Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 24.04.14 10:25
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 111126
neuester Beitrag: 24.04.14 10:25 von: Ischariot MD Leser gesamt: 7865960
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35164 Postings, 3640 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
411
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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111100 Postings ausgeblendet.

31028 Postings, 5292 Tage KickyPMI Produktion Deutschlands im April gestiegen

 
  
    #111102
3
23.04.14 12:34
Der vorläufige PMI Produktion Deutschlands ist im April von 53,7 auf 54,2 gestiegen, wie Markit heute mitteilte. Das Ergebnis ist leicht besser als die erwarteten 54.

Der PMI Dienstleistung ist im April von 53 auf 55 gestiegen, während die Prognose bei nur 53,4 lag
http://www.fxstreet.de.com/news/forex-news/...-4d43-a56f-3903c47c2cee

...."This is a nice bounce back with good broadbased growth in the services and manufacturing sector... It is looking like it will be a good year for Germany," Markit economist Chris Williamson said.
http://www.reuters.com/article/2014/04/23/...my-idUSBREA3M0E420140423

tja da wird wohl der Euro wieder steigen  

31028 Postings, 5292 Tage KickyEuro steigt wegen PMI-Zahlen

 
  
    #111103
1
23.04.14 12:37

35164 Postings, 3640 Tage Anti LemmingNikeJoe - meine Einwände gegen # 101

 
  
    #111104
3
23.04.14 12:40
"Es besteht jetzt die Gefahr, dass der US$ nach unten wegbricht."

Damit meinst Du offenbar, dass EUR/USD nach oben ausbricht (also über 1,40).

Was soll die treibende Kraft dahinter sein?

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(1) Charttechnik - d.h. "Füllen der Lücke" zwischen 1,40 und ATH bei 1,60?

Das ist mir als Argument etwas zu schwach, obwohl sämtliche Algo-Programme, die ja auch in Währungen "wüten", eine charttechnische Grundlage haben. Sicher ist: Würde der Kurs von EUR/USD über 1,40 hochgezogen (von wem auch immer), dann würden die Algos "draufsatteln". Wie weit das führt, ist jedoch nicht absehbar. Es könnte auch schnell wieder nach unten abdrehen.

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(2) US-Politik "des schwachen Dollars"?

Das käme schon eher hin. Wall Street bzw. Ami-Hedgefonds haben im "Dollar-Trade" - d.h. mit Krediten in der eigenen Leitwährung US-Dollar, solange dieser noch (relativ) stark ist/war - weltweit Vermögenswerte aufgekauft, darunter z. B. europäische Firmen, die gut laufen (via Aktien oder via LBO), europäische Bonds (inkl. PIIGS-Staatsanleihen) und/oder lagerbare Rohstoffe wie Kupfer. Diese Vermögenswerte kaufen sie zurzeit immer noch zu.

Anschließend - und von diesem Punkt sind wir mMn nach noch ca. 1 bis 1,5 Jahre entfernt -  wird der US-Dollar mit vordergründigen (= teils erlogenen) Argumenten in den Abgrund getrieben. Dazu könnte u. a. ein massive QE4 in 2015 zählen. Stünde EUR/USD bei 2,00, würden die Dollarkredite zu diesem Spottkurs zurückgekauft. Macht schon mal ca. 60 % währungsbedingte "Krisen"-Gewinne für lau.

Weit unwahrscheinlicher (auf kurze bis mittlere Sicht) wäre, dass der Dollar noch tiefer getrieben wird und in einer Art Default endet, was ebenfalls zur Entschuldung der Aufkauf-Krediten führen würde.

Ein Mittelweg wäre eine strategische Schwächung des US-Dollars dadurch, dass die Fed ihre Bilanz per Federstrich auf Null "resetted". Das ist so, als würde schlagartig das weltweite Dollarvolumen um über 4 Billionen Dollar erhöht, weil die 4 Billionen auf der "Soll-Seite" verschwinden. Das dürfte aber mMn erst passieren, wenn es sich "richtig lohnt", d.h. wenn die Fed mindestens die Hälfte der US-Staatsschuld (= 8 Billionen) aufgekauft hat.

Diese Strategien, die eine Sanierung der USA auf Kosten der Restmenschheit (= US-Schuldner) darstellen, ist selbstverständlich kriminell, ähnlich wie der gigantische Subprime-Betrug - siehe hier: www.ariva.de/forum/Der-USA-Baeren-Thread-283343?page=4443#jump17864947

Daher werden die US-Finanzminister auch nicht müde darauf hinzuweisen, sie würden weiter "eine Politik des starken Dollar" verfolgen. Damit lügen sie, um es in den Worten Warren Buffetts auszudrücken, "wie Finanzminister am Vorabend des Staatsbankrotts".

Dieses 2. Argument für Euro-Stärke würde ich schon eher gelten lassen.

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(3) Mögliche fundamentale Stärke des Euro

Dies wäre das mMn gewichtigste Argument für Euro-Stärke. Es ist aber zugleich das Wackeligste. Denn der Euro ist und bleibt eine Totgeburt (viel zu früh ohne gemeinschaftliche Wirtschafsregierung eingeführt, und inzwischen ist der Karren bereits unrettbar im Dreck).

Die Amis - inkl. Medien wie WSJ und Co und "Sprachrohr" IWF - drängen mit Biegen und Brechen darauf, dass Europa "endlich" Euro-QE durchführt - so wie Japan "Abenomics". Totschlag-Argument dafür sind die angeblichen Deflationsgefahren in den PIIGS. Draghi hat bereits abgenickt, dass er "unkonventionelle Maßnahmen" (aka Euro-QE), "falls nötig", "bei Bedarf" prinzipiell durchzuführen bereit ist. Damit ist schon mal der bisherige Grundwiderstand weg. Draghi sagte aber zugleich, dass es zurzeit noch keine überzeugenden Hinweise auf eine Deflation in der Eurozone gäbe.

Ich möchte nicht verschweigen, dass es gegen Euro-QE triftige Einwände gibt:

1. ist unklar, was die EZB überhaupt aufkaufen soll. Eurobonds - als Entsprechung zu US-Staatsanleihen - gibt es ja (noch) nicht. Europäische Staatsanleihen "quer Beet" (entsprechend Proporz) aufzukaufen würden dazu führen, dass die EZB auch Bunds kaufen müsste, die eh schon auf Panikhochs notieren. Ohne die Bund-Aufkäufe aber wäre Euro-QE die verbotene (PIIGS-)Staatsfinanzierung aus der Notenpresse.

2. Die EZB hat als Ersatz den Aufkauf von zu ABS verbrieften Unternehmens-Bonds in Aussicht gestellt. Diese Derivate gibt es ebenfalls noch nicht. Und wenn es sie gäbe, gerieten sie schnell in den Stallgeruch der unrühmlichen Schrottpapiere aus dem US-Hausmarkt, die ebenfalls ABS waren - und die 2008-Finanzkrise auslösten. Aufkäufe von Unternehmens-Bonds wären zudem eine Marktverzerrung, weil schlecht geführte Firmen von der EZB ausgebailt würden - was den Anreiz, vernünftig zu wirtschaften, reduziert und obsolete Strukturen wie die völlig überdimensionierte europ. Autoproduktion künstlich am Leben hielte, statt die überfällige Marktbereinigung "zuzulassen" - mag dies auch Arbeitsplätze kosten.

Dagegen stehen allerdings starke POLITISCHE Pro-Kräfte:

Die PIIGS "gieren" geradezu nach einer Form der Schuldenvergemeinschaftung, die in Gestalt der Bankenunion im Finanzsektor ja bereits angeschoben wurde. Die PIIGS bilden dabei mit den Goldmännern, die ihnen zuzeiten der Euro-Einführung beim Schuldenverstecken (GR) halfen, eine "unheilige Allianz". Wobei die Goldmänner, Soros und andere Hedgefonds vor allem aus spekulativen Gründen die PIIGS-Rettung via Schuldengemeinschaft wollen, weil sie vollgeladen sind mit PIIGS-Staatsanleihen, die - sobald Draghi "liefert" - hohe Profite generieren.

Beides zusammen bildet eine fundamental widersinnige, aber politisch und finanzmarkt-technisch nicht zu unterschätzende Kraft, die pro Euro-QE laboriert/intrigiert. Sogar Weidmann von der Buba hat vor dieser Kraft bereits halbwegs kapituliert. Die Crux dabei ist, dass Eurobonds oder Schuldenvergemeinschaftung rechtlich, politisch und finanziell nur möglich wären, wenn Europa die Maastricht-Stabilitätskriterien außer Kraft setzte. General Schäuble und andere "Großeuropa-Strategen" sind zu diesem Finanz-Opfer gern bereit, weil es die Leitstellung Deutschlands im vereinigten Europa weiter erhöhte und damit Großmachts-Fantasien verspätet Wirklichkeit würden. Dafür zahlen Schäuble und seine Buba-Handlager notfalls auch einen hohen Preis - ist ja "anderer Leute Geld" (Steuerzahler) was da verbraten wird, während "die Macht" und der erhoffte "Ruhm" ihnen zuteil wird.

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Ingesamt rechne ich unter diesen Prämissen damit, dass Euro-QE in der einen oder anderen Form demnächst kommen wird.

Das aber würde den Euro stark schwächen, so dass EUR/USD-Kurse unter 1,30 - evtl. sogar unter 1,20 - in Griffweite rückten. In dem Bereich liegt ohnehin die Kaufkraftparität, der Euro ist zurzeit deutlich ÜBERBEWERTET (bzw. hochspekuliert).

Welche Positionierung resultiert daraus? Ich ziehe unter obigen Prämissen zumindest kurz- bis mittelfristig long Dollar vor und rechne eher mit einem Absacken von EUR/USD in Richtung unter 1,30 (evtl. bis 1,20).

Langfristig werden die Amis den Dollar im Dollar-Trade weiter drücken wollen, so dass 2015/16 durchaus noch Kurse über 1,40 kommen könnten. Aber eben erst dann...

Finanziell SCHADET Euro-QE der Eurozone, weil es den Wert des Euros zersetzt.
Das ist für die Amis, die für ihren Dollar-Trade zwingend darauf angewiesen sind, dass der Dollar möglichst lange seine Leitwährungs-Status beibehält, sogar nützlich und "stragisch erstrebenswert". Dies ist auch die wahre Ursache für ihre falschen bzw. trügerischen, wenn nicht verlogenen Geldpolitik-Empfehlungen. Die Amis könnten bei EUR/USD-Kursen um 1,20 ihre Aufkäufe von Euro-Assets mittels Dollar-Krediten noch weiter aufstocken, um dann - beim anschließenden Drücken auf 1,40 bis 1,60 oder gar höher - noch mehr Reibach machen.

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"Die europäischen Börsen dürften jetzt relativ besser laufen als die US- Börsen und das Deflationsgeschwafel (das Leben wird eigentlich rapide teurer = Inflation!) der EZB wird im Euro weiterhin Druck nach oben aufbauen."

Das ist reichlich kurzfristig gedacht - und nicht ganz richtig: Deflationsgeschwafel erhöht die Chance auf Euro-QE. Euro-QE würde die Börsen weltweit - also auch in Europa - weiter hoch treiben. Doch EUR/USD würde dann deutlich sinken!

"Die notorischen Goldbären denken genau umgekehrt. Sie gehen heute davon aus, dass die Yellen zügig QE zurückfährt und danach ZIRP aufgibt und dass Draghi demnächst QE in Europa einsetzen wird."

Das denke auch ich, obwohl mit Gold egal ist (weder bärisch noch bullisch).
 

31028 Postings, 5292 Tage KickyDavid Einhorn wettet gegen einige Techaktien

 
  
    #111105
3
23.04.14 12:46
Einhorn wettet mit seiner 10,3 Milliarden Dollar schweren Firma Greenlight Capital gegen eine Reihe von Technologieaktien, bei denen es zunehmend Hinweise auf eine Preisblase gebe. Die Namen der Unternehmen, gegen die Greenlight wettet, wurden in dem Brief nicht genannt. Es gibt einen klaren Konsens, dass wir die zweite Tech- Blase innerhalb von 15 Jahren erleben”, erklärte die in New York ansässige Hedgefonds-Firma am Dienstag in einem Brief an die Investoren. „Die gegenwärtige Blase ist ein Echo der vorigen Tech-Blase, mit weniger großkapitalisierten Aktien und weniger öffentlichem Enthusiasmus.”....

Wieder einmal geben gewisse 'Cool Kid'-Unternehmen und die anfeuernden Analysten vor, dass in Form von Aktienkapital ausgezahlte Vergütungen keine Kosten sind, weil sie 'nicht Bares' sind”, steht in dem Brief von Greenlight. Der Manager der 1996 gegründeten Hedgefondsfirma, David Einhorn, ist an der Wall-Street als Unruhestifter bekannt. Immerhin sagte er 2008 die Lehman-Pleite voraus - und behielt Recht. Als er 2011 die Aktie des Kaffeeherstellers Green Mountain in einem 110 Seiten langen Papier niedermachte, verlor sie binnen kurzer Zeit die Hälfte an Wert.

Bei Technologieunternehmen scheint Greenhorn aber besonders kritische zu sein. Vor einem Jahr wetterte er gegen Apple und verlangte, das Unternehmen solle eine höhere Dividende an seine Anleger zahlen. Auch gegen den früheren Chef des Software-Riesen Microsoft, Steve Ballmer, erhob der Manager 2011 Vorwürfe, woraufhin sich die Microsoft-Aktie nicht mehr ungehindert stieg.

Was die Techaktien angeht, ist David Einhorn aber längst nicht der einzige, der eine Blase befürchtet. Sebastian Thomas, Fondsmanager bei Allianz Global Investors, warnte bereits bei dem Börsengang von Twitter im Handelsblatt vor überbewerteten Titeln.

In einige der Techno-Aktien sei zu viel Optimismus eingespeist. Und erst vor wenigen Tagen warnte Prem Watsa, Chef des kanadischen Versicherers Fairfax Financial Holdings, vor sinkenden Kursen bei Facebook und Twitter.
„Es gibt nichts, was dem Wert dieser Unternehmen zugrunde liegt”, sagte er auf der Jahreshauptversammlung seines Unternehmens in Toronto. Die hohen Kurse der Aktien basierten auf Spekulation, die genauso schlimm sein, wie bei der Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/...ter-dotcom-blase/9792720.html

Einhorn ist übrigens gestern bei Sunedison eingestiegen,was der Aktie zu einem rasanten Kurssprung verhalf  

31028 Postings, 5292 Tage KickySchulden rasant gestiegen:Kroatien,Slowakien,Greec

 
  
    #111106
2
23.04.14 12:55
.. highest increases in the ratio were recorded in Slovenia (+9.2 percentage points - pp), Croatia (+5.2 pp) and Greece (+3.0 pp), and the largest decreases in Luxembourg (-4.6 pp), Belgium (-3.6 pp), Malta (-3.2 pp) and Austria (-2.9 pp)

http://www.zerohedge.com/news/2014-04-23/...debtgdp-rise-record-highs  
Angehängte Grafik:
eurozone_debt_by_country_0.jpg (verkleinert auf 85%) vergrößern
eurozone_debt_by_country_0.jpg

31028 Postings, 5292 Tage KickyChinese Bad-Loan Ratio Rises Significantly,

 
  
    #111107
2
23.04.14 12:58

in the first quarter, increasing risks for the nation’s banking industry, according to the nation’s largest manager of soured debt.

The business environment this year has been “grim and complicated” as lenders face pressures on asset quality, liquidity and lending margins, China Huarong Asset Management Co. Chairman Lai Xiaomin said during an internal meeting on April 15, according to a statement today on the website of the Beijing-based company.

China’s slowing economy has made it tougher for borrowers to repay debt, driving up banks’ sour loans for a ninth straight quarter as of December to the highest level since 2008, .....http://www.bloomberg.com/news/2014-04-22/...y-huarong-asset-says.html
 

3801 Postings, 2252 Tage PalaimonUnd auf der anderen Seite

 
  
    #111108
3
23.04.14 13:31
.
wird prognostiziert, dass der Automarkt in China 2014 um 10 Prozent wachsen soll.
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An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

2505 Postings, 2537 Tage Ischariot MDGreece Nebelkerze

 
  
    #111109
1
23.04.14 13:31
also man kann m.E. stark davon ausgehen, daß alles was vor der Europawahl aus dem Barroso-Eck verkündet wird, entweder komplett erlogen oder zumindest gefaked / verfälscht wurde, so auch die folgende Meldung:

EU-Kommission: Griechenland erzielt primären Haushaltsüberschuss

(dpa-AFX) - Griechenland hat auf dem Weg zu weiteren Finanzhilfen eine wichtige Hürde genommen. Das Krisenland erzielte 2013 erstmals seit Jahren wieder einen sogenannten Primärüberschuss in Höhe von 1,5 Milliarden Euro - also einen Überschuss ohne Zinslast. Das teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel nach Berechnungen der internationalen Geldgeber mit.
____________________________
das wird formal sogar stimmen. NICHT darin enthalten sind wohl kurzfristige Verbindlichkeiten wie z.B. offene Rechnungen, wie sie der griechische Staat dem Vernehmen nach in übergroßer Menge vor sich herschiebt. Die Troika wird insofern belogen, und Barroso/Lagarde haben den Befehl ausgegeben, sich noch bis Ende Mai ungehemmt belügen zu lassen.
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Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Merkel abgewählt werden muß

31028 Postings, 5292 Tage KickyJohn Hussman::der 2-beinige Stuhl der Troika

 
  
    #111110
23.04.14 14:47

2505 Postings, 2537 Tage Ischariot MDVertrau mir, ich bin Dein Bänkerrrrrrr

 
  
    #111111
1
23.04.14 15:46
nachdem kürzlich der LBBW-Vorstand freigesprochen wurde mit der bemerkenswerten richterlichen Begründung, daß das öffentliche Eingeständnis der wahren Lage der Bank deren Bestand gefährdet hätte (Lügen gehört also höchstrichterlich jetzt zum Berufsbild des Bankschweins) nun DAS bei der CoBa:

Konflikte um 80-Milliarden-Konto bei der Commerzbank

(...) Konkret geht es um ein internes Verrechnungskonto der Commerzbank, über das das Institut Geschäfte seiner Investmentsparte abwickelt und das Mitarbeiter eines Kontrollteams der Bank über Monate beunruhigte.

Laut zahlreicher Unterlagen, E-Mails und Kontoauszüge, die 'Capital' vorliegen, monierten für die Überwachung interner Konten zuständige Mitarbeiter der Bank ab Sommer 2011 über Monate hinweg die Vorgänge auf dem Konto und befürchteten ein "erhebliches Risikopotenzial". Zeitweilig betrug das Minus auf dem Konto mehr als 70 Milliarden Euro, ohne dass für die Kontrolleure entsprechende Gegenwerte ersichtlich waren. Von ihren Vorgesetzten erhielten die Mitarbeiter auf Nachfrage jedoch keine befriedigenden Erklärungen. Der Streit eskalierte ...

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/...i-der-Commerzbank-3497254
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Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Merkel abgewählt werden muß

2505 Postings, 2537 Tage Ischariot MDzwei gehen rein ...

 
  
    #111112
2
23.04.14 16:19
(Foto: Reuters)
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Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Merkel abgewählt werden muß
Angehängte Grafik:
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thunderdome.jpg

2505 Postings, 2537 Tage Ischariot MDaus dem Börsenbrief von Claus Vogt

 
  
    #111113
4
23.04.14 17:17
und Roland Leuschel eine, ja was wohl, eine Crash-Warnung ;o)

Marktkommentar: Janet Yellen komplettiert das geldpolitische Trio Infernale

von Claus Vogt

In den vergangenen Wochen und Monaten habe ich ausführlich dargelegt, dass sich die Welt erneut im bedrohlichen Griff einer gewaltigen Spekulationsblase befindet – entgegen anderslautender Behauptungen, wie sie kürzlich erst wieder von Fed-Präsidentin Janet Yellen öffentlich vorgetragen wurden. Da die Zentralbankbürokraten jedoch die Hauptverantwortlichen für die Entstehung von Spekulationsblasen sind, sollten Sie deren Äußerungen zu diesem wichtigen Thema besser nicht ernst nehmen. Der eindeutigen Interessenlage der Akteure entsprechend handelt es sich dabei nämlich schlicht und einfach um Zentralbank-Propaganda ohne analytischen Wert.

Fallen Sie nicht auf die Zentralbankpropaganda herein

Diese traurige, aber wichtige Wahrheit haben wir anhand der jüngsten Äußerungen Yellens wieder einmal klar herausgearbeitet und ausführlich belegt. Mit ihren Aussagen, dass es „keine Anhäufung von kreditfinanzierten Risiken“ gebe und „die Vermögenswertpreise nicht aus dem Rahmen traditioneller Bewertungsmaßstäbe“ fielen, hat sich Yellen schon jetzt auf eine Stufe mit Alan Greenspan und Ben Bernanke gestellt, die beide die Spekulationsblasen, deren Platzen sie jeweils im Amt des Fed-Präsidenten miterleben durften, nicht erkennen konnten beziehungsweise sogar leugneten.

Gemeinsam mit Greenspan und Bernanke bildet Janet Yellen das Trio Infernale der modernen Geldpolitik. Allerdings muss die aktuelle Spekulationsblase erst platzen, bevor sich diese Erkenntnis in der breiten Öffentlichkeit durchsetzen wird. Und platzen wird sie, die aktuelle Blase, die sogar noch größer ist als ihre beiden Vorgängerinnen. Die Theorie verlangt es, und die Finanzmarktgeschichte zeigt es: Alle Spekulationsblasen platzen – früher oder später. Je größer sie sind und je länger sie bestehen, desto schlimmer fällt die mit ihrem Platzen ausgelöste Bereinigungskrise an den Finanzmärkten und in der Realwirtschaft aus. Daraus folgt, dass uns überaus turbulente Zeiten bevorstehen.

Der hohe Anteil institutioneller Marktteilnehmer im Zentrum dieser Blase

Jetzt mehren sich die Zeichen, die für das Platzen der aktuellen Blase sprechen, einer Blase, die sehr viel länger zusammengehalten hat und sehr viel exzessiver ausgefallen ist als ich für möglich gehalten habe. Denn nach der Erfahrung mit zwei geplatzten Blasen innerhalb eines einzigen Jahrzehnts hatte ich mit einem gewissen Lerneffekt der Anleger gerechnet. Und bei der großen Mehrheit der Privatanleger – insbesondere in Deutschland – ist dieser Lerneffekt auch eingetreten. Nicht jedoch im institutionellen Bereich, also dort, wo fremder Leute Geld angelegt wird.

Genau an diesem Punkt unterscheidet sich die aktuelle Spekulationsblase deutlich von ihren Vorgängerinnen, indem sie nämlich fast ausschließlich auf institutionellen Marktteilnehmern basiert. Und diese Tatsache macht diese Blase noch gefährlicher und unberechenbarer. Denn Privatanleger neigen deutlich weniger zu Panik als institutionelle Anleger. Privatanleger sind überwiegend langfristig orientiert und verwalten ihr Vermögen eher mit ruhiger Hand. Demgegenüber hat ein Großteil der institutionellen Anleger den Finger stets am Abzug. In den USA beträgt die durchschnittliche Haltedauer einer Aktie nicht mehr Jahre, wie das früher zumeist der Fall war, sondern nur noch wenige Monate. Gemessen an dieser Kennzahl ist die heutige Zeit nur noch mit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts vergleichbar.

Das besonders Gefährliche an einer von institutionellen Marktteilnehmern dominierten Spekulationsblase ist die Tatsache, dass diese Anlegergruppe sehr genau weiß, womit sie es zu tun hat. Im Unterschied zu Janet Yellen sind sich die meisten institutionellen Anleger vollkommen im Klaren darüber, dass es sich schon wieder um eine Spekulationsblase handelt, die mit gewaltigen Risiken einhergeht. Aber aufgrund ihres Karriererisikos sind sie fest entschlossen, zu tanzen, solange die Musik spielt.    

Der Tanz auf dem Vulkan hat begonnen  

Jeder Einzelne mag dabei die Hoffnung haben, noch rechtzeitig aussteigen zu können – wohl wissend, dass dieses Kunststück nur ganz Wenigen gelingen kann. Insbesondere besteht im laufenden Zyklus, in dem der Glaube an die Allmacht der Zentralbanknomenklatura und der Computerhandel die Szene beherrschen, die sehr große Gefahr, dass alle mehr oder weniger gleichzeitig auf die Idee kommen werden, ihre Aktien zu verkaufen.

Wenn das der Fall sein sollte, dann wird die nächste große Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten noch sehr viel dynamischer ausfallen als das beispielsweise 2008 der Fall gewesen ist. Dann müssen wir wohl eher die Crash-Jahre 1929 oder 1987 als Blaupause für die nächste Aktienbaisse verwenden.

Fazit: Große Krisen bergen große Chancen – Handeln Sie jetzt

Auch wenn meine Kritiker aus dem Lager der Dauerbullen der Meinung sind, dass ich immer nur schwarz sehe: Mir ist es wirklich ein persönliches Anliegen, Sie – wie schon in 2008 – heil durch die kommende Krise zu manövrieren, die sich in aller Klarheit abzeichnet. Bitte glauben Sie mir, ich würde Ihnen hier gerne positivere Dinge mitteilen. Und ich bin der festen Überzeugung, dass die Zeit dafür auch wieder kommen wird.

Zuvor gilt es aber, die nächste große Krise heil zu überstehen (...)

[Dann noch ein wenig Werbung und der Link zum Börsenbrief, hab ich hier mal weggelassen]


http://www.ef-magazin.de/2014/04/23/...-geldpolitische-trio-infernale
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Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Merkel abgewählt werden muß

35164 Postings, 3640 Tage Anti Lemming"A Currence war is coming"

 
  
    #111114
2
23.04.14 19:57
www.marketwatch.com/story/a-currency-war-is-coming-2014-04-23

Mmn läuft der genannte Währungskriegs schon längst. Mit Abenomics ab Herbst 2012 gewann er an Schärfe.

 

336 Postings, 410 Tage Berix#113 Interessant finde ich das Claus Vogt

 
  
    #111115
1
23.04.14 20:06
die "ruhigen Hände" den Privatanlegern zuschreibt. Ich dachte eigentlich das diese immer die zittrigen Hände (nach Kostolany) hätten und die anderen (wer auch immer) die "festen". Wahrscheinlich sind berühmenten Hausfrauen die genau am Top einsteigen die allercoolsten Anleger ... wie ich ein paar Postings vorher aufgezeigt habe braucht ja nur schlappe 6 Jahre zu warten um wieder im Plus zu sein.  

35164 Postings, 3640 Tage Anti LemmingMit "ruhig" meint Vogt vermutlich,

 
  
    #111116
4
23.04.14 20:17
dass Kleinanleger Verlustposis jahrelang aussitzen, um dann völlig entnervt am Allzeittief zu kapitulieren (verkaufen).

Profis hingegen verkaufen, sobald es zu fallen beginnt und wichtige Marken gerissen werden

So wie aktuell im Nasdaq, der - zumindest gemäßt Lehrbuch - aktuell zu Shorts geradezu einlädt. Passt auch zu Einhorns Techwarnung in # 105.  
Angehängte Grafik:
sc.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
sc.png

3801 Postings, 2252 Tage PalaimonJohn Williams sagt.....

 
  
    #111117
2
23.04.14 20:53
.
Nicht John Williams, mein Lieblingsgitarrist, auch nicht John Williams, der Filmmusik-Komponist, sondern John Williams, der Präsident der Federal Reserve Bank von San Francisco, hat im Interview mit Bloomberg News gesagt, die Fed solle bei ihrem Streben nach Vollbeschäftigung und stabilen Preisen nicht zum Eingehen exzessiver finanzieller Risiken ermutigen.

“Wir befinden uns exakt auf dem richtigen Weg” mit den derzeitigen Schritten, erklärte Williams in dem Gespräch. Seiner Einschätzung nach wird die Arbeitslosenquote bis Ende kommenden Jahres auf 5,5 Prozent fallen, während sich die Inflation auf rund 1,7 Prozent beschleunigen wird. Der Versuch, die Fed-Ziele früher zu erreichen, “würde Massnahmen brauchen, die mehr negative Effekte haben könnten”.

Williams, der die konjunkturfördernden Massnahmen der Fed auf Rekord-Niveau stets unterstützt hatte, glaubt, dass die Notenbank ihre Bondskäufe wahrscheinlich weiter zurückfahren und spät in diesem Jahr beenden wird.
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Stoppt die Fed ihre Bond-Käufe Ende Jahr? | Newsletter | News | CASH
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An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

35164 Postings, 3640 Tage Anti LemmingJohn Williams ist auch mein Lieblings-

 
  
    #111118
1
23.04.14 21:49
Gitarrist - jedenfalls bei Stücken von Augustin Bárrios Mangoré.

 

798 Postings, 303 Tage WolfsblNaja Anti,

 
  
    #111119
23.04.14 22:12
ist hier auch nicht viel intelligenter.

Und der Klampfenheini hat keinen Unterhaltungswert.

Aber schön wenn man sich als Dritter über andere stellen kann und keine Position beziehen miss. Aber das kann ja noch kommen.  

35164 Postings, 3640 Tage Anti LemmingMoney for nothing

 
  
    #111120
7
24.04.14 07:47
Apple verkündete gestern einen Stock Split 1 zu 7. Die Aktie kostet danach statt 560 Dollar "nur noch" 80 Dollar. Dafür wird die Aktienzahl im Depot versiebenfacht. Die MK bleibt unverändert.

Apple - mit einer MK von 475 Mrd. DAS Index-Schwergewicht in SP-500 und Nasdaq schlichthin - stieg auf die frohe Kunde hin nachbörslich um satte 7,89 %. (Ähnliches sah man im Nasdaq-Hype Anfang 2000, als Tech-Aktien wie Yahoo wegen eines Stock Splits stark zulegten).

Dabei ist ein Stock Split eigentlich ein Null-Event. Wall Street hat es dennoch geschafft, daraus gestern nachbörslich einen Mega-Event zu machen. Denn nun, so die Story, könne Apple in den Dow Jones aufgenommen werden. Der Dow ist bekanntlich preisgewichtet, so dass bei Apples vorherigem Preis von 560 Dollar eine Aufnahme in nicht möglich gewesen wäre, weil sie den Dow zu stark verzerrt hätte.

Apple bleibt aber, unabhängig von der Dow-Aufnahme, auch weiterhin im SP-500 sowie im Nasdaq gelistet - mit der Folge, dass auch SP-500 und NDX gestern nachbörslich hochschossen: der SP-500 um ein halbes Prozent und der NDX um 1 %. Das freut die vereinigten Goldmänner, da der NDX gestern charttechnisch ein Bilderbuch-Shortsignal geliefert hatte (# 116), so dass es nun wieder frisches Bärenfleisch zum Ausquetschen gibt.

Die "schönen Anstiege" über Nacht (in den Indizes), werden heute sicherlich einige Charttechniker auf die "Idee" bringen wird, der SP-500 könne nun zu neuen ATHs aufbrechen. Dem kann auch nachgeholfen werden, indem der eine oder ander (Goldman-)Analyst wegen der tollen Apple-News die "Kursziele" für SPX und NDX anhebt.

Und da wird sich, na klar, auch der DAX nicht lumpen lassen, der die US-Indizes ja sklavisch abbildet. Siemens steigt dann gleich um 2 %, egal was Putin macht oder sagt.

Denn das Einzige, was in der Welt wirklich zählt, ist Apples - nichts-werter - Stock Split, egal ob die iPhone-, iPad, iKlo- usw. Verkäufe unter Erwartung liegen oder nicht....

http://blogs.marketwatch.com/thetell/2014/04/23/...tever-thats-worth/
 
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35164 Postings, 3640 Tage Anti LemmingApple gestrige Quartalszahlen

 
  
    #111121
1
24.04.14 08:04
www.wsj.de/article/SB10001424052702304518704579519743855705428.html

...Apple [legte] einmal mehr einen überraschend guten (nach low-balling, A.L.] Bericht vor. Der Absatz des iPhones, der wichtigste Umsatztreiber und das profitabelste Hardware-Produkt des Konzerns, erreichte 43,7 Millionen Stück, was weit über den 38,2 Millionen lag, die Analysten prognostiziert hatten. Cook sagte, die ganze Smartphone-Palette habe gut abgeschnitten, neben dem Flaggschiff 5S auch das kritisch beäugte iPhone 5C.

Das Nettoergebnis legte insgesamt um 7 Prozent auf 10,2 Milliarden US-Dollar zu. Je Aktie verdiente der Konzern 11,62 Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit 10,19 Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg von 43,6 auf 45,7 Milliarden Dollar. Die Marktbeobachter hatten 43,5 Milliarden Dollar prognostiziert. ...
 

35164 Postings, 3640 Tage Anti LemmingNur im Nikkei

 
  
    #111122
24.04.14 08:07
der gerade mit -1 % schloss, ist Apple nicht enthalten.

 
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35164 Postings, 3640 Tage Anti LemmingWie Weltreiche untergehen

 
  
    #111123
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24.04.14 08:25

Tuesday, April 22, 2014

This Is How Empires Collapse

This is how empires collapse: one complicit participant at a time.

Before an empire collapses, it first erodes from within. The collapse may appear sudden, but the processes of internal rot hollowed out the resilience, resolve, purpose and vitality of the empire long before its final implosion.

What are these processes of internal rot? Here are a few of the most pervasive and destructive forces of internal corrosion:

1. Each institution within the system loses sight of its original purpose of serving the populace and becomes self-serving. This erosion of common purpose serving the common good is so gradual that participants forget there was a time when the focus wasn't on gaming the system to avoid work and accountability but serving the common good.

2. The corrupt Status Quo corrupts every individual who works within the system. Once an institution loses its original purpose and becomes self-serving, everyone within either seeks to maximize their own personal share of the swag and minimize their accountability, or they are forced out as a potentially dangerous uncorrupted insider.

The justification is always the same: everybody else is getting away with it, why shouldn't I? Empires decline one corruptible individual at a time.


3. Self-serving institutions select sociopathic leaders whose skills are not competency or leadership but conning others into believing the institution is functioning optimally when in reality it is faltering/failing.

The late Roman Empire offers a fine example: entire Army legions in the hinterlands were listed as full-strength on the official rolls in Rome and payroll was issued accordingly, but the legions only existed on paper: corrupt officials pocketed the payroll for phantom legions.

Self-serving institutions reward con-artists in leadership roles because only con-artists can mask the internal rot with happy-story PR and get away with it.

4. The institutional memory rewards conserving the existing Status Quo and punishes innovation. Innovation necessarily entails risk, and those busy feathering their own nests (i.e. accepting money for phantom work, phantom legions, etc.) have no desire to place their share of the swag at risk just to improve sagging output and accountability.

So reforms and innovations that might salvage the institution are shelved or buried.

5. As the sunk costs of the subsystems increase, the institutional resistance to new technologies and processes increases accordingly. Those manufacturing steam locomotives in the early 20th century had an enormous amount of capital and institutional knowledge sunk in their factories. Tossing all of that out to invest in building diesel-electric locomotives that were much more efficient than the old-tech steam locomotives made little sense to those looking at sunk costs.
As a result, the steam locomotive manufacturers clung to the old ways and went out of business. The sunk costs of empire are enormous, as is the internal resistance to change.

6. Institutional memory and knowledge support "doing more of what worked in the past" [z. B. QE, A.L.] even when it is clearly failing.

I refer to this institutional risk-avoidance and lack of imagination as doing more of what has failed spectacularly.

Inept leadership keeps doing more of what once worked, even when it is clearly failing, in effect ignoring real-world feedback in favor of magical-thinking. The Federal Reserve is an excellent example.

7. These dynamics of eroding accountability, effectiveness and purpose lead to systemic diminishing returns. Each failing institution now needs more money to sustain its operations, as inefficiencies, corruption and incompetence reduce output while dramatically raising costs (phantom legions still get paid).

8. Incompetence is rewarded and competence punished. The classic example of this was "Good job, Brownie:" cronies and con-artists are elevated to leadership roles to reward loyalty and the ability to mask the rot with good PR. Serving the common good is set aside as sychophancy (obedient flattery) to incompetent leaders is rewarded and real competence is punished as a threat to the self-serving leadership.

9. As returns diminish and costs rise, systemic fragility increases. This can be illustrated as a rising wedge: as output declines and costs rise, the break-even point keeps edging higher, until even a modest reduction of input (revenue, energy, etc.) causes the system to break down:

(Hier findet sich im Text der Chart, der im Ariva-Posting unten angehängt ist.)

A modern-day example is oil-exporting states that have bought the complicity of their citizenry with generous welfare benefits and subsidies. As their populations and welfare benefits keep rising, the revenues they need to keep the system going require an ever-higher price of oil. Should the price of oil decline, these regimes will be unable to fund their welfare. With the social contract broken, there is nothing left to stem the tide of revolt.

10. Economies of scale no longer generate returns. In the good old days, stretching out supply lines to reach lower-cost suppliers and digitizing management reaped huge gains in productivity. Now that the scale of enterprise is global, the gains from economies of scale have faltered and the high overhead costs of maintaining this vast managerial infrastructure have become a drain.

11. Redundancy is sacrificed to preserve a corrupt and failing core. Rather than demand sacrifices of the Roman Elites and the entertainment-addicted bread-and-circus masses to maintain the forces protecting the Imperial borders, late-Roman Empire leaders eliminated defense-in-depth (redundancy). This left the borders thinly defended. With no legions in reserve, an invasion could no longer be stopped without mobilizing the entire border defense, in effect leaving huge swaths of the border undefended to push back the invaders.

Phantom legions line the pockets of insiders and cronies while creating a useful illusion of stability and strength.

12. The feedback from those tasked with doing the real work of the Empire is ignored as Elites and vested interests dominate decision-making. As I noted yesterday in The Political Poison of Vested Interests, when this bottoms-up feedback is tossed out, ignored or marginalized, all decisions are necessarily unwise because they are no longer grounded in the consequences experienced by the 95% doing the real work.

This lack of feedback from the bottom 95% is captured by the expression "Let them eat cake." (Though attributed to Marie Antoinette, there is no evidence that she actually said Qu'ils mangent de la brioche.)

The point is that decisions made with no feedback from the real-world of the bottom 95%, that is, decisions made solely in response to the demands of cronies, vested interests and various elites, are intrinsically unsound and doomed to fail catastrophically.

How does an Empire end up with phantom legions? The same way the U.S. ended up with ObamaCare/Affordable Care Act. The payroll is being paid but there is no real-world feedback, no accountability, no purpose other than private profit/gain and no common good being served.

That's how empires collapse: one corrupted, self-serving individual at a time, gaming one corrupted, self-serving institution or another; it no longer matters which one because they're all equally compromised. It's not just the border legions that are phantom; the entire stability and strength of the empire is phantom. The uncorruptible and competent are banished or punished, and the corrupt, self-serving and inept are lavished with treasure.

This is how empires collapse: one complicit participant at a time.


 
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35164 Postings, 3640 Tage Anti LemmingEU: massive Umverteilung von Sparern zu Schuldnern

 
  
    #111124
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24.04.14 08:53

Ökonom Bagus: „Massive Umverteilung von Sparern zu Schuldnern in Europa“

Der Ökonom Philipp Bagus glaubt, dass das Deflations-Gespenst in Europa vor allem im Interesse der Schulden-Staaten geschürt wird: In einer echten Deflation verlieren nämlich die Schuldner - sie wünschen sich daher eine Inflation. Nun soll in der Euro-Zone mehr Geld gedruckt werden, um die Umverteilung zu beschleunigen. Bagus glaubt, dass die Euro-Staaten den nächsten Schub der Krise nutzen werden, um die Schulden-Union durchzusetzen.

Philipp Bagus ist Professor für VWL in Madrid.

DWN: Wie kann eigentlich wirklich bestimmt werden, wann es eine Deflation gibt? Durch das unbegrenzte Gelddrucken aller Zentralbanken auf der Welt können die ja eigentlich alles behaupten…

Philipp Bagus: Jede Messung einer Teuerungsrate ist letztlich willkürlich. Welche Dinge sollen in den Warenkorb, mit welchem Gewicht? Wann soll die Gewichtung geändert werden? Sollen Qualitätsänderungen berücksichtigt werden? Es gibt sehr viel Raum für Manipulationen. Generell wir die Gewichtung von Gütern, die teurer werden, einfach verringert, und imaginäre Preissenkungen in Form von Qualitätsverbesserungen verrechnet. Das nennt man dann wissenschaftlich Substitutionseffekt und hedonistischer Preisindex. Dazu kommt: Vermögenspreise werden normalerweise gar nicht berücksichtigt. Dafür sind im Statistischen Warenkorb Nahrungsmittel mit 10,3 Prozent und Stromkosten mit 2,6 Prozent gewichtet. Die meisten Normalbürger werden wohl mehr für Nahrungsmittel und Stromkosten ausgeben. Das ist alles, nur nicht wissenschaftlich. Im Grunde hat jeder Mensch seinen eigenen, sich stets ändernden Warenkorb.

DWN: Wenn es sich um eine echte Deflation handelte – welche Folgen hätte diese?

Philipp Bagus: Deflation verstanden als allgemein fallende Preise ist gesamtwirtschaftlich gar nicht problematisch.  [A.L.: Das siehtMünchau in SPONfreilich ganz anders...] Das sieht man auch im Technologiesektor, in dem seit Jahren, viele Preise fallen. Entscheidend ist nämlich, dass eine positive Gewinnspanne anfällt, was bei höheren und niedrigeren Preisniveaus möglich ist. Oft wird vergessen, dass in einer Preisdeflation nicht nur die Verkaufspreise fallen, sondern auch die Einkaufspreise (Kosten). Da die Kosten im Technologiesektor schneller fallen als die Verkaufspreise, floriert er. ... Natürlich führt eine Preisdeflation zu einer Umverteilung, denn nicht alle Preise fallen gleich schnell. Unternehmen und Haushalte, deren Einkaufspreise (Ausgaben) schneller fallen als ihre Verkaufspreise (Einnahmen), profitieren in einer Preisdeflation. Unternehmen und Haushalte, deren Einkaufspreise (Ausgaben) langsamer fallen als ihre Verkaufspreise (Einnahmen), verlieren in einer Preisdeflation. Was der eine verliert, gewinnt der andere. Gesamtwirtschaftlich gibt es kein Problem.

Auch die Schuldner verlieren in einer Preisdeflation. Es wird schwieriger, die Schulden zu bedienen. Jedoch gewinnen die Gläubiger; die Kaufkraft ihrer Zinseinnahmen steigt. Und gehen die Schuldner Konkurs, übernehmen die Gläubiger die als Pfand hinterlegten Vermögenswerte [gibt es beim Euro überhaupt eine Form von Pfand? A.L.]. Geht beispielsweise ein Fabrikant ausschließlich wegen Überschuldung bankrott, können die Gläubiger das Unternehmen übernehmen und weiterführen. Die Gesellschaft insgesamt ist nicht ärmer. Die Fabrikhalle, die Maschinen, der Fuhrpark und das geschulte Personal verschwinden ja nicht durch den Eigentumswechsel.

Natürlich liegt es im Interesse der Schuldner, die in einer Preisdeflation verlieren, das Deflationsgespenst an die Wand zu malen und als Abhilfe eine Geldmengenerhöhung zu fordern. Und überschuldet sind heute viele, vor allem Banken und Staaten. Sie könnten in einer Preisdeflation leicht zusammenbrechen. Da wundert es nicht, dass vor allem die Regierungen Südeuropas die EZB zum Handeln auffordern. Sie solle die Deflationsgefahr mit einer neuen Geldschwemme bekämpfen. Die Regierungen verschweigen dabei natürlich, dass sie als Erstempfänger des neuen Geldes davon profitieren, auf Kosten von Sparern, Beziehern fester Einkommen und Geldnutzern.Die angebliche Deflationsgefahr wird also instrumentalisiert, um weiteres Geld-Drucken und damit eine massive Umverteilung mittels der Notenpresse auf Kosten der breiten Masse, der kleinen Leute, zu rechtfertigen....

 

35164 Postings, 3640 Tage Anti LemmingDas gilt auch für Schuldnernationen wie USA

 
  
    #111125
24.04.14 08:59
Der Satz von Philipp Bagus... (aus letztem Posting)

"Natürlich liegt es im Interesse der Schuldner, die in einer Preisdeflation verlieren, das Deflationsgespenst an die Wand zu malen und als Abhilfe eine Geldmengenerhöhung zu fordern."

...gilt nicht nur für die PIIGS, sondern auch für die USA.

USA ist vom Volumen her der weltgrößte Schuldner. Kein Wunder, dass die Goldmänner/Fed und die PIIGS-Minister am selben Strang ziehen. Gemeinsames Interesse ist, sich an Überschussländern, vor allem D., zu bereichern.  

2505 Postings, 2537 Tage Ischariot MDund sein letzter Satz ist der allerwichtigste

 
  
    #111126
24.04.14 10:25

Und die Gefahr besteht, dass (...) beim nächsten Krisenschub der Club Med unter der Führung Frankreichs die komplette Schuldenunion durchsetzt. Das wird dann wieder als alternativlos verkauft werden (...) Dem gilt es Widerstand zu leisten.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/...uldnern-in-europa/

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Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Merkel abgewählt werden muß

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