die "neue" Armut. Angeblich gehe eine Schere weiter auseinander.
Tja - es käme darauf an, mit welcher Aera man vergleichen will.
Nehmen wir die Gründerzeit. Da hatte ein Arbeiter ein schmales, ungeheiztes Zimmer für 1 Bett, 1 Meter Schrank, 1 Stuhl, 1 Waschtisch mit Waschschüssel. Wasserhahn im Flur & Klosett im Treppenhaus. 1 abgeschabten Anzug für die Arbeit und 1 geschonten für Sonntags in die Kirche.
Als Arbeitsloser hatte er von dem allen nichts!
Der Reiche hatte eine Fabrik mit Verwaltungsvilla, einen Sommersitz und ca. 20 persönliche Bedienstete von der Putzfrau bis zum Pferdewirt. Aber auch dieser Privilegierte hatte keine Zentralheizung, keine Waschmaschine, keinen Kühlschrank, kein fließend-warmes Wasser.
Der "gehobene" Mittelstand lebte damals im Niveau eines heutigen HartzIV-lers.
Von 1 Reichsmark mußte der Arme 1 Tag leben, der Reiche etwa 5 Minuten.
Selbst, wenn wir die Zeit von 1930 nehmen, waren Arme den Reichen NIE so nahe wie heute. Der Unterschied war nur, dass auf die Armen damals niemand gehört hat. Heute haben sie ganze Kompanien, die für ihre Lage jammern und fordern.
Im Vergleich wird der heutige Unterschied zur Nagelschere. |