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Der USA Bären-Thread

Seite 1 von 5187
neuester Beitrag: 21.07.17 15:01
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 129651
neuester Beitrag: 21.07.17 15:01 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 12311782
davon Heute: 4672
bewertet mit 436 Sternen

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50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
436
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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129625 Postings ausgeblendet.

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingKorrektur

 
  
    #129627
19.07.17 19:37

Zu vermieten ist eine solche Wohnung allenfalls für 2500 Euro (kalt), so dass eine Deckungslücke von 1000 Euro pro Monat entstünde.

 

10367 Postings, 3648 Tage wawiduzu # 622 - Netflix

 
  
    #129628
2
19.07.17 22:23
Netflix liefert immer so wunderschöne Income Statements, doch diesen ist bei genauerer Betrachtung nicht recht zu trauen. Betrachtet man nämlich die Cash Flows, ergibt sich ein ganz anderes Bild:

https://finance.yahoo.com/quote/NFLX/cash-flow?p=NFLX  
Angehängte Grafik:
nflx_12jd.png (verkleinert auf 82%) vergrößern
nflx_12jd.png

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingNetflix verbrennt laufend Geld

 
  
    #129629
4
20.07.17 08:04

(Screenshot unten ist aus Wawidus Link im letzten Posting.)

Der operative Cash-Flow von Netflix ist negativ - siehe rote Umrahmung von mir). Um die Verluste klein zu halten, werden neue Kredite aufgenommen (orange Umrahmung, vermutlich durch Emission von Bonds). Nur aus der Kreditaufnahme resultiert der positive "Total Cash Flow Form Financing Activities" (lila Umrahmung). Dieser kompensiert jedoch nicht den um 50 % höheren negativen "Total Cash Flow From Operating Activities" (rot).

Die Parallelen zum Dot.com-Bubble-Budenzauber sind offensichtlich.

Netflix finanziert offenbar auf Kredit eine massive Expansion. Das ist die gleiche Schneeball-Strategie, die Tesla (und m. E. Amazon) verfolgt. Das KGV von Tesla ist rund 20 Mal höher als das von traditionellen Autofirmen wie GM.

 
Angehängte Grafik:
hc_3005.jpg (verkleinert auf 64%) vergrößern
hc_3005.jpg

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingTritt Draghi heute bei EZB-Sitzg. auf die Bremse?

 
  
    #129631
20.07.17 08:51
Das ist denkbar. Die Bremsung wird allerdings, wenn überhaupt, zunächst nur "verbal" erfolgen. Doch auch Draghis Worte allein können schon erhebliche Macht entfalten, wie ja 2012 sein berühmt-berüchtigtes "whatever it takes" gezeigt hat.

Bei bullischen Zentralbanker-Anmerkungen wie 2012 springt der Markt freilich immer "gewillter" an.

[Verschwörungstheorie (VT) on]?

Aber wer weiß. Im Zeitalter "kapitalistischer Zentralplanung" durch die Zentralbanken würde es mich nicht wundern, wenn Draghi, Fed, BoJ und Wall Street sich in Hinterzimmern darauf verständigen, dass jetzt (oder demnächst) die Zeit für eine "Herbstkorrektur" gekommen sei.

Denn ja, auch Kursrücksetzer sind planbar. Sie "dienen dazu", den Jahres-Chart glaubwürdiger aussehen zu lassen. Käme jetzt nämlich ein kleiner Rücksetzer, sähe der Jahres-Chart (der wegen der Boni natürlich auf ATH schließen muss) scheinbar viel gesünder aus, als wenn er dort ohne Korrektur in Fahnenstangen-Manier hinliefe.

[VT off]

https://www.onvista.de/news/...ise-auf-ein-ende-der-geldflut-67616943

Frankfurt/Main (dpa) - Noch zögert die Europäische Zentralbank (EZB) mit dem Einstieg in den Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik. Doch der Druck auf die Währungshüter wächst - zumal die Konjunktur im Euroraum besser läuft und die Mini-Inflation vorerst gebannt ist.

Heute könnte die Notenbank nach der Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt weitere vorsichtige Hinweise geben, was in den nächsten Monaten zu erwarten ist.

Dabei geht es jedoch zunächst nur um Worte: Volkswirte rechnen damit, dass die EZB weitere Formulierungen in den Beschlüssen des obersten Entscheidungsgremium leicht verändern wird, um so ein Signal für eine absehbare Normalisierung der Geldpolitik zu geben. Im Juni hatte es erste Hinweise in dieser Richtung gegeben.  

10367 Postings, 3648 Tage wawiduWie sich der Netflix-Vorstand über Optionen

 
  
    #129632
3
20.07.17 15:21

10367 Postings, 3648 Tage wawiduEin Lehrstück aus der Börsengeschichte

 
  
    #129633
20.07.17 16:05
Aeterna Zentaris ist aktuell eine "Biotech-Klitsche"; doch dies war nicht immer so, wenn man einmal die Börsenbewertungen zugrunde legt. Doch über die Jahre agierte das Unternehmen jedoch permanent glücklos: keinerlei Erfolg bzgl. marktreife Präparate - das Geld der hoffnungsvollen Anleger wurde massiv verbrannt.

https://finance.yahoo.com/quote/AEZS/key-statistics?p=AEZS

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/...ntaris-m-pharmaceutical

Hier der Wochenchart:



 
Angehängte Grafik:
aezs_20jw.png (verkleinert auf 82%) vergrößern
aezs_20jw.png

3704 Postings, 2276 Tage lifeguardbye bye türkei

 
  
    #129634
1
20.07.17 19:15
europa (oder besser: deutschland) wendet sich ab von der türkei. durch den drohenden wegfall von hermes bürgschaften (exportrisikoversicherungen) werden investitionen in das land nicht mehr empfohlen. das wird sicher wirtschaftliche auswirkungen haben, zum beispiel beim kurs der lira. es wird kalt in den beziehungen, bye bye türkei.

Berlin und Erdo?an - Abschied vom Partner Türkei - Politik - Süddeutsche.de
Berlin will sich nicht länger gefallen lassen, wie die Türkei mit Deutschen und Deutschland umgeht. Nach viel Langmut ist das völlig richtig.
 

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingUS-Staatanleihen: VIX auf Allzeittief

 
  
    #129635
4
20.07.17 19:45
Auch für US-Staatsanleihen gibt es einen Vola-Index, und der ist heute auf ein Allzeit-Tief gefallen (Chart unten).

Das "Non-Vola-Geschiebe" lullt daher nicht nur den Aktienmarkt (# 624) ein, sondern auch den Bondmarkt.

Eigentlich eine gute Ausgangslage für Anti-Zykliker: Hier wartet ein labberig durchhängendes Gummiband (VIX auf Allzeittief) darauf, beim nächsten größeren Rücksetzer am Aktien-/Bondmarkt bis zum Reißen überspannt zu werden. Und zwar auch deshalb, weil viele Hedgefonds den VIX durch shorten gedrückt haben. Den HFs droht daher ein VIX-Shortsqueeze.

Vor einiger Zeit hatte Wawidu mal einen Trade "long VIX" vorgeschlagen. Das war beim VIX-Stand von ungefähr 20, nach einem Rücksetzer von 30. (Ich hatte damals abgeraten, und zu recht).

Jetzt wäre mMn eine Wette auf "long VIX" - als klassisch antizyklischer Trade - aussichtsreicher. Es wäre eine Wette auf "kommende Marktdynamik".

In London gibt es einen Trader mit dem Spitznamen "50 Cent", der vor Monaten große Summe in kurz laufende VIX-Calls gesteckt hat (hatte ich im BT gepostet). Mr. "50 Cent" dürfte inzwischen pleite sein (Timing ist alles...). D.h. die Idee war/ist im Prinzip gut, aber das Tief zu erwischen ist Glückssache.  
Angehängte Grafik:
20170720_move.jpg (verkleinert auf 43%) vergrößern
20170720_move.jpg

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingDrastische Einbrüche Im Türkei-Tourismus

 
  
    #129636
20.07.17 19:48
Das Ausbleiben der Touristen (vor allem Deutscher) könnte zusammen mit den Wirtschaftssanktionen (# 634) zu Erdogans Sargnagel werden.

www.spiegel.de/karriere/...in-der-tuerkei-vor-dem-ruin-a-1158892.html  

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingWie die Finanzialisierung alles kaputt macht

 
  
    #129637
1
20.07.17 20:46

Schöner Artikel von Charles Hugh Smith aus seinem Blog (und im übrigen kein "Tea-Party-Dreck", wie anderswo bei Ariva über Smith

... (automatisch gekürzt) ...

http://charleshughsmith.blogspot.de/2017/07/...-financialization.html
Moderation
Moderator: st
Zeitpunkt: 21.07.17 11:29
Aktion: Kürzung des Beitrages
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen

 

 

3975 Postings, 3169 Tage DreiklangMit 584% Geldblase in die Finanzialisierung

 
  
    #129638
2
20.07.17 23:39
Wir leben zum ersten Mal in der Geschichte in einer reinen Fiat-Geld-Blase, ohne dass es wie bei einer gewöhnlichen Münzverschlechterung (auch: Gelddrucken mit Papiergeldinflation) zu einer Steigerung des Geldumlaufs gekommen ist. Früher wurde Verschuldung rein durch besicherten Kredit genieriert - mit Fiat kommt man ohne jedes "Kollateral" aus. Ein Traum für jeden Monetaristen.

Verschuldung USA 1980:   79% (Privat/Kommerziell + Staat)
Verschuldung USA 2016: 584% (Privat/Kommerziell + Staat)

1980 und 36 Jahre später im Vergleich: Faktor 7,3 !!!

Zahlen von:
www.zerohedge.com/news/2017-07-14/...ur-all-consuming-dependence-debt


Die riesige Fiatgeld-Blase hat , wie schon im letzten Beitrag vorgerechnet, eine weitere Giralgeld-Blase mit inflationären Tendenzen ausgelöst bzw überhaupt erst möglich gemacht. Es spielt dabei keine Rolle, wie die Inflation genau definiert wird, denn es ist aus naheliegenden Gründen stets das Interesse der FED, die Inflationsstatistik so hinzudrehen, dass die Inflation möglichst gering ausgewiesen wird. Andererseits ist eine Steigerung des Kreditgeldes über 6 bis 8 % pro Jahr ohne Inflation gar nicht möglich.

=> Diese Inflation generiert ihr eigenes Momentum. Weil die Preise steigen, wird auch erwartet, dass die Preise weiter steigen, so dass die Kreditmengen bislang stets angepasst werden. Die FED ist hilflos, weil die FED Zentralbankgeld nur zur Steuerung einsetzen kann, wenn Zentralbankgeld knapp ist. Bernanke hat die Bilanz der FED aber aufgeblasen wie einen Luftballon.

=> Infolge dessen fällt der Dollar-Index und EURUSD steigt trotz SuperWeichDraghi. Der Markt preist allerdings immer noch große Ausgabenprogramme Trumps mit ein (Mauer, Rüstung, Infrastruktur) und es könnte sein, dass dieses Momentum bald austoppt. Dann könnte der Dollar-Index wieder drehen, wenn die Erwartungen bzgl. US-Inflation zurückgehen.

Wer in den letzten 8 Jahren für den Anstieg der US-Indizes am meisten verantwortlich war:

Firmen also über Buy-Backs

www.zerohedge.com/news/2017-07-17/...ne-buyer-stocks-financial-crisis

=> damit verschaftt man sich und dem Markt den ersehnten "Long-Bias", zugleich aber verlieren die Firmen mit den Buy-Backs massiv Eigenkapital. Außerdem werden Kapitalerhöhungen praktisch verunmöglicht: Jedesmal gibt es "Überraschungen", wenn die IPO kurz nach Auflage zu Abverkäufen führen. Mit der Logik der Buy-Backs dürfte es eig. gar keine IPO's mehr geben (" es kann doch alles per Kredit geregelt werden" )



 

517 Postings, 283 Tage KatzenpiratSears kurz abgehoben

 
  
    #129639
21.07.17 00:35
Der angeschlagende US-Detailhändler Sears macht einen 23 % Sprung nachdem ein Deal mit Amazon bekanntgegeben wurde. Dieser soll es Sears ermöglichen, die hauseigene Haushaltsgerätemarke Kenmore via amazon.com zu vertreiben. Die Euphorie ist inzwischen wieder auf 10 % abgekühlt.
Vermutlich ist dem einen oder anderen bewusst geworden, dass es im Prinzip nichts zu feiern gibt. Solche Deals sind Ausdruck der Unterwerfung und des Konzentrationsprozesses. Der Veuve Cliquot ist noch im Glas verdunstet.
Sears Holdings Corp's shares soared as much as 24 percent after the struggling retailer said it would sell its Kenmore home appliances on Amazon.com and integrate the brand's smart gadgets with the online giant's Alexa digital assistant.
 
Angehängte Grafik:
sears.png (verkleinert auf 42%) vergrößern
sears.png

517 Postings, 283 Tage KatzenpiratSears & Alexa

 
  
    #129640
3
21.07.17 01:30
Die "smarten" Haushaltsgeräte von Sears sollen zudem in das Sprachsteuerungssystem von Amazon (Alexa) integriert werden. Amazon gewinnt somit auch noch die persönlichen Daten der User, wenn die ihre Kühlschränke und Backofen aus der Ferne dirigieren. Alle Sprachbefehle und Sprachbotschaften werden nämlich dauerhaft in der Amazon-Cloud gespeichert. Unglaublich was die Leute alles mitmachen...
https://de.wikipedia.org/wiki/Amazon_Echo


Mit ?Echo? und ?Alexa?: Nun will Amazon auch ins Schlafzimmer - Unternehmen - FAZ
Der Online-Händler Amazon will dafür sorgen, dass seine Käufer sich nicht mehr nur auf ihren eigenen Geschmack verlassen müssen. Künftig...
 
Angehängte Grafik:
echo.jpg (verkleinert auf 75%) vergrößern
echo.jpg

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingWenn die Ehefrau dann

 
  
    #129641
1
21.07.17 08:05
beim Verkehr sagt: "Sam, the ceiling needs painting" schickt Amazon dank Echo gleich einen Eimer neue Farbe.  

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingEZB wird zur "Mutter aller Bad Banks"

 
  
    #129642
1
21.07.17 08:44
Draghi kauft seit März 2016 auch in großem Umfang Unternehmensanleihen. Die EZB besitzt inzwischen Corporate Bonds im Volumen von über 100 Milliarden Dollar. Jeden Monat kommen 7 Mrd. neu hinzu.

Dabei soll die Wirtschaft in der Eurozone angeblich brummen. Wozu dann weiteres QE, und wozu ausgerechnet Käufe von Unternehmensanleihen?

Noch schlimmer ist, dass rund ein Drittel dieser Unternehmensanleihen Junk-Bonds (mit Rating unter BBB) oder Bonds ohne Rating sind - siehe Grafik unten. Ich habe den Anteil der Junk- und NR-Bonds in der Grafik unten grün eingerahmt.

Dabei hatte Draghi im März 2016, als das Unternehmensanleihen-
"Kaufprogramm" anlief, ausdrücklich zugesichert, nur Anleihen mit Investmentgrade (Rating BBB und höher) kaufen zu wollen. Wer bestraft Draghi für diese dreisten Lügen? Später hat die EZB die Junkbond-Käufe damit begründet, dass sie im Falle einer Bonitäts-Abstufung der Firmen die Junkbonds ja nicht verkaufen müsse. Sie kann sie bis zur Maturität halten. Aber was ist, wenn die Firma bis dahin über den Jordan geht? Bei Banken z. B. ist das gut denkbar. Downgrades kommen schließen nicht von ungefähr.

Die EZB wird so zur "Mutter aller Bad Banks", meint Wolfstreet:

wolfstreet.com/2017/07/20/the-ecb-morphs-into-the-mother-of-all-b­ad-banks/

The ECB Morphs into the Mother of All ?Bad Banks?

As part of its QE operations, the ECB continues to pour billions of freshly created euros each month into corporate bonds ? and sometimes when it buys bonds via ?private placements? directly into some of Europe?s biggest corporations and the European subsidiaries of non-European transnationals. Its total corporate bond purchases recently passed the ?100 billion threshold. And it?s growing at a rate of roughly ?7 billion a month. And it?s in the process of becoming the biggest ?bad bank.?

When the ECB first embarked on its corporate bond-buying scheme in March 2016, it stated that it would buy only investment-grade rated debt. But shortly after that, concerns were raised about what might happen if a name it owned was downgraded to below investment grade. A few months later a representative of the bank put such fears to rest by announcing that it ?is not required to sell its holdings in the event of a downgrade? to junk, raising the prospect of it holding so-called ?fallen angels.?...

...The ECB is clearly loading up on risk and possibly bad credit that Draghi?s successor is going to have to eat at some point further down the road....  the ECB is becoming a dumping ground for risky corporate debt that is paying super-low yields.

Die 4,3 Billionen Euros, die die EZB bereits verballert hat stecken in

- Toxic Greek sovereign debt
- Dubious other periphery sovereign debt
- 242 junk-rated or non-rated corporate bonds
- 149 negative-yielding bonds. The main reason those bonds bear negative yields
  is Draghi?s massive multi-year bond buying binge.



 
Angehängte Grafik:
hc_3006.jpg
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50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingWie das Finanzsystem trotz allem solide bleibt

 
  
    #129643
21.07.17 09:12
Angehängte Grafik:
20170720_seas2.png (verkleinert auf 75%) vergrößern
20170720_seas2.png

50583 Postings, 4824 Tage Anti Lemmingdeutsche Übersetzung:

 
  
    #129644
21.07.17 09:25
"Keine Sorge, ich korrigiere das mit Photoshop."  

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingDreiklang # 638

 
  
    #129645
1
21.07.17 09:40
"Infolge dessen fällt der Dollar-Index und EURUSD steigt trotz SuperWeichDraghi. Der Markt preist allerdings immer noch große Ausgabenprogramme Trumps mit ein (Mauer, Rüstung, Infrastruktur) und es könnte sein, dass dieses Momentum bald austoppt. Dann könnte der Dollar-Index wieder drehen, wenn die Erwartungen bzgl. US-Inflation zurückgehen"

Wie du (vermutlich) weißt, agiert der Devisenmarkt häufig irrational. Er flieht nicht vor Inflation, weil diese zur Geldentwertung führt, sondern SUCHT sie sogar, weil es dann auch höhere Zinsen gibt. Dass der Nettonutzen (Inflation frisst Zinsgewinne auf) gegen Null geht, wird ignoriert. Unter diesen Prämissen kann Inflation den US-Dollar sogar attraktiver machen. (Sieh Dir als Orientierung die Wechselkurse aus den 1970er an, als in USA die Inflation galoppierte, da ging der Dollar sogar zum Mond (für 1 Dollar gab es 3,50 DM.)  Aber auch bei Deflationserwartung wird der Dollar oft gesucht, vor allem dann, wenn infolge der Deflation eine Rezession/Crash droht. Bei Crashs gilt der US-Dollar als "sicherer Hafen". Er zog z. B.  Im Zuge der Lehman-Krise stark an: In den sechs Monaten ab Sommer 2008 fiel EUR/USD von 1,60 auf 1,25 (= erstarkender Dollar), OBWOHL USA Auslöser dieser Krise war.

FAZIT: Die Euro-Rallye steht auf tönernen Füßen.  

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingKorrektur zu # 642

 
  
    #129646
21.07.17 10:22

Die EZB besitzt inzwischen Corporate Bonds im Volumen von über 100 Milliarden Dollar  Euro.

 

50583 Postings, 4824 Tage Anti Lemming"Lasst uns tanzen" - wie vor 10 Jahren

 
  
    #129647
1
21.07.17 11:02
Zehn Jahre ist es nun her, dass der ehemalige CEO von Citibank, Chuck Prince, seinen ominösen Satz sagte: "Man muss tanzen, so lange die Musik spielt." (Es stand im Bärenthread).

Damit meinte Prince eigentlich: Man muss zocken, solange die Märkte dies hergeben. 2008 gaben die Märkte dies wegen Risikoscheu nicht mehr her, und die Bankenkurse stürzten wie Steine. Viele Banken-Kurse haben sich bis heute kaum erholt (siehe Fannie Mae unten).

Zu diesem "Jubiläum" zitiert und kommentiert Daniel Stelter einen süffisanten aktuellen Artikel aus der britischen FT.

http://https://think-beyondtheobvious.com/...anzen-wie-vor-10-jahren/

Die FT nimmt sich erneut der Party an den Finanzmärkten an:

   ?It is 10 years, almost to the day, that Chuck Prince, then chief executive of Citigroup, told the Financial Times: ?When the music stops, in terms of liquidity, things will be complicated. But as long as the music is playing, you?ve got to get up and dance. We?re still dancing.?- bto: genau wie wir auch heute getrieben von der Liquidität der Märkte weiter tanzen.

....?When a bull market is as long in the tooth as this one there remains a question as to whether further policy tightening will expose underlying economic weaknesses or financial fissures that could ultimately sour the party. The most obvious threat concerns the accumulation of debt since the financial crisis. The central banks? pursuit of asymmetric monetary policy whereby they have eased aggressively when confronting collapsing markets, but chosen not to lean against booms has led to a downward bias in interest rates and an upward bias in debt.?- bto: auch das ist bekannt und ist schädlich für die Finanzstabilität.

?Anything remotely approaching a normalisation of policy interest rates could cause a spike in bond market yields, which could in turn spur financial fragility, especially in the eurozone where bank balance sheets are overloaded with sovereign debt and still undercapitalised. Meantime, global growth has been unbalanced, with dismal productivity performance and low investment.?- bto: auch das bekannt. Wir haben boomende Finanzmärkte bei immer schlechteren Fundamentals.

??central bankers have been consistently bad at reading their economies. The German philosopher Hegel said that experience and history teach us that people and governments have never learned anything from history. I would argue, per contra, that trying to navigate financial markets without some understanding of history is a potentially forlorn endeavour.?- bto: und die Geschichte lehrt: was nicht gut gehen kann, geht nicht gut....

---------------------

LANGZEITCHART des US-Immobilienfinanzierers Fannie Mae. Nach 2008 (Zwangsverstaatlichung) hat sich der Kurs kaum mehr von den Krisen-Tiefs lösen können - egal wie stark Benanke und Yellen "pumpten".

 
Angehängte Grafik:
fannie_mae.gif (verkleinert auf 88%) vergrößern
fannie_mae.gif

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingErklär-Comic zu # 641

 
  
    #129648
21.07.17 11:07
"Sam, die Zimmerdecke muss neu gestrichen werden"


 
Angehängte Grafik:
51i_6d57f8l.jpg
51i_6d57f8l.jpg

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingDas Lügen-Biotop - wie Fake-News entstehen

 
  
    #129649
21.07.17 14:36
Latent off-topic. Da der Bärenthread aber von manchen als Fake-News-Verbreiter kritisiert wird, auch wieder nicht.

Interessant ist, dass Fake-News im Grunde ein uraltes Phänomen sind ("Zeitungsenten" wie Hitler-Tagebücher des Stern), in sozialen Medien aber als Klick-Baits besonders starke Blüten treiben.

https://www.heise.de/ct/ausgabe/...ine-Gefahr-darstellen-3775058.html
 

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingKartell-Verdacht: Deutsche Autoaktien brechen ein

 
  
    #129650
21.07.17 14:39

50583 Postings, 4824 Tage Anti LemmingUS-Bürger sollen Nordkorea sofort verlassen

 
  
    #129651
21.07.17 15:01

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