er hilft angeschlagenen Banken mit Garantien und Finanzspritzen. Die FMSA verwaltet auch den Restrukturierungsfonds, der mit der Bankenabgabe der deutschen Kreditwirtschaft finanziert wird. Unter dem Dach der FMSA sind zudem Abwicklungsanstalten angesiedelt, in die Institute zur Bilanzberei- nigung Geschäfte ausgelagert haben."

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...a-887216.html#ref=rss

Sarkastisch: mit GS wurde einer derer vom Bock zum Gärtner gemacht worden ist, der/ die für Krise 2008 mit verantwortlich war. Das passt denn auch zum Auftraggeber:
P.S., der verhinderte Sparkassendirektor. Ob der daran mitverdient hat?  

9548 Postings, 3914 Tage fuzzi08Ex HRE-Chef: Steinbrück hat die Bank zerstört

 
  
    #9522
1
24.03.13 19:26
...nicht ich".
So Georg Funke in einem Gespräch mit HANDELSBLATT. Der siebenseitige Artikel öffnet eine neue Sicht der Dinge, mit Tricksereien und Täuschungsmanövern. Finanzminister Steinbrück kommt dabei nicht gut weg... - Nachzulesen hier:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/...ht-ich/7965844.html  

2465 Postings, 1850 Tage Grisu007a@fuzzi08

 
  
    #9523
2
25.03.13 11:31
wir hatten es ja alle vermutet...und ich erinnere mich noch gut, dass dem guten Herrn Steinbrück ganz zu Anfang des HRE Schlamassels der Begriff "Abwicklung"  nach diesem ersten Krisenwochenende entfleucht ist....Ich war damals hochgradig irritiert...konnte es mir dann aber erst nicht vorstellen...

Heute können wir uns vieles vorstellen....und seit 10 Tagen wissen wir auch, was sich EU-Finanzminister in Nachtsitzungen alles vorstellen können....

Für mich die schlimmste Erfahurng damals war die "Steuerung" der Öffentlichkeit durch die Medien....aber auch das erleben wir heute in dieser neuen Stufe der Krise wieder....die meisten hinterfragen einfach nicht und glauben, was denn so gedruckt wird....  

13396 Postings, 2779 Tage cv80wer von Euch

 
  
    #9524
25.03.13 11:34
rechnet noch mit ner Nachbesserung?

-----------
Man darf im Leben weder sich noch Verdacht erregen.
(Heinz Erhardt)

2465 Postings, 1850 Tage Grisu007acv80

 
  
    #9525
1
25.03.13 11:53
mir fällt dazu nur folgender Spruch ein: "auf hoher See und vor Gericht sind wir alle in Gottes Hand"...

In der jetztigen Eurokrisensituation sind die Chancen einfach auch vor Gericht niedrig...und das gilt - fürchte ich - auch bezogen auf den EuGh.

Aber ich bin kein Jurist... ich ganz persönlich habe allerdings immer mehr das Empfinden,  dass unsere Gerichte immer häufiger im Nachgang bereits vollzogene Handlungen der Exekutive legitimieren....mit der Begründung des Gemeinwohls. Entweder sind unsere grundlegenden Rechtsprinzipien bzw unsere Gesetze so interpretierbar oder aber es besteht nicht mehr die Unabhänigigkeit zwischen Judikative und Exekutive.  

2465 Postings, 1850 Tage Grisu007ahier noch ein ganz interessanter Artikel

 
  
    #9526
2
25.03.13 11:58
von letzter Woche mit einer rechtl Beurteilung der Heranziehung von Bankguthaben....

http://www.spiegel.de/wirtschaft/...ankkonten-legal-ist-a-889957.html

hat jetzt zwar direkt nichts mit unserem Fall der HRE zu tun....aber letztendlich war die HRE der Anfangspunkt der Entwicklung hier in Europa....und jetzt sind wir bei den einzelnen Bankkunden angekommen.  

9548 Postings, 3914 Tage fuzzi08dazu kommt, dass

 
  
    #9527
3
25.03.13 12:26
sich die Stimmung immer mehr der Meinung zuneigt, die die Verantwortung bei Pleiten von Banken den Anteilseignern zuschiebt, da diese im Verdacht stehen, schon per se sozial stark genug zu sein. In diese Richtung hat ja auch die aktuelle Lösung in Zypern gezielt.

Was die seinerzeitige "Rettung" der HRE anbelangt, sehe ich aber den Makel, dass die Eigner der Möglichkeit beraubt wurden, sich an der KE zu beteiligen. Hätten sie nämlich diese Möglichkeit erhalten, hätten sie ihr Schicksal selbst in der Hand gehabt. Die Sanierung der Bank hätte wohl kaum unter dem Verbleib einiger Altaktionäre gelitten. Davon abgesehen, wäre sogar noch mehr Geld reingekommen und der Staat hätte sich einen Teil seines Aufwands -zum Wohle der Steuerbürger- sparen können.
Warum dieser Aspekt von keinem Gericht aufgegriffen wurde, ist mir allerdings rätselhaft; wie so vieles am Kriminalfall HRE...  

13396 Postings, 2779 Tage cv80erstmal Gewinn ...

 
  
    #9528
1
24.04.13 19:20
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/...gewinn/8101192.html
-----------
Man darf im Leben weder sich noch Verdacht erregen.
(Heinz Erhardt)

13396 Postings, 2779 Tage cv80Am

 
  
    #9529
1
18.05.13 15:23
21.06.2013 soll's ne Verkündung der Entscheidung geben ...

Siehe www.hre-squeeze-in.de
-----------
Man darf im Leben weder sich noch Verdacht erregen.
(Heinz Erhardt)

2465 Postings, 1850 Tage Grisu007aOhne Worte

 
  
    #9530
2
21.06.13 10:08

Urteil: Richter lehnen höhere Abfindung für HRE-Aktionäre ab



Die Ex-Aktionäre der Hypo Real Estate sind gescheitert: Das Landgericht München verweigerte den Investoren nun eine höhere Abfindung. Das Angebot bei der Verstaatlichung der Bank sei angemessen gewesen...................



weiter unter http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...dung-ab-a-907070.html

 

13396 Postings, 2779 Tage cv80Das wars

 
  
    #9531
21.06.13 10:17
endgültig, oder??
-----------
"Gemütlichkeit ist die Relation von Zeit, Bier und Geld."
(Gerhard Polt)

2465 Postings, 1850 Tage Grisu007akein Schimmer

 
  
    #9532
1
21.06.13 10:24
ob da noch was mit Berufung geht...

Ich hatte mal mit dem London Office von Ch. Flowers telefoniert...die wollten auf der EuGh-Schiene fahren....ich weiss nicht, ob da noch was passiert  

2465 Postings, 1850 Tage Grisu007ahier noch die Meldung vom HB

 
  
    #9533
1
21.06.13 10:28

13396 Postings, 2779 Tage cv80Also im

 
  
    #9534
1
21.06.13 10:36
Handelsblatt steht "Aus und vorbei" ....

auf hre-squeeze-in.de schreibt Hr. Zwanzger : "... Es bleibt die Berufung vor dem OLG München. ... "

Hmmm
-----------
"Gemütlichkeit ist die Relation von Zeit, Bier und Geld."
(Gerhard Polt)

9548 Postings, 3914 Tage fuzzi08Alea iacta est - aber nur vorläufig.

 
  
    #9535
1
21.06.13 11:53
Habe ich also mit Zitronen gehandelt, als ich seinerzeit HRE-Aktien gekauft habe? Und das -mindestens teilweise- im Hinblick auf einen Nachschlag im Falle des Squeezeouts mit Abfindung? Im Moment sieht es so aus. Die Würfel sind gefallen. Fürs Erste. Oder könnte es doch noch weiter gehen?

Das Urteil des LG München folgte einem Spruchverfahren nach dem Spruchverfahrensgesetz. (SpruchG). Kompletter Text:
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/spruchg/gesamt.pdf

Dort bitte Paragraf 12 beachten. Dort heißt es:
" 12 Beschwerde
(1) Gegen die Entscheidung nach Par. 11 findet die Beschwerde statt. Die Beschwerde kann nur durch Einreichung einer von einem Rechtsanwalt unterzeichneten Beschwerdeschrift eingelegt werden.
(2) Die Landesregierung kann die Entscheidung über die Beschwerde durch Rechtsverord-
nung für die Bezirke mehrerer Oberlandesgerichte einem der Oberlandesgerichte oder dem Obersten Landesgericht übertragen, wenn dies zur Sicherung einer einheitlichen Rechtspre-chung dient. Die Landesregierung kann die Ermächtigung auf die Landesjustizverwaltung übertragen."

Das heißt nichts anderes, als dass gegen das Urteil des Landgerichts Beschwerde zulässig ist/eingelegt werden kann. Dass Beschwerde eingelegt wird, dürfte außer Frage stehen. Zuständig ist dann das OLG.

Fazit: Eine Schlacht ist verloren; der Krieg aber (noch) nicht. Die Hoffnung ist freilich nicht gestiegen.  

972 Postings, 2139 Tage Rookie72Servus Mitstreiter

 
  
    #9536
2
21.06.13 15:53
Jo,

das Gerichtsurteil des "feinen" Dr. Krenek hat wohl alle geschockt...zumal die Aussage, dass die Begründung für eine nicht höhere Abfindung von uns Alt-Aktionären Seitens Freshfields & Co. plausibel ist, ein Hohn für uns alle Geschädigte darstellt.

Wer die Schriftsätze unserer Fachkundigen Streiter des HRE-Squeeze-Out-Forums und den der Flower-Anwälte etc. kennt, in denen deutlich nachgewiesen wird, welche teilweisen groben Fehler die Gegenseite gemacht hat, als es um unsere Abfindung ging, der muss sich schon Fragen, ob unser Rechtsstaat noch ein Rechtsstaat ist, oder hier mittlerweile verfahren wird wie in Diktaturen.

Wenn eine "schwammige" Argumentation der Gegenseite als plausibel gilt, unsere Streiter jeden Fehler klar und deutlich aufführen, die Gegenargumente der Gegenseite klar widerlegen können und diese Schriften aber nicht als plausibel gelten (meine persönliche Interpretation der Argumente des Gerichts), dann weiß ich auch nicht mehr weiter....

Mir persönlich drängt sich hier ein politisch motiviertes Urteil auf.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, aber mein Glauben an diesen "Rechtsstaat" geht immer mehr flöten....

@fuzzi: Sollte es ein Widerspruch unserer seits geben und es geht an das OLG München...mal ehrlich...glaubst Du, dass ein Richter des OLG München gegen ein Urteil eines Kollegen vom LG München sprechen wird??? Ich persönlich glaube da nicht mehr dran...."Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!" hat meine Oma immer gesagt....  

972 Postings, 2139 Tage Rookie72Korrektur

 
  
    #9537
21.06.13 15:56
Meinte natürlich "HRE-Squeeze-In-Forum" ;-)  

250 Postings, 2059 Tage newbeeeeKriminalfall HRE

 
  
    #9538
21.06.13 16:36

In Deutschland gibt es keine unabhängige Justiz. In Deutschland gibt es keine Gewaltenteilung. Deutsche Politiker wehren sich mit Händen und Füßen gegen - siehe dazu

http://beta.abgeordnetenwatch.de/blog/2013-06-07/...bt-scharfe-kritik

Für ein gerechtes Urteil müsste dem damaligen Finanzminister Peer Steinbrück eine Schuldzuweisung  erfolgen.

Er war damals oberster Chef der BaFin un dhat sowohl die Verjährungsfrist bei dem Übergang der Hypo-Vereinsbank auf die Unicredit um einen Tag verstrreichen lassen. Auch war er trotz zu vermutender Kenntnis der tödlichen Geschäftspraktiken bei der DEPFA und bei der HRE untätig geblieben.

sieha dazu das Video

Hypo Real Estate - die Wahrheit  

http://www.youtube.com/watch?v=PSJA1Qx_F34

Dieser Schwätzer will Kanzler von Deutschland werden.

 

9548 Postings, 3914 Tage fuzzi08Rookie, selbstverständlich

 
  
    #9539
2
21.06.13 19:32
gibt es vor dem OLG Chancen.
Die OLGs sind aus Prinzip bestrebt, den LGs ihre "Überlegenheit" zu demonstrieren (insofern hackt auch eine Krähe schon mal einer anderen ein Auge aus); weshalb es nicht selten zu Urteilsänderungen kommt. Wir sollten also die Hoffnung aufgeben.  

972 Postings, 2139 Tage Rookie72Hi fuzzi ;-)

 
  
    #9540
2
21.06.13 19:52
"Wir sollten also die Hoffnung aufgeben. " ich hoffe, Du hast das Wort NICHT in diesem Satz vergessen ;-)  

972 Postings, 2139 Tage Rookie72@all

 
  
    #9541
1
21.06.13 23:39
Glaubt Ihr, das man in Berufung geht und an das OLG herantreten wird???  

9548 Postings, 3914 Tage fuzzi08Rookie, diese Frage dürfte

 
  
    #9542
2
22.06.13 11:16
sich erübrigen: wenn so viel auf dem Spiel steht (wie zB für Flowers), kommt es auf eine Instanz auch nicht mehr an. Die Berufung wird imo folgen, wie das Amen in der Kirch. Es reicht ja schon, wenn ein Einziger macht.  

1099 Postings, 1986 Tage KeyKeyBundestagswahl 2013

 
  
    #9543
1
22.09.13 10:32
Ihr erinnert Euch sicherlich noch was Steinbrück mit uns HRE-Aktionären gemacht hat ??

> Deswegen keine Stimme der SPD !
 

574 Postings, 456 Tage tw01hey Jungs seit nicht Traurig.....

 
  
    #9544
03.11.13 20:13
nicht mehr lange und die Fanny Aktionäre stoßen zu Euch.  

35321 Postings, 3158 Tage RadelfanHRE-Musterprozess: Richter schlägt Vergleich vor

 
  
    #9545
07.02.14 17:34

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