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Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 4534
neuester Beitrag: 15.09.14 00:14
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 113346
neuester Beitrag: 15.09.14 00:14 von: Berix Leser gesamt: 8430721
davon Heute: 1432
bewertet mit 415 Sternen

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37623 Postings, 3784 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
415
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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113320 Postings ausgeblendet.

5968 Postings, 570 Tage NikeJoeDie US- Bankaktien

 
  
    #113322
4
12.09.14 20:31
brechen bullisch nach oben aus!

Also wenn das kein Fake ist, dann spricht das für anhaltende Börsenstärke in den USA.
Die aktuelle Goldschwäche (da brechen wieder alle Dämme) und Dollar-Stärke ist ebenfalls ein Indiz dafür.
.  
Angehängte Grafik:
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bkx_1j_140912_ta.gif

4066 Postings, 2396 Tage PalaimonWieso habe ich mir

 
  
    #113323
8
12.09.14 22:27
eigentlich genau so etwas gedacht, als ich heute den Umschlag aufriß?
Na, da kann man ja nur hoffen, dass die Banken den Stresstest der EZB bestehen.
.
-----------
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
Angehängte Grafik:
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schiffsfonds.jpg

37623 Postings, 3784 Tage Anti LemmingPalaimon

 
  
    #113324
4
13.09.14 09:20
Es ist schon so, dass die Erholung "Hype-bereinigt" nur sehr begrenzt stattgefunden hat. Wenn es bei Schiffen Überkapazitäten gibt (bedingt durch "Bestell-Gier" im 2007/2008-Boom), dann wird das lange Zeit auf die Frachtpreise drücken, zumal wenn die Wirtschaft auch global nur "sub par" wächst. Da können auch Notenbanker nichts hinmanipulieren.

Bei den US-Hauspreisen hingegen (auch dort gab es wenig "natürliche" Nachfrage) war Aufwärtsmanipulation der Preise sehr wohl möglich. Hedgefonds haben die Zwangsversteigerungsbestände der Banken (Häuser, deren Kauf auch mit deutschen Ersparnissen "subprime"-mäßig finanziert wurde) in großen Tranchen (bulk) aufgekauft und vermietet. Diese konnten die Aufkäufe mit Fed-Hilfe windig und günstig finanzieren.

Und siehe da: "Der US-Hausmarkt erholt sich" - freilich rur in dem Sinne, dass die Preise wieder steigen. Bezeichnenderweise werden diese Preisanstiege im Consumer Price Index aber wieder rausgerechnet (# 319). Denn wenn die tatsächliche Inflation, in die die Hauspreise zu 30 % einfließen, korrekt angegeben würde, würde der Markt erkennen, dass die Nullzinspolitik der Fed wegen akuter Inflationsgefahr längst nicht mehr gerechtfertig ist. Die Fed müsste QE einstellen und die Leitzinsen erhöhen. Folge: Die ganze Billiggeldblase (inkl. Hauspreisblase 2.0) bräche zusammen.

Es ist ein Kartenhaus.  

37623 Postings, 3784 Tage Anti LemmingErhöht die Fed die Zinsen, damit Banken besser

 
  
    #113325
4
13.09.14 12:31
verdienen? Aktuell sind die Zinsspreads zu klein.

www.zerohedge.com/news/2014-09-12/fed-has-big-surprise-waiting-you

....Philip Van Doorn, who I quoted two weeks ago, got quite a bit closer in Big US Banks Prepare To Make Even More Money

   For most banks, the extended period of low interest rates has become quite a drag on earnings. Net interest margins – the spread between the average yield on loans and investments and the average cost for deposits and borrowings – are still being squeezed, since banks realized the bulk of the benefit of very low interest rates years ago …

That is the essence, and that is why grandma [Yellen, A.L.] will announce higher rates, against a backdrop of 4% GDP growth numbers and a plethora of other ‘great’ economic data and military chest thumping abroad.

The US economy is dead. The Fed has known this for a long time, but pumped it up to where it is now to draw in all the greater fools, the so-called big investors who have made money like honey from QE and ZIRP. They are the greater fools. The American real economy ceased being a consideration long ago.

We’re in for big surprises, and they won’t be pretty, they’ll be pretty nasty. There are far too many people who think of themselves as smart who don’t see the difference between a theater play and a reality show. And I don’t mean CHS or Wolf, they’re much more clever than your average investment advisor.

The Fed will raise rates because that will make the biggest banks the most money. There’s nothing else that matters. The Fed can’t revive the US economy, that’s just a foolish notion. But it can suck a lot of wealth out of it.
 

7557 Postings, 2887 Tage StöffenKräht der Hahn auf dem Mist

 
  
    #113326
3
13.09.14 13:35
ändert sich der Zins oder er bleibt dort, wo er ist.

Was mögliche Zinserhöhungen in den USA anbelangt, so sind die hier in den Medien vielfach kolportierten Zeitpunkte pure Spekulation. Im Gegensatz dazu blüht desgleichen die Spekulation, dass die Fed die Zinsen gar nicht oder nur minimal erhöhen könnte.

Die Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, hat ja auch bei dem Treffen der Zentralbanker Ende August in Jackson Hole weiterhin nicht durchblicken lassen, wann die Fed erstmals seit der Finanzkrise wieder den Leitzins erhöhen könnte. Yellen bleibt in dieser Hinsicht vage und verbreitet wie stets die gleichen Worthülsen wie z.B.  dass die Fed noch weitere Beweise für die Genesung des Arbeitsmarktes sehen wolle, yada yada, usw., usf.

Wesentlich interessanter finde ich da Yellens Gedankengänge vom Juli diesen Jahres. Konträr zu den Ansichten des ehemaligen Fed-Gouverneurs Jeremy Stein wies sie seinerzeit den Gedanken zurück, dass die Fed aus Sorge um die Finanzstabilität die Zinsen erhöhen könnte. Stein hatte für die Zinspolitik als Steuerungsinstrument argumentiert, weil er darin ein probates Mittel gegen den Aufbau von Asset-Blasen sieht. Yellen äußerte sich aber in diesem Zusammenhang gegensätzlich und meinte in ablehnender Weise, dass Maßnahmen zur Förderung der Finanzstabilität durch Anpassungen der Zinsen nur die Schwankungen von Inflation und Beschäftigung erhöhen würden.

Yellen sieht somit einwandfrei das Nullzinsumfeld nicht als Risiko für das Finanzsystem, sprich hier das Aufpumpen von Blasen in diversen Asset-Klassen an, sie gewichtet vielmehr die Kosten, welche ihrer Amschauung nach aus einer geringeren makroökonomischer Entwicklung enstehen, als wesentlich größer ein.

Dieses Statement von Yellen korrespondiert stark mit der Einschätzung des Fonds-Managers Jeffrey Gundlach. Gundlach, der als Groß-Dealer von Bonds in Erscheinung getreten ist,  glaubt, dass die Fed nun mit Janet Yellen an der Spitze die Zinsen nur wenig oder gar nicht erhöhen wird.

Gundlach verweist aktuell hauptsächlich auf die weiter anhaltende Kaufkraftschwäche der US-Amerikaner. Die Kaufkraft der unteren sieben Zehntel der Arbeitnehmer, gemesen an deren Gehältern, sei seit Jahren rückläufig. Solange also dieser Trend anhalte, werde Yellen nichts machen: "Es scheint schwierig, die kurzen Zinsen zu erhöhen, wenn so viele Personen Jahr für Jahr an Kaufkraft einbüßen", so Gundlach. Die seiner Meinung nach niedrige Inflation sowie das hohe Ansteckungsrisiko, welchem die USA seitens der Entwicklung in Europa ausgesetzt seien, würden die Fed in ihrer Zurückhaltung bzgl. etwaiger Zinserhöhungen zusätzlich bestärken.

"Yellen wird Zinsen nicht erhöhen"

http://www.fondsprofessionell.de/news/...-nicht-erhoehen/gid/1017095/
-----------
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!

Clubmitglied, 9289 Postings, 2204 Tage musicus1es ist wie im krieg......

 
  
    #113327
3
13.09.14 14:54
reinspazieren  ist  immer  einfach....... das probate mittel für den ausgang zufinden, ist  meist  schwierig, weil  kein  konzept vorhanden...... so ist es auch   in der ökonomie, gelddrucken ist  einfach, dies  aber  wieder  dem  markt zu entziehen, weitaus  schwieriger, deshalb  auch diese  nebulösen  formeln der notenbanken...... mit  dem  motto,  den MARKT bei laune  zu halten....also dann  mr. draghi,  folge  deinem kompasen FED  ,  die märkte  werden es  dir  danken.......  long  ist on ....  

37623 Postings, 3784 Tage Anti LemmingDraghi halst Steuerzahlern 500 Mrd. Risiko auf

 
  
    #113328
7
13.09.14 15:59
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/...en-euro-schultern/

EZB-Plan: Steuerzahler müssen neues Risiko von 500 Milliarden Euro schultern

EZB-Chef Mario Draghi will das geplante ABS-Programm im großen Stil durchziehen - gegen den Willen der Deutschen Bundesbank. Die europäischen Steuerzahler müssen das Risiko von 500 Milliarden Euro von den Banken übernehmen. Möglicherweise spielt der ESM eine Schlüsselrolle, um das Risiko der EZB zu begrenzen. Draghi will auf diese Weise den großen Knall in der Euro-Zone verhindern.


Das vergangene Woche von der EZB beschlossene Kaufprogramm für Kreditverbriefungen wird nach den Worten von Notenbankpräsident Mario Draghi eine “signifikante” Größe erreichen. Das genaue Volumen sei derzeit aber noch schwer zu bemessen, sagte Draghi am Freitag nach Beratungen mit den Finanzministern der Eurogruppe in Mailand. Nach Reuters-Informationen plant die Europäische Zentralbank (EZB) bis zu 500 Milliarden Euro für den Aufkauf von Kreditverbriefungen (ABS) und Pfandbriefen ein. Das Programm soll im Oktober starten. Die EZB will damit vor allem erreichen, dass Banken kleinen und mittelständischen Firmen im Süden der Euro-Zone mehr Kredite gewähren (LOL, A.L.) und die lahme Konjunktur so wieder Tritt fasst.

Draghi sagte, dass die EZB im Rahmen des Programms zunächst keine Mezzanine-Tranchen von Kreditverbriefungen aufkaufen will. Deshalb seien zunächst auch noch keine Staatsgarantien nötig (A.L.: hahaha, bei Subprime haben selbst AAA-Tranchen um mehr als die Hälfte an Wert verloren), bei einer denkbaren späteren Einbeziehung der mit höheren Risiken behafteten Mezzanine-Tranchen dann aber schon. Wie aus einem Reuters vorliegenden Dokument hervorgeht sind Deutschland und Frankreich gegen derartige staatliche Garantien, wie sie die EZB nun fordert. Draghi machte aber klar, dass die EZB ihr Programm auch dann starten wird, wenn die Länder nicht mitmachen. [Mit welchen Recht? A.L.] “Das ABS-Programm wird beginnen – unabhängig davon, ob es Garantien gibt oder nicht.” Die EZB hatte das neue Kaufprogramm vergangene Woche beschlossen.

Die Bundesbank lehnt den Aufkauf von Verbriefungen ebenso ab wie der Ende 2011 im Streit um die Geldpolitik zurückgetretene deutsche EZB-Chefökonom Jürgen Stark. Er fürchtet, dass die EZB durch die Übernahme der Risiken von den Banken selbst zu einer Art Bad Bank wird. ABS-Papiere sind in der Finanzkrise 2007/08 vor allem in den USA in die Kritik geraten. Nach Angaben der EZB sind in Europa aber selbst auf dem Höhepunkt der Krise weniger als ein Prozent der ABS ausgefallen [A.L.: Grober Unfug, denn Verbriefungen/ABS haben meist 30 J. Laufzeit, "ausgefallen" sind die technisch erst, wenn am Ende nichts ausgezahlt werden kann. Das dies am Ende droht, ist aber bereits weit vorher absehbar, z. B. am fast auf Null gefallenen Kurs.] Sie werden normalerweise in drei Tranchen geteilt: eine Senior-Tranche bester Qualität und geringster Ausfallwahrscheinlichkeit, eine Mezzanine-Tranche und eine hochriskante Equity- oder Erstausfalltranche.

Draghi bekräftigte, die Bilanzsumme der EZB werde infolge der neuen Wertpapierkäufe sowie der schon im Juni beschlossenen Geldspritzen für das Finanzsystem wohl etwa auf das Niveau von Anfang 2012 anwachsen. Damals hatten massive Liquiditätshilfen für die Banken die Bilanz der Notenbank auf drei Billionen Euro hochgetrieben. Aktuell liegt die Summe bei rund zwei Milliarden Euro. Schätzungen zufolge dürften die beiden anstehenden neuen Geldspritzen für die Kreditinstitute auf eine Nachfrage von mehr als 400 Milliarden Euro stoßen. Durch das viele billige Geld will Draghi die maue Konjunktur ankurbeln. Gelingt dies nicht, werde die EZB notfalls “weitere Maßnahmen” ergreifen [A.L.: also Euro-QE, ebenfalls am deutschen Veto vorbei...]
.



FAZIT A.L.:

Die EZB verkommt immer stärker zum Selbstbedienungs-Saftladen unter Leitung von Goldman-Mafiosi Draghi. Obwohl die EZB nicht demokratisch legitimiert ist, maßt sie sich an, über Widersprüche demokratisch gewählter Landesregierungen einfach hinwegzugehen. Obendrein betreibt sie Rechtsbruch, da ihr Staatsfinanzierung (auch ABS-Aufkäufe laufen darauf hinaus) gesetzlich untersagt ist.

Da das Gesetzeswerk Grundlage dafür war, dass Deutschland dem Euro zugestimmt hat, ist Draghis Bruch dieser Gesetze ein legitimer Grund, die Währungsunion wegen "Nichterfüllung" zu verlassen.

Statt "Nichterfüllung" könnte man auch böser sagen: Wegen "grenzkrimineller Plünderung fremder Kassen".  

37623 Postings, 3784 Tage Anti Lemming"Tod der Bären" = Beginn des Bärenmarktes

 
  
    #113329
5
13.09.14 16:30
http://streettalklive.com/index.php/...-to-ponder-bear-ly-extant.html

"It is a bad sign for the market when all the bears give up. If no-one is left to be converted, it usually means no-one is left to buy." - Pater Tenebrarum

That quote got me thinking about the dearth of bearish views that are currently prevalent in the market. The chart below shows the monthly level of bearish outlooks according to the Investors Intelligence survey.

[Chart unten]

The extraordinarily low level of "bearish" outlooks combined with extreme levels of complacency within the financial markets has historically been a "poor cocktail" for future investment success.

-----------------------

As Michael Sincere recently stated rather sarcastically:

"If you study history, you know that no one thought the price of tulips, houses, or stocks would ever go down. Even most bulls believe that 'one day' there will be a correction, but that day is far away. After all, the Fed has an unlimited supply of magical tools, and they are determined to keep the market from falling. Unfortunately for soul-searching bears, the Fed trumps all. As long as new money flows into stocks, interest rates are low, and the market keeps going up, why worry?"

That is the focus of this weekend's list of "Things To Ponder."

1) The Death Of Bears by Pater Tenebrarum via Acting Man Blog

"What prompts this missive is news that yet another prominent bear has apparently given up. The thing is, this bear – Wells Fargo analyst Gina Martin Adams – wasn"t even a bear, but merely a somewhat reluctant bull, whose targets got taken out a few times. It is interesting from a psychological perspective that a not overly foaming-at-the-mouth bull is considered a "bear" by the financial media, a "famous bear" even. She has now recanted, and has apparently been preceded by several others. An SPX target of 1850 points apparently made her the "most bearish strategist" on Wall Street!

Gina Martin Adams of Wells Fargo has long been known as the most bearish strategist on Wall Street. After all, at 1,850, she had the lowest year-end S&P target among major strategists. But on Tuesday, she got rid of that year-end target and initiated at 12-month target of 2,100, reflecting a mildly bullish outlook....

Given that no prominent bearish Wall Street strategists seem to be left now – not even those forecasting 5% dips or flat markets – we won"t be able to report on any additional conversions."

(Es folgen noch weitere Beispiel prominenter Bären, die "aufgegeben" haben.)



Interessant fand ich noch:

4) The Tailwind To Stocks Is Gone by GaveKal Capital Blog

"Generally as equity prices rise, commercial hedgers take on a greater short position, and when price fall they take on a greater long position.  When the position of commercial traders is significantly short, it suggests a large short position has been built up.  If commercial traders are short and get their directional bets wrong, it provides fuel for the market to propel higher as commercial traders have to cover their shorts by buying stock.  In turn, if commercial traders have closed out their short positions, this suggests there may be little fuel left for the upside in stocks."

(Chart im Orig.)

"This short covering induced buying has helped the equity markets attain all-time highs.  But, now the short covering has largely been completed and will no longer provide much of a tailwind for stocks."
 
Angehängte Grafik:
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8423 Postings, 2608 Tage wawiduSPX mit Rounding Top?

 
  
    #113330
5
13.09.14 18:33
in der Zone um 2000 Punkten  
Angehängte Grafik:
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8423 Postings, 2608 Tage wawiduSPX hourly

 
  
    #113331
4
13.09.14 18:35
 
Angehängte Grafik:
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37623 Postings, 3784 Tage Anti LemmingDer Lehmann-Moment

 
  
    #113332
3
13.09.14 22:14
www.fuw.ch/article/ich-schaue-immer-wo-der-notausgang-ist/

Ich schaue immer, wo der Notausgang ist"

Art Cashin, Handelschef von UBS an der New York Stock Exchange, traut den Rekorden an der Börse nicht recht und warnt im Interview mit FuW vor einer Krise wie im Herbst 1962 um Kuba.

Vom Attentat auf Präsident Kennedy über den Börsencrash von 1987 und den Fall der Berliner Mauer bis hin zum Platzen der Internetblase, zu den Terroranschlägen vom 11. September und dem Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers: Art Cashin hat alle grossen Weltereignisse der vergangenen gut fünfzig Jahre auf dem Parkett der New York Stock Exchange miterlebt. Der Wallstreet-Veteran, der in Diensten von UBS das Geschehen auf dem Trading Floor überwacht, richtet derzeit einen aufmerksamen Blick auf die geopolitischen Spannungen. Im Konflikt um die Ukraine sieht er dabei beunruhigende Parallelen zur Kubakrise. «Die Märkte sind gereizt und nervös», sagt Cashin und prüft während des Gesprächs immer wieder das Kurstableau. Der kräftigen Hausse der letzten Jahre begegnet er mit etwas Skepsis und macht als Haupttreiber für die Kursavancen die ultralockere Politik der Zentralbanken aus.


Mr. Cashin, seit Anfang Monat haben die amerikanischen Aktienmärkte etwas an Schwung verloren. Zudem ist der September für die Börse oft schwierig. Wie geht es nun weiter mit den Kursen?

Es ist schon merkwürdig, dass der September bis heute ein speziell heikler Monat für Aktien ist. Das hat mit der Zeit zu tun, als Amerika noch von der Agrarwirtschaft geprägt war. Immer im Herbst brauchte es damals Geld, um Weizen (Weizen 0 0%), Mais (Mais 338.003 -0.88%) und andere landwirtschaftliche Güter zu kaufen. Getrieben vom Erntezyklus floss dadurch das Geld aus den Banken in New York ab, sodass es immer wieder zu Liquiditätsengpässen kam. Das berühmteste Beispiel dafür ist die Bankenpanik vom Herbst 1907. Heute spielt der Agrarsektor zwar nur eine untergeordnete Rolle, und das Federal Reserve glättet die Geldflüsse im Finanzsystem. Trotzdem hallt ein Echo aus dieser Zeit nach.

Wie schätzt man denn auf dem Parkett die Lage im September 2014 ein?
Zwei Fragen sorgen momentan für Besorgnis. Erstens: Gelingt es dem Fed, die Geldpolitik einigermassen locker zu halten, ohne dass es zu einem Inflationsschub kommt? Zweitens: Wie geht es mit den Spannungen in der Weltpolitik weiter? Der zweite Punkt scheint bislang zwar nur ein kurzfristiges Thema zu sein. Wenn sich die Probleme mit der Terrororganisation IS oder die Krise in der Ukraine aber auf den Finanzsektor ausweiten, könnten beispielsweise die europäischen Banken erneut unter Stress geraten. Theoretisch könnte es damit sogar zu einer Art «Lehman-Moment» wie im September 2008 während der Finanzkrise kommen.

Wie gehen Börsenhändler mit einer solchen Situation um?
Ich bin nun schon seit über fünfzig Jahren in diesem Geschäft. Oft lassen sich dabei an den Märkten immer wieder ähnliche Muster erkennen. Auch beim Beginn der Kubakrise erwartete zunächst niemand, dass bald die ganze Welt den Atem anhalten würde. Plötzlich sah es aber so aus, als ob wir kurz vor einem Nuklearkrieg stehen könnten. Entsprechend gross war damals die Nervosität hier auf dem Trading Floor. Als der russische Schiffskonvoi, der mit Ersatzmaterial für die Nuklearraketen nach Kuba unterwegs war, dann aber abrupt abdrehte, nahmen wir das mit grosser Erleichterung auf. Es setzte sofort eine kräftige Kursrally ein, die noch über Monate anhielt.

Worauf achten Sie also derzeit, um den Puls der Märkte zu fühlen?
Auf meinem Überwachungsmonitor habe ich eine ganze Reihe von Risikoindikatoren im Auge. Dazu zählt die Rendite auf zehnjährige US-Staatsanleihen, zumal Amerika, geschützt durch die beiden grossen Ozeane, Investoren in Krisensituationen Sicherheit bietet. Ein guter Indikator ist ebenfalls Gold (Gold 1228.1 -0.99%), mit dem sich Anleger gegen Schwankungen an den Devisenmärkten absichern. Speziell im Fall von geopolitischen Risiken beobachten wir zudem den Energiesektor genau, weil er eng mit der Entwicklung in Russland und im Nahen Osten verknüpft ist.

Und was sehen Sie auf dem Monitor?
Im Moment könnte man fast meinen, der Weltfrieden würde bald ausbrechen. Vor allem der Ölpreis ist in den letzten Tagen stark gesunken. Das wäre eigentlich ein klares Zeichen dafür, dass die Anspannungen abgenommen haben. Andererseits sind wir Händler aber oft auch empfänglich für Verschwörungstheorien. So fragen sich manche Trader, ob möglicherweise die Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien Druck auf den Ölpreis ausüben, um Russlands Finanzkraft zu schwächen und Putin in die Defensive zu drängen.

In Ihrem täglichen Marktkommentar warnen Sie auch regelmässig vor Sonneneruptionen. Was hat es damit auf sich?
In unserem Geschäft ist es entscheidend, dass man sich einen Vorteil verschafft oder zumindest einen Rettungsring in Griffnähe hat. Im Lauf der Geschichte haben Börsenhändler deshalb stets nach Zusammenhängen und Wechselwirkungen an den Märkten gesucht. Eine Zeit lang glaubten sie dabei, dass Sonnenflecken einen Einfluss auf den Konjunkturzyklus haben. So zeigen Studien, dass Sonneneruptionen die Ionisierung der Erdatmosphäre verändern können und die Märkte dann jeweils einen oder zwei Monate später gedreht haben.

Von einer Trendwende ist derzeit aber kaum etwas zu sehen. Der Leitindex S&P 500 ist Ende August sogar erstmals über 2000 geklettert und notiert seit Anfang Jahr respektable 8% im Plus.
Das hat vor allem mit den aussergewöhnlich tiefen Zinsen zu tun. Die Gefahr einer Deflation ist nicht gebannt, weshalb Zentralbanken rund um die Welt mit einer ultralockeren Geldpolitik dagegen ankämpfen. Wer in diesem Umfeld eine anständige Rendite erzielen will, hat nur wenige Optionen. Deswegen fliesst Geld in Aktien. Viele Investoren denken sich mit Blick auf das tiefe Zinsniveau und auf die etwas freundlichere Konjunkturlage in den USA, dass der Wert von Aktien weiter steigen wird. Hier auf dem Parkett zweifeln einige von uns jedoch an dieser Argumentation, weil die Preise ja eben von den Notenbanken verzerrt werden.

Ein Härtetest steht bald mit dem Ende des Stimulusprogramms QE3 an. Anders als beim Auslaufen der Vorgängerprogramme QE1 und QE2 nehmen die Aktienmärkte das dieses Mal recht locker.
Das stimmt, der Bondsektor hingegen reagiert ähnlich wie schon beim Stopp von QE1 und QE2. Auch damals tendierten die Renditen auf US-Staatsanleihen schwächer, obschon eigentlich das Gegenteil zu erwarten wäre. Am Aktienmarkt dominiert derzeit die Mentalität, dass man sich immer auf das Fed verlassen kann, wenn es ernst wird. Das war bereits während der Ära von Präsident Alan Greenspan der Fall und hat sich unter seinem Nachfolger Ben Bernanke fortgesetzt. Für die Unabhängigkeit der US-Notenbank ist das jedoch problematisch.

Weshalb?
Das Fed kann gar nicht zulassen, dass etwas wirklich Dramatisches passiert. Wegen des politischen Patts in Washington hat die US-Wirtschaft nach der Finanzkrise kaum Hilfe von der Regierung oder vom Kongress erhalten. Deshalb musste das Fed die Initiative ergreifen und hat mit den QE-Programmen tonnenweise Liquidität in die Märkte gepumpt. Wenn nun etwas schiefläuft, werden die Politiker sofort mit dem Finger auf das Fed zeigen. Es hat daher auch ein Eigeninteresse daran, dass sich die Konjunktur erholt und seine Unabhängigkeit nicht angegriffen wird.

In Washington stehen schon in wenigen Wochen die Parlamentswahlen an. Was könnte das für die Börse bedeuten?
Im zweiten Amtsjahr eines wiedergewählten Präsidenten beginnen die Kurse üblicherweise um diese Zeit zu schwächeln. Seit der Finanzkrise und der Rezession haben sich viele Börsenweisheiten aber als wenig nützlich erwiesen. Die Regel «Sell in May and go away» etwa, die sich in der Vergangenheit oft bewährt hatte, hat dieses und letztes Jahr nicht funktioniert.

Während Ihrer Karriere haben Sie schon diverse Fed-Häuptlinge kommen und gehen sehen. Was hält Wallstreet von der neuen Chefin Janet Yellen?
Für ein Urteil ist es noch zu früh. QE3 ist noch nicht beendet, und Yellen konnte ihre Vorstellungen von der Geldpolitik noch nicht richtig umsetzen. Bisher hat sie auch nicht exakt definiert, mit welchen Ellen sie die Entwicklung am Jobmarkt misst. Klar ist, dass sie wie Bernanke einen starken akademischen Hintergrund hat. Mit dem Fed-Vizepräsidenten Stanley Fischer ist nun zudem eine neue Figur aufgetaucht, auf die ich genau achten werde. Er wird enormen Einfluss haben, was aber nicht heisst, dass er auf Konfrontationskurs mit Yellen gehen wird. Vielmehr wird er ihr dabei helfen, zu verstehen, warum sich gewisse Dinge vielleicht ändern müssen.

Normalisiert sich die Geldpolitik, wird sich der Fokus wieder mehr auf die fundamentalen Unternehmensdaten richten. Wie fit ist Corporate America?
Darum dreht sich momentan eine der Kerndebatten. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die an die Konjunktur und damit an Aktien glauben. Sie lagen bislang goldrichtig und argumentieren, dass die Unternehmensgewinne steigen. Auf der anderen Seite gibt es jedoch die Skeptiker, die mehr Gewicht auf das makroökonomische Gesamtbild legen und der Hausse schon von Beginn weg nicht getraut haben. Sie bemängeln, dass die Aktienbewertungen nur deshalb attraktiv erscheinen, weil viele Unternehmen das billige Geld der Zentralbanken nutzen, um eigene Aktien zu kaufen, und dadurch den Gewinn pro Titel künstlich schönen.

Was meint man denn hier auf dem Trading Floor dazu?
Wir Händler sehen die Dinge meist mit  leichter Skepsis. Das hängt mit dem generell vorsichtigen Naturell eines Traders zusammen. Wir rechnen stets mit Problemen und stellen ständig sicher, dass wir den schnellsten Weg zum Ausstieg kennen. Auch wenn ich zum Beispiel privat in einen Raum gehe, schaue ich immer zuerst, wo der Notausgang ist.

In letzter Zeit ist auch oft die Kritik zu hören, dass die Kursavancen nur auf dünnen Handelsvolumen basieren.
Eine alte Börsenregel lautet, dass sich im Volumen die Rechtmässigkeit der Kurse spiegelt. Auch ein Staatspräsident beispielsweise hat kaum Legitimität, wenn an seiner Wahl nur ein Dutzend Leute teilnimmt. Ebenso wollen Investoren einen breiten Konsens sehen, wenn es um das Kursniveau an der Börse geht. Dass sich das Volumen in den letzten Jahren verringert hat, liegt aber auch an strukturellen Veränderungen. So kann man heute mit Produkten wie Exchange Traded Funds per Knopfdruck alle fünfhundert Aktien im S&P 500 auf einen Streich kaufen, wogegen es früher dafür fünfhundert einzelne Transaktionen brauchte.

Wie hat sich Wallstreet in den letzten Jahren generell verändert?
In unserer Branche findet ein tiefgreifender Wechsel hin zum automatisierten Handel statt. Daran müssen wir uns künftig wohl noch mehr anpassen. Ich für meinen Teil vermisse jedoch die einfachen Dinge aus der Zeit, als sich die Händler hier noch in Massen drängten. Damals konnte ich nur schon dem Geräuschpegel entnehmen, was sich in den Handelsringen abspielte. Dominierten die Käufer, klang das fast wie ein russischer Chor. Herrschte hingegen Abgabedruck, war die Tonlage etwas höher.

Heute entscheiden hingegen zusehends Hochfrequenzhändler mit superschnellen Computern, welche Aktien gekauft oder verkauft werden. Haben Sie da überhaupt noch eine Chance?
Manchmal kann auch ein alter Hund noch neue Tricks lernen und gut mithalten. Die Hochfrequenzhändler mögen zwar schneller sein, dafür sind sie aber nicht zwingend klüger. Wenn eine Verkaufswelle losbricht, sind sie uns auf dem Weg zum Ausgang vielleicht einen Schritt voraus. Wir müssen aber auch an unseren Kunden denken. In diesem Geschäft wird erwartet, dass wir besser als eine Maschine abschätzen können, was zum Beispiel ein abrupter Kursrutsch in General Motors (GM 33.27 -1.01%) für Ford (F 8.9 -4.81%) und den Gesamtmarkt bedeutet.

Hochfrequenzhändler spielten auch eine zentrale Rolle beim Flash Crash im Mai 2010, als der Kurs gestandener Grosskonzerne kurzzeitig auf bis zu einen Cent einbrach. Kann so etwas erneut passieren?
Ich bin da natürlich etwas voreingenommen und bevorzuge das Handelssystem, das wir zuvor über viele Jahre hinweg hatten. Anders als an den elektronischen Börsen spielten die Kurse hier auf dem Parkett während des Flash Crash nicht verrückt. Es wurde keine einzige Aktie zu einem Penny gehandelt. Hier hatten Menschen die Kontrolle und sagten sich: «Das ergibt doch keinen Sinn. Am besten, wir bremsen ab und sehen, wie sich die Lage entwickelt.» Deshalb halte ich es für wichtig, dass der gesunde Menschenverstand nicht ausgeschaltet wird und jemand die Märkte im Auge behält. Genauso wie ich auch nicht in ein Flugzeug ohne einen Piloten einsteigen würde.

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Zur Person

Kaum jemand geniesst an Wallstreet so grossen Respekt wie Art Cashin. Als er 1959 seine Karriere an der New York Stock Exchange (NYSE) begann, notierte der Dow Jones noch unter 700. Um seine Familie zu unterstützen, verzichtete er damals auf ein Studium und heuerte beim Broker Thomson McKinnon an. Nur fünf Jahre später wurde er zum vollwertigen Partner von P. R. Herzig & Co. ernannt und erhielt mit 23 als einer der jüngsten Trader einen Sitz an der Börse. 1980 stiess er zum Investmenthaus PaineWebber, das 2000 von UBS übernommen wurde. Als Director of Floor Operations leitet er heute den Parketthandel für die Schweizer Bank und zählt zu den sechs Executive Floor Governors, der höchste Rang an der NYSE. Cashin hat irische Wurzeln, ist in New Jersey aufgewachsen und engagiert sich in diversen Wohltätigkeitsorganisationen. Dazu zählt der Fallen Heroes Fund, der Familien von Polizei- und Feuerwehrleuten unterstützt, die im Dienst gestorben sind. Er ist Ritter des Malteserordens und tritt mehrmals pro Woche auf dem Börsensender CNBC als Experte auf. Sein täglicher Marktbericht zählt für viele Investoren zur Pflichtlektüre und liegt auch am Eingang der NYSE auf.
 

8423 Postings, 2608 Tage wawidu@A.L. # 310

 
  
    #113333
2
13.09.14 22:49
In diesem Zusammenhang sollte man auch mal einen Blick auf die Price/Operating Earnings Ratio des S&P 500 werfen!

http://www.vectorgrader.com/indicators/price-operating-earnings  

37623 Postings, 3784 Tage Anti LemmingEZB-ABS-Aufkäufe = PIIGS-Konkursverschleppung

 
  
    #113334
3
14.09.14 09:12
auf Kosten der europäischen Steuerzahler.

www.nzz.ch/wirtschaft/...bei-der-europaeischen-zentralbank-1.18382674

Der Kauf von Aktiva wird für die EZB zum Minenfeld. Seine Wirkung ist umstritten, und die Nebenwirkungen wiegen schwer. Die Notenbank hat sich mit ihren jüngsten Ankündigungen selbst unter Druck gesetzt.0

Die Europäische Zentralbank (EZB) sorgt mit ihrem jüngsten Aktionsplan für Verwirrung. Die Beobachter der Notenbank, die sogenannten ECB Watchers, rätseln seit der Ankündigung vergangene Woche über die neu geplanten Marktinterventionen und über den Sinn der abermaligen Leitzinssenkung, die von ihrer Grössenordnung her bestenfalls homöopathisch wirken kann. Vor allem aber hinterfragen sie die Hast, die die EZB an den Tag gelegt hat, als sie neue Massnahmen ankündigte und weitere in Aussicht stellte, noch bevor die früheren verdaut waren.

Das Kernstück des neusten Aktionsplans sind direkte Käufe der Notenbank am Markt für verbriefte Kredite (vgl. Zusatzartikel). Die EZB setzt sich seit längerem für eine Anpassung der Regulierung von sogenannten Asset-Backed Securities (ABS) ein, Anleihen, die mit Krediten besichert sind. Zusammen mit der Bank of England plädiert sie für eine regulatorische Lockerung bei einfachen, transparenten ABS, wie sie in Europa üblich sind. Diese Initiative ist grundsätzlich zu begrüssen. Es ist richtig, zwischen den klassischen europäischen ABS, denen einfache Bündel an Autokrediten oder Firmenkredite zugrunde liegen, und den komplexen und intransparenten Vehikeln zu unterscheiden, mit denen vor Ausbruch der Finanzkrise in den USA Privathypotheken schlechter Schuldner so lange kombiniert, verbrieft, zerstückelt, wieder verbrieft, neu kombiniert und abermals verbrieft wurden, bis selbst für Spezialisten die zugrunde liegenden Risiken nicht mehr richtig ersichtlich waren. Es muss im Nachhinein als regulatorische Überreaktion gewertet werden, dass im Zuge der Subprime-Krise beide Arten von Verbriefungen verteufelt und entsprechend gleich hart reguliert worden sind.
(A.L. Da bin ich anderer Meinung: Jede Art von Verbriefung erhöht das Leverage im Finanzsystem.)

Doch die EZB beschränkt sich inzwischen nicht mehr allein auf ihren Einsatz für eine bessere regulatorische Differenzierung bei den Verbriefungen. Vergangene Woche hat sie sich auch als Käuferin für ABS ins Spiel gebracht. Sie will besicherte Anleihen in die eigenen Bücher nehmen, um den Verbriefungsmarkt zu stützen. Das Ziel der Käufe ist einerseits die Reparatur des Kreditkanals. Ist es für Banken attraktiv, Kredite zu verbriefen, weil die EZB ihnen diese abkauft, ist es für sie auch attraktiver, Kredite an die Realwirtschaft zu vergeben. Die EZB hofft, dadurch kämen besonders die gebeutelten KMU der Peripherieländer wieder leichter an Bankkredite. [A.L.: Damit werden die Risiken hochriskanter PIIGS-Firmenkredite auf den europä. Steuerzahler übertragen!] Anderseits will die Notenbank den ABS-Markt aber auch wieder in Gang bringen, um eine wichtige Refinanzierungsquelle für die Banken der Euro-Zone zu stärken.

Die Details zum ABS-Programm will EZB-Präsident Mario Draghi erst im Oktober bekanntgeben. Klargemacht hat der Präsident aber schon einmal, dass die Notenbank nur transparente und einfache ABS bester Bonität erwerben will. Die EZB verfügt über die nötige Sachkenntnis, um ABS auf ihr Risiko hin zu prüfen, denn sie hat bereits eine eigene Plattform, mit der sie Verbriefungen analysiert, jene nämlich, die ihr die Banken als Sicherheiten bei geldpolitischen Geschäften andienen. [A.L.: LOL - der Bankenprüfer-Bock wird zum Bankengärtner...] Es darf also davon ausgegangen werden, dass die Notenbank in der Lage ist, sichere von riskanten ABS zu unterscheiden. Der Vorwurf, die EZB werde «Ramschpapiere» in die eigenen Bücher nehmen, wie er in den vergangenen Tagen von verschiedenen deutschen Politikern und Medien erhoben wurde, ist daher unangebracht. [A.L.: Dass die EZB unterscheiden kann, schließt ihren Kauf von Ramschpapieren nicht aus, sondern macht ihn sogar wahrscheinlich: Die PIIGS-Banken wollen ihren Schrott schließlich loswerden. So hat z. B. die Banca Monte dei Paschi noch viele üble Kreditrisiken, die sie gern an die EZB/den europ. Steuerzahler loswürde.]

Trotzdem ist der geplante ABS-Kauf der EZB mit grossen Problemen verbunden. Erstens reduziert gerade der Fokus auf die «guten» Papiere den potenziellen Markt. Es ist ohnehin umstritten, wie gross der Markt der Papiere, die für die EZB infrage kommen, ist. Zielt die Notenbank vor allem auf verbriefte KMU-Kredite und auf Privathypotheken, wie sie angegeben hat, so ist das potenzielle Anlageuniversum überschaubar. Es wird geschätzt, dass derzeit rund 100 Mrd. € an KMU-ABS ausstehend sind, rund die Hälfte davon haben die Banken aber einbehalten, sprich als Pfand bei der EZB hinterlegt. Die Hypotheken-ABS dürften ein rund fünfmal so grosses Volumen haben, auch bei ihnen könnte aber lediglich die Hälfte am Markt verfügbar sein. Bedenkt man, dass die EZB davon jeweils nur die beste Bonität kaufen will und auch kaum Interesse an verbrieften australischen Krediten haben wird, wie sie am europäischen ABS-Markt ebenfalls anzutreffen sind, schrumpft das potenzielle Kaufvolumen weiter. Zudem wird die EZB nicht das gesamte ausstehende Volumen kaufen wollen, wenn es ihr darum geht, den Markt als solchen wieder in Gang zu bringen. Je kleiner das potenzielle Kaufvolumen, desto geringer ist aber auch der Effekt, den die EZB mit ihren Käufen erzielt. Draghi selbst hat in der Vergangenheit kein Hehl daraus gemacht, dass er das frühere Staatsanleihenprogramm der EZB (SMP) für wenig wirkungsvoll hielt, weil es mit seinen gut 200 Mrd. € zu klein war. Ob er nun mit den geplanten Eingriffen am ABS-Markt eine grosse Wirkung erzielen wird, ist nach jetzigem Wissensstand aber auch umstritten.

Ein weiteres Problem bei den geplanten Käufen besteht darin, dass der Verbriefungsmarkt im Segment der besten Bonität auch am besten funktioniert – dort gibt es für die Notenbank also wenig zu reparieren. Wollte sie etwas bewirken, müsste sie eigentlich im schlechtesten Segment intervenieren [eben, eben A.L.], was sie nach eigenen Angaben nicht will, um die Risiken in der eigenen Bilanz in Grenzen zu halten. Zudem darf nicht vergessen werden, dass selbst bei ABS bester Bonität die zugrunde liegenden Risiken stark korreliert sein können. Eine Rezession in der Euro-Zone könnte beispielsweise sehr viele europäische Kreditnehmer gleichzeitig in Schwierigkeiten bringen. Das Ausfallrisiko dieser Kredite trägt aber die Notenbank, wenn sie ABS in ihren Büchern hält. Viel gravierender ist jedoch, dass die Notenbank mit ihren Käufen grobe Verzerrungen am Markt schaffen wird.Erstens verzerrt ein so grosser Käufer wie die EZB die (relativen) Preise von ABS gegenüber anderen Anlageklassen, was zu Fehlallokationen führt. [A.L.: Dazu zählen auch neue Projekte wie später ungenutzte Provinzflughäfen, weil zum Zeitpunkt der Planung ja noch alles nach AAA aussieht. Wenn man solche Kredite verbriefen und der EZB umhängen ann, werden solche (Pleite-)Projekte auch umgesetzt.]  Zweitens – und das ist in der Währungsunion besonders brisant – sind die ABS in Europa genauso wie die Pfandbriefe geografisch sehr ungleich verteilt (vgl. Grafik). Die EZB entlastet die Banken der Euro-Zone also ungleichmässig, wenn sie ihnen ABS abkauft. Gleichzeitig werden die Risiken in den Büchern der Notenbank aber von allen Euro-Staaten gemeinsam getragen, weshalb die EZB-Intervention zu einer Risikoumverteilung in der Währungsunion führen wird. [Klartext: Die Nordländer haften für private Problem-"Investitionen" in den PIIGS - darunter neue und später nicht genutzte Provinzflughäfen und Maut-Autobahnen]

Nicht nur Wirkung und Nebenwirkung der geplanten ABS-Käufe werfen Fragen auf, es ist auch umstritten, ob die Interventionen zielführend sind. Die EZB will durch sie den Kreditkanal reparieren, also die Kreditvergabe der Banken an die Realwirtschaft ankurbeln. Doch in jedem ihrer Berichte zur Kreditsituation in der Euro-Zone der vergangenen Quartale gab die Notenbank an, dass die stockende Kreditvergabe mindestens zur Hälfte nachfragebedingt war. Viele europäische Unternehmen fragen schlicht keine Kredite nach, weil sie wegen der düsteren Konjunkturaussichten gar nicht investieren wollen. [A.L.: Mein Reden!]. Abhilfe brächten hier Strukturreformen, welche die Konjunktur ankurbeln; die ABS-Käufe der EZB wirken hingegen lediglich angebotsseitig. [A.L.: Genau die bleiben aber aus, wenn Draghi die Märkte mit Phatomgeld zuscheißt.] Zudem plant die EZB die Verbriefungskäufe unkonditioniert. Anders als das bedingte Langfrist-Geld (vgl. Zusatzartikel), das an die Auflage der Kreditvergabe gebunden ist, unterliegen die ABS-Käufe keinen Auflagen [A.L. da freut sich die Banca Monte dei Paschi...]. Es kann nicht einmal ausgeschlossen werden, dass die Banken die Mittel aus ABS-Verkäufen an die EZB in Staatsanleihen stecken – ein trauriges Déjà-vu aus dem früheren Langfristgeld (LTRO).

....Es besteht die Gefahr, dass die EZB in den vergangenen Monaten so viele Programme gleichzeitig lanciert hat, dass sie deren Wechselwirkungen noch gar nicht abschätzen kann. So kann beispielsweise nicht ausgeschlossen werden, dass sich die bedingte Langfrist-Liquidität TLTRO und die ABS-/Covered-Bond-Käufe gegenseitig torpedieren. Realistischerweise werden sich die Banken sehr genau überlegen, was für sie besser ist: das Langfrist-Geld der EZB zu nehmen oder ihr stattdessen bei Liquiditätsbedarf ABS und Pfandbriefe zu verkaufen. Sollte für viele Banken die zweite Option attraktiver sein, könnte dies den Erfolg der TLTRO erheblich einschränken. Die mit den geplanten Käufen verbundenen Probleme sind mannigfaltig, und die EZB hat für entsprechend viel Unsicherheit gesorgt.

...Ob der Aufregung über den neusten Aktionsplan der Notenbank ist eine Aussage Mario Draghis von vergangener Woche in den Hintergrund gerückt, die in Tat und Wahrheit die grösste Aufmerksamkeit verdient hätte. Der Präsident erklärte vergangene Woche, die Notenbank plane eine Ausdehnung der Bilanz des Euro-Systems auf die Länge, die sie 2012 hatte. Das Ziel aller unkonventionellen Massnahmen der vergangenen Monate, also die bedingte Langfrist-Liquidität und die Kaufprogramme für ABS und Covered Bonds, gab der EZB-Präsident an, sei eine Ausdehnung der Bilanzsumme auf die Länge von Anfang 2012. Im Januar 2012 betrug diese 2,7 Bio. €, im März desselben Jahres 3 Bio. €, und heute erstreckt sie sich auf gut 2 Bio. €. Dies war das erste Mal überhaupt, dass die EZB die Länge der Bilanz als Politikziel formuliert hat; dies kommt einem Strategiewechsel gleich.

Der Fokus auf die Länge der Bilanzsumme als neue Zielvariable birgt immense Risiken. Hat sich die Notenbank einmal auf die Verlängerung der Bilanz eingeschossen, könnte die Art von Aktionen, die zum Erreichen dieses Zieles nötig sind, plötzlich eine untergeordnete Rolle spielen – auch die Art der Aktiva, die sie zur Ausdehnung der Bilanz erwerben könnte. Da es schwierig werden wird, mit den bereits geplanten Aktionen die Verlängerung der Bilanzsumme um bis zu 1 Bio. € zu erreichen, drängt sich die Frage auf, welche Schritte als nächste kommen, um das Ziel zu erreichen.

Draghi hat die Notenbank mit seiner Aussage unter Zugzwang gesetzt. Seit seiner Aussage rätseln die Marktteilnehmer darüber, wie die EZB diese Länge der Bilanz erreichen will. Was, wenn TLTRO und Verbriefungskäufe nicht ausreichen? Kauft die Notenbank dann Unternehmensanleihen oder gar Staatsanleihen? Letzteres ist besonders den stabilitätsorientierten Mitgliedsländern der Währungsunion rund um die Deutsche Bundesbank ein Dorn im Auge. Auch wenn Direktoriumsmitglied Yves Mersch diese Woche betont hat, die beschlossenen ABS-Käufe seien keine Ouvertüre zu einer quantitativen Lockerung mittels Staatsanleihen, wird ebendies befürchtet. Zum Erreichen des neuen Bilanzsummenziels könnte irgendwann jedes Mittel recht sein; Käufe von Staatsanleihen würden somit salonfähig.

Diese Befürchtung ist berechtigt. Fairerweise muss aber gesagt werden, dass einer Zentralbank nicht mehr viele andere Optionen übrig bleiben, wenn sie bei den Leitzinsen das untere Ende erreicht hat. Und da die meisten Aktiva, welche die EZB erwerben könnte, zu geringe Marktvolumina aufweisen, als dass ihre Interventionen eine grosse Wirkung zeigen dürften, bleiben am Ende nur die Staatsanleihenmärkte übrig, die für wirkungsvolle Interventionen geeignet sind. Doch wegen der speziellen Natur der Währungsunion, in der sich souveräne Staaten dazu verpflichtet haben, nicht für die Schulden der anderen aufzukommen, und der gemeinsamen Notenbank die monetäre Staatsfinanzierung explizit verboten haben, ist bei diesem Schritt die grösste Zurückhaltung geboten. Er sollte nur erfolgen, wenn die Preisstabilität in der Euro-Zone akut gefährdet ist. Aus dieser Warte ist die Hast, welche die EZB im September an den Tag gelegt hat, sehr kritisch zu betrachten. Der Datenkranz, der ihr im September vorlag, unterschied sich nicht fundamental von jenem der Vormonate; die Preisstabilität war also nicht wesentlich gefährdeter als zuvor. Es gab somit auch keinen dringenden Grund, die Bilanzsumme als neue Zielvariable einzuführen, zumal es der Notenbank bewusst sein musste, welch heikle Implikationen dies in sich birgt. Die EZB hat sich mit ihrem «Übereifer» selbst einen Bärendienst erwiesen, besonders da sie nun weitere Aktionen «liefern» muss, um ihr neues Ziel zu erreichen. So wird sie zur Gehetzten ihrer eigenen Politik.

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FAZIT A.L.: Stoppt Draghi. Im Zweifelsfall sollte Deutschland die Währungsunion verlassen - und zwar weil die rechtlichen Bedingungen des EMU-Vertrags nicht eingehalten werden (= EZB betreibt Staatsfinanzierung in den PIIGS).  
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32610 Postings, 5436 Tage KickyChina ist das El Dorado der Weinfälscher

 
  
    #113335
3
14.09.14 10:44
Das Wachssiegel ist aus Plastik, die Etiketten sind dreist gefälscht. In China kommt eine Flut angeblich hochklassiger Bordeaux-Weine auf den Markt. Neun Mal mehr als Frankreich überhaupt herstellt.
PekingAls die beiden Flaschen nebeneinander standen, war der Unterschied nicht mehr zu übersehen. "Schon die Etiketten hatten eine völlig unterschiedliche Qualität, obwohl es sich um gleiche Jahrgänge handelte", sagt Weinexperte Krishna Hathaway, damals Sommelier in einem Luxus-Ressort bei Peking. "Das der gefälschten Flasche war offensichtlich mit dem Tintenstrahldrucker gedruckt." Auch das Glas und der Kork der Nachahmung wirkten deutlich billiger.

Die echte Flasche stammte aus dem Keller des Hotels, die gefälschte hatte ein Gast mitgebracht, um sie zu einem feierlichen Anlass zu trinken. Die Erkenntnis, dass er sich eine Fälschung hatte andrehen lassen, traf ihn schwer – schließlich erzielt ein 2008er Château Lafite-Rothschild Pauillac in China einen Marktpreis von mehreren tausend Euro.
....Der Staatssender CCTV berichtete im vergangenen Jahr über ein Hotel in der Südmetropole Guangzhou, das jährlich 40000 Flaschen Chateau Lafite verkauft. Der Haken: Das Weingut liefert jährlich nur rund 50000 Flaschen nach ganz China. Experten zufolge gehen dort rund 300.000 Flaschen in den Handel. Mehr als acht von zehn Flaschen Chateau Lafite-Rothschild sind also gefälscht. Eine Flasche Lafite des Jahrgangs 2010 kostet auf Weinauktionen laut der Plattform Wine-Stocks derzeit mehr als 450 Euro, ein 96er mehr als 650 Euro.

....Die Neureichen rufen zum Teil geradezu danach, mit gefälschtem Wein übers Ohr gehauen zu werden. Ein Millionär klagte gegenüber der Presse, dass er sich gefälschte Flaschen im Wert von drei Millionen Euro hat andrehen lassen. ...
http://www.handelsblatt.com/panorama/lifestyle/...tik/10675904-3.html

dabei kaufen natürlich auch die neureichen Chinesen zahllose Weingüter in Frankreich
was den Franzosen wohl kaum gefällt,pecunia non olet!
http://www.focus.de/finanzen/news/...-weingueter-auf_aid_1141433.html
Einige Medien vergleichen die Einkaufstour der Chinesen bereits mit einer militärischen Invasion.

Mancher Franzose fürchtet bereits um das kulturelle Erbe der ihrer Nation. Es geht um nichts Geringeres als den Bordeaux. Immer mehr Weinliebhaber aus China entdecken den französischen Traditionswein. Und mancher zu Geld gekommene Geschäftsmann aus China findet Gefallen daran, sich gleich ein ganzes Weingut in Frankreich zu gönnen.

Das Interesse aus Fernost am Bordeaux kommt nicht von ungefähr. "Das wichtigste in China ist deine gesellschaftliche Stellung",....Ein eigenes Weingut zu besitzen, kommt also fast der Aufnahme in den Hochadel gleich.

Mehr als 50 Winzerbetriebe wechselten in den vergangenen fünf Jahren in der Region Bordeaux in den Besitz von chinesischen Getränkekonzernen, Grundstücksmagnaten oder bekannten Persönlichkeiten. Obwohl diese Verkäufe an Chinesen nur einen Bruchteil der rund 8000 Weingüter in der Region betreffen, sorgt die Entwicklung für Aufsehen in Frankreich.

...Allerdings richtet sich das Interesse der Chinesen zunehmend auf vornehmere Weingüter in Gebieten wie Saint-Émilion und Médoc. So kaufte ein Investor aus dem Reich der Mitte im vergangenen Jahr ein Weingut, das Wein der Klasse "Cru classé" in Saint-Émilion produziert. Gerüchten zufolge soll er dafür einen Preis im Bereich von 40 Millionen Euro bezahlt haben.

Das Bordeaux-Weingut Chateau du Grand Moueys in der Region von Entre-Deux-Mers in Frankreich ist jetzt in chinesischem Besitz FOTO



 
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32610 Postings, 5436 Tage KickyBörsensteuer auf Aktien kommt noch in diesem Jahr

 
  
    #113336
1
14.09.14 10:52
.......Experten der elf beteiligten Länder trafen sich am Freitag am Rande des Finanzministertreffens in Mailand, um wieder einmal über die Abgabe zu beraten.

Aufgrund der Uneinigkeiten ist aber wohl nur eine Abgabe auf Aktien und einige Derivate möglich.

„Im ersten Schritt wird es nur ein kleiner Schritt sein. Das ist leider wahr“, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Freitag in der norditalienischen Metropole. „Wir können uns angesichts der unterschiedlichen Situationen in den verschiedenen Ländern vermutlich nur auf einen kleinen ersten Schritt einigen, aber ein kleiner Schritt ist besser als gar keiner.“

Er hoffe, dass davon eine „Sogwirkung“ ausgehe und die Steuer auf weitere Finanzprodukte ausgeweitet werden könne sagte Schäuble.
In den vergangenen Jahren pumpten die EU-Staaten Milliarden Euro Steuermittel in die Finanzbranche, um Banken vor dem Bankrott zu bewahren. Die Steuer soll ein Weg sein, den Sektor an den Kosten künftiger Verwerfungen zu beteiligen. Unklar ist aber, welche Summen die Abgabe in die Staatskassen spülen könnte.

Die vor wenigen Tagen in einer Studie genannte Summe von jährlichen Mindesteinnahmen in Höhe von 17,6 Milliarden Euro allein in Deutschland seien "in einem ersten Schritt völlig unrealistisch", sagte der EU-Diplomat (?)
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...rnst/10696332.html

na das trifft ja mal wieder voll die Kleinanleger ,nicht genug dass wir schon bei Nullzins angelangt sind  

32610 Postings, 5436 Tage KickyWeidmann widerspricht Wertpapierkaufprogramm EZB

 
  
    #113337
1
14.09.14 11:08

http://www.wsj.de/nachrichten/...64576?mod=WSJ_article_SubOnlyEdPicks
MAILAND--Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat einem Vorschlag des EZB-Chefs Mario Draghi zum Wertpapierkaufprogramm der Zentralbank widersprochen. Weidmann sprach sich am Samstag in Mailand nach einem Treffen der Finanzminister und Notenbanker der Eurozone gegen Staatsgarantien bei sogenannten Kreditverbriefungen (ABS) aus.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte vergangene Woche den Kauf von Asset-Backed-Securities (ABS) angekündigt. Details zur Ausgestaltung des Programms will Draghi aber erst im Oktober vorstellen....
 

37623 Postings, 3784 Tage Anti LemmingDeutsche Wirtschaft wettert gegen Russl-Sanktionen

 
  
    #113338
2
14.09.14 12:51
www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...nt-vor-schaden-a-991528.html

Die neuen Sanktionen gegen Russland kommen bei der deutschen Wirtschaft gar nicht gut an. "Wir schaden uns zunehmend selbst", schimpft der Chef des Ostausschusses, Eckhard Cordes - und warnt vor einer "gefährlichen Sanktionsspirale".

Berlin - Die deutsche Wirtschaft hält die verschärften Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union gegen Russland für einen Fehler. "Die neuen Sanktionen werden nicht zur Entspannung beitragen", warnte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Wir befinden uns jetzt vermutlich am Beginn einer gefährlichen Sanktionsspirale."

Der Ost-Ausschuss versteht sich als Sprachrohr der mehr als 6000 in Russland engagierten deutschen Firmen. Cordes zeigte sich überrascht über das Vorgehen der Bundesregierung. Die Wirtschaftssanktionen hätten bislang keinen Fortschritt in der Ukraine-Krise gebracht. "Wir schaden uns also zunehmend selbst, ohne die erhoffte politische Wirkung zu erzielen", sagte Cordes. Im Mittelstand herrsche große Frustration. "Gerade kleine und mittlere Unternehmen, die einen wesentlichen Teil ihres Geschäfts in Russland haben und nicht einfach auf andere Märkte ausweichen können, sehen sich in ihrer Existenz bedroht." ...  

32610 Postings, 5436 Tage KickyKapitalflucht aus Gossbritannien wg Schottland

 
  
    #113339
2
14.09.14 17:19
The pound could fall by another 10pc if Alex Salmond triumphs
Such a monumental crash, coming on top of the decline we have seen so far, would have immense repercussions on the British economy

Sell, sell, sell — that’s what global investors are doing with their British assets. The rush of cash gushing out of Britain has reached shocking levels: a net $206bn (£127bn) outflow so far this year, against an inflow of $63bn last year, according to CrossBorder Capital.

This flight of capital hit a net $27bn in August, the worst month for Britain since the collapse of Lehman Brothers, and far worse than anything seen during the messy coalition negotiations that followed the 2010 general election. What’s even more striking is that these are the figures for last month — it is an absolute certainty that the drainage will have been even more substantial over the past two weeks, and especially since it became clear that the outcome of the referendum is a statistical dead heat.

The nationalists have spent the past few months claiming that those warning of an exodus of capital in the event of independence were trouble-makers and scaremongers. It turned out that the pessimists were, if anything, too optimistic. ....

What is clear is that a Yes vote next week would unleash chaos in the financial markets as soon as the results are released on Friday morning. Equities and bonds would be sold, with investors switching into US and other lower-risk assets; many savers with pensions and Isas could end up being hurt. Perhaps most worrying of all, sterling would tumble 10pc within a month, according to a poll of 31 economists by Bloomberg News. Such a monumental crash, coming on top of the decline we have seen so far, would have immense repercussions on the British economy: sure, it would help exporters but it would also push up the prices of imported goods substantially and deal a devastating blow to UK tourists seeking to holiday abroad.

The capital flight would be bound to intensify in the weeks and months following independence. In a damning report, UBS predicts that half the banking activity of Scotland would migrate to Britain, leading to a dramatic reduction in the Scottish money supply. .......
http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/...Salmond-triumphs.html  

32610 Postings, 5436 Tage Kicky17 Milliarden GBP abgezogen von Investoren

 
  
    #113340
14.09.14 17:21

32610 Postings, 5436 Tage KickyLeave and you go forever, PM tells Scots

 
  
    #113341
14.09.14 17:30
http://www.thesundaytimes.co.uk/sto/news/uk_news/...rticle1459005.ece

DAVID CAMERON will launch a last-ditch bid to save the Union tomorrow after violent swings in the polls showed the referendum on Scottish independence heading for a dead heat.

In a fresh blow to the Unionist campaign, an ICM survey gave Alex Salmond’s nationalists a shock eight-point lead, with 54% to the “no” campaign’s 46%.

A Panelbase survey for The Sunday Times found the “no” campaign holding a wafer-thin lead on 50.6% to 49.4%.

As The Sunday Times reports,

   In a speech in Scotland tonight Mr Cameron will warn voters that there will be “no way back” if they vote to leave Britain.

    Going on the attack, he will abandon his “love-bombing” strategy of the past week and will warn: “If Scotland votes ‘yes’, the UK will split and we will go our separate ways for ever.”

   On a trip to Aberdeen — his 10th and last visit to Scotland during the campaign — he will say: “We must be very clear that there’s no going back from this. No rerun. This is a once-and-for-all decision.In the event of ”no” vote, Mr Cameron has promised Scotland complete control of income tax in a new “devo max” deal.

A Senior Downing Street source said: “There are rock-solid people on both sides who a ­nuclear bomb would not shift. The people who are undecided seem to think that maybe they could go back. The message will be this is a complete divorce. There will be no rerun. When it’s over, it’s over.”
http://www.zerohedge.com/news/2014-09-14/...te-remains-too-close-call  

8244 Postings, 1319 Tage zaphod42#36

 
  
    #113342
14.09.14 18:04
Ist das jetzt gut oder schlecht für Shorts?  

8423 Postings, 2608 Tage wawiduSPX Kurs schoss in den letzten Monaten noch einmal

 
  
    #113343
14.09.14 19:18
deutlich hoch, doch in der Wachstumstuskurve der realen Verkäufe ist schon seit Anfang 2012 der Wurm drin.

http://www.multpl.com/s-p-500-real-sales-growth  

461 Postings, 554 Tage BerixAn was erinnert mich bloß diese Fingerhaltung?

 
  
    #113344
15.09.14 00:04
Grübel, grübel ...
(Bild von http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/)
 
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461 Postings, 554 Tage Berix... jetzt fällt es mir ein ...

 
  
    #113345
15.09.14 00:06
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dasid.jpg

461 Postings, 554 Tage BerixDOW-Future unter den MA50 geprügelt ..

 
  
    #113346
15.09.14 00:14
.. am Montag vor dem großen Verfall - das kann ja heiter werden.  
Angehängte Grafik:
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